• #181
Ich denke dieses Forum ist für alle da, die einigermaßen gut schreiben können.
Jetzt willst du mich rausschmeissen. Das ist nicht nett von dir (ganz-viele-lächlende-Smileys)
Gratulation zu den gelungenen Kindern. Ich würde dir auch zu 3 nichtgelungenen Kindern (wo ist da der Unterschied) gratulieren.

Anm. der Mod. Bitte alle wieder zum Thema zurück. Vielen Dank.
 
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  • #182
Als Selbstständiger könnte ich mir meine Mitarbeiter selbst aussuchen.
Die musst Du erstmal finden, sie müssen bereit sein mit Dir und für Dich zu arbeiten. Da hast Du so garnicht das Sagen - frag mal Handwerksbetriebe. Die müssen oft nehmen, was sie bekommen und der Chef muss bei den Kunden ausbaden, was seine Mitarbeiter verbockt haben.
Darauf hatte ich nochnichtmal als angestellte Führungskraft Lust und habe mich für die genauso lukrative Fachkarriere entscheiden. Ich mussste nur das tun, warum ich meinen Beruf gewählt hat - alles mir Lästige haben andere gemacht, die den Beruf gewählt hatten.

Das Bedürfnis, etwas zu erschaffen, was einen selbst überdauert. Bzw. sich nicht unterordnen zu müssen. Das wird in einem Angestelltenverhältnis unmöglich sein.
Ich weiß nun nicht, was Du machst, das Dich überdauert - den nächsten Kölner Dom oder die nächste Elphi baust Du sicher nicht. Das Bad, was ein selbstständiger Handwerker gemacht hat, fällt bereits der nächsten Renovierung (also noch zu seiner Lebenszeit)) zum Opfer,, das Brot des Bäckers ist nach dem nächsten Abendessen verschwunden und die Firma um die es hier geht auch - will ja keiner haben.
Meine Sachen (IT) waren nie für die Ewigkeit und das ist gut so, denn dann gibt es keinen Fortschritt.

Wenn Du keine besondere Qualifikation hast, dann musst Du Dich unterordnen. Hast Du diese, dann guckt Dein Chef, dass Du zufrieden bist und bleibst - habe ich zumindest 30 Jahre erlebt. Jedes Mal wenn man mich außerhalb eines Projektes im Gespräch mit den Vertriebsbeauftragten großer IT-Unternehmen oder Unternehmensberatungen oder auch einem AL eines anderen hausinternen IT-Bereichs gesehen hatte wurde das an meine Vorgesetzten herangetragen und ich hatte ein Chefgespräch, bei dem vermeintlich unauffälllige meine Stimmungslage und Wechselbereitschaft ausgeforscht wurde.

Ich habe aber auch kein Problem, mich in gute Rahmenbedingungen einzufügen (=unterordnen). Allerdings habe ich mit vielen Soloselbstständigen zusammengearbeitet, die das nicht konnten und darum selbstständig waren. Wenn sie das Projekt gefährdeten, dann wurden sie ausgetauscht, bzw. von ihren Vermittlern in Langlaufprojekte mangels Durchhaltefähigkeiten garnicht erst eingesetzt, mit entsprechenden Auswirkungen auf ihr Einkommen. Ich habe als Angestellte deutlich besser verdient als dieser Typus Soloselbstständiger und war gleichauf mit den richtig Guten.
Ich war angestellt, weil ich Null Bock hatte, mich um Akquise kümmern zu müssen und weil ich das garnicht kann.

Und all die Selbstständigen müssen sich ebenfalls unterordnen: den Kunden, der ihnen ihre Produkte abkaufen soll, der Bank, die was finanzieren soll, gesetzlichen Vorgaben, die auch für sie gelten usw.
 
  • #183
Sorry, ich denke, du hast mich und eine weitere Verfechterin der selbständigen / freiberuflichen Arbeit etwas missverstanden.

Nicht die Tatsache, dass sich manche Menschen im Angestelltenverhältnis wohler fühlen, durchaus auch gute Arbeit leisten wurde kritisiert. Sondern dieser allgemeine Tenor "besser nichts wagen, sollen andere doch ..." . der eben nicht zur Elite passt. Auch diese Überbetonung von Freizeit, Kinderzeiten und was weiss ich .....
Viele schreiben hier nur noch von Jobs, die man auch schnell wechseln könne, ohne Verantwortung - aber mit Megagehalt. Die Vorstellungen von "Chef spielen" sind teilweise abstrus. Du haast mal geschrieben, dass du keine Führungsverantwortung möchtest, weil Menschenführung für dich nicht das Richtige wäre. Das ist ok. Aber schau dir mal, wie viele Teilzeit und Führung verbinden wollen ? Das sind dann genau die "Führungskräfte", die sich beschweren, dass kein Mensch auf sie hört. Wie auch, wenn sie mehr daheim als am Arbeitsplatz hocken und dazu nicht telefonisch erreichbar sind, weil Feierabend ...... Ja, mit solchen Leuten springt nicht jeder so loyal um wie du.
TEAM heisst eben meistens Toll Ein Anderer Macht's.
Danke Tom, dass du es richtig interpretierst. Ich bleibe selbstverständlich bei meiner Haltung, auch wenn das manche für arrogant halten. Das ist nicht schlimm, denn darüber zu stehen ist nur wirklich eine leichte Übung. Ich habe ja gesagt, es muss nicht jeder können, mein Bedürfnis ein deutlich anderes als von 9 Uhr bis 5 Uhr eine Arbeit zu erledigen, und dann später zum Tennis zu gehen.
 
  • #184
Die musst Du erstmal finden, sie müssen bereit sein mit Dir und für Dich zu arbeiten. Da hast Du so garnicht das Sagen -
Ich habe mich heute morgen kurz über meinen neunmalklugen Kollegen geärgert!
Zur Situation von Selbstständigen kann ich aus eigener Anschauung nicht viel sagen.
Ich halte mich jetzt an Dieter Nuhr:
'Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe halten.'
Ich werde weiter mitlesen.
 
  • #185
Sorry, ich denke, du hast mich und eine weitere Verfechterin der selbständigen / freiberuflichen Arbeit etwas missverstanden
Dich habe ich nicht missverstanden, aber schau dir nochmal das Zitat an, auf das ich geantwortet habe: dort hat sie geschrieben, dass sie im Prinzip nur Leute schätzt, dir das so sehen: „Das Bedürfnis, etwas zu erschaffen, was einen selbst überdauert. Bzw. sich nicht unterordnen zu müssen. Das wird in einem Angestelltenverhältnis unmöglich sein.“ Das ist für mich eine eindeutige Unterteilung in Selbständigkeit (gut und wertvoll) und die darunter stehenden Angestellten. Anders kann ich ihre Aussagen nicht sehen - anders als deine. Ich habe ja schon geschrieben, dass ich zB Führungskräfte in Teilzeit als schwierig erlebe und finde es auch völlig normal, wenn jemand, der nicht so viel arbeiten will, schlechter verdient. Der hat ja auch seine Prioritäten vielleicht woanders. Auch ich höre, dass junge Leute heute manchmal wenig arbeiten, aber viel verdienen wollen und sich in der Ausbildung dann ständig beschweren - klar geht das nicht, da stimmt ich dir zu. Aber
Was mich schon ziemlich erschüttert ist, dass auf einem angeblichen Elite-Portal die Posts unisono dahingehen, als Angestellte das Leben gechillt zu verdandeln anstatt etwas Eigenes zu erschaffen. Das kann ich jetzt persönlich nicht nachvollziehen. Daran ist nun so gar nichts Elite, das ist trauriger mittelmäßiger Mainstream, Studium hin oder her.
finde ich, klingt nach: Angestellte chillen nur und machen nichts eigenes, und mittelmäßig ist traurig. Warum? Es wird immer einen Durchschnitt geben, und warum ist der irgendwie schlecht? Find ich elitär, diese Denkweise, und zwar im negativen Wortsinne.
Mich stört es übrigens nicht, Durchschnitt zu sein :)
 
  • #186
@mokuyobi .du musst ja nichts erschaffen und darfst so sein wie du willst, das ist doch gar kein Problem. Ich definiere allerdings Elite gänzlich anders, der Drang, etwas zu erschaffen ist in den letzten Jahrzehnten durch den fälschlich Glauben an das ewige Paradies ziemlich abgeflaut, das wird uns noch mächtig auf die Füße fallen. Mir hat mal eine Bekannte mit Anfang 20 erklärt was sie als Rente bekommen wird, das geht für mich in nicht wirklich nachahmenswert. Aber die Menschen scheinen da verschieden zu sein. Mein Bedürfnis, etwas zu erschaffen, ist ausgeprägt. Mein Bedürfnis nach Freizeitzerstreuung nicht. Elite ist nicht chillen. Dazu stehe ich.
 
  • #187
Ich meine definiv nicht die FS, deren Anliegen ich sehr gut nachvollziehen kann. Ich meine den Tenor, der immer wieder zu lesen ist. Und wenn du als Therapeutin nur Menschen aus spezifischen Berufsgruppen als Patienten hast, heißt es nicht, dass alle Menschen aus diesem Berufsgruppen behandlungsbedürftig sind. Das ist ja als würde der Notfallmediziner sagen, alle Menschen kommen am Samstag nach die Notaufnahme. Das ist völliger Unsinn. Ich sehe hier in diesen Antworten immer nur das Bedürfnis ein leichtes Leben haben zu wollen und keine Verantwortung zu tragen und, was erschwerend hinzukommt Nichts erschaffen zu wollen. Also quasi Menschen, die in ihrem Leben nichts vor haben außer Freizeit und chillen. Kann ich nicht nachvollziehen, da fehlen mir die Gene für. Das große N ist Absicht.

Ich habe sie im Bereich Burnout. Und sie kommen nicht zu mir, weil sie ein "bisschen abgespannt" sind. Soviel Professionalität solltest du mir überlassen, danke schön.
Eine eindeutige berufliche Konzentration auf Gesundheitsbranche sowie Handwerkberufe ist nicht zu leugnen und erlebte ich bei Kollegen ebenfalls. Es ist also keineswegs eine subjektive Meinung von mir selbst, sondern basiert auf Datenerfassung. Gleichzeitig ist der Traditionsanpruch und damit der "soziale Zwang" des Kaputtschuftens nirgendwo so extrem wie in Handwerksunternehmen.

Im übrigen ist gibt es auch in Angestelltenverhältnissen genug Verantwortung. Die hatte ich schon von 40 Mitarbeitern. Glaubst du, da war Sesselpupsen angesagt?

Elite heißt auch auf sich selbst zu achten. Ein gesundes Ego zu haben, sich um sich selbst zu kümmern, zu wissen, wer man ist, unabhängig von sozialer Bedeutung, Verantwortung etc..

Kinder sind nochmal eine andere Hausnummer und darum geht es nicht. Es ist aber nicht zu leugnen, dass selbständige Unternehmensführer (egal wie groß) deutlich weniger Zeit für ihre Kinder haben als Leute in Angestelltenverhältnissen. Und ja, auch das basiert auf Datenerfassung. Das soll keine Werbung fürs Kinderkriegen sein, Kinder machen auch übelst viel Arbeit und das wäre auch nichts für mich, da meine Prioritäten woanders liegen. Aber es geht darum, dass eben u.U. nicht nur der Arbeitende darunter leidet, sondern auch Schutzbefohlene und man sich das früher gar nicht so weit überlegt hat. Und heute merken es wir Kinder von Selbständigen eben wieviel Zeit die anderen mit ihren Eltern gehabt haben (und wie viel mehr Geld im Verhältnis auch noch). Ich würde mich niemals freiwillig selbständig machen in DE. Es gibt derartig wenig Unterstützung und das Leben ist im Angestelltenverhältnis umso komfortabler. Warum also der Weg in die Selbstgeißelung? Nö.
 
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  • #188
Musst du nicht. Was ich ziemlich übel finde ist die übertriebene Betreuung von Kindern und das haben wir jetzt davon.
 
  • #189
Mein Bedürfnis, etwas zu erschaffen, ist ausgeprägt. Mein Bedürfnis nach Freizeitzerstreuung nicht. Elite ist nicht chillen. Dazu stehe ich.
Und angestellt sein ist immer chillen 😂😂😂 Ich kenne jede Menge Angestellte, die was erschaffen, die extrem viel arbeiten und viel Verantwortung tragen. Und einige Selbstständige, die einfach nicht in der Lage sind, sich auch mal was sagen zu lassen, daher selbstständig sind - aber weder was tolles erschaffen, noch groß Erfolg haben. Die Influencer sind auch selbstständig und ich muss sagen, dass ich da jeden Angestellten vorziehen würde.
Und nochmal: wenn du auf Angestellte so runtersiehst, frage ich mich, wer in den ganzen Firmen arbeiten soll, Autos entwickeln, Programme programmieren, Medikamente, sonstwas, wenn nicht Angestellte. Es gibt Leute, die ehrenamtlich sozial viel mehr bewirken als jemand, der selbstständig Werbung auf Tiktok macht, und ich würde nie Menschen nach solchen engen Kriterien einteilen. Aber klar, jeder hat da eigene Sichtweisen.
 
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  • #190
Was ist denn an der Betreuung unserer Kinder übertrieben?
Die Kinder haben seit einem Jahr fast gar keine Betreuung, meine Tochter hat seit einem Jahr vielleicht 6 Wochen Präsenzunterricht im Wechselbetrieb gehabt und kein Sportverein - nichts.

Betreuung für Kinder ist für berufstätige Eltern und für die Kinder essentiell - so viele Eltern sind hoffnungslos überfordert mit Homeoffice und Homeschooling.

Wie willst du als Selbstständige ohne externe Kinderbetreuung arbeiten?

Ich habe erstletzt eine Studie gelesen, wie sehr die Kinder unter Vereinsamung zuhause ohne ihre Freunde, ohne ihren Sportverein, ohne geregelten Schulalltag leiden. Es gibt vermehrt auch unter Kindern psychische Erkrankungen.

Ich freue mich wenn die Betreuung für Eltern kleiner Kinder wieder geregelter wird.
Gerade als Selbstständige @HollyGolightly hättest du doch gar keine Zeit kleine Kinder im Homeschooling zu unterrichten.
Und nicht jeder hat die Kraft selbstständig zu sein und für ein krankes Kind und Mann gleichzeitig da zu sein.

Es gibt Menschen die das kräftemässig gar nicht machen könnten. Und dafür gibt es dann die passende Kinderbetreuung.
 
  • #191
Was ist denn an der Betreuung unserer Kinder übertrieben?

Es gibt Menschen die das kräftemässig gar nicht machen könnten. Und dafür gibt es dann die passende Kinderbetreuung.
Ich habe das völlig anders verstanden. Ich hatte es so gelesen, dass @HollyGolightly es übertrieben findet, wenn Kinder dauerhaft zu Hause betreut werden, weil dies ja dann einer erfolgreichen, selbstständigen Beschäftigung in ihrem Sinne im Wege stehen würde.
Dies bezugnehmend zur Work-Life-Balance, deren Vertreter sich eben auch auf die häusliche Kinderbetreuung berufen, und sagen, dass denen das eben wichtiger ist, als etwas dauerhaftes und eigenes zu erschaffen. Ich glaube, diese Argumentation wurde von @HollyGolightly abgelehnt. Wenn ich mich irren sollte, bitte ich um Berichtigung.
 
  • #192
Musst du nicht. Was ich ziemlich übel finde ist die übertriebene Betreuung von Kindern und das haben wir jetzt davon.
Das ist auch meine überzeugte Meinung, es gibt jedoch auch bei diesem Thema, wenige Menschen um darüber konstruktiv zu diskutieren
Aber die Menschen scheinen da verschieden zu sein. Mein Bedürfnis, etwas zu erschaffen, ist ausgeprägt.
Bin auf deiner Seite! Es gibt eben verschiedene Berufsgruppen, man kann nicht mit jeder Berufsgruppe über dieses Thema der Selbstständigkeit diskutieren. Für mich das Beste ohne Vergleich!
 
  • #193
Ich kenne jede Menge Angestellte, die was erschaffen, die extrem viel arbeiten und viel Verantwortung tragen.
Klar doch, die kenne ich auch.

Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Es gibt Angestellte, die hervorragende Arbeit leisten und als Selbständige ebenfalls ein sehr gutes Auskommen hätten. Es gibt auch Angestellte, die bewusst auf einer bestimmten Ebene bleiben möchten und an ihrem Platz sehr gut sind.
Es ist aber auch Realität, dass einige Grosse sich von mehreren Tausend Mitarbeitern trennen wollen. Das liegt nicht an den motivierten Angestellten. Lebenslust beschreibt ja auch, dass "Kommen und Wollen" heute nicht mehr das Erfolgsmodell ist. Ausserdem muss man sehen, dass sehr viele Angestellte im Mittelstand oder in kleinen Unternehmen beheimatet sind.

Die Zeiten, in denen eine Vikky oder ich angefangen haben - die sind vorbei. Für Selbständige und für Angestellte. Immer weniger arbeiten für immer mehr Geld - das klappt so nicht mehr. Und nur noch Topleute können ohne Probleme sofort wechseln. Man muss sich das mal überlegen - vor 35 Jahren waren die grossen Telefonkoffer C Netz State of the Art. Und haben fast 10 Mille gekostet. Heute habe ich für einen Hunderter ein Smartphone, das viel mehr kann. Internet wurde für ein Fischernetz gehalten und die Post hat fleissig Briefträger eingestellt. Die EU war noch Wirtschaftsgemeinschaft und hat halbwegs funktioniert, es gab noch den Ostblock.
Es ist verdammt viel passiert ...... auch für kleine Handwerksbetriebe. Die damals noch geheiratet oder in der Familie übergeben wurden. Hier liegen auch die Schwierigkeiten der Eltern Cosmo .... ihr Weg ist heute eben nicht mehr normal. Ob das so bleiben wird ? Prognosen werden immer schwieriger ......
 
  • #194
Es gibt in der Branche meiner Eltern nicht so viele Gesellen und Meister (wie zb als Elektriker oder so), da muss man oft mit Personal klarkommen, was nicht so ganz seinen Vorstellungen entspricht. Und das bringt Ärger.
Das ist in Großbetrieben mit Kollegen, Mitarbeitern oder Chefs auch nicht anders.
Im 5 Mann Handwerksbetrieb ist das undenkbar! Keine geregelte Elternzeit, da selbstständig. Für Ersatz muss man selbst sorgen und diesen auch selbst bezahlen. Ohne Chef funktioniert das nicht. Man kann da nicht einfach mal 1 Jahr pausieren. Meine Eltern zb hatten beide kaum Zeit für mich in der Kindheit, das ist nicht schön.
Ich würde das nicht pauschalisieren. Es ist eine Frage der Organisation, wenn die Frau Chefin ist, dann beschränkt sie sich eben mal für ein Jahr auf die fachliche Organisation ohne Mitarbeit. Wenn Mann und Frau im Betrieb sind, lässt sich das vermutlich noch besser organisieren.
Das ist letztlich eine Frage, wie Du den Betrieb organisierst. Es gibt Chefs, die sind unentbehrlich - oder meinen es zu sein.

Im Großunternehmen ist das aus meiner Sicht auch nicht anders. Wenn da die Abteilungsleiterin für 2 Jahre aussetzt, muss man auch für Ersatz sorgen und den bezahlen. Auch Inhaber können sich nicht mal eben verabschieden.

Rein grundsätzlich können Selbstständige ihren Tag viel freier einteilen, wenn notwendig. Aber alles hat Vor- und Nachteile.
 
  • #195
Was ist denn an der Betreuung unserer Kinder übertrieben?
Die Kinder haben seit einem Jahr fast gar keine Betreuung, meine Tochter hat seit einem Jahr vielleicht 6 Wochen Präsenzunterricht im Wechselbetrieb gehabt und kein Sportverein - nichts.

Betreuung für Kinder ist für berufstätige Eltern und für die Kinder essentiell - so viele Eltern sind hoffnungslos überfordert mit Homeoffice und Homeschooling.

Wie willst du als Selbstständige ohne externe Kinderbetreuung arbeiten?

Ich habe erstletzt eine Studie gelesen, wie sehr die Kinder unter Vereinsamung zuhause ohne ihre Freunde, ohne ihren Sportverein, ohne geregelten Schulalltag leiden. Es gibt vermehrt auch unter Kindern psychische Erkrankungen.

Ich freue mich wenn die Betreuung für Eltern kleiner Kinder wieder geregelter wird.
Gerade als Selbstständige @HollyGolightly hättest du doch gar keine Zeit kleine Kinder im Homeschooling zu unterrichten.
Und nicht jeder hat die Kraft selbstständig zu sein und für ein krankes Kind und Mann gleichzeitig da zu sein.

Es gibt Menschen die das kräftemässig gar nicht machen könnten. Und dafür gibt es dann die passende Kinderbetreuung.
Ich meinte die übertriebene Helikopter Betreuung, die Ausmaße angenommen hat, die ich kritisiere. Und ich habe alleinerziehend eine Firma aufgebaut. Außerdem gedenke ich nicht, für einen Mann sorgen zu wollen, dieses Frauenbild gefällt mir nicht. Was mich aber sehr erstaunt ist, dass abhängig arbeitende Menschen glauben sagen zu können, was Selbständige so hinkriegen oder nicht. Ich bin übrigens sehr für externe Kinderbetreuung.
 
  • #196
Rein grundsätzlich können Selbstständige ihren Tag viel freier einteilen, wenn notwendig. Aber alles hat Vor- und Nachteile.

Das ist der Segen und der Fluch.
Bist Du Freiberuflerin wie ich, dann kannst Du auch mal im 4h00 anfangen oder bis in die Nacht arbeiten, am Wochenende... Du kannst, wenn es brennt, mal richtig klotzen.
Und Du kannst Dir mal unter der Woche die Bergtour gönnen, oder mittags aufhören. Oder mal ein paar Tage Auszeit.

Heute habe ich nur noch Termine, bis wann ich einen Auftrag erledigt haben sollte. Wann ich arbeite? Egal. Natürlich gibt es Besprechungen, etc.

Aber ich mache seit diesem Jahr nur noch Entwürfe und Eingabeplanungen, das reicht mir gut - bei deutlich reduziertem Stress.

OK, damit gehöre ich nun auch zu den Menschen, die nach entsprechender Lektion Wert auf die Work Life Balance legen.
Dafür gibt es manches, was ich entworfen und realisiert habe, dass hoffentlich ein paar Jahrzehnte hält und die Nurzer*innen glücklich macht.

W, 51
 
  • #197
Ich habe das völlig anders verstanden. Ich hatte es so gelesen, dass @HollyGolightly es übertrieben findet, wenn Kinder dauerhaft zu Hause betreut werden, weil dies ja dann einer erfolgreichen, selbstständigen Beschäftigung in ihrem Sinne im Wege stehen würde.
Wenn ich mich irren sollte, bitte ich um Berichtigung.
Du hast mich richtig verstanden. Genauso habe ich es gemeint. Das Gehelikoptere lehne ich zutiefst ab.
 
  • #198
Und angestellt sein ist immer chillen 😂😂😂 Ich kenne jede Menge Angestellte, die was erschaffen, die extrem viel arbeiten und viel Verantwortung tragen. Und einige Selbstständige, die einfach nicht in der Lage sind, sich auch mal was sagen zu lassen, daher selbstständig sind - aber weder was tolles erschaffen, noch groß Erfolg haben. Die Influencer sind auch selbstständig und ich muss sagen, dass ich da jeden Angestellten vorziehen würde.
Und nochmal: wenn du auf Angestellte so runtersiehst, frage ich mich, wer in den ganzen Firmen arbeiten soll, Autos entwickeln, Programme programmieren, Medikamente, sonstwas, wenn nicht Angestellte. Es gibt Leute, die ehrenamtlich sozial viel mehr bewirken als jemand, der selbstständig Werbung auf Tiktok macht, und ich würde nie Menschen nach solchen engen Kriterien einteilen. Aber klar, jeder hat da eigene Sichtweisen.
Ich habe jetzt kein Wort erwähnt, dass ich auf Angestellte herunter sehe. Ich habe nur darauf hingewiesen, dass die Elite etwas anderes ist, als das was ihr hier präsentiert und dass ich das hier als ganz normaler durchschnittlicher Mainstream interpretiere. Mein Leben ist ein anderes als das der meisten hier. Und das finde ich sehr gut und genauso habe ich mir das auch ausgesucht und würde keine Sekunde tauschen wollen. Was ich wirklich schade finde ist, dass sich Menschen angegriffen fühlen, de iich überhaupt nicht angegriffen habe, nur weil ich sage, was Sache ist.
 
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  • #199
Wie willst du als Selbstständige ohne externe Kinderbetreuung arbeiten?
Genauso wie jede Angestellte. Außer, dass sich das vielleicht noch freier organisieren lässt, aber das ist eher branchenabhängig mal einfacher, mal schwieriger. Wer selbstständig ein Cafe betreibt, hat gerade viel Zeit, wer morgens vom Dorf 100 km in die nächste Stadt zur Baustelle muss und abends zurück eher nicht.

Das ist der Segen und der Fluch.

Heute habe ich nur noch Termine, bis wann ich einen Auftrag erledigt haben sollte. Wann ich arbeite? Egal. Natürlich gibt es Besprechungen, etc.
Eben. Ich habe das zum Teil ja auch. Bestimmte Termine stehen fest, andere kann ich selbst legen, Endtermine kann ich steuern.

Freitag 12 Stunden wegen einem Abgabetermin. Gestern habe ich einen halben Tag gearbeitet, also 6 Stunden, heute 3 Stunden. Morgen und übermorgen Nachmittag habe ich einen "Betreuungstermin" und fahre unseren Junior. Mittags kochen wir abwechselnd, also teile ich mir das ein.
Work-Life-Balance ist immer eine Frage der individuellen Organisation, der individuellen Ansprüche und der Möglichkeiten. Wer als Krankenschwester Schichten hat ist genauso unflexibel wie die Selbstständige, die ihre Termine festgelegt hat. Letzere kann mindestens einen Teil der Büroarbeit aber auch so legen, dass sie mit Kinderbetreuung passen. Ach so - und der Partner sollte ja in der Regel auch noch da sein und seinen Part übernehmen...
 
  • #200
Es ist verdammt viel passiert ...... auch für kleine Handwerksbetriebe. Die damals noch geheiratet oder in der Familie übergeben wurden. Hier liegen auch die Schwierigkeiten der Eltern Cosmo ....
Eben: Seit Generationen war es bei uns so, dass einer der Söhne den Betrieb der Eltern übernommen hat. Dieser hat dann geheiratet und dann war klar, dass die Frau im Büro auch ungelernt zuarbeitet und die späteren Kinder betreut und großzieht, um dem Inhaber den Rücken freizuhalten. Meine Mutter hat zb ihren gelernten Job aufgegeben, um meinem Vater im Büro zuzuarbeiten. Eine Bürokraft ist auch viel einfacher ersetzbar als der Chef mit Handwerksmeister.

So war das früher aus dem Land fast immer. Heute haben sich die Zeiten geändert. Mann und Frau machen unabhängig voneinander ihre Ausbildungen und Jobs, jeder verdient sein eigenes Geld und das unabhängig vom Partner. Wenn sie sich kennenlernen, hat meist schon jeder sein Studium/Job gewählt.

Wie gesagt: Die insgesamt 6 Partner meiner Schwester und mir haben alle gesagt: sie haben ihren guten Job und das mit der Firma geht sie nichts an, das ist unser Ding und hat mit der Beziehung nichts zu tun.

Und noch mehr: Ich habe tatsächlich mal einen Mann aus meinem Heimatdorf kennengelernt und gedatet. Er hat eine feste Beziehung zu mir abgelehnt mit dem Grund, er würde sich da nicht einmischen wollen und würde sich dann genötigt fühlen, das mit mir zu übernehmen!!! Und darauf hätte er keinen Bock!

Welche Frau mit einem Studium und gutem Job würde heute ihren Job kündigen, um ihrem selbstständigen Handwerker das Büro zu machen? Erstens hat sie das nicht gelernt, zweitens verdient sie wahrscheinlich weniger. Und drittens: Im Falle einer Trennung steht sie ohne Job und Dach über dem Kopf da. Das macht doch heute kaum jemand mehr, wo doch überall gepredigt wird, man sollte auch als Frau finanziell unabhängig sein.
Im Großunternehmen ist das aus meiner Sicht auch nicht anders. Wenn da die Abteilungsleiterin für 2 Jahre aussetzt, muss man auch für Ersatz sorgen und den bezahlen.
Ein Großunternehmen kann das aber viel besser verkraften und auffangen, als ein 5 Mann Handwerksbetrieb. Sowohl personell und vor allem auch finanziell.
Wenn Mann und Frau im Betrieb sind, lässt sich das vermutlich noch besser organisieren.
Das stimmt. Mein Vater alleine hätte das ohne die Unterstützung meiner Mutter kaum machen können. Aber wir zwei sind nun mal Frauen. Und es gibt keine Männer, die das mit uns zusammen machen möchten. Die Zeiten sind vorbei! Man kann einen Großbetrieb nicht mit einem 5 Mann Unternehmen vergleichen.
 
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  • #201
Eben: Seit Generationen war es bei uns so, dass einer der Söhne den Betrieb der Eltern übernommen hat.
Ja, und jetzt haben Deine Eltern nach Generationen keinen Sohn zustande gebracht, der den Laden übernehmen will und die passende Frau dafür wird sich heute auch kaum noch finden, mal ganz plakativ ausgedrückt.
...das ist unser Ding und hat mit der Beziehung nichts zu tun.
Ist doch völlig vernünftig.
Erstens hat sie das nicht gelernt, zweitens verdient sie wahrscheinlich weniger.
Wer ein Studium hinbekommt, bekommt auch die Büroarbeit hin. Und wenn der Laden vernünftig läuft, ist ein besserer Verdienst drin als beim Standardjob in der Sachbearbeitung. Man muss nur überlegen, ob man dafür die negativen Seiten eintauschen möchte.
Ein Großunternehmen kann das aber viel besser verkraften und auffangen, als ein 5 Mann Handwerksbetrieb. Sowohl personell und vor allem auch finanziell.
Es geht auf Knochen der Kollegen und diejenigen, die das "verkraften", sind anonym.
Aber wir zwei sind nun mal Frauen. Und es gibt keine Männer, die das mit uns zusammen machen möchten. Die Zeiten sind vorbei! Man kann einen Großbetrieb nicht mit einem 5 Mann Unternehmen vergleichen.
Das mit dem "Frau"sein ist für mich eine Ausrede. Frauen können das genauso wie Männer. Wenn "Frausein" heisst, dass ich einen gemütlichen Teilzeitjob in einem Großunternehmen brauche, bei dem ich mir die Fingernägel lackieren kann, dann ist auch das nicht angemessen.

Du möchtest diesen Job nicht und Du möchtest auch keinen Mann danach aussuchen, dass er den Betrieb führt und das mit ihm gemeinsam tun. Fertig. Du darfst das wie jede andere Stelle betrachten, für die Du Dich bewerben oder die Du ablehnen kannst. Deine Eltern haben keinen Anspruch auf eine Begründung. Ein schlichtes "Ich habe kein Interesse" haben sie hinzunehmen.
 
  • #202
Ich kann das überhaupt nicht nachvollziehen.
Wenn niemand da ist der das Geschäft übernehmen, kaufen, geschenkt haben möchte.
Na dann mache ich die Bude dicht, wenn ich genug für die Rente habe.
Ich kümmere mich das die 5 Mitarbeiter bei Kollegen Gut versorgt unterkommen und tschüss.
Die 5 Kollegen werden zur Zeit überall gebraucht wie das Feuer die Kohle braucht.
Zieh dir nicht den Schuh anderer Leute an, auch nicht wenn es deine Eltern sind.
Ich finde es ehrlich gesagt ziemlich unfair von deinen Eltern, die so einen Klotz ans Bein binden zu wollen.
Natürlich wollen die wenigsten einen Betrieb in der Pampa übernehmen, vor allem wenn jemand wachsen möchte.
Hätte mein Sohn keine Lust gehabt und kein Nachfolger in Sicht, sowie Käufer, hätte ich die Buden mit Sozialplan zu gemacht.
Ich hätte alle Mitarbeiter problemlos untergebracht.
Nimms mir nicht übel, aber deine Eltern handeln unverantwortlich und nicht unternehmerisch.
Das hat nix mit Herzensangelegenheiten zu tun.
Sondern mit Vernunft.
Was bitte hast diese Frage bei EP zu tun?!?! Hat weder mit Partner, noch mit Beziehung noch mit Daten zu tun?!?!
Wer entscheidet das?
Du , oder Angebot und Nachfrage?
Ich frage mich was deine Frage mit EP zu tun hat.

M50
 
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  • #203
Ich denke man muss das ein wenig relativieren.
Ich hatte weiter Ober geschrieben, das das Kernproblem die Lage ist.
In einer großen Stadt wie bei mir in Köln zum Beispiel, ist es wesentlich einfacher zu wachsen als Handwerker.
Es gibt eine Maße von der Du Dich abheben kannst, wenn du möchtest.Aber dabei ist der Haifischbecken Effekt nicht zu unterschätzen.
Dann sind auch Vergleiche mit Unternehmen <> 3000 MA kein Vergleich.
Es gibt meines Erachtens keine reine Handwerksbetriebe mit dieser Mitarbeiter Anzahl.
Nachunternehmer wie etwa Strabag, Züblin und Co die einsetzen, sind keine Ma.
Dann der Nachwuchs, nicht anzuwerben bei schnellen Wachstum.
Ich hatte zu Spitzenzeiten etwas über 400 MA fest angestellt.
Das aufgeteilt auf ingesamt 24 unternehmen mit angestellten GF.
Alle Anteile blieben bei mir und später nach und nach bei meinem Sohn.
Die Unternehmensgrössen war je nach Firmen zwischen 3 und bis zu etwa 80 MA groß.
Auch durch die Lage Köln, war ich nie ortsgebunden.
In der Gruppe hatte ich Unternehmen in Köln, Leverkusen, Dortmund, Frankfurt,Bielefeld, Kassel und in Hamburg.
Leider nie Berlin und München.
Hier bei FS ist das Problem die Lage vs Expansion.
Das Maß für Vergrößerung sind enorme Investitionen, wenn das überhaupt betriebswirtschaftlich erstrebenswert wäre.
Hier , für diese Voraussetzungen gilt für mich, schließen.
MA unterbringen und schließen.
Jeder Versuch mit der Brechstange macht Unmut in der Familie und bei den Eltern selbst.
Sie haben es gelebt und nun die Rente verdient.
Loslassen mit Verstand, auch wenn das Herz blutet.
Gebt euren Kindern die Chance es auch so zu machen wie SIE es wollen.
M50
 
  • #204
Musst ja auch keine Frauen einstellen, wird Deiner Kanzlei nicht vom Gesetzesgeber vorgeschrieben.
Ich möchte etwas beitragen.
In meinen Unternehmen gibt’s auch keine Frauenquote.
Wenn wir ausschreiben, dann immer unisex like.
Im Handwerk habe ich sogar Frauen in richtig schmutzigen Gewerken. Meine Ladys, was besonderes für mich, weil sie wie einige der Herren eben keine Pussys sind.
Aber , trotz der neutralen Bewerbungssituation, max 1% Anteil an Bewerberinnen.
Bezahlung? Ich behaupte Branchenspezifisch, ziemlich führend.!!!
Wer möchte, darf bei uns alles machen was er/sie kann und bekommt eine Chance.
Es wollen viele einfach nicht und das ist dann auch in Ordnung.
Ich halte die Quote für eine künstliche Gehilfe.
Räume aber auch ein, dass es ohne Quote eine Vetternwirtschaft unter Männern bleibt.
Hier ist ein Weg zu finden, gilt es.
Qualifizierte Frauen ran an den Speck. Unqualifizierte Männer weg vom Speck.
Und das ganze umgekehrt ebenso.
Ich habe in 4 meiner ehemaligen 😪 ( ich tue mich noch schwer mit loslassen) unternehmen, die GF von Mann zu Frau unbesetzt.
Weil die Bewerberinnen es einfach drauf hatten und die Männer wirklich faule Schweine waren und dachten sie müssten nur anwesend sein, was sie seltenst waren.
Raus! Neu besetzt!
M50
 
  • #205
Was mich schon ziemlich erschüttert ist, dass auf einem angeblichen Elite-Portal die Posts unisono dahingehen, als Angestellte das Leben gechillt zu verdandeln anstatt etwas Eigenes zu erschaffen. Das kann ich jetzt persönlich nicht nachvollziehen. Daran ist nun so gar nichts Elite, das ist trauriger mittelmäßiger Mainstream, Studium hin oder her.
Du weißt aber schon das das Unsinn ist, oder?
Niemand meiner Angestellten, hat sein Leben verdaddelt , viele haben Eigentum, haben gesparte Reserven, dazu eine Arbeit die die erfüllt und ihnen Spaß macht.
Sie haben Zeit für Familie und Hobbys, Zeit zu leben.
Verdaddeln vor allem Zeit, ja wertvolle Lebenszeit, die habe ich regelrecht verbrannt.
Wer ist unglücklicher oder unzufriedener?
Es gibt bei beiden Wählern, Gewinner und Verlierer.
den nächsten Kölner Dom oder die nächste Elphi baust Du sicher nicht.
Har, Har, der ist bis heute nicht fertig 😂
Aber du triffst es in deinem ganzen Beitrag punktgenau.
Manche haben völlig verdrehte Vorstellungen von Unternehmern.
Andere lieben Lebensmittel, ich liebte meine Angestellten ☺️
Du auch. Wie alle meine Mitarbeiter.
Ohne Mitarbeiter keine Unternehmen, so einfach ist die Wirtschaft.
Wer das nicht verinnerlicht, wird immer scheitern.
Wir brauchen uns wie dusche und Wasser .
So muss jetzt Heia machen 💤

M50
 
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  • #206
Aber , trotz der neutralen Bewerbungssituation, max 1% Anteil an Bewerberinnen.
Ok, liegt bei uns höher. Ich selbst habe ja auch keine Angestellten, ich bin beteiligt an der Kanzlei.

Wir arbeiten mit dem Partnersystem, sprich: die Kanzlei sorgt für die Büros, die Mitarbeiter im Pool wie Sekretärinnen, Buchhaltung, Putzkolonne usw.
Jeder Anwalt, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Unternehmensberater arbeitet freiberuflich. So profitieren die Junioren vom Mandantenstamm der Senioren, die Senioren müssen die Junioren nicht grundsätzlich beschäftigen. Ausserdem ist so eine Vielzahl von Expertisen im Haus vorhanden.
Natürlich gibt es unter den Partnern auch Frauen. Die exakt die Bedingungen vorfinden wie die Männer.
So geht Gleichberechtigung.

Ob hier der Familienbetrieb wirklich geschlossen werden muss kann niemand sagen. Ganz einfach, weil die Infos zu dünn sind. Was genau der Beratungsauftrag war - auch unbekannt.
Vielleicht ein Jahr warten und dann mit neuem Ansatz nochmals einen Versuch starten ?
Klar ist, Miss Cosmo kann und will nicht übernehmen. Dennoch kann sie ihren Eltern und deren Unternehmen eine gewisse Wertschätzung entgegen bringen. Familie ist eben auch, die Sorgen miteinander besprechen zu dürfen. Früher haben die Eltern der kleinen Tochter geholfen, wenn in der Schule etwas quer lief. Heute hören die Töchter eben die Sorge um die Firma an. Sind wirklich Vorwürfe im Raum ? Oder nervt es einfach nur ?
 
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  • #207
Ich kümmere mich das die 5 Mitarbeiter bei Kollegen Gut versorgt unterkommen und tschüss.
Die 5 Kollegen werden zur Zeit überall gebraucht wie das Feuer die Kohle braucht.
Ja, das wäre möglich. Ist aber auch zu Bedenken, dass die Mitarbeiter aus der Branche dann höchstwahrscheinlich umziehen müssten, inklusive Frau und Kinder (kleine Branche mit nicht allzu vielen Stellen). Aber das ist dann halt so.
Auch durch die Lage Köln, war ich nie ortsgebunden.
In der Gruppe hatte ich Unternehmen in Köln, Leverkusen, Dortmund, Frankfurt,Bielefeld, Kassel und in Hamburg.
In so ein Unternehmen hätte ich mich als Tochter zb lieber eingebracht. Bessere Lage, mehr Möglichkeiten.
Hier , für diese Voraussetzungen gilt für mich, schließen.
MA unterbringen und schließen.
Jeder Versuch mit der Brechstange macht Unmut in der Familie und bei den Eltern selbst.
Schön, dass du hier objektiv deine Meining aus Unternehmersicht sagst. Langsam denke ich auch, dass es darauf hinauslaufen wird bzw muss, auch wenn es traurig ist.
Aber , trotz der neutralen Bewerbungssituation, max 1% Anteil an Bewerberinnen.
Ist bei meinen Eltern auch so. Es bewerben sich schon gar keine Frauen, da kaum eine Frau diesen Beruf lernt. Es interessiert sie eben einfach nicht und die Arbeit ist körperlich oft schwer, weshalb sie zurückschrecken. Viele wollen einfach keinen Job, wo sie schwer heben, körperlich schuften oder Stapler und LKW fahren müssen. Auch heute noch sieht man selten weibliche LKW Fahrerinnen.
Hier bei FS ist das Problem die Lage vs Expansion.
Das Maß für Vergrößerung sind enorme Investitionen, wenn das überhaupt betriebswirtschaftlich erstrebenswert wäre.
Rund um das Firmengebäude ist gar kein Platz mehr. Man müsste also an einem komplett neuen Standort alles neu aufbauen, was finanziell keinen Sinn macht. Da hast du Recht.
 
  • #208
Büros, die Mitarbeiter im Pool wie Sekretärinnen, Buchhaltung, Putzkolonne usw.
Jeder Anwalt, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Unternehmensberater arbeitet freiberuflich.
Das ist auch eine ganz andere Branche. Klar, dass sich auf Bürojobs mehr Frauen bewerben als im Handwerk. Ich habe es oben geschrieben: Die meisten Frauen wollen nicht schwer heben, körperlich arbeiten, Stapler und LKW fahren! In so einer kleinen Firma muss jeder alles können. Büro wollen Frauen hingegen schon.
Vielleicht ein Jahr warten und dann mit neuem Ansatz nochmals einen Versuch starten ?
Das könnten wir machen, evtl mit neuer Unternehmensberatungsfirma. Bisher war die Betreuung gut, das Resultat aber mangels Bewerber enttäuschend.
Heute hören die Töchter eben die Sorge um die Firma an. Sind wirklich Vorwürfe im Raum ? Oder nervt es einfach nur ?
Es nervt sehr, zumal dadurch der Familiensegen schief hängt. Meine Schwester geht schon kaum mehr zu meinen Eltern deshalb. Ja, bei schlechter Stimmung sind Vorwürfe im Raum, aber nur dann. Und das, obwohl ich Abitur, Bachelor, Master und einen sicheren, gut bezahlten Job habe :(
 
  • #209
Es nervt sehr, zumal dadurch der Familiensegen schief hängt. Meine Schwester geht schon kaum mehr zu meinen Eltern deshalb. Ja, bei schlechter Stimmung sind Vorwürfe im Raum, aber nur dann. Und das, obwohl ich Abitur, Bachelor, Master und einen sicheren, gut bezahlten Job habe
JA ich kann das durchaus verstehen. Beidseitig. Sicher, das Herzblut deiner Eltern steckt da drin, aber es nützt nichts.
Wenn sie keinen Nachfolger finden können, ist es der einzige Weg. Schließen.
Das selbst die Angestellten nicht weiter machen wollen, deutet ja auch auf ein Schwieriges Gewerk hin, oder die Lage ist wirklich so übel, dass sie wissen, wie schwer es ist.
Dann kommt die Ablösesumme ja noch mal dazu.
Hier in Köln und Umgebung werden auch erst mal irrsinnige Preise angesetzt, von Handwerkern, die ihren Betrieb verkaufen wollen.
Da wird dann mit zahlreichen Stammkunden argumentiert.
Wenn ich das Ding kaufe und die Kunden mögen mich nicht, sind die weg.
Dann wird ein Preis für Inventar angesetzt, da schlackerst du mit den Ohren.
Dementsprechend müsste die Betriebsausstattung Flammneu sein. Is aber nücht.
Selbst die Mitarbeiter kannst Du ja nicht zwingen, bei dir zu bleiben.
Also bei Handwerksbetrieben insgesamt sehr schwierig, wenn du nicht gewaltig an der Preisschraube drehst.
Ich würde es in der nächst größeren Stadt versuchen die nicht wirklich allzu weit weg ist, dort einen Betrieb mit selben Gewerk suchen und ein Angebot machen. Aber die Branche???

Hättet ihr jetzt den Klassiker, also Elektro, SHK, Fließen und Innenausbau, die Firmen würden allein schon wegen der Mitarbeiter kaufen.
So hab ich es gemacht. Gute Handwerker sind mittlerweile die Fußballstars im Handwerk. Da werden Ablösesummen gezahlt, da hab ich früher von geträumt.
Wo soll das noch hinführen.?
Jedenfalls, für Euch eine echt vertrickte Situation.
Aber ich denke, deine Eltern sollten sich mit dem Loslassen beschäftigen.
Seid nachsichtigt mit ihren blutenden Herzen, aber lasst Euch nicht in etwas hineindrängen, was nicht in Euren Lebensplan passt. Denn es ist EUER LEBEN.
m50
 
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  • #210
Ja, bei schlechter Stimmung sind Vorwürfe im Raum, aber nur dann. Und das, obwohl ich Abitur, Bachelor, Master und einen sicheren, gut bezahlten Job habe :(
Das ist nicht fair. Es klingt eben doch nach emotionaler Erpressung. Ich verstehe, dass da Herzblut dran hängt, aber du bist auch nicht Erfüllungsgehilfe deiner Eltern. Selbst wenn es in deiner jetztigen Firma mal nicht gut laufen sollte, bis du hoch qualifiziert, um zu wechseln.
So weit ich weiss, gibt es bei dir einen osteuropäischen Hintergrund.Da ist sicher der Familienzusammenhalt noch mal ein anderer, aber auch der Druck entsprechend. Andererseits, das Ding besteht seit mehreren Generationen.
Also schon länger in Deutschland.
Schade, dass sie nicht stolz auf ihre Tochter sein können,die schon einiges erreicht hat.
Vielleicht wäre hier eher ein Mediator angesagt, jemand der zwischen Euch und den Eltern vermitteln kann. Dafür wären deine Eltern vermutlich nicht offen.
 
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