• #1

Extrem unterschiedliches Nähe- und Distanzbedürfnis.

In meinem Test wurde festgestellt, dass ich ein sehr großes Nähebedürfnis habe. Deshalb erhalte ich Partnervorschläge die ein sehr großes Distanzbedürfnis haben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das in einer Beziehung wirklich funktionieren kann.

Ist bei solchen Extremen die "Spannung" die eine unterschiedliche Bedürfnislage schafft wirklich gesund? Oder ist das nicht vielleicht doch zu viel?

Und was würde eine Beziehung mit einem extrem Distanz-Orientierten Mann bedeuten? Hieße das etwa, dass der nähebedürftige Part dem anderen ständig hinterher rennt? Das würde ich sicher nicht tun wollen und schon mal gar nicht auf Dauer.

Wie geht man bestmöglich mit dem Nähe-Distanz Thema um, sodass eine Beziehung harmonisch wird? Kann mir jemand einen Rat hierzu geben?
 
  • #2
Ist das so? Das wäre ja völlig dämlich.

Nein, das Nähe-Distanz-Bedürfnis ist ein Aspekt, in dem beide Partner so gut wie möglich übereinstimmen und harmonieren müssen.

Logisch ist, dass extreme Positionen immer schwieriger sind als ausbalancierte. Zwei Partner mit extrem hohen Nähe-Bedürfnis haben möglicherweise wenig Stimulationen von außen und zwei Partner mit extrem hohen Distanz-Bedürfnis haben möglicherweise zu wenig gemeinsame Erlebnise, um zusammenzuschweißen. Aber Extreme sind selten gute Argumentationsgrundlagen.

Richtig ist, dass Menschen mit Nähe-Bedürfnis einen Partner wählen, der ebenfalls gerne Zweisamkeit genießt, viel zusammen unternehmen möchte, die Freundeskreise zusammenführen und Hobbys des anderen kennenlernen und teilen möchte.

Umgekehrt sollten auch Menschen mit Distanz-Bedürfnis Partner wählen, die ebenfalls Freiräume und Unabhängigkeit wünschen.

Gerade beim Nähe-Distanz-Bedrüfnis sind leider auch kaum Kompromisse möglich. Der eine fühlt sich eingeengt, redet von Klammern und Freiheitskacke, der andere fühl sich allein gelassen und nicht geborgen. Kompromisse tun hier immer weh, für beide Beteiligten. Daher sollte man hier wirklich einen passenden Partner wählen und nicht nachträglich Schmerzen und Kummer erleiden.

Dass zwei Menschen nie exakt übereinstimmen, ist logisch, aber die Tendenz sollte eben stimmen, und möglichst sollte der andere Partner mehr in Richtung Balance als zu einem Extrem tendieren.
 
  • #3
Ergänzen möchte ich noch, dass man diesem Persönlichkeitstest nicht allzu viel vertrauen sollte. gerade Nähe-Distanz kann man doch sehr gut selbst einschätzen. Wünscht man sich eher viel gemeinsame Unternehmungen oder braucht man viele Freiräume? Das weiß man doch von sich selbst. Es geht doch nicht um abgehobene, abstrakte Charaktermerkmale oder Psychospiele, sondern um das wahre Leben und um die eigenen Gefühle. Ich denke, diesnbezüglich liegen Fremdbild, Selbstbild und Realität nicht soweit auseinander, wen man ehrlich zu sich ist und seine Sehnsüchte, Wünsche und Abneigungen klar formuliert.
 
G

Gast

Gast
  • #4
Dieser Test besteht ja nur aus ein paar Fragen, bei denen die Antwort nun einmal auch von der Tagesform abhängt. Deshalb würde ich auch nicht so viel darauf geben. Und wenn die Gefühle stimmen, möchte man ohnehin oft zusammen sein; ganz unabhängig von irgendwelchen Testantworten.
 
L

Löwin

Gast
  • #5
Nein, das ist nicht wirklich sinnvoll.
Gerad ein diesem Punkt sollte Übereinstimmung herrschen. Frederikas Ausführungen ist nur wenig hinzuzufügen.

Ich hatte gerade eine kurze Episode mir einem Mann, dem es reichte, gelegentlich zu telefonieren und einmal in der Woche (evtl.) zu sehen und max (!) eine SMS ODER Mail am Tag.

Da kann ich dann kein Vertrauen aufbauen, kam mir eigentlich sogar verar.... vor.
Er sprach von langsam angehen....aber das war eher Stillstand.

Definitiv: Das funktioniert nicht.
 
G

Gast

Gast
  • #6
Bin auch der Meinung, dass es nicht funktioniert. Ich brauche auch viel Nähe aber natürlich auch ab und zu Zeit für mich alleine. Aber mein Exfreund war anders als ich. Er hat sich sehr wenig gemeldet und nicht dafür gesorgt, dass man sich öfters trifft. Ich habe viel mehr investiert sozusagen und irgendwann konnte ich nicht mehr. Man kommt sich vor, als ob man dem Partner hinterherlaufen würde. Auf Dauer klappt das nicht. Derjenige, der viel Distanzbedürfnis zeigt ist meistens der, der die Beziehung am Anfang weniger wollte. Und die Person, die Näherbedürfnis zeigt, hat das Gefül, das sie viel Liebe und Emotionen geben muss, damit sie überhaupt etwas zurück bekommt. So stellt sich ein Machtverhältnis dar. Ich finde ein extremes Distanzbedürfnis zeigt, dass man seinen Partner nicht vermisst, liebt und keine Bindungsgefühle hat. Ob man dann mit so einem Partner auf Dauer glücklich ist? Ich war es nicht mehr...
 
  • #7
Ich hatte beim Testergebnis das gleich Ergebnis als ich noch bei EP angemeldet war. Und ich bekam ebenfalls Partnervorschläge mit einem extremen Distanzbedürfnis. Ich merkte dann, dass da schon teilweise zu unterschiedliche Bedürfnisse da waren!
 
G

Gast

Gast
  • #8
Generell zu den Test und ihren Aussagen:

Im Kaffeesatz lesen ist deutlich zuverlässiger und aussagekräfiger. Man sollte die Tests nur aus Gründen des persönlichen Amüsements ausfüllen ...

Ob das mit Nähe und Distanz zwischen zwei Menschen harmoniert, zeigt sich ohnehin erst nach einer gewissen Zeit, vorab kann man immer nur auf vergangene Erfahrungen Bezug nehmen oder Wünsche formulieren.
 
G

Gast

Gast
  • #9
Aus meiner Erfahrung kann ich sagen - ich hatte damals, zum Zeitpunkt des Tests ein großes Distanzbedürfnis. Mein LG damals ebenfalls - heute ist das genau anders herum. Wir haben ein großes Nähebedürfnis, was allerdings einzig und allein in unserer Partnerschaft und in dem Mensch gegenüber zu begründen ist. Daher sagt diese Bewertung nur bedingt und auch nur auf den Stand zum Zeitpunkt des Tests etwas aus. Alles andere ergibt sich.
 
  • #10
Vielen lieben Dank für all die wertvollen und hilfreichen Antworten. Ich ziehe daraus das Fazit, dass man nicht allzu ernst mit dem Test umgehen sollte. Es geht eher um eine erste noch nicht wirklich verifizierte Tendenz.

Und was die Nähe zum Partner betrifft so ist es in jedem Fall besser, wenn beide zunächst Ähnliches wollen. Dann kommt die "Entfernung" bzw. wieder erneute "Annäherung" ganz von selbst und alles pendelt sich ein.

Es ist ja immer eine Momentaufnahme und in einer Beziehung gibt es eine große Dynamik.

Trotzdem werde ich diese Sache genau beobachten und bei meinem Gegenüber auch mal nachfragen, wie er dazu steht. :)
 
G

Gast

Gast
  • #11
Auch wenn es nur wenige Fragen sind, so fällt mir auf, dass das Ergebnis, auch wenn ich den Test aus Neugier an unterschiedlichen Tagen wiederholt habe, doch jedesmal ähnlich ist. Nicht in allen Punkten, bei Autarkie hatte ich die entgegengesetzten Extremwerte an einem Tag, aber doch beim großen Nähe-Bedürfnis.
Schade, dass man MP-mäßig abgewertet wird, wenn man sich beim Nähebedürfnis ähnlich fühlt. Abgesehen von diesem Punkt finde ich die Zuordnung per MP schon sehr treffend, mein jetziger Partner hat 97 MP, ab 88 Punkten konnte ich mit jemandem, der zusätzlich noch meine Interessen teilt, immer besser als mit jemandem unter dieser Marke.
Aber ich sehe auch nicht, dass das Nähe-Distanzbedürfnis unterschiedlich sein sollte. Wie beoco schreibt, ergeben sich Schwankungen aus der Dynamik des Lebens.... das reicht!!!
 
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