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  • #1

Fernbeziehung - Entfremdung

Wie schätzt ihr die Entwicklung ein? Kennenlernen via Internet vor 1,5 Jahren, 110km Entfernung. Große Gefühle für ca. 3 Monate mit regelmäßigen WE-Treffen. Die Hobbies werden wieder wichtig und an manchen WE sieht man sich nicht mehr. Er beginnt sich zurück zu ziehen und blockt bei Zärtlichkeiten (aus seiner Sicht sei der Respekt verlorengegangen) , keine körperliche Liebe mehr seit 9 Monaten, Die gemeinsame Zeit reicht grad noch für gemeinsamen Sport. Zur Zeit treffen wir uns jetzt 1 bis 2.WE/ Monat für einen Tag, die Telefonate sind kurz, da er nicht so gerne telefoniert. Andere Kommunikationsformen praktizieren wir nicht. Die nächsten 10 Jahre ist auf Grund äußerer Umstände keine Möglichkeit gegeben, zusammenzuziehen (er ist nicht flexibel wegen des Arbeitsplatzes, ich nicht wegen meines Hauses). Zusammenhängende Urlaubstage nehme ich nicht - diese brauch ich für Organisationsarbeiten im Alltag - also ab und dann verbringen wir 2-3 Sporttage miteinander.Manchmal habe ich das Gefühl ich wäre ein Single - was meint ihr dazu und vor allem frage ich jene die längerfristig - 8-10 Jahre vor haben in einer Fernbeziehung zu leben - was macht ihr anders?
Hat so eine Fernbeziehung ein Chance? In 10 Jahren ist er 65 und in Pension und dann könnten wir als Paar zusammen durchstarten.
w,50
 
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  • #2
In 10 Jahren ist er 65 und in Pension und dann könnten wir als Paar zusammen durchstarten.
w,50
Ein Traum, eine Illusion kann ich da nur sagen. So leid es mir tut für dich. Alles will gelernt und geübt sein. Wenn ihr euch erst einmal so an die Distanz zwischen euch gewöhnt habt könnt ihr, meiner Meinung nach, dann in 10 Jahren nicht plötzlich etwas anderes leben.
 
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  • #3
Manchmal habe ich das Gefühl ich wäre ein Single...
Seit 9 Monate kein Sex mit dem Partner, keine gemeinsame Urlaube mit dem Partner, ein oder 2 Tage pro Monat mit dem Partner, nur kurze Telefonate mit dem Partner...

Verständlich, dass Sie liebe FS, nur manchmal das Gefühl haben Single zu sein.

Wieso glauben Sie, dass sich das in 10 Jahre ändern sollte? Was sind schon 110 km ...
 
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  • #4
Es ist für mich jenseits aller Vorstellungskraft, wie in 10 Jahren von einem Augenblick auf den anderen aus einer lockeren Sportfreundschaft (den mehr ist es zur Zeit nicht, siehe auch Dein Single-Gefühl) eine innige Liebesbeziehung (mit Zusammenleben?) werden soll. m43.
 
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  • #5
Meines Erachtens führts Du keine Beziehung. Ihr trefft Euch 2-3 Mal im Monat für einen Tag zum Sport? Das mache ich mit Freunden auch so. Kein Sex? Bei Freundschaften nicht anders. Sporadisches telefonieren....

Werde Dir doch erstmal klar, warum Du überhaupt mit diesem Mann Deine Zeit teilen willst.
Eine gute Freundin würde diesen Part spielend übernehmen können.
 
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  • #6
Sorry, aber vergiss' es.
Ich habe auch eine Fernbeziehung (16 000 km!), aber wir telefonieren täglich und schmieden Pläne für ein baldiges Zusammensein, da wir diesen Zustand des Getrenntseins nicht mehr lange ertragen wollen und können. w45
 
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  • #7
Auf den ersten Blick sind 110 km keine gigantische Entfernung, da müssten doch regelmässigere Treffen irgendwie möglich sein?

Ihr seht Euch gelegentlich zum Sport, telefoniert selten oder kurz, habt keinen Sex, von einer wirklichen Beziehung sehe ich hier leider nichts und 10 Jahre so weiter "wurschteln" stelle ich mir auch mehr als öde und strapaziös für Dich vor.

Was fasziniert Dich denn so an diesem Mann, dass Du noch 10 Jahre darauf warten willst, mit ihm zusammen zu ziehen?

w
 
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  • #8
Auf was willst Du warten ? Ich bin auch 50 und wurde jahrelang in die Warteschleife gehängt.
Verlorene Jahre, während er weitergesucht hat. Und mich mit Ausreden auf Distanz gehalten hat.

Durchstarten wirst Du mit ihm nicht. Das Ganze ist jetzt schon am Ende.

Geh bald !

W-50
 
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  • #9
Du hast nicht nur das Gefühl, Single zu sein, Du bist es. Laß das mit ihm einfach einschlafen, und fertig.
 
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  • #10
Das ist kaum eine Fernbeziehung. Wie kürzlich in einem anderen Thread geschrieben:
Das fahren andere Leute TÄGLICH zur Arbeit.

keine körperliche Liebe mehr seit 9 Monaten, Die gemeinsame Zeit reicht grad noch für gemeinsamen Sport. Zur Zeit treffen wir uns jetzt 1 bis 2.WE/ Monat für einen Tag,
Das ist eine Freundschaft (höchstens!), keine Partnerschaft.

Die nächsten 10 Jahre ist auf Grund äußerer Umstände keine Möglichkeit gegeben, zusammenzuziehen (er ist nicht flexibel wegen des Arbeitsplatzes, ich nicht wegen meines Hauses).
Wie gesagt: 110 km! Ich habe einen Bekannten, der jeden Tag 90 km zur Arbeit fährt. Und am Abend wieder zurück. Und ein Haus kann man auch verkaufen, vermieten etc.
Ein Haus ist ein Vorwand. Die Entfernung ist lächerlich.

Zusammenhängende Urlaubstage nehme ich nicht - diese brauch ich für Organisationsarbeiten im Alltag
Wie bitte? Ich hab schon viel Merkwürdiges gelesen (vor allem in diesem Forum), aber so etwas wirklich noch nie.

.Manchmal habe ich das Gefühl ich wäre ein Single
Du BIST Single, und du bist zu Veränderungen ebenso wenig bereit wie er.

In 10 Jahren ist er 65 und in Pension und dann könnten wir als Paar zusammen durchstarten.
w,50
Das ist nicht dein Ernst, oder? Such dir einen Mann, der dich liebt und den du liebst.
Einen, mit dem eine Partnerschaft möglich ist. Einen, mit dem du zu einer Partnerschaft
bereit bist.
 
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  • #12
Das ist keine Fernbeziehung, das ist noch nicht mal eine Beziehung.

Ich selber bin seit 2 Jahren in einer Fernbeziehung, wir leben 400 km auseinander. Wir telefonieren täglich mehrere Male, sehen uns so gut wie jedes Wochenende. Wir treiben miteinander Sport (bin mit ihm meinen ersten Marathon gelaufen), fahren gemeinsam in den Urlaub, besuchen Konzerte, haben einen gemeinsamen Freundeskreis und natürlich auch regelmäßig Sex. Innig und leidenschaftlich. Leider besteht in absehbarer Zeit auch keine Aussicht auf ein Zusammenziehen, aber wir freuen uns auf unsere bevorstehende Hochzeit.

Bei dieser Konstellation stellen sich auch keine Fragen. Ihr solltet die Sache im Hinblick auf eine gemeinsame Zukunft wohl beenden.
w
 
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  • #13
Ich habe gerade in einem ähnlichen Thread geantwortet!
Geht alles gar nicht was Du erlebst!
Das ist eine gute Bekanntschaft aber niemals eine Beziehung!
Vergiss den Mann und such dir schleunigst einen Partner, der ähnliche Vorstellungen von einer Beziehung hat wie Du!
In 10 Jahren ist doch alles eingeschlafen und Du hast wertvolle Lebenszeit verloren!
Geh so schnell Du kannst!!!
w.42
 
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  • #14
liebe fs,

ich glaub, ich lese nicht richtig. er sagt, seiner meinung nach ist der respekt verloren gegangen!?! und du überlegst auch nur eine sekunde, ob es mit dem mann eine zukunft gibt.

du fühlst dich wie ein single? du bist single. mit fantasien über ein zukunft, die es so nie geben wird.

wenn er sagt, der respekt ist verloren gegangen, dann heißt da im klartext, sein respekt vor dir ist verloren gegangen oder er fühlt sich respektlos behandelt. da ist keine liebe mehr, für ein bisschen sport reichts noch. für eine zukunft nicht, das ist doch offensichtlich und dein gefühl sagt dir das selbe.

suche dir einen mann, der dich liebt.

w
 
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  • #15
Sowas zu lesen, macht mich echt traurig. Es ist doch eindeutig, liebe FS. Wir Frauen wollen immer alles erzwingen und nicht die Realität sehen. Eure Beziehung ist längst vorbei...Brauch ja nicht aufzählen, was alles bei Euch falsch läuft. Lass ihn gehen! Du tust Dir damit auch einen Gefallen. Wirst sicher jemanden finden, der Dich liebt. Er ist nicht der Einzigste Mensch auf Erden. Kopf hoch! Ich wünsch Dir viel Glück!
 
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  • #16
liebe fs,

ich glaub, ich lese nicht richtig. er sagt, seiner meinung nach ist der respekt verloren gegangen!?! und du überlegst auch nur eine sekunde, ob es mit dem mann eine zukunft gibt.

du fühlst dich wie ein single? du bist single. mit fantasien über ein zukunft, die es so nie geben wird.

wenn er sagt, der respekt ist verloren gegangen, dann heißt da im klartext, sein respekt vor dir ist verloren gegangen oder er fühlt sich respektlos behandelt. da ist keine liebe mehr, für ein bisschen sport reichts noch. für eine zukunft nicht, das ist doch offensichtlich und dein gefühl sagt dir das selbe.

suche dir einen mann, der dich liebt.

w
Die Fragestellerin: Ja, er meint sein Respekt zu mir sei verloren gegangen. Wahrscheinlich weil ich zu harmonisch bin?
 
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  • #17
Das ist keine Fernbeziehung, das ist noch nicht mal eine Beziehung.

Ich selber bin seit 2 Jahren in einer Fernbeziehung, wir leben 400 km auseinander. Wir telefonieren täglich mehrere Male, sehen uns so gut wie jedes Wochenende. Wir treiben miteinander Sport (bin mit ihm meinen ersten Marathon gelaufen), fahren gemeinsam in den Urlaub, besuchen Konzerte, haben einen gemeinsamen Freundeskreis und natürlich auch regelmäßig Sex. Innig und leidenschaftlich. Leider besteht in absehbarer Zeit auch keine Aussicht auf ein Zusammenziehen, aber wir freuen uns auf unsere bevorstehende Hochzeit.

Bei dieser Konstellation stellen sich auch keine Fragen. Ihr solltet die Sache im Hinblick auf eine gemeinsame Zukunft wohl beenden.
w
Fragestellerin: Wie macht ihr das? Wenn ihr euch am WE seht, bei 400km Entfernung, wie kriegt ihr das alles unter? Der Samstag fällt ja meist weg, jeder hat Verpflichtungen vor Ort z.b. Haus/Wohnungsputz, sonstige Erledigungen, Sport etc., dann die Anreise. Man sieht sich dann im besten Fall so um 18.00. Uhr. Auch ich trainiere für den Marathon bzw. Ultraläufe und am Samstag ist der lange Lauf am Plan, so ca. 35-40km. Wir kochen dann meist gemeinsam und sind dann einfach nur mehr müde. Am Sonntag frühstücken wir gemeinsam so von 7.30 Uhr bis 9.00 Uhr, dann gehts in die Dusche und so gegen 11.00 Uhr starten wir zu einem Lauf für ca. 3-4 Stunden oder ab dem Frühjahr fahren wir mit dem Rennrad so mindestens um die 180 km . Zurück sind wir so um 19.00 oder 20.00 Uhr. Daheim kochen wir wieder gemeinsam und sind hundemüde. Zusammen fahren wir meist am Montag in die Arbeit..1 Woche sind wir dann getrennt und am WE brauchen wir eine Zeit um uns aufeinander einzustellen, das mit der körperliche Liebe geht dann nicht so schnell.. Sind wir dann auf einander eingestimmt, so muss jeder wieder seinen Weg gehen.Ich bin eher der Typ für Kurzurlaube, also sportive Kurzurlaube, für maximal 3 Tage. Wenn wir zusammen sind, sind wir schon zusammen und ich lieb ihn,er denke liebt mich auch, sonst käme er ja nicht zu mir. Ich denke bei der Art wie wir leben, wäre ein gemeinsamer Wohnsitz ideal. Irgendwie versuchen wir die ganze Beziehung in 2 tTge /Woche oder pro 2 Wochen zu verpacken und das setzt uns unter enormen Stress! Mit ist es ein Rätsel, wie ihr das mit 400km Entfernung schafft? Also Anreise irgendwann am Samstag und Abreise irgendwann am Sonntag nachmittag und dann das ganze Programm? (Liebe, gemeinsam Kochen, Freundschaftpflege, Marathontraining, Konzertbesuche?)
 
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  • #18
so gegen 11.00 Uhr starten wir zu einem Lauf für ca. 3-4 Stunden oder ab dem Frühjahr fahren wir mit dem Rennrad so mindestens um die 180 km . Zurück sind wir so um 19.00 oder 20.00 Uhr. Daheim kochen wir wieder gemeinsam und sind hundemüde.
Kann es sein, daß das alles ein wenig zu viel ist, um in ein Wochenende - oder besser in den einzigen Tag der Woche, den Ihr für Euch habt - gepackt zu werden? Nichts gegen Sport als Ausgleich von der Arbeitswoche, nur stehen Euch die täglichen gemeinsamen Feierabende ja nicht zur Verfügung.

Eine Wochenendbeziehung ist ja an sich schon anstrengend. Wie man dann noch zusätzliche Streßfaktoren obenauf packen kann, ist mir ein Rätsel.
 
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  • #19
Also wirklich, auch ich habe eine Fernbeziehung, aber über 1000 km und wir sehen uns 1-2 mal die Woche. Mir würde im Traum nicht einfallen, an diesen WE den Samstag fuer Hausarbeit zu verschwenden. Wir reisen Freitags abends nach der Arbeit an und bleiben bis Sonntag Abend. Hausarbeit wird unter der Woche gemacht, bzw. Kleinigkeiten auch mal zusammen. So haben wir Freitag und Samstag Abend zur Freundschaftspflege, und den Rest des Wochenendes zu Liebe, Sport und Kultur. Ich würde mich wundern, wenn er erst Freitags um 18:00 ankommen würde.
 
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  • #20
Kann es sein, daß das alles ein wenig zu viel ist, um in ein Wochenende - oder besser in den einzigen Tag der Woche, den Ihr für Euch habt - gepackt zu werden? Nichts gegen Sport als Ausgleich von der Arbeitswoche, nur stehen Euch die täglichen gemeinsamen Feierabende ja nicht zur Verfügung.

Eine Wochenendbeziehung ist ja an sich schon anstrengend. Wie man dann noch zusätzliche Streßfaktoren obenauf packen kann, ist mir ein Rätsel.
Wir beide sind Langdistanztriathleten, laufen Marathons und fahren 12Stundenradrennen. Natürlich sollte man dafür trainieren und das macht uns Beiden auch viel Spass. Wir beide haben einen Partner gesucht, der auf dieser Ebene sportelt. Stress macht uns Beiden, ein Zeitintervall ohne Sport zu haben.
 
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  • #21
Also wirklich, auch ich habe eine Fernbeziehung, aber über 1000 km und wir sehen uns 1-2 mal die Woche. Mir würde im Traum nicht einfallen, an diesen WE den Samstag fuer Hausarbeit zu verschwenden. Wir reisen Freitags abends nach der Arbeit an und bleiben bis Sonntag Abend. Hausarbeit wird unter der Woche gemacht, bzw. Kleinigkeiten auch mal zusammen. So haben wir Freitag und Samstag Abend zur Freundschaftspflege, und den Rest des Wochenendes zu Liebe, Sport und Kultur. Ich würde mich wundern, wenn er erst Freitags um 18:00 ankommen würde.
Die Fragestellerin: Ihr klammert aber den Alltag aus eurem Beziehungsleben aus, ihr habt so eine Art Affäre, in der auch der Alltag ausgeblendet wird, nur ohne Dritten. Wie könnt ihr euch in einer so kurzen Zeit aufeinander einstellen und auf intime Ebene kommen. Ich bräuchte dazu den Alltag und mindestens 1 Woche gemeinsames Leben, dass ich wieder eine Nähe und Vertrautheit spüren kann. Irgendwie denke ich, dass meine eine Fernbeziehung für 10 Jahre oder mehr fast nicht wie ein normales gemeinsames Eheleben leben kann.
 
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  • #22
Mein Mann war auch mal in solchen Extremsportbereichen unterwegs, Ultraläufer und Co. (Er war schlichter Marathonläufer mit ca. 3 Marathons und 4 Halbmaratons im Jahr und war da eher der "Slacker".) Nähe und Sex blieb bei diesen Extremsportlern auf der Strecke. Was zählte, war Leistung und Härte gegen sich selbst. Und wenn sie nicht arbeiteten und Trainingsprogramme absolvierten, lagen sie erschöpft oder verletzt auf dem Sofa.
Die meisten dieser Sportler hatten gar keine Kraft mehr für Sex.
Da passt doch auch gut rein, dass er sagt, für ihn ist der Respekt verloren gegangen - ihr wart euch wahrscheinlich für kurze Zeit zu nahe. Vielleicht erschienst du ihm schwach. So extremer Sport dient meiner Meinung nach der Kompensation. Ich bezweifele, das ihr in der Lage sein werdet, eine "normale" Beziehung zu führen.
Ihr habt beide einen Partner und das ist der Sport.
 
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  • #23
Nochmals die Fragestellerin: Nochmals zu meiner Grundfrage. Wie schafft man es eine länger dauernde Fernbeziehung, in der der Beziehungsalltag fehlt, zu leben, ohne sich zu entfremden? Viele haben auch geschrieben, sie klammern den Alltag aus und leben die Besonderheit der Beziehung. Das kann man, meiner Meinung bei absehbaren Enden von Fernbeziehungen machen, also den Partner, wie einen Gast behandeln. Aber so fühlt sich ja kein klassisches Beziehungsleben an. Ich habe so ein Gefühl Fernbeziehung heißt Parallelleben und das ist vielleicht auch der Grund, neben unser Müdigkeit, auf Grund des Trainingsumfangs, dass die körperliche Ebene blockiert ist. Es ist nicht so leicht den Schalter aus der Parallelwelt auf gemeinsame Welt zu legen. Vor allem, das Spontane fällt weg. Die Stimmung ist ja nicht steuerbar. Kuscheln und lieben möchte man vielleicht unter der Woche und am WE gerade nicht. Gibt es jemanden im Forum, der eine sehr lange Fernbeziehung beretis führt (mehr als 6 Jahre) und wie ihr da fühlt und Miteiander umgeht?
 
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  • #24
Mein Mann war auch mal in solchen Extremsportbereichen unterwegs, Ultraläufer und Co. (Er war schlichter Marathonläufer mit ca. 3 Marathons und 4 Halbmaratons im Jahr und war da eher der "Slacker".) Nähe und Sex blieb bei diesen Extremsportlern auf der Strecke. Was zählte, war Leistung und Härte gegen sich selbst. Und wenn sie nicht arbeiteten und Trainingsprogramme absolvierten, lagen sie erschöpft oder verletzt auf dem Sofa.
Die meisten dieser Sportler hatten gar keine Kraft mehr für Sex.
Da passt doch auch gut rein, dass er sagt, für ihn ist der Respekt verloren gegangen - ihr wart euch wahrscheinlich für kurze Zeit zu nahe. Vielleicht erschienst du ihm schwach. So extremer Sport dient meiner Meinung nach der Kompensation. Ich bezweifele, das ihr in der Lage sein werdet, eine "normale" Beziehung zu führen.
Ihr habt beide einen Partner und das ist der Sport.
Die Fragestellerin: Ja, das mit dem "zu schwach sein" könnte stimmen. Ich denke er hat mehr von mir erwartet, aber eher im Wintersportbereich, wo ich Schwächen habe. Ich sage mal, auif Grund von Projektionen hinsichtlich der zu erwartenden Eigenschaften eines Partners, ist es möglich enttäuscht zu werden. Sie haben Recht, vielleicht fühlte er sich enttäuscht und so hat er einen Teil des Respekts mir gegenüber verloren?
 
  • #25
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Die Stimmung ist ja nicht steuerbar. Kuscheln und lieben möchte man vielleicht unter der Woche und am WE gerade nicht.
Die nächsten 10 Jahre ist auf Grund äußerer Umstände keine Möglichkeit gegeben, zusammenzuziehen
FS, du beschäftigst dich mit einem Nebenkriegsschauplatz. Bei einem Mann, der sich von dir körperlich distanziert, weil er den Respekt vor dir verloren hat, wie er so "feinfühlig" sagt (scheinbar, weil er von deiner Leistungsfähigkeit enttäuscht ist), wirst du dich nie fallen lassen dürfen, außer vor Erschöpfung nach einem erfüllten Leistungssoll.
Ich bezweifele, daß er überhaupt Interesse dran hat, mit dir Alltag zu leben und du scheinst auch nicht so wahnsinnig interessiert daran zu sein, wie mir scheint. Dich stört nur, daß er dich kurz hält und der Bestimmer über Nähe und Distanz sein will, scheint mir.
Das, was ihr macht, kannst du mit keiner anderen Fernbeziehung vergleichen. Dort freut man sich aufeinander und auf die Nähe.
 
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  • #26
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FS, du beschäftigst dich mit einem Nebenkriegsschauplatz. Bei einem Mann, der sich von dir körperlich distanziert, weil er den Respekt vor dir verloren hat, wie er so "feinfühlig" sagt (scheinbar, weil er von deiner Leistungsfähigkeit enttäuscht ist), wirst du dich nie fallen lassen dürfen, außer vor Erschöpfung nach einem erfüllten Leistungssoll.
Ich bezweifele, daß er überhaupt Interesse dran hat, mit dir Alltag zu leben und du scheinst auch nicht so wahnsinnig interessiert daran zu sein, wie mir scheint. Dich stört nur, daß er dich kurz hält und der Bestimmer über Nähe und Distanz sein will, scheint mir.
Das, was ihr macht, kannst du mit keiner anderen Fernbeziehung vergleichen. Dort freut man sich aufeinander und auf die Nähe.
Die Fragestellerin: Natürlich freu ich mich auch auf ihn. Für ihn kann ich nicht sprechen, aber, wenn ihm nichts an mir liegen würde käme er ja nicht die gut 110km angereist. Aber, wie gesagt, es fehlt die Vertrautheit, wenn wir beisammen sind. Wir wissen voneniander wenig, er kennt meine Wochenabläufe nicht und ich Seine nicht. Ich kenne seine Gefühlswelt nicht und auch er weiß nicht, wie ich fühle. Gefühle werden ja überwiegend nonverbal gesendet, sind Abbildungen des Momentanen. Ich selber mag Kommunikation via Medien nicht. Für mich ist das reale Gegenüber Voraussetzung für Kommunikation, weil, wie gesagt 80% der Kommunikation nicht sichtbar ist, nur der verbale Teil im Raum steht. (Darüber denken wir beide gleich, dass ist auch der Grund warum wir unter der Woche nicht bzw. sehr wenig telefonieren, mailen, chatten etc.). Am WE kommen wir uns näher, Vertrautheit entwickelt sich und hätten wir noch ein paar Tage so kämen wir uns auch intimer näher. Er meint auch oft, dass, wenn er sich gefühlsmäßig mehr auf mich einläßt, unter der Woche sehr traurig ist und Liebe eigentlich statt glücklich machen, sehr, sehr weh tut. Auch ich bin traurig, wenn ich dann alleine bin und es stimmt so, je mehr ich am WE aufgemacht habe umso länger brauche ich wieder bis ich cool meinen Alltag leben kann.
 
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Gast

  • #27
Hier nochmal Gast # 5:

Du sagst, ein Zusammenleben könnte erst in 10 Jahren möglich sein.
Unter diesen Umständen gebe ich Euch keine Chance, denn so, wie Ihr jetzt "zusammen" seid, habt Ihr tatsächlich keine Möglichkeit, normalen Alltag zu leben. Wenn Eure Liebe in den nächsten 10 Jahren nicht weiter wachsen kann, wird Stagnation oder Entfremdung die Folge sein.
Eine Fernbeziehung kann nur funktionieren, wenn ein Zusammenleben anvisiert wird und absehbar ist, und wenn die Liebe sehr stark ist.

Meinen Freund und mich trennen wie gesagt 16 000km - das ist nicht leicht, und auf Dauer wäre diese Situation unerträglich und zermürbend. 10 Jahre auf Distanz - das hält dann auch die stärkste Liebe nicht aus. Auch nicht durch gegenseitige Kurzbesuche, tägliche Telefonate oder Skype-Dates. (So handhaben wir die Situation gezwungenermaßen. Wir suchen aber nach Möglichkeiten, bald zusammenleben zu können. Fragt sich nur, auf welchem Kontinent.)

Bei dem was Du schreibst, habe ich eher den Eindruck, alles andere ist Euch wichtiger, als Eure Lebensumstände dem Gedeihen Eurer Liebe anzupassen.
Ich höre aus Deinen Posts eher starkes Leistungsdenken und Druck heraus.
 
G

Gast

  • #28
Liebe FS,

ihr habt keine Beziehung, eher eine Sportkameradschaft, wenn überhaupt.
Sorry, aber wenn man keinen Kommunikationsbedarf hat, seit 9 Monaten keinen Sex, der Respekt verloren gegangen ist - was soll das für eine Beziehung sein? Ohne gegenseitigen Respekt würde ich noch nicht mal mit meinem Trainer zusammen sporteln wollen - ohne Respekt und Würdigung der Fähigkeiten und Bemühungen des anderen geht garnichts.

Ich hatte so eine lange Fernbeziehung über 800 km Distanz, trieb leistungsorientierten Freizeitsport, war im Karrierestart (erfolgreich) und mein Haushalt war auch ok. Wie haben wir das gemacht?
- Jeder hat seinen Haushaltskram (kleine Komfortwohnungen) unter der Woche gemacht, dito die beruflichen Weiterbildungen
- wir haben mehrmals in der Woche telefoniert, hatten immer Kontaktbedürfnis, gemailt, witzige Karten geschickt, manchmal Blumen oder kleine Geschenke
- angereist wurde im Wechsel. Wer anreiste, sah zu, dass er ein paar Gleitzeitstunden dafür einbrachte, um das gemeinsame Wochenende zu verlängern.
- Wenn es wegen anderer Verpflichtungen zuviel war, fiel eine Woche aus.
- Urlaube wurden immer zusammen gemacht, mit viel gemeinsamem Sport, aber ohne leistungsbezogenes Training
- an den gemeinsamen Wochenenden wurde zusammen gesportelt und nur selten leistungsbezogenes/wettkampfvorbereitenden Training gemacht
- jeder nahm nur an wenigen, ausgewählten Wettkämpfen teil, mit dem Fokus dabeizusein, gute Leistungen zu bringen, aber nicht das Leben einer bestimmten Zielzeit unterzuordnen
- die Beziehung war wichtiger als der Sport. Unser Geld verdienten wir ja nicht mit Sport, sondern mit Arbeit

Es war eine tolle Zeit und es tut mir noch immer Leid, das es Vergangenheit ist - nicht an der Fernbeziehung gescheitert, sondern, weil ich nicht glauben konnte, dauerhaft so einen tollen Mann für mich zu gewinnen und die Verlustängste mich dazu brachten, es zu beenden. Einen besseren Mann habe ich nie gefunden - blöde Entscheidung.

Mir ist unverständlich, warum man in dem Alter noch so einen Extremsport betreiben muss und es nicht etwas entspannter angehen lassen kann, damit andere Dinge das Leben bereichern können.
Ich denke einfach, Eure Prioritäten (zumindest seine) liegen überhaupt nicht in einer Beziehung. Ich weiß, wie schön das Leben in einem Haus ist, aber auch, wie viel Arbeit das macht. Wenn man Gemeinsamkeit sucht, die ja bereichernd für's Leben ist, muss man sich auch mal von etwas anderem trennen, um für eine Beziehung ein Zeitfenster zu schaffen. Wenn Ihr die oben genannten Dinge nicht jetzt leben könnt und beide keine Bedürfnisse danach habt, dann kommt das in 10 Jahren auch nicht, wenn es organisatorscih möglich wäre.
 
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Gast

  • #29
Meine Fernbeziehung, 370 km. Wenn ich zu ihr fahre, bleibe ich 10-14 Tage. Anschließend fahre ich für 3 Wochen wieder zu mir nach Hause. Danach wiederholt sich das ganze. Sie kommt kaum zu mir, weil ihr das Zugticket zu teuer ist. Ich muß in den sauren Apfel beißen und jedesmal Sprit verbrauchen, sowie das Auto abnutzen. Nach fast 3 Jahren körperlicher und geistiger Liebe kommt es immer öfter vor, daß wir uns streiten. Nach dem letzten Streit verlangte sie von mir, daß wir für längere Zeit nicht telefonieren sollten. Habe heute wieder angerufen. Sie sagte, es war so schön und erholsam für sie, nicht täglich mit mir telefonieren zu müssen. Sie möchte auch ihren Freiraum. Nie würde sie mit mir zusammenziehen wollen. Ich sollte mir in der gleichen Stadt wie sie eine kleine Wohnung suchen und man kann sich dann gegenseitig besuchen wie man Lust hat, aber auch nicht täglich.
 
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  • #30
Meine Fernbeziehung, 370 km. Wenn ich zu ihr fahre, bleibe ich 10-14 Tage. Anschließend fahre ich für 3 Wochen wieder zu mir nach Hause. Danach wiederholt sich das ganze. Sie kommt kaum zu mir, weil ihr das Zugticket zu teuer ist. Ich muß in den sauren Apfel beißen und jedesmal Sprit verbrauchen, sowie das Auto abnutzen. Nach fast 3 Jahren körperlicher und geistiger Liebe kommt es immer öfter vor, daß wir uns streiten. Nach dem letzten Streit verlangte sie von mir, daß wir für längere Zeit nicht telefonieren sollten. Habe heute wieder angerufen. Sie sagte, es war so schön und erholsam für sie, nicht täglich mit mir telefonieren zu müssen. Sie möchte auch ihren Freiraum. Nie würde sie mit mir zusammenziehen wollen. Ich sollte mir in der gleichen Stadt wie sie eine kleine Wohnung suchen und man kann sich dann gegenseitig besuchen wie man Lust hat, aber auch nicht täglich.
Die Fragestellerin: Sie bestätigen mir, dass es sehr schwierig ist, eine lange Fernbeziehung glücklich führen zu können. Ich persönlich war fast 34 Jahre in einer sehr schönen Ehe mit Alltag(mein Mann hatte einen Unfall und ist erstorben) und wenn es uns möglich wäre, wie bei euch, dann würde ich SOFORT zusammen ziehen. Das Gemeinsame macht eine Beziehung aus und in einer reifen Beziehung sollte es kein Problem mit dem "Freiraum" geben, in dem Sinne, dass man eventuell eigene Sachen unternimmt, wie Freundinnen besuchen oder Sport mit einer Freundin machen etc. Ich hoffe, du kannst deiner Freundin das vermitteln, dass "Zusammenziehen" nicht bedeutet eingeschränkt zu werden. Zusammenleben ist aber sicher etwas Anderes als eine egoistische Paralellbeziehung zu führen.