• #1

Es gibt doch keine anderen Menschen. Warum so wenig Akzeptanz ?

Hallo ihr Alle,
ich weiss ja nicht, wie es euch geht ..... aber mir kommt gerade richtig die Galle hoch. Auslöser ist das Kerlchen, der absolut nicht mit dem Stiefsohn klar kommt und darüber lautstark jammert, ohne jemals zu überlegen, was er falsch gemacht hat.
Dieses Handlungsmuster zieht sich so langsam aber sicher durch viele Fragen. Ich toll, alle anderen doof. Ja, ich weiss, dass auch ich nicht immer frei davon bin.
Allerdings verstehe ich nicht, warum inzwischen bei vielen Foristen so wenig Verständnis für den Menschen, mit dem man doch zusammen sein will, da ist. Kleinigkeiten werden aufgebauscht, Forderungen und Ultimaten gestellt, die Bereitschaft sinkt, miteinander wirklich zu reden. Vorwürfe können viele, sich Gedanken machen offensichtlich nur wenige. Forderungskataloge können auch viele erstellen, Verständnis für Einstellungen des anderen Menschen fehlen völlig.
Nicht alle sind so, ich weiss. Manche lese ich hier sehr gerne. Und durfte schon einige Dinge lernen. Darum bin ich auch nach wie vor gerne hier. Ich rede auch nicht von den Leuten, die immer nur den Tip zur Trennung propagieren, alle Schuld dem Fernseher geben oder sich wundern, dass keine Superfrau bei ihnen daheim klingelt. Die sind Folklore und zum Lachen.
Ganz allgemein - die heitere Gelassenheit, die selbstbewusste Souveränität, die Dispute auf etwas gehobenem Niveau - die fehlen mir. Immer öfter.
Wie seht ihr das ? Habt ihr ähnliche Ansichten? Oder seht ihr das völlig anders ? Ich freue mich auf den Austausch ......
Euer Tom
 
  • #2
aber mir kommt gerade richtig die Galle hoch. Auslöser ist das Kerlchen, der absolut nicht mit dem Stiefsohn klar kommt und darüber lautstark jammert, ohne jemals zu überlegen, was er falsch gemacht hat.
Mir kommt die Galle hoch, wenn ich sehe wie viele Frauen ihre Söhnchen zu Muttersöhnchen trainieren, an der eigenen EGO Nabelschnur festhalten und unfähig machen, für eine gute zukünftige, positive Beziehung, die armen Frauen, mit so einem Typ Mann. Und noch etwas, wenn der Partner nicht voll hinter seinem Partner steht, taugt diese Beziehung nichts, mit einseitigen Kompromissen kann man eine Beziehung nur eine ganz bestimmte Zeit führen, sie wird niemals halten können!!
 
  • #3
Hallo Tom,
Deinem Beitrag stimme ich zu 100 Prozent zu.

Zwischenmenschlich werden oft keine Kompromisse mehr eingegangen. Das fällt auch mir immer wieder vermehrt auf.

Manche geben anderen gut gemeinte Tipps, die sie bei sich häufig über Bord schmeißen.

Es geht schon los, sporadisch mal mit einem Bekannten, den man in der Stadt getroffen hat, ins Cafe zu gehen.
Oft höre ich, da muss man auf die Personen zugehen und fragen. Das wiederum habe ich auch gemacht, und dann kommt als Antwort - keine Zeit.

Eine Viertelstunde hat jeder denke ich Zeit. Alles andere sind für mich faule Ausreden.

So ist es auch in Beziehungen, die immer häufiger auseinandergehen, da sich der eine nicht mehr mit dem anderen auseinandersetzen möchte.

Ich finde es schade.
Warum gehen Menschen so miteinander um, gerade wenn sie selber Anschluss haben möchten, umgekehrt nichts dafür selbst tun?

Das ist nur meine persönliche Meinung dazu.

Liebe Grüße

Loewe1967 (w, 52 Jahre)
 
  • #4
nd dann kommt als Antwort - keine Zeit.

Eine Viertelstunde hat jeder denke ich Zeit. Alles andere sind für mich faule Ausreden.
Ja natürlich ist es eine Ausrede. Wenn der tollste Mensch der Welt vor einem stünde, würde man sich die Zeit nehmen. Es ist doch aber höflicher zu sagen "keine Zeit", als "keine Zeit für dich"/"ich möchte die nächsten Minuten lieber allein als mit dir verbringen"
Deshalb fände ich es besser, wenn mir jemand sagt, dass er keine Zeit hat. Ich kann mir dann selbst meinen Teil dazu denken, dass ich eben für diese Person nicht wichtig genug bin. Dieses Recht hat die Person, genauso wie ich das Recht haben möchte nicht mit jedem meine Lebenszeit zu verbringen, der das möchte.
So ist es auch in Beziehungen, die immer häufiger auseinandergehen, da sich der eine nicht mehr mit dem anderen auseinandersetzen möchte.
Ich sehe das oft positiv. Menschen haben einfach den Mut sich zu trennen im Vergleich zu früher und sind nicht mehr so abhängig voneinander. Früher waren Paare länger zusammen, aber doch nur, weil sie finanziell und von der Meinung der "Anderen" abhängig waren und nicht, weil sie glücklicher miteinander waren.
Jemand der wirklich glücklich ist, trennt sich ja normalerweise nicht, d.h. es trennen sich die, die glauben ohne den Partner besser dran zu sein.
Wenn sich jemand wegen einer Kleinigkeit von mir trennen würde und ständig Streit sucht und kritisieren will, kann ich auch froh sein, wenn sich diese Person von mir trennt.
Ganz allgemein - die heitere Gelassenheit, die selbstbewusste Souveränität, die Dispute auf etwas gehobenem Niveau - die fehlen mir. Immer öfter.
Wenn Menschen weniger gelassen sind, heißt das sie haben mehr Stress und weniger Lebensfreude und deshalb auch weniger Verständnis für andere. Dann kannst du dich nur mit glücklicheren Menschen treffen, falls du welche findest.
 
  • #5
Ich rede auch nicht von den Leuten, die immer nur den Tip zur Trennung propagieren, alle Schuld dem Fernseher geben oder sich wundern, dass keine Superfrau bei ihnen daheim klingelt.
Du kennst die griechische Tragödie ? Die venezianische Commedia dell'arte ? Die ( schon lange abgesetzte ) SWR3-Kolumne 'Horrortrip bei Einkaufsschmidt' ( oder so ähnlich ) ? Was haben die gemeinsam ?
Einen festen Rahmen, in dem sich die Zuschauer auskennen, sicher und wohl fühlen.
Eine feste Rahmenhandlung, die immer wieder variiert wird oder eben die festen Protagonisten.
Hier das gleiche: früher gab es Frederika, die, oh Wunder, stets den allerersten Beitrag zu jedem neuen Thread schrieb. Und immer das gleiche sagte.
Oder Leute, deren Beiträge radikal sind. Aufreger. Die halten das Forum am Laufen. Beispiel: Herakles.
Oder Leute, die alte Threads rauskramen, wenn es hier langweilig wird. Das sind dann Threads, die für Bashing geeignet sind, denn da schreiben die Leute munter mit.
Na, und der Mann, der zur Trennung rät, gehört sicher auch dazu.
Ein Avatar.
Wenn einer nicht mehr mitschreiben will, verschwinden sie, so wie z.B. Herakles. Aber der Inspi scheint noch gebraucht zu werden. Und so hat er nun einen neuen Ghostwriter. Ist es dir nicht aufgefallen, dass er vor einiger Zeit zwei Wochen nichts geschrieben und seit seiner Rückkehr einen völlig anderen Stil hat ?
Seinen neuen Jünger habe ich auch im Verdacht, der könnte allerdings auch echt sein...naja, hart an der Grenze.

Mir macht das nichts aus, du sagst es selbst:
Oder nicht mal das. Ich überblättere diese Leute einfach. Den Inspi lese ich schon lange nicht mehr, vom Antworten ganz zu schweigen.
Mir macht das nichts aus, ich finde, es gibt hier noch genug Leute, mit denen es Spaß macht.

w 52
 
  • #6
Hallo Tom,

ich denke die meisten sind schon
kompromissbereit. Klar gibt es solche Fragen wie diese, aber sehr oft auch: "Warum macht er/sie das?", "Was denkt er?" etc. Also Fragen, bei denen versucht wird, das Handlungsmuster des anderen zu erforschen.
"Das Kerlchen" denkt in deiner Wut halt sehr einseitig. Entsprechend bekommt er die passenden Antworten, die ebenfalls sehr scharfzüngig formuliert sind. Ich schätze mal, wenn er über seinen Post nachdenkt - und das wird er hoffentlich nach unseren Antworten - fällt ihm auf, dass er in seiner Wut überreagiert.

Ich als Juristin bin aber sowieso immer wieder entsetzt darüber, wie sehr sich zwei Personen, die sich mal geliebt haben, nach der Trennung bis auf's Blut streiten. Das ist der wesentliche Grund, warum ich kein Familienrecht mache. Ich hoffe wirklich für die Tochter der beiden, dass es bei den Eltern nicht so kommt. Die Tochter wird bei einer Trennung nämlich die Leitragende sein.
 
  • #7
@frei
Ich denke, dass was du beschreibst, das meint Tom26 gar nicht. Was das von dir beschriebene Phänomen angeht, halte ich es wie du. Drübergucken und die "echten"(?) Beiträge raussuchen. Aber trotzdem gebe ich Tom26 recht - die Beobachtung hab ich auch gemacht und lese/schreibe deswegen hier nicht mehr so viel. Entweder werden es zu viele "Unechte" oder die Leute tatsächlich komisch...
 
  • #8
Die entspannte, fröhliche, gelassene Zweisamkeit ruht natürlich meistens auf einem stabilen, ausgeglichenen Boden des jeweils einzelnen.
Meine Erfahrung ist wohl eher dass zuviele Menschen - nicht unbrdingt selbstverschuldet - in sehr unaufgeräumten und oft völlig überforderten Lebenslagen heraus, dann den/die weissen Ritter suchen.
Dazu kommt noch dieser gefühlte Druck aus allem das Maximum machen zu wollen/müssen.
Die meisten Leben in denen man Platz hätte und Raum, Gelassenheit, Humor und Liebe geben könnte, sind nicht vollgestopft mit Action und dem grossen Run auf alles mögliche. Diese Leben sind meistens etwas langsamer und die Menschen darin in sich ruhender und nicht auf dem dauer-ADHS Trip des ewig suchenden nach der 'grossen' Erweiterug/Verbesserug/Erneuerung etc.
Ich glaube dass die Sucht aus jeder Lebensphase das bester heraus pressen zu wollen, macht die Menschen so dicht und voll bis obenhin dass ein anderer Mensch kaum mehr einfach daneben geliebt und geachtet 'sein', kann.
Ist nur meine Beobachtung, die ist vielleicht genauso verdreht..
 
  • #9
Ich toll, alle anderen doof. Ja, ich weiss, dass auch ich nicht immer frei davon bin.
Natürlich ist das so. Bei Dir ist doch auch alles wunderbar, am Ende der Straße steht ein Haus am See. Du bist keine faulen Komprisse eingegangen, hast bis jetzt zum Alter gewartet und Dein Glück gefunden.

Verständnis für Einstellungen des anderen Menschen fehlen völlig.
Das setzt aber vorraus, einen passenden Partner gewählt zu haben und das machen wohl viele nicht.

Der alte Konrad hat schon Recht, aber er hat das wohl nicht gesagt als es darum ging wie er mit Frau aneienander krachte.
 
  • #10
...die Leute sind alle fertig. Die meisten sind allein. Das zermürbt halt auf Dauer.

Wir wissen doch alle, was dabei heraus kommt, wenn man nur noch im Netz unterwegs ist.
 
  • #11
macht die Menschen so dicht und voll bis obenhin dass ein anderer Mensch kaum mehr einfach daneben geliebt und geachtet 'sein', kann.
Ist nur meine Beobachtung, die ist vielleicht genauso verdreht..
Ein schönes und passendes Bild, finde ich!
Sie sind voll mit harten Dingen - Terminen, to-do-Listen - so dass kein Platz für andere Menschen ist.
Wenn jemand voll mit weichen Dingen - Interessen, Leidenschaften - ist, so sind die eben weich und flexibel und können Platz für andere Menschen lassen. Inklusive, dass diese vielen Interessen und Leidenschaften anziehend wirken können. Eben ein leidenschaftlicher Mensch, kein gestresster. Nur so meine Gedanken...
ErwinM, 50
 
  • #12
@Tom26 was meinst Du warum ich solo bin;-)

Ja mir fehlt es auch, die Bereitschaft den anderen kennenzulernen, miteinander reden können, die Akzeptanz der Gefühle für den anderen und dann die gemeinsame Suche nach dem Kompromiss.

In Deinem Beispiel scheinen ja beide nur nach dem eigenen Gutdünken zu leben, denn auch die Dame hat längst gebucht ohne mit dem Mann zu reden, nicht mal ob er Zeit für das andere Kind hat

Oder das Beispiel mit dem Flechten von Haaren. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass es intim bis O-Ton unmöglich ist.
Ich bin schon mit Jungs aufgewachsen, schon kein Kindergeburtstag ohne und meinen besten Freund hab ich seit 37Jahren.
Ich hätte ihm( hätte er noch genug Haare) diese genauso geflochten, wie einer Freundin.
Hätte ich einen Partner den das stört, könnte dieser mit mir reden.
Und dann könnte man zusammen schauen, ob wir zu extrem sind oder ob Kompromisse gehen.
Dann lass ich eben die Finger aus den Haaren
Aber auf die Freundschaft würde ich nicht verzichten
Auch das Thema Freiheit ist mittlerweile ein großes Thema.
Ich zb habe gerne einen Partner mit dem ich etwas unternehmen kann.
Keine 24/7 aber gerne mal 2Tage zusammen am Wochenende.
Sag ich auch sofort aber das wird kaum ernst genommen.
Alleine das ich Frage zb Dienstags wie es am Wochenende aussieht, damit ich planen kann, fällt unter Freiheitsberaubung. Drucklos wäre: ich warte bis Mann mit Hobby fertig ist und steh auf Abruf.
Kompromisse wie: ich weiß früh genug Bescheid und geh mit Freunden aus oder zum paddeln gibt es nicht.

Ich mach das eben nicht mit, sonst mach nur ich Kompromisse.
Aber am meisten fehlt mir, zu akzeptieren: das jeder ein induviduum ist, das ernst zu nehmen und mit einander so ruhig zu reden.

Ich glaube bezüglich Männer: die meisten haben Familie etc hinter sich und genießen gar nichts mehr besprechen zu müssen.
Frau fehlt aber nur völlig angepasst an sein Leben. Dabei haben beide (in meinem Fall) schon über 50Jahren ohne den anderen gelebt.
Das gilt es zusammen zusammen zu fügen und nicht einfach einen in seins reinzupressen.

Das lese ich aber hier auch von Frauen

Und von No-Gos die mir viel zu kleinklein sind, so dass von dem anderen gar nichts mehr übrig bleibt
 
  • #13
Ja mir ist der Beitrag auch blöd aufgestoßen. Wir alle wissen allerdings auch, dass Teenager zu Stiefeltern und auch zu Lebensabschnittspartnern ihrer eigentlichen Eltern oft ein schwieriges Verhältnis haben.
Das ist Thema in unzähligen Romanen und Filmen. Sowas weiß man vorher und kalkuliert es mit ein. Dieser FS tat das nicht.

Und ja, die Gesellschaft ist notwendigerweise egomaner geworden, nur in Notzeiten sind die Leute stärker gezwungen sich mit dem Nächsten mehr auseinandersetzen.

Trotzdem würde ich nun nicht soweit gehen, dass deswegen alles schlechter sei.
Ich finde es z.B. super, dass die Lügen um die Paarbildung zwischen Frau und Mann (welche gerne auch mal in irgendwelchen Gelöbnissen zelebriert werden) immer deutlicher als solche aufgezeigt werden und eine stärkeres Bewusstsein um die Nichtabschätzbarkeit der Konsequenzen eingesetzt hat.
In dieser Hinsicht trauere ich vergangenen Zeit und anderen Kulturkreisen nicht hinterher. Da war man teilweise extrem zur gewollten Naivität verdammt.
Ich sehe das als echten Fortschritt von archaischen Verhaltensweisen die einstmals wichtig waren, als die Menschen sich noch ausbreiten (mussten); es heute aber wirklich nicht mehr sind.
 
  • #14
Ich muss fast lachen, dass du Akzeptanz forderst.

Du bist der erste Forist, der hier - oft unter der Gürtellinie - beleidigt und hast selbst mehrfach (stolz) mitgeteilt, dass du es als deine Ausgabe ansiehst, alle, die nicht deiner Meinung sind, verbal oder anderweitig zu vernichten, weil sie es nicht verdient hätten usw.
Du bist es, der sich hier wie der Kaiser im Colloseum aufführt und andere Foristen namentlich immer wie kleine Kinder lobt (das hast du aber gut gemacht) oder namentlich selbst Wochen später in anderen Fragen noch lächerlich zu machen versucht.
Und jetzt kommst du mit der Forderung nach Toleranz um die Ecke?
Du vermisst Dispute auf hohem Niveau? Mit einem, der pöbelt und beleidigt, der stolz auf seine Gewaltausbrüche ist, wird eben ungern diskutiert.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #15
aber mir kommt gerade richtig die Galle hoch. Auslöser ist das Kerlchen, der absolut nicht mit dem Stiefsohn klar kommt

Warum echauffierst Du Dich darüber, dass Menschen Probleme haben und sich Hilfe suchen? Du kannst doch Deine Message dazu absetzen und gut ists.
Ich wundere mich auch über so manches Problem und gebe meinen Senf dazu oder aucch nicht. Aus der Vielzahl der Meinungen kann sich der jeweilige Threadersteller heraussuchen, was für ihn passt und was nicht, welche Anregung auf fruchtbaren Boden fällt und welche er so garnicht zur Kenntnis nehmen will bzw. ihm die Galle hochkommen lässt.

Ich toll, alle anderen doof. Ja, ich weiss, dass auch ich nicht immer frei davon bin.
Ganz genau und ein Grund weniger, sich über die Meinung und Probleme anderer zu echauffieren, wenn Du das schon erkannt hast.

Allerdings verstehe ich nicht, warum inzwischen bei vielen Foristen so wenig Verständnis für den Menschen, mit dem man doch zusammen sein will, da ist. Kleinigkeiten werden aufgebauscht.....
Ich denke, Du versuchst, als Blinder über Farben zu reden - das wird nix.
Du kennst die Probleme des Threaderstellers doch garnicht. Du hast selber erst im fortgeschritttenen Lebensalter überhaupt mal eine Beziehung hinbekommen und die währt noch nichtmal lange.
Du selber hattest nie Kinder, hast nie mit einer Partnerin zusammengelebt und gut begründet, warum Du das für Dich nicht wolltest. Daher bist Du so ziemlich der Letzte, der beurteilen kann, ob die geschilderten Probleme aufgebauschte Kleinigkeiten sind oder erhebliche Probleme.

Über den wutgeladenen Eingangspost des referenzierten Threads habe ich geschmunzelt. Ich sehe durchaus, dass er ein wesentlicher Teil des Problems ist. Wenn alle gegen einen sind, dann ist man gut beraten auf sich selber zu gucken, statt nur auf die anderen.
Ich sehe aber auch, dass er in einer schwierigen Konstellation steht mit erwachsenem Stiefsohn und Baby. Dazu nehme ich an, dass er jung ist (35?) un dafür ein ziemlich altes Sttiefkind im Haushalt hat, sowie eine Partnerin, die sich in einer anderen Lebensphase befindet, die viele Erfahrungen schon aht, an denen er sich jetzt abmüht.

die heitere Gelassenheit, die selbstbewusste Souveränität, die Dispute auf etwas gehobenem Niveau - die fehlen mir. Immer öfter.

Teils teils. Ja, vielen fehlt die Souveranität, weil nicht alle in einer Lebensphase sind, wo sie keinerlei Verantwortung für andere tragen und ihre Schäfchen im Trockenen haben. Manche werden ihre Schäfchen auch nie ins Trockene bekommen, egal wie viel sie arbeiten.
Das macht was mit Menschen und nimmt ihnen die" heitere Gelassenheit". Es braucht Empathie, das zu sehen und zu erkennen: was für Dich Pipifax ist, kann für andere ein unlösbares Problem sein.
 
  • #16
Hallo @Tom26 und hallo alle :)

Darf ich uns vorab ein gesundes, fröhliches und "leichtes" (im Sinne von @Tom26 ) neues Jahr wünschen? Ich habe 2020 noch nichts im Forum hier geschrieben, daher der Wunsch.

Bisher am meisten angesprochen haben mich die Worte von @Katy45 , die Gier nach "höha, weita, schnella" lässt wenig Raum für inneren Frieden und somit die Voraussetzung für Gelassenheit und Leichtigkeit.

Ergänzend möchte ich noch hinzufügen, dass wir (ich nehme mich selbst da nicht aus) vergessen haben, dass eine Partnerschaft letztlich immer eine Begegnung mit uns selbst ist. Anstatt die Fehler beim Partner zu suchen, ihn zu analysieren oder gar verändern zu wollen, sollten wir bei uns selbst schauen, was während des jeweiligen Konflikts bei uns im Inneren abgelaufen ist. Denn wenn ich eines gelernt habe, dann dass zum Streiten IMMER zwei gehören. Mit einer Wand lässt es sich schlecht streiten.

Deshalb empfinde ich eine Partnerschaft inzwischen als Geschenk und als Chance, mich selbst besser kennenzulernen und dadurch liebevoll mit meinen Unzulänglichkeiten umzugehen, diese ggf. auch zu verbessern, wenn möglich. Keineswegs mit Krampf, Verbissenheit oder Ähnlichem, sondern mit der von @Tom26 erwähnten Leichtigkeit. Und es funktioniert tatsächlich, wenn man erst mal im Flow ist ;-)

Anstatt sich also bei jedem Anlass zu trennen, versuche ich zunächst zu schauen, wo meine Anteile an der Sache liegen. Und es gibt immer eigene Anteile. Das heißt nicht, dass ich mich nie trennen würde. Aber selbst im Falle einer Trennung möchte ich genau erkunden, warum mir etwas in dieser einen Form zu diesem bestimmten Zeitpunkt passiert ist. Denn auch wenn ich mich trenne und egal, wohin ich auch gehe, ich nehme immer mich selbst mit.

Wünsche Euch allen eine gute Nacht, bis demnächst mal wieder!

LadyFrohsinn (46)
 
  • #17
Lieber Tom,
mir gingen genau vorgestern auch so Gedanken durch den Kopf. Kann es sein, dass Du momentan auch etwas unter latenten Abschleifspuren leidest? Du schreibst ja schon lange. Das ist ja auch eher eine Problemwerkstatt hier und daher vergisst man, dass es auch die guten Beziehungen gibt, nur die schreiben hier nicht. Da mein Tag heute lang war, kriege ich heute nichts mehr aus meinem Inneren gefischt, aber ich schreibe noch mal. Ein Avatar bin ich jedenfalls nicht, aber ich hätte gern einen....der könnte dann die Küche aufräumen! :)
 
  • #18
Dieses Handlungsmuster zieht sich so langsam aber sicher durch viele Fragen. Ich toll, alle anderen doof. Ja, ich weiss, dass auch ich nicht immer frei davon bin.

Schön wäre es wenn du dieses Wissen auch mal in die Tat umsetzt. Leider fällst du mir hier immer mal wieder mit dummen Sprüchen der Kategorie 'alte weisse Männer erklären den anderen die Welt' auf. Dein Genöhle über Greta und allgemein gegen Grüne und Linke kommt schon stark an die Lügenparolen der neuen blauen Partei heran.
Ich werde weiterhin hier mitlesen und auch mal zu einigen Diskussionen meinen Beitrag leisten, denn ich Grüßen und Ganzen ist der Ton der überwiegenden Beiträge doch moderat. Da bin ich im Netz wirklich Schlimmeres gewohnt.

Auslöser ist das Kerlchen, der absolut nicht mit dem Stiefsohn klar kommt und darüber lautstark jammert, ohne jemals zu überlegen, was er falsch gemacht hat.

Das würde ich nicht überbewerten. Es ist nur die Spitze des Eisbergs. Das EP-Forum ist nun mal eine Problembesprechungsseite.
 
  • #19
Hallo Tom,

Warum bin ich eine ganze Weile ganz abstinent geworden, schreibe auch nur noch seltener?
Nicht nur wegen der ähnlich gleichen Geschichten, zunehmend solche wie Dein Beispiel. Wo krampfhaft versucht auf Unpassendes Passendes zu machen oder eben Menschen in einer Art miteinander umgehen, dass es mir den Magen umdreht. Warum sucht sich so ein Mann eine AE mit Teenager - das ist nie einfach.

Nein, ich registrierte auch den sich verändernden Ton, aggressiver, zunehmend prinzipiell negativ, oder wie der Master des Destruktivismus immer nur polternd mit ewig gleichem Tenor. Ergänzt jetzt durch "Wahrheit".
Frauenbashing, Männerbashing.
Warum kann man nicht akzeptieren, dass andere Menschen anders leben, handeln, denken, dass Menschen ihre Wege haben?
Und wenn sie mal stolpern, nachdenken, mal 5 Minuten innehalten, sich in deren Schuhe hinein zu versetzen und dann erst schreiben?
Tom, Du hast recht, die Diskussionen waren oft vielseitiger, öfters mit einem Augenzwinkern.
Und zumindest Du lässt inzwischen ab und zu das "politisch korrekt" weg. Die Meinungsvielfalt gab und gibt es ja. Du merkst aber auch, was man so alles sagen/schreiben kann, an Übergriffigem, an Herabsetzendem, und das ist das, was dann nicht so wirklich Spaß macht.

Ich glaube, so wie sich der Ton des Forums geändert hat, kommen auch die entsprechenden Fragen, die entsprechenden Forist*Innen, und auch als lang schreibende*r verändert man sich. Habe ich bei mir selbst gemerkt, ich wurde zunehmend negativer, misstrauischer. Will ich aber nicht.

Ich glaube nicht, dass wir insgesamt intoleranter geworden sind, sondern sich das hier und an manch anderen Orten seinen Raum sucht, und dann so laut, dass man denkt es ist jetzt so. Weil es die Möglichkeit dieser Räume gibt. Früher hat man seinen, meist selbst verursachten, Frust im Privatem gelassen.

In meinem Umfeld sehe ich, erlebe ich anderes. Ich erlebe Offenheit, Miteinander, Optimismus... Auch oft genug kontroverse Diskussionen. Wir lachen, wie feiern auch immer noch gerne und ausgiebig und beim Glas Rotwein kann man hervorragend philosophieren.
Aber natürlich gestalte ich mir meinen Bekanntenkreis, und manchen Typus meide ich dann wo möglich.

Leben und leben lassen, akzeptieren, dass das Leben bunt ist, viele Schattierungen hat, - und das das alles sein darf.
Akzeptieren, dass wir Menschen sind, Fehler machen, und irren - und das es gerade der Unperfektionismus das Liebenswerte ausmacht.

Mal öfters in den Spiegel schauen und Lächeln, rausgehen und der / dem nächsten ein gut gelauntes Guten Morgen, ein nettes Lächeln.
Es kommt zurück.

Ich wäre gerne mal wieder an unserem See...

W,50
 
  • #20
Hallo liebe Mitleser,

naja, wie sagt man so schön, Jeder ist sich selbst der Nächste. Und daran halten sich sehr viele Foristen.
Ich lese hier ja auch sehr aufmerksam mit, gebe aber nicht immer meinen Senf dazu, manchmal bin ich von den Meinungen hier mehr als erstaunt.

Um auf Toms post zu reagieren, ich verstehe zum Beispiel nicht, warum sich Keiner darüber aufregt, wenn die Mutter eines eineinhalb Jährigen Kindes auf Kreuzfahrt geht? Das wäre mir im Traum nicht eingefallen, das stört hier anscheinend Niemand.

Ansonsten denke ich mir, dass sich schon sehr viele naive Menschen hier herum treiben.
Und immer wieder die gleichen Fragen stellen, zu ein und dem selben Thema.....und Mann....naja, da müsste man sich halt mehr mit sich selber beschäftigen, reflektieren, nachdenken, usw.

Ich bin seit 13 Monaten getrennt, habe mich viel mit meinem Innenleben (Psyche) beschäftigt, Bücher verschlungen, neue Freundschaften geschlossen.
Was ich bis jetzt nicht gemacht habe, einen neuen Partner gesucht, ich bin noch mit der Aufarbeitung meiner letzten Beziehung beschäftigt.
Ich habe am Anfang meiner Trennung eine Frage gestellt um andere Meinungen zu lesen, aber im Prinzip weiß man ja selber wie der Hase läuft.

Ich freue mich aber, obwohl ich hier viele Geschichten nicht nachvollziehen kann, jeden Tag darauf wieder andere Meinungen zu lesen.

Wünsch euch Allen einen schönen Mittwoch:)
 
  • #21
@Tom26
Danke für einen Beitrag der "endlich" mal Themen anspricht die leider zu oft ausgeblendet werden. Ich habe mich immer geweigert den Spruch: Früher war alles besser zu akzeptieren geschweige denn überhaupt gelten zu lassen. Heute mit ein paar Jahren mehr auf dem Buckel sehe ich das a) anderes und b) höre ich mich den Satz selbst sagen. Ich sage dann zwar, früher hätte es das so nicht gegeben. Aber unter dem Strich läuft es ja in die Richtung.
Erziehung war wichtig, heute werden junge Menschen oft sich selbst überlassen. Und damit oft Social Media, Internet und Dauerfernsehen. Zu meiner Zeit gab es morgens nur das Testbild. Heute verklag mich doch, oder Familien im Brennpunkt. Je trashiger umso besser.
Sich um seine eigenen Sachen kümmern, vollkommen out. Wer keine eigene Probleme hat, besorgt sich welche. Über Facebook werden Meinungen verbreitet, was sich sonst keiner getraut hätte hinter vorgehaltener Hand darüber zu sprechen. Alle reden von Empathie, nur wenige leben sie. War Trennung, Scheidung früher eine Schande, ist es heute leicht, einfach und gehört fast schon zum guten Ton. Warum um eine Beziehung kämpfen, wenn man an der nächsten Ecke eine neue beginnen kann? Warum Probleme innerhalb einer Beziehung besprechen und lösen. Viel zu einfach. Es wird den ganzen Tag kommuniziert, nur nicht mit denen die es Wert wären und es zudem auch verdient hätten. Hinzu kommt, dass ich nicht sehe, dass der allgemeine Werteverfall einfach umzukehren ist. Und ja ich bin mir auch sicher, dass besonders hier Menschen anderen Tipps geben, die sie selbst gut gebrauchen könnten. Besser wäre noch, wenn sie ihre eigenen Ratschläge befolgen würden. Mein Vater hat immer zu mir gesagt, es reicht nicht eine Meinung zu haben. Man muss sie auch vertreten (in wohl gesetzten Worten). Wichtiger noch, lebe so. In diesem Zusammenhang zitiere ich gerne Alte Weisheiten, die mit Sicht von heute jeden Tag weiser werden. Wie zum Beispiel: Es kann der frömmste nicht in Frieden leben, wenns dem bösen Nachbarn nicht gefällt. Und genau so ist es!
 
  • #22
Lieber Tom,
ich fand deinen Beitrag auf das Thema von besagtem Kerlchen auch sehr gut :)
Ich glaube, hier melden sich eben auch besonders viele Leute mit diesen Problemen, und im echten Leben ist die Quote da nicht so hoch. In meinem Freundeskreis führen die meisten entspannte Beziehungen. Die letzte Freundin mit so einem Blödmann mit Forderungskatalog, dem sie sich unterwerfen musste, ist nun auch getrennt und hat jetzt einen wirklich netten Mann kennengelernt. Daher werte ich hier die Beiträge eben eher nicht als Durchschnittsprobleme in der Gesellschaft.
Meine eigene Beziehung ist ja auch entspannt und selbst in den vergangenen war es wenn dann eher wirkliche Inkompatibilität und keine überhöhten Forderungen. Da würde ich immer unterscheiden, und manchmal ist das ein schmaler Grad. Man sollte nicht zu hohe Erwartungen an den Partner stellen (er muss immer wissen, was ich denke, er muss genauso sein wie ich, er muss perfekt sein) und sich selbst als das Maß aller Dinge betrachten. Allerdings sollte man eben bei der Partnerwahl gleich gut hinschauen, ob es grundsätzlich erstmal passt; sei es Thema offene Beziehung oder nicht. Da nützt es nichts, wenn man dem anderen nicht sagt, man ist ungern treu, geht dann aber fremd und missbraucht das Vertrauen des anderen. Oder man will Kinder, aber äußert das nicht gleich. Und so weiter. Denn es gibt ja durchaus Dinge, die in so unterschiedliche Richtungen gehen, dass man da nie zusammenkommen wird und sich dann jahrelang miteinander quält. Früher hat man sich nicht scheiden lassen können und musste damit irgendwie zurechtkommen, ich kenne aber auch genug alte Ehepaare, die sich wirklich hassen. Das wäre für mich auch keine schöne Alternative.

Ich wünsche allen einen sonnigen Mittwoch und eine sonnige Beziehung :)

w, 36
 
  • #23
Eine Viertelstunde hat jeder denke ich Zeit. Alles andere sind für mich faule Ausreden.
Nunja, triff mich direkt vor einem vereinbarten Termin .... da habe ich wirklich keine Zeit für den Kaffee. Keine Ausrede .... aber dann kann man sich telefonisch ja melden. Und wenn es einige Tage später ist ....
Wenn Menschen weniger gelassen sind, heißt das sie haben mehr Stress und weniger Lebensfreude
Mag jaa durchaus zutreffen, aber warum ist das so ? Nicht als Momentaufnahme ... Aber warum wird das ganze Leben immer weniger erfreulich ? Sollten sich das nicht die Menschen fragen, die keine Lebensfreude mehr empfinden ?
Mir macht das nichts aus, ich finde, es gibt hier noch genug Leute, mit denen es Spaß macht.
Sehe ich wie du ..... und ja, ich wollte auch ein wenig zum Nachdenken anregen. Über dich, deine geschliffenen und manchmal ganz leicht bösartigen Beiträge freue ich mich allerdings immer wieder .....
 
  • #24
Ich als Juristin bin aber sowieso immer wieder entsetzt darüber, wie sehr sich zwei Personen, die sich mal geliebt haben, nach der Trennung bis auf's Blut streiten. Das ist der wesentliche Grund, warum ich kein Familienrecht mache.
Das kann ich absolut nachvollziehen. Deckt sich mit meinen Erfahrungen. Ich sage dann immer "Erinnern Sie sich noch, warum sie mit genau der Person zusammen gekommen sind und genau diese Person heiraten wollten". Du wirst lachen, manche Mandanten nehmen das als "Hausaufgabe".
Warum echauffierst Du Dich darüber, dass Menschen Probleme haben und sich Hilfe suchen?
Nein, das ist nicht meine Intension. Hilfe zu suchen ist gar nicht schlecht. Dafür ist dieses Forum auch da. Aber denk doch mal an deine Geschichte - auch du musstest dazu lernen, Nicht nur dein Ex war schuld an deinem Leben. Das musstest du einsehen - ich auch schon. Und alle anderen haben das getan oder werden nicht drum herum kommen. Alle anderen sind böse und verkennen mich - das funktioniert nicht. Hast du gelernt und ich. Darum konnten wir beide jeweils unseren Weg gehen. Spätes Glück finden. Und ein paar Schafe in den jeweiligen Stall stellen.
Schön wäre es wenn du dieses Wissen auch mal in die Tat umsetzt. Leider fällst du mir hier immer mal wieder mit dummen Sprüchen der Kategorie 'alte weisse Männer erklären den anderen die Welt' auf. Dein Genöhle über Greta und allgemein gegen Grüne und Linke kommt schon stark an die Lügenparolen der neuen blauen Partei heran.
Unsere politischen Ansichten sind ziemlich unterschiedlich. Darin, wie wir unsere Standpunkte vertreten, stehen wir uns allerdings sehr wenig nach.
So, wie ich dich einschätze, wirst du jetzt grinsen ..... auch du bist einer der Männer, die ihr Leben eben nehmen, nicht rumjammern, sondern das Beste daraus machen. Für ihre Ansichten einstehen. Und ja, auch von dir habe ich schon gelernt. Du siehst, ich sehe dich gar nicht so schlecht wie du mich .....
 
  • #25
Schön wäre es wenn du dieses Wissen auch mal in die Tat umsetzt. Leider fällst du mir hier immer mal wieder mit dummen Sprüchen der Kategorie 'alte weisse Männer erklären den anderen die Welt' auf. Dein Genöhle über Greta und allgemein gegen Grüne und Linke kommt schon stark an die Lügenparolen der neuen blauen Partei heran.

Das eine zu tun ohne das andere zu lassen. Eigene Disqualifikation durch unsachgemäße Kommentare. Was sind alte weisse Männer. Die mit den Bärten? Um @Tom26 einen mitzugeben Behauptungen als Tatsachen darstellen, unterstrichen mit dümmlichen Nebenkommentaren - wie Genöle über Greta, den Bogen spannend über Grüne und Linke - um zum Schluss das Wort Lügenparolen zu verwenden ist billig. Billiger würde es kaum gehen, wenn @godot dann nicht dazu noch eine Verknüfung zu "blauen Partei" setzen würde. Puhh. Rethorisch ernüchternd, sachlich am Thema vorbei. Ich denke mit diesem Beitrag wurde unterstrichen wie es am besten "nicht" geht. Zumal Greta nun wirklich noch dazu ein schlechter Vergleich ist. Da sie mit ihrem Auftreten genau das Klischee bedient welches @godot @Tom26 versucht zu unterstellen. Eine zu Beginn 16 jährige Göre erklärt den Erwachsenen das Leben und die Welt. Genau mein Humor. Was Grüne und Linke betrifft sehe ich den Zusammenhang nicht so wirklich, vielleicht abgesehen davon, dass der Ton und das Wohlverhalten in deren Reihen auch gelitten hat. Auch das wird man als normal denkender Bundesbürger wohl erwähnen dürfen. Und dass ohne in die rechte Ecke gestellt zu werden. Sicheres Auftreten, bei völliger Ahnungslosigkeit - Respekt!
 
  • #26
Schön wäre es wenn du dieses Wissen auch mal in die Tat umsetzt. Leider fällst du mir hier immer mal wieder mit dummen Sprüchen der Kategorie 'alte weisse Männer erklären den anderen die Welt' auf. Dein Genöhle über Greta und allgemein gegen Grüne und Linke kommt schon stark an die Lügenparolen der neuen blauen Partei heran.
Ich werde weiterhin hier mitlesen und auch mal zu einigen Diskussionen meinen Beitrag leisten, denn ich Grüßen und Ganzen ist der Ton der überwiegenden Beiträge doch moderat. Da bin ich im Netz wirklich Schlimmeres gewohnt..

Erstmal darf ja jeder eine unterschiedliche politische Meinung haben, auch zu Greta. Das ist das schöne in der Demokratie. Als in der DDR Geborene empfinde ich das zumindest so. Man kann ja eine eigene Meinung haben. Solange niemand hier persönlich angegriffen wird, kann ja auch mal eine Einstellung zu irgendwas durchscheinen.
Lustigerweise sehe ich viel eher deine Kommentare manchmal als von oben herab und wenig humorvoll, aber das kann ich natürlich auch nur so empfinden, weil ich oft mit deiner Einstellung, Partner locker mal zu hintergehen, überhaupt nichts anfangen kann.
Aber im Grunde seid ihr doch auch beide alte weiße Männer, oder? :D Und erklärt den anderen die Welt. Wie alle, die hier was schreiben, inklusive mir. Wie Tom politisch verordnet ist, spielt dabei doch gar keine Rolle.
 
  • #27
Mag jaa durchaus zutreffen, aber warum ist das so ? Nicht als Momentaufnahme ... Aber warum wird das ganze Leben immer weniger erfreulich ? Sollten sich das nicht die Menschen fragen, die keine Lebensfreude mehr empfinden ?
Das Leben wird immer weniger erfreulich, weil man viele Enttäuschungen erlebt und nicht weiß, wie man sie verarbeitet oder nur Wege findet wie sehr viel Alkoholkonsum. Der Stress auf der Arbeit, die Schwiegermutter, die Politik, die Ungerechtigkeit auf der Welt, die offene Zahnpastatube des Partners...es gibt soooo viele Sachen wegen denen man unzufriedenen sein könnte und AUCH IST, dass man seine Aufmerksamkeit immer mehr auf die Dinge richtet, die schlecht laufen. Wenn es mal nichts gibt, was schlecht läuft, macht der Mensch sich Sorgen um andere und die Zukunft. Viele stellen sich ja auch die Frage, wieso sie keine Lebensfreude mehr haben, wissen aber trotzdem nicht, was sie dagegen tun können. Von allein wird es nicht besser, wenn man nichts dagegen tut und immer nur unzufrieden ist. Je nach Stärke der Unzufriedenheit und Enttäuschungen, wäre eine Psychotherapie, ein Coaching oder einfach nur Bibliotherapie (= Bücher lesen, die sich mit dem Thema befassen) in dem Fall sinnvoll.
Wenn man nichts dafür macht und lernt seine Einstellungen und/oder Lebensstil zu ändern, wird es nicht besser mit der Lebenszufriedenheit. Leider haben die meisten dazu keinen Antrieb oder keine Zeit (eben wegen ihrer Probleme).
 
  • #28
aber mir kommt gerade richtig die Galle hoch.
Nun, mein Lieber Tom, dann seid ihr schon zwei :). Du regst dich auf über den Menschen, den du gar nicht kennst und verstehst nicht, warum er sich so verhält, aber im Prinzip machst du genau dasselbe.
Für mich ist dieser Forum eine Art Hobby und Training zugleich. Ich habe bisher keinen Foristen miterlebt, wegen dem ich aufhören würde, hier zu schreiben. Ich schreibe ja nicht, um jemanden zu gefallen, sondern hier habe ich die Möglichkeit, meine Meinung zu sagen und auch zu vertreten. Im realen Leben gibt es nicht immer die Möglichkeit, weil nicht jeder offene Gespräch mag und kann. Ausserdem, obwohl mir bewusst ist, dass viele wegen mir an die Decke gehen oder mindestens innerlich mit den Augen rollen, meine Posts werden trotzdem veröffentlicht. Ob ihr wollt oder nicht, ich kann mich trotzdem an der Unterhaltung beteiligen. :)
Der Gottes Garten ist bunt und warum sich Menschen nicht so verhalten, wie sie sich verhalten sollen - diese Frage ist auch eine Art von Uneinsichtigkeit, wenn du weisst, was ich meine, lieber Tom.
 
  • #29
Wenn es mal nichts gibt, was schlecht läuft, macht der Mensch sich Sorgen um andere und die Zukunft.
Was für ein Jammertal! Diese Menschen haben keine Leidenschaft, brennen für nichts, leben nur vor sich hin.
"Er lebte still und unscheinbar, und starb, weil es so üblich war".
Früher lebte und arbeitete man zur Ehre Gottes, das ist bei uns jetzt weg (die Auswüchse anderswo sehen wir!), also müssen wir unser Leben selbst in die Hand nehmen.
"Der Sinn des Lebens ist es, seine Talente zu erkennen. Das Ziel des Lebens ist es, diese zu leben."
ErwinM, 50
 
  • #30
Ich bin auch gerne hier. Ich habe sehr viel über das Leben und anderen Menschen gelernt aber vor allem mich selber besser kennengelernt.
Was du beklagst, teile ich im Großen und Ganzen auch.
Ich wünsche mir auch einen offeneren und kultiviertere Umgang miteinander. Ich denke, dass viele Menschen diesen Wunsch haben aber das Handwerk nicht gelernt haben deshalb lasse uns dein Thread als Gelegenheit nehmen und alle versuchen in unserem realen Leben uns zu öffnen. Wir können alle auch mal wenigstens in engsten Kreisen versuchen miteinander zu reden und wirklich zuzuhören, Fragen stellen und die Fragen von Anderen beantworten. Ich denke, dass wir alle davon profitieren werden. Ich für meinen Teil habe meine Idee heute Abend zuhause umgesetzt. Es gab deshalb ein paar schöne Momente bei uns. Dafür möchte ich dir für danken :)
 
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