• #571
Liebe Blume,
Von mir auch einen großen Drücker.
Viel Glück für Deine Oma, und Dir da viel Kraft - Mistzeit gerade.

Und Daumen drücken für den KiGa Platz, dieser Kampf sollte nicht mehr sein.

Alles, alles Liebe Dir
Lionne
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #572
Danke @pixi67 und @RoseBlack

Sie kam gestern noch auf die Intensivstation, sie ist schon einmal weggetreten, haben sie aber wieder stabilisieren können.
Leber und Nieren versagen, das halbe Herz ist schon nicht mehr durchblutet und kann die Organe nicht ausreichend versorgen.
Sie wird es nicht schaffen.
Vom Sturz hat sie noch ein Hämatom an der Lunge und eine Lugenentzündung
(war wohl immer Fenster auf im Altersheim).
Sie ist völlig ausgetrocknet (nichts gegessen und getrunken die ganze Zeit im Altersheim - zuhause hat sie wenigstens noch geschnückert und ihren Kaffee getrunken), mehr Flüssigkeit können sie ihr nicht geben, das schafft das Herz nicht.
Das ist alles so schlimm.
Ich wär so gerne bei ihr und würde ihr sagen wie lieb ich sie hab 🥺
wir sollen uns später nochmal melden und dürfen sie dann wahrscheinlich auch besuchen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #573
Sie kam gestern noch auf die Intensivstation, sie ist schon einmal weggetreten, haben sie aber wieder stabilisieren können.
Leber und Nieren versagen, das halbe Herz ist schon nicht mehr durchblutet und kann die Organe nicht ausreichend versorgen.
Sie wird es nicht schaffen.
Gute Besserung und Dir viel Kraft. Klingt nach einem Altersheim, in dem die Versorgung nicht ganz op ist, vorsichtig ausgedrückt...
 
  • #574
Liebe Blume,

Dir ganz viel Kraft.
Dass sie Dir ein besonderer Mensch ist, Deine Liebe spürt man immer wieder.

Schau zu, dass Du bei ihr bleiben kannst. Da bleibe stur, das kannst Du.

Begleite sie beim Gehen, Du bist ihr wichtig, Du liebst sie, sie Dich.
Sag Du ihr nochmal Danke... Versucht ein Lachen...

Alles, alles Liebe, auch für Deine Oma.

Lionne
 
  • #575
Gute Besserung und Dir viel Kraft. Klingt nach einem Altersheim, in dem die Versorgung nicht ganz op ist, vorsichtig ausgedrückt...
Danke.
Leider ja, bin am überlegen den Vorfall der zuständigen Heimaufsicht zu melden, aber vermutlich wird sich nichts tun... eine Krähe pickt der anderen kein Auge aus. Ihr Rollator war am anderen Ende des Zimmers

Der Arzt hat nochmal angerufen, ihr Herz-Kreislaufsystem ist nur aufgrund der Medikation die ihr verabreicht wird, noch stabil, sie ist an der Dialyse. Wenn sie nicht mehr möchte sollen wir sie gehen lassen, es sei nur noch Quälerei für sie.
Man kann nicht sagen ob sie nochmal wird und sich fängt.

Wir dürfen sie am Nachmittag besuchen, wir wollen dann nochmal mit ihr sprechen (sie ist wohl voll ansprechbar und auch nicht so wie das Altersheim sagt nicht bei Sinnen, sie ist voll da und klar) und dann entscheiden. Sowas ist schon wirklich sehr schwer zu entscheiden. In ihrer Patientenverfügung (die der Arzt nicht unterschreiben wollte vor Jahren, weil sie nicht mehr zurechnungsfähig sei- ist dann wohl nicht gültig) steht, dass alles gemacht wird um ihren Zustand zu verbessern/ das Leben erhalten werden soll.
Manchmal ist es doch auch so, man möchte nicht mehr leben aber dann wenn es wirklich darum geht es zu beenden, schafft man es nicht und der Lebensmut kommt zurück, von allein...
Ich weis nicht ob ich es schaffe dem Arzt zu sagen er soll aufhören sie stabil zu halten, wenn Oma sich entschieden hat zu gehen.
Ich kann das nicht, ich würde mir Vorwürfe machen, es ist anders als bei Opa.
Opa war nicht mehr ansprechbar, Oma bekommt alles mit. 🥺

Danke Lionne, das werde ich machen ❤️ Oma ist ein ganz besonderer Mensch für mich, ich kann nicht entscheiden sie gehen zu lassen.
 
  • #576
Leider ja, bin am überlegen den Vorfall der zuständigen Heimaufsicht zu melden, aber vermutlich wird sich nichts tun... eine Krähe pickt der anderen kein Auge aus. Ihr Rollator war am anderen Ende des Zimmers
Ich hatte auch so eine Situation. Die Heimleiterin war froh, dass sie eine klare Aussage hatte und der Mitarbeiter ist geflogen. Ich habe in dem Heim aber insgesamt viele engagierte Mitarbeiter erlebt.
Wenn sie nicht mehr möchte sollen wir sie gehen lassen, es sei nur noch Quälerei für sie.
Eine schwierige Entscheidung. Aber:
In ihrer Patientenverfügung ...steht, dass alles gemacht wird um ihren Zustand zu verbessern/ das Leben erhalten werden soll.
Eigentlich eine eindeutige Aussage und ob der Arzt das unterschreiben wollte, ist uninteressant. Wenn Du denkst, sie möchte das so und wenn es dort steht, dann würde ich das so unterstützen und umsetzen. Auch wenn Du es für Dich anders wolltest.
Ich weis nicht ob ich es schaffe dem Arzt zu sagen er soll aufhören sie stabil zu halten, wenn Oma sich entschieden hat zu gehen.
Liebe zu Eltern oder Großeltern ist, ihren Willen zu respektieren. Dafür ist ganz wichtig, ihn zu kennen...
Ich kann das nicht, ich würde mir Vorwürfe machen, es ist anders als bei Opa.
Meine Mutter hatte dazu eine andere Sicht, entsprechend habe ich das umgesetzt. Du brauchst kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn Du ihren Willen erfüllst. Was der eine als Quälerei empfindet, kann für den anderen ein Stück Leben sein.

Für solche Situationen sind generell Patientenverfügungen wichtig. Und noch wichtiger ist es, frühzeitig offen darüber zu sprechen.
 
  • #577
Das tut mir sehr Leid für dich und deine Omi liebe @Blume94 💐
M50
 
  • #578
Ich wär so gerne bei ihr und würde ihr sagen wie lieb ich sie hab 🥺
Bei uns im Krankenhaus ist es so, dass Palliativpatienten oder auf Intensiv mehrere Besucher haben dürfen. Wenn es bei euch anders ist, dann könnt ihr vielleicht nacheinander einzeln rein?.. 🙄Blume, dir viel Kraft, vielleicht ist das für deine Oma besser, zu gehen, das ist wirklich Qual. Ich habe Mitschülerin, die in Geriatrie gearbeitet hat und meint, da wollten viele nicht mehr, wurden aber immer wieder wiederbelebt, weil entweder keine Angehörige, die entscheiden konnten oder es gab keine Patientenverfügung. Sogar die Ärzte waren oft der Meinung, es ist nur Frage der Zeit, man sollte die Alten nicht unnötig quälen, aber sie mussten sie immer wieder "holen".
Die Beschwerde würde ich auf jeden Fall einlegen und dazu noch richtig Radau machen, schau, wer in deiner Familie kämpferisch ist, bei uns wurde so ein Heim doch zugemacht, da zuviel Beschwerden, also es ist nie sinnlos.
 
  • #579
Ich habe Mitschülerin, die in Geriatrie gearbeitet hat und meint, da wollten viele nicht mehr, wurden aber immer wieder wiederbelebt, weil entweder keine Angehörige, die entscheiden konnten oder es gab keine Patientenverfügung. Sogar die Ärzte waren oft der Meinung, es ist nur Frage der Zeit, man sollte die Alten nicht unnötig quälen, aber sie mussten sie immer wieder "holen".
Ich glaube auch, dass es der Standard ist, dass einfach alles medizinisch Mögliche getan werden muss. Dafür braucht man keine Patientenverfügung. Die braucht man, wenn man von diesem Standard abweichen will, also eben KEINE lebensverlängernden Maßnahmen.

Sie kam gestern noch auf die Intensivstation, sie ist schon einmal weggetreten, haben sie aber wieder stabilisieren können.
Leber und Nieren versagen, das halbe Herz ist schon nicht mehr durchblutet und kann die Organe nicht ausreichend versorgen.

Der Arzt hat nochmal angerufen, ihr Herz-Kreislaufsystem ist nur aufgrund der Medikation die ihr verabreicht wird, noch stabil, sie ist an der Dialyse. Wenn sie nicht mehr möchte sollen wir sie gehen lassen, es sei nur noch Quälerei für sie.
Wenn ein Arzt das so bewertet, dann würde ich das ernstnehmen, denn üblicherweise versuchen sie alles, was geht.

Du sagst, deine Oma sei ansprechbar und wach.
Sie wird Angst haben und sich sehr allein fühlen.
Ich würde Himmel und Hölle in Bewegung setzen, dass immer einer bei ihr sein kann, rund um die Uhr.
Trotz Corona-Besuchsverboten gibt es da, soweit ich weiß, Ausnahmen bei sterbenden Menschen.
Begleite sie, sei für sie da, halte ihre Hand, flösse ihr kleine Mengen Flüssigkeit ein, befeuchte ihre Lippen, streichle ihr Gesicht, singe ihr vor, vor allem Lieder aus ihrer Kindheit, laß sie nicht allein.
Aber lass sie gehen.

Hinweis: mein Vater hatte einen sehr atypisch langen Demenzverlauf, insgesamt 20 Jahre, davon die letzten 10 in einem Pflegeheim. Und so habe ich viele Leidensgenossen kommen und gehen sehen. Gehen = sie sind gestorben, und zwar i.d.R. an eben diesem multiplen Organversagen und nicht wenige eben auch an Lungenentzündung, die man übrigens nicht wegen offener Fenster bekommt, sondern wegen andauernden Liegens.
Meine Mutter, die täglich viele Stunden bei ihm war und sehr leicht Kontakt bekommt, kannte alle Angehörigen, daher wissen wir das.

w 53
 
  • #580
Ich glaube auch, dass es der Standard ist, dass einfach alles medizinisch Mögliche getan werden muss. Dafür braucht man keine Patientenverfügung. Die braucht man, wenn man von diesem Standard abweichen will, also eben KEINE lebensverlängernden Maßnahmen.
Das meine ich ja - wenn keine Patientenverfügung über Abstellen der Rettungsmassnahmen da ist, ist der Arzt gezwungen, Patienten zu retten, egal ob er mündlich will oder nicht.
 
  • #581
Danke Lionne, das werde ich machen ❤️ Oma ist ein ganz besonderer Mensch für mich, ich kann nicht entscheiden sie gehen zu lassen.
Blümchen, das tut mir so leid für Dich, aber mache es ihr leicht. Was unsere Eltern betrifft, sagen meine Schwester und ich uns immer, sie hatten die beste Zeit. Beide starben sehr lange vor Corona. Unsere Mutter war am Schluß in einem sehr guten Pflegeheim. Wir hatten z.B. eine Patientenverfügung, aber in die andere Richtung. Sie war bei klarem Verstand und wollte nicht gequält werde. Am Schluß wollte sie weder essen und dann auch nichts flüssiges mehr zu sich nehmen und das ist das Zeichen.
Eine Schwester versuchte ihr nach dem Wachwerden vom Mittagsschlaf mit einem Schwamm etwas Wasser zu geben. Nach ein paar Minuten schlief sie wirklich lächelnd ein. Eine Gnade...sie wurde 84.
Jetzt in dieser Zeit möchte ich das nicht mehr erleben, liebe Blume. Vor ein paar Tagen hatte ich mir im ARD den Film mit Ulrich Tukur " Meeresleuchten" angeschaut. Da ging es ums Loslassen. Der Verstorbene will es so um selber in Ruhe und Frieden gehen zu können, verstehst Du?
Am Ende war der Film etwas kitschig, aber die Kernaussage war ja: Das Sterben ist Nichts, es ist leicht. Es kommt darauf an, dass man sein Leben lebt. Ich mag den Tukur, weil er mich so an meinen Vater erinnert...so war er.
Und wir sind jetzt beim Sterben angelangt.
Also, liebes Blümchen..bleibe stark.
 
  • #582
Liebe Blume,

Es ist traurig.
Aber - Ich zumindest glaube daran.
Irgendetwas bleibt.
Mindestens Deine Erinnerungen, das Gefühl der Liebe, des Geliebtwerdens.

Ich habe vor langer Zeit meinen Bruder verabschieden müssen, es war am Ende für ihn eine Erlösung - Knochenkrebs.
Den letzten gemeinsamen Sonntag, als wir beide noch gemeinsam kochten, lachten - und es klar war, dass das Ende greifbar ist, trotzdem - werde ich nie vergessen. Danach brauchte er Morphium, es ging zum Glück schnell.
Er ist wirklich im Frieden mit sich gegangen.

Und in einer Zeit, als es mir wirklich mies ging, da hatte ich das Gefühl, er war in einer gewissen Form da, zum Mutmachen... Kann man glauben oder nicht. Ich spürte es so. Mir hat es Kraft gegeben.

Auch Deine Oma wird Dir in anderer Form bleiben, aber lass sie jetzt, wenn sie soweit ist, gehen, und begleite sie dabei.

Lionne
 
  • #583
... da wollten viele nicht mehr, wurden aber immer wieder wiederbelebt, weil entweder keine Angehörige, die entscheiden konnten oder es gab keine Patientenverfügung. Sogar die Ärzte waren oft der Meinung, es ist nur Frage der Zeit, man sollte die Alten nicht unnötig quälen, aber sie mussten sie immer wieder "holen".
Ich bin da völlig Deiner Meinung und habe bei meiner Mutter sämtliche Maßnahmen untersagt bzw. die Einleitung von vorneherein verhindert. Da gab es aber eine eindeutige Aussage von ihr und wir haben vorher viele Gespräche zu dem Thema geführt.
In dem Fall hier gibt es eine Patientenverfügung mit "ich möchte weitestgehend behandelt werden bis zuletzt", wenn ich das richtig verstehe. Dann ist die Lage eindeutig. Es bleibt nur, sie zu begleiten. Da finde ich die derzeitige Situation in Krankenhäusern skandalös.
 
  • #584
Liebe @Blume94,

Dieses Jahr vor 20 Jahren ist mein Opa gegangen. Als Kind habe ich ihn “nur“ 1-2x im Jahr gesehen, trotzdem ist er (immer noch) mein Lieblingsmensch und meine Gedanken und Gefühle an ihn in mir ein wärmender Sonnenstrahl. Das Bild ist verblasst, das Gefühl geblieben.

Alles Gute

M52

Gerade fühlt sich wohnen und leben sehr gut an. Die Sonne lacht durchs Fenster, der Blick wandert vom Sessel am Kamin übers grüne Land weit in die Ferne zum Horizont an einen Federwolken besetzten blauen Himmel:
“Hier bin ich Mensch, hier darf ich‘s sein!“ [WG]
 
  • #585
Vielleicht spricht es sich jetzt, im aufkommenden Frühjahr, am leichtesten darüber - weil mit dem wachsenden Leben in der Natur deutlich wird, dass alles was uns irgendwann verlässt durch neues Leben ersetzt wird (nein, ich glaube nicht an das Leben nach dem Tod - aber an die Natur).

Ich habe schon lange eine Patientenverfügung aber - und das ist noch wichtiger! - auch eine Vorsorgevollmacht. Was die Patientenverfügung betrifft, wissen wir (fast) alle Bescheid, sie muss auch durch niemanden beglaubigt werden.
Die Vorsorgevollmacht dagegen muss notariell beglaubigt sein. Darin kann man eine Person (+ evtl. Stellvertreter) des eigenen Vertrauens festlegen, die dann im entsprechenden Fall (Demenz o.ä.) die „Geschäfte« für einen übernimmt.
Dies bedeutet, dass keine Behörde (oder wer auch immer) etwas anordnen kann (z.B. Entmündigung), was diese selbst gewählte Vertrauensperson für einen ablehnt. Das klingt vielleicht »überflüssig«, aber ich habe in meinem Umfeld erlebt, wie eine an Demenz Erkrankte der Vormundschaft eines vom Amt bestimmten Notars unterstellt wurde - ihre eigenen Kinder konnten damit nichts mehr bestimmen, selbst über das Vermögen bestimmt dann der amtlich eingesetzte Vormund.

Es ist Unsinn, solche Schritte am Alter festzumachen - denn wir können in jedem Alter in eine schwierige Situation kommen.

So: jetzt wieder der Blick aus dem Fenster, ins Grüne!
 
  • #586
Oma ist ein ganz besonderer Mensch für mich, ich kann nicht entscheiden sie gehen zu lassen.
Das Thema hatte ich vor 2 Jahren ... mein Vater.
Es gab eine Patientenverfügung - ich habe dann (auch aufgrund einer Lungenentzündung) entschieden, dagegen zu verstossen. Jämmerlich ersticken lassen - das konnte ich nicht.

Du hattest viele Jahre mit deiner Oma - und kannst einschätzen, was in ihrem Sinne ist. Das ist etwas, woran du dich halten kannst. Einfach ist es nicht, aber das war mein Gedanke, der mich geleitet hat.
Vielleicht hilft dieser Gedanke dir auch, das Richtige zu tun.
Einschlafen und nicht mehr aufwachen - das wollte mein Vater. Und das hat er so geschafft. Er hat nochmals die Sonne gesehen - und seinen Mittagsschlaf nicht mehr beendet. Friedlich einschlafen lassen - das ist irgendwann das Letzte, was du noch tun kannst.
Ganz viel Kraft ......
 
  • #587
Danke euch allen, ihr seid so lieb ❤️

Wir durften sie 2 Stunden sehen und morgen auch noch einmal.
Das ist so schlimm, ihr Kopf ist noch klar.
Sie ist unglaublich schwach, alles kostet sie so viel Kraft, aber sie versteht uns, nickt und spricht ein paar Worte.
Ich habe sie nochmal gefragt was sie möchte und sie sagt, es ist „ärgerlich aber ich möchte leben und wieder nach Hause“
Ich hoffe so sehr auf ein Wunder.
Wir haben uns entschieden im Härtefall keine Reanimation und auch keine künstliche Beatmung.
Die Dialyse haben sie noch nicht begonnen, es wir abgewartet, dich ihr Blutdruck ist zu schwach, er wird künstlich gepuscht, da er sonst nur bei 60 wäre. Eine Dialyse könnte ihr nicht gut tun.
Sie wird ernährt, bekommt Flüssigkeit, Antibiotika wegen der Lungenentzündung und Sauerstoff. Ihre Nierenwerte werden ganz langsam von alleine besser, ihre Leber hat sich aber noch nicht berappelt.
Leider hat es sie Faustdick erwischt, multiples Organversagen, Lungenentzündung, ein so schwaches Herz, diverse Vorerkrankungen und ein hohes Alter.
Sie sagt sie hat keine Schmerzen und möchte kämpfen. Ich wünsche mir so sehr einen Schutzengel für sie, auch wenn die Ärzte wenig optimistisch sind.
Ach man, das ist so schlimm.
Der Kopf ist noch da und der Wille aber der Körper ist dabei aufzugeben.
Ich hab ihr gesagt wie lieb ich sie habe und das wir sie noch brauchen und Opa noch auf sie warten muss, dass sie kämpfen soll.
 
  • #589
Aber wofür kämpfen? Vielleicht ist es ja auch gut für sie zu gehen?
Das sehe ich auch so. Einfach einschlafen ist ein schöner Tod. Jeder Mensch stirbt irgendwann. Zusätzliche Maßnahmen erschweren das manchmal. Den Tod einfach akzeptieren, es ist normal zu sterben.

Natürlich ist ein Abschied schwer. Aber man muss es sich nicht noch schwerer machen. Letztendlich führt kein Weg an diesem Abschied vorbei.
 
  • #590
Aber wofür kämpfen? Vielleicht ist es ja auch gut für sie zu gehen? Vielleicht erschwert man auch nur den Übergang für den Sterbenden, wenn man "zieht". Oft gehen sie dann, wenn dann keiner im Raum ist.
Und deswegen ist das Loslassen angesagt. Lass die gehen, Blume. Die spürt es, dass du sie fest hältst und die hat keine Kraft mehr zum Kämpfen. Sie hat ein gesegnetes Alter erreicht.
 
  • #591
Und deswegen ist das Loslassen angesagt. Lass die gehen, Blume. Die spürt es, dass du sie fest hältst und die hat keine Kraft mehr zum Kämpfen. Sie hat ein gesegnetes Alter erreicht.
Sie hat gesagt, dass sie noch leben möchte und da kann man (meine Meinung) nicht einfach beschließen, sie bekommt nun nichts mehr zu essen, zu trinken damit es schneller geht.
Für eine Dialyse ist sie zu schwach.
Sie bekommt Medikamente fürs Herz-Kreislauf-System, Antibiotika, Nahrung und Flüssigkeit, sie trinkt auch mit Hilfe aus einem Becher. Wenn sie instabil werden sollte, ihr Kreislauf versagt, sie beatmet werden müsste , werden keine Maßnahmen ergriffen um sie zurück zu holen oder künstlich weiter am Leben zu halten, dann lassen wir sie gehen. Sie soll kein Leben an Maschinen haben und ewig lange gequält werden, wenn der Körper aufgegeben hat.
Wir haben so entschieden wie es uns der Arzt auch geraten hat.

Ihre Werte verbessern sich ein bisschen, es kann aber auch jeder Zeit wieder anders sein, das kann man nicht sagen und wird sich zeigen.
Sie hat keine Schmerzen sagt sie und bekommt auch keine Schmerzmittel.

Das ist nicht so einfach, wir wollen nicht gegen ihren Willen entscheiden/handeln und den besten Weg finden ihr zu helfen und das zu tun was sie sich wünscht.
Es ist schlimm sie da so liegen zu sehen, so schwach aber trotzdem so klar, wie konnte das nur so schnell passieren.
Wenn sie friedlich ohne Schmerzen einschläft dann ist das genau das was man sich wünscht wenn man geht. 🥺
 
  • #592
Liebe Blume,

Natürlich folgt ihr ihrem Willen, seid einfach für sie da.
Ich würde nur schauen, dass ihr so lange bei ihr bleiben könnt wie ihr und sie es wollt.

Alles Liebe
Lionne
 
  • #596
Ich würde nur schauen, dass ihr so lange bei ihr bleiben könnt wie ihr und sie es wollt.
Das haben wir gemacht, sie ist heute Vormittag friedlich eingeschlafen, hatte keine Schmerzen. Ich werde sie unendlich vermissen, hab sie ganz tief in meinem Herzen und bin so dankbar einen so tollen Menschen wie meine Oma zu haben, die war immer für mich da, hat mich großgezogen.
Im Herzen und in meinen Erinnerungen wird sie immer da sein.
Ich brauche Zeit zu verstehen, dass sie nicht mehr da ist, dass ich sie nicht mehr besuchen kann, nicht mehr mit ihr reden, lachen kann, es ist so unwirklich, was passiert ist.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #599
Liebe Blume, dass Du jetzt trauerst ist gut und normal. Nimm Dir dafür alle Zeit, die Du brauchst. Eines kann ich Dir versprechen, sie ist bei Euch und ihr geht es jetzt gut, sie hat es geschafft...
Alles Liebe und ganz viel Kraft für Dich.
 
  • #600
Ich brauche Zeit zu verstehen, dass sie nicht mehr da ist, dass ich sie nicht mehr besuchen kann, nicht mehr mit ihre reden, lachen kann, es ist so unwirklich was passiert ist.

Ich schließe mich an, nimm Dir die Zeit.
Und vielleicht magst Du Dir einen Platz suchen, Wertungen Lieblingsplatz, wo Du Dich hinsetzen kannst, an sie denken... Sie in Gedanken spüren..

Auch mein Mitgefühl.
Lionne
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Top