• #31
Oder man spürt die Absicht nicht und fühlt sich einfach als Mann abgelehnt
Das Ergebnis ist dasselbe, wenn er eine guten Selbstwert hat, wird er die FS vermutlich dann auch "kalt" stellen, was sie dann sehr bald wieder beunruhigt wir dann plötzlich diskusiren müssen, warum er denn jetzt bei ihr nicht wie gewünscht "aktiv" wird.
OK, das Spiel kann auch gutgehen.
Glaskugel.
.
 
  • #33
Blöde Entscheidung, sie könnte Supersex haben, aber danach Liebesleid oder gar keinen Sex und Liebesleid,...
Und es könnte sein, sorry Void
... Dass beim nächsten Treffen die Leidenschaft abgekühlt ist
... Dass der Sex dann tatsächlich gar nicht toll ist
... Dass sich im Laufe des Kennenlernens zeigt, dass es nicht passt, die rosa Wolken verzogen sind.
....
Man kann nicht alles durchdenken.

Meine Meinung - das erste Verliebtheitsgefühl entsteht mit und ohne Sex.
Ob aus diesem Gefühl mehr wird, hängt von vielem ab.

Je näher, intimer man wird, desto mehr kann sich Verliebtheit entwickeln - oder enden - und insofern gehört Sex dazu.

Ob sich aber jemand wirklich verliebt, wenn es sexuell nicht harmoniert? Egal welches Geschlecht?
Gibt es wohl, aber bei mir wäre das Verliebtheitsgefühl weg.

Es ist aber genau so weg, wenn ich beim Kennenlernen andere für mich inakzeptable Diskrepanzen oder Eigenheiten bemerke.

WildeKatze, es ist Deine Entscheidung, nicht verkopfen.
Genieß das Verlieben, und mach es nicht schwer durch unnötiges Herumhirnen.

Bleib einfach bei Dir und es ergibt sich.

W, 50
 
  • #34
@IM - Kopierfunktion? Macht einen Post lesbar...

Ist für Dich eine Frau, die ihren Körper mag, Sexualität und Intimität mag,
Das war ein Zitat von mir - "Und Frauen sind nicht unanständig, nur weil auch sie Sex und Intimität haben und genießen."
Ich mag keine nu**ige Frauen!
Also eine Nutte?

Sollten nicht auch Frauen authentisch sein und zu ihren Gefühlen und Bedürfnissen stehen, ohne die konditionierten Denkschemata aus vergangenen Zeiten?

Ich würde mit keinem Mann zusammen sein wollen, der mich dann als Nutte diskreditiert, nur weil ich mit ihm intim werden mag, Lust auf ihn habe. Ist ja auch heuchlerisch - er will ja wohl auch?!
Ich habe bei Dates weder Messer, noch Pistolen noch Handschellen dabei.
Die Peitsche erst ab dem 10. Date. 😆

IM, eine Frau, die zu sich steht, in allen Bereichen, hat Selbstwert, Selbstbewusstsein, Selbstliebe, Selbstfürsorge, etc. denkt und entscheidet für sich. Der sind Meinungen von außen egal.
Warum Du es als Männerkopie abtust?
Als charakterschwach und unmoralisch?

Oder hört bei Dir beim Thema Sexualität die Selbstbestimmung, Authentizität auf, und sind dann doch Männer gleicher?

Ziemlich heuchlerisch von jemandem, der mit unendlich vielen S hausieren geht, und sich dauernd über mangelnde Authentizität und über die durchgreifende Fremdkonditierung beschwert.

Mir persönlich ist es egal, was andere denken oder erwarten - ich habe Sex, wenn ich möchte, und ich sage Nein, wenn nicht.
Und wenn ich mir Zeit lassen mag, mache ich es...
Wenn der Mann nicht mitgehen kann, abgeschreckt ist, weil zu früh oder zu spät... War er sowieso nicht der Richtige.

Diese Diskussion habe ich real nie erlebt, und über zu früh oder zu spät auch nie Gedanken gemacht.
Für mich gab es nur die Frage, passt es, will ich - vorher, und da musste mein Bauchgefühl zustimmen
und danach - passt es mit diesem Mann sexuell, macht es Spaß...
Gute, erfüllende Intimität (nicht nur Sex) ist für mich eine unverzichtbare Komponente.

Auf moralinsaure Heuchler kann ich gut verzichten...

W, 50
 
  • #35
Oh je, wie kann man diese schöne Sache derart verkopft sehen? Ich bin ja auch immer fürs Nachdenken und Reflektieren, aber wenn Du solch einen Gefühlssturm und eine Lust auf ihn hast, dann lass es doch zu! Wie schon mehrfach geschrieben wurde, das passiert doch nicht alle Tage, oder?
@pixi67 und @annie83 genau so sehe ich das auch.
Ich hatte drei mehrjährige Beziehungen, die über sofortigen Sex am Abend des Kennenlernens begonnen haben, ich habe mir da null Gedanken gemacht, Sex war toll und weitergeht‘s!
Wenn ein wirklich guter Mann Dich will, dann stört ihn spontaner Sex nicht, der macht weiter, wenn es ihm auch gefallen hat! Wenn es nicht zu mehr kommt anschließend, hätte es eh nicht gepasst. Hört doch auf zu spielen und strategisch unterwegs zu sein. DAS würde mich in der Anbahnung extrem stören, nicht Spontansex.
Männer, die zwischen „guten“ und „bösen“ Mädchen unterscheiden, kannst Du unisono abhaken, die haben zu 99,9% ein Problem mit ihrer Sexualität und können, nicht müssen, sehr häufig spätere Fremdgänger sein. Vielleicht, weil sie mit ihrem primären Auswahlverfahren an Frauen kommen, die Sex strategisch nutzen, wie schon zu Beginn der Beziehung und damit oft keinen für sie befriedigenden Sex haben, aber da hält sich mein Mitleid in Grenzen🤪Leider sehr häufig in meinem Freundeskreis erlebt, ich selbst lasse mich auf solche Typen nicht ein. Sex ist etwas Tolles, genieße Deine Lust.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #36
Warum sorry, Du hast absolut recht.
Ob sich aber jemand wirklich verliebt, wenn es sexuell nicht harmoniert?
Hm ... Doch schon. Wann verliebt man sich? Es ist ja meist eher ein emotionales Ding, kein sexuelles. Wenn es eine Projektionsverliebtheit ist, dann verschwindet die Verliebtheit sowieso irgendwann wieder, sobald der Mann als realer Mensch erkannt wird mit "Macken", die nicht passen. Je nachdem, wie schnell man begreift, dass man sich nur ne rosa Wolke gebaut hatte.

Ich finde trotz allem Begehren nicht verkehrt, den Verstand "an" zu lassen.
 
  • #37
Ohne Sexualität vertiefen sich keine weiteren Gefühle, sondern die Sache schläft ein. Ich verstehe nicht, was die Redewendung vom "nur Sex wollen" für einen Sinn macht. Als ob das nichts wäre.
Natürlich vertiefen sich Gefühle auch, wenn man sich außerhalb des Bettes miteinander beschäftigt. Menschen verlieben sich z.B. eher, wenn sie "spannende" Dinge miteinander unternehmen, weil das ausgeschüttete Adrenalin offener macht für den anderen Menschen.

Und selbstverständlich ist es "nur Sex", wenn man "eigentlich" eine Beziehung möchte. Was hier bei den Fragestellungen eben meistens der Fall ist.

Zu "Spielchen" würde ich der FS aber auch auf keinen Fall raten. Den Spruch mit dem "kann mich nicht kontrollieren" finde ich allerdings auch bedenklich. Natürlich kann man sich kontrollieren, wenn man will. Also will sie nicht, traut sich aber andererseits nicht, dazu zu stehen. Das sollte sie aber. Authentisch bleiben wie @Lionne69 es beschreibt.
 
  • #38
Liebe @Lionne69, auch Deine Beiträge hier finden meine vollste Zustimmung! Ich glaube aber, dass @INSPIRATIONMASTER Deine umfangreiche Antwort gar nicht „verdient“, @frei hat es letztens gut erklärt, ist kein reales Profil, merkt man an den immer merkwürdigeren Antworten😳
Ich hoffe sehr, dass die FS den für sich guten Weg findet, und würde mir auch wünschen, dass einige Schreiberlinge hier ein wenig lockerer werden würden und nicht nur schwarz/weiß gelten lassen würden ... Grau ist solch eine schöne Schattierung😉
 
  • #39
Das werden die Erfahrungen sein .......
Ich als ein Mann, dem sex nicht unwichtig ist würde mit Sicherheit keine Frau haben wollen, die weder Spass noch Freude am Sex hat, die verkrampft Regeln einhalten will und die beim ersten sex ans Brautkleid denkt.
Ob man zusammen bleibt hängt nicht nur aber auch vom Sex ab.
Ich persönlich empfinde es als sehr traurig, dass noch immer so manche Frau sich selbst in die Ecke "Nutte bzw Schlampe" stellt weil sie sich auf den Sex freut.
 
  • #40
Hm ... Doch schon. Wann verliebt man sich? Es ist ja meist eher ein emotionales Ding, kein sexuelles
OK, Du fängst erst mal mit Projektionsverliebtheit an, und dann trennst Du Sexualität von der Emotionalen Ebene und Begehren von Verliebtheit.
Ist das aber nicht sehr detailliert? Und letzteres kann ich nicht ganz nachvollziehen.
Sex ohne tiefere Emotionen, können einige. Liebe ohne Sex, vereinzelt - wir haben ein paar Foristinnen, die es können.
Aber in der Regel gehört nicht zumindest in einer Partnerschaft Emotion und Intimität zusammen? Das wäre jetzt meine Sicht, und mein persönlichers Erleben.

Thema Projektionsverliebtheit - Ich denke, es ist am Anfang immer ein Stück Projektion, man kennt den anderen ja nicht. Mit zunehmendem Kennenlernen entwickelt sich eine zunehmende Verliebtheit und mit Glück dann auch Liebe.
Zum Verlieben gehört mM, dass die Chemie passt - und das zeigt sich über die Anziehung und natürlich durch Begehren.
Wenn ich nun aber in einen Mann verliebt bin, und ihn begehre - für mich untrennbar, und es ist dann einfach nix, dann ist es wie eine kalte Dusche. Das Begehren erlischt, und die Verliebtheit reduziert sich im besten Fall auf ein freundschaftliche Gefühl, odeeine Brüderliche Liebe. Partnerschaft aber undenkbar.

W, 50
 
  • #41
Wir haben noch nicht miteinander geschlafen, aber ich denke, dass das ganz bald passieren kann. Hier im Forum habe ich mehrmals gelesen, dass das so nicht gut kommt, und dass man sich erstmal richtig kennenlernen sollte. Ich denke, die Schuld bei dieser Situation liegt an mir. Ich habe ihn mit ein paar unanständigen Witzchen gekitzelt und er ist extrem scharf geworden und hat mich sofort mit seiner Lust angesteckt. Ich habe jetzt enorm Angst, dass sich seine Gefühle unter diesen Umständen nie vertiefen, und dass es ihm jetzt nur um Sex geht. Gleichzeitig merke ich, dass ich mich in ihn verliebe.
Liebe FS,
du solltest nicht zu viel darauf geben, was du wo liest. Es gibt mMn keinen falschen Zeitpunkt für Sex. Und ganz ehrlich: Wer macht denn keine unanständigen Witzchen in der Kennenlernphase? Dieses erotische Prickeln und einander heiß machen gehört doch irgendwie dazu.

Solche Fragestellungen wie "wie soll ich mich verhalten um ihn nicht zu verlieren?" finde ich schwierig zu beantworten und klingen auch immer ein wenig nach Manipulationsversuchen,wie z. B. das kalt spielen. Zumal es gerade zu diesem Thema unzählige Meinungen gibt und du im Endeffekt wieder bei dir bleiben musst,das tun solltest, was du als richtig empfindest.

Wenn du dir unsicher bist, dann lass es. Wenn ihn willst, dann mach es. Einen Einfluss darauf nehmen, was er draus macht, kannst du im Grunde genommen nicht. Jemand, der lockeren Sex haben möchte , wird diese Einstellung für gewöhnlich nicht ändern,egal was du tust.

Wenn du aber bei dem was du tust authentisch bleibst, dann gibt's auch später nichts zu bereuen.
 
  • #42
Ihr alle habt irgendwie Recht. Ich habe mich für einen Mittelweg entschieden: mich nicht zu beeilen, aber mich auch darum zu bemühen, dass ich ihn nicht verliere... Wird schwierig sein.
Spiel einfach das Ping-Pong -Spiel.
Mal macht er etwas , dann wieder Du und so weiter.

Und wenn beide beide 3 oder 4. Date Lust auf Sex haben, warum nicht ?

Auch wenn hier Frauen immer wieder schreiben, dass sie meinen, bei einem anderen Verhalten ihrerseits (erstmal 5-8 Dates ohne Sex) würde sich der Erfolg der Frau verbessern (dann wird der Affärenmann quasi zum Beziehungstier, übertrieben gesprochen), bleibt Eines doch

Ihr könnt einfach nicht wissen, wie welcher Fall ausgeht. Keiner kann eine konkrete Situation wiederholen und die Gegenprobe mit einem anderen Verhalten machen. Deswegen können auch erfahrene Männer und Frauen hier nichts statistisch Verwertbares raten.

Aber ich kann Euch sagen, dass es mir seltsam vorkommt, wenn eine Frau trotze beideseitigem Verlangen keinen Sex mit mir möchte.
Dann frage ich mich, ob der Frau bei mir etwas fehlt, dass sie so richtig in Fahrt.

Und da so mancher Mann die Erfahrung machen musste, dass vielen Frauen Partnersex in längeren Beziehungen sowieso oft erstaunlich unwichtig ist, werden die Männer dann kritisch werden.

Aber wenn ein Mann seiner Wirkung auf Frauen sehr sehr sicher ist (er weiß also schon, dass er auf Frauen anziehnd und sexy wirkt, das könnte im Fall der FS hier durchaus wohl vorliegen ), dann wird er direkt auf taktische Spielchen der Frau tippen.
Auch nicht besser.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #43
Als ich meinen Text schrieb, sah ich die Frage nicht aus dem Blickwinkel, wie manche hier interpretiert haben. Ich dachte nicht daran, dass die Frau aus moralischer Sicht abgewertet wird, wenn sie früher Sex hat (Ja, unser Inspirationsmaster ist leider etwas zu konservativ :)). Ich habe in der Vergangenheit Kulturen gesehen, wo die Frau an allen Regeln der "Moral" halten sollte, während die Männer alles mögliche anstellen durften. Es gibt kaum was kränkenderes. Neulich habe ich einen Film geschaut, wo eine starke Frau (Kriminelle) im Zentrum der Ereignisse war. Sie hat ihre Sache gemacht. Sobald sie Sex wollte, hat sie Gigolo gerufen und sich befriedigen lassen, wie ein Mann eine Prostituierte holen würde, absolut ohne Scham und schlechtes Gewissen. Der Mann (ein Mafioso), der sich in sie verliebte, spielte (mit anderen Absichten) die Rolle ihres Gigolos. Ich fand das ganze total cool, auch wenn ich nicht auf Gigolos stehe. Mich hat die emanzipierte und gewagte Art dieser Frau fasziniert. :)
Was ich oben meinte, war etwas anderes. Ich habe Angst, dass er sein Interesse verlieren könnte, wenn wir zu früh Sex machen. Denn die Erotik dominiert unsere Gedanken momentan. Ich weiss halt nicht, wie er sich fühlen wird, nachdem er befriedigt worden ist. Ich könnte ihn evtl. langweilen...
Ja, die Geschichte von Quinquin fand ich auch spannend, aber das kann nicht von jeder Frau bei jedem Mann praktiziert werden. Mein neuer Freund ist extrem leidenschaftlich und eher dominant. Er wird seinen Orgasmus bekommen wollen. Andererseits ist mir auch wichtig, dass mein Partner am Ende körperlich glücklich und entlastet ist und nicht leidet, besonders wenn er auch noch einen stressvollen Job hat. Ich sehe hinter dem Spiel von Quinquin's Freundin etwas sado-masochistisches... Schliesslich hat Quinquin (bewusst oder unbewusst) den Weg einer Zuflucht genommen und sich offenbar für eine Frau entschieden, die ihm seinen Orgasmus und seinen vollständigen Genuss besser garantiert... Was mich angeht, könnte ich mir schon vorstellen, dass ich so ein Spiel mit meinem neuen Freund später ab und zu spiele, um ihn sexuell zu provozieren, aber wenn ich gleich damit beginne, werde ich ihn evtl. nur nerven und enttäuschen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #44
Ich persönlich empfinde es als sehr traurig, dass noch immer so manche Frau sich selbst in die Ecke "Nutte bzw Schlampe" stellt weil sie sich auf den Sex freut.
Ich sehe das noch direkter. Als Nutte oder Schlampe kann ich mich nur fühlen, wenn ich mich wie eine Prostituierte verhalte. Also ich halte meinen Körper für eine Gegenleistung hin. Bei den einen ist es Geld, bei anderen die Verheißung einer Beziehung.

Spaß am Sex haben heißt für mich nicht im Umkehrschluss, man konzentriert sich nur noch darauf und es gibt keinen Raum mehr für andere Dinge. Eine Frau aber, die taktieren möchte, braucht den passenden Mann dafür. Der möchte es dann ja auch ganz langsam angehen lassen und würde nie den schönen, schnellen Sex mitnehmen, oder?😇
 
  • #45
Ich persönlich empfinde es als sehr traurig, dass noch immer so manche Frau sich selbst in die Ecke "Nutte bzw Schlampe" stellt weil sie sich auf den Sex freut.
Das ist traurig, in der Tat.

Aber hier hatte ich mich auf @IM bezogen, und seinen Kommentar, wo er Frauen, die IHRE Sexualität leben und genießen als Nutten bezeichnet. Nein, nicht korrekt, er hat seim Stil entsprechend, 2Sternchen an die strategischen Stellen platziert.

Und, lieberTom, diese Meinung ist auch nicht so selten - was mit zu der Verunsicherung mancher Frauen beiträgt.
So wie es immer noch für einige gilt - Ein Mann hat Erfahrung, die Frau ist die Schlampe.
Bigotte Heuchelei.

Ich als ein Mann, dem sex nicht unwichtig ist würde mit Sicherheit keine Frau haben wollen, die weder Spass noch Freude am Sex hat, die verkrampft Regeln einhalten will und die beim ersten sex ans Brautkleid denkt.
Mir ist Intimität auch wichtig, und genauso möchte ich keinen Mann, der misstrauisch nach meinem Vorleben schielt, am liebsten einen Rechenschaftsbericht einfordern würde, der den ersten Sex als Gelübde versteht, sich (Ver-) Urteilungen über Charakter und Moral anmaßt...

Es soll beiden Freude machen, ohne Krampf. Und "erlaubt" ist, was Beiden Spaß macht.

W, 50
 
  • #46
OK, Du fängst erst mal mit Projektionsverliebtheit an
Angefangen hatte ich mit "emotionales Ding, kein sexuelles". Dann kam erst der Punkt, dass es Projektionsverliebtheit sein könnte.

Aber in der Regel gehört nicht zumindest in einer Partnerschaft Emotion und Intimität zusammen?
Hier komm ich nicht mehr so richtig mit. Es geht ja ums Verlieben, nicht schon um Partnerschaft, auch wenn die vielleicht dem Verlieben folgt, falls der andere nicht seltsame Eigenschaften hat. Und ja, in einer Partnerschaft sollte es Emotionen und Intimität geben und Sex, wenn man will.

Zum Verlieben gehört mM, dass die Chemie passt - und das zeigt sich über die Anziehung und natürlich durch Begehren.
Also ich habe mich früher - jetzt nicht mehr - verliebt ganz ohne sex. Begehren. Das war rein emotional und romantisch. Erst, als ich begriffen hatte, dass Sex so unterschiedlich ist wie Humor, war mir klar, dass ich mich auch "sexuell" verlieben müsste, wenn es beziehungsmäßig klappen sollte. Das war aber auch der Zeitpunkt, von dem an ich Sex und Liebe trennen konnte, auch wenn ich es nicht leben wollen würde.

Und ich glaube, dass bei den Paaren, die irgendwann klagen, dass das Sexleben nicht passt, das genauso lief - es war was ganz anderes wichtig beim Verlieben, z.B. sich geborgen fühlen oder in die Schönheit des anderen verliebt zu sein. Oder sich darin zu verlieben, dass der andere sich so bemüht, so souverän und lebensgewandt ist, ...

Ich denke, alle Personen, die so einem Idealbild nachhängen, was das Aussehen angeht, verlieben sich nicht sexuell, auch wenn sie meinen, dass das Ideal auch sexuell passt.

Ich hab ja schon öfter geschrieben, dass ich die Männer, die ich richtig heiß fand, an Äußerlichkeiten nicht erkannt hätte. Ich musste sie live erleben. Die zwei Männer, die ich wunderschön fand, waren körperlich so anziehend wie ein Möbelstück. Einer küsste mich mal, da war NULL. Soll nicht heißen, dass ich die Männer, die ich anziehend finde, nicht schön finde, es ist aber erst die Anziehung da gewesen, dann habe ich sie richtig schön gefunden.

Ich denke, es ist am Anfang immer ein Stück Projektion, man kennt den anderen ja nicht.
Kann gut sein. Aber mit Kennen hat es ja weniger zu tun, sondern eher damit, ob man sich im anderen sucht. Ich würde das differenzieren, weil es ja Leute gibt, die den Partner schon sehr, sehr lange kennen, aber immer noch was projizieren.
Aber darüber habe ich noch nicht genug gegrübelt. Gibt es Verliebtheit ohne Projektion? Falls nicht, würde jede Verliebtheit ja enden, wenn die Projektion beendet ist, also der Projizierer entdeckt, dass er selbst diese projizierte Eigenschaft in sich entwickeln muss. Wenn nichts weiteres an Basis da ist, ist wohl die Beziehung dann auch zu Ende. Die berühmte anderthalb Jahre.
 
  • #47
Ich habe mich für einen Mittelweg entschieden: mich nicht zu beeilen, aber mich auch darum zu bemühen, dass ich ihn nicht verliere... Wird schwierig sein.
Hallo FS, warum schwierig? Triff dich doch einfach weiter mit ihm wie gehabt, und schau, ob er dich hartnäckig ins Schafzimmer zieht oder dich ohne sexuelle Aktivitäten näher kennenlernen möchte, das gibt dir Sicherheit. Ich glaube die Würfel sind gefallen, du gehst wieder einen Schritt zurück, nimmst das Tempo raus und sortierst, um später wildkatzenmässig wieder anzugreifen. Vielleicht ist das auch nur ein frühes Anzeichen dafür, dass die Luft raus ist, aber das wirst du eh nur im Verlauf rausfinden.

Wenn mich Männer in die Sex- und Affärenschublade gesteckt haben, dann war das nicht, weil wir zu früh Sex hatten oder der Sex nicht gut genug, also nur was für zwischendurch war. Sondern weil sie außerhalb des Schlafzimmers nicht viel, oder nicht genug, mit mir anfangen konnten, ich ihnen zu langweilig, einfältig, ruhig oder sonstwas war, was sie daran hinderte, eine Bindung zu mir aufzubauen, die über das Sexuelle hinaus ging. Da kann man jetzt spekulieren, ob Sex mitgenommen wurde, als bereits klar war, dass es langfristig nicht passt. Aber früher Sex schien eben nicht das ausschließliche definierende Kriterium zu sein.

Insofern können deine Schlagfertigkeit und Verbalakrobatik sogar von Vorteil sein, wenn es nicht gerade als unpassend empfunden wurde und den Mann peinlich berührt hat. Bleib so rhetorisch versiert wie eh und je und lass es auf diesem Niveau weiterlaufen, es wird schon werden, viel Glück und vor allem viel Spaß.
 
  • #48
Was ich oben meinte, war etwas anderes. Ich habe Angst, dass er sein Interesse verlieren könnte, wenn wir zu früh Sex machen. Denn die Erotik dominiert unsere Gedanken momentan. Ich weiss halt nicht, wie er sich fühlen wird, nachdem er befriedigt worden ist. Ich könnte ihn evtl. langweilen...
Das ist ein anderes, aber generelles Problem. Klar, wenn der Mann (nicht unmittelbar) nach dem Sex feststellt, dass die Frau als Partnerin doch nicht in Frage kommt, weil sie langweilig ist, dann gibt es eben keine Beziehung. Das liegt dann aber nicht am Sex und früher Sex macht Dich auch nicht weniger langweilig.
Letztlich sind für eine Beziehung eben andere Kriterien entscheidend als für Sex. Für mich klingt das ein Stück weit wie:

Ich sehe das noch direkter. Als Nutte oder Schlampe kann ich mich nur fühlen, wenn ich mich wie eine Prostituierte verhalte. Also ich halte meinen Körper für eine Gegenleistung hin. Bei den einen ist es Geld, bei anderen die Verheißung einer Beziehung.
Du hast zwar Lust auf Sex, aber hältst das aus taktischen Gründen zurück, weil Du Dir damit eine Beziehung erhoffst. Ich gehe davon aus, dass das in den meisten Fällen völlig schieflaufen wird.
 
  • #49
Ich habe Angst, dass er sein Interesse verlieren könnte, wenn wir zu früh Sex machen. Denn die Erotik dominiert unsere Gedanken momentan. Ich weiss halt nicht, wie er sich fühlen wird, nachdem er befriedigt worden ist. Ich könnte ihn evtl. langweilen...
Ja, die Geschichte von Quinquin fand ich auch spannend, aber das kann nicht von jeder Frau bei jedem Mann praktiziert werden. Mein neuer Freund ist extrem leidenschaftlich und eher dominant. Er wird seinen Orgasmus bekommen wollen. Andererseits ist mir auch wichtig, dass mein Partner am Ende körperlich glücklich und entlastet ist und nicht leidet, besonders wenn er auch noch einen stressvollen Job hat. Ich sehe hinter dem Spiel von Quinquin's Freundin etwas sado-masochistisches... Schliesslich hat Quinquin (bewusst oder unbewusst) den Weg einer Zuflucht genommen und sich offenbar für eine Frau entschieden, die ihm seinen Orgasmus und seinen vollständigen Genuss besser garantiert... Was mich angeht, könnte ich mir schon vorstellen, dass ich so ein Spiel mit meinem neuen Freund später ab und zu spiele, um ihn sexuell zu provozieren, aber wenn ich gleich damit beginne, werde ich ihn evtl. nur nerven und enttäuschen.
Früher oder später Sex entscheidet keineswegs ob eine Beziehungsanbahnung eine Affäre einleitet oder ob aus ihr eine Partnerschaft ggf. mit Familiengründung wird.

Entscheidend ist die jeweilige Haltung der Beteiligten zu Beziehung, Sex, Partnerschaft und Familie und entscheidend ist inwieweit beide zu diesen Themen übereinstimmen.

Habe beide eine ähnlich positive Sicht auf Partnerschaft wird früher Sex ihren Entschluss zur Partnerschaft nicht schwächen sondern stärken.

Verschweigt einer von beiden sein Desinteresse an Partnerschaft oder täuscht es nur bis er Sex bekommen hat bzw. solange er Sex bekommt vor, ist früher Sex auch keine Katastrophe, wenn er denn dem eher partnerschaftlicher orientierten Menschen ebenfalls Spaß gemacht hat.

Außerdem klärt sich dann die tatsächliche Beziehungsperspektive und man kann sich dann neu aufstellen wenn man einen Irrtum erkannt hat.

Traumatisch kann es doch eigentlich nur werden wenn man gerade zwecks Initiierung einer Partnerschaft Sex mit einem Menschen der diese nicht will hat.

Aber wer belügt dann wen?

Wenn ich selbst häufig in so eine Falle marschiere und ich danach regelmäßig leide dann macht es schon Sinn über mein Verhalten inkl. Kandidatenauswahl nachzudenken.

Aber wenn dies nicht der Fall ist sollte ich Sex haben wenn ich dazu Lust habe und nicht versuchen mit Sex zu taktieren indem ich Andeutungen mache und mich dann zurück ziehe. Das vergrault Beziehungsmänner und Freigeister gleichermaßen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #50
Ich weiss halt nicht, wie er sich fühlen wird, nachdem er befriedigt worden ist. Ich könnte ihn evtl. langweilen...
Ja, aber ist das nicht auch ein letztlich guter Ausgang? Dann weisst du nämlich sofort nach dem ersten Sex, dass der Mann mit einer Frau ausserhalb des Schlafzimmers kaum etwas anzufangen weiss. Dass er erwartet, von dir (oder einer anderen) unterhalten zu werden. Und dass die erotische Spannung das Einzige ist, womit man seine Aufmerksamkeit halten kann. Der Natur der Sache entsprechend, wäre es dann ja nach ein paar Monaten ohnehin vorbei, weil egal wie sehr du wartest und tust, wird diese Spannung ja eines Tages nachlassen und dann wird's "langweilig" mit dir.
So jemanden möchtest du ja dann vielleicht auch nicht als Partner.. also nur so ein Gedanke.
 
  • #51
Menschen funktionieren nicht wie Automaten.
Oben einen Drink reinschütten - unten Sex bekommen ... klappt nicht als Automatismus.
Sex gut - Beziehung folgt ... ebenso wenig
Sex schlecht, der andere ist weg - auch das stimmt nicht.

Schriftlich haben wir alle den höchsten Anspruch - aber auch dieser ist individuell verschieden. Und in der Realität ? Sieht es nochmal anders aus ....
Manche Männer erfreut schneller Sex - das heisst aber noch lange nicht, dass diese Männer bei der "richtigen Frau" danach weg wären.
Manche Männer werden durch schnellen Sex verschreckt ... obwohl viele von uns den dann trotzdem noch mitnehmen.

Weniger Taktik und weniger Schauspiel .... eine Grundlage, um Vertrauen zu bilden. Sei du selbst .... alles andere klappt auf Dauer nicht.
 
  • #52
Aber darüber habe ich noch nicht genug gegrübelt. Gibt es Verliebtheit ohne Projektion?
Du grübelst über vieles zu viel😉. Nett gemeint.

Ich glaube, die Basis von Verliebtheit IST eine Mischung aus Projektion und Chemie,

Man trifft jemanden, und den findet man anziehend, anziehend als Person aber auch sexuell -für mich gehört zum Verlieben die sexuelle Ebene untrennbar dazu.
Sex ohne - kann, verlieben ohne - Nein. Wäre für mich keine Verliebtheit.

Projektion - weil man den Menschen nicht kennt, man schließt nur von Merkmalen auf die Person. Das kann die Haltung sein, der Blick, das Lächeln, die Stimmlage, mit der man positives (oder negatives) assoziiert.
Weil man bestimmte Vorlieben hat, oder positive / negative Erfahrungen gemacht hat.

Das heisst, ich habe Projektion iS von - ich habe eine Vorstellung von diesem Menschen, und verliebe mich aufgrund dieser Vorstellung und der sexuellen Anziehung.

Wieviel Projektion im Sinn von Wunschdenken dabei ist - man hätte gerne, dass jemand so und so ist, und nimmt entsprechend selektiv wahr, das sollte man prüfen, und da vielleicht auch daran arbeiten.

Mit zunehmender Kenntnis über sich selbst, zunehmender Erfahrung, und einem gesunden Bauchgefühl sollten sich die ersteren anfänglichen Projektionen real bestätigen - die ersten Eindrücke sind stimmig, und letztere Projektionen minimieren.

So, und die FS spürt eine stimmige Chemie, sexuelle Anziehung, findet ihn auch sonst anziehend - und jetzt kommt es darauf an, was aus den ersten Eindrücken wird.

Meine Meinung, man darf auch mal was riskieren, solange man sich dabei gut fühlt
Garantien gibt es sowieso nicht.

W, 50
 
  • #53
Projektion - weil man den Menschen nicht kennt, man schließt nur von Merkmalen auf die Person.
Ich würde die Definition "Projektion" anders anfangen. Ich suche was im anderen, was eigentlich von mir selbst kommen könnte/sollte/müsste. Und dann: Der andere sieht so aus, als würde er das erfüllen, weil ich anhand von ein paar Dingen was dazudichte.
Das würde bedeuten, wenn ich mich ganz kennen würde und mir alles selbst gebe, würde ich gar nichts mehr projizieren.
Ich persönlich merke mittlerweile schnell Projektionen meinerseits und es ist unglaublich befreiend zu sehen, dass der andere mich nur inspiriert, mich hier zu entwickeln, statt mich zu verlieben in was, das ich sowieso selbst entwickeln muss, wenn ich es auf mich zugeschnitten haben will und weil ich natürlich nicht erwarten kann, dass der andere hier für mich vollumfänglich da ist.

und jetzt kommt es darauf an, was aus den ersten Eindrücken wird.
Genau, deshalb kommt es mE entscheidend darauf an, wie die FS das ganze nun handhabt. Sie will ja eine Beziehung, sie hat sich verliebt. Ob sie nun schon so weit ist, dass sie das Wunschdenken trennen kann vom Realen, ist ne andere Frage. Ihr Punkt ist in meinen Augen, dass sie RICHTIG für sich werben sollte, also für ihr Ziel. Das ist mE wie Kleidung, wenn man kurze Röcke und einen tiefen Ausschnitt trägt, wird man wahrgenommen, als wollte man sexuell reizen und sei nicht vorrangig auf Beziehung aus. Das müsste man dann erst noch erklären, falls der Mann sich nicht schon abgewendet hat, weil er Signale nunmal so deutet, wie die Masse sie deutet.

Ich wäre längst tot, wenn ich das nicht tun würde. 😉
Ich weiß nicht, warum Menschen, die nicht so viel nachdenken, das immer so negativ sehen. Es ist ein anderer Zugang, das Leben zu verstehen, als mit learning by doing durchs Leben zu kommen.
Beide Charaktere, der Lbd und der Nachdenkliche, werden ohne das jeweils andere schlecht durchs Leben kommen. Deinen Satz habe ich immer nur von Menschen gehört, die unbewusst über andere hinwegwalzen und denken, wenn die können, werden sie sich wehren, ansonsten sei Plattmachen nicht Plattmachen, sondern für die ok. Damit will ich es Dir natürlich nicht unterstellen, ich finde Deine Beiträge empathisch. Aber ich finde es falsch, sich ein Urteil über Leute zu erlauben, die MEHR nachdenken. Das war vielleicht ihr Weg zu überleben, statt z.B. Therapien zu machen.
 
  • #54
Aber ich finde es falsch, sich ein Urteil über Leute zu erlauben, die MEHR nachdenken. Das war vielleicht ihr Weg zu überleben, statt z.B. Therapien zu machen.
Liebe Void,
Ich habe kein Urteil fällen wollen, steht mir nicht zu.
Mir fällt nur auf, dass Du sehr, sehr viel im Detail durchdenkst, mehrfach herum drehst, jeden potentiellen Haken, jede potentielle Öse suchst - und manchmal ist es gar nicht so kompliziert.
Ich gebe auch zu, dass ich bei etlichen Gedankengänge nicht mehr mitkomme.

Nun, Deinen Satz mag ich mir tatsächlich nicht anziehen.
Denn nach mehrjähriger intensiver Therapie, viel Eigenarbeit, Sortieren, reflektieren und verändern, glaube ich, dass ich genug denke, prüfe, voraus schaue.
Ich wäre definitiv ohne meine Therapien nicht mehr hier.

Ich habe aber genau in diesen auch gelernt, lockerer zu werden, manches einfach zu akzeptieren statt verstehen zu wollen, und vor allem - bei mir, meinen Gefühlen zu bleiben und den Moment zu genießen. Ich bin, ich bin ok, und die vielen "S"

So kann ich heute bei einem Kompliment einfach annehmen, mich freuen und danke sagen.

Und so bin ich in manchem toleranter, weil ich akzeptieren kann, jede*r ist wie er ist, ich akzeptiere aber auch, dass ich nicht jede*n mag, und ich bin so konsequent, dass ich für mich nicht passendes als nicht passend akzeptiere und Kontakte ggf. beende. Ich führe heute keine langen Diskussionen mehr - weil sie meist außer Energie verbrauchen, Null bewirken.

Ich lebe mein Motto
Das Leben ist bunt, und ich genieß- wobei ese jede Facette... Auch die unangenehmen, wobei es soviel Möglichkeiten gibt, Schönes, Spannendes, Entspannendes,... Positives zu sehen, zu fühlen, zu erleben.

Liebe Void, ich denke, genau diese Therapien, meine Veränderungen, das Akzeptieren und nicht alles Hinterfragen und in Frage stellen, anzweifeln, auch unperfekt sein dürfen, hat mich zu diesem Partner geführt, mit dem ich mich rundum wohl fühle, den ich liebe...
Und mich innerlich frei, ruhiger und entspannter werden zu lassen.

Und daher kommen hier immer wieder meine Gedanken - Authentizität, bei sich bleiben, was will man selbst, und das Thema Passung.

Zum Thema Projektion - wonach, meinst Du, entscheidet sich ein Mensch beim Kennenlernen, diese kritischen ersten 2sec. Zwischen sympathisch/harmlos - unsympathisch /gefährlich?
Das sind Urinstikte, Bauchgefühl, Projektionen aus früheren Erfahrungen... Nur mal darüber nachdenken. Als Ergänzung zu den anderen Projektionen.

W, 50
 
  • #55
Das sind Urinstikte, Bauchgefühl, Projektionen aus früheren Erfahrungen...
Seh ich auch so, wenn der Mensch reibungslos tickt. Allerdings ist das Bauchgefühl manchen Menschen aberzogen worden bzw. es wurde ständig verdreht und was anderes behauptet, es wurde manipuliert, weil die Eltern mit ihren eigenen Emotionen nicht klarkamen. Vielleicht gibt es auch Leute, die von Natur aus kein Bauchgefühl haben, also in anderen nichts lesen können.

Und es haben sich auch Leute schon in viel mehr Zeit als den 2 Sekunden verliebt oder konnten sich anfangs nicht leiden. Ich weiß auch nicht, wie Du vom Thema "Projektion" auf die 2 Sekunden kommst. Kann sein, dass es die Projektion in 2 Sekunden gibt, dann geht es wohl meist um Optik, aber Projektion kann auch brauchen, dass man sich erstmal länger kennen muss, den anderen erleben muss.
Dass Verliebtheit verschiedene Gründe haben kann, habe ich ja schon geschrieben. Sollte man keinen blinden Fleck haben beim sexuellen Begehren, werden es Pheromone sein, die die ersten Sekunden wirken, so man eine reale Begegnung hat.

Mir fällt nur auf, dass Du sehr, sehr viel im Detail durchdenkst, [...] und manchmal ist es gar nicht so kompliziert.
Ich denke, man kann - außer es handeln Leute völlig irrational - Muster finden im menschlichen Verhalten, denen bestimmte Emotionen/Gefühle oder verletzte und verdrehte Emotionen zugrunde liegen. Beispiel: Sich Liebe wünschen, aber das mit Schwäche und Demütigung verbinden und daher unnahbar sein und somit Leute, die einen lieben könnte, wegstoßen.

Und dann wird es eben manchmal doch kompliziert. Du würdest so einen Partner nicht wollen, weil er ein Muster zeigt, das Du hinter Dir gelassen hast oder dem Du nie entsprachst, aber manch FS eben doch. Wie schon an anderer Stelle geschrieben, sehe ich eine richtige Bez. AUCH als Lernaufgabe an. Natürlich nicht als solche gewählt, aber die Leute geben einander was, das sie weiterbringt in der persönlichen Entwicklung (wobei wir wieder bei der Projektion und dem, was daraus folgt, wären), auch wenn es schmerzhaft ist. Dh. sie rennen nicht gleich wieder auseinander, sondern wollen den Konflikt innerhalb der Bez. lösen. Und jemand, der nicht DEINE Entwicklung gemacht hat oder gerade macht, kann die Erkenntnis "bei mir ist es so und so, ich mach es nicht so" mE nicht verwerten, zumal er Dir komplett vertrauen müsste, um Deine Erkenntnis einfach so zu übernehmen. Er würde dann aber keine eigene Erkenntnis machen und womöglich wieder in dieselbe Falle tappen.

Ich will damit nicht sagen, dass ich denke, immer verstanden zu werden, aber ich versuch es halt, meine Gedankengänge zu erklären und auch alle Seiten zu beleuchten, damit irgendwas beim FS "klick" machen kann.
glaube ich, dass ich genug denke, prüfe, voraus schaue.
Gut. Ich mach das für mich auch so, nur umfangreicher. Hauptsache ist doch, dass es für uns jeweils funktioniert. :)
 
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  • #56
Mir fällt nur auf, dass Du sehr, sehr viel im Detail durchdenkst, mehrfach herum drehst, jeden potentiellen Haken, jede potentielle Öse suchst - und manchmal ist es gar nicht so kompliziert.
Sehe ich auch so .... die Bedenkenträger, die jedes noch so kleine Risiko scheuen, jede Chance ungenützt verstreichen lassen, weil sie ja noch ein paar komplizierteste Gedankengänge bewältigen müssen .......
Jedes freundliche Wort, jedes Lächeln, jegliches Begehren .... alles wird hinterfragt.
Dann wird so lange überlegt, der erste Sex so lange aufgeschoben ... bis das Gegenüber von einer ganz anderen Person verführt wurde. Und dann wundern sich diese Leute, bevor dann der Satz kommt "Ich habe es doch gleich gewusst"
Mir kommt es so vor: Ein frisches, kühles Bier wird serviert. Man kann es trinken, geniessen, sich daran erfreuen und damit erfischen. Man kann aber auch Vorträge über Alkoholismus in Usbekistan buchen, 71 Bücher über Drogen lesen und einen Hellseher befragen ..... und wenn man dann das Bier trinken will, ist es warm und schal ....
 
  • #57
die Bedenkenträger, die jedes noch so kleine Risiko scheuen, jede Chance ungenützt verstreichen lassen, weil sie ja noch ein paar komplizierteste Gedankengänge bewältigen müssen
Klar, so läuft das in deren Leben. Es passiert irgendwas was, sie rennen in ihren Elfenbeinturm, arbeiten alles aus, erstellen vielleicht einen Problemthread in einem Diskussions(!!)forum, um noch mehr ausarbeiten zu können, grübeln alles durch und nach durchschnittlich zwei Jahren kommen sie raus und präsentieren die Lösung.

Jedes freundliche Wort, jedes Lächeln, jegliches Begehren .... alles wird hinterfragt.
Natürlich, ALLES. Ich bitte den anderen zu warten, bis ich das ganze gründlich analysiert habe und dann drucke ich meine Erkenntnisse aus, um sie ihm vorzutragen, oder bestelle den Bestatter. 🤷‍♀️

Dann wird so lange überlegt, der erste Sex so lange aufgeschoben ... bis das Gegenüber von einer ganz anderen Person verführt wurde.
Na, es gibt auch in der Zielgeschlechtgruppe Leute, die gern alles vorher mindestens dreißig mal durchdenken. Hernach gibt es ein Testatsgespräch und wenn das bestanden ist, den ersten Sex. Macht ihr das anders?

Mir kommt es so vor: Ein frisches, kühles Bier wird serviert. Man kann es trinken, geniessen, sich daran erfreuen und damit erfischen. Man kann aber auch Vorträge über Alkoholismus in Usbekistan buchen, 71 Bücher über Drogen lesen und einen Hellseher befragen ..... und wenn man dann das Bier trinken will, ist es warm und schal ....
Dann nimmt man es für die Haare und bestellt ein neues, falls das Lokal nicht inzwischen geschlossen hat. Du machst aus allem ein Problem ...


Mal ernsthaft: Denkt ihr wirklich, dass ALLE Menschen besser durchs Leben kommen, wenn sie so handeln und denken wie ihr? Dann müssten die ja auch so sein wie ihr. Und möglicherweise habt auch ihr schon davon profitiert, dass andere Leute was von allen Seiten durchdacht haben und darüber schrieben, so dass ihr es lesen konntet.
Das Leben sei bunt, schreibt hier öfter eine Dame. Bei manchen ist es eben auch das Denken. Und, um auf die FS zurückzukommen: Anscheinend war ja was für ihr Gefühl nicht stimmig, weshalb sie unsere Gedanken dazu hören wollte. Sie hat die Situation mit dem Mann selbst drauf gebracht, dass es nun in eine für sie falsche Richtung zu gehen scheint. Trotzdem "mach einfach und guck, was passiert", obwohl es sich vorher schon irgendwie falsch anfühlt?
 
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  • #58
Natürlich, ALLES. Ich bitte den anderen zu warten, bis ich das ganze gründlich analysiert habe und dann drucke ich meine Erkenntnisse aus, um sie ihm vorzutragen, oder bestelle den Bestatter. 🤷‍♀️
Nein nein, liebe Void,
Ich glaube was der alte TOM meinte ist, dass man es unter Umständen einfach grundlos zerdenkt. Es gibt Momente im Leben die ergeben sich einfach. Und anstatt darüber nachzudenken ob dieser Moment einen Wert haben könnte, sollte man ihn so sehen als das was er ist. Einen Moment! Diese Zeitfenster sind oft sehr klein und so ist die Möglichkeit eben sehr groß auch die guten Momente zu verpassen weil man erst mal darüber nachdenkt.
Das kühle blonde Bierchen vom Tom ist zwar nicht Maßstabsgetreu, aber ausgezeichnet als Vergleich.
Man verpasst so manchen Genuss oftmals.
M49
 
  • #59
Liebe Annie,

das war zwar ein Nebenthema ("Tease and Deny" - einen Mann immer wieder maximal erregen, aber nie kommen lassen. Eine geniale Art, ihn höchste Lust erleben zu lassen und zugleich die Herrschaft über seine Sexualität wegzunehmen - was mich zum Wahnsinn gebracht hat; die Lust war nicht mehr zu ertragen. Allerdings ertrug ich sie doch; mir blieb ja nichts anderes übrig. War für meine Entwicklung ganz wichtig: ich verlor den Ejak.-Zwang - durch langes "Training" - so daß ich jetzt nur noch komme, wenn ich will. Ein Mann wird die Frau, die ihn so "behandelt". hat, lange begehren.)

Du hast darauf geantwortet:
Ich wünschte, ich hätte die Courage, mit einem Mann so umzugehen. Meine Erfahrung ist, manche Männer ärgern sich sehr, wenn man sie "nur" teased. Aber ich finde es in der Fantasie zumindest extrem geil und wünschte, ich könnte das so handhaben
Das klingt unnötig traurig. Klar, frau "kann das nicht". Widerspricht ja komplett ihrer Rolle als süßer Liebender. Meine damalige Herrin machte es einfach. "Du ejak. nur noch mit meiner Genehmigung!" Ärger erlebt mann nur ganz am Anfang, der schmilzt schnell weg, , wenn der Held "in Orbit" ist, wie es in USA heißt, in der Umlaufbahn - zwischen Stöhnen, Hecheln und vergeblichen Bitten. ("Nur eine kleine Pause!") Ist auch für die Frau sehr erregend. Ja, extrem geil, in der Realität noch mehr als in der Fantasie. Dir Courage wird Dir durch Dein Handeln kommen.

(Vielleicht magst ja mal einen Geliebten damit überraschen. Ich kenne inzwischen eine Reihe von Frauen, die die Courage haben.)

Dies wäre vielleicht eine Möglichkeit, das Problem unserer Wilden Katze zu lösen: Ja, es gibt intensiven Sex und zwar so, daß Mann lernt, sich den Bedürfnissen der Frau zu unterwerfen. Was ihm nur gut tun kann.. (Meistens werden die Männer nach dem Training durch eine Vorrichtung an der Mast, gehindert; dieser Versuchung könnte sonst keiner widerstehen.

Dir alles Liebe,
Quinquin
 
  • #60
Hallo Thanis,
Die Praktiken zum "ruiniertem Orgasmus" sind nicht jedermanns Sache. Aber bestimmt für Menschen, die gerne langen Sex haben. Es kann ja sein, dass der Kontakt der TE Spaß an diesen Spielen hat. Aber Vorraussetzung wäre ja, zuerst dass die TE daran Gefallen haben müsste.
Die Bezeichnung "Ruinierter Orgasmus" gibt es zwar., aber sie ist schräg und irreführend.. Er klingt nach etwas Destruktivem. Faktisch wird der Orgi nicht zerstört sondern in der Zeit extrem ausgedehnt und zugleich durch die Fingerkuppenarbeit der Herrin und die intensivierte Empfindlichkeit der liebkosten, relativ kleinen Körpergegend auf bisher unbekannte Höhen getrieben. (Und die Orgis werden "gereinigt", d.h. - bei hinreichend langer Praxis - befreit von dem gewohnten Ejakulationszwang, der die Lust rasch wieder ersticken würde.)

Und der zärtlich behandelte Mann gibt das Kostbarste, was er hat - seine sexuelle Lust - buchstäblich in die Hände der Geliebten. Die verwendet es dann ganz nach ihrem Belieben.

Der Mann gewinnt dadurch: eine andersartige, - ja, eigentlich verbindliche - Beziehung mit seiner Geliebten, / eine unbegrenzte Ausdauer, mit der er dieser viel Lust schenken kann / und dieses unglaubliche Bewusstsein,, dass er seine "Manneskraft" nicht mehr verschwendet.

Alles Liebe,
Quinquin