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  • #1

Ex/Kindesmutter unterbindet Kontakt außerhalb der Umgangszeit

Meine Exfreundin hat sich vor 2 Jahren von mir wegen einem anderen Mann getrennt und ist mit unserer Tochter (damals 7) ohne Vorankündigung aus unserer gemeinsamen Wohnung ausgezogen. Ich durfte das Kind zunächst unter fadenscheinigen Vorwänden nicht mehr sehen (es sollte heile Familie mit dem neuen Freund gespielt werden) und musste den Umgang gerichtlich regeln lassen, obwohl von Geburt an gemeinsames Sorgerecht besteht.

Der Umgang findet nun per Gerichtsbeschluss an jedem zweite Wochenende von Sa 9:00 Uhr bis So 18:00 Uhr, an jedem zweiten Weihnachtsfest und jeweils in den ersten drei Wochen der Sommerferien statt. Dazu ist zu sagen, dass meine Ex jetzt 150 km weit entfernt wohnt und mehr Umgang organisatorisch nicht möglich ist. Ich habe das Kind zu den angegebenen Uhrzeiten abzuholen und zurückzubringen.

Meine Ex ist der Meinung, dass außerhalb der genannten Zeiträume kein Kontakt zwischen Vater und Kind stattzufinden braucht. Also auch nicht an verlängerten Wochenenden mit Brückentagen und telefonisch. Wenn ich versuche, unsere Tochter unter der einzigen mir bekannten Telefonnummer zu erreichen, wird das Gespräch grundsätzlich nicht angenommen oder weggedrückt. Außer an der Wohnungstür ist somit auch keine Kommunikation mit meiner Ex möglich. So kann ich trotz gemeinsamem Sorgerecht am Alltag und an der schulischen Entwicklung nicht teilhaben. Kürzlich habe ich unserer Tochter mein altes Handy geschenkt, damit wir darüber telefonieren können, aber dieses wurde natürlich sofort von meiner Ex einkassiert.

Habe ich als "entsorgter Vater" die Situation so hinzunehmen?

m39
 
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  • #2
Nein, du musst die Situation nicht so hinnehmen. Dein Kind hat schließlich ein Recht auf Umgang mit Dir! So wie die Sache aussieht, spielt hier PAS eine Rolle - Google mal danach.

Allerdings stehst du in einer Reihe mit ganz vielen entsorgten Zahlvätern, die ihre Pflichten erfüllen müssen, ihre Rechte aber nicht wahrnehmen dürfen, weil es der Mutter nicht gefällt.

Allein die Tatsache, dass dein alles Handy einkassiert wurde, spricht Bände.

Wende dich zur Not nochmals an deinen RA. Die KM hätte es zwar gerne, dass du vollends aus dem Leben verschwindest und wird sicherlich euer Kind in den dazwischenliegenden Tagen entsprechend manipulieren.

Daher sei gesagt: Geniesse jetzt noch die Zeit, die du mit dem Kind verbringen darfst, je älter das Kind wird, um so eher wirst du deine Umgangszeiten - obwohl festgeschrieben - nicht mehr durchsetzen können und mit dem Kind gemeinsam verbringen. Dafür wird die KM, auch aufgrund der jahrelangen Manipulation sorgen. Ich spreche aus Erfahrung!
 
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  • #3
Lieber FS,
ich selbst kenne die Situation aber genau aus der anderen Perspektive. Ich habe meinen Mann verlassen und seither leben unsere 2 Kinder bei mir. Daneben habe ich einen neuen Freund, der aber nicht bei uns wohnt. Allerdings und das ist bei uns komplett anders als bei euch, darf mein Mann die Kinder sehen und mit ihnen telefonieren, wenn es allen passt. Am Besten so oft wie möglich, denn es tut ihnen gut und es tut ihm gut. Immerhin ist er der leibliche Vater. Ich vermute bei euch steckt ein großer unausgesprochener Konflikt dahinter, anders kann ich es mir nicht erklären. Ohne dabei einen Schuldigen festzumachen, was war der Grund ihres Auszuges? Was ist bei euch passiert? Oft merkt man erst aus der Entfernung, welche Verletzungen man selbst erfahren und welche man auch verursacht hat. Erst wenn diese Punkte aufgearbeitet wurden z.B. in vielen gemeinsamen Gesprächen, dann ist auch ein verständnisvoller und rücksichtsvoller Umgang miteinander möglich. Also kläre als erstes: Was kannst Du tun, um die Beziehung zu verbessern. Übst Du all Deine finanziellen Pflichten vollständig aus, gehst Du freundlich auf die Probleme ein, hast Du Dich für Verletzungen, falsch gewählte Worte auch entschuldigt. Oft sieht man nur seine eigene Seite, aber man muss auch mal die Perspektive ändern. Gleiches gilt natürlich für Deine Frau. Versuche sie als "Verbündete" für dich zu gewinnen. Spiel nicht mit Provokation, Machtdarstellung etc. Verlorenen Respekt und verlorenes Vertrauen wieder aufzubauen dauert seine Zeit. Gib nicht auf, aber behalte immer das Ziel vor Augen. Es geht in erster Linie um das Wohl des Kindes, behaltet das im Auge. Was ihr jetzt kaputt macht, hinterlässt bei Eurer Tochter Spuren, die Ihr verleicht erst viel später wahrnehmt, aber dann ist es zu spät. Ich wünsche Dir viel Glück bei allem. Ubrigens finde ich den Spruch: "Liebe beginnt mit Geben" ganz toll. Genauso ist es mit solchen Konflikten. Einer muss erst mal anfangen, ihn auflösen zu wollen, d.h. einer muss seine Schuld erst mal eingestehen ihne dabei Vorwürfe zu erheben. Oft zieht der andere dann nach und überdenkt auch mal sein Verhalten.
 
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  • #4
Ich glaube, es gibt inzwischen Selbsthilfegruppen für Männer / Väter, weil so etwas nicht selten vorkommt.
Haben die nicht auch gerichtlich grundsätzlich durchgesetzt, dass bei einer Scheidung das gemeinsame Sorgerecht der Regelfall ist ?

Google das doch mal, du findest sicher so eine Gruppe, wo man dir viel raten kann oder du dich unterhalten kannst.

Noch hilfloser als du sind die Eltern, bei denen das Kind wohnt, die gerne möchten, dass der andere Elternteil Kontakt hat und der das einfach nicht macht.
Oder nur, wenn ihm danach ist.
Und man miterlebt, wie das Kind darunter leidet.

Meine Tochter stand mit drei Jahren am Fenster im Flur und wartete in Schuhen und Jacke auf ihren Vater.
Der kam aber immer zu spät, manchmal eine Stunde.
Manchmal gar nicht, ohne abzusagen.

( sie konnte damals schon die Uhr lesen, konnte sich mit den Wochentagen gut orientieren und sie wußte um die Verabredungen, sonst hätte ich einfach nichts gesagt und dann wäre er halt einfach da gewesen oder eben nicht ).

Ich sagte immer, sie solle sich erst anziehen, wenn er da sei.
Das wollte sie aber nicht.
Und ich sagte, sie solle im Wohnzimmer warten, sie wollte aber am Fenster stehen.

Wenn er gar nicht kam und sie vielleicht zwei Stunden gewartet hatte, war sie nach vielem Zureden bereit, reinzukommen.
Sie hat nicht geweint, war nur sehr still und hat einfach so da gesessen.

Es war HERZZERREISSEND !

Ich habe ihm das genau geschildert, aber er sagte nur, ihm sei nicht danach gewesen und er habe es emotional nicht geschafft.
Es war ihm egal, ob sein Kind leidet.

Wie geht man als Mutter damit um ?
Man hat keine Handhabe.
Man kann ihn nicht zwingen.
Man kann nur versuchen, das mit viel Liebe und noch mehr Zuverlässigkeit auszugleichen.


w 47
 
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  • #5
Ohne dabei einen Schuldigen festzumachen, was war der Grund ihres Auszuges?

Wie bereits geschrieben, war der Grund ein anderer Mann. Sie hat sich von ihm beim Einkaufen anflirten lassen und sich dann mit ihm über ein halbes Jahr lang heimlich getroffen (offiziell war "Mädelsabend"), während ich zu Hause auf unser Kind aufgepasst habe. Die Trennung lief dann so ab, dass sie nebst Kind und diversen Möbeln etc. eines Tages einfach weg war.

Allerdings sollte diese Geschichte meiner Meinung nach nicht das Geringste mit dem Umgang Vater-Kind zu tun haben!

FS
 
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  • #6
Kann ich schon verstehen, dass bei deiner Ex das Vertrauen weg ist, nachdem du gerichtlich geklagt hast. Ich verstehe nicht, wieso du einen gerichtlich festgelegten Umgang eingeklagt hast, dann jedoch wieder etwas ganz anderes willst. Ist doch klar, dass auch nur das gilt und du nicht danach alles Mögliche erwarten kannst. Dann müsstest du ja nochmal neu verhandeln.

Denke daran, dass diese Dauerstreitigkeiten mit deiner Ex und deine fehlende Wertschätzung für die Mutter deiner Tochter nicht gut sind. Deine Tochter spürt das, sie leidet darunter, hin und hergezerrt zu werden und es besteht die Gefahr, dass sie sich mit zunehmendem Alter deswegen von dir abwendet, wenn du ihr nicht vorlebst, wie erwachsene Eltern mit gemeinsamem Sorgerecht eigentlich miteinander umgehen sollten.
 
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  • #7
Was ist denn mit den Ferien? Evtl. war es ein Fehler, den Gerichtsbeschluss so zu akzeptieren. Ein Grundschulkind hat ja jede Menge Schulferien und vielleicht wäre es besser gewesen, eine Regelung zu finden, dass das Kind auch in den Oster- und Herbstferien jeweils eine Woche bei dir sein kann.

Vielleicht kann man das ja nachträglich noch regeln.

Du bist kein "entsorgter Vater". Ich finde den Ausdruck furchtbar selbsterniedrigend. Du bist einfach der Vater. Die Beziehung zur Mutter hat nicht geklappt und sie und das Kind wohnen weit weg und du tust alles dafür, für dein Kind da zu sein.

Die Tochter muss ja jetzt 9 Jahre alt sein. Da haben Kinder heutzutage häufig schon ein Smartphone und Whatsapp, jedenfalls in der Großstadt. Du siehst deine Tochter jedes zweite Wochenende, wie sieht sie die Sache denn? Ein 9jähriges Kind kann ja selbst auch schon Druck auf die Mutter ausüben.

m
 
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  • #8
Ich finde es wirklich schade was einige Eltern ihren Kindern an tun!

Ein 7 Jahre altes Kind, das akzeptiert nicht so einfach einen neuen Mann als Vater und keine Frau kann da auf Heilefamilie machen. Es gibt auch kaum Männer die einen fremdes Kind so annehmen, wie ihr eigenes, vor allem bei dem Alter des Kindes.

Trennungen passieren und ab und zu gehen die Wege mehr als 10km auseinander.

Man müsste die andere Seite höheren, um wirklich ein Urteil abzugeben. Keine Frau stimmt nach der Geburt einem geteilten Sorgerecht zu, wenn sie mit dem Mann später so umgeht.

Ich finde - der FS hat hier ein paar Haken, die wirklich bis zum Himmel stinken. Das Kind und er haben trotzdem ein Recht auf einander, wenn diese Beziehung dem Kind nicht schadet.
 
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  • #9
Kann ich schon verstehen, dass bei deiner Ex das Vertrauen weg ist, nachdem du gerichtlich geklagt hast. Ich verstehe nicht, wieso du einen gerichtlich festgelegten Umgang eingeklagt hast, dann jedoch wieder etwas ganz anderes willst. Ist doch klar, dass auch nur das gilt und du nicht danach alles Mögliche erwarten kannst. Dann müsstest du ja nochmal neu verhandeln.

Die arme Ex. Zuerst wird sie dazu gezwungen, ihren Freund zu betrügen und ihn zu verlassen. Dann will sie ihm den Umgang mit dem Kind komplett verbieten aber die bösen Gerichte spielen da nicht mit und gestehen dem Vater neben seinen Zahlungsverpflichtungen auch noch zu, dass er seine Tochter hie und da sehen darf. Schon klar, dass da das Vertrauen weg ist.

Was bleibt einem Vater denn anderes übrig, als zu klagen und sein Recht auf sein Kind gerichtlich feststellen zu lassen? Oft genug torpedieren die Mütter ja auch so festgelegte umgangszeiten. Da ist halt kurzfristig was dazwischen gekommen, sodass der Vater das Kind nicht abholen kann. Oder das Kind wird unter der Woche indoktriniert, wie böse der Vater doch sei. Es wird alles getan, um das Kind vom Vater fernzuhalten und ihm zu entfremden.
 
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  • #10
Idealerweise verbringt das Kind 50% der Zeit bei jedem Elternteil und alles wird einvernehmlich ohne Jugenamt, Anwälte und Gericht geregelt. Das Umgangsrecht des Kindes und die entsprechende Pflicht beider Elternteile, den Umgang auszuüben und zu ermöglichen, ergibt sich bereits aus dem Grundgesetz und dem BGB.

Spielt der Elternteil, bei dem das Kind seinen Lebensmittelpunkt hat, nicht freiwillig mit, werden auf Antrag des Umgangselternteils von den Familiengerichten bei schulpflichtigen Kindern regelmäßig folgende Umgangszeiten verbindlich festgelegt:

- Jedes zweite Wochenende von Freitag Nachmittag bis Montag Morgen und zusätzlich jede Woche eine Übernachtung an einem Wochentag, wobei das Kind direkt von der Schule abgeholt und wieder dorthin gebracht werden kann
- Die Hälfte aller(!) Schulferien
- Wechselweise alle(!) gesetzlichen Feiertage (einschl. Weihnachten)
- Empfindliches Ordnungsgeld bei Nichteinhaltung

Sind wegen größerer räumlicher Entfernung Einschränkungen zu machen, kann z.B. statt der wöchentlichen Übernachtung ein telefonischer Umgang angeordnet werden, z.B. jeden Mittwoch 20:30-21:00 Uhr vor dem Zubettgehen.

Du sieht also, dass der dir vorliegende Gerichtsbeschluss ziemlich dürftig ausgefallen ist (ich vermute einen Anwalt auf Kuschelkurs) und dringend änderungsbedürftig ist. Du solltest auch gleich abklären lassen, ob Dir eine anteilige Fahrtkostenerstattung zusteht, denn Du hast die derzeitige Enfernung ja nicht geschaffen.

M
 
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  • #11
Kann in solchen Fällen nicht noch mal ein Rechtsanwalt oder das Jugendamt beraten? Ich würde das auch nicht so laufen lassen. Abdrängen lassen. Ich frage mich ob man da nicht auch mit dem neuen Lebenspartner mal drüber reden kann, falls die denn zusammen im Alltag leben. Ich kann das gar nicht glauben das sich ein Mann bei einer Frau mit fremden Kind so instrumentalisieren lässt und nicht merkt das der richtige Vater weggedrückt wird? Deine Tochter war damals schon sieben. Also durchaus schon im ersten Schuljahr und hat das dann auch bewusst erlebt. Wollte die den überhaupt? Was wenn er abspringt? Was wird dann mit deinem Kind? Schon alleine dafür musst du doch als echter Vater dann da sein. Denn irgendwann hat sie dir das Kind so entfremdet dass ihr am WE und in den Sommerferien nix mehr miteinander anfangen könnt. Die 150 km wirst du wahrscheinlich nicht in die Waagschale werfen können, da heißt es dann eher früher fahren. Aber ich würde versuchen solche Dinge wie 'Anrufe nicht beantworten und wegdrücken' zu dokumentieren. Dokumentation von allem könnte wichtig werden brauchst greifbare Beweise. Dann musst du natürlich genauestens informiert sein was dir zu wissen zusteht. Z. B. Schulische Leistungen. Du kannst es nicht rausfinden? Wieder dokumentieren. Was deine Tochter will ist vielleicht auch nicht unerheblich. Aber eben erst wirklich genau informieren. Das ist das erste was dir hilft und was du machen musst. Und dann auch konsequent handeln und flott durchziehen. w47
 
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  • #12
Lieber Fs,

ich empfehle der Mutter einen Brief zu schreiben, den von einem sachlichen Freund oder Rechtsanwalt querlesen zu lassen, damit nichts falsches drin steht und deine Forderungen zu stellen, die du als Vater stellen darfst.

Kündige ihr an, dass du dann, wenn sie weiterhin den Kontakt zwischen dir und dem Kind so unterbindet, das Jugendamt einschalten und das Familiengericht bemühen wirst.

Teile ihr mit, sobald eure Tochter 14 ist, das Recht hat zu entscheide, wo es ab dann wohnen will und frage sie, ob sie später ihrer Tochter erzählen will, warum sie ihr verboten hat, regelmässigen Kontakt mit dir zu halten.

Biete ihr eine Mediation an, um in Zukunft Ruhe reinzubekommen, bitte sie um eine verbindliche Antwort, stelle ihr einen Termin von 14 Tagen.

Reagiert sie nicht, dann handle und höre auf, dich als entsorgter Vater zu bezeichnen, dass ist unsexy und macht dich schwach.

[Mod]
 
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  • #13
Also um ehrlich zu sein, es wird schon einen Grund geben, der deine Ex dazu gebracht hat auf das Flirten eines anderen Mannes zu reagieren. Und du solltest ihr und dir selbst die ehrliche Frage stellen, welche Gründe es waren. Hast du sie wertgeschätzt, sie emotional unterstützt, dich um eure Beziehung bemüht... Männer suchen gern die Schuld bei der Frau, aber selten bei sich selbst, weil sie glauben, dass wenn alle materiellen Dinge vorhanden sind, dann haben sie ihre Aufgabe erfüllt und dann muss die Frau doch glücklich sein...
Wie gesaghinterfrage das Problem nur durch einen respektvollen Umgang miteinander nicht durch das Gericht. Was soll deine Tochter von dir denken, wenn sie so etwas miterlebt? Du sollst ein Vorbild sein. Mit Druck, Drohungen etc. wirst du m.E. nichts erreichen. Ich würde darauf auch nur noch mit mehr Abgrenzung reagieren. Schließlich will man sein Kind vor solchen Auseinandersetzungen beschützen und ein ohnehin verletzliches Kind nicht noch mehr Schaden zufügen. Es klingt bei euch mehr nach einem Machtkampf als nach Sehnsucht nach dem Kind. Hinterfrage mal deine eigenen Motive...

w (33)
 
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  • #14
Oh W33, lass doch einfach das Gesülze von der Alleinschuld des Mannes. Ist doch Quatsch. Eine Mutter MUSS genauso Vorbild fürs Kind sein und hat dem Vater seine Rechte zu lassen.

Sie hat sich umorientiert und er soll nun zahlen - emotional und finanziell und das Kind soll emotional zahlen. Ist nicht fair von dieser Frau. Gesteh dir als Frau ein, dass auch Frauen riesengroße Fehler machen und dies die Gesellschaft endlich nicht mehr decken darf! w/45
 
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  • #15
Liebe #13,

Es war keine Rede von der Alleinschuld. Aber es ist recht einfach nur hinterhältige, ausnutzende Motive der Frau zu unterstellen. Keiner von uns weiß, was in der Beziehung vorgefallen ist, auch Sie nicht. Wir erhalten die Informationen bruchstückenhaft vom FS, da wird sicherlich auch eine gewisse einseitige Bewertung darin enthalten sein. Insofern sind Vorverurteilungen hier fehl am Platz. Der FS wollte Rat und den erhält er am Besten, indem man alle Seiten des Problems beleuchtet. Und da geht es auch um die Frage, wo hat es seinen Anfang genommen. Ich war ebenfalls schon in der Situation und weiß, dass es kein schwarz / weiß gibt. Es gibt nicht die Schuldige oder den Schuldigen, es sind immer 2 Menschen involviert. Wir können also den FS ermutigen sich in Selbstmitleid zu baden und dann weiter zu eskalieren, was ich für Verschwendung von Zeit und Energie halte und seine Beziehung zur Tochter weiter verschlechtert, oder wir können einen anderen Weg aufzeigen, nämlich den der Annäherung. Es geht hier um seine Beziehung zum Kind. Und dann muss man auch mal andere Wege beschreiten, nicht immer ausgetrampelten Pfade.

W (33 mit 2 Kindern)
 
  • #16
Aber es ist recht einfach nur hinterhältige, ausnutzende Motive der Frau zu unterstellen. Keiner von uns weiß, was in der Beziehung vorgefallen ist, auch Sie nicht.

Also ich habe hier keinen Beitrag gefunden, der auch nur irgendetwas über die Motive der Frau geschrieben hat, mit Ausnahme von deinem. Du sagst in deinem ersten Beitrag, die Frau hätte schon einen guten Grund für ihr Verhalten gehabt. Das ist nunmal eine böswillige Unterstellung an den FS. Du widersprichst dir selbst, denn in deinem ersten Beitrag hast du ganz klar aggressive und nicht zu belegende Anschuldigungen an den FS erhoben, von denen du jetzt in deinem zweiten Beitrag nichts mehr wissen willst.
Alle anderen Beitragsschreiber haben sich überhaupt nicht für die Motive der Frau interessiert, sondern lediglich für die Tatsache, dass sie dem Vater des gemeinsamen Kindes keinen angemessenen Umgang bzw. keine Informationen geben will. Das Warum ist doch rein spekulativ. So wie es unfair ist, der Frau hinterhältige Motive zu unterstellen, ist es auch unfair, dem Mann fehlende Reflektion über seine Schuld zu unterstellen.

Dass zu einem Konflikt zwei Personen gehören ist eine Binsenweisheit. Wenn der FS ein kluger Mann ist, dann zermartert er sich ohnehin schon seit der Trennung das Gehirn darüber, wo seine eigenen Fehler gelegen haben könnten, falls es sie denn gibt.

Bleiben wir also bei den uns gegebenen Tatsachen (die Umstände der Trennung interessieren mich bei diesem Punkt überhaupt nicht): eine Frau gewährt den vorgeschriebenen Umgang nicht, der Mann klagt, daraufhin gibt es den Umgang.
Jetzt möchte der Mann aber, dass das Kind eigenständig die Möglichkeit hat, mit seinem Vater in Kontakt zu treten. Dies wird von der Mutter unterbunden (Handy abgenommen). Das ist schon kein Pappenstiel, denn ein Kind hat selbstverständlich das Recht, auch ohne Zustimmung des betreuenden Elternteils, Kontakt mit dem anderen Elternteil aufzunehmen. In gewisser Weise spielt diese Mutter sogar mit dem Feuer, denn sie ist gesetzlich verpflichtet, ein gutes Verhältnis zwischen Vater und Kind zu fördern. Tut sie das ohne objektiven Grund nicht, kann das auch vor Gericht ihre Erziehungsfähigkeit in Frage stellen.
Natürlich muss man dem FS raten, klug und deeskalierend vorzugehen, natürlich ist die Hau-drauf-Methode, also ein Gang vor Gericht, das denkbar schlechteste Mittel. Aber es gibt eben auch Fälle, in denen es die ultima ratio, also wirklich das allerallerletzte Mittel ist. Aber ganz ausschließen darf man es eben auch nicht.
 
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  • #17
Also ich finde es super das du dich um dein Kind bemühst. Was in der Beziehung war und wieso ihr euch getrennt habt ist völlig egal. Ihr seit getrennt und jetzt geht es einzig und allein um das Kind.
Ihr seit die erwachsenen die eigentlich in ruhe klären müsstet wie es um den Umgang mit dem Kind weiter geht. Ich selbst weiß aber das es so nicht immer klappt.
Schreib deiner ex einen Brief mit vorschlägen und wünschen deinerseits fürs umgangsrecht und schreibe auch das du die kleine öfter sehen willst. Das du mehr Kontakt wünschst. Schreib aber auch das du dies auch wieder gerichtlich einfordest wenn die Kommunikation zwischen euch nicht klappt und sie gar nicht darauf eingeht. Den Brief kopierst du für dich. Und wenn sie nicht darauf reagiert dann geh mit diesem Brief zum Anwalt. Schick den Brief übrigens so ab das du eine Nachricht von der Post bekommst das der Brief auch ankahm.
Kämpfe ruhig um die kleine.
Ich musste bei meinem ex einklagen das er sie nimmt da die Kinder ihn total vermisst haben. Er wollte nicht. Er hat auch kein Interesse die Kinder öfter sehen zu wollen. Er ruft nie an auch nicht an Geburtstagen. Er wohnt nur zehn Minuten weg. Trotzdem will er einfach nicht und nimmt sie nur dann wie es abgemacht wurde. Manchmal sagt er aber ab weil er lieber feiern will. Er darf die Kinder sehen wann er will und anrufen wann er will. Aber er will nicht. Unterhalt zahlt er seitdem das amt das von ihm einfordert.
Ich finde das eine Mutter dem Vater jedes recht dazu geben sollte Kontakt mit dem Kind zu haben. Sie müsste es sogar fördern. Die Mutter darf nie den Vater schlecht reden und ihm nicht den Kontakt verbieten. Das ist gesetzlich verordnet. Das vergessen aber viele. Egal warum man sich getrennt hat. Der Vater bleibt der Vater und die Mutter die Mutter. Das Kind hat nichts mit der Trennung zu tun und kann nichts dafür.
Das vergessen einige.
Nachdem verhalten deiner ex finde ich solltest du nur noch per Anwalt kommunizieren. Egal was sie davon hält. Irgendwann wird sie lernen das auch du rechte hast. Aber versuche es jetzt zu tun.
Wenn das Kind älter wird dann wird es schwieriger wenn die Mutter das Kind beeinflusst.
Gehe wegen jedem mist zum Anwalt. Wenn sie dich schlecht redet oder dem Kind den Kontakt ausreden will dann geh zum Anwalt. Wenn sie Telefon Kontakt verbietet oder gar dein Handy weg nimmt dann geh zum Anwalt. Wenn sie ausreden sucht das du sie jetzt nicht abholen darfst oder dir verbietet das Kind öfter zu sehen dann geh zum Anwalt.
Du musst keine Rücksicht auf die ex nehmen und erst recht nicht ihr in den a.. kriechen damit du das Kind seine darfst. Auch musst du nicht besonders freundlich sein oder ihr alles recht machen.
Normal kommunizieren ohne Beleidigung und Beschimpfungen und ohne Vorwürfe reden und nuuuur über das Kind nicht über euch beiden. Es geht jetzt nur noch um das Kind und den Kontakt zum kind.
Gruß
W35 mit 3 Kindern
 
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