• #1

!! Expertenchat mit Lisa Fischbach: Thema: Alleinerziehend auf Partnersuche !!

Wie bereits auf der Seite und im Newsletter angekündigt, findet heute der Chat zum Thema alleinerziehend auf Partnersuche mit unserer Expertin Lisa Fischbach statt. Um Frau Fischbach ein möglichst breites Spektrum an Leserfragen zu präsentieren, haben Sie nun schon jetzt die Möglichkeit Fragen zu stellen. Der Chat selbst findet von 18-19 Uhr statt.
 
  • #2
Hallo Frau Fischbach! Soll ich in meinem Profil schreiben, dass ich eine Tochter habe? Ich bin berufstätig und meine Tochter ist 16 Jahre und eigentlich vollkommen autark, bis auf die Tatsache, dass wir eben unter einem Dach leben und wir eine Art WG bilden. Ich, w, 38, bin nun wieder auf Partnersuche und frage mich, ob es überhaupt Sinn macht, das mit meiner Tochter anzugeben, denn die Angabe „Kind im Hause lebend“ erzeugt dann doch einen ganz anderen Eindruck und "schmälert" anscheindend auch das Interesse der Männerwelt oder was meinen Sie?
 
G

Gast

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  • #3
Liebe Frau Fischbach! Mein neuer Freund kommt nicht mit dem Gedanken zurecht, dass ich mich mit meinem Exmann absprechen muss und er ab und zu dazu auch unsere Wohnung betritt, wenn er unsere Kleine (6) abholt. Es ist nicht direkt Eifersucht, aber schon irgendwie in die Richtung. Er hat auch gar nicht so unrecht: Ich habe mit meinen Exmann mehr Sexvarianten ausgeübt, mehr Abenteuerurlaube erlebt und er war bei der Geburt dabei. Er kennt mich deutlich besser als mein neuer Partner. Das ist meinem Freund unheimlich und stört ihn extrem. Wie gehen andere Alleinerziehende mit diesem Konflikt um? Mir selbst wäre wohl auch unheimlich dabei, wenn er oder gar wir noch Kontakt mit einer seiner Exen hätten, die wiederum ihn so gut kennen würde. Aber ich kann den Vater meines Kindes ja nicht völlig fernhalten.
 
  • #4
Liebe Leser, herzlich willkommen zu unserem Chat, der nun eröffnet wird. Bitte beachten Sie, dass dies ein moderierter Chat ist. Das heißt: Die Fragen müssen von uns freigeschaltet werden. Leider ist es unvermeidlich, dass innerhalb einer Stunde nur ein Teil der Fragen zum Zug kommt. Wir bitten dafür um Verständnis. Um den laufenden Chat zu verfolgen, klicken Sie bitte regelmäßig auf "Aktualisieren".
 
  • #5
Und damit begrüße ich nun unseren Gast, der von Eppendorf aus mitchattet. Guten Tag, Frau Fischbach!
 
  • #6
Einen schönen guten Abend allerseits! Ich freue mich auf Ihre Antworten, Lisa Fischbach
 
  • #7
Guten Abend McArthur, ich vertrete den Standpunkt, dass so etwas wie das gemeinsame Leben mit einer Tochter mit in ein Profil gehört. Es ist ein großer Bestandteil Ihres Lebens, auch wenn Ihrer Tochter in dem Alter schon relativ unabhängig ist. Sicher ganz anders als bei einem Kleinkind. Daraus ergeben sich Vorteile, Sie haben mehr Freizeit an Abenden, können spontaner sein, Ihre Tochter braucht andere Zuwendung und Aufmerksamkeit als ein Säugling und eben nicht Vollzeitbetreuung. Und genau das können Sie in Ihrem Profil verdeutlichen. Bei den Ausführungen über die Wochenenden oder beim „Besonderen an Ihnen“. „Verheimlichen“ Sie Ihre Tochter, kann sich dadurch Ihr Gegenüber getäuscht fühlen. Sie möchten doch einen Mann, der Ihrer Tochter akzeptiert, jedenfalls Ihr Leben mit Ihrer Tocher. Also brauchen Sie einen Mann, der Ihr Leben, so wie es ist mag.

Sie erhöhen Ihre Chancen bei der Partnersuche nicht wirklich, wenn Sie Ihre Tochter weglassen. Sie ziehen eventuell nur Männer an, die nachher über die Offenbarung stolpern. Warum also nicht vorher gleich Spreu vom Weizen trennen und die Männer mit Ihrem Profil anziehen, die sich so ein Leben vorstellen können.

Stellen Sie lieber klar, wie viel Sie in der Mutterrolle vereinnahmt sind und wie viel Zeit und Raum für einen neuen Partner zur Verfügung stehen. Das ist ganz wichtig und interessiert die meisten.
 
G

Gast

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  • #8
Hallo Frau Fischbach! Ich weiß nicht, was ich tun soll. Meine 6jährige Tochter und mein 3jähriger Sohn verbünden sich regelrecht, sobald es auch nur die leisesten Anzeichen eines neuen Mannes in meinem Leben gibt. Seit der Trennung vom Vater der Kinder (vor über einem Jahr) bin ich nun mittlerweile wieder soweit, dass ich gern einen neuen Partner hätte. Dank meiner Mutter, die mich unterstützt, ist es möglich, dass ich auch ab und zu ausgehen kann etc. Hatte nun neulich ganz unverfänglich einen Mann mit nach Hause gebracht und ihn als guten Freund bezeichnet. Daraufhin haben meine Kinder ein ziemliches Theater und eine mords Show abgezogen, dass der Kontakt schneller beendet war, als ich gucken konnte. Klar, weiß ich, dass es nicht einfach für die Kinder ist, sich an einen neuen Partner in meinem Leben zu gewöhnen. Aber wie schaffe ich es, es ihnen langsam und verständlich zu erklären, dass ich nicht für immer alleine sein möchte? Ich habe schon irgendwie Angst, den Spagat zwischen Kindern und meinem Partnerwunsch nicht zu schaffen.
 
  • #9
Das ist ein typisches Dilemma zwischen alter Vertrautheit und neuer Liebe. Eine lange Ex-Beziehung bedeutet häufig, dass man sich sehr gut kennt, vieles gemeinsam erlebt hat. Das kann eine neue, junge Liebe nicht bieten. Und damit ist auch verständlich, dass auf der anderen Seite Unsicherheitsgefühle entstehen können. Es ist Ihre Aufgabe, Ihrem neuen Partner, diese zu nehmen. Sie müssen ihm sehr deutlich machen, was Sie an ihm lieben und schätzen. Aber auch aufzeigen, dass es einen Umgang mit dem Vater Ihres Kindes geben muss, der unvermeidbar ist und den Sie auch möchten.
Der neue Partner kann von Ihnen nicht eine Entweder-Oder-Entscheidung verlangen. Er oder der EX.
Wichtig ist auf das Maß zu achten: Was ist zumutbar und was zuviel.
Aus Ihren Zeilen wird deutlich, dass Sie mit Ihrem EX ein ausgelasseneres Sexleben hatten als mit dem aktuellen Partner. Das spürt er vielleicht unbewusst. Sie sollten besser versuchen, mit dem Neuen über seine und Ihre Bedürfnisse dahingehend zu sprechen. Denn meist verpasst man Chancen, wenn man sich nicht über seine Vorlieben austauscht. Ein häufiger Grund, dass zu vermeiden, liegt darin, dass man zu wissen glaubt, was der andere mag.
 
  • #10
Ich habe manchmal als alleinerziehender Papa das Gefühl eine bestimmte Sorte von Frauen besonders anzuziehen, die ich selbst jedoch nicht ansprechend finde. Ich kann also ganz anders als andere Forennutzer hier anscheinend doch durchaus von positiven Reaktionen auf mein Papa-Dasein berichten. Doch leider ist das immer so ein bestimmter Typ Frau (kann das schon mittlerweile so verallgemeinern, nach 5 (!) Erfahrungen in diese Richtung, der MICH so überhaupt nicht anspricht. Das waren meistens sehr sozial angehauchte, durchaus gut geseattlete Karriere-Frauen, die sich das „Kinder-kriegen“ anscheindend ersparen wollen. Problem ist hier dann allerdings, dass ein Partner sich schon eher den Schuh der „Mutter“ anziehen müsste. Nur leider kann ich das nicht leisten, sowohl finanziell als auch emotional nicht!! Was raten Sie mir?


Jaham, 40
 
  • #11
Hallo Frau Fischbach,

Alleinerziehende haben bei der Partnersuche aus folgenden Gründen einen besonders schweren Stand (der einfacheren Formulierung halber gehe ich von einer alleinerziehenden Frau aus):

1. Die Alleinerziehenden geben häufig fast wörtlich an, sie suchten einen Freund für sich, aber keinen Vater für ihr Kind. Es ist aber in konkreten Alltagssituationen unvermeidbar, dass auch der neue Partner gewisse Vater- und Erziehungsfunktionen übernimmt. Dies ist Potenzial für Kompetenzgerangel. Im schlimmsten Fall widersetzt sich das Kind vielleicht sogar trotzig den Anweisungen des Freundes mit dem Hinweis, dass er ihm ja gar nichts zu sagen habe.

2. Männer wollen häufig nicht den "Zahlmeister" für das fremde Kind spielen.

3. Das Kind bekommt unweigerlich die Erziehung des leiblichen Vaters mit und die den neuen Freundes. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass sie die Erziehungsstile der beiden wesentlich unterscheiden, denn schließlich hat sich die Mutter ja ganz bewusst gegen den einen und für den anderen Mann entschieden.

Können Sie im Hinblick auf diese Argumente verstehen, dass viele ledige Single keine Alleinerziehenden als Partner in Erwägung ziehen oder halten Sie sie für abwegig?
 
  • #12
Liebe #8,

Kinder haben ein unglaubliches Gespür für emotionale Ereignisse und Schwingungen im Raum. Wenn Sie einen Mann als guten Freund vorstellen, dann wissen Ihre Kinder unbewusst mehr, als sie ahnen.
Je nach Trennungserfahrung empfinden Kinder alle Veränderungen von Außen als Bedrohung und reagieren auf die von Ihnen beschriebene Art. Wichtig ist, den Kindern die Angst und Unsicherheit zu nehmen. Ihre Kinder sind noch klein, aber es wäre sicher ratsam, dass Thema Männer sehr behutsam und angemessen mit Ihnen zu "besprechen".

Es ist der wichtigste Hebel, den Sie haben: Fühlen sich Kinder sicher und machen Sie die Erfahrung, dass Ihnen wenig genommen wird, kommt ein neuer Mann ins Haus, müssen sie sich nicht so verhalten. Am besten, Sie treffen einen Mann wenn möglich, erst außerhalb, damit sie einen Kontakt aufbauen können. Und dann erst ein gemeinsames Treffen. Das sollten sie den Kindern ankündigen und vorbereiten.
 
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Gast

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  • #13
Hallo Frau Fischbach,
ich bin 30 Jahre jung und habe einen Sohn. Viele Männer haben ihrgendwie ein Problem, das eine Frau mit Kind sie anschreibt. Ich habe es immer so gehalten, das ich ihn nicht verheimliche, er gehört zu meinem Leben dazu. Mein Partnerwunsch ist vom Alter her ja auch nicht gerade jung: 32-38 Jahre. Was mache ich, wenn es doch mal zu einem Date kommt, wann sollte ich versuchen meinen Sohn mit einzubringen. Beim ersten Date ist mir klar nicht gleich und beim zweiten auch nicht unbedingt. Ab wann überspanne ich den Bogen und ziehe es wie ein Kaugummi in die Länge?
Wie lange sollte max. dann das besagte Date mit meinem Sohn sein? Das sind so fragen, die ich mir schon sehr lange stelle. Denn ich möchte auch nicht meinen Sohn überfordern oder gar den zukünftigen Partner.
Danke und Gruß von einer sonst eher stillen Mitleserin.
 
  • #14
Hallo Thomas,

ich als Psychologin weigere mich gegen pauschale Aussagen und Beurteilungen für "alle Alleinerziehende" oder die Gruppe der Frauen, die Sie so dezidiert beschreiben. Man müsste dort den Einzelfall betrachten.
Sicher haben Sie Recht, dass es zu Schwierigkeiten kommt, wenn eine Mutter mit Kind /oder Vater mit Kind vom neuen Partner ein sehr eng begrenztes Verhalten erwartet und nur zulassen will. In so einem Fall kollidieren selbstverständlich verschiedenen Bedarfslagen zwischen den neuen Partnern. Das hängt aber alles davon ab, welche Wünsche und Erwartungen man an einander hat. Diese sollte man besonders bei einem so eng festgesteckten Korridor vorher besprechen, also welche Erwartungen man an die Rolle des Partners im Umgang mit den Kindern und der Erziehung hat.

Wenn eine Frau/oder ein Mann die von Ihnen beschriebenen Erwartungen an den Zukünftigen hat, kann es schwer werden, trifft man auf einen Menschen, der mehr will als nur ein neuer Liebhaber sein.
 
G

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  • #15
ich habe eine Frage:
ich habe ein Kind und möchte jetzt nach fast 4J.ahren eine Partnerschaft eingehen
ich hatte ganze Zeit keine partnerschaft gehabt:warum auch immer(?) ich bin attraktiv und gebildet.
mein Kind hat noch nie einen Mann zu sehen bekommen.für ganze Zeit keinen Mann,
die frage wäre:eek:b es sich lohnen wird,falls mein Kind ganz zu seinem Vater gehen wäre,
sonst glaube ich ,kann ich keine partnerschaft aus eigener hemmungen nicht eingehen:verbietet mir das keiner:aber ich kann irgendwie keinen Freund haben...
 
  • #16
Liebe Mitleserin,

auch dafür gibt es wie so oft keine pauschale Regel nach dem Motto: "Nach dem vierten Treffen, sollten Sie...". Sie machen schon vieles richtig. Sie verhalten sich transparent, Sie treffen Männer, die von Ihrem Kind wissen (wenn ich Sie richtig verstanden haben).
Sie sollten es vom Kontakt und von der Entwicklung der Treffen abhängig machen. Ist der neue Mann an Ihnen und Ihrem Leben mehr und mehr interessiert, wird er sicher irgendwann den Wunsch äußern, Ihren Sohn kennenzulernen. Basis für eine Zusammenführen ist, dass Sie ein vertrauensvolles Verhältnis zu dem neuen Mann entwickelt haben und sich zunehmend sicher werden, dass es etwas Ernstes werden könnte.
Dann ist der richtige Zeitpunkt gekommen. Das erste Treffen mit Ihrem Sohn und dem Mann sollte kurz sein, etwas Kleines zusammen unternehmen oder nach Hause einladen, dann aber Programm mit dem Kind planen, damit alle beschäftigt sind. Das ist leichter, um Kontakt aufzubauen. Und kündigen Sie Ihrem Kind den Besuch an.
 
  • #17
@ 14:
Wenn ich Sie richtig verstehe, wird in Ihnen der Wunsch nach einer Partnerschaft so groß, dass Sie abwägen, Ihr Kind zu seinem Vater zu geben, damit Sie wieder frei für eine neue Liebe sein können, weil Sie sonst so gehemmt wären.

Sie erleiden einen dramatischen innerpsychischen Konflikt zwischen Ihren eigenen Bedürfnissen und Ihren Hemmungen, dies vor Ihrem Kind zu leben und ihm das zuzumuten. Sie sehen eine neue Partnerschaft als eine Entscheidung zwischen einer Liebe zu einem neuen Mann und der Liebe zu ihrem Kind. Doch solche Gefühlswelten lassen sich vereinbaren. Es muss keine Entscheidung dafür oder dagegen geben. Sie sollten sich meiner Meinung nach persönlich dazu beraten lassen. Eine seriöse Antwort darauf sprengt jeden Rahmen. Denn machen Sie sich bitte die Tragweite Ihrer Entscheidung und Ihrer Gefühle klar.
 
  • #18
Lieber Jaham,

interessante Erfahrung, die Sie machen. Gut, dass Sie erkannt haben, welchen Frauentypus Sie nicht an Ihrer Seite möchte und vor allem, in welche Rollen Sie nicht gedrängt werden wollen. Mein Tipp: Machen Sie deutlich, welchen Frauentyp Sie anziehend finden: Welche Lebensweise sollte sie haben, welche Persönlichkeit, welche emotionale Struktur? Machen Sie sich Gedanken darüber, was eine solche Frau wohl für einen Mann als Partner gerne hätte. Stellen Sie das in Ihrem Profil heraus. Und vor allem auch, was Sie nicht suchen. Bei der Selbstdarstellung ist es in so einem Fall der beste Weg: Wahrheit vor Schönheit.
Wenn Sie sich klar zeigen und äußern, werden Sie andere auch klar lesen können.
 
  • #19
Liebe Leser, die Zeit ist nun um. Wir bedauern, dass wir wie immer nur einen Teil Ihrer Fragen berücksichtigen konnten. Falls Ihnen noch eine Frage auf der Seele brennt, die Sie unserem Expertenteam gerne stellen möchten, können Sie diese auch gerne als Frage der Woche an Redaktion (at) ElitePartner.de senden. Ich hoffe, Sie fanden es dennoch genauso interessant wie wir. Wir bedanken uns bei Frau Fischbach für die spannende Diskussion.
 
  • #20
Liebe Frau Koppers, liebe Mit-Chatter,

vielen Dank für Ihre Fragen und das breite Spektrum. Schön, dass sich Männer und Frauen zu diesem Thema beteiligt haben. Ich wünsche allen noch einen schönen Abend.
Ihre Lisa Fischbach
 
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