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  • #1

Es heißt, man muss für eine Beziehung mit sich

.... und auch allein glücklich sein können. Gibt es wirklich (suchende) Singles, die durch und durch mit sich zufrieden sind? Die sich nie hinterfragen, nie an sich zweifeln? Schon die Frage, warum ich Single bin, bringt mich zum Nachdenken darüber, was in dieser Hinsicht schief läuft. Und das Ergebnis fällt nicht immer zu meinen Gunsten aus - was das "mit sich ins Reine kommen" wieder etwas erschwert. Schafft Ihr es, allein glücklich zu sein? Ich rede nicht vom Glücksgefühl bei einem Erfolg, bei Gesprächen mit Freunden, bei einer kontemplativen Beschäftigung. Ich rede vom Sonntag allein zu Hause, von der Ausstellung, die man allein besucht, vom Urlaubsabend, den man allein verbringt, vom Ausflug zum See, weil alle mit Familie unterwegs sind. Wie schafft ihr es, bestimmte Augenblicke auch allein aus tiefstem Herzen zu genießen? Wie kann man seine Sichtweise dahingehend ändern, die Situation nicht als unglücklich, sondern als 100 % schön zu erleben, ohne jeglichen Beigeschmack?
 
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  • #2
Wenn mir die Gedanken bei Unternehmungen allein in die beschriebene Richtung abdriften, dann versuch ich mich an meine Beziehungen zu erinnern, in denen ich ähnliche Situationen zu zweit hatte. Oft hat mir nicht alles gefallen. Im Nachhinein kann ich über die nervigen Seiten lachen und mich an der momentanen Stille erfreuen.
Das gelingt mir auch nicht immer. Will ich auch garnicht, ich bin ja auch kein Roboter ;)
Ich glaube niemandem, das er komplett mit sich im Reinen ist. Aber jedem der sich selbst reflektiert und versucht glücklich zu sein. Das dürfte für eine Beziehung reichen!
S 28m
 
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  • #3
Ich denke, wenn man nicht unglücklich sein will als single, muß man sich sein Leben so definieren, daß man glücklich ist. Du hast nur dieses eine Leben zu genießen und es heißt auch: Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied.

Zweitens meine ich aber auch, daß man sich als single niemals von der Anerkennung durch andere abhängig machen sollte; auch ist es besser, keine Beziehung zu haben, als eine mit dem falschen Partner.

7E2176FE - m, 39
 
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  • #4
Zweifelst du nie an dir und hinterfragst dein handeln, wenn du in einer Beziehung lebst ?
Ich mache es als Singel genauso wie ich es in einer Beziehung mache.
Natürlich fühle ich mich häufig einsam, das gehört zum Singeldasein dazu. Wo Licht ist , ist auch
Schatten. Man lebt halt anders als Singel .
Wobei ich die Partnerschaft deutlich besser finde.
Ich finde, das man diese Augenblicke teilweise als Singel, andere wiederum als Paar
besser genießen kann. Manche dieser Augenblicke können für dich was besonderes sein,
für deinen Partner nicht.

Frosti
 
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  • #5
Nicht jeder Mensch ist gleich und Beziehungen haben auch schon angefangen, wenn noch ein Berg von Sorgen und Problemen zu lösen war. Ich denke, dass das auf beide Partner ankommt. Oft findet sich auch hierbei Topf und Deckel. Hilfesuchender u. Helfer. Das kann schon auch eine Basis sein. Freunde von mir haben sich in einer Zeit kennen gelernt, da war sie getrennt / allein erziehend und er solo. Sie hatte eine Menge Probleme. Heute sind sie zwanzig Jahre verheiratet und haben 4 Kinder und eine Enkeltochter.
Es kann funktionieren.
Und ich frage mich gerade, was passiert, wenn Lebenskrisen in einer Beziehung entstehen und man mit sich selbst nicht im Reinen ist - läuft man dann weg und lässt den Anderen allein? Lebenskrisen durch burn out, Arbeitslosigkeit, Wechseljahre oder Midlifecrisis, durch Krankheiten, Pflegefälle oder Todesfälle in der Familie oder in der Herkunftsfamilie des Partners?

Man lernt Euch einfach erstmal kennen und lieben - Probleme und Sorgen kommen von allein. Und bis man sich als Paar definiert und aus Verliebtsein Liebe ensteht, also Vertrauen und Vebundenheit wächst, bis dahin fließt ja auch nochmal viel Wasser den Rhein runter. Und bis dahin - sind die Probleme und Sorgen von jetzt und heute noch wichtig??
Bis man sich verliebt ist man Single und solange sorgt man eh für sich allein, warum Probleme wälzen, die sich noch nicht ergeben haben. Und über Sorgen und Nöte mit einem angehenden Partner reden - ja vielleicht nach einer gewissen Kennenlernphase und Zeit, die ins Land gegangen ist und auch nur, wenn das Thema sich von sich aus ergibt. Nicht mit Gewalt daraufhin arbeiten und drängen.
 
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  • #6
Klare Antwort: NEIN, es gibt keine wirklich und dauerhaft glücklichen Singles. Allein die Tatsache, dass man Single ist und wenn man sich dann noch glückliche Paare anschaut, bringt einen in's Grübeln.

Aber andererseits: glaubst du, es gibt wirklich dauerhaft glückliche Paare??? Ich glaube es nicht, weil ich immer wieder erlebe, dass ich um mein "Single-Dasein" gerade von Leuten, die in einer angeblich glücklichen Beziehung leben, beneidet werde. Weil ich eben machen kann, was ich will. Weil mich niemand kontrolliert, weil ich keine Rücksicht nehmen muss, weil mich niemand mit seinem Verhalten nervt... und, und, und. Ich wiederum beneide oft die Paare, die sich gegenseitig haben, alles gemeinsam genießen können und, und, und.

Was ich damit sagen will: alles ist immer eine Frage der Einstellung. Alles hat seine Vor- und Nachteile, und es kommt immer nur darauf an, was man daraus macht. Du sagst jetzt, als Single bist du unglücklich, fühlst dich allein usw. Aber andersherum: auch in Beziehungen ist nicht immer alles "grün" und mancher wünscht sich vielleicht, Single zu sein. Wie war das noch mit "das Gras ist auf der anderen Seite immer grüner"... Genauso ist es: was man hat, will man nicht, und was man nicht hat, will man um so mehr. Lass dich nicht unterkriegen und genieße jeden Moment des Alleinseins tatsächlich für dich allein.

Und schaue auch mal genau auf die Beziehungen in deinem Umfeld: ist das wirklich alles so toll oder gibt es nicht auch Situationen in denen du denkst, gut, dass ich damit nichts zu tun habe?
Mir hilft das immer ungemein und ich stelle immer wieder fest, welche Vorteile das Single-Leben so mit sich bringt. Auch wenn man Weihnachten oder so alleine verbringt: stressfrei ist es allemal!
 
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  • #7
Ich denke, man sollte mit sich selber und seinem Leben zufrieden sein. Glück besteht für mich aus kleinen Glücksmomenten und nicht aus dem großen dauerhaften Glück. Ja, mittlerweile kann ich mich über viele kleine Dinge erfreuen, die ich eine Zeit lang gar nicht so wahrgenommen habe, weil ich mit meinem Leben nicht zufrieden war. Meine Zufriedenheit und auch Glücksmomente sind davon unabhängig, ob ich einen Partner habe oder nicht. Ich kann nicht andere dafür verantwortlich machen, daß ich nicht glücklich bin und muß zuerst mal die Ursache dafür bei mir suchen. Das ist nicht einfach, funtioniert aber. Und u.a. das sehe ich als gute Basis bei einer neuen Beziehung an. Nur positives Denken wird es bei keinem geben. Es gibt immer wieder Momente, wo man sich selber oder sein Leben kritisch betrachtet, aber unterm Strich sollte man doch sagen können: es gefällt mir. Natürlich ist es mit Partner doppelte Freude, geteiltes Leid und alles viel schöner, aber wenn keiner da ist, sollte es auch akzeptabel sein, denn es ändert sich ja auch nichts, wenn Unzufriedenheit einkehrt.

Alleine zu genießen ist sicher nicht einfach bei vielen Sachen, aber es geht. Ich war dieses Jahr das erste Mal mit dem Motorrad in den Alpen. Es war herrlich...aber es hätte viel schöner sein können mit Partner. Hab ich aber nicht und ich hab viel Heimweh bekommen nach meinen kids, war traurig, daß ich alleine war und war trotz allem dankbar und froh, daß ich diese Tour gesund und munter, auch im Alter von 48 Jahren, so erleben durfte, wie es war. 100 % schön erlebt war das sicher nicht, aber ich glaube, daß ich das Höchstmaß beim alleine erleben geschafft habe. Und ich denke, daß es ja auch nicht schlimm ist, wenn wir als Singles das allein erleben nicht als Glück und Erfüllung erleben, dafür wissen wir dann evtl. später eine gute Partnerschaft zu schätzen.

7E2158CE
 
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  • #8
Also ganz allein irgendwelche Dinge und Aktivitäten tun und unternehemen - das fällt mir schwer. Das hat immer so etwas von Zeit totschlagen, so richtig genissen, entspannen und erholen nein. Wenn ich allein auf einen Berg ginge und oben ankäme, wäre ich sicher genauso erschöpft und müde, als wenn ich mit Freunden gewandert wäre. Aber es wäre anders. Ich kann unter Freunden genauso schweigen und schauen, aber allein .... die Freude und Erfüllung ist nicht so, wie sonst, das habe ich jetzt auch in meinem Urlaub gemerkt, dne ich allein verbracht habe. Sowohl eine kleine Reise, als auch den Urlaub zuhause. Das war nicht das Richtige, eben immer ein bisschen dröge, leer, einsam, gedrückt und gehetzt.
Gelegentlich gelingt es mir in innere Ruhe zu lesen und dann in einem Buch ganz aufzugehen, aber selten. Und ähnlich ist das mit Musik hören. Ich bin da nicht der Typ für.
Manchmal wünschte ich es wäre anders und mich würden solche Dinge mehr erfüllen und ausfüllen. Selbst im Fitness und in der Sauna bin ich dann eher so, dass ich mich umsehe und nicht zur Ruhe komme. Zu zweit und im Freundeskreis ist man abgelenkter und es lässt sich abschalten - finde ich.
 
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  • #9
siri

niemand ist ununterbrochen glücklich und zufrieden, vermutlich würde das auch keiner aushalten. Wir leben in einer bipolaren Welt, glücklich zu sein ist eine Seite der Medaille, die andere ist es, unglücklich sein. Sicherlich gibt es Menschen, die mehr in Richtung Zufriedenheit tendieren - bisher weiß man nicht sicher, ob das genetisch bedingt oder von der Erziehung abhängig ist. Für mich ist es hilfreich, wenn ich mich an scheinbar aussichtslose Situationen erinnere, die ich dann doch irgendwie bewältigt habe und die mir im Nachhinein nciht mehr so wichtig und existentiell vorkommen, wie sie es damals für mich waren.

Neulich hatte ich ein langes Gespräch mit einer Freundin meiner Tochter. Das Mädchen hat z.Zt. wirkliche Probleme und verzweifelt fast daran. Ich habe ihr gesagt, daß ich Schicksalsschläge für den Dünger des Lebens halte. Gut dossiert bringt er den Pflanzen Wachstum und läßt sie aufblühen, bekommen sie zu viel davon, braucht es Zeit, bis sie das verdaut haben und ganz ohne Dünger bleiben sie oft einfach mickrig.

Ich denke nicht, daß Glück oder Unglück etwas damit zu tun hat, ob man in einer Partnerschaft oder alleine lebt. Eine klare Ausnahme ist der Zusatand der Verliebtheit. Da schwebt man auf Wolke 7 und sieht die Welt und den Partner durch eine rosarote Brille! Das ist SEHR schön!!!! Aber, es ist auch mit einer großen Gefahr verbunden, denn es kann süchtig machen. Hier ist oft von Bindungsängsten die Rede. Vielleicht sind Bindungsängste einfach eine Form der Sucht. Wenn man immer den glückseligen Zustand der Verliebtheit anstrebt, vermeidet man langfristige Bindungen. Leider versäumt man dann aber die wirkliche Liebe, die nicht nur Spaß macht und nicht immer leicht ist. Aber das ist ein anderes Thema.

Ach ja, Selbstgerechtigkeit und Selbstbewußtsein werden ab und zu miteinander verwechsel. Selbstgerecht Menschen hinterfragen sich selbst nicht. Selbstbewußte Menschen sind sich selten 100%ig sicher - zumindest dessen sind sie sich bewußt ;-)
 
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  • #10
Ich denke, dass Zufriedenheit mit sich selbst und seinem Leben nicht unbedingt davon abhängt, ob man in einer Beziehung lebt oder gerade alleine ist. Bei mir selbst erlebe ich das gerade so: nach ca. 12 Jahren in Beziehungen - die letzte und längste davon waren 9 Jahre - bin ich nun seit einem knappen Jahr allein. Und obwohl es am Anfang wirklich hart war und ich das Alleinsein fast nicht ertragen konnte, bin ich mittlerweile sehr dankbar für diese Zeit. Noch nie zuvor in meinem Leben habe ich mich so mit mir selbst beschäftigt, mal wirklich darauf geachtet, was denn für mich gut ist. Auch zu merken, dass ich vielleicht noch ganz andere Seiten in mir habe, als ich bisher dachte. Und vor allem damit anzufangen, wieder in meine eigene Mitte zu kommen.

Ganz klar, dass dabei auch viele Selbstzweifel aufkommen. Es ist nun mal meistens nicht angenehm, mit seinen Schwächen konfrontiert zu werden. Aber das ist doch immer noch viel besser, als sich in einer Beziehung davon ablenken zu lassen! Mal davon abgesehen, dass auch Menschen in Beziehungen Selbstzweifel haben oder unzufrieden sind. Man macht sich das nur nicht so klar, weil immer jemand da ist, an den man sich "anlehnen" kann, anstatt zu lernen, selbst zu stehen (zumindest mir ging es so).

Ich denke, wenn man Zeiten, in denen man alleine ist, gut nutzt, um sich selbst (mit all seinen guten und weniger guten Seiten) ein bisschen näher zu kommen, dann ist das ganz viel wert.
Ich für mich habe schon das Gefühl, dass ich diese Zeit des Alleinseins brauche, um irgendwann wieder eine neue Beziehung eingehen zu können und dann ein bisschen schlauer zu sein ;-)

Ich war auch dieses Jahr das erste Mal allein im Urlaub, habe allein eine Fahrradtour unternommen. Und ich habe es total genossen, mir den Tag nach meinem eigenen Rhythmus einteilen zu können, allein zu entscheiden, wie weit und wie schnell ich fahren will, wo ich übernachte, was ich wann esse, wann ich wo in ein Cafe gehe usw. Das war eine wunderschöne Erfahrung und ich wünsche Dir, dass Du auch solche tollen Erlebnisse hast!

w, 31
 
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  • #11
Nat:
Aber hallo! Natürlich kann man als single glücklich sein. Immerhin kenne ich auch kaum eine Person, die konstant in einer Beziehung ist. So ist eben der Zustand des single-daseins ein natürlicher Zwischenzustand nach und vor Partnerschaften. Ich erlebe das single-sein grösstenteils als sehr positiv, zumindest so, dass man wieder "in sich ruhen" kann. Ich habe überhaupt kein Problem damit, zwischendurch mal zu Hause zu sein, ein Buch zu lesen, wieder ein neues Rezept auszuprobieren.... Ich denke, es fällt einem das Alleinsein auch leichter, wenn man viele Hobbies hat denen man sich widmen kann. Jeder Mensch hat viele Facetten. In der Zeit des single-daseins kann man vermehrt diesen Facetten nachgehen. Natürlich gibt es Momente, besonders wenn man länger single ist wie ich, dann wünscht man sich, man könnte sich den Partner herzaubern. -Es leider nun nicht. Damit muss man sich abfinden. Vielleicht hilft es dir, die Augen zu öffnen und mal zu beobachten, ob es in deinem Umfeld wirklich so viele glückliche Paare gibt... Wenn ich mich umschaue, denke ich oft: lieber alleine als zu zweiet alleine.
Was ich halt am single-dasein sehr negativ finde, ist wie die Gesellschaft drauf reagiert: häufig wird man als egoist abgestempelt, als Kinderhasser (wenn man keine hat), als gutverdienender Womanizer, als "Lebemann", als jemand der Beziehungsunfähig ist, als jemand, den man nicht päarchenweise einladen kann.... Ich habe mich aber auch damit abgefunden, dass es solche Ansichten und Vorurteile gibt, die nur auf wenige Singles zutreffen. Wichtiger ist mir, dass ich weiss, wie und was ich bin.
Meine Erfahrung ist, dass man sich nicht zu häufig mit der Frage beschäftigen sollte, warum man Single ist: das führt nur zu einer Abwärtsspirale und eine allumfassende Antwort bekommt man nicht. Es funkt einfach häufig nicht. Die Chemie stimmt halt häufig nicht, wenn man jemand kennen lernt. Und wenn man halt älter wird, lässt man sich auch nicht mehr so schnell auf jemanden ein, von dem man weiss, dass es auf die Dauer nicht hält. Oder willst du nur mit jemandem zusammensein, nur um jemanden an deiner Seite zu haben, um dich zu getrauen ins Kino oder ins Café zu gehen? - Heute mache ich auch das hemmungslos alleine. Im übrigen auch eine gute Single-Freundin von mir. Und recht hat sie! -Die macht auch Ferien alleine und scheint nicht die miesesten Ferien in ihrem Leben alleine verbracht zu haben.
Wichtig ist, dass du dir auch ein Umfeld von Freunden und Familie schaffst, wo du zwischendurch mal "down" sein kannst. Die können einen manchmal wieder so richtig auffangen.
In diesem Sinne: Kopf hoch! -Mach aus der Situation einfach das Beste!
 
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  • #12
Meine Erfahrung ist, daß ich mit mir selbst "im Reinsten" bin in Single-Zeiten. Ich bin kreativer, lebendiger (hoch und runter) und viel geselliger und verständnisvoller. Da ich auch in einer Beziehung gerne alleine bin (ob Spazierengehen, Kino oder auch zuhause) finde ich dieses nicht negativ. Ich brauche das, um meine Energie im Gleichgewicht zu halten. Ich habe zwei kleine Kinder und lebe überwiegend mit ihnen zusammen. Vielleicht füllt mich das auch genug aus?
Der Wunsch nach einem Partner ist da - doch er sollte nicht in Phasen gesucht werden, in denen man/frau denkt: vielleicht geht es mir durch den Partner besser? Und wenn das nicht hinhaut, ist dann der neue Partner schuld?
Also: ich kenne diese Gedanken der Fragestellerin - und versuche genau in diesen Momenten mit mir allein zu bleiben - das Timing wäre nicht richtig.
Valentina 36
 
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  • #13
Wenn man als Single allein spazieren geht und die verliebten Pärchen sieht, da kann man schon neidisch werden: die liebevollen Blicke, Zärtlichkeiten, das miteinander erleben ...
Aber siehst du auch die anderen Situationen, mit denen man in einer Partnerschaft konfrontiert ist: Streitereien, Ehekrachs, Probleme mit den liebe Verwandten, um nur einige zu nennen. Und wie war das auf der letzten Party, als die Singles frei und ungeniert geflirtet haben, und geblieben sind, solange sie Lust hatten und nicht dem lästigen auf-den-Oberschenkel-klopfen eines müden oder indisponierten Partners nachgegeben haben?
In der Tat gibt es einige Situationen, in denen man als Single besser dran ist. Und wenn man schon aus der Situation das beste machen will, dann sollte man das besonders ausnützen!
 
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  • #14
Ihr werde es kaum glauben, aber ich, M, Mitte 40 und durchaus attraktiv möchte sagen, dass die zurückliegenden 5 Singlejahre bisher die glücklichsten meines Lebens waren! :)

Was nicht heißt, dass ich nun dauer-glücklich bin (Quark, dann und wann erwischt mich auch die eine oder andere depressive Anwandlung...), aber die Summe der Glücksmomente ist schon signifikant.

Dem gingen x Beziehungen und jahrelange Therapien voraus, es war also ein laaaanger und nicht einfacher Weg auf dieses "emotionale Plateau".

Manchmal erschrecke ich fast selbst über meine Bedürfnislosigkeit in Sachen Partnerschaft!

Ich dachte auch schon, ich werde alt und das sei alles eine Frage der Gewohnheit? Aber dem könnte ich auch entgegen halten, dass der Gedanke der Liierung für viele eine (aus Gruppenzwang entstandene) Gewohnheit ist?


Fazit: Ich bin froh, dass ich machen kann, was ich will (mir wird mit mir und meinen Interessen nie langweilig...) und nicht mit unbotmäßigen (materiellen, seelischen und sexuellen) Forderungen einer evtl. Partnerin traktiert werde... :))

Wann immer daran (in Zeiten depressiver Anwandlungen) Zweifel kommen, brauche ich mir nur das (völlig unselbständige) Sodom und Gomorra samt energieraubender Verstrickungen der "Partnerschaften" um mich herum anzuschauen... ;-))

Geradezu amüsant finde ich auch, wie sich Menschen abstrampeln, um (vermutlich getrieben von Sehnsüchten, gepaart mit irrealen Hoffnungen?) (wieder) in genau diesen Trott verfallen zu dürfen...

Um der Frage zuvorzukommen, warum ich überhaupt hier bin: Aus Freude aus der geistigen und seelischen Auseinandersetzung - mit mir selbst und anderen. Letzteres kam und kommt mir eigentlich ständig zu kurz, kam es in Partnerschaften aber auch und ich staune eigentlich täglich, wie sprachlos das Gros der Menschen doch zu sein scheint, geht es um das Sein und eben nicht nur reine Funktionserfüllung? (Aber o.k., wenn es ihnen gefällt?)

Das/mein Leben ist sooooo kostbar!!!!
 
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  • #15
siri

heute, auf der Fähre, habe ich eine junge Familie gesehen. Ich hatte den Eindruck, daß die drei - Mann, Frau, Kleinkind - in ihrer eigenen Welt leben und das sie füreinander alles sind, was sie brauchen. War schön, hat ein wenig wehmütig gestimmt und Sehnsucht gemacht.
 
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