G

Gast

  • #1

Feiern Akademiker im Fasching nicht?

Mir fällt an Fasching stets auf, dass zwar viele Menschen Fasching feiern, ich jedoch keinen einzigen Akademiker kenne, der dies tut.
Ich sehe jetzt mal von offiziellen Anlässen, wie Politikern auf Stimmenfang oder Promis ab.
Ist das normal oder liegt das an meinem Umfeld?
 
G

Gast

  • #2
Wo wohnst du?
Im Rheinland kenne ich niemanden, der nicht Karneval feiert.
 
  • #3
Im Falle von Studenten, liegt dies vor allem daran, dass im Februar Prüfungszeit ist.
 
G

Gast

  • #4
Das liegt vermutlich anDeinem Umfeld.In meinem gibt es etliche Akademiker,die begeistert Karneval/Fasching feiern.
 
G

Gast

  • #5
Ich verabscheue den Fasching. Primitiv bis zum geht nicht mehr. Schwachsinnige Büttenreden, Alkoholexzesse, extrem sexuelle Betonung der Kostüme, besoffene Verbrüderung völlig Fremder, Prügeleien, aufgesetzte Fröhlichkeit, tierisch laut... nichts für mich!

Für Kinder und im Rahmen ist Fasching sicher toll.

51, Ärztin
 
G

Gast

  • #6
auch mein Eindruck. An mir und meinen akademischen Freunden geht Fasching relativ spurlos vorbei. Außer in Köln, da wird jeder zwangskarnevalisiert wenn er nicht fluchtartig die Stadt verlässt :))
 
  • #7
Aus welcher Gegend kommst du? Im Rheinland (wo ich jahrelang gelebt habe) feiern alle, egal ob Akademiker oder nicht, da gibt es keinen Unterschied. Unter den wenigen Karnevalsmuffeln findest du ebenfalls Akademiker und Nicht-Akademiker.
 
  • #8
ich möchte keine enthemmte mopsige Hausfrau aus Hintertupfingen in Bierlaune an der Backe kleben haben oder bierseelige Verbrüderungen mit bierbäuchigen Clownsgesichtern erleben müssen..
 
G

Gast

  • #9
Ich (w, 26) bin Akademikerin und feiere keinen Fasching. Kenne aber einige Akademiker die das mehr oder weniger tun. Sind dann aber auch ausnahmslos nur die "Jungen" unter 35... Von den älteren Akademikern im meinem Umfeld feiert auch niemand Fsching.

Muss allerdings dazu sagen, dass ich auch nicht so viele Nicht-Akademiker kenne, die Fasching feiern. Da man diese Tage über aber zig Leute auf der Straße sieht, wird das wohl eher an meinem persönlichen Umfeld liegen...
 
G

Gast

  • #10
Gute Frage, ob das generell normal ist oder nicht.
Hab grade selbst überlegt - also ich feiere das definitiv nicht mit.
Wenns mir unterm Jahr zu wohl wird, muss ich nicht bis Fasching warten und Kommando-Ausflippen in Begleitung altbekannter Programme finde ich auch nicht so anregend.
Wenn jemand nicht gerade Kinder hat die das machen wollen, dann kenne ich aber auch keinen Akademiker, der da mitfeiert.
 
G

Gast

  • #11
Wo wohnst du?
Im Rheinland kenne ich niemanden, der nicht Karneval feiert.
Doch! Ich wohne im Rheinland und feiere keinen Fasching - einfach weil ich dem nichts abgewinnen kann. Und ich kene auch in meinem Umfeld niemanden der wirklich intensiv Fasching feiert. Mal ne Party ist okay, aber durchfeiern und schon tagsüber feiern ist da auch nicht drin. Ich wundere mich auch immer wo die ganzen Faschings-"Fanatiker" (Sorry für den Ausdruck) hier herkommen. Aus meinem Umfeld wohl nciht ;-)
 
  • #12
Wahrscheinlich sowohl als auch.

Akademiker neigen eben weniger dazu, sich bei albernen Feiern mit Büttenreden und viel Alkohol zum Klops zu machen.
Profession und Umfeld sind aber auch entscheidend: Man wird mehr BWLer im Rheinland fasching feiern sehen als Literaturwissenschaftler in Franken ....

m/34
 
G

Gast

  • #13
Da, wo es wirklich gefeiert wird, heisst es ja auch nicht Fasching sondern Karneval.

Ist mir persönlich aber auch aus schon von Vorpostern genannten Gründen zu primitiv.
 
G

Gast

  • #14
Hier (weit weg vom Rheinland) gibt es nicht wenige Politiker und Akademiker, die zum Fasching gehen. Das ist auch kein sinnloses Besaufen. Und viele Büttenreden sind richtig klasse.
 
G

Gast

  • #15
Nein, auch Akademiker müssen mal ihre niedersten Bedürfnisse ausleben...
 
G

Gast

  • #16
also ich glaube, man kann es nicht an der Bildung festmachen. Ich komme aus Süddeutschland, hier feiert man Fasend oder Fasnet, und es sind alle Bildungsgruppen vertreten, sowohl als "Häs"-Träger (traditionelle Verkleidung), als auch als Zuschauer. Ich selbst bin promoviert und bin seit meiner Kindheit aktiv. Viele meiner Unikollegen halten es genauso, sind aber auch alle mit der Tradition aufgewachsen.
Vielleicht gibt es eher ein Nord-Süd-Gefälle, je nach Art des Faschings!
Hier gibt es genausoviele Nichtakademiker, die nichts damit anfangen können, wie Akademiker die aktiv sind.
w45
 
G

Gast

  • #17
ich möchte keine enthemmte mopsige Hausfrau aus Hintertupfingen in Bierlaune an der Backe kleben haben oder bierseelige Verbrüderungen mit bierbäuchigen Clownsgesichtern erleben müssen..
Ich bin mir sicher, dass die Norweger aus Bergen den Karneval in Köln lieben würden. Alkohol auf der Strasse trinken können, einfach so kaufen und dazu noch für Norweger spottbillig. Gut, das Kölsch ist nicht so dolle, aber für die Norweger ist deutsches Bier immer gutes Bier....
 
G

Gast

  • #18
Ich lebe in der Hochburg des Karnvals im Rheinland und mein gesamtes akademisches Umfeld ist nicht karnevalistisch unterwegs!
 
  • #19
Ich habe nichts gegen Fasnacht, Fasching, Karneval, und bin als Zuschauer und Zaungast bei den Umzügen und Musikkapellen dabei, sofern Zeit und Lust dazu.

Aber solche "Sitzungen", Kostümierung, oder gar aktiv mitwirken ist mir persönlich zu primitiv.
Manche Büttenreden können schon gut und amüsant sein. Aber ich will mich dafür nicht durch das restliche Programm quälen müssen. Da wähle und schätze ich lieber gezielt das (politische) Kabarett.

Vielleicht bin ich durch mein -teils akademisches- Elternhaus geprägt ?
Da war die örtliche Fasnacht verpönt. Allenfals die Karnevalssitzungen im Fernsehen. Aber nur für die Eltern, wir Kinder mußten ins Bett.
Später fand ich kaum Interesse dafür. Und selbst die Karnevalssitzungen für mich immer primitiver.

Ich habe Verständnis für die Leute, denen sowas gefällt und sie mitfeiern. Da "tanken" die seelisch dabei auf, und können vom Alltag abschalten.

Mir imponiert und gefällt sehr der Karneval in Venedig. Der ja dort nicht nur auf den Straßen und Kanälen, sondern sich auch recht lebhaft in den Häusern und Lokalen abspielt.
Weil er stets ein gehobenes Niveau hat. Und selbst im ausschweifenden Temperament eher einem Theater-Lustspiel ähnelt. Anstatt ordinärem Gegröle und Besäufnis.
 
G

Gast

  • #20
Ja, ich habe das auch schon festgestellt, dass Akademiker eher weniger auf der Fastnacht unterwegs sind. Vielleicht liegt es daran, dass es doch eher derb zugeht. Ich kann über plumpe Witze ebenfalls nicht lachen und finde Kostümierung etwas für Kinder.