G

Gast

  • #1

Euer Bedürfnis: Welche Häufigkeit von Küssen und Umarmungen ?

Hallo Leute,

mich interessiert brennend welche Häufigkeit von Küssen und Umarmungen euren Bedürfnissen entspricht.

Ich habe das bisher in zwei längeren Beziehungen so erlebt, dass sowohl Umarmungen, mal miteinander Kuscheln und auch mal Küssen recht unterschiedliche ausgeprägt waren.

Ich fühlte mich in dieser Hinsicht ganz schön auf Diät.

Für den Fall, dass ich noch mal eine Beziehung für mich zulassen sollte möchte ich mich ehrlich gesagt mal etwas informieren wie das da so bei den anderen aus sieht. Nicht das ich da nach etwas suche was es ohnehin nicht gibt.

Wenn soetwas eh ünüblich ist kann ich mir diese Rumdaterei auch sparen.

m45+
 
G

Gast

  • #2
Ich weiß was es heißt emotional (Küssen / Umarmung) auf Diät zu sein.
Lieber bleibe ich für ewig Single, bevor ich wie in einer WG lebe.
Ich hatte bisher leider immer nur Kussmuffel. Muss dazu sagen, bin weder hässlich noch habe ich Mundgeruch oder unschöne Zähne, ist jedem immer schleierhaft, wie ich solche Typen anziehe.
Ein bisschen Busserln, mal kurz Zunge reinstecken und schnell wieder fertig.
Von stundenlangem Küssen auf der Couch träume ich noch heute.
Andererseits bestätigen mir Freundinnen, dass es sie angeblich geben soll, die romantischen Küsser, die stundenlang nur küssen.
Leider ist mir noch keiner begegnet.
Kuscheln ja, aber das wird dann schnell unbequem, der Arm schläft ein und nachts schlafen kann man auch nicht........die Couch sei doch zu schön groß, warum dann auf engsten Raum zusammenquetschen.....
Ich bin sehr frustriert was das angeht und kann nur von negativen Erfahrungen berichten.
Auch in längeren Beziehungen arrangiert man sich. Der Partner macht dann halt mit,obwohl keine Lustbund das merkt man und man ist auch noch frustriert, vor allem dann wenn man im Urlaub nur Küsser und Kuschler sieht.
Geben wir die Hoffnung nicht auf!
 
G

Gast

  • #3
Wenn ein Mann mich richtig anmacht, krieg ich nicht genug davon. Ich stell mir das horrormäßig vor, wenn der Partner nicht annähernd dasselbe Bedürfnis hat.
Was das Küssen angeht - ich hatte nur zwei Beziehungen, aber das war dahingehend eine komplette Enttäuschung. Will ich nicht noch mal haben, dann lieber Single.
 
G

Gast

  • #5
Tja, ich kann den Fragesteller sehr verstehen.

Mir (W,Ü45) sind die kleinen Gesten wie eine Hand die mich berührt oder an der Wange streichelt, ein Partner der mich einfach an sich drückt und auch wortlos spontan fordernd, lange, intensiv und zärtlich küsst (nein, damit meine ich nicht wild in meinem Mund mit seiner Zunge rührt....) mir zeigt, dass er mich begehrenswert findet sehr wichtig, eigentlich wichtiger wie der Akt als solches.

Ein Partner (den ich hier suche und leider bis jetzt nicht gefunden habe...:-( ; nein, ich bin nicht unattraktiv und habe ein gutes Selbstwertgefühl...) der diese Nähe die für mich wie auch die geistige Nähe wichtig ist nicht sucht und leben will kommt für mich nicht mehr in Frage, denn das hatte ich während 13 Jahren Ehe.

Es ist ja nicht Sex den ich suche sondern Vertrauen, echtes Gefühl, WÄrme und Geborgenheit in einer wachsenden Beziehung.
 
G

Gast

  • #6
Mehrmals täglich - wobei hier zwischen küssen und umarmen und dem Auftakt zu Sex zu unterscheiden ist.
Die Mehrzahl der Männer legen wenig Wert auf Zärtlichkeiten und Zuneigung, sondern wollen der Frau schnellstmöglichst an die Wäsche.
Wenn ich mit solchen Männern zusammen war, habe ich tunlichts auf jede Zärtlichkeit verzichtet, wenn ich nicht auch Sex haben wollte. Die Beziehungen sind aber alle in kurzer Zeit gescheitert, weil es irgendwie nicht ging.
Jetzt habe ich endlich den Richtigen, der das unterscheiden und dann auch noch richtig gut küssen kann (keine Sabberküsse). Er will auch umarmt und geküsst werden, ohne dass es jeweils Auftakt zu mehr ist.
 
G

Gast

  • #7
Ich habe ein sehr großes Nähebedürfnis der körperlichen Natur - haben alle Frauen, mit denen ich spreche. ABER: sobald beim Partner klar wird, dass aus küssen und kuschlen immer Sex werden MUSS, weil er sonst beleidigt ist und sich abgewiesen fühlt, überlege ich mir sehr genau, wann ich kuschle! Also nur, wenn ich auch bereit für Sex bin! Für die meisten Männer sind Zärtlichkeiten nämlich nur Vorstufe oder Mittel zum Zweck: und dann vergeht der Frau die Lust schnell... Gehörst du zu denen Fs? Reflektiere da mal dein Verhalten! Drängelst du auf Sex? Wirst du sauer, wenn es beim kuscheln bleibt?
 
  • #8
Ich habe ein sehr großes Nähebedürfnis der körperlichen Natur - haben alle Frauen, mit denen ich spreche. ABER: sobald beim Partner klar wird, dass aus küssen und kuschlen immer Sex werden MUSS, weil er sonst beleidigt ist und sich abgewiesen fühlt, überlege ich mir sehr genau, wann ich kuschle! Also nur, wenn ich auch bereit für Sex bin! Für die meisten Männer sind Zärtlichkeiten nämlich nur Vorstufe oder Mittel zum Zweck: und dann vergeht der Frau die Lust schnell...
DAS kenne ich auch. Ich hab mir das Kuscheln in meiner Ehe fast abgewöhnt deswegen. Aber nachdem ich bemerke, wie sehr es mir fehlt, hab ich wieder damit angefangen. Und siehe da - mein Mann versteht es auf einmal. Vielleicht auch, weil ich mittlerweile anders kommuniziere ...
 
G

Gast

  • #9
Mir geht es wie Gast #5.

In meiner letzten Beziehung hatte ich einen Partner, der kein Kuschelbedürfnis hatte. Spontane Zuneigungen waren äußerst selten und ich erinnere mich, wie ich einmal weinend vor ihm stand und ihn gebeten habe mich in den Arm zu nehmen. Dies geschah dann sehr halbherzig und ich hätte darauf dann auch verzichten können. Jede körperliche Zärtlichkeit wurde ignoriert/abgewehrt oder als Auftakt für Sex gewertet. Ich habe mich immer weiter zurückgezogen und zum Schluss war es eher ein WG-Leben und ziemlich unbefriedigend.

Mein jetziger Partner ist in diesem Bereich ganz anders & hat mich sehr überrascht und am Anfang auch manchmal überfordert. Er sucht gerne meine Nähe. Kuschelnd einen Film schauen, Abends lesen und den Kopf auf den Bauch des anderen legen, sich im Alltag zu berühren oder zu Küssen empfindet er als völlig normal und ich genieße das, nachdem ich mich nach der langen Durststrecke (5 Jahre, ich weiß nicht, warum ich so lange geblieben bin) daran gewöhnt habe.

Es gibt sie also, die Partnerschaften, in denen beide das gleiche Nähebedürfnis verspüren.

w,29
 
G

Gast

  • #10
Ich denke, es muss beides zusammen kommen und überwältigend sein: große Liebe und noch besseres Sexleben, damit man beides ertragen kann und beides permanent haben will: küssen und kuscheln im Übermaß.
Und meistens ist das eben nicht der Fall! Entweder hakt es am Sex, der zu selten ist und man sich somit auch wenig anfässt, denn anfassen und streicheln führt unweigerlich auch zu vermehrt intensivem Küssen und Kuscheln, man will ständig zusammen ins Bett und kommt nicht voneinander los, oder die Beziehung basiert auf Sex und Erotik, aber wenig Verliebtheit und man entfernt sich nach dem Sex möglichst schnell wieder, ohne küssen oder kuscheln zu wollen.


Meistens ist es so, dass ein Partner den anderen mit seinem Küss- und Kuschelbedürfnis überfordert und in die Flucht schlägt. Ich denke, daran merkt man auch, wer wen mehr liebt. Ich hatte zwei lange Beziehungen, wo die Männer damit absolut gar nichts anfangen konnten. Küssen war jahrelang nicht drin und wurde einfach vergessen. Kuscheln gab es auch 10 Jahre lang nicht. Ich arrangierte mich eben, wenn ich auch heute weiß, ich würde mich nie wieder auf so eine Partnerschaft einlassen, nur habe ich die Zeichen zu spät erkannt und kann heute besser wählen.

Allerdings hatte ich auch Verehrer, die hätte mich am liebsten an einem Abend 100 mal geküsst. Was mich persönlich dann in die Flucht geschlagen hat. Wenn du dein "begehrtes Opfer" an Traumfrau also gleich mit deiner Schlabberei und Kuschelei kommst, wird sie dir wahrscheinlich ganz sicher sofort abhauen. Die Frau muss für dich genauso empfinden wie du für sie. Ist einfach so.
 
G

Gast

  • #11
Wenn ich einen Mann liebe, dann am liebsten täglich mehrfach bzw. permanent. Leider kam das noch nicht vor, dass ein Mann mich so geliebt hat, wie ich ihn. Umarmen wollen mich auch ständig Verehrer, das nervt aber! Es muss also schon irgendwie gegenseitig starke Liebe und Anziehung da sein.
 
G

Gast

  • #12
Wie immer: der/die Richtige kann nichts falsch machen und der/die Falsche kann nichts richtig machen.
Ein Traumpartner könnte mich auch 10 mal am Tag anrufen und 100 SMS schreiben oder die ganze Zeit küssen und anfassen, ohne dass ich genervt bin. Bei normalen Dates, die mich vorzugsweise kennenlernen wollen, nervt es aber! Es ist eben nicht jeder Mensch, den man kennenlernt gleich sofort ein Traumpartner.

Ich habe auch oft gemerkt, wenn der Partner sich desinteressiert gegenüber regelmäßigem Sex und Zärtlichkeiten zeigt, dann verliere ich auch die Lust, ihn so oft sehen zu wollen und ich bin gar froh, wenn er weg ist.

w
 
G

Gast

  • #13
Ich liebe Sex - aber was mir noch viel mehr fehlt sind Kuscheln und kleine Gesten der Zärtlickeit.

Hör nicht auf zu suchen.

W45+
 
G

Gast

  • #14
Also immer wenn man zusammen ist, dann natürlich ständig. Mein Bedürfis wäre erstmal ein Mann, der permanent Lust auf Sex hätte, also ein bis mehrmals täglich und wenn es so gut läuft, dann möchte man sich auch ständig berühren, küssen und umarmen, schon allein aufgrund der Vorfreude, bald wieder zusammen ins Bett gehen zu dürfen.
Etwas anderes würde ich gar nicht mehr akzeptieren. Alles andere sehe ich auch als platonische Freundschaft, worauf der Mann sich gar nichts drauf einbilden müsste. So einen Mann, der gefühlsmäßig nicht aus sich rauskommen kann, würde ich niemals heiraten oder mit ihm zusammen ziehen. Vielleicht wäre ich paar Jahre mit ihm zusammen, aber ich würde ihn in seiner "besten Zeit" dann verlassen, wenn er sich sicher fühlt, ich laufe ihm bestimmt nicht mehr weg.
 
G

Gast

  • #15
Bei meinem Mann und mir ist das kuschel- und nähebedürfnis beiderseitig sehr ausgeprägt, eigentlich berühren wir uns bei jeder sich bietenden Gelegenheit (umarmen, küssen, Händchen halten, kuscheln etc.). Und das "noch" seit 4 Jahren Ehe. Das ist also tatsächlich keine Frage der Beziehungsdauer (wie viele immer behaupten), sondern eine Frage des allgemeinen Nähebedürfnisses und natürlich auch ein Gradmesser für die Harmonie zwischen zwei Menschen.
 
G

Gast

  • #16
Wenn ich den Mann liebe, dann sehr gerne so oft wie möglich. Was ich nicht mag, sind Küsse und Umarmungen von Bekannten und Verehrern.

w
 
G

Gast

  • #17
Ja, ich kann das gut verstehen. Ich habe auch ein sehr großes Bedürfnis danach, kann aber notfalls auf Küssen, Umarmungen und Kuscheln komplett verzichten. Was bleibt einem anderes übrig, wenn die Beziehung sonst menschlich oder sexuell stimmt und gut läuft? Alles haben kann man oftmals nicht!
Ich erinnere mich da an eine Beziehung, wo es praktisch nie Küsse gab, weder zu Anfang noch später. Ich hatte jahrelange Komplexe und dachte, ich hätte Mundgeruch und überpflegte mich, duschte 4 mal vor einem Treffen, usw. Ich will so etwas nie wieder erleben.

Es hat auch nichts mit der Länge der Beziehung zu tun. Man merkt ja schon am Anfang der Beziehung, wie jemand drauf ist. Mehr wird es im Laufe der Zeit nicht, sondern es bleibt relativ bis zum Schluss konstant meiner Erfahrung nach. Deswegen kann man schon gut an den ersten Dates abschätzen, wie so eine Beziehung verlaufen wird - eher nüchtern oder eher emotional.
 
G

Gast

  • #18
Von meiner Seite: Körperkontakt, kuscheln, umarmen - gern ständig. Also: abends auf der Couch, im Bett beim Einschlafen, Händchenhalten ... Küssen brauche ich dagegen überhaupt nicht. Hab ein etwas schlechtes Gewissen, weil mein Mann sehr gern küsst, es sich aber fast abgewöhnt hat nach achtjähriger Ehe ... Er merkt halt, dass ich nicht wirklich was davon habe. Das liegt keinesfalls an ihm: Ich war noch nie eine begeisterte Küsserin, obwohl ich jeglichen anderen Körperkontakt und auch Sex sehr liebe. Mein Mann scheint damit leben zu können.

Womit ICH nicht leben kann, ist körperliche Distanz außerhalb der eigenen vier Wände: Wenn ein Mann mir vor anderen Leuten nicht mal eine Abschiedskuss gibt, mich nicht anfasst, dann hab ich das Gefühl, er will nicht zu mir stehen.
 
G

Gast

  • #19
Guten Morgen,

nachts umschlingt mich mein Partner häufig wie ein Schiffbrüchiger, der sich an einer Planke festhält. Das hört sich nach klammern an, empfinde ich aber nicht so. Ganz im Gegenteil. Ich sauge diese Momente auf wie ein Schwamm. Denn eigentlich ist das die einzige Zärtlichkeit, die ich bekomme. Zur Begrüßung küssen wir uns und zum Abschied. Zwischendurch selten und nur auf meine Initiative. Zungenkuss außerhalb von Sex eigentlich nie. Auf der Couch legt er manchmal den Arm um mich, meistens allerdings legt er sich hin und seine Beine über meine. Dass ich mal auf seinem Schoß sitze ist selten, dass er mich zu sich zieht kommt nie vor. Das hat er mir zu Anfang ganz anders gezeigt, sonst wäre ich nie mit ihm zusammen gekommen. Wir sind 46 und 41, seit 2,5 Jahren ein Paar.
Ich bin immer für meinen Partner da und er kann sich hundertprozentig auf mich verlassen. Aber manchmal möchte ich einfach in den Arm genommen und gestreichelt werden. Einfach so. Das Schlimmste ist, wenn ich komme und ihn zwischendurch umarmen möchte und er (aus Spaß!) tut, als würde er sich schaudern.

Ich stelle beim Schreiben gerade fest, dass eigentlich ich diejenige bin, die gerade ertrinkt.
 
G

Gast

  • #20
In einer guten Liebe würde ich mir das jeden Tag mehrfach wünschen, inklusive Sex. Denn das würde ich dann als wirklich große Liebe bezeichnen. Das sind Dinge, die die Liebe aufrecht erhalten, intensivieren und emotional verfestigen - und über die Jahre für eine Frau auch den Standardmann vom Mann fürs Leben unterscheidet - gerade in kritischen Beziehungszeiten! Fehlen diese Dinge, dann schwächt die Liebe eben stetig ab. Kommen die Dinge wieder, flammt die Liebe auf. Zumindest bei mir als Frau ist das so. Wartet man als Mann aber zu lange, ist die Glut irgendwann ganz erloschen und dann gibts kein zurück mehr.

In einer Beziehung, wo man sich nur arrangiert mit dem fehlenden Bedürfnis des anderen, ist es immer weniger. Meistens arrangiert man sich eben und bleibt unglücklich. Heute schaue ich bei einem neuen Partner genauer hin. Wenn ich merke, da kommt nichts, und er gehört zu den neumodischen passiven Männern, dann bleibt der Mann uninteressant für mich.

Beispiel:
Ich habe seit 12 Jahren einen lieben Kumpel, der seit frühester Zeit tierisch in mich verliebt ist, er ist beiweitem kein Schönling (klein, dick, Glatze). Er hat 12 Jahre gebraucht, bis er mir endlich mal einen Schmatzer aufdrücken konnte und das ist vor paar Wochen passiert. Ehrlich gesagt hat er mir da richtig gut gefallen, weil er mal nicht nur geredet hat, sondern männliche Inititaive gezeigt hat. Also ein Macher, der was in Bewegung setzt für eine Frau. Leider ist es danach wieder abgesunken = uninteressant. Hätte er in der Art weiter gemacht, dann wäre ich wirklich baff gewesen. Aber ein spärliches Küsschen, eine seltene Umarmung, wenig Begehren, das sind eben Dinge, die ok für eine Kumpelschaft sind, das ist aber eben kein Partner fürs Leben.
 
  • #21
Täglich mehrmals von allem- und ich wäre keine Beziehung eingegangen mit einem Mann, dessen eigene Bedürfnisse andere sind. Das ist mir zusammen mit geistig- seelischer Verbundenheit nicht nur ein elementares Grundbedürfnis, sondern das ist Partnerschaftskitt schlechthin.
 
G

Gast

  • #22
Ich halte nichts von diesen flüchtigen Küssen, aber wenn ich einem Mann zeigen will, dass er mich jetzt haben, intensivste Zungeküsse, Auch vor dem Sex ist es toll, sich noch geiler durch intensives Küssen zu machen
 
G

Gast

  • #23
Hallo! Mein Freund (45 J) hat das gleich am Anfang "abgeklärt", indem er mir gesagt hat, dass er ein sehr ausgeprägtes Kuschelbedürfnis hat und dass viel Kuscheln für ihn eine Form von Anerkennung ist und er sich Zurückgewiesen fühlt, wenn er dieses mit einer Partnerin nicht ausleben kann. Er findet dass viel Körperkontakt und intensive Nähe auch das Zusammengehörigkeitsgefühl stärkt.

Dies bezieht sich bei ihm nicht nur auf Sex, sondern eben z.B. auch auf Kuscheln auf dem Sofa, Arm in Arm oder an der Hand gehen, viel Küssen und Berührungen, wann immer wir in der Nähe von einander sind, z.B. berühren sich unsere Füße immer beim Essen unterm Tisch, im Vorbeigehen streifen wir kurz den Arm des anderen etc. Bis jetzt gab es noch keinen Abend und keinen Morgen ohne intensives Kuscheln vor dem Einschlafen bzw. Aufstehen. Wir sind allerdings erst seit 4 Monaten zusammen, bin insofern gespannt, ob es tatsächlich so bleibt. Da mir seine Bedürfnisse sehr entgegen kommen, hoffe ich das natürlich.

Also, es gibt Männer, denen Kuscheln und viel körperliche Nähe so wichtig ist, dass sie es sogar abklären wie eine Frau da so tickt, bevor sie überhaupt eine Beziehung mit einer Frau eingehen wollen.
 
  • #24
Ich w45J hatte bisher auch nur mit Kuschelmuffeln zu tun.
Küssen, streicheln ,ja, meistens auf Sex hinaus laufend.
Aber kuscheln, häufiges Berühren, das Zeigen, dass man dem anderen Nahe sein möchte, fehlte.
Nun habe ich seit dreizehn Monaten einen Partner, dem genau diese Dinge wichtig sind. War anfangs etwas fremd für mich, oft in den Arm genommen zu werden. Auf dem Sofa liegen und schmusen.
Und das es nicht immer nur zum Sex führen muss.
Bis heute hat sich nichts daran geändert. Ich hoffe, dass sich das nicht so schnell ändert :)
 
G

Gast

  • #25
Nur innerhalb der Familie und vielleicht im freundschaftlichen Zusammenhang während gemeinsamer Freizeitgestaltung. Da ist schon mal eine Umarmung drin. Das hat dann aber keine erotische Komponente. Ich will inzwischen einfach keinen Ärger haben und schlafe auch am liebsten allein. Ab und zu werde ich von einer entzückenden Elfe in meiner Totenruhe geweckt, aber es bleibt bei dem unausgesprochenen Wunsch, da alle "Guten" sowieso vergeben sind. Erster Blick geht dann zum Ringfinger und das ist meist eindeutig. Mit 50 ist halt nichts mehr frei. Thema erledigt.
 
  • #26
Bin schon Um die 60, aber es fällt mir immer noch schwer, auf küssen und Umarmungen zu verzichten. Mit meinem Partner, der einige Jahre jünger ist, bin ich nun fast vier Jahre zusammen. Küsse etc. während dieser Zeit kann ich an nur einer Hand abzählen. Wir kennen uns seit 35 Jahren, aber ich frage mich oft, warum wir zusammengekommen sind bzw. was er eigentlich von mir will. Denn eigentlich will ich so nicht leben. Nur ein winziges Küsschen zum Abschied jeden Tag ist doch was arg wenig ... Ich muss die Reissleine ziehen und frage mich selbst, warum ich das nicht schon längst getan habe ...
W62
 
  • #27
Mein Freund und ich sind jetzt schon ein paar Jährchen zusammen, aber trotzdem kuscheln wir uns küssen wir uns eigentlich noch genauso häufig wie am Anfang und auch ohne, dass dies immer zwangsläufig sexuell wird! Wir halten selbst abends auf der Couch auch durchaus oft Händchen oder ich liege zumindest mit meinem Kopf auf seiner Schulter und er legt den Arm um mich. Nur zusammen eng umschlungen einschlafen möchte ich nicht (er schon). Kann dabei einfach nicht schlafen.

Ich kann es total verstehen, wenn man ohne regelmäßige körperliche Nähe keine Beziehung möchte. Ich finde kuscheln eigentlich sogar intimer als Sex und könnte mit meinem Partner nicht darauf verzichten. Zum Glück sieht mein Freund das ebenso. Wie immer ist es wohl eine Frage der Kompatibilität.
 
  • #28
Moin,

meine erste "echte" Freundin und ich sind ganze Kuschelrock-Kassetten durch nur aneinandergeklebt und haben uns schon Chancen im Guinessbuch ausgemalt... im Nachhinein die schönsten und tiefsten Liebesstunden meines Lebens, seufz. Unsere Kinder waren immer in ernster Gefahr, von uns "aufgefressen" zu werden, als sie klein waren, und auch heute noch gehören Küsse und Umarmungen bei ihnen fest dazu. Auch die besten männliche Freunde werden immer umarmt, auch sehr schön, Kratzebacken aneinanderreiben, Muskeln spüren (nun, wir küssen uns nicht, aber auch das wäre nicht 100% unvorstellbar).

Aber das ist eben von echter Zuneigung abhängig, nicht von irgendeinem Kuschel- oder Kuss"bedürfnis" per se. Als die Gefühle verflachten, gab es für meine Verflossene nur noch die "Pflichtküsse" zu Begrüßung und Abschied, natürlich auch beim Sex... aber das war es dann schon auch, hätte ich auch schon drauf verzichten können. Wahrscheinlich muss man schon ein gutes Verhältnis zum eigenen Körper haben, um solche Zärtlichkeiten austeilen und genießen zu können, aber man will sie eben nur geben und empfangen, wenn das Herz "ja" sagt...

manchmal
 
  • #29
Ich persönlich küsse nicht gern, noch nie, in keinem Kontext und mit keinem Mann. Mein Mann fand das immer sehr schade, aber hat sich mit den Jahren daran gewöhnt, weil er einfach versteht, dass es mir nichts gibt. Er besteht allerdings auf den Begrüßung-und Abschiedskuss - glücklicherweise allerdings nur ganz kurz mit geschlossenen Lippen. Umarmungen oder andere körperliche Nähe mag ich nur dann, wenn ich jemand wirklich sehr mag und ich in Stimmung dafür bin (also irgendwie traurig oder ausgelaugt und dann einfach mal ein Anlehnen nötig ist). Menschen, die mir nicht sehr nah sind, berühre ich nicht - nicht mal den typischen Händedruck. Dankenswerterweise stirbt dieser Brauch zwischenzeitlich auch im Berufsleben aus.
Ansonsten gibt es für mich noch körperliche Nähe im sexuellen Kontext, aber dann auch eher zweckorientiert ;-)
Insgesamt bin ich ein Mensch, der wenig körperliche Nähe braucht, z.B. beim schlafen stört mich jede (wenn auch nur zufällige) Berührung - deshalb schlafe ich auch allein.
 
L

Liebescoach

  • #30
Das ist bei jedem natürlich unterschiedlich ausgeprägt... Ich glaube auch, dass dieses Bedürfnis am Anfang der Beziehung mehr ausgeprägt ist und z.B. bei einer langen Ehe weniger wird :). So kuschelt man am Anfang jeden Tag (oder den ganzen Tag :-D) und später nur noch 1x monatlich oder vielleicht sogar gar nicht mehr...