• #61
Einige Beiträge hier klingen für mich immer wiederkehrend nach Ausreden und nach Vorwänden, das machen Menschen gerne, die sich selbst im Weg stehen, die sich schwer tun mit Entscheidungen zu treffen, so lassen sich halt Probleme nicht lösen!!
 
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Lionne69

Gast
  • #62

Es geht nicht um Jammern.

Es ist eine Sache von Einstellungen, gelebten Werten.

Die Eltern gehören noch einer Generation an, da waren Traditionen wichtig, Familie.
Man hat etwas übernommen von den Generationen vorher, was diese aufbauten, pflegten.
Man hat sich selbst bemüht, zu pflegen und zu bewahren, damit man selbst wieder weiter geben kann an die nächsten. Da ist ein Wert dahinter, Verbundenheit, Fürsorge.

Diese Eltern haben für sich, für ihr Gefühl versagt, sie haben keinen Sohn bekommen, der den Namen und die Linie weiterführt - ob sie bei einem Sohn eine andere Ausbildung akzeptiert hätten?

Dann verdrängt man im Alltag, hofft vielleicht, dass es mit einem Schwiegersohn klappt, oder einem Enkel?
Ich spekuliere - vielleicht auch ein Grund, warum MissCosmo so druckvoll nach einem Partner/potentiellen Vater sucht - für die Eltern, die die Tradition, zur Heilung ihres "Versagens", zur Wiedergutmachung der Schuld?

Nun, und jetzt realisieren sie nach und nach, kein Nachfolger, der Familienbetrieb nicht viel wert, weder ideell noch materiell.
Das ist von ihrer Einstellung her das Scheitern ihres ganzen Lebens.

Dass sie ihr Auskommen hatten, ihren Töchtern die Ausbildung sicherten, sich einen Standard erarbeiteten, ein Zuhause haben UND ihr Alter gesichert ist, werden sie als Lebensleistung nicht sehen.
Vielleicht könnten ihnen das MissCosmo und ihre Schwester mal sagen - mit einem Danke an die Eltern, und etwas Verständnis.

Und so selten ist die Haltung nicht, bei Eltern, die etwas aufbauen und es funktioniert, und sie es gut weitergeben, ist ein Stolz da.

Familientraditionen können sehr schön sein, haben aber manchmal auch Schattenseiten.

W, 51
 
  • #63
kenne auch niemanden, der sich freiwillig selbständig machen würde - egal in welcher Branche. Es lohnt sich einfach nicht.
Eben ich sehe das auch so. Aus diesem Grund wollten meine Schwester und ich das auch nicht machen. Mir geht es in meinem jetzigen Angestelltenverhältnis weitaus besser als wenn ich selbstständig wäre.
Rede mit Deiner Schwester, sie betrifft es auch. Bereitet das Gespräch vor mit Euren Eltern.
Sagt ihnen die Realität, die sie nicht sehen wollen.
Meine Schwester ist gerade mit ihrer Risikoschwangerschaft beschäftigt, aber wir haben ihnen das schon oft gesagt. Womit wir bei einem weiteren Nachteil der Selbstständigkeit für Frauen wären: Keine gesetzlich geregelte Elternzeit, alles dein eigenes Problem dann als Frau!
Deine Eltern sollten der Tatsache ins Auge blicken, dass sich die Zeiten geändert haben. Haben sie das nicht mitbekommen?
Doch, sie selbst würden sich auch nicht mehr selbstständig machen und wissen nur zu gut, welche Nachteile es mit sich bringt. Trotzdem wollen sie halt nichts unversucht lassen, dass sich vll doch noch jmd findet. Aber nach so vielen Jahren schwindet die Hoffnung...
 
L

Lionne69

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  • #64
Als Randbemerkung

Ich bin gerne und bewusst Freiberuflerin, keine Vorgesetzten, wunderbar...

Allerdings bin ich inzwischen gut abgesichert und muss nicht mehr so viel, ich kann auch Nein sagen.

Man muss Selbstständigkeit können und wollen - unabhängig ob Frau oder nicht.

W, 51
 
  • #65
Die hier oft geforderte Rentenversicherungspflicht von Selbstständigen existiert übrigens in einer Vielzahl von Berufen. Unter anderem auch bei Handwerkern, die von Meisterpflicht betroffen sind. Es spielt auch keine Rolle, ob man Gewinn oder Verlust macht, man ist schließlich selbstständig und daher zahlt man immer! Wenigstens aber den Mindestbeitrag. Vollständigen Anspruch auf die Leistungen, wie z. B. Reha, hat man selbstverständlich aber nicht. Man sollte hier keine Gerechtigkeitsdebatte führen, so schlecht geht es Angestellten gar nicht.

Und was die Attraktivität vom Handwerk an geht mit dem angeblich goldenen Boden, wird schnell von der Realität eingeholt, wenn man aufgrund von Fachkräftemangel nicht wachsen kann und eben nicht zur Verdienstspitze gehört. Wenn man bei gleicher Arbeitszeit als selbstständiger Elektromeister weniger als eine Erzieherin verdient, kann der Mangel auf Kundenseite gar nicht so schlimm sein und ich darf seitdem viel Zeit mit meiner Tochter verbringen. Mit Kindern zuhause bleiben ist meiner Meinung nach ein Privileg, das noch viele Männer für sich entdecken werden.

Wenn der Betrieb eine Gelddruckmaschine wäre, würden die Leute Schlange stehen, aber mit viel harter Arbeit gerade so solide über die Runden kommen, will halt keiner. Dies seinen Kindern aufzubürden, finde ich schäbig. Also verkauft das Inventar und macht den Laden dicht. Die Angestellten, sofern gute Handwerker, werden ohne Strömungsabriss woanders weiterarbeiten können und machen sich zu Recht keine Sorgen.
 
  • #66
Ich finde es auch unmöglich, dass deine Eltern dir/ euch Vorwürfe machen.

Deine Eltern hätten sich bereits nach euren Geburten so langsam darauf einstellen können, dass der Familienbetrieb nicht fortgeführt werden wird. Das war vor ca. 30 Jahren.
Es gibt nun mal kaum Frauen, die in handwerklichen Berufen arbeiten wollen. Spätestens als ihr 15/16 J. gewesen seid, hätten sie aktiv werden müssen. In dem Alter wusstest ihr sicherlich schon welche Richtung ihr beruflich einschlagen wolltet.

Oder haben deine Eltern gehofft, ihr werdet einen entsprechenden Partner finden? Das kann ich mir nicht vorstellen.

Fazit: Deine Eltern haben sehr viele Jahre Zeit gehabt, sich extern um einen Nachfolger zu bemühen.
 
  • #67
Dies seinen Kindern aufzubürden, finde ich schäbig.
Gut zu hören. Man muss auch sehen, dass meine Schwester und ich beide sehr gute Ausbildungen und sehr gute Jobs haben, zu guten Konditionen. Mir geht es so einfach besser wie mit einem kleinen Handwerksbetrieb, welcher mich thematisch nicht interessiert und wo ich mich todschufte.
Dann verdrängt man im Alltag, hofft vielleicht, dass es mit einem Schwiegersohn klappt,
Unsere Position zum Thema Schwiegersohn ist eindeutig: Die Zeiten sind vorbei. Meine Eltern würden nicht wollen, dass wir uns derart von einem Mann abhängig machen.

Alle Fälle die wir kennen, wo der Schwiegersohn den Betrieb übernommen hat, sind maßlos gescheitert. Am Ende war der Mann weg und die Frau stand alleine da. Nie im Leben würden wir das machen.

Meine Schwester und ich hatten beide 3 langjährige Beziehungen: Keiner, wirklich keiner dieser 6 Männer wollte mit dem Betrieb was zu tun haben. Auch Männer haben gute Ausbildungen und damit auch meist keine Lust auf kleine Handwerksbetriebe auf dem Land wo sie sich todschuften.

Dann doch lieber die sichere Stelle im Konzern mit Aufsteigschancen, sicherem Gehalt und Urlaub. Weniger Stress, bessere Position und mehr Geld. Wozu für wenig Geld todschuften und mit 50 auf Grund von körperlicher Beschwerden in die Berufsunfähigkeit oder als Fernfahrer umschulen? Auch Männer, die gut gebildet sind, würden einen ländlichen Handwerksbetrieb nicht übernehmen.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Lionne69

Gast
  • #68
Es gibt nun mal kaum Frauen, die in handwerklichen Berufen arbeiten wollen.

Der passende Kommentar zum Thema Mansplaining. Und Emanzipation der Frau - sorry, das musste sein.

Es gibt immer mehr Frauen, die es sich zutrauen. Und dann auch gut machen, die wollen dann wirklich.

Es hätte durchaus sein können, dass auch eine Tochter in die Fußstapfen tritt, warum nicht? Oder ein Sohn nein sagt.

W, 51
 
  • #69
Auch Männer haben gute Ausbildungen und damit auch meist keine Lust auf kleine Handwerksbetriebe auf dem Land wo sie sich todschuften.

Dann doch lieber die sichere Stelle im Konzern mit Aufsteigschancen, sicherem Gehalt und Urlaub. Weniger Stress, bessere Position und mehr Geld.
Ich würde das nicht pauschal schlechtreden. Ein Studium mit Karriere im Konzern ist heute auch kein Selbstläufer mehr. Andererseits will sich keiner mehr die Finger schmutzig machen und bei hohen Abiturquoten wollen eben auch viele lieber studieren gehen.

Aus meiner Sicht ist ein gut aufgestellter Handwerksbetrieb auch heute noch attraktiv. Aber je nachdem, was man für den Einstieg zahlen muss, ist das eben auch erstmal ein großer Aufwand. Mit Gebäuden und Werkstattausstattung ist das schnell satt sechsstellig.
Gute Mitarbeiter braucht man natürlich auch und Verantwortung ist etwas, das auch nicht jeder übernehmen will. Dann ist man aber auch in Führungspositionen woanders falsch. Man muss das eben nicht nur wollen, sondern auch können.
Es gibt nun mal kaum Frauen, die in handwerklichen Berufen arbeiten wollen.
Klar, die wollen ja studieren und in Führungspositionen arbeiten :)
Ich hatte jetzt schon mehrfach Frauen für diverse Arbeiten beauftragt und kann nicht feststellen, dass die das nicht genauso gut können wir Männer. Gibt es irgendeinen schlüssigen Grund, warum Frauen dann Friseurin oder Arzthelferin werden statt Elektromeisterin oder Malermeisterin? Es wird Zeit, dass auch in der Richtung Frauen stärker beteiligt werden. Aber man kann ja nicht überall Quoten einführen...
Alle Fälle die wir kennen, wo der Schwiegersohn den Betrieb übernommen hat, sind maßlos gescheitert. Am Ende war der Mann weg und die Frau stand alleine da. Nie im Leben würden wir das machen.
Teil des Problems ist sicher auch, dass das in vielen kleineren Betrieben eng verwoben ist, wenn dann zum Beispiel die Frau das Büro macht und nicht richtig abgesichert ist.
Die Konstellation ist sicher für alle Beteiligten brisant.
 
  • #70
Der passende Kommentar zum Thema Mansplaining. Und Emanzipation der Frau - sorry, das musste sein.

Es gibt immer mehr Frauen, die es sich zutrauen. Und dann auch gut machen, die wollen dann wirklich.
Naja; es sind zahlenmäßig trotzdem nicht so viele und ich denke, das liegt auch sehr am Interesse. Das ist eben unterschiedlich verteilt und meiner Meinung nach auch biologisch begründet (ich hab ja schon mal erzählt, dass meine ganzen sehr linken Freunde dran verzweifeln, dass die Söhne sofort Hammer und Autos lieben im Kleinkindalter und die Mädchen alle Puppen, obwohl die bei einer ebenfalls sehr linken Tagesmutter sind...). Lehrlinge beim Handwerk sind je nach Profession 1,5-8% Frauen. Ich denke, ein Teil liegt sicher daran, dass es Frauen im Männerberuf schwer haben, aber ganz sicher ist das nicht der Hauptgrund, denn bei anderen Berufen (Arzt) hat sich das ja, seit Frauen erlaubt waren, extrem gedreht.
Mein Vater wollte mir auch gern beibringen, wie man das Fahrrad repariert und so weiter, für mich war das (blöderweise) sterbenslangweilig; ich möchte auch jetzt noch, dass alles funktioniert, aber Technik und Bauen interessiert mich überhaupt nicht; der Vater meiner Freundin hat sie quasi zum IT-Leistungskurs getragen, obwohl sie dafür auch kein Talent hatte, weil er dachte, das wär beruflich doch auch super. Ich kenn einige Leute, die gern einen Handwerksberuf lernen wollten und das auch getan haben - keine einzige Frau. Keine, weil weil sie sich das nicht zugetraut hätte, sondern alle rein aus Interesse. Aber hier in diesem Falle wäre natürlich auch ein Sohn kein Garant dafür gewesen, dass das später übernommen wird.
Die Eltern gehören noch einer Generation an, da waren Traditionen wichtig, Familie.
Man hat etwas übernommen von den Generationen vorher, was diese aufbauten, pflegten.
Man hat sich selbst bemüht, zu pflegen und zu bewahren, damit man selbst wieder weiter geben kann an die nächsten. Da ist ein Wert dahinter, Verbundenheit, Fürsorge.
Ja, das stimmt. Das hat sich eben geändert. Meist zum Vorteil für die Kinder, aber natürlich ist es sehr schade für Familienbetriebe.
Meine Firma ist auch ein Familienbetrieb, wenn auch sehr groß mittlerweile. Da war es auch lange nicht klar, ob die Tochter das übernehmen will. Hat sie jetzt, aber der Vater hat ihr freie Wahl gelassen. Ich versteh auch die Enttäuschung der Eltern, aber es wäre schlimm, wenn man so etwas nur den Eltern zuliebe macht. Man hat ja nur ein Leben.

Von mir auch Dank an die neue Moderation, ich finde es auch sehr schön, dass jetzt Themen auch bisschen "laufengelassen" werden! 🌞
 
  • #71
Gut zu hören. Man muss auch sehen, dass meine Schwester und ich beide sehr gute Ausbildungen und sehr gute Jobs haben, zu guten Konditionen. Mir geht es so einfach besser wie mit einem kleinen Handwerksbetrieb, welcher mich thematisch nicht interessiert und wo ich mich todschufte.

Unsere Position zum Thema Schwiegersohn ist eindeutig: Die Zeiten sind vorbei. Meine Eltern würden nicht wollen, dass wir uns derart von einem Mann abhängig machen.

Alle Fälle die wir kennen, wo der Schwiegersohn den Betrieb übernommen hat, sind maßlos gescheitert. Am Ende war der Mann weg und die Frau stand alleine da. Nie im Leben würden wir das machen.

Meine Schwester und ich hatten beide 3 langjährige Beziehungen: Keiner, wirklich keiner dieser 6 Männer wollte mit dem Betrieb was zu tun haben. Auch Männer haben gute Ausbildungen und damit auch meist keine Lust auf kleine Handwerksbetriebe auf dem Land wo sie sich todschuften.

Dann doch lieber die sichere Stelle im Konzern mit Aufsteigschancen, sicherem Gehalt und Urlaub. Weniger Stress, bessere Position und mehr Geld. Wozu für wenig Geld todschuften und mit 50 auf Grund von körperlicher Beschwerden in die Berufsunfähigkeit oder als Fernfahrer umschulen? Auch Männer, die gut gebildet sind, würden einen ländlichen Handwerksbetrieb nicht übernehmen.
Sorry, aber ganz verstehe ich das nicht. Ich kenne ausreichend Schreiner innen und andere Frauen in handwerklichen Berufen, die das total gerne machen und natürlich körperlich arbeiten, aber totschuften nun eher nicht. Langsam glaube ich auch, es ist da ein gravierender Haken, den du uns noch nicht offenbart hast. Als mein Vater seinen Betrieb verkauft hat, hat er die Maschinen und die Kundschaft an einen Kollegen verkauft, allerdings sehr billig, aber egal. Weg ist weg.
 
  • #72
Der passende Kommentar zum Thema Mansplaining. Und Emanzipation der Frau - sorry, das musste sein.

Es gibt immer mehr Frauen, die es sich zutrauen. Und dann auch gut machen, die wollen dann wirklich.
Jetzt mach ich mal echtes Mansplaining.

Die weiblichen Meister seit 1999 hatten den Höhepunkt in 2010 mit 4711 bestandenen Prüfungen.

In 2019 waren es nur noch 3445 bestandene Prüfungen für die Frauen.

Über den Daumen ein Viertel weniger. Eine beachtliche Steigerung.

Wenn ich Fakten diskutieren will, dann schaue ich mir die Daten an und fühle die nicht aus dem Bauch.

Wenn wir jetzt die Branche der FS kennen würden, könnten wir über harte Fakten schreiben.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #73
Schreiner innen und andere Frauen in handwerklichen Berufen, die das total gerne machen und natürlich körperlich arbeiten, aber totschuften nun eher nicht.
Sind die auch selbstständig? Das ist ganz was anderes als angestellt. Ein Firmeninhaber hat ja viel mehr Druck und Verantwortung als ein Angestellter. Es geht ja um die Frage der Selbstständigkeit.
Meine Firma ist auch ein Familienbetrieb, wenn auch sehr groß mittlerweile. Da war es auch lange nicht klar, ob die Tochter das übernehmen will.
Eine große Firma bietet gleich mehrere Vorteile: Der Inhaber kann vieles delegieren, technische Leiter, Geschäftsführer usw anstellen. Wäre die Firma so groß, dass meine Schwester und ich zb ins Büro könnten und für jeden Bereich genug Leitungspersonal hätten, dann hätten wir das auch gemacht.

Eine Freundin von mir ist jetzt mit ihrem Bruder in die Firma des Vaters eingestiegen. Sie arbeitet halbtags im Büro und kümmert sich um Personalfragen usw. Für alles gibt es angestellte Geschäftsführer, da sie das auch nicht gelernt hat. Aber das ist eine Firma mit 3000 Mitarbeiter und kann mit einem 5 Mann Kleinstbetrieb in keinster Weise verglichen werden. So wie es bei ihr ist hätte ich es auch gerne gemacht. Aber mit 5 Mitarbeitern nicht möglich!
 
  • #74
Ich hatte jetzt schon mehrfach Frauen für diverse Arbeiten beauftragt und kann nicht feststellen, dass die das nicht genauso gut können wir Männer.
Ich habe auch nicht geschrieben, dass Frauen es nicht können, sondern oftmals nicht wollen! Natürlich können sie das, mit Sicherheit können sie die Tätigkeiten genauso oder besser ausführen als Männer!

Ich bin in einem Dorf mit vielen Familienbetrieben (Zimmerei, Bauunternehmen etc.) aufgewachsen. Gerade einmal eine Frau wollte den Betrieb ihrer Eltern übernehmen.

Unsere direkten Nachbarn (landwirtschaftlicher Betrieb) haben vier Töchter. Alle arbeiten jetzt in sozialen oder kaufmännischen Berufen, obwohl sie früh an die Arbeit herangeführt worden sind und der Betrieb gut läuft. Es interessiert sie schlichtweg einfach nicht!
 
  • #75
Ich bin auch total begeistert von der neuen Moderation und deren Freischaltverhalten. Und ich schätze auch sehr die persönlichen, teilweise witzigen Anmerkungen. Chapeau!
Ja, das stimmt! Sehr positiv! Früher wurde nur ein Bruchteil freigeschaltet und meist nur Schön-Gerede. Heftige, wütende oder angreifende/ rechtfertigende Posts wurden früher kaum veröffentlicht. Jetzt ist alles viel ehrlicher, intensiver und somit auch ein lebendigerer Austausch geworden. Und wir @INSPIRATIONMASTER, auch viele andere hier und ebenso ich immer betonen: Ein nur höflich-freundliches Bauch-Gepinsle und Unter den Teppich-Gekehre hilft auch keinem FS.

Und persönliche oder witzige Anmerkungen gab es früher auch nicht so! Chapeu auch von meiner Seite an Euch, liebe neue Moderation! Ihr macht dieses Forum um ein Vielfaches authentischer, glaubwürdiger und lebendiger! Und man bemerkt SEHR positiv, dass auch Ihr Menschen seid!

Anm. der Mod: Vielen Dank. Dann war das mit der Kritik an die Mod. wohl nur ein Missverständnis. Es ist schwierig, jedem gerecht zu werden, daher sollten auch kritische Beiträge immer respektvoll verfasst sein. Das wirkt sich positiv auf das Forum aus und erleichtert auch die Arbeit der Mod. ungemein.
 
  • #76
Lehrlinge beim Handwerk sind je nach Profession 1,5-8% Frauen.
In technischen Studiengängen sieht es genauso aus. Wahrscheinlich helfen dann auch da nur Quoten? Sonst bekommen wir in diesen Bereichen auch nicht genügend Frauen in die Führungspositionen. Letztlich funktioniert das nur, wenn Frauen sich in allen Bereichen engagieren. Oder wir eben spezifische Quoten haben.
Ich denke, ein Teil liegt sicher daran, dass es Frauen im Männerberuf schwer haben, aber ganz sicher ist das nicht der Hauptgrund, denn bei anderen Berufen (Arzt) hat sich das ja, seit Frauen erlaubt waren, extrem gedreht.
Was meinst Du damit? Meiden Frauen die Berufe, in denen sie "hart" arbeiten müssten? Dann müssten sie Pflegeberufe mit Schichtdienst eigentlich auch meiden. Oder werden sie als Schreinerin, Elektrikerin oder Bäckerin benachteiligt? Warum?
Gerade im medizinischen Bereich fällt der geringe Anteil von Frauen in leitenden Positionen auf, obwohl es da mittlerweile mehr Frauen als Männer gibt. Liegt das nur an Männerseilschaften?
Mein Vater wollte mir auch gern beibringen, wie man das Fahrrad repariert und so weiter, für mich war das (blöderweise) sterbenslangweilig; ich möchte auch jetzt noch, dass alles funktioniert, aber Technik und Bauen interessiert mich überhaupt nicht;
Ich kann das nachvollziehen, aber daran scheitert doch dann grundlegend das Vorgehen beim Thema "Gleichstellung" in vielen Bereichen, weil die Erfüllung von Quoten dann kaum möglich ist.
Aber hier in diesem Falle wäre natürlich auch ein Sohn kein Garant dafür gewesen, dass das später übernommen wird.
Sehe ich auch so. Handwerk wird insgesamt weniger nachgefragt, wenn die Alternative ein Studium ist. Das ist auch kein frauenspezifisches Problem.
Den Beruf und den Job sollte man sich danach aussuchen, was einen selbst interessiert und wie es zur eigenen Lebensgestaltung passt.
 
  • #77
Wenn wir jetzt die Branche der FS kennen würden, könnten wir über harte Fakten schreiben.
Ich möchte die Branche hier nicht nennen.

Aber ich habe es gegoogelt: Der Anteil weiblicher Absolventen in dem benötigten Handwerksberuf liegt die letzten 10 Jahre konstant bei ca. 2%. Beim Meister genauso.

Extrem wenig im Vergleich zu zb Malern oder kfz Mechanikern.

Ich habe tatsächlich mal ein 3 monatiges Praktikum in dem Beruf gemacht, weil meine Eltern das so wollten. Es hat mir gar nicht gefallen, ich war als Frau körperlich mit schweren Gewichten usw benachteiligt und mich interessiert es auch nicht sonderlich. Dann habe ich mich eben für ein Studium entschieden, so wie eigentlich alle anderen aus meiner Abiklasse auch.
 
  • #78
Unsere direkten Nachbarn (landwirtschaftlicher Betrieb) haben vier Töchter. Alle arbeiten jetzt in sozialen oder kaufmännischen Berufen, obwohl sie früh an die Arbeit herangeführt worden sind und der Betrieb gut läuft. Es interessiert sie schlichtweg einfach nicht!
Ganz einfach, weil sie sehen welcher Arbeitsaufwand dahinter steckt, solche Leute arbeiten meist Tag und halb Nacht, haben ausschließlich Arbeit im Kopf, keine Freizeit, kein Urlaub, kein Wellness, keine Auszeit, keine anderen Gedanken, nur arbeiten!
 
  • #79
Eine große Firma bietet gleich mehrere Vorteile: Der Inhaber kann vieles delegieren, technische Leiter, Geschäftsführer usw anstellen. Wäre die Firma so groß, dass meine Schwester und ich zb ins Büro könnten und für jeden Bereich genug Leitungspersonal hätten, dann hätten wir das auch gemacht.
Auch große Firmen entstehen nicht von selbst. Der Inhaber ist genauso selbstständig, trägt die Verantwortung und das Risiko.
Was ist dann "ins Büro"? Würdest Du die Firma leiten wollen, wenn sie größer wäre? Dann baue sie doch aus und mache sie größer?
Eine Freundin von mir ist jetzt mit ihrem Bruder in die Firma des Vaters eingestiegen. Sie arbeitet halbtags im Büro und kümmert sich um Personalfragen usw. Für alles gibt es angestellte Geschäftsführer, da sie das auch nicht gelernt hat. Aber das ist eine Firma mit 3000 Mitarbeiter und kann mit einem 5 Mann Kleinstbetrieb in keinster Weise verglichen werden. So wie es bei ihr ist hätte ich es auch gerne gemacht. Aber mit 5 Mitarbeitern nicht möglich!
Was ist "mit eingestiegen", wenn man halbtags ein wenig "Personal macht" und keinen Plan hat von dem, was in der Firma passiert? Wenn die Arbeit andere machen, kann man doch gleich die Firma verkaufen oder von den Erträgen leben.
Im Kern ist es doch dann eine geerbte Firma, von der man Erträge bekommt, aber im Grunde nichts beiträgt. Die Mindestleistung wäre doch dann, die richtigen Geschäftsführer auswählen zu können und auch zu überwachen, was sie tun.

Wenn man will, kann man dann genauso einen Handwerksbetrieb leiten, einen Meister einstellen und sich um Finanzen, Werbung und Personal kümmern.
Ein Studienkollege von mir ist in das Unternehmen des Vaters eingestiegen. 300 Leute, er ist reichlich beschäftigt, entwickelt das strategisch weiter, hat viel Arbeit und auch ein sehr gutes Einkommen. Das kommt aber nicht von selbst. Gute Ausbildung, entsprechende Vorpositionen, technisch und kaufmännisch beschlagen.

Vielleicht ist die Vorstellung von "Ich bin Chef und delegiere die Arbeit" einfach ein wenig romantisierend...
 
  • #80
In technischen Studiengängen sieht es genauso aus. Wahrscheinlich helfen dann auch da nur Quoten?
Bei Quoten hat man dann aber das Problem, dass die, die gut sind, nicht genommen werden, stattdessen viel schlechtere Frauen (denn wenn man auf 50/50 will, müssten es ja viel mehr Frauen sein als das Studium anfangen wollen; also je nach Bereich)
Was meinst Du damit? Meiden Frauen die Berufe, in denen sie "hart" arbeiten müssten?
Nein; ich meine einfach das Interesse. Das sollte ja da sein. Also; in allen Ländern, in denen Frauen freie Wahlmöglichkeiten, gehen sie eher in den sozialen Sektor (was ja auch nicht unbedingt leichter ist, siehe Pflege), aber eben nicht technisch. Wie gesagt, ich denke, da ist biologisch begründet schon was anders verdrahtet im Gehirn. Warum haben so wenig Männer Interesse am Kindergärtner sein? Ich glaube nicht, dass das nur am Prestige liegt, denn es gibt andere Berufe wie auf dem Bau, wo auch fast nur Männer sind, und die sind auch nicht höher angesehen und auch nicht unbedingt besser bezahlt. Problem ist natürlich immer, das zu beweisen; ob das der soziale Einfluss ist oder biologisch bedingt. Aber ich für meinen Teil vom Studium glaube einfach nicht, dass die Interessenkurven identisch verteilt sind (immer Dichtefunktion, das heißt, verschoben, so dass das nie für alle gilt!). Hormone und Gehirne unterscheiden sich doch, was nicht bedeutet, dass Mann oder Frau schlechter ist. Ich finde es wichtig, wenn eine Frau, die einen Technikberuf lernen will, das auch kann, ohne gemobbt zu werden. Aber ich möchte auch nicht in einen technischen Beruf gezwungen werden, weil das von außen 50/50 sein soll. Ich habe einfach Interesse an Biologie, Lebewesen und null an Technik, obwohl mir immer klar war, dass das berufstechnisch besser wäre. Im technischen Studium meines Freundes haben wenig Frauen mit angefangen und sehr viele aufgehört, weil es für sie einfach nicht interessant war, haben danach Germanistik oder so angefangen.
Gleiches sehe ich, hab ich ja schon mal geschrieben, auch bei Führungspositionen. Ich kenne weniger Frauen, die diese Positionen wollen, viel mehr Männer, denen das wichtig ist, und unsere Firma sucht händeringend Frauen! Wenn aber keine will, soll man dann eine schlechtere nehmen? Auch Klinikchef wird man meist nur, wenn man auch das Bedürfnis nach Macht und Ansehen hat, ansonsten tut sich den Stress keiner an. Machen eben auch eher Männer, bekomme ich aus erster Hand mit. Es mag in gewissen Branchen auch noch an Seilschaften liegen, aber in der Medizin sicher nicht.
Gleichberechtigung bedeutet für mich nicht, dass überall Mann/Frau gleich verteilt sein muss. Nicht Gleichheit, sondern gleiche Rechten und Pflichten, trotz eventueller Unterschiede.
 
  • #81
Eine große Firma bietet gleich mehrere Vorteile: Der Inhaber kann vieles delegieren, technische Leiter, Geschäftsführer usw anstellen. Wäre die Firma so groß, dass meine Schwester und ich zb ins Büro könnten und für jeden Bereich genug Leitungspersonal hätten, dann hätten wir das auch gemacht.
Wie gesagt, ich verstehe das absolut. Ich hab das auch nur angeführt als Beispiel dafür, dass heutzutage eben keiner davon ausgehen sollte, dass die Kinder seine Firma übernehmen :) Auch wenn ich mir vorstellen kann, wie schwer das für die Eltern sein kann.
 
  • #82
Es gibt nun mal kaum Frauen, die in handwerklichen Berufen arbeiten wollen.
Ich denke, Du meinst sowas wie "Dachdecker" usw.. Aber Friseurinnen, Goldschmiedinnen, Bäckerinnen, Konditorinnen, Schneiderinnen, Fotografinnen, Raumausstatterinnen, Kosmetikerinnen sind auch Handwerkerinnen.
Ich habe gerade gegoogelt: Auch Optikerinnen und Nageldesignerinnen.

Nur mal so als Anmerkung, das sind mit Sicherheit keine Branchen, die die Eltern der FS betreffen.
 
  • #83
Ich denke, Du meinst sowas wie "Dachdecker" usw.. Aber Friseurinnen, Goldschmiedinnen, Bäckerinnen, Konditorinnen, Schneiderinnen, Fotografinnen, Raumausstatterinnen, Kosmetikerinnen sind auch Handwerkerinnen.
Ich habe gerade gegoogelt: Auch Optikerinnen und Nageldesignerinnen.

Nur mal so als Anmerkung, das sind mit Sicherheit keine Branchen, die die Eltern der FS betreffen.
Ja, ich meinte das Bauhaupt- u. Baunebengewerbe, Elektro- Metallgewerbe o.Ä.
 
  • #84
Wenn man will, kann man dann genauso einen Handwerksbetrieb leiten, einen Meister einstellen und sich um Finanzen, Werbung und Personal kümmern.
Wenn man will, dann könnte man das. Mein Vater macht das ja auch, nur dass er selbst auch den Meister hat und auf Grund der kleinen Größe des Betriebs überall mitarbeitet, sich also auch mal an den Stapler oder auf den LKW setzt. In dieser Betriebsgröße ist es nicht möglich, nicht auch in der Technik mitzuarbeiten.

Ich habe das im Praktikum versucht und mir gefällt es nicht und es interessiert mich auch nicht. Zudem möchte ich nicht ganz alleine das volle Unternehmensrisiko tragen. Denn: Wenn ich scheitere, dann kann ich in die Insolvenz gehen. Wenn ich in meinem jetzigen Job Fehler mache, dann bekomme ich schlimmstenfalls die Kündigung.
Was ist "mit eingestiegen", wenn man halbtags ein wenig "Personal macht" und keinen Plan hat von dem, was in der Firma passiert?
Sie wird eben so die Firma als zweite Inhaberin neben ihrem Bruder mitbesitzen. So etwas könnte ich auch und würde ich auch gerne machen, das könnte doch eigentlich jeder! Es geht halt darum, dass es neue Inhaber gibt. Alle operativen Geschäfte regeln die angestellten Geschäftsführer. Das kann jeder, aber bei meinen Eltern handelt es sich eben um einen Kleinbetrieb, wo das so nicht geht.
 
  • #85
...
Gleichberechtigung bedeutet für mich nicht, dass überall Mann/Frau gleich verteilt sein muss. Nicht Gleichheit, sondern gleiche Rechten und Pflichten, trotz eventueller Unterschiede.
Sehe ich auch so. Die Genderwissenschaften sehen das anders. Gesellschaftlich betrachtet kann man das aus meiner Sicht nur so regeln, dass die Gesellschaft insgesamt den größten Nutzen hat und der Einzelne zufrieden ist.

Wenn Du mit Quoten anfängst, müsstest Du die in Deutschland "gerecht" machen. Die Reibungsverluste dabei schaden uns allen. Aber dann müsstest Du eben auch eine Männerquote im Kindergarten einführen und Stellen für Ober- oder Chefärzte konsequent offen lassen, bis eine Frau sie besetzen möchte. Und in einem Technologiekonzern eben ohne Vorstand arbeiten, bis sich Frauen finden. Die Forderung danach ist Irrsinn.

Aus meiner Perspektive soll jeder machen, was er gut und gerne tut und dabei keine Steine in den Weg gelegt bekommen. Wir lesen ja hier, dass Frauen eben den Handwerksbetrieb auch gar nicht führen wollen. Ist doch in Ordnung und dafür sollte man sich nicht entschuldigen müssen. Es gibt auch genügend Männer, denen wird das einfach aufgedrückt.
 
  • #86
Ich habe das im Praktikum versucht und mir gefällt es nicht und es interessiert mich auch nicht. Zudem möchte ich nicht ganz alleine das volle Unternehmensrisiko tragen. Denn: Wenn ich scheitere, dann kann ich in die Insolvenz gehen. Wenn ich in meinem jetzigen Job Fehler mache, dann bekomme ich schlimmstenfalls die Kündigung.
Ist ja auch in Ordnung, dass sucht sich eben jeder aus. Auch hier:
Sie wird eben so die Firma als zweite Inhaberin neben ihrem Bruder mitbesitzen. So etwas könnte ich auch und würde ich auch gerne machen, das könnte doch eigentlich jeder!
Klar. Chef kann jeder, bisschen rumsitzen und Kaffee trinken. Für 3000 Menschen "Personal" ist ein lockerer Halbtagsjob.

Sorry, die Denkweise finde ich völlig verantwortungslos gegenüber 3000 Menschen, die wie Du völlig berechtigt keine Verantwortung tragen wollen, sondern einfach einen Job haben wollen. Und nein, "Inhaber" kann nicht jeder. Nicht umsonst scheitern solche Unternehmen oft in der dritten Generation.
Das ist nämlich etwas anderes als "Geschäftsführer einstellen und Geld kassieren".
 
  • #87
die wie Du völlig berechtigt keine Verantwortung tragen wollen, sondern einfach einen Job haben wollen.
Klar, dass bei 3000 Mitarbeiter mehrere Bürokräfte für das Personal zuständig sind.

Ich habe Abitur, einen sehr guten Studienabschluss und einen festen Vollzeitjob mit gutem Gehalt. Ich trage beruflich in der Tat Verantwortung, sogar für ein ganzes Team. Ich habe mich mit Fleiß und Ehrgeiz hochgearbeitet.

Ich denke also nicht, dass ich keine Verantwortung tragen möchte, nur weil ich keinen 5 Mann Handwerksbetrieb in einer mir völlig fremden Branche leiten möchte.

Aber in der Tat: Ich möchte die alleinige Gesamtverantwortung für diesen Betrieb nicht tragen. Sowas muss man können, gelernt haben, Interesse haben, den Meister haben,wirklich wollen. Das trifft auf mich nicht zu, daher lehne ich die Verantwortung ab und bleibe in meinem gelernten Beruf.
 
  • #88
Das ist sicherlich nicht deine Schuld! Zieh dir den Schuh nicht an, dass ist das alleinige Problem deiner Eltern. Ich finde es frech, dir die Schuld zu geben. Wenn keiner will, müssen sie ihren Betrieb eben zu machen.
Das finde ich auch. Mir ist es bei allem wichtig, dass mein Sohn mal einen anständigen Job hat.

Das einzige was ich mir schwer vorstelle wenn man den Betrieb zumacht. Nicht falsch verstehen. Das ist mitnichten die Schuld der FS. Die Angestellten sind dann erst mal ohne Job da.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #89
Sind die auch selbstständig? Das ist ganz was anderes als angestellt. Ein Firmeninhaber hat ja viel mehr Druck und Verantwortung als ein Angestellter. Es geht ja um die Frage der Selbstständigkeit.

Eine große Firma bietet gleich mehrere Vorteile: Der Inhaber kann vieles delegieren, technische Leiter, Geschäftsführer usw anstellen. Wäre die Firma so groß, dass meine Schwester und ich zb ins Büro könnten und für jeden Bereich genug Leitungspersonal hätten, dann hätten wir das auch gemacht.

Eine Freundin von mir ist jetzt mit ihrem Bruder in die Firma des Vaters eingestiegen. Sie arbeitet halbtags im Büro und kümmert sich um Personalfragen usw. Für alles gibt es angestellte Geschäftsführer, da sie das auch nicht gelernt hat. Aber das ist eine Firma mit 3000 Mitarbeiter und kann mit einem 5 Mann Kleinstbetrieb in keinster Weise verglichen werden. So wie es bei ihr ist hätte ich es auch gerne gemacht. Aber mit 5 Mitarbeitern nicht möglich!
Sie sind selbständig. Warum such nicht. Ich in seit über 30 Jahren auch selbstständig.
 
  • #90
Sorry, die Denkweise finde ich völlig verantwortungslos gegenüber 3000 Menschen, die wie Du völlig berechtigt keine Verantwortung tragen wollen, sondern einfach einen Job haben wollen. Und nein, "Inhaber" kann nicht jeder. Nicht umsonst scheitern solche Unternehmen oft in der dritten Generation.
Das ist nämlich etwas anderes als "Geschäftsführer einstellen und Geld kassieren".
Das sehe ich genauso, es gibt drei Gruppen von Menschen:
Unternehmer, Unterlasser und Verhinderer, jeder kann sich selber
einreihen, hat mit Abitur und mit Studium nichts zu tun.
 
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