• #1

Fehlt mir der Mut zur Trennung oder will ich es vielleicht auch nicht?

Hallo zusammen,
ich habe mich in diesem Forum angemeldet, um eure Meinung zu meiner Situation zu erhalten.

Ich bin 28 Jahre alt, seit elf Jahren mit meinem Mann zusammen und seit sechs Jahren verheiratet. Wir leben in einem gemeinsamen Eigentum und haben zwei Haustiere, bzw. Ich. Wir sind beide berufstätig, jeder hat seinen Sport und seine Freunde.

Seit Jahren denke ich darüber nach mich zu trennen, jedoch habe ich es aus verschiedenen Gründen hinausgezögert. Abendschule, Umbau, Geld....
Seit Monaten oder Wochen denke ich nun intensiver darüber nach. Die Gründe? Mh, wir haben ein eingeschlafenes Sexleben und uns auseinander gelebt. Streiten? Nein, wir streiten uns nicht. Es ist mir irgendwie alles EGAL geworden. Wieso finde ich dann aber nicht den Mut diese Ehe zu beenden? Meine Gedanken sind ein ständiges HIN und Her... es macht mich wahnsinnig. Auf der einen Seite führen wir ein gutes Leben, kommen gut miteinander aus, haben alles und doch bin ich auf der anderen Seite so unzufrieden. Gibt es eine neue Liebe für mich? Nein, die gibt es nicht. Allerdings bemerke ich immer mehr Bereitschaft dafür. Hab ich Angst alleine zu sein? Ich glaube nicht. Wir sind beide noch jung. Ich denke nicht, dass wir Probleme haben werden neue Partner zu finden. Vermisse ich Ihn, wenn er weg ist? Bei weitem nicht mehr so wie früher. Liebe ich ihn noch? Auf die Art wie man seine Familienmitglieder liebt, immerhin sind wir schon lange zusammen. Auf andere wirken wir wahrscheinlich wie das glücklichste Ehepaar der Welt.

Ich weiss im Moment einfach nicht weiter und hoffe auf einen Austausch mit euch.
 
  • #2
Eine wirklich schlimme Ehe, die Du da führst liebe Fragestellerin. Kann es sein, dass es Dir zu lange zu gut ging? Und jetzt nicht mehr schätzen kannst, was Du hast? Langeweile und Verdruss durch zuviel Wohlergehen? Tut mir leid, ich weiß nicht, was ich raten soll.

Das ist nun mal Leben und Alltag. Und wenn man das nicht will, dann muß man auch selbst was tun, um dem Alltagstrott zu entfliehen. Oder bis Du noch die aufregende Frau für ihn?
 
P

Papillon

Gast
  • #3
Bei so früherer Bindung denke ich es ist normal, dass man sich fragt 'Gibt es da draussen mehr?'
Das habe ich auch durch und hatte mich damals getrennt.
Ich kann Dir aus meiner Perspektive sagen, ich habe mich nach 8 Jahren Beziehung damals getrennt. Die Erfahrungen, die gesammelt habe, waren positiv und negativ. Aus jetziger Sicht, kann ich getrost sagen, vieles hätte ich mir ersparen können, aber bedauere Nichts.
Bei euch ist aber anders:Ihr seid bereits Verpflichtungen eingegangen in Form des Hausbaus und einer Ehe. Daher solltest du zweimal überlegen, ob du so einfach alles weg wirfst.
Ich rate Dir, gehe im Prozess deiner Entscheidungsfindung zu einer Paarberatung. Es ist ganz normal das nach dem vielen Jahren die Luft raus ist, aber ich würde etwas kämpfen, um die Beziehung wiederzubeleben.
Denkst du überhaupt an Kinder? Die Zeit rennt dir schnell davon, wenn du jetzt erstmal leben willst. Den passenden Partner für eine Familie dafür gibt es auch nicht an jeder Ecke und das benötigt auch Zeit. Die Jahren gehen schneller ins Land als Du möchtest.
Alles Gute Dir!
 
  • #4
Liebe Ratsuchende,
mir scheint, es fällt Dir ein bisschen auf die Füße, dass ihr nun schon zusammen seid, seit du 17 bist! Das heißt ja wahrscheinlich, dass er dein erster Freund ist?! Und nun stellt sich mit nicht mal 30 schon Routine ein - und zwar zu viel Routine, so dass ihr euch schon nicht mehr körperlich aufregend findet. Das ist wirklich schwierig.

Ich denke, bevor du etwas tust, das du bereuen könntest, solltest du dir erst einmal noch besser klarwerden, was du genau vermisst. Und wenn du das nicht so genau weißt oder in Worte fassen kannst, dann versuche, dir eine Beziehung oder einen Ehemann auszumalen, so wie du es erfüllend finden würdest. Daran siehst du vielleicht eher, was denn da genau nun fehlt.

Als zweiten Schritt musst du dich überwinden und ihn mit einbeziehen. Denn alles andere wäre unfair. Ich nehme an, er weiß all das noch nicht? Wie denkt er wohl darüber? Ein Mann Ende zwanzig mit einer jungen Ehefrau, mit der er nicht mehr schläft? Und das nimmt er so hin?

Ihr könntet leicht wieder Wind in Eure Ehe bringen, wenn Ihr Euch zu mehr Kommunikation entschließt. Bzw. Du, wenn Du den Mut hast, Deine Überlegungen auch ihm zugänglich zu machen. Und ihn dazu gewinnen, Euch beraten zu lassen. Es gibt da ganz viele Möglichkeiten und Träger, die so etwas anbieten, oft auch kostenfrei. Gib noch nicht so schnell auf. Wenn es keine tiefgreifenden Verletzungen gibt, die einer von euch beiden nicht mehr vergessen kann - ist immer noch genügend Potenzial da, um wieder glücklich zu werden und auch noch länger glücklich zu sein
 
  • #5
Du bist nur drei Jahre älter als ich, aber schon ewig mit dem gleichen Mann zusammen. Als ihr zusammengekommen seid warst du sehr jung und du hast wahrscheinlich nie vergleichbare Erfahrungen mit anderen Männern machen können. Daher bist du dir deiner Bedürfnisse auch nicht so bewusst bzw. kannst eure Beziehung schwer einordnen. Dass ihr immer noch einen relativ harmonischen Alltag habt, obwohl du seit Jahren über eine Trennung nachdenkst, ist in diesem Kontext kein Indiz dafür, dass ihr zusammenbleiben solltet. Ihr seid gut aneinander gewöhnt und wisst euren Alltag zu organisieren ohne euch in die Quere zu kommen. Ich habe hier im Forum schon mehrmals herausgelesen, dass viele meinen das wäre das Wichtigste in einer Beziehung, aber ich sehe das nicht so.
Bei euch ist jegliche Leidenschaft und Spannung verloren gegangen. Das ist eben auch ein Teil einer Beziehung. Und wenn dieser nicht wichtig wäre, würdest du deine Frage nicht stellen. Du bist immer noch recht jung, viele meiner Kommilitonen sind in deinem Alter, gerade am Ende des Studiums und kaum einer davon hatte eine langfristige Beziehung. Ich denke es war einfach alles ein wenig früh bei dir. Du kannst deine Beziehung natürlich auch noch eine Weile so weiterplätschern lassen, schönreden und nach Argumenten gegen eine Trennung suchen, aber so wie du dich anhörst weiß ich nicht wie du damit auf Dauer zufrieden sein willst. Spätestens wenn du jemanden kennenlernst, der dir bewusst macht was dir fehlt, wird dich nichts mehr halten.
 
  • #6
Liebe Ratsuchende
Wenn ich das so richtig verstanden habe, ist dein Ehemann eigentlich eine liebenswerte Person, ihr seid ein gutes Paar. Einfach das Sexuelle liegt flach. Bei jungen Menschen, die schon so lange zusammen sind, eigentlich vorhersehbar und nicht weiter erstaunlich.
Also in einem Fall wie eurem könnte ich mir auch vorstellen, dass eine gewisse "Öffnung" der Ehe möglich wäre? Ich meine, statt auf 100% Monogamie zu bestehen und dies nicht aufrecht erhalten zu können, vielleicht Alternativen erwägen, die nicht gleich eine Trennung zur Folge haben? Ist nur ein Gedanke.
 
  • #7
Liebe Ratsuchende,
ich bin noch nicht so lange in diesem Forum, aber dein (unser) Thema ist hier der "Renner".
Irgendwie scheinen wir Menschen, besonders wir Frauen, nicht fähig zu sein, wenn es um gescheiterte oder auch nicht gescheiterte Beziehungen geht, klare Entscheidungen konsequent zu treffen.
Wir fühlen uns zerrissen, werden krank und haben irgendwann unser Selbstwertgefühl verloren. Alles ist uns egal geworden. Wir LEIDEN ohne zu handeln.
Zu deinem Problem möchte ich zu bedenken geben, dass du 28 Jahre alt und mit deinem Mann schon 11 Jahre zusammen bist. Das heißt, du hast deine schönste und beste Zeit zur Selbstfindung und Vorbereitung auf das "Leben" bereits mit diesem Mann verbracht.
Ich nehme an, dass es auch dein erster Mann war, mit dem du sexuelle Erfahrungen gesammelt hast?

Jetzt bist du in einer Krise und möchtest alles nachholen, was du damals versäumt hast. Vielleicht andere Männer kennenlernen. Natürlich ist nach einer so langen Zeit aus einer Partnerschaft die Luft etwas raus.
Nur denke daran, dass auch eine neue Beziehung gepflegt werden muss, sonst hast du das gleiche Problem in einigen Jahren wieder.
So wie du schreibst, hast du ein angenehmes Leben (finanziell abgesichert, Eigentum....usw.. Doch materielle Dinge sind nicht alles. Dir fehlt die Zärtlichkeit und die körperliche Nähe zu deinem Mann. Du vermisst spontane Umarmungen und Komplimente. Das ist verständlich.
Empfindet das dein Mann genauso wie du?
Ich würde mit ihm über deine Gefühle sprechen, vielleicht sieht er es ähnlich, dann könnt ihr immer noch über eine Trennung gemeinsam nachdenken.
Wenn es noch nicht ganz so krass ist, würde ich zu einer Paartherapie raten.

Nur wenn du ihn überhaupt nicht mehr liebst, dann mach es kurz und suche dir einen Anwalt für Familienrecht. Dann zieh es durch.

Alles Gute für dich
Santosha
 
  • #8
Ich denke, Du fragst dich: Soll es das schon gewesen sein? Du bist erst 28 und mit diesem Mann schon 11 Jahre zusammen. Das schafft Vertrautheit, kann aber ein Beziehungskiller sein. Ich nehme an, er war Dein erster und einziger Partner. Nun merkst Du, es passt nicht für die Ewigkeit, Du bist unzufrieden, Dir fehlt etwas. Ihr lebt eher zusammen wie Bruder und Schwester. Gemeinsam Finanziertes hält Euch oberflächlich zusammen.
Du denkst schon länger über eine Trennung nach. Mach Nägel mit Köpfen, sonst bleibst Du ewig in diesem Hamsterrad. Sprich offen und ehrlich mit Deinem Mann. Ihr habt noch keine Kinder und jeder von Euch Beiden hat das Recht, glücklich zu werden. Das Finanzielle lässt sich doch irgendwie regeln. Deine Lebenszeit aber gibt Dir niemand zurück. Du lebst nur einmal. Mach was daraus und verharre nicht weiter und warte auf ein Wunder.
 
  • #9
Vermutlich wären viele hier froh, wenn sie nach 11 Jahren noch so eine Beziehung hätten. Vielleicht ist es ein Fehler, mit 17 eine Beziehung zu beginnen und dabei zu bleiben, so dass man keinen Vergleich hat.
Wenn Du in Deiner Ehe so unglücklich bist, trenne Dich sauber und schaue dann nach einem anderen Mann.
 
  • #10
Wieso finde ich dann aber nicht den Mut diese Ehe zu beenden?
Aus reiner Bequemlichkeit, alles beim Lten lassen typische Gewohnheit! Ich erkenne bei euch keine Liebe keinen liebevollen Umgang und genau das ist das Problem bei dir! Dein Bauch dein Herz fühlt das! Viele Männer können mit einer solchen verkopften Beziehing bis zum Lebensende bleiben! Ich (m) bin hier ausgeschlossen und würde so niemals bleiben können. Nein da würde ich sofort meine Zelte abbauen. Für mich ist das kein Leben und dass das stabil besser wird, daran glaube ich mit meiner Erfahrung nicht!
 
  • #11
Erst mal vielen Dank für eure Antworten.

Vor meinem Mann hatte ich noch zwei weitere feste Bindungen. Die erste fast ein Jahr. Die zweite ging über 2 Jahre. Ich hatte außerdem auch so sexuelle Erfahrungen sammeln können. Also das Gefühl etwas verpasst zu haben, habe ich nicht. Allerdings stelle ich mir schon die Frage: Kann das hier alles gewesen sein?

Probleme gab es schon immer. Untreue, wilde Partys, Lügen... aber irgendwie haben wir das alles immer wieder geregelt bekommen. Zumindest sind / waren wir in diesem Glauben.

Es liegt hauptsächlich an mir, dass wir so gut wie keinen Sex mehr haben. Ich habe deswegen bereits Rat beim Frauenarzt gesucht und wir hatten uns auch entschlossen eine Eheberatung zu besuchen. Die haben wir über ein halbes Jahr gemacht. Hauptthema war der fehlende Sex. Allerdings hatte eine Sitzung über 100 € gekostet und wirkliche Fortschritte hatten wir nicht gemacht. So haben wir beide entschieden die Sitzungen nicht mehr zu besuchen. Alles lief dann einfach so weiter. Auch haben wir experimentiert, z. B. mit einem anderen Paar gemeinsam. Aber auch das war nicht die Lösung.

Mein Mann ist ein sehr geselliger Typ. Ist am Wochenende viel unterwegs, kommt selten mal vor sechs Uhr in der früh heim. Die ersten Jahre hab ich mich daran sehr gestört, war sehr eifersüchtig. Konnte meistens nicht schlafen, bis er endlich da war. Jetzt habe ich mich wohl damit arrangiert. Ich habe auch angefangen weg zugehen. Habe mir ein Hobby gesucht. Ich verbringe jetzt meine Zeit nicht mehr wartend zu Hause. Aber seit dem habe ich auch keine gr. Lust mehr unser Haus zu pflegen. Ich bin es leid die treibende Kraft zu sein. Oder die nörgelnde Frau, die gestresst von der Arbeit kommt und den Mann auf der Couch vorfindet, obwohl doch eigentlich so viel zu tun ist.

Ob mein Leben zu gut ist und ich es nicht mehr zu schätzen weiß? Diese Frage habe ich mir auch öfters gestellt. Mir ist klar, dass es in jeder Ehe Höhen und Tiefen gibt. Auch ist mir klar, dass andere Männer andere Defizite haben.

Ich denke, Du fragst dich: Soll es das schon gewesen sein? Du bist erst 28 und mit diesem Mann schon 11 Jahre zusammen. Das schafft Vertrautheit, kann aber ein Beziehungskiller sein. Ich nehme an, er war Dein erster und einziger Partner. Nun merkst Du, es passt nicht für die Ewigkeit, Du bist unzufrieden, Dir fehlt etwas. Ihr lebt eher zusammen wie Bruder und Schwester.

Du hast recht. Wir führen eine super WG. Jeder respektiert des anderen Leben. Gibt es Probleme (Autoreparatur, Termine, Erledigungen...) halten wir zusammen.

Ich finde nicht die richtigen Worte. Ich weiß nicht wann der richtige Zeitpunkt ist. Ich glaube, er denkt auch wie ich über unsere Ehe, zieht allerdings keine Trennung in Betracht.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #12
Deine Zweifel kann ich verstehen. Und sie werden nicht weniger, je länger du eine Entscheidung hinauszögerst.

Als erstes solltest du mit deinem Mann reden. Vielleicht geht es ihm längst ähnlich, nur fehlt auch ihm der Mut, das offen anzugehen. Ich würde ihm vorschlagen, dass ihr zuerst Hilfe in einer Paarberatung sucht. Dort könnt ihr, mit fachlicher Unterstützung, herausfinden, was euch in der Beziehung fehlt und ob ihr eine Chance habt, gemeinsam daran etwas zu ändern. Sollte sich dabei herausstellen, dass ihr die eingetretene Leere in eurer Ehe nicht mehr füllen könnt, ist eine Trennung der bessere Weg.

So jung wie ihr seid, solltet ihr alle finanziellen Bedenken hintenan stellen. Das persönliche Glück sollte immer im Vordergrund stehen. Und da ihr keine Kinder habt, werdet ihr auch eine für beide Seiten akzeptable Lösung finden.
 
  • #13
Das ihr keinen Streit mit einander habt liegt doch nur daran, weil dir alles egal ist. Das ist doch keine Basis für eine Beziehung. Ursachen dafür sind offensichtlich, ihr habt euch zu früh gebunden, mögt euch aber die erotische Liebe ist weg. Da es euch, von außen betrachtet, doch so gut geht, ist dir lange nicht aufgefallen das ihr nur noch nebeneinander statt miteinander lebt. Warum trennst du dich nicht, wo du ihn doch nicht mehr liebst? Ich denke, weil es dir finanziell zu gut geht, du Angst hast das du dich alleine einschränken müsstest. Wenn du länger wartest, wird es auch nicht besser. Deine Gefühle werden sich ja nicht ändern, gebe ihn frei damit ihr beide noch einen Partner finden könnt, wo wirklich noch Gefühle sind. Freundschaft alleine reicht für eine Ehe nicht
 
  • #14
Dein zweiter Beitrag hat dem ganzen noch mal eine komplett andere Richtung gegeben. Im Eingangspost hörte es sich für mich so an als ob ihr eigentlich nie gravierende Probleme hattet und du deshalb damit haderst dich zu trennen.
Jetzt schreibst du von Untreue und dass du dich an vieles gewöhnt hast was dich anfangs störte. Warst du überhaupt jemals so richtig glücklich mit deinem Mann? Es klingt eher so als ob du dir alles zurechtredest, zB mal jemanden gewünscht hättest, der einen gemütlichen Abend mit dir auf der Couch verbringt, aber stattdessen feierte er bis in die Morgenstunden und ließ dich zuhause warten. Weil ihr das nicht geregelt bekommen habt (weil entweder du nicht den Mumm hattest zu sagen was dich stört oder es ihn einfach nicht interessierte) hast du dich permanent verbogen für diese Beziehung. Wahrscheinlich gehörst du auch noch zu denen, die denken wenn sie heiraten wird alles besser und sich dann wundern wenn sich gar nichts ändert. Kein Wunder, dass dir langsam die Energie schwindet.
Liegt deine sexuelle Lustlosigkeit vielleicht auch daran, dass du dich null wahrgenommen fühlst? Dein Mann machte immer sein Ding, du konntest ihn nicht erreichen und anstatt die Ursache eurer Konflikte zu bekämpfen suchst du dir eben Ablenkung in Form von eigenen Hobbys. Eure Probleme liegen nicht in der Dauer eurer Beziehung, sondern haben sich schon ganz am Anfang gebildet.
 
  • #15
Schwierige Situation.
Auf der einen Seite sind alle Paare bis auf eins, die ich kenne, so wie ihr. Ich bin Mitte 40, die Leute auch, oder bisschen älter. Nur dass ich bei den Leuten nicht den Eindruck habe, dass sie ernsthaft über Trennung nachdenken. Eine Frau hat mal offen geäußert, wenn ihr die große Liebe begegnen würde, würde sie ihren Partner verlassen, aber da sie einen Kredit abzahlt für ihr Haus, in dem sie, der Partner und ihrer beider Kind leben, und weil er der Vater des Kindes ist, holt sich vom Kind die emotionale Bindung und das, was sie an Zuwendung vermisst. Fremdsex gab es bei ihr auch mal, aber ob er das weiß? Keine Ahnung.
Ein Paar kennt sich auch seit der Schule und feierte Silberne Hochzeit vor kurzem. Die zoffen sich aber noch, genau wie früher. Da hat sich nichts in "harmonie"mäßige Distanz und Gleichgültigkeit aufgelöst. Bei allen anderen Paaren sind die Männer schweigsam.

Ich hab auch schon mehrere Männer in langen Ehen kennengelernt, die sich die Bestätigung, ein aufregender Mann zu sein, von außen holen wollten und denen es ansonsten nur darum ging, was sie beruflich wollten, aber die Familie mit zum Bild gehörte.

Du denkst nun schon seit Jahren über Trennung nach. Anscheinend warst Du Dir seit dieser Zeit sicher, dass Du die Beziehung nicht mehr willst. Dann engagiert man sich aber auch nicht mehr. Soll heißen, wenn man sich sicher ist, sollte man sofort handeln, weil alles andere Zeitverschwendung ist und mehr Verkettung bedeutet.
Ich denke nicht, dass wir Probleme haben werden neue Partner zu finden.
Das kann trotzdem kommen, aber das ist kein Argument, eine tote Beziehung aufrecht zu erhalten. Man MUSS ja keine Beziehung haben.
Liebe ich ihn noch? Auf die Art wie man seine Familienmitglieder liebt
Das sollte auch in einer langen Beziehung anders sein.

Ich hab den Eindruck, es ist mehr als nur das tote Sexleben, das Dich wegtreibt. Du leidest ja nicht darunter und willst es ändern, sondern Du willst allgemein weg.
 
  • #16
Welche Entscheidung die richtige ist, kann nur die Zukunft zeigen. Was du schreibst, klingt allerdings nicht so, als könntest du mit diesem Mann alt werden. Immer denkst du schon seit Jahren über eine Trennung nach.

Hör' einfach auf dein Gefühl, denn darum geht es im Wesentlichen in einer Ehe. Wenn es dich zur Trennung drängt, dann ist es wahrscheinlich auch wirklich das beste für dich, die Ehe zu beenden. Und noch sind keine Kinder da. Das lässt sich also alles relativ problemlos regeln.
 
  • #17
Habt ihr gemeinsame, aufregende Unternehmungen, die ihr gemeinsam macht?
Dein Mann geht viel alleine weg.
Findet etwas, dass euch positiv gemeinsam verbindet über den Alltag hinaus.
 
  • #18
Lügen und Betrug sind ja nun nicht wirklich gute Beziehungselemente. Du hast geschrieben, dass ihr bei Beratungen wart und schon einiges ausprobiert habt, das Problem anzugehen. Das finde ich eigentlich gut für eine Beziehung, weil beide sich bemühen.

Du hast recht. Wir führen eine super WG. Jeder respektiert des anderen Leben.
Ich weiß nicht, ob ich das so interpretieren würde. Es klingt mir eher so, als sei es gleichgültig. Es gibt ja einen Unterschied zwischen Toleranz und Gleichgültigkeit. Wie passt die super-WG-Aussage zusammen mit
Aber seit dem habe ich auch keine gr. Lust mehr unser Haus zu pflegen. Ich bin es leid die treibende Kraft zu sein. Oder die nörgelnde Frau, die gestresst von der Arbeit kommt und den Mann auf der Couch vorfindet, obwohl doch eigentlich so viel zu tun ist.
?
 
  • #19
Liebe Ratsuchende,

Ich möchte weder die Standardlösung Trennung oder Öffnung der Ehe bringen. Das sind die einfachsten Möglichkeiten.

Vielleicht für Dich wirklich eine Analyse?
1. Themenbereich
Was möchtest Du generell, Vorstellungen, Ziele, Träume, wie stellst Du Dir Dein ideales Leben vor?
Was hast Du für Bedürfnisse - Nähe / Distanz, Sexualität, sonstige?
Wie stellst Du Dir eine für Dich ideale Partnerschaft vor?
Was hast Du für Eigenschaften, Verhaltensweisen, die Du an Dir schätzt, und welche weniger?
Passen Deine Lebens- und Beziehungsvorstellungen zu dem, wie Du denkst, fühlst, Dich verhälst?
Was würdest Du für Dich verändern können / wollen, ob Veränderungen bei Dir sebst oder im Außen?
Was ist mit dem Thema Eifersucht / Verlustängste?

2. Themenbereich
Was empfindest Du für Deinen Mann - nimm Dir die Zeit, konzentriere Dich, und notiere jedes Gefühl, das in Dir hochkommt.
Was empfindest Du, wenn Du Dir Euch in 5 Jahren vorstellst?
Was schätzt Du an ihm? Was weniger? Was überhaupt nicht? (und dann nochmal die 2 Empfindungsfragen)

3. Wie empfindest Du Dein jetziges Leben und die Perspektiven, wenn Du diese mit obigen Antworten vergleichst?
Kann beides zusammen kommen, welche Veränderungen sind möglich? Nicht nur Beziehungsbereich, auch Interessen, Beruf, Freunde, etc.
(...)

Wenn Du Klarheit hat, dann kannst Du entscheiden, ob Du die Trennung willst oder eine Fortführung der Beziehung mit der Prämisse, die notwendigen Veränderungen gemeinsam zu entwickeln und zu realisieren.

Paartherapie wäre es mir dabei als Unterstützung absolut wert - was kostet ein Urlaub für Euch beide?
Nur wenn sie helfen soll, müsst ihr gemeinsam an Eurer Beziehung arbeiten wollen, miteinander kommunizieren lernen und die Bereitschaft haben, vieles in Frage zu stellen und zu verändern.
Sie ist nur ein Baustein, ein Werkzeug, der Besuch eines Paartherapeuten alleine bewirkt nichts, ihr müsst die Therapie wollen - und das Ziel, die Partnerschaft bei aufzubauen. Therapie ist begleitend, unterstützen, manchmal unangenehm; sie Hauptarbeit liegt bei Euch selbst.
 
  • #20
Nun ja, in jeder Beziehung gibt es mal Schwierigkeiten. Es gab eine Zeit, in der ich wirklich glücklich war. Zu diesem Zeitpunkt haben wir auch geheiratet. Ob ich mir da etwas vorgemacht habe? Ich weiß es nicht ...

Danke ihr habt mir ein paar Anhaltspunkte gegeben über die ich jetzt erst mal nachdenken muss. Solch direkte Worte waren echt mal nötig. Ich werde auch mal die Fragen von Lionne69 für mich beantworten.
 
  • #21
Also ehe nicht alle Möglichkeiten wie z.B. Familientherapie oder Paarberatung ausgeschöpft sind, würde ich das nicht wegwerfen.

Natürlich ist der Alltag und die Routine ein schleichender Sexkiller. Aber da ist ja die Frage, ob das überhaupt schon zusammen angesprochen wurde.

Und vielleicht fehlen ja auch Kinder als gemeinsames Projekt.
 
  • #22
Ich glaube ja, du hast seine Untreue nicht überwunden und deine echten Gefühle nur unterdrückt. Die kommen aber jetzt in Form deiner Unlust auf ihn wieder hoch.

Und, ganz ehrlich, es gibt genug Frauen, für die sowas unverzeihlich ist. Warum bist du so schwach und verzeihst sowas? Ich würde an deiner Stelle mit einer Therapie mein Selbstwertgefühl verbessern und mich dann trennen. Du lebst auch nicht ewig und was willst du da mit einem Fremdgänger?
 
  • #23
Der zweite Post der FS änderte wirklich die Problemstellung. Vorher hatte ich das Bild einer braven Frau im Kopf, die große Teile dessen, was man beim Mann "Hörner abstoßen" nennt, verpasst hat und jetzt auf der Suche nach Selbstbestätigung ist.

So traurig sich die nüchterne Feststellung #14 von @void auch liest, viele, vielleicht die meisten langlaufenden Ehen sind eher Schicksalsgemeinschaften als Liebesehen. Die Paare leben nebeneinander her, ziehen die Kinder groß, lassen sich gegenseitig ihre Freiräume und warten auf die Rente. Mit 50 Jahren ist dies aber deutlich leichter zu ertragen als mit 28.

Wenn der Mann in der Ehe nicht genügend Zuwendung inkl. Sex erhält, wird er seine Batterien eben außerhalb aufladen müssen, zumal in seinem Alter. Finde dich damit ab oder verlasse ihn. Langes Zuwarten lassen die Gefühle gegenüber deinem Mann nur weiter schrumpfen, und dein Wert auf dem Partnerschaftsmarkt sinkt. Kinder als Ehekitt würde ich mir in dieser Situation nicht anschaffen wollen. Ist das Haus wenigsten schon abbezahlt?
 
  • #24
Für mich liest sich das - gerade nach deinem zweiten Post - so:

Es gibt Dinge in eurer Partnerschaft, mit denen du zufrieden bist: er lässt dir Freiraum; die praktischen Belange (Termine, Reparaturen...) funktionieren.

Und es gibt Dinge, mit denen du schon sehr lange unglücklich bist. Das sind emotionale Aspekte, wie z. B. dass er untreu war, noch immer ein Partygänger ist, das Misstrauen, das sich aus dieser Konstellation ergeben hat.
Als Kompensation hast du dir parallel zu eurer Ehe ein eigenes Leben aufgebaut, gehst eigenen Hobbies nach. Aber im Grunde genommen wünschst du dir, die Wochenenden mit ihm zu verbringen, anstatt dass er auf Parties geht.
Das "Egal" ist häufig ein Schutzmechanismus. Irgendwie müssen wir ja mit Dingen klar kommen, die wir (am Partner) nicht ändern können. Sich darüber aufzureiben, macht uns kaputt. Also resignieren wir irgendwann und versuchen nicht mehr, den Partner so zu ändern, dass er unsere Bedürfnisse erfüllt, sondern nehmen ihn, wie er ist.

Ein bisschen Schönquatschen müssen wir uns die Sache dennoch. Er lässt ja genug Freiraum, er respektiert, dass du dein eigenes Leben lebst. Soo schlecht ist er ja gar nicht.
Aber im Innern möchtest du diesen Freiraum doch gar nicht so sehr. Es würde dich beglücken, würde er die eine oder andere Party auslassen, um etwas mit dir zu unternehmen.

Da er dich nicht in dieser Hinsicht "beglückt", ist es nur natürlich, dass du auf Sex keine Lust mehr hast.

Aber anstatt an des Pudels Kern zu gehen, macht ihr Sexualtherapien und Sex-Workshops. Ihr packt die Sache nicht an der Wurzel.

Die erste Frage, die du dir stellen könntest, wäre: womit könnte mein Mann mich so richtig glücklich machen? Was fehlt mir, was müsste er tun, was würde mich überraschen und so richtig entzücken?

Zweite Frage (die ihm dann zu stellen wäre): ist er dazu bereit?
Immer nur mit deinen Bedürfnissen und Wünschen zurück zu stecken, wird die Sache nicht lösen.
 
A

Arcturus

Gast
  • #25
Eine wirklich schlimme Ehe, die Du da führst liebe Fragestellerin. Kann es sein, dass es Dir zu lange zu gut ging? Und jetzt nicht mehr schätzen kannst, was Du hast? Langeweile und Verdruss durch zuviel Wohlergehen? Tut mir leid, ich weiß nicht, was ich raten soll.

Das ist nun mal Leben und Alltag. Und wenn man das nicht will, dann muß man auch selbst was tun, um dem Alltagstrott zu entfliehen. Oder bis Du noch die aufregende Frau für ihn?
Liebe @Moona,

ich gehe zwar mit Dir hier absolut konform aber eigene Erfahrungen sind nunmal durch nichts zu ersetzen außer durch schmerzliche Erfahrungen.

Natürlich ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, daß sich die Probleme der FS als Nichtprobleme herasustellen und dann die Entscheidung schon getroffen und das Tischtuch zerteilt ist.

Aber willst DU ihr diese Erfahrung verwehren? Ihr ein lebenslanges Gefühl der möglichen verpaßten Chance lassen?
Wir Menschen und speziell Frauen sind nun mal mit gefestigten Zuständen schnell unzufrieden (take it for granted-Mentalität).
Männer sehen das etwas anders, siehe die hier stattfindenden Diskussionen a la "Mein Freund ist mit unserer Beziehung zufrieden, ich aber nicht"

Daher liebe @dieRatsuchende: schau Dir das ganze (Deine Beziehung) noch ein wenig an, mach auch ruhig die hier empfohlene Paartherapie, denn egal wie Du Dich entscheidest, damit wird die Entscheidungsbasis größer und die Verantwortlichkeit bei einer später gefühlten Fehlentscheidung breiter aufgestellt.
Denn die Verantwortung für einen (mögliche) Fehlentscheidung läßt sich dann noch besser und einfacher deligieren als die Verantwortung für eigene Aktivität zur gelungenen Partnerschaft.

Nichts ist so vergänglich wie die Zufriedenheit mit Erreichtem.
Darüber gibt es sogar ein Märchen (Fischer un sin Fru).

Was Du aus Deiner Unzufriedenheit machst, liegt bei Dir. Und wenn Du Erreichtes für mögliches Neues aufgibst, liegst Du was Partnerschaft betrifft voll im Trend. (auch was das Märchen betrifft :) )

m47
 
  • #26
Guten Abend liebe FS,

ehrlich geschrieben kann ich Dein Gejammere und das wohl fällige Genicke, ob einer vermuteten frühen, langen und erfahrungsarmen Beziehung, nicht mehr lesen, und wieder muss ein Anderer die Wange dafür herhalten.

Die Qualität hängt für mich nicht davon ab wie früh, einzig und lange diese dauert(e). Jede Beziehung wird automatisch ihr eigenes Grab ... bla, bla, bla!

Nein es liegt auch an Dir, Dein Rumgeeiere und Wegschauen.

Was willst Du? Wie stellt Du Dir eine Beziehung und einen Partner vor?

Ich kann mich gerne wiederholen: Die Kunst einer Beziehung liegt für mich in einem ausgewogenen und ausgeglichenen Verhältnis von wir und ich. Beides scheint bei Euch nicht gegeben.

Warum bist Du nicht mit ihm oder er mit Dir weggegangen? Wie sieht Eure Alltagsnähe aus?

Ihr lebt nicht Euer Leben. Weder so noch so. Verschwendung und Vergeudung pur. Wenn Dir das nicht zu schade ist, mir wäre das schon lang.
 
  • #27
Guten Abend liebe FS,

ehrlich geschrieben kann ich Dein Gejammere und das wohl fällige Genicke, ob einer vermuteten frühen, langen und erfahrungsarmen Beziehung, nicht mehr lesen, und wieder muss ein Anderer die Wange dafür herhalten.

Die Qualität hängt für mich nicht davon ab wie früh, einzig und lange diese dauert(e). Jede Beziehung wird automatisch ihr eigenes Grab ... bla, bla, bla!

Nein es liegt auch an Dir, Dein Rumgeeiere und Wegschauen.

Was willst Du? Wie stellt Du Dir eine Beziehung und einen Partner vor?

Ich kann mich gerne wiederholen: Die Kunst einer Beziehung liegt für mich in einem ausgewogenen und ausgeglichenen Verhältnis von wir und ich. Beides scheint bei Euch nicht gegeben.

Warum bist Du nicht mit ihm oder er mit Dir weggegangen? Wie sieht Eure Alltagsnähe aus?

Ihr lebt nicht Euer Leben. Weder so noch so. Verschwendung und Vergeudung pur. Wenn Dir das nicht zu schade ist, mir wäre das schon lang.

Meine Fragestellung sollte weder ein "Gejammer", noch Schuldzuweisungen an meinen Partner sein. Mir ist bewusst, dass wir hier beide die Verantwortung für die derzeitige Situation tragen müssen.

Wir sind bzw. gehen viel miteinander weg. Nach Hause gehe ich allerdings häufig allein. Das führt (e) immer zu Streit und versaut (e) den ganzen Abend. Ich habe das aber nie als Trennungsgrund in Betracht gezogen. Ich fühle mich eher egoistisch. Wenn ich heim will, muss der Rest der Welt das ja nicht auch wollen.
 
  • #28
Beziehung ist Kompromiss. Die Leute hier, die bei jeder Disharmonie raten, sich zu trennen, sind nicht ohne Grund Single und/oder haben nur kurzfristige Beziehungen. Sie haben eben den Anspruch einen Partner zu haben, mit dem alles, immer und in jedem Bereich perfekt ist. Und trotz ihrer beständigen Versuche finden sie ihn nicht, und suchen weiter oder resignieren irgendwann.
Ich persönlich halte das für eine überzogene Erwartungshaltung, mit der man nicht glücklich wird. Ich bin in einer lang dauernden Beziehung (fast 22 Jahre), habe mich also auch sehr früh gebunden (bin jetzt 40) und kann Dir sagen, dass es in den Jahren immer mal unterschiedliche Phasen und Glückslevel gab. Mal war man sich näher, mal nicht so - aber wirklich nie hat was an den Grundfesten der Beziehung gerüttelt.

Ich verstehe aber was Du meinst. Du bist in einer eigentlich glücklichen Beziehung. Eigentlich deshalb, weil Du Dich fragst, ob es nicht noch besser geht. Aber das kann Dir niemand sagen...möglich, dass es mit einem anderen Mann "mehr" gibt, ebenso möglich, dass es "weniger" gibt. Wärst Du bereit auch weniger in Kauf in zunehmen? Oder vielleicht ganz Single zu bleiben?
Nur wenn Dir alle Alternativen besser erscheinen, als Deine jetzige Beziehung solltest Du Dich trennen, ansonsten lohnt es sich vielleicht Deine Beziehung aufzupimpen.
 
  • #29
Liebe "die Ratsuchende"

Als gefühlt eheliches Fossil (nächstes Jahr feiere ich silberne Hochzeit) rate ich dir zur Trennung.

So wie dir ging oder geht es wahrscheinlich vielen verheirateten Frauen. Der Grund warum sie sich nicht trennen sind meistens Kinder u/o finanzielle Abhängigkeit vom Ehemann.

Du hast einen Beruf und keine Kinder und ich denke, was dich noch hält sind schlicht (resignierte) Gewohnheit und Angst vor Veränderung.

Es kann auch nicht mal eine „super WG“ sein, wenn der eine abends auf der Couch liegt, der andere aber erst noch aufräumen, putzen und kochen muss, bevor er sich selbst hinlegen kann. Wenn noch Kinder da wären, würdest du noch viel mehr tun müssen und es wäre dir dann nicht mehr egal, sondern würdest verzweifelt am Rad drehen. Über das von einem User hier empfohlene „Projekt Kinder“ also bitte gar nicht erst nachdenken. Kinder sollte man sowieso auch nur bekommen, wenn man sich welche wünscht, mit seinem Leben und Partnerschaft zufrieden ist. Scheint bei dir alles nicht der Fall zu sein.

Meiner Meinung nach wäre es schade, wenn du noch so jung, weiter in so einer Ehe verharren würdest. Da scheint dich nichts mehr zu inspirieren... Du wirst älter und schliesslich unglücklich und bitter werden.

Ja, ich denke du verpasst das Leben, solltest du bleiben.
 
  • #30

Dabei und auch anderes nicht, sondern mögen, lieben etwas zu tun, Leidenschaft.

Ich kenne diese Diskrepanzen in einer Partnerschaft nicht, jedenfalls die überwiegende Zeit der 26 Jahre und dann auch zur zum Ende hin, und es war auch meine erste Beziehung (sie 17, ich 19).

Ich frage mich immer wie eine Partnerschaft etwas besonderes sein soll, wenn es, so wie bei Euch, schon im Alltäglichen nicht funktioniert. Da werden immer Luftschlösser gebaut und in vielen kleinen Dingen steckt Sand im Getriebe. Man schaut auf das große Ganze und lässt das Kleine verkümmern, wacht dann verwundert irgendwann auf und stellt irritiert fest, dass es nicht (mehr) stimmt.

Warum findet Ihr in vielen/entscheidenden Dingen keinen Konsens?
 
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