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Gast

  • #1

Es wird für meinen Geschmack zu schnell nach dem Beruf gefragt - kennt Ihr das auch?

Ich bin immer wieder erstaunt, wie schnell schon in den rersten Mails hier bei EP das Berufliche zum Thema wird. Würde man sich im "richtigen Leben" kennen lernen, bspw. auf einer Party, würde man doch erst einmal über "Gott und die Welt" plaudern, bevor man wissen möchte, was der andere beruflich macht - sofern man es beim ersten Treffen überhaupt wissen möchte! Es frustriert mich (obwohl ich einen interessanten Beruf und eine gute akademische Ausbildung habe), dass diese Frage von Männern so früh gestellt wird, denn im Profil gibt es ja Angaben zu Beruf/Ausbildung). Ich möchte nicht so rasch auf das Berufliche "reduziert" werden. Wollen die Männer ersteinmal die "Rahmendaten" abchecken? Manchmal versiegt dann deren Interesse... Liegt es daran, dass mein Beruf oder das Unternehmen uninteressant erscheinen? Gleichzeitig werden andere Fragen, die ich gestellt habe, von den Männern ignoriert, obwohl ich auf deren Profil eingehe. - Welche Erfahrungen habt Ihr und wie geht Ihr damit um?
 
  • #2
Erstens IST der Beruf faktisch sehr wichtig! Den mit Abstand größten Teil unserer wachen Zeit verbringen wir mit unserem Beruf. Wir haben uns den Beruf selbst ausgesucht, er sagt daher viel über Begabungen und Neigungen aus. Der Beruf bestimmt das soziale Umfeld an Kollegen und oft auch an Freunden, er bestimmt über beziehungsuntaugliche Fern-, Außen-, Not-, Wochenend- oder Schichtdienste, er sagt viel aus über Intelligenz, Bildung, Dominanz, Außenwirkung und Auftreten und so weiter...Selbständig, freiberuflich, angestellt; 9-16 Uhr Job oder 70-Stunden-Woche, all dies ist faktisch beziehungsrelevant!

Ja, der Beruf ist mir extrem wichtig, wenn ich eine neue Person kennenlerne, und zwar nicht wegen unzähliger Klischees, sondern wegen des faktischen Einfluss des Berufs auf das alltägliche Leben und unsere täglichen Erfahrungen, Tätigkeiten, den Austausch mit anderen, über Stress oder Ruhe, Erfolge oder Chancen, Gesundheitsrisiken oder soziale Kontakte. Außerdem gibt es ein paar Berufe, die ich wegen deren Gefahren ausschließe: Polizisten und Soldaten zum Beispiel möchte ich auf keinen Fall, da ich nicht immer Angst um meinen Liebsten haben möchte.

Zweitens ist der Beruf DAS Smalltalk-Thema schlechthin, denn JEDER hat einen Beruf und fast jeder erzählt gerne darüber, was er kann und was er macht. Gerade auch auf Partys wird über Berufe gesprochen, zumindest unter reifen Erwachsenen. Worüber sonst unterhält man sich? Neben der Beziehung zum Gastgeber ("Woher kennen Sie sich?") oder des besonderen Anlasses (Hochzeit, Jubiläum) eben vorallem über Beruf. Nur selten dringt man schnell zu Hobbys oder Freizeitinteressen vor.

Drittens reden wir hier von der Online-Partnersuche und eben nicht nur von Smalltalk. Wie oben dargestellt ist der Beruf ohnehin sehr wichtig und steht auch im Profil und genau deswegen kann man ihn wiedeurm auch gut als AUFHÄNGER für Fragen nehmen -- und darum geht es doch auch oft: Einen Einstieg zu finden und Fragen so anzuknüpfen, dass sich überhaupt erst einmal ein Gespräch ergibt. Dazu ist der Beruf geeignet. Wer sinnvolle "Drei Fragen, die er stellen würde" in das Profil aufnimmt, ermöglicht dem kontaktaufnehmenden Kandidaten aber, über andere Themen ins Gespräch zu kommen und genau dafür sind diese drei Fragen vorrangig gedacht.
 
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Gast

  • #3
Mich frustriert es nicht, wenn schnell nach dem Beruf gefragt wird - ich möchte es auch gern von den Männern wissen. auch auf Parties. Gelegentlich möchte ich mich jedoch bedeckt halten und einfach so mit Menschen reden und sie erfahren, dann sage ich dies dann auch. Dies hast Du doch vollkommen in der Hand. Lass sie doch die Frage stellen - Du bist doch nicht verpflichtet zu antworten. Ignoniere es doch auch einfach. Ich mache das auch gelegentlich und siehe da - ich bin auf einmal interessant.
Dass Männer gern Fragen ignorieren ist üblich und normal (warum denn auch), denn wer fragt der führt und die wenigsten Männer lassen sich nicht gern führen und schon lange nicht von einer Frau. So einfach ist das.
Ich habe den Eindruck dass Du möglicherweise (aus Höflichkeit?) serh ausfürhlich nachfragst - darauf zu antworten in einem frühen Kontakt kostet Zeit und macht Arbeit.
Und es gbit Männerprofile (ein Freund von mir, 61 Jahre - langweiliges Profil, allerdings promoviert) hat innerhalb eines halben Jahres 168 Grüße und Partneranfragen erhalten. Der schafft dies zeitlich kaum.
Ich bin w/59
 
  • #4
Wo ist Dein Problem? Der Beruf ist nunmal ein grosser Teil Deines Lebens und sagt natürlich auch etwas über Deine Interessen und die Welt in der Du lebst aus. Ein Banker hat ein anderes Leben als ein Bauarbeiter (ohne Wertung bitte!). Es ist eine Information die mehr über die Passung aussagt als Gott und die Welt- und eines das weniger Glatteis birgt als die Gretchenfrage. Auf einer Singleplatform ist nunmal die Frage "könnts passen" im Vordergrund, auf einer Party ist der Hintergrund ja nicht primär einem möglichen Lebensgefährten zu begegnen.

Nein, es liegt nicht daran dass Dein Beruf oder gar die Firma uninteressant erscheinen, das ist für die meisten Männen nun gar kein Thema, sondern eher dass Sie halt meinen nicht in diese Welt zu passen. Oder die Absage hat völlig andere Gründe, das weiss man einfach nicht.

Ich habe das sogar recht schnell selbst angesprochen wenn (sehr selten) diese Frage nicht innerhalb von 2-3 mails kam. Einfach weil mit der damit verbundenen Reisetätigkeit viele nicht klarkommen.

Im übrigen werd ich auch auf Parties recht oft nach meinem Beruf gefragt- ist eben auch ein gutes Thema für einen nicht ganz so inhaltslosen Smaltalk. Frauen wollen das meist sogar schneller wissen als als wir Männer.

Ein anderes Thema ist das ignorieren anderer Fragen, das ist einfach nur unhöflich und trennt für Dich halt die Spreu vom Weizen.
 
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  • #5
Natürlich ist der Beruf durchaus Dreh- und Angelpunkt des ersten smalltalks. Auch, wenn man sich im RL trifft. Denn wie Frederika schon sagt, man verbringt viel Zeit mit seinem Beruf, es sagt etwas über Charakter und Interessen aus und man hat bereits viele Jahre mit Ausbildung und Arbeit verbracht. Danach kommen Herkunft und Hobbies und Zukunftsperspektiven bzw. Wünsche und Träume. Ich sehe darin kein Problem und denke, insbesondere Frauen erheben dieses Thema zur 1. Priorität, um den Mann abzuchecken. Warum sollten Männer es dann nicht genau so machen, schließlich mag nicht jeder Mann Versorger spielen müssen.
 
  • #6
@#1

ich empfinde es immer als ein abchecken, wenn schnell nach dem beruf gefragt wird.
für mich hat das immer etwas von katalogisieren(schublade).

das in der heutigen zeit ein beruf noch "selbst ausgesucht" wird, oder gar etwas über neigungen und begabungen aussagt, trifft sicher nur im einzelfall zu.
wer bitte setzt seinen privaten bekannten kreis aus kollegen zusammen?
mein bekannten-und freundeskreis hat rein gar nichts mit meinem beruf zu tun!
 
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  • #7
Mein Erfahrung ist die, dass besonders die Leute nicht gerne über ihren Beruf reden, die annehmen, damit keinen guten Eindruck zu machen - also entweder einen eher nicht so schönen Job haben, sie selber unzufreiden sind,mit dem was sie machen oder sogar arbeitslos sind. Wenn sie dann gefragt werden, dann ist ihnen die Frage zunächst unangenehm, weil sie eine negative Reaktion erwarten, auch wenn sie nicht ausgesprochen wird.

Ich frage auch fast immer direkt nach dem Job, denn es ist ein Ausdruck der Persönlichkeit, für welche Tätigkeit man sich entschieden hat oder insbesondere welchen Ausbildungsweg man gewählt hat, und dann ist noch spannender, was derjenige dann aus sich mit "seinem Startpaket" gemacht hat. Man lernt manchmal wirklich außergewöhnliche Lebensläufe kennen, und diese Menschen haben am meisten zu erzählen.
 
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Gast

  • #8
Ich kann #1 bis #4 nicht ganz zustimmen. Es ist doch eine sehr deutsche Eigenschaft, schon nach kurzer Zeit nach dem Beruf zu fragen. Ich habe eine Weile in Italien gewohnt, und da unterhält man sich erst einmal über ganz andere Dinge, weiß es zu schätzen, wenn jemand unterhaltsam erzählen kann usw., und die Schublade "Beruf" (die ja auch eine Menge Klischeevorstellungen enthalten kann) bleibt erst einmal geschlossen.
Ich finde das gut, weil man einem Menschen so mit weniger Vorurteilen begegnet. Der jetzige Partner einer guten Freundin fand in der Phase des Kennenlernens eins besonders toll an ihr: Dass sie nicht nach seinem Beruf gefragt hat.
Ich finde, das ist mal eine interessante Art, sich einem Menschen zu nähern. Und das sage ich, obwohl ich einen Beruf habe, den viele toll finden.
Übrigens: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Männer mich nicht so schnell nach dem Beruf fragen.
 
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Gast

  • #9
Natürlich frage ich sehr schnell nach dem Beruf und schreibe meinen Beruf auch sofort in die erste mail. Für mich sagt das schon etwas aus über den Menschen, mit dem ich mich vielleicht einmal treffen möchte. Wir sind hier auf Partnersuche und anders als im normalen Leben, steht hier die Möglichkeit einer späteren Lebensgemeinschaft sofort im Raum. Wenn ich einen Mann auf einer Party kennenlerne, dann frage ich natürlich nicht gleich, was er macht. Aber da weiß ich ja noch nicht einmal ob er überhaupt frei ist und generell an einer Beziehung interessiert wäre. Das ist für mich ein Unterschied.
Außerdem ist der Beruf doch gleich ein Gesprächsthema für die ersten paar mails. Was soll ich sonst so schreiben? Ich kann ja nicht fragen "bist du öfter hier" oder "schönes Wetter haben wir heute..."
Für mich ist der Beruf nicht so wahnsinnig wichtig, aber ich sag es ganz ehrlich, ich möchte keinen Mann, von dem ich annehmen muss, dass er finanziell wesentlich schlechter gestellt ist als ich. Ich möchte nicht, dass er es sich nicht leisten kann, mal in Urlaub zu fahren oder in ein schönes Restaurant zu gehen. Ich möchte nicht auf seine Kosten leben aber will auch nicht für ihn zahlen müssen.
Ganz hellhörig werde ich bei der Berufsbezeichnung "Selbständig" oder "Freiberufler" oder "Künstler". Da frag ich genau nach, denn das kann alles sein und da hab ich schon so meine Erfahrungen gemacht.
 
  • #10
Ergänzung:
Es ist dabei gar nicht so wichtig was genau Sie macht sondern ob Sie das gerne und mit Hingabe tut.

@5 klar doch, das ist es was man bei den ersten Mails auf einer Singleplatform tut, man checkt sich ab. Wer die Antwort dann für ein Schuladendenken benutzt ist selbst schuld.

Und wenn der Beruf so gar nichts mit Ihren Neigungen und Interessen zu tun hat sagt das auch sehr viel aus

Und bitte, wieviele kennst Du die Ihren Beruf nicht nach Ihren Neigungen und Begabungen ausgesucht haben (und das tuit man heute mehr denn je) und damit glücklich und erfolgreich sind? Das schliesst sich aus!

Nein, ich suche meinen Freundeskreis nicht aus Kollegen zusammen aber das ist ja auch nicht der Hintergrund der Frage nach dem Beruf. Andere Erlebniswelten find ich spannend und erfahre gerne mehr darüber. Und wenn die Dame dann voller Begeisterung über ein mir völlig fremdes Gebiet erzählt find ichs klasse- Sie macht 40h die Woche was was Ihr Spass macht.
 
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  • #11
die FS:

Mein "Problem" ist: Ich habe einen interessanten Beruf, ich bin Pressesprecherin und oft im Radio und Fernsehen zu hören und zu sehen. Darüber rede ich nicht gern - zumindest nicht beim ersten Kennenlernen bzw. den ersten Mails. Als Pressesprecher(in) ist man halt sozusagen eine "öffentliche Person". Auch habe ich hier bei EP das Problem, somit relativ zügig über Google o.ä. gefunden zu werden, zumindest, sobald ich das Unternehmen genannt habe, was ich nicht so toll finde. Manchmal umschreibe ich es noch vorsichtig mit der Branche (Gesundheitswesen), aber nachgefragt wird dann doch meist immer.

Dennoch habe ich manchmal das Gefühl, dass das Interesse der Männer "abflaut", wenn ich - auf deren Wunsch hin - erzählt habe, was ich beruflich mache. Kann das am Beruf liegen?

Mir wäre es viel lieber, wenn manche Männer so "ticken" würden, wie dies in #7 beschrieben wird!
 
  • #12
Ich erlebe das auch imemr wieder und es nervt mich ebenso.
Ist schon traurig das der Job so sehr Lebensmittelpunkt ist, das er für viele zum Dreh und Angelpunkt wird.
Die besten und schönsten Gespräche hatte ich mit den Leuten, die einfach drauf los plappern konnten. Kein angestrengtes: Was bist du, was machst du und wo genau willst du hin?
Eher ein locker flockiges miteinander reden.
Aber wenn einem schon fast nichts anderes mehr einfällt, als über den Job zu reden, dann weiss ich auch nicht. Da baut man sich doch schon wieder seine NoGo´s ein.
 
  • #13
@10 (FS?)
ok, dann ist es in der Tat nicht so ganz einfach. Da hilft dann nur noch genau das den Mailpartnern zu sagen: "Ich wäre dann sehr leicht zu googlen und das möchte ich an Anfang nicht". Die meisten akzeptieren das. Wer nicht den kannste eh vergessen.

Wer damit ein Problem hat der kommt sowieso nicht mit deinem Beruf klar. Und ja, es kann am Beruf liegen. Nicht jeder mag den partiellen Verlust der Privatsphäre der damit nunmal einhergeht- auch wenns etwas äusserst spannendes ist.

Deshalb solltest Du es auch schon von selbst recht zügig klarmachen dass Du im Beruf in der Öffentlichkeit stehst. Oder wärs Dir lieber Du investierst viel Zeit und Emotionen in einen Kontakt und er sicht dann später das Weite weil er damit nicht klarkommt?
 
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  • #14
Weißt, ich unterschreibe mit Rechtsanwalt Steuerberater und würde mich am liebsten freuen, irgendjemand zu haben, der mit Rechtsanwältin und / oder Steuerberaterin unterschreibt. Bei Partnerbörsen, bei denen man nicht mal die PLZ angeben muß und stattdessen im Freitext lyrischen Schund in Gestalt von diversen "Gedichten" lesen muß können diejenigen gerne aktiv sein, die irgendeinen lieben, tollen, süßen boy suchen, der vielleicht irgendwann zum Mann mutiert, um natürlich in der Mutationszeit mit vielen anderen Frauen rumzutun ...

Nee ... dafür zahle ich lieber Geld und sehe, wie das Gegenüber so lebt und ich habe nun Berufe, bei denen man was typischerweise gemeinsam machen könnte und mit denen man sich selbst verwirklicht. Die Fahrerin des Müllwagens auf oben beschriebenen Singleserver verwirklicht sich nicht wirklich durch die eigene Arbeit, aber Menschen bei EP tun das. Wenn man sich aber selbst verwirklichen will, ist es doch eine legitime Frage, wie das Gegenüber das macht, damit man sich irgendwann gemeinsam selber verwirklichen kann.

Sorry, aber ich vermute mal, Du kennst die Vorzüge von EP zu wenig, weil Du noch nie Deine Zeit auf anderen Singleserver vertan hast.
 
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Gast

  • #15
Zu @8
"Selbstständig" oder "Freiberufler" ist keine Berufsbezeichnung, sondern eine Statusbezeichnung. Ich werde mich hüten, in einem frühen Stadium meine konkrete Berufsbezeichnung anzugeben, denn zusammen mit meinem Vornamen und dem Namen meiner Stadt hat ein Kontakt ruckzuck meine Adresse bei Google gefunden. Da ich Freiberuflerin bin, kenne ich viele andere mit diesem Status - durch und durch seriöse Menschen, die doppelt so viel arbeiten müssen wie ein Angestellter.

Nein, wie ein Mensch tickt, sagt nicht in erster Linie sein Beruf aus, sondern da spielen eine Menge persönliche Eigenschaften eine Rolle. Und da gefällt mir vielleicht ein charakterstarker Kellner besser als ein wankelmütiger Topmanager.
 
  • #16
Also als erstes versuche ich herauszufinden, ob mir jemand überhaupt sympathisch ist. Bei sofortiger Konzentration auf den Beruf denke ich sofort, da sucht die Frau einen beweglichen repräsentablen Kleiderständer, mit dem sie ins Theater gehen kann, keinen Partner, auf den sie sich einlässt. Und meist haben diese Frauen sehr wenig Phantasie, sind unkreativ, hölzern.

Also in meinem näheren beruflichen Umfeld findet sich ein verschrobener Einzelgänger, ein sehr nervenaufreibendes, narzisstisches Ex-Playmate, ein graues Mäuschen, das kaum piep sagen mag, einen sozial kompetenten Extrovertierten, der wohl seinen Stadteil komplett kennt, eine kontrollierende, rechthaberische und auch selbstbewußte Frau. Mein Beruf erzeugt sofort ein Bild im Kopf, aber nicht jeder von denen entspricht diesem Bild.
 
  • #17
@13

Das kann ich nicht nachvollziehen.
Willst Du mit einem Partner Deine arbeitswelt erweitern? Oder möchte man mit einem Partner nicht mal sich anderweitig entwickeln und verwirklichen?
Da wird man ja Zuhause noch zum Fachidioten, wenn man nur in einem Kosmos, der aus Arbeit, Partner mit selber Arbeit, Partner mit selben Interessen und am besten noch gleichen Essen und Trinkgewohnheiten besteht, unterwegs ist!?
Da kann ich mich ja gleich selber ehelichen!
 
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  • #18
@14 von der Nr. 8
Versteh mich nicht falsch. Ich kenne auch genügend Freiberufler oder Selbständige (kannst auch Unternehmer sagen). Aber das sagt eben nichts aus. Ein Unternehmer kann der Firmenchef einer bekannten und großen Firma sein, kann aber auch arbeitslos sein und im Internet seine selbst gebastelten Vogelhäuschen verkaufen.
Ich hatte eben mal einen "selbständigen", der meinte, er könne seine Ölbilder im Internet verkaufen, dabei hatte er gerade erst eine mehrjährige Haftstrafe wegen diverser Betrugssachen hinter sich.
Klar, dass könnte auch sein, wenn er Ingenieur als Berufsbezeichnung schreibt, weil er das mal studiert hatte. Aber da sehe ich die Gefahr nicht so groß.
Ich bin da halt nur etwas vorsichtig geworden.
 
  • #19
@#15: Du reduzierst die Berufsinformation jetzt aber auf Klischees, und um die geht es gar nicht! Sondern eher um Begabungen und Neigungen, soziales Umfeld an Kollegen und oft auch an Freunden, beziehungsuntaugliche Arbeitszeiten, Fern-, Außen-, Not-, Wochenend- oder Schichtdienste, über Intelligenz, Bildung, Dominanz, Außenwirkung und Auftreten und so weiter...

Was bist Du denn für ein Naturwissenschaftler, dass man angeblich ach-so-genaue Vorstellungen hat? Ich glaube, jedem ist bewusst, dass es in jedem Beruf verschiedene Typen gibt. Dennoch orägt einen das Umfeld.
 
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Gast

  • #20
Die Berufsfrage ist die typische Gesprächseinsteigerfrage - viele stellen diese Frage vermutlich unbewusst und denken sich vorerst auch nicht viel dabei. Was hörst du für Musik, wie war dein Tag etc etc - geht etwa in die gleiche Kategorie.

Und in Anbetracht dessen, dass sehr sehr viele Menschen mit ihrem Beruf unzufrieden sind resp. diesen als Mittel zum Zweck und nicht als Berufung ausüben, ist diese Frage irgendwie irrelevant und sagt oft gar nichts über eine Person aus.
 
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Gast

  • #21
Hallo FS, ich bin auch Pressesprecherin, wer meinen Namen kennt, kann mich ebenfalls googlen und ziemlich viele Informationen über mich erhalten, ohne mich je gesehen zu haben. Na und? Am Beruf kann es aus meiner Sicht nicht liegen, eher vielleicht an der Art, WIE du auftrittst und dass die Männer dann Angst bekommen, vor dir, unter dir, neben dir nicht bestehen zu können. Doch dann hast du das falsche Beuteschema, weil diese Männer nie auf Augenhöhe mir dir sein werden. Smalltalkgeplänkel ohne Sinn und Verstand fände ich bei der Partnersuche fehl am Platz und somit vertane Zeit, das macht man mit der Verwandtschaft.
 
  • #22
@#18: Im ElitePartner-Profil ist es doch ideal gelöst:

Beruf: Steuerberater, Industriekauffrau, Assistenzärztin
Berufsgruppe: Angestellter / Freiberufler / Renter...
Studiengang: Humanmedizin, BWL, Geologie

Regelrecht dumm finde ich Kandidaten, die unter Beruf dann auch "Angestellter" schreiben und ihren Studiengang verheimlichen. Sorry, solche Kandidaten sortiere ich sofort aus.

Ebenfalls dämlich, wenn auch nicht unbedingt als Ausschlusskriterium, finde ich, wenn Menschen Positons- oder Hierarchiebezeichnungen mit Beruf verwechseln. Niemand ist "Teamleiter/Gruppenleiter/Vorarbeiter" von Beruf, sondern eben Betriebswirt oder Mauermann.


#10: Siehst, genau das ist doch der Punkt. Pressesprecherin sagt sehr viel über Doch als Menschen aus, z.B. über Deine Kommunikationsfähigkeit, Rhetorik, Sprachbeherrschung; auch über Selbstsicherheit, Auftreten und soziales Umfeld sagt das viel aus; ebenso die Öffentlichkeit des eigenen Partners muss einen liegen.

Ich möchte zum Beispiel nicht in der Öffentlichkeit stehen und daher würde ich Prominente oder hochrangige Pressesprecher zum Beispiel eher nicht wollen. Genau deswegen ist so eine Berufsbezeichnung aussagekräftig und interessant.

Umgekehrt wird es PASSENDE Männer ganz bestimmt ERFREUEN und sie werden sich schon dadurch zu Deinem Profil hingezogen fühlen. Du hast nichts zu verlieren! Du kannst nur gewinnen, wenn unpassende kneifen und passende ankommen. Aufrichtigkeit und Authentizität sind entscheidend für Erfolg bei der Partnersuche!

Ich rate Dir: Schreib ehrlich rein: "Beruf: Pressesprecherin" und "Studiengang: (was immer zutrifft)". Das Unternehmen musst Du nicht verraten und kannst ganz einfach antworten, dass Du aufgrund Deines exponierten Berufs das Unternehmen nicht nennen möchtest; die grobe Branche kannst Du ja nennen. Dafür sollte jeder mit entsprechendem Niveau Verständnis haben.
 
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Gast

  • #23
Die Frage nach dem Beruf war früher(!) ein ideales Thema für ein unverbindliches Gespräch oder einen Gesprächseinstieg.

Ich habe im Kommunikationstraining bereits vor ca. 10 Jahren gelernt, daß diese Frage heute schlicht und einfach fehl am Platze ist, wenn man sich noch nicht näher kennt.

Der moderne Knigge lehnt die Frage ab! Sie gilt als unhöflich und deutet auf einen "ungeschliffenen" Charakter hin.

Heute hat sich nämlich durchaus nicht jeder den Beruf ausgesucht, den er derzeit gerade ausübt. Die Vermutung, der ausgeübte Beruf sage viel über den Menschen aus, stimmt heute einfach nicht mehr.

Wenn der Befragte gerade das dritte Praktikum macht, hat er sich das eben meist auch nicht ganz freiwillig ausgesucht. Erheblich in Verlegenheit bringen kann man damit Menschen, die gerade arbeitslos sind. Auch das macht ja kaum jemand freiwillig.

Abgesehen davon neigen Leute, die sehr schnell nach dem Beruf fragen dazu, den Anderen in Schubladen zu pressen. Und damit liegen sie dann eben sehr schnell falsch. Wer einen Anderen kennen lernen will, sollte sich die Chance geben, die Person als solche zu beurteilen, und nicht irgendwelche Schubladen.

Leute nach dem Beruf in Schubladen zu packen, hat sehr viel mit Vorurteilen zu tun.

Der Rechtsmediziner kann ein sehr humorvoller und charmanter Mensch sein; Wenn das Thema aber erst mal mit aufgeschnittenen Wasserleichen beginnt, wird man diesen Eindruck wohl gar nicht mehr gewinnen können. Dazu kommt man dann nicht mehr. Dasselbe gilt für Berufe wie Küster, Bestatter oder Finanzamtsermittler. Man nimmt sich die Chance, den Menschen kennen zu lernen.

Eine gute Faustregel ist: Über den Beruf sollte man mit einer Person nur dann reden, wenn man mit ihr auch über Sex reden würde. Erst dann kennt man sich gut genug!
 
  • #24
da ich mit online-dating null erfahrung habe, kann ich nur aus erfahrungen aus dem real-life dating schöpfen.
da muss ich ganz ehrlich sagen, wenn ich eine frau kennenlernte, wurde so gut wie nie, beim ersten mal das thema beruf angeschnitten!

eigentlich gab es immer interessantere themen.
themen, bei denen man lachen konnte und ihr werdet es kaum glauben...man kann sich auch ohne wissen des berufes ein bild seines gegenübers machen;-)

am schrecklichsten finde ich immer typen...eigenartigerweise trifft man diesen typus fast nur unter männern...die stundenlang über ihren beruf monologisieren und dabei herausstellen wollen, was für ein tolles kerlchen sie doch sind - langweiliger geht´s nicht!

wenn ich die deutungen über den beruf, von frederika lese (#17), da gruselt es mich richtig!
einmal hatte ich es, da wurde die berufsfrage gleich am anfang "abgeschossen". ich antwortete der frau, ich sei im flugbereich tätig. sie gleich. "aaah pilot...?" ich: "nein, reinigungskolonne!"
da war sie sauer...konnte ich gar nicht verstehen...;-)
 
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Gast

  • #25
Ich frage jeden Datepartner beim ersten Treffen nach seinem Beruf.Ich finde es weder zu "nahe getreten" noch unhöflich, denn daraus ergibt sich genug Gesprächsstoff. Man geht ja nicht unbedingt ins Detail, aber ich finde es doch interessant womit sich das Gegenüber die Brötchen verdient. (Ich erhalte mich selbst bestens - bzgl. Aushalten lassen) Wenn er dsbzgl. verschlossen ist wie eine Auster-kann man eben nichts machen. Dann hat er Gründe-bzw. stimmt etwas nicht.
 
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Gast

  • #26
@22: und weil sich die Gesellschaft geändert hat, wird eine wesentliche wie wichtige Frage einfach als Tabuzone erklärt? Sorry, aber der Mensch ist doch durchaus auch das Ergebnis seiner Ausbildung und seines ausgeübten Berufs. Und wer eben das dritte Praktikum macht, kommt bei der Partnersuche nicht als zukünftiger Vater der Kinder in Frage. So einfach ist das. Sorry, und ich würde erstmal über den Beruf und das eigentliche Leben mehr wissen wollen, bevor ich mit dem Mann in die Kiste möchte! Soviel Verstand muss wohl gegeben sein!
 
  • #27
@#22: Quatsch. Beruf ist immer interessant, aussagekräftig und wichtig. Solche Kniggeregeln habe ich ja noch nie gehört -- falls das wahr ist, entziehen sie sich selbst der Grundlage, denn Menschenverstand muss shcon dabeibleiben.

Ich halte es da wie #25.

@#23: Letztlich die Frage nach dem Beruf doch ideal, MadMax. Wir beide passen Null zusammen und würde dank der Frage auch Null zusammenkommen. Was könnte uns beiden besseres passieren?! :)
 
G

Gast

  • #28
Ich glaube dass die Frage nach dem Beruf gerechtfertigt ist und man kann auhc mich danach fragen obwohl ich weder akademisch noch Frau Dr. bin.
Ich würde manche Menschen anhand des Berufes tatsächlich aussortieren;
Beispiel:
Bestatter, Metzger, Frauenarzt, Polizist, Gastronomen, Feuerwehr, Unternehmensberater, Künstler usw usw usw.
Bei etwas für Steuerberater, EDV-ler oder Finanzamt würde ich ihn mir genauer anschauen aber begeistern würde es mich nicht.
Gut finde ich richtige Männerberufe wie Ingeneur, Pilot oder ähnliches in denen sie auch ab und zu mal weg sind. Einen Bürotypen der jeden Abend um 5 auf dem Sofa sitzt, gebe ich exakt Null Chance.
Also: Beruf ist wichtig und genau so ein Kriterium wie Grösse, Gewicht, Religion, Raucher usw.....
 
  • #29
im gegensatz zu frederika#26, sehe ich es als keinen Quatsch"an, wie sich #22 zu dem thema äußerte.
ich sehe es wie er: jemanden unverblümt nach seinem job zu fragen ist unhöflich!
diesen post, mit der bemerkung "quatsch" vom tisch zu wischen, ist an ungehobeltheit nicht mehr zu überbieten!
...passt aber in das bild, das sich aus der unhöflichen berufsnachfrage schon darstellte;-)

die unverblümte frage nach dem beruf hat natürlich auch sein gutes: der unhöfliche verprellt den höflichen und landet beim unhöflichen...und schon passt es!
das schöne daran..., das weltbild des unhöflichen bleibt erhalten;-)
 
  • #30
@#28: Also wirklich, "unverblümt" darf man nun gerade nach dem Beruf auf jeden Fall fragen. Das ist niemals falsch, niemals unhöflich. Du bist auf diesen Höflichkeitszug aufgesprungen wie nichts Gutes. anfangs hast Du das Argument nicht gebracht... Diese Regel gibt es einfach nicht. Wetter, Situation, Beruf sind die TYPISCHEN Smalltalkthemen, die absolut erlaubt und höflich sind. Verrenne Dich mal nicht in Unfug -- das ist es nämlich, solche Dinge zu behaupten.

Beruf ist quasi überall das anerkannte Thema, wenn man sich kennenlernt.

Mit Leuten, die das dritte Praktikum machen und zwischendurch H4 komme ich allerdings auch nur selten in Berührung. Da würde ich dann der Höflichkeit halber auch nicht weiter nachhaken...