• #61
Ich würde mal ganz stark vermuten, dass das deine Freundin NICHT so sieht und NICHT vorhat, das so weiterlaufen zu lassen. Diese These „wenn man sich früher ausgetobt hat, ist Sex später nicht mehr so wichtig“ scheint mir auch nicht stichhaltig.

War die Entwicklung in deinen früheren Beziehungen auch so?
Wir haben jeden 2. Tag Sexualität, manchmal auch noch mehr. Das meinte ich nicht. Ich meinte, Sex mit verschiedenen Frauen gibt mir nichts mehr. Ich hatte es schon. Es ist nichts Besonderes mehr, da ich jetzt Sex mit Gefühlen habe und das ist 1000x besser. Und klar ist mir Treue wichtig, sehr sogar. Trotzdem ist sie nicht das höchste aller Dinge sodass ich es wahr. doch auch bevorzuge, nichts von was einmaligem zu wissen. Ausser es stecken Beziehungsprobleme dahinter. Das habe ich ja jetzt alles erklärt.

@Inanna* 1 Tag ist sie da echt verbissen gewesen und wollte eine Antwort. Ich sehe es gleich wie du. Es kommt eben auf die Umstände drauf an.

@Lebens_Lust Du nennst einen guten Punkt. Wenn man von vorher abmacht, nichts zu sagen, ist es ein Freibrief. Schlussendlich besteht doch die Kunst darin, dass man klar kommuniziert wie wichtig Treue ist und hofft, dass es gut für einen auskommt. Sei das nun im Idealfall dass beide immer treu bleiben oder dass es dann auf den Tisch kommt oder einmalig war und man nie davon erfährt. Das Thema ist viel zu komplex und m.E. gibt es keine gescheite Antwort à la Verheimlichen oder unbedingt sagen. Beides hat Vor- und Nachteile.

Ich denke die Beziehungsexperten wollen, dass wir über das Thema Treue am Anfang der Beziehung und auch später immer mal wieder reden. Weil ich glaube, dass viele einfach so oder so Treue annehmen da es eher „Mainstream „ ist als offene Beziehung. Deshalb sollte man dies besprechen und sehen, was genau unter Treue gilt und wo die Grenzen liegen. Den Fall Untreue kann man noch so gut sicherheitshalber zu planen versuchen…es geht einfach nicht. Zu viele Faktoren spielen eine Rolle.

Genau das habe ich ihr auch so gesagt und damit war sie zufrieden :)
 
  • #62
Nachtrag: Die Diskussion entstand, da sie beim Friseur war. Dort haben sie so Zeitschriften und dort stand der Expertenratschlag à la eine war für verheimlichen, der andere Experte meinte Beichten sei besser da es sonst Dritte evtl. sagen oder Beziehungsprobleme unter den Tisch gekehrt werden. Er meinte auch, dass Beichten und vor allem das schlechte Gewissen gut sei: Man bereut es und das Bereuen ist auch eine Form von Loyalität zum Partner.

Dann hat meine Freundin dies mit der Frau diskutiert. Die Frau ist 50 Jahre alt und seit sie 19 ist mit ihrem Mann zusammen. Sie haben auch 2 Teenagersöhne. Bei ihr in der Familie sind alle so lang zusammen und die Kinder kamen auch mit/ vor 20 zusammen und sind heute teilweise schon 30 und noch zusammen. Die Friseurin hat gemeint, es ist schwierig, zu verzeihen. Weil das Urvertrauen wegfällt. Daher ist es unter Umständen besser bei was Einmaligem zu Schweigen. Rational würde sie verzeihen, aber wenn man es halt weiss, macht es einen heiss. So wie @Inanna* dies gesagt hat.

Meine Freundin, die schon 7 Jahre mit mir zusammen ist, wünscht sich auch so lange zusammen zu sein. Ich auch. Wahrscheinlich fast jeder. Und daher hat sie sich „Sicherheit“ gewünscht.
 
  • #63
Auch ein einmaliger Ausrutscher bedeutet für mich, dass die Person fremdgegangen ist. Sowas passiert ja nicht ohne Grund, ob man den Partner nun nicht mehr attraktiv findet, nicht mehr liebt oder der Sex auf der Strecke geblieben ist, die Unzufriedenheit in der Beziehung bleibt doch selbst nach einmaligem Sex mit einer anderen Person weiterhin bestehen, deswegen ist das Potential auch für ein weiteres Mal da.
Genau so sehe ich das auch! Wem die nötige Erfahrung, das nötige Wissen und das nötige Bewusstsein fehlt, der kann das noch nicht so sehen!
Fremdgehen fängt für mich sogar schon vom Kopf an, da reichen die ständigen Gedanken an eine andere Person. Ab dem Zeitpunkt ist das Potential auch schon gegeben, da fehlt nur noch der Zeitpunkt, bis es körperlich wird.
Auch Zustimmung!
Die meisten Menschen reden sich ihre Gegenwart solange nur schön und passend, bis sie selbst die Erfahrung gemacht haben, das ist üblich! Wenn der Partner kommt und meint, die gängige Meinung unter vielen Menschen ist, dass man einen einmaligen Seitensprung verschweigen soll, ist doch schon alles gesagt! Da steckt mehr dahinter, als nur stutzig sein! Wer in der Beziehung schweigt, nicht die ganze Wahrheit sagt, dem fehlt das Vertrauen, das wird sich früher oder später rächen! Interessant zu wissen und bestätigt zu bekommen, wieviele, das nicht so ernst nehmen, sie würden sich in der Tat, ebenso verhalten! Ich könnte meine Beziehung so nicht führen!
 
  • #64
Gute Besserung und danke für die vielen Beiträge. Du kannst immer alles so gut in Worte fassen.
Dankeschön für die Genesungswünsche und für das Kompliment. Macht mich ganz verlegen. Blush*

Ich denke auch, die Fragestellung ist irreführend. Im Grunde geht es der Freundin übergeordnet darum, wenn sie etwas tut oder tuen sollte, in Übermut oder weil sie mit ihrem eigenen Kopf durch die Wand wollte, dass der FS ihr verspricht, sie auch dann noch zu lieben. Wie Eltern mal ihren ungezogenen Kindern sagen, Du hast mich enttäuscht, im Moment mag ich dich nicht sehen, aber Liebe dich trotzdem. Von Sicherheit spricht sie, dass sie jederzeit, auch nach größtem Unsinn in ein liebevolles Umfeld zurückkehren kann. Hat schon was biblisches, wie die Geschichte vom verlorenen Sohn.

Der auch das Erbe seines lebenden Vaters in der Stadt verprasste, Schulden machte und dann kriminell wurde und auf der Straße lebte; und doch von seinem Vater mit offenen Armen empfangen wurde. Nur in der Geschichte gab es Konsequenzen, Geld sinnlos verprasst und ausgegeben, kriminell geworden, aus der Gesellschaft ausgeschlossen.

Es gab die Erkenntnise der Reue & Scham, und falls man eine 2. Chance erhielte, dann würde man die alten Fehler, keinesfalls mehr wiederholen wollen. Auch ist der Vater Familien und zeichnet sich Mitverantwortlich für die Erziehung seines Sohnes. Es ist aber auch ein Zeichen, dass der Vater seinem Sohn verzeiht. In dem Fall verzeiht die Familie, i.B. Eltern, ihren eigenen Kindern Eskapaden, Fehler, Enttäuschungen, weil man dumme Fehler aus Unkenntnis oder weil man es als junger Mensch besser weiß, mal machen kann, daran reift und diese Fehler nicht mehr wiederholen sollte. Das schrieb der FS selbst. Aber irgendwann sind der Fehler Ende Gelände.

Irgendwann erwartet man von einem Menschen Ende 20, reifes Nachdenken vor Handlungen, über möglich eintretende oder weitreichende Konsequenzen, und nicht unüberlegt darauf los. Anderes als die Freundin des FS, zählt für mich zum Erwachsensein auch geradestehen für Fehler und falsches Verhalten und dafür auch die Konsequenzen zu tragen, denn auch dadurch reift man.
 
  • #65

Verschweigen, wenn man bewusst Mist baut und weil es gerade das erste Mal ist, und man so hofft, den zu erwartenden Ärger zu entgehen, ist Kind. Weil in Fortführung heißt es, alles was für den Partner, verletzend sein könnte oder ihn unglücklich macht, kann man ebenso verschweigen. Dann gibt es je nach Sachverhalt viele erste Male je nach Handlung (alleine in den Urlaub, einen Urlaubsflirt, einen Discoflirt, einen Büroflirt, sich vom Gemeinschaftskonto einen 4.000 € Elektro-Roller kaufen, auf einer Party bei Fremden übernachten, etc.) und jedes Mal ist es ein erster, bedeutungsloser Ausrutscher, der unter den Teppich gekehrt werden darf, da man ja nicht plant es zu wiederholen, hat sich ja so plötzlich ergeben.

Aber bei der 2. Gelegenheit ist die Hemmschwelle schon niedriger, man könnte das Verschwiegene gar nicht erst mitzählen, weiß der Partner eh nichts von, dann wäre die aktuelle 2. Gelegenheit, wie die erste zu bewerten, und man darf wieder verschweigen bzw. man verschweigt, und sofern es dann rauskommen sollte, war es dann, wo man nur erwischt wurde, genau das allererste Mal von allem, wo man dann sofort zufällig beim ersten Mal erwischt wurde.

Entweder man ist mit Ende 20 schon soweit, dass man ehrlich ist und sein Handeln vorausschauend überblicken kann oder man will noch an seinen Defiziten arbeiten, um zu einem Vorbild heranreifen; aber dann braucht man nicht die Garantie, dass man noch bei Fehltritten geliebt werden würde, zumal der FS ist der Partner und nicht ihr Vater.
Oder man ist als Mensch einfach nur charakter- und willensschwach, schaut nicht übern Tellerrand wie es bei anderen läuft, dann passieren halt auch noch mit 50 Jahren und nach 15 Jahren Beziehung bedeutungslose Ausrutscher, obschon man es längst besser hätte wissen müssen.
 
  • #66
@Andere Frau Ja da ist auch viel Wahres dran. Und viele Menschen ticken so. Wenn man davon weiss, kann man auch besser einschätzen ob die Reue echt ist oder nicht. Wenn man alles so aufwiegt, vor allem dass man das schlechte Gewissen des Partners spürt (sofern man sensibel ist und nicht blind) oder man es durch Dritte erfahren könnte, so ist Beichten wohl die bessere Variante.

Danke dir für deinen Beitrag. Und ich sehe das auch so… viele Leute würden das 1. Mal immet wieder durchleben, solange bis sie erwischt werden.
 
  • #67
Zum Ausgangsfrage und Eurer Diskussion, es gibt hier in regelmäßigen Abständen hitzige Debatten zum Thema Momogamie, die einen sagen, das ist selbstverständlich, die anderen es muss vereinbart sein, gibt noch andere Gedanken dazu, parallel zu lesen.
Fazit, man sollte individuell darüber reden, sachlich, hypothetisch, wie man dann, falls, ist noch mal was anderes, aber man muss reden und da muss man sich positionieren.
Hier bist Du gefragt, was ist Deine Haltung, für Dich selbst und was erwartest Du, und da gibt es kein Herumgeeiere, Position.
Das hat sie von Dir erwartet, und ich wäre ziemlich enttäuscht, wenn ein Mann sich nicht positionieren möchte, denn ich will wissen, woran ich bin und vertrauen. Ohne Freibriefgedanken, oder anderes, Position.
Es gibt übrigens die Paare, die treu sind, zumindest wir sind es, auch seit plus 30 zusammen, uns war es wichtig, wir haben es uns versprochen und es geht um Verlässlichkeit und Vertrauen, bis jetzt hat es geklappt, eine Sache des Willens. Es ginge nicht um den Sex, sondern den Vertrauensbruch.
 
  • #68
Lieber FS

Ich bin der Überzeugung, dass es ein solches Gespräch gar nicht geben würde, wenn man glücklich und zufrieden in und mit seiner Beziehung ist.

Man steckt natürlich zu Beginn der Beziehung ab, welche Art von Beziehung man leben möchte, aber wenn Treue vereinbart wird, dann braucht man sich mit solchen Fragen doch nicht beschäftigen.

Warum will man sich vorstellen was wäre, wenn der Partner mit einer anderen Person Sex gehabt hätte? Warum soll ich mir die Frage stellen ob ich es wissen möchte oder eben nicht? Warum gehe ich überhaupt davon aus, dass diese Situation eintreffen könnte? Sowas erschließt sich mir einfach nicht!

Ich denke ihr liebt euch und habt grundsätzlich mal die Treue vereinbart oder? Das wäre dann auch meine Antwort an deiner Stelle!

So eine Situation ergibt sich ja nicht von jetzt auf gleich und jeder Mensch hat immer und zu jeder Zeit die Möglichkeit dieser aus dem Weg zu gehen, wenn er denn möchte. Das schaffen Frauen und auch die Männer, da bin ich mir sicher. Man muss es halt wollen und sich bewusst sein was man riskiert.

Ich kann zu 100% sagen, dass ich meinem Mann treu bin, weil ich ihn liebe und ich mir sicher bin, dass mir kein anderer Mann mehr geben kann als er! Ich habe gar nicht das Bedürfnis nach Sex mit einem anderen Mann und ich würde nichts tun, was unsere Beziehung/Ehe gefährden würde. Nicht heute, nicht morgen, niemals! Wenn ich unzufrieden wäre, würde ich es ansprechen und ich bin mir sicher er würde das ernst nehmen! Wenn mich ein anderer Mann interessiert, dann würde ich mich fragen warum das so ist und was mir fehlt? Und sollte die Liebe irgendwann verloren gehen (was ich nicht glaube), würde ich mich eher trennen, aber ganz gewiss würde ich ihn nicht betrügen. Das ist er mir wert!
Es gäbe also auch nichts zu beichten oder zu verschweigen.

Mag jetzt für den einen oder anderen hier kitschig oder naiv klingen, aber das ist meine tiefe Überzeugung.
 
  • #69
Mag jetzt für den einen oder anderen hier kitschig oder naiv klingen, aber das ist meine tiefe Überzeugung.
Ich finde es nicht kitschig, sondern sehr schön. Ich persönlich sage nicht, dass ich nie fremdgehen werde. Aus diesem Grund: Ich mag das Wort „nie“ nicht. Ich denke, wenn man „nie“ sagt, will das Leben einem teilweise beweisen, dass es eben doch anders ist. Genauso ist das Wort „immer“ für mich.
 
  • #70
Ich denke, wenn man „nie“ sagt, will das Leben einem teilweise beweisen, dass es eben doch anders ist.
Kannst du das näher beschreiben? Ich kann dir nicht folgen.

Ich kann in dem Fall "nie" oder "niemals" sagen, weil es ganz alleine in meiner Verantwortung liegt ob ich fremdgehe oder nicht. Es kann dich doch niemand dazu zwingen!

Ein Betrug / hintergehen/ fremdgehen hat immer einen Grund, das ist niemals bedeutungslos.
Will ich fremdgehen, fehlt mir etwas oder ich liebe meinen Partner nicht mehr. Dann habe ich zwei Möglichkeiten. Im ersten Fall, kann ich mit meinem Partner sprechen und herausfinden was es ist und gegensteuern, im zweiten Fall bleibt mir nur noch die Trennung. Dann kann ich wieder tun und lassen was ich will und Sex haben mit wem ich will, auch das ist dann meine Entscheidung! Aber ein unkontrolliertes Fremdv..... gibt es für mich nicht, dafür gibt es auch keine Entschuldigung.

Ist halt leichter zu sagen es ist passiert und der Alkohol (oder was auch immer) war schuld, aber eigentlich müsste man sagen, ich bin schuld, weil mir in dem Moment meine Beziehung nicht mehr wichtig genug war und ich die Entscheidung getroffen habe, mich auf das Sex-Abenteuer einzulassen.

Es kommt natürlich immer darauf an was zu Beginn der Beziehung besprochen wurde, aber auch eine offene Beziehung zu führen oder was auch immer, wäre ja eine Entscheidung. Eine Hintertür offen lassen für eventuellen Betrug weil man ja nicht "nie" sagen kann, allerdings nicht.
 
  • #71
Ich denke, wenn man „nie“ sagt, will das Leben einem teilweise beweisen, dass es eben doch anders ist.
Nein. Es gibt Dinge, die man weiß wenn man sich selbst gut genug kennt und weiß, wer man ist. Da kann man sehr wohl nie sagen. Denn das ist etwas, was nur von dir alleine abhängt. Ob ich fremdgehe oder nicht ist kein Schicksal und keine Frage der Umstände. Das ist einzig und allein meine Entscheidung, die nur von mir beeinflusst und getroffen werden kann. Unter allen Umständen.
Das Leben passiert uns nicht einfach, es ist der Spiegel unserer Wahlen, die wir in jeder Sekunde unseres Lebens treffen. Das Leben antwortet uns nur. Und wer nicht klar ist, sondern doch lieber alles für möglich hält, trifft damit auch eine Wahl, nämlich keine Wahl treffen zu wollen. Und schon ist man im Modus „Alles ist möglich“. Aber das hat man dann selbst entschieden und nicht das Leben.
Ich gehe nicht fremd weil ich diese Entscheidung für mich getroffen habe und das zu meinen Werten gehört. Ich treffe sie nicht weil ich einen bestimmten Menschen liebe. Auch wenn ich ihn nicht mehr liebe oder er mich schlecht behandelt oder selbst fremdgeht, oder oder oder… gehe ich nicht fremd, sondern wähle einen anderen Weg.
Wenn ich in den Profilen im OD lese „Ich würde nie… nie sagen“, dann klicke ich die weg. Menschen, die sich nicht positionieren können wenn es um ihre Wertvorstellungen geht, passen nicht zu mir. Obwohl wenn ich so darüber nachdenke, ist das ja auch eine Positionierung. Passt nur nicht zu mir 😄
 
  • #72
Ich habe so viele Leute getroffen, die « nie » und « immer » gesagt haben. Für mich liegt da wie ein « Fluch » auf diesen beiden Wörtern. Ich sage nur deshalb diese Wörter sehr selten.

Finde zwar schön dass du dich positionieren kannst. Aber ich bin überzeugt, obwohl Fremdgehen die eigene Entscheidung ist, das auch bei dir das Vorkommen kann. Bei jedem Menschen kann es. Tut es nicht und muss es nicht, das ist klar. Aber kann es.

Wenn mir eine Frau sagt « Ich würde nie fremdgehen » finde ich das zwar schön, aber auch einfach nur Worte. Besser als wenn sie sagt « Bei gewissen Umständen gehe ich sicher fremd », Aber viel besser ist es auch nicht.

Das Leben belehrt einen oft des Besseren.
 
  • #73
Nein. Es gibt Dinge, die man weiß wenn man sich selbst gut genug kennt und weiß, wer man ist. Da kann man sehr wohl nie sagen. Denn das ist etwas, was nur von dir alleine abhängt. Ob ich fremdgehe oder nicht ist kein Schicksal und keine Frage der Umstände. Das ist einzig und allein meine Entscheidung, die nur von mir beeinflusst und getroffen werden kann.
Ich gehe nicht fremd weil ich diese Entscheidung für mich getroffen habe und das zu meinen Werten gehört. Ich treffe sie nicht weil ich einen bestimmten Menschen liebe.

100% Zustimmung. Es ist eine Werte- und Charakterfrage, kein mysteriöses schicksalhaftes Ereignis, das jeden treffen und dem sich dann niemand entziehen könnte. Letzteres gilt mE nur für impulsgesteuerte, wankelmütige oder sehr egozentrische Menschen.

Du könntest mir Jason Momoa nackt auf den Bauch binden und es würde nichts passieren, was ich nicht vorab mit meinem Partner geklärt hätte. :D Und umgekehrt auch.

W, 29
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #74
Bei jedem Menschen kann es. Tut es nicht und muss es nicht, das ist klar. Aber kann es.
Leon, du willst es nicht verstehen oder?

NEIN!! Kann es nicht! Es ist eine Entscheidung! Wie oft noch! Wer nicht fremdgehen will, geht auch nicht fremd. Es kann nicht passieren, das können @wolkenlos und ich und auch viele andere Menschen zu 100% sagen, weil wir Verantwortung für unser Handeln übernehmen.

Ich bin mir nicht sicher ob du wirklich über den Text nachdenkst, denn man dir schreibt oder ob du nur überfliegst und direkt überlegst wie du gegenargumentieren kannst.

Willst du nicht fremdgehen, gehst du nicht fremd! Auch dann nicht, wenn du eine Frau nackt auf den Bauch gebunden bekommst. Du alleine entscheidest was mit ihr passiert, niemand sonst.

Vielleicht macht es ja noch klick und du verstehst es, oder eben nicht, dann lass dir die Türe noch offen. Vielleicht würde deine Freundin gerne hören, dass du dich entscheidest treu zu bleiben und das auch kannst und eben nicht eine Tür offen hältst?
 
  • #75
Ich verstehe, dass wenn man nicht will, dass man auch nicht fremdgeht. Das Einzige was micht stört kst das Wort « nie ». Ich halte einfach nichts von diesem Wort. Genausi wie das Wort « immer ».

Ich glaube euch, dass es bei euch so ist. Es ist nur so, dass ich nicht so viel auf Wörter gebe, sondern auf Taten. Sagen kann man alles wenn der Tag lang ist, mich interessiert, was man macht.

Das ist auch nicht böse gegen euch gemeint. Schlicht ist es das Wort, das mich stört.
 

Laleila

Cilia
  • #77
Ich verstehe, dass wenn man nicht will, dass man auch nicht fremdgeht. Das Einzige was micht stört kst das Wort « nie ». Ich halte einfach nichts von diesem Wort. Genausi wie das Wort « immer ».

Ich glaube euch, dass es bei euch so ist. Es ist nur so, dass ich nicht so viel auf Wörter gebe, sondern auf Taten. Sagen kann man alles wenn der Tag lang ist, mich interessiert, was man macht.

Das ist auch nicht böse gegen euch gemeint. Schlicht ist es das Wort, das mich stört.
Naja, aber Du kritisiert es bei anderen.

Treue, Liebe, Loyalität sind für mich Entscheidungen 6nd das Wort und für meine Entscheidungen kann ich mich auch verbürgen indem ich solche Worte gebrauche.

Ich traf nicht die Entscheidung der konventionellen, sexuellen Treue, aber die der Loyalität und Liebe.
Zudem fällt man Entscheidungen immer im Kontext der Situation.

Wenn ich sage, ich werde meinen Mann "nie" verlassen, dann sage ich dazu, wenn er der Mensch bleibt, den ich kennenlernte, seit 27 Jahren liebe und einschätzen kann.

Entpuppt er sich, unwahrscheinlicher Weise, nach 29 Jahren als geschickter Lügner mit Doppelleben, gilt das "nie" natürlich nicht mehr.
Aussagen sind immer Kontextabhängig.

Du musst diese Begriffe ja nicht verwenden, aber andere, die sie bewusst nutzen, dafür zu kritisieren ist nicht schlau.
 
  • #79
Aber ich bin überzeugt, obwohl Fremdgehen die eigene Entscheidung ist, das auch bei dir das Vorkommen kann. Bei jedem Menschen kann es. Tut es nicht und muss es nicht, das ist klar. Aber kann es.
Dem kann ich nicht zustimmen, wer sich nicht kennt, wem Selbsttreue ein Frendwort ist, der vertraut sich selber nicht, so einfach ist das!
Wenn mir eine Frau sagt « Ich würde nie fremdgehen » finde ich das zwar schön, aber auch einfach nur Worte. Besser als wenn sie sagt « Bei gewissen Umständen gehe ich sicher fremd », Aber viel besser ist es auch nicht.
Das Leben belehrt einen oft des Besseren.
Eine für mich pupert Einstellung! Das Leben belehrt einen, im eigenen Spiegelbild! Viele Menschen würden sich zu Tode erschrecken, wenn sie statt ihrem Gesicht, ihren Charakter im Spiegel sehen würden.
Ich verstehe, dass wenn man nicht will, dass man auch nicht fremdgeht. Das Einzige was micht stört kst das Wort « nie ». Ich halte einfach nichts von diesem Wort. Genausi wie das Wort « immer ».
Du bIst noch sehr weit von dir selbst entfernt!
Ich glaube euch, dass es bei euch so ist. Es ist nur so, dass ich nicht so viel auf Wörter gebe, sondern auf Taten. Sagen kann man alles wenn der Tag lang ist, mich interessiert, was man macht.
Dazu fällt mir dieser Spruch ein, der es kurz und knackig, voll auf den Punkt bringt:

"Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte, achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen, achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten, achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter, achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal!"
 
  • #80
Ich mag das Wort „nie“ nicht. Ich denke, wenn man „nie“ sagt, will das Leben einem teilweise beweisen, dass es eben doch anders ist. Genauso ist das Wort „immer“ für mich.
Du meine Güte. Wenn ich sowas lese, weiß ich schon, wen ich vor mir habe - denjenigen ohne eigenen Willen, dem das Leben angeblich "unlösbare" Aufgaben serviert.

Sorry, aber ich sage "nie" und "immer", weil ich einen eigenen Willen habe und Hoheit über meine Entscheidungen. Da kann mich das Leben mit seinen Versuchungen mal. Ich entscheide, ob ich mache oder nicht und man kann umentscheiden - wenn man "immer/nie" bisher gelebt hat und das nun anders für sich will.

Mir war immer klar, dass ich nie fremdgehen werde, weil ich es nicht will. Nun habe ich ein hohes Lebensalter erreicht und kann sehen, dass es gelungen ist zu können was ich will. Denn wenn es bisher nicht passiert ist, dann jetzt auch nicht mehr.

Wenn ich in den Profilen im OD lese „Ich würde nie… nie sagen“, dann klicke ich die weg.
Dito und wenn Menschen im RL so rumeiern, dann halte ich mich emotional von ihnen fern - werden niemals Freunde, immer nur wenig bedeutsame Bekannte, denn sie sind nicht zuverlässig, ihren Launen, Trieben, dem Druck anderer ausgeliefert - wandelnde Ausredendatenbanken ohne einen Hauch Eigenverantwortung.
Wobei: "das Leben will einem was beweisen" steht jetzt ganz oben auf der Highscoreliste. So blöd hat es bei mir noch keiner versucht.

Ich habe so viele Leute getroffen, die « nie » und « immer » gesagt haben. Für mich liegt da wie ein « Fluch » auf diesen beiden Wörtern. Ich sage nur deshalb diese Wörter sehr selten.
Nicht die Worte machen die Bedeutung aus, sondern wie man sie selber mit Inhalt füllt.
Wer "immer/nie" sagt ohne das so zu meinen/mit Leben zu füllen, der schwafelt auch woanders und schwächelt rum

Wenn ich so ein verantwortungsabweisendes esoterisches Geschwafel höre wie "das Leben will einem was beweisen, Fluch liegt auf einem Wort", dann weiß ich, dass dahinter Inkompatibilität zu mir steht und dass ich auf dessen Wort und Handeln besser in keinem Belang vertraue.

SchwalleriundSchwallera - nur diejenigen, die sich dafür entscheiden anders zu handeln als sie reden.

Das Einzige was micht stört kst das Wort « nie ».
Bist Du 13 und bei Deinen ersten Philosophieversuchen oder Lebenserfahrungen 30+?

dass ich nicht so viel auf Wörter gebe, sondern auf Taten.
Beim propagierten Verschweigen des Fremdgehens. Das macht ja mal so richtig Sinn.
 
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  • #81
@Vikky Bei dir und Wolkenlos und anderen Leuten bedeutet nie auch nie. Der Grossteil der Gesellschaft benutzt dieses Wort allerdings viel zu schnell und labert irgendwas daher, obwohl genau dann das Gegenteil eintrifft. Darum geht es mir.
 
  • #83
Ich finde es nicht kitschig, sondern sehr schön. Ich persönlich sage nicht, dass ich nie fremdgehen werde. Aus diesem Grund: Ich mag das Wort „nie“ nicht. Ich denke, wenn man „nie“ sagt, will das Leben einem teilweise beweisen, dass es eben doch anders ist. Genauso ist das Wort „immer“ für mich.
Das ist doch nur ein Hintertürchen Das man sich selbst offen lässt.
Ein Mann stolpert nicht zufällig und ohne Absicht Mit seinem Penis in eine Frau.
Das ist eine wissentliche Entscheidung.
Und ich kann für mich sagen, auf das Leben meine Mutter schwören, mein Haus darauf verwetten oder was auch immer, das ich niemals nie nicht never ever in meinem Szenario und unter keinen Umständen auch nur in die Nähe des Versuchung komme auch nicht mal einen Gedanken an Frendgehen verschwende, geschweige denn so etwas armseliges und arschigen tun werde.

Wenn man sich kennt und sich auch über den Weg traut, kann man das schon locker sagen das es einen nicht passieren wird.
Wenn man weiß das man doch viel mit untenrum denkt und sich nicht sicher ist ob man den kleinen da unten ewig im schach halten kann oder Es vielleicht auch gar nicht, was ja legitim ist, dann kann man das eben nicht von sich sagen, oder behält sich besagtes Hintertürchen offen.
 
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  • #84
@Vikky Bei dir und Wolkenlos und anderen Leuten bedeutet nie auch nie. Der Grossteil der Gesellschaft benutzt dieses Wort allerdings viel zu schnell und labert irgendwas daher, obwohl genau dann das Gegenteil eintrifft. Darum geht es mir.
Welchen Großteil der Gesellschaft meinst du denn? Ich glaube, dass entspringt alles ein bisschen deiner selektiven Wahrnehmung. Du hast vielleicht auch einfach ein seltsames, teilweise noch unreifes Umfeld (bloße Vermutung, kein Angriff), wo so ein Geschwafel an der Tagesordnung ist, oder - du bist ja auch erst 31, wenn die Jahreszahl da dein Geburtsjahr sein soll - du und dein Freundeskreis seid gerade erst erwachsen geworden und wisst erst seit wenigen Jahren, was Eigenverantwortung bedeutet. Ich meine, dass viele Leute in der Jugend zwischen 20 und 30 noch so rumeiern, von wegen „sag niemals nie…“ usw., das scheint mir noch recht gewöhnlich zu sein. Ja, und einige gehen da fremd (viele auch nicht), vermutlich, weil sie auf der Suche nach sich selbst sind und dem, was sie wirklich wollen. Manche finden das nie und manche noch später. Möglicherweise bist du diesem Entwicklungsstand nun entstiegen, nun müsstest du aber die dazugehörigen Glaubenssätze auch mal nachjustieren.
 
  • #85
Ein Mann stolpert nicht zufällig und ohne Absicht Mit seinem Penis in eine Frau.
Das ist eine wissentliche Entscheidung.
Das wollte ich auch schon schreiben. "Ausrutscher" ist eine Verharmlosung, weil man nicht ausrutscht und in das andere Geschlecht fällt. Es ist eine bewusste Handlung!

Wenn man Monogamie vereinbart hat, dann ist Fremdgehen eine wissentliche Verletzung der Gefühle des Partners. Das hat für mich mit Liebe nichts mehr zu tun und entsprechend ist es nicht bedeutungslos. Daher würde ich auch sofort die Konsequenzen ziehen.
 
  • #86
Du hast vielleicht auch einfach ein seltsames, teilweise noch unreifes Umfeld...... du bist ja auch erst 31........ seid gerade erst erwachsen geworden
Ich finde das einen ganz merkwürdigen Gedanken, dass man mit 31 Jahren eben erst erwachsen geworden sein soll. Erwachsen ist man mit 18, auch wenn es dann noch ein wenig an Reife und Lebenserfahrungen fehlt - täglich sollte es mehr werden.

Hat man allerdings eine Einstellung wie der FS: unfähig und unwillig zum selbstbestimmten Leben, gebeutelt von sich aneinanderkettenen Fallen, an denen das Leben ihm sein Scheitern/seine Unfähigkeit beweisen will, dann ist man tatsächlich längst erwachsen aber emotional noch ein den Stürmen des Lebens ausgeliefertes Vorpubertier und bleibt das auch, denn das ist Einstellungssache.

@NormaJean woher kommt bei Dir so eine Einstellung? War das bei Dir genauso?
Bei mir definitiv nicht. ich war froh mit 18 erwachsen zu sein, habe die Eigenverantwortung für mein Handeln und meine Entscheidungen gern übernommmen, aus Fehlern gelernt und mich nie als Opfer des Lebens gefühlt oder ihm ausgeliegert, auch unter schwierigen Umständen nicht.

viele Leute in der Jugend zwischen 20 und 30 noch so rumeiern
Mit 30+ ist man nicht mehr in der Jugend, noch nicht mal mehr heranwachsend sondern seit etlichen Jahren erwachsen ggfs. erwachsen und unreif.
Ich glaube, da sollte man den Pfad des Jugendwahns verlassen.

Denke ich nicht. Es ist ein Lifestyle: mangelnde Eigenverantwortung, ewiges Opfer der Umstände, nie sein Leben selbst gestaltend, denn Du wirst von diesen Leuten immer was hören wie: Stimmung, Alkohol, ist passiert....
Nie haben sie selber was entschieden, weil sie das garnicht können mit der Einstellung des FS.

Wenn ich niemals sagen kann "ich will nie...", dann kann und will ich zu keiner Versuchung "nein" sagen und kann als Folge der Haltung auch nie scheitern, nie einen Fehler machen - Topstrategie in Richtung "für nichts verantwortlich sein"

Ich kann "nie" sagen als innere Haltung.
Scheitere ich, dann sehe ich einen Fehler bei mir: entweder in meiner Einstellung oder im Handeln. Das gilt es zu betrachten, zu bewerten, gemachte Fehler wieder gutzumachen oder Einstellungen zu ändern - eben Persönlichkeitsentwicklung statt in ewiger Jugend zu verweilen.
 

Laleila

Cilia
  • #87
Ich finde das einen ganz merkwürdigen Gedanken, dass man mit 31 Jahren eben erst erwachsen geworden sein soll. Erwachsen ist man mit 18, auch wenn es dann noch ein wenig an Reife und Lebenserfahrungen fehlt - täglich sollte es mehr werden.
Ja, hier staune ich auch jedesmal.
Ich war mit 18 erwachsen und froh darüber, klar reift und "wächst" man weiter, das ist aber ein andauernder Prozess der nichts mit Jugend zu tun hat.
Mit 20+ ist man kein Jugendlicher mehr, sondern ein erwachsener Mensch.
Wenn ich ü30er sagen höre: "Ich fühle mich noch zu jung mich zu binden, Vater/Mutter zu werden, Verantwortung für eine Familie zu übernehmen bekomme ich das kalte Grausen und ich Frage mich wo solch eine Denke herkommt.
 
  • #88
Ich finde das einen ganz merkwürdigen Gedanken, dass man mit 31 Jahren eben erst erwachsen geworden sein soll. Erwachsen ist man mit 18, auch wenn es dann noch ein wenig an Reife und Lebenserfahrungen fehlt - täglich sollte es mehr werden.

Hat man allerdings eine Einstellung wie der FS: unfähig und unwillig zum selbstbestimmten Leben, gebeutelt von sich aneinanderkettenen Fallen, an denen das Leben ihm sein Scheitern/seine Unfähigkeit beweisen will, dann ist man tatsächlich längst erwachsen aber emotional noch ein den Stürmen des Lebens ausgeliefertes Vorpubertier und bleibt das auch, denn das ist Einstellungssache.

@NormaJean woher kommt bei Dir so eine Einstellung? War das bei Dir genauso?
Bei mir definitiv nicht. ich war froh mit 18 erwachsen zu sein, habe die Eigenverantwortung für mein Handeln und meine Entscheidungen gern übernommmen, aus Fehlern gelernt und mich nie als Opfer des Lebens gefühlt oder ihm ausgeliegert, auch unter schwierigen Umständen nicht.


Mit 30+ ist man nicht mehr in der Jugend, noch nicht mal mehr heranwachsend sondern seit etlichen Jahren erwachsen ggfs. erwachsen und unreif.
Ich glaube, da sollte man den Pfad des Jugendwahns verlassen.


Denke ich nicht. Es ist ein Lifestyle: mangelnde Eigenverantwortung, ewiges Opfer der Umstände, nie sein Leben selbst gestaltend, denn Du wirst von diesen Leuten immer was hören wie: Stimmung, Alkohol, ist passiert....
Nie haben sie selber was entschieden, weil sie das garnicht können mit der Einstellung des FS.

Wenn ich niemals sagen kann "ich will nie...", dann kann und will ich zu keiner Versuchung "nein" sagen und kann als Folge der Haltung auch nie scheitern, nie einen Fehler machen - Topstrategie in Richtung "für nichts verantwortlich sein"

Ich kann "nie" sagen als innere Haltung.
Scheitere ich, dann sehe ich einen Fehler bei mir: entweder in meiner Einstellung oder im Handeln. Das gilt es zu betrachten, zu bewerten, gemachte Fehler wieder gutzumachen oder Einstellungen zu ändern - eben Persönlichkeitsentwicklung statt in ewiger Jugend zu verweilen.
Ach komm. Mit 18 waren wir grade mal volljährig. Und das auch nur in Deutschland und manchen anderen Ländern. Da ist man noch lamge nicht erwachsen, denn dazu benötigt es eben die von dir angeführte Lebenserfahrung und Reife und, das worauf ich eben anspielte: das Gefühl der Eigenverantwortlichkeit.
Ich war auch froh, dass ich mit 17 endlich meine erste eigene Wohnung hatte, das hatte aber mit erwachsen sein null zu tun.
Und, na klar, gibt es Leute zwischen 20 und 30, die weiter sind als andere, und es ist ja auch ein Prozess. Ich sage ja auch nicht, dass man mit Punkt 30 diesen Punkt erreicht hat. Der eine etwas früher, der andere später. Aber mal ehrlich: 5 Jahre sind ein Wimpernschlag in der Geschichte, insofern, selbst wenn er mit 25 schon soweit gewesen sein mag, das ist trotzdem noch „gerade erst“.
 
  • #89
Ja, hier staune ich auch jedesmal.
Ich war mit 18 erwachsen und froh darüber, klar reift und "wächst" man weiter, das ist aber ein andauernder Prozess der nichts mit Jugend zu tun hat.
Mit 20+ ist man kein Jugendlicher mehr, sondern ein erwachsener Mensch.
Wenn ich ü30er sagen höre: "Ich fühle mich noch zu jung mich zu binden, Vater/Mutter zu werden, Verantwortung für eine Familie zu übernehmen bekomme ich das kalte Grausen und ich Frage mich wo solch eine Denke herkommt.
Nein, man ist nicht unbedingt erwachsen. Man ist lediglich volljährig mit 18. In Großbritannien sogar erst mit 21. In den USA glaub ich auch. Egal. Volljährigkeit ist nicht gleichzusetzen mit Erwachsen sein. Da gehört noch ne Menge mehr dazu.
 

Laleila

Cilia
  • #90
Nein, man ist nicht unbedingt erwachsen. Man ist lediglich volljährig mit 18. In Großbritannien sogar erst mit 21. In den USA glaub ich auch. Egal. Volljährigkeit ist nicht gleichzusetzen mit Erwachsen sein. Da gehört noch ne Menge mehr dazu.
Sich mit Mitte/Ende 20 oder gar mit 30, sich noch nicht erwachsen zu fühlen ist absolut unsinnig.

Volljährigkeit setze ich sehr wohl mit der Erwartung an erwachsenes Verhalten gleich.
Wie gesagt, die persönliche Entwicklung sollte nie abgeschlossen sein, aber ich setze das Verantwortungsbewusstsein eines Erwachsenen ab der Volljährigkeit voraus, alles andere währe ein Grund einen Vormund für diese Person festzulegen.
 
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