M

Moggi

  • #1

Fernbeziehung macht mich fertig und was soll ich tun?

Hallo liebes Forum.

Ich komm am besten schnell zum Punkt. Ich bin seit August letzten Jahres mit meinem Freund zusammen, knapp ein Jahr haben wir auch schon zusammen gewohnt. Nun führen wir seit 2 Monaten eine Fernbeziehung, da er in knapp 200 km Entfernung für 2 Jahre eine Technikerschule besucht.

Und was soll ich sagen.... Es macht mich fertig. Wir sehen uns natürlich nur an den Wochenenden, und an denen hat er inzwischen auch kaum noch Zeit. Er macht fast den ganzen Tag etwas für seine Schule und möchte sich auch mit seiner Familie und seinen Freunden gelegentlich (selten) treffen. Nächstes Wochenende werden wir uns zum ersten Mal nicht sehen, weil er seine Schwester besuchen möchte. Bisher hat er nicht gefragt, ob ich mit will, ich weiß auch nicht ob ich das überhaupt möchte, da es schon häufig zu heftigen Streits zwischen den beiden gekommen ist und ich kein besonders gutes Bild von ihr habe.

Mich macht sie Situation wahnsinnig. Mir fehlt die Nähe ungeheuer. Und ich habe das Gefühl, seitdem geht alles den Bach runter. Wir sind sehr viel am diskutieren, die Telefonate ziehen mich eher runter als dass sie mich aufbauen (wir haben auch nicht unendlich Gesprächsstoff, erleben ja kaum was), die gemeinsamen Wochenenden auch, weil er kaum Zeit für mich hat.

Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll. Ich liebe ihn und bin der festen Überzeugung, dass er der Richtige für mich ist. Aber so weiter machen kann ich auch nicht. Zu ihm ziehen kann ich aus verschiedenen Gründen auch nicht. Trennen ist natürlich auch Quatsch, es sind ja nichtmal zwei Jahre und Ferien hat er auch. Aber unser Verhältnis wird halt auch immer schlechter seit er dort ist...
Am meisten fehlt mir die körperliche Nähe. Das Kuscheln, einfach nur, ihn bei mir zu haben und bewusst die Zeit miteinander verbringen.

Was soll ich tun? Vermutlich wollte ich es mir nur mal von der Seele schreiben, richtig helfen wird wohl niemand können. Trotzdem danke fürs Lesen :)

M, 28
 
  • #2
Nächstes Wochenende werden wir uns zum ersten Mal nicht sehen, weil er seine Schwester besuchen möchte. Bisher hat er nicht gefragt, ob ich mit will, ich weiß auch nicht ob ich das überhaupt möchte, da es schon häufig zu heftigen Streits zwischen den beiden gekommen ist und ich kein besonders gutes Bild von ihr habe.
Dann geh einfach nicht mit!
Mich macht sie Situation wahnsinnig. Mir fehlt die Nähe ungeheuer. Und ich habe das Gefühl, seitdem geht alles den Bach runter. Wir sind sehr viel am diskutieren, die Telefonate ziehen mich eher runter als dass sie mich aufbauen (wir haben auch nicht unendlich Gesprächsstoff, erleben ja kaum was), die gemeinsamen Wochenenden auch, weil er kaum Zeit für mich hat.
Du bist ihm nicht so wichtig, wie er er dir, darin sehe ich das Problem!
Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll. Ich liebe ihn und bin der festen Überzeugung, dass er der Richtige für mich ist. Aber so weiter machen kann ich auch nicht.
Nein er ist nicht der Richtige für dich, da du nicht so weiter machen kannst!
Trennen ist natürlich auch Quatsch, es sind ja nichtmal zwei Jahre und Ferien hat er auch. Aber unser Verhältnis wird halt auch immer schlechter seit er dort ist...
Es wird nach den 2 Jahren auch nicht anders sein, sofern ihr noch zusammen seid, was ich bezweifle!
Am meisten fehlt mir die körperliche Nähe. Das Kuscheln, einfach nur, ihn bei mir zu haben und bewusst die Zeit miteinander verbringen.
Dir fehlt das, Ihm fehlt das nicht, kapiere!
Was soll ich tun? Vermutlich wollte ich es mir nur mal von der Seele schreiben, richtig helfen wird wohl niemand können. Trotzdem danke fürs Lesen :)
Doch es kann dir geholfen werden, indem du verstehst, deine vernebelte Sichtweise so zu verändern, mit entsprechenden Entscheidungen, damit es dir in der Zukunft gut geht! Ich bin ein absoluter Gegner in Beziehungen zu leiden, sie sind einseitig und somit unpassend!
 
  • #3
Manche Menschen sind irgendwie nicht für Fernbeziehungen geschaffen. Bei euch kommt nun noch dazu, dass ihr schon zusammengewohnt habt und euch nun in einer Phase räumlich trennt und eine WE-Beziehung führt, in der man noch richtig verknallt ist, aber so langsam ans Licht kommt, ob man passt. Außerdem scheinst Du fertig zu sein mit dem Lernen und Verändern, so dass Du jetzt nach der Arbeit sozusagen Deine Tasche in die Ecke werfen kannst und Freizeit hast. Ein Student/Schüler hat das ja nicht, er kann immer noch mehr lernen und fühlt sich durch eine Beziehung nur abgelenkt davon. Dh. er hat zwei unvereinbare Punkte in seinem Leben: Einerseits, dass er seinen Partner nicht unglücklich machen will und natürlich auch selbst Nähe und Entspannung will, andererseits, dass er gerade einen wichtigen Karriereschritt macht in seinem Leben und den natürlich nicht verderben will durch zu viel Kuschel und Party.

Erst viel Nähe zu haben und dann FB finde ich viel schlimmer, als gleich nur mit räumlicher Distanz fertig werden zu müssen und das auf endliche Frist.

Helfen kann Dir wirklich niemand, das stimmt. Du musst wissen, ob Du das ganze aushältst mit dem Vermissen der Nähe und den WEs, und ob Du riskieren willst, dass sich erst zwei Jahre später wirklich zeigt, ob ihr auf Dauer zusammenbleiben wollt. Wenn man Sehnsucht hat, vergisst man ja schnell die ganzen Dinge, an denen sich die Probleme zeigten, die man dauerhaft haben wird, wenn man zusammenbleibt. Die Frage ist ja auch: Wenn er die Technikerschule beendet hat, kommt er dann zurück oder kriegt er dort vielleicht einen tollen Job? Und durch die zwei Jahre Distanz, die sich aufbaute, ist es dann viel einfacher, sich zu trennen? Außerdem wird er auch Lernfreunde dort finden und sich vielleicht nicht immer ausklinken können, wenn was unternommen wird.

Was Du tun könntest, wäre, Dich selbst auf eigene Schritte im Leben konzentrieren, die Du vielleicht noch machen wolltest. Also auch Fortbildung, irgendwas Neues lernen bzgl. Hobby. Was, das Du allein machen musst und wo Dein Partner nach mehr Zeit jammern könnte. Allerdings muss es auch ernsthaft sowas geben. Nur zur Ablenkung wird das nicht funktionieren. Und natürlich kann es nicht die Sehnsucht nach Nähe, nach Austausch usw. beheben.
 
  • #4
Hi @Moggi, also ich finde 200 km jetzt überhaupt nicht dramatisch, aber das ist nur meine persönliche Meinung. Es geht hier ja um dich, du findest es schlimm und deshalb nehme ich das natürlich ernst.

Was mir hier wirklich irgendwie ins Auge sticht ist die Tatsache, dass ihr ja schon zusammen gelebt habt und er diese Gemeinschaft für seine Weiterbildung aufgegeben hat. Im Gegensatz zu dir scheint sein Bild von der Zukunft keine Liebe und Gemeinsamkeit mit dir zu beinhalten, zumindest hat er das Risiko in Kauf genommen dich zu verlieren bei der Aktion. Du leidest ja nun auch und du musst klar erkennen, dass sein Verhalten dich in dieses emotionale Chaos gestoßen hat.

Ganz pragmatisch und auf den Punkt gebracht: Er hat seine Karriere dem gemeinsamen Leben mit dir vorgezogen.

Klar wird er dir sagen dass er dich liebt und mit dir zusammen bleiben will, er fühlt sich am neuen Ort etwas einsam und hat auch ein wenig Schiss dass es nicht klappt für ihn. Jetzt aber wo er den Anschluss bekommen hat löst er sich immer mehr von dir. Er räumt dir immer weniger Zeit ein.

Das ist nicht nett aber ich denke er liebt dich weniger, als du ihn.
 
  • #5
Was du tun sollst? Wenn Trennung nicht in Betracht kommt, kannst du immerhin noch deine Einstellung ändern.

Ganz platt: wärst du wieder Single, hättest du niemandens Nähe, auch nicht am WE.

Ich bin vom Typ her wohl das Ganze Gegenteil von dir. Ich kuschel auch MAL gerne, aber ein permanentes Aufeinanderhocjen würde mich wahnsinnig machen, ich würde ersticken, würde sich mein Leben nur um meinen Partner als einzige Bezugsperson drehen. Ich brauche Zeit für mich, hänge gern mal einfach meinen Gedanken nach, les gern in Ruhe ein Buch, mach meinen Sport, Frauendinge wie Friseur, Nagelstudio, Shoppen - allein und genieße das auch. Ebenso möchte ich andere Menschen treffen, Familie, Freunde... mich austauschen, Neues erleben.
Mein Partner macht das genauso, also haben wir uns immer was zu erzählen.

Wie ist das bei dir? Ergründe doch mal, warum du dich so auf deinen Partner fokussierst.

Was ist mit deinem sonstigen Leben.. Job, Hobbies, Freunde ? Ist das alles nix ohne deinen Freund? Wenn ja, warum?
 
  • #6
Ich würde schon darauf bestehen, dass er die gemeinsamen Wochenenden dir widmet, so schwierig und wichtig kann die Schule auch nicht sein, dass das nicht meistens geht. Wenn es ganz stressig in der Ausbildung ist kann man ja Zugeständnisse machen aber es sollte nicht die Regel sein.
 
  • #7
Du bist ihm nicht so wichtig, wie er er dir, darin sehe ich das Problem!
So ein Schwachsinn. Woran kannst Du das erkennen?
Ist doch logisch, dass ein Student nicht mehr so viel Zeit hat und man könnte es ja auch mal so sehen, dass er etwas für die gemeinsame Zukunft tut, indem er dann mehr Geld verdient.
Anstatt ihm Vorwürfe zu machen und einen Schmollmund ziehen, sei froh, dass Du einen engagierten Mann an Deiner Seite hast. 200 km sind nicht Welt und zwei Jahre sowieso nicht. Unterstütze ihn bei seinem Tun, so treibst Du ihn von Dir weg. Du hattest ein Leben vor ihm, schau´was Du da getan hast und intensiviere Deine Zeit in Deinen Hobbys. Und ja, er will auch seine Familie mal wiedersehen. Ich werde nie Menschen verstehen, egal ob Mann oder Frau, die so klammernd durch die Welt gehen.
Mein langjähriger Partner ist nach fünf Jahren zusammenleben , ins Ausland zum Studieren. Ich fand das mega und habe mich für ihn gefreut und ihn unterstützt.
 
  • #8
Ich bin ein absoluter Gegner in Beziehungen zu leiden, sie sind einseitig und somit unpassend!
Normalerweise gebe ich dir ja immer Recht. Muss dir leider diesmal widersprechen. Ich bin auch ein Gegner davon in Beziehungen zu leiden. Aber was soll er bitte machen? Er muss ja auch sehr viel lernen wenn er eine Technikerschule besucht. Es sind ja nur 2 Jahre. Wenn man jemanden wirklich liebt kann man auch mal etwas zurück stecken. Es kommt ihr ja auch zugute. Er wird danach bestimmt auch dementsprechend mehr verdienen.
 
  • #9
Ja hallo FS,

also ich möchte mich @Goody anschliessen und sehe auch nicht, das du deinem Partner nicht wichtig wärst.

wir haben auch nicht unendlich Gesprächsstoff, erleben ja kaum was
Ja das ist nun die Frage, warum erlebt ihr denn nichts?
Und es ist eben auch ein Zeichen, dass du dich sehr abhängig von deinem Partner machst. Du erlebst Dinge nur mit ihm.
Jetzt wird es eben Zeit auf eigenen Beinen laufen zu lernen.
Im Endeffekt sitzt du momentan zuhause und wartest auf ihn, verzehrst dich dabei nach Umarmungen und Körperlichkeit wie auf Entzug. Du weisst nichts mit dir anzufangen. Anstatt dass du deine freie Zeit ausfüllst. Dein Leben für dich selbst erfüllst. Eigene Projekte startest, die dir Freude bereiten. Von denen du dann auch begeistert erzählen kannst.
Ich vermute, um genau deine Abhängigkeit drehen sich auch eure Diskussionen. Bemühe dich doch bitte von deiner Seite aus, eure Telefonate positiv zu gestalten, anstatt anstrengende Auseinandersetzungen zu starten.
Plane deine Woche, deinen nächsten Tag. Allein das bietet genug Gesprächsstoff.
Momentan befindest du dich im Klein Klein. Weite deinen Blick für diese Welt. Für die Schönheiten des Alltags. Du siehst vor lauter Bäumen den Wald nicht.

Und noch eine Redewendung mit ganz viel Wahrheit:
Wer nicht ohne seinen Partner kann, der kann auch nicht mit ihm.

LG
 
  • #10
So ein Schwachsinn. Woran kannst Du das erkennen?
Ist doch logisch, dass ein Student nicht mehr so viel Zeit hat und man könnte es ja auch mal so sehen, dass er etwas für die gemeinsame Zukunft tut, indem er dann mehr Geld verdient.
Anstatt ihm Vorwürfe zu machen und einen Schmollmund ziehen, sei froh, dass Du einen engagierten Mann an Deiner Seite hast. 200 km sind nicht Welt und zwei Jahre sowieso nicht. Unterstütze ihn bei seinem Tun, so treibst Du ihn von Dir weg. Du hattest ein Leben vor ihm, schau´was Du da getan hast und intensiviere Deine Zeit in Deinen Hobbys. Und ja, er will auch seine Familie mal wiedersehen. Ich werde nie Menschen verstehen, egal ob Mann oder Frau, die so klammernd durch die Welt gehen.
Mein langjähriger Partner ist nach fünf Jahren zusammenleben , ins Ausland zum Studieren. Ich fand das mega und habe mich für ihn gefreut und ihn unterstützt.
Jein, wir können hier natürlich nicht sagen ob die FS ein normales Maß an Zuneigung vermisst oder übertrieben klammert, aber wie man seine Zeit verbringt ist auch ein Thema von Prioritäten und für die wichtigsten Dinge wie Beruf/Ausbildung, Partner und die wichtigsten Familienmitglieder, Hobbys und Freunde sollte immer Zeit sein, dazu kann man dann die halbwichtigen Dinge quetschen die man dann halt nicht immer schafft.

Falsch läuft es aber wenn der Partner in die zweite Kategorie abrutscht und zu keinem Fixpunkt mehr wird, und das klingt hier etwas so.
 
  • #11
Hör auf zu jammern. Mache selber Weiterbildung ... und gut is' ... zum Donnerwetter!
Und 1x pro Woche fahr selber hin zum kuscheln - aber lenke ihn nicht mit Dramen und frustrierenden Telefonaten ab. Er braucht seinen Kopf zum Lernen.
Gebrauche du deinen Kopf ebenfalls für sinnvolle Dinge.
Übrigens:
Das Tierheim bei uns im Dorf braucht auch dringend Helfer ...
für alles ... Hunde aller Größen ausführen, traumatisierte Neuzugänge aller Art wieder an Menschen gewöhnen, Ställe putzen, Tierarztfahrten, Tiere füttern und schmusen, Wäscheberge, Computerarbeiten, und ... und ... und ...
Also wenn Leute wie du 1x pro Wochen kämen - oder manche sogar noch öfter, wäre prima.
Die Arbeit findet täglich statt und wird von allein nicht weniger.
Die Inhaberin ist krank und es fehlen Helfer in allen Bereichen.
Samtina
 
  • #12
In Alarmbereitschaft gehen, Du wirst ihn nicht verlieren sondern vergraulen. Er beginnt Dich zu meiden, weil er genervt ist von Deiner Anhänglichkeit. Warum meinst Du hat er Dich noch nicht gefragt ob Du mitkommst, er will das gar nicht.

Also liebe TE, höchste Zeit Dein Leben wieder zu genießen oder was willst Du 2 Jahre lang machen? Jetzt beginnt so eine schöne Zeit, dekoriere Eure Wohnung, triff Dich mit Freunden zum Weihnachtsmarktbesuch, bastel Adventskalender, lern noch eine Fremdsprache. Ehrenamtlich gearbeitet habe ich auch immer seit ich 18 bin, da gibt es mittlerweile soviele Möglichkeiten und soviel Bedarf. Er wird es merken, wenn Du wieder eine zufriedene und glückliche Frau wirst.


w/36
 
  • #13
Ich kann dein Gejammer null nachvollziehen. Mein Freund und ich führen ebenfalls seit August eine Fernbeziehung. Ebenfalls aufgrund seiner Technikerschule.
Hast du dir seinen Stoff mal angeschaut? Gerade nach mehreren Jahren "raus" sein aus Schule und Berufsschule ist der Stoff dort sehr schnell sehr anspruchsvoll und es ist völlig klar, dass er viel lernen muss. Dennoch fährt mein Freund jedes Wochenende fast 650km quer durch Deutschland um mich und/oder Freunde und Familie zu sehen. Da überlebe ich es ohne Probleme, wenn ich mal nicht Prorität Nummer 1 bin.

Es sind zwei Jahre. Mit den quasi ständigen Ferien sogar nur 14 Monate reine Unterrichtszeit die ihr überbrücken müsst. Also stell dich nicht so an, es gibt eben nicht nur dich auf der Welt.

Schwing deinen Hintern nach Feierabend raus. Vereinsarbeit, ehrenamtliche Tätigkeiten, Nebenjobs, neues Hobby. Dann habt ihr auch was zu reden. Wir telefonieren täglich bestimmt eine Stunde oder Facetimen, ohne dass uns der Gesprächsstoff ausgeht. Du könntest deinen Hintern ja auch mal dort hinbewegen und nicht immer nur Ansprüche stellen. Sorg du für Qualitytime für euch beide, damit eure Beziehung nicht weiterhin schlechter wird. Ich habe z.B. schon die Osterferien für einen richtig großen Urlaub verplant, damit er dort mal entspannen kann und wir Paarzeit haben. Natürlich bezahle ich diesen Urlaub auch vollständig, weil er aufgrund Bafög und Studienkredit natürlich wenig Geld hat.

Aber wenn du weiterhin nur am nörgeln oder meckern bist, wird er bald so genervt sein dass er sich trennt. Dann hat er Ruhe und kann sich ganz auf seinen Abschluss konzentrieren, der wirklich wichtig ist.
w30
 
  • #14
Ich denke grad an den Parallelstrang wo die FS sagt, ihr Freund will sich trennen weil sie ihm zuviel mit Weiterbildung beschäftigt ist.
Die meisten raten ihr, ihn ziehen zu lassen. Schließlich macht er ihr ein schlechtes Gewissen dafür, dass sie sich fortbildet.

Bei Dir sehe ich zwei Möglichkeiten:
- trenne Dich
- Bau Dir ein eigenes Leben mit Hobbys, Freunden, Sport und Weiterbildung auf und emanzipiere dich von Deinem Freund

Ein Ex von mir hat die Techniker Weiterbildung neben Arbeit gemacht.
Das ist sehr anstrengend.
Dafür verdient er später mehr.

Google man den Manhattan Effekt:
Bedeutet man redet aus egoistischen Gründen dem Partner Dinge aus oder macht ihm ein schlechtes Gewissen fuer etwas, was Objektiv oder subjektiv wichtig und gut für ihn ist.
Es würde die Beziehung stärken wenn Du ihm Mut machst, stolz auf seinen Fleiss bist und das ganze als die Phase betrachtest die es ist.

Was ich allerdings verstehe ist dass 200 km schwierig sind. Und anstrengend. Ich hätte das von vornherein nicht gemacht.
Du musst halt ueberlegen ob Du diesen Aufwand investieren willst.
Es ist Dein gutes Recht, dich dagegen zu entscheiden.
 
  • #15
@Moggi
Anders als die meisten Fioristen, empfehle ich dir zu deinem Freund zu ziehen. Ihr entfremdet Euch sonst immer mehr. Ihr habt bereits keine guten Gespräche mehr, Ihr unternehme nichts mehr, Liebe und Leidenschaft sind on hold. Und jetzt will er das Wochenende mit seiner Schwester, mit der Streit hat, verbringen? Die Chance, dass er eine hübsche und nette Kommilitonin trifft ist groß. Pack' deine Koffer und ziehe zu ihm, suche dir vor Ort einen neuen Job, mache auch eine Weiterbildung oder starte ein neues Hobby. Ich denke, dass Eure Beziehung die Distanz nicht überlebt.
 
  • #16
Ich befürchte, ihr geratet gerade in einen Teufelskreis. Er fühlt sich zunehmend eingeengt, weil er den Druck und Anspruch spürt, am Wochenende permanent für dich Zeit zu haben zu müssen. Du vermisst ihn, weil er nach einem Jahr des Zusammenlebens gefühlt nicht mehr "da" ist.

Horche mal ganz tief in dich rein, wo diese Panik bzw. Ängste und dieses Fokussieren auf nur einen Menschen herkommen. Mir ging es mit meinem Exmann mal ähnlich, obwohl ich im Allgemeinen meine Unabhängigkeit schätze, manche Unternehmungen (Mädelstreffen, Sport) ohne Partner sogar schöner finde und auch gern mal ein paar Stude allein bin. ich denke, es lag daran, mit 15 eine der wichtigsten Bezugspersonen verloren zu haben. Hast du sowas auch erlebt?

Natürlich kann es auch sein, dass du nur etwas Zeit zum "Umgewöhnen" brauchst oder dein Freund eure Beziehung zu unverbindlich sieht. Letzteren Eindruck habe ich jedoch nicht, denn er scheint ja die letzten Monate jedes Wochenende mit dir verbracht zu haben. Das finde ich wirklich viel, vielleicht solltest du von Herzen dafür "danke" sagen, ihm in Zukunft einfach ein Wochenende ohne "Partnerpflicht" und dir selbst was Schönes, Erfüllendes, Hilfreiches zu gönnen?

Wie auch immer, die neue FB-Situation ist eine Bewährungsprobe. Für euch beide. Viel Glück
 
  • #17
Falsch läuft es aber wenn der Partner in die zweite Kategorie abrutscht und zu keinem Fixpunkt mehr wird, und das klingt hier etwas so.
Das darf natürlich nicht sein. In einer Beziehung sollte natürlich immer der Partner bzw die Partnerin an erster Stelle stehen. Ich habe es allerdings selbst schon erlebt, dass viele die in einer Beziehung sind ihre Freunde nicht mehr wichtig sind und sie so gut wie gar nicht mehr treffen. Auf solche Freunde kann ich getrost verzichten.

Wenn sie ledig sind wollen sie sich ständig treffen und voll viel unternehmen. Sobald sie vergeben sind wollen sie es gar nicht mehr.

Natürlich kann man nicht mehr wie früher jedes Wochenende um die Häuser ziehen. Das kann ich natürlich auch nicht. Aber einmal pro Monat treffe ich mich mit meinen Freunden. Das darf meine Frau natürlich auch.
 
  • #18
da er in knapp 200 km Entfernung für 2 Jahre eine Technikerschule besucht … Mich macht sie Situation wahnsinnig. Mir fehlt die Nähe ungeheuer.
Der arme Mann. Möchte sich weiterbilden, beruflich erfolgreich sein, aber die Freundin bremst nach Kräften, weil sie ihn als Kuschelpartner braucht. Ganz schön egoistisch. Und wenn er dann irgendwann im Berufsleben steht, geht das so weiter? Nein, bitte sag den Kundentermin ab, wenn du dafür auswärts übernachten mußt? Such dir eine Stelle, wo du zuhause arbeiten kannst, damit ich dich immer in der Nähe habe, wenn irgendwo was klemmt oder gehoben werden muß oder ein Paket zugeklebt? Und ich Dich überhaupt jederzeit von der Arbeit ablenken darf, wenn mir danach ist? Hoffentlich ist er klug genug und schiebt dergleichen rechtzeitig einen Riegel vor.
 
  • #19
Es gibt ja dieses Sprichwort: aus den Augen aus dem Sinn, vielleicht hat die Fragerin davor Angst.

Aus den obigen Beiträgen fand ich einige Ratschläge gut:

  • zu ihm hinfahren & ihm was Gutes tun wenn er viel Stress mit der Lernerei hat z.B. ihm sein Lieblingsessen kochen, sein Apartment putzen (das mache ich gerne) etc.
  • sich selbst zu beschäftigen lernen (Wohnung dekorieren, Ehrenamt, Hobby)
  • in den Ferien wenigstens einen Kurzurlaub mit ihm verbringen (auch wenn es nur ein Wanderurlaub ist)
 
M

Moggi

  • #20
Ich denke, ich werde mich jetzt verabschieden. Ein paar Leute haben mir wirklich das Gefühl gegeben, dass sie mir helfen wollen, der überwiegende Anteil macht aber genau das Gegenteil.

Seid ihr im echten Leben auch so? Jemand sagt euch, wie scheiße es ihm geht, und ihr antwortet, dass ihr das "Gejammer Null nachvollziehen" könnt?

Ich habe nie gesagt, dass er sich falsch verhält. Und ich unterstütze ihn nach Kräften. Dennoch leide ich unter der Situation sehr, und das wird mir als Charakterschwäche und als unfair meinem Partner gegenüber ausgelegt. Als ob es einem absichtlich scheiße ginge. In dem Sinne - machts gut.
 
  • #21
Liebe FS,
Du bist eine erwachsene Frau und solltest in der Lage sein, Dich in Deiner Freizeit selber zu beschäftigen. Mach im Zweifelsfall eine Weiterbildung, wenn Du nicht in der Lage bist, Dir selber eine gute Zeit zu machen.
Bildung schadet nur dem, der sie nicht hat. Und was erzählen kannst Du dann.

Dein Partner vergnügt sich nicht fern der Heimat, der lerntund er lernt auch überwiegend in seiner Freizeit, d.h. Macht weder mit Dir noch mit seinen Freunden Party. Ich kann nicht erkennen, worüber Du Dich beschwerst und finde Dich unreif.
Was er macht, ist zukunftsorientiert und bleibst Du mit ihm zusammen, dann wirst Du davon profitieren. Also reiß Dich gefälligst zusammen, statt rumzuflennen, mach ihm Mut statt ihn zu belasten.

Ob Du mit ihm zusammenbleiben willst oder nicht, spielt wohl kaum eine Rolle, denn Du bist dabei durch Deine Klettigkeit die Beziehung zu zerlegen, sodass nach seiner Rückkehr kein anknüpfen an "früher" mehr möglich ist.

Ich bin auch kein Fernbeziehungstyp und habe eine Fernbeziehung nach 2 Jahren beendet. Uns trennten 800 km und wir mussten beide öfter an Wochenenden Zeit für Weiterbildungen aufwenden oder arbeiten. Wir hätten das mindestens 15 Jahre bis zu meinem Berufsende hätte aushalten müssen - das war zu lange.
Einige Jahre nach der Trennung hatte ich die Chance für einen vorzeitigen Berufsaustieg. Wir kamen wieder zusammen und führten 2,5 weitere Jahre eine Fernbeziehung. Das ging gut, weil der Zeitraum überschaubar war.
Daher verstehe ich das Drama nicht, was Du daraus machst. Gute Männer sind schwer zu finden. Wenn Du einen hast, würde ich das nicht so leichtfertig verzocken.

Allerdings besteht das Risiko, dass Weiterbildung auch persönliche Weiterentwicklung bedeutet und er erkennt, dass so eine unselbstaendige Frau, die ihn beruflich behindert, nicht mehr zu ihm passt. Einen Hein-Blöd- Job möchte er Deinetwegen aber auch nicht lebenslang machen. Daher musst Du gucken, ob ein ehrgeiziger Mann überhaupt zu Dir passt.
Ich bin anders als Du: ich könnte mit einer Lusche nichts anfangen, die nichts erreichen sondern 40 Jahre das ewig gleiche machen und damit unzufrieden sein will.

... so schwierig und wichtig kann die Schule auch nicht sein.....
Das hängt von den Voraussetzungen und Fähigkeiten ab, die man mitbringt. Die FS ist 28, ihr Partner wird ein ähnliches Alter haben, d.h. hat die Ausbildung schon länger hinter sich. Diese Weiterbildungen beginnen üblicherweise nicht mit Vorbereitungen wieder ins Lernen reinzufinden sondern sind bei 2 Jahren Dauer darauf ausgerichtet, dass aus dem Stand die volle Lernleistung gebracht wird und dass die benötigten fachlichen Voraussetzungen hochaktuell sind. Das ist mit Ende 20 eher selten gegeben.
Der Partner der FS lernt sehr viel auch in seiner Freizeit - sicher, weil es notwendig ist, um das Ziel zu erreichen, d.h. es für ihn nicht vom Himmel fällt.
 
  • #22
Hör auf zu jammern. Mache selber Weiterbildung ... und gut is'
Löst ihr Problem doch nicht. Hast du nicht gelesen was ihr fehlt? Sie will keine Weiterbildung machen, sondern Zweisamkeit. Wie emphatisch von dir.

Da jetzt hier schon zweimal super emphatisch gesagt worden ist, sie solle nicht so jammern, bin ich jetzt auch mal mega emphatisch und sage meine Meinung.

Die FS hat es vielleicht nicht gesehen, aber ich hab es mal gesehen. Mein erster, langjähriger Ex hat diese Weiterbildung gemacht. Ganz ehrlich, auch wenn mich jetzt hier vielleicht einige lynchen werden: Ich sehe keinen Grund warum man bei dieser Weiterbildung keine Zeit mehr für den Partner haben sollte. Bei meinem Ex saßen damals überwiegend nur Männer im Kurs, die ganz ursprünglich mal von der Hauptschule kamen, ich glaube zwei hatten Realschule. Klar, die tun sich halt mega schwer wenn sie auf einmal eine Matheaufgabe trigonometrisch lösen müssen. Aber am Ende haben alle bestanden. Nichts mit Durchfallraten von 75 %, wie es bei naturwissenschaftlichen Studiengängen oder bspw. Maschinenbau üblich ist. Ich könnte das noch weiter ausdehnen, aber ich lasse es jetzt besser einfach mal.

Ich denke nicht dass ihr damit geholfen ist wenn sie ihre Grundlegenden Bedürfnisse zurück nimmt. Das ist halt IHR Nähegefühl, welches weder gut noch schlecht ist, da braucht man nicht darüber zu werten. Er hat ein anderes Nähegefühl als sie, und deshalb passt es nicht zwischen den beiden. Klar kann sie sich anpassen und leiden, aber was soll das?
 
  • #23
Habe ich Tomaten auf den Augen, oder die anderen, die DEN Fragesteller als eine hysterische Frau darstellen? Steht da nicht eindeutig "M, 28"?? - Bitte genauer lesen.

Lieber FS,

ja, Du darfst Deinen Freund vermissen. Ja, Du darfst Dich nach ihm sehnen. Es ist völlig menschlich und nachvollziehbar und soll auch von niemandem verurteilt werden, der emotional so abgeflacht ist, dass ihm der Partner gar nicht fehlt.
Zwei Jahre Fortbildung sind eine sehr lange Zeit. Vielleicht kommt es für Euch infrage, zusammenzuziehen? Du bist jung genug, überall einen Job zu finden (vorausgesetzt, Du bist berufstätig). Und vorausgesetzt, er möchte es auch. Wenn nicht, dann ist es wirklich traurig, aber dann weißt Du, wie es um Euch steht.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall alles, alles Gute!

w, 33
 
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  • #24
Ganz ehrlich, auch wenn mich jetzt hier vielleicht einige lynchen werden: Ich sehe keinen Grund warum man bei dieser Weiterbildung keine Zeit mehr für den Partner haben sollte.
Du hast natürlich recht. Man sollte trotzdem noch Zeit haben. Es ist hier ja nicht nur die Weiterbildung. Zusätzlich muss man ja auch noch die Fahrt sehen. Natürlich sind 200 km nicht extrem viel. Es sind aber dann gleich 400 km. Das jedes Wochenende. Außerdem muss man ja auch noch den Sprit und die Abnutzung vom Auto rechnen.

Wenn man eine Fortbildung wie Techniker oder Meister macht muss man die ja aus eigener Tasche bezahlen. Das kommt ja auch noch dazu. Ich denke nicht, dass er neben der Schule noch sehr viel Zeit hat noch Geld zu verdienen.
 
  • #25
Ganz ehrlich, auch wenn mich jetzt hier vielleicht einige lynchen werden: Ich sehe keinen Grund warum man bei dieser Weiterbildung keine Zeit mehr für den Partner haben sollte.
Es gibt nicht pauschal diese Weiterbildung. Der Techniker variiert von Beruf zu Beruf durchaus in seiner Schwierigkeit. Deswegen bitte nicht pauschalisieren.
Zusätzlich macht mein Partner sogar beide Techniker Fachrichtungen die in seinem Beruf möglich sind + den Meisterkurs zusätzlich.
Dazu kommt die Fahrerei jedes Wochenende (400km beanspruchen je nach Verkehrs/Bahnlage locker insgesamt 6 Stunden bei meinem Freund sind es insgesamt 1100km)
Und das letzte was er da noch brauchen könnte wäre mein Gejammer, dass ich kuscheln will. Schließlich macht er das auch für unsere Zukunft.

Er hat ein anderes Nähegefühl als sie, und deshalb passt es nicht zwischen den beiden. Klar kann sie sich anpassen und leiden, aber was soll das?
In einer guten Beziehung wird es immer mal wieder Phasen geben die für einen von beiden nicht so toll ist und in diesem Fall ist die Zeit schlicht und ergreifend absehbar. Und genau deswegen soll sie sich nicht so anstellen. Er hat alle paar Wochen Ferien und das nicht zu knapp. Würde er die allerdings auch nicht mindestens Hälftig zusammen verbringen wollen, könnte ich es widerum verstehen.
 
  • #26
Man sollte trotzdem noch Zeit haben. Es ist hier ja nicht nur die Weiterbildung. Zusätzlich muss man ja auch noch die Fahrt sehen. Natürlich sind 200 km nicht extrem viel. Es sind aber dann gleich 400 km. Das jedes Wochenende.
Die Weiterbildung läuft sein 2 Monaten. Da sind viele von den Anforderungen und dem ungewohnten Lernen erstmal kopflos, können für sich nicht erkennen, wieviel sie tun müssen.
Wer ein eher unsicherere Typ ist oder sehr ehrgeizig, der haut erstmal richtig rein und erkennt erst später, wo er steht und wieviel er zwingend auf Dauer tun muss.
Dann gibt es noch diejenigen, die sich gern weiterbilden möchten, aber ganz schlechte schulische Grundbildung mitbringen. Die können es auch schaffen, wenn sie sehr viel dafür tun und zwar über die gesamte Dauer der Weiterbildung.

Mit der Fahrerei hast Du recht, in den nächsten 3 Monaten eine zusätzliche Belastung und ein Zeitfaktor.

Ich habe das ja selber durch und unter dem permanenten Wechsel von Zusammensein/Trennung ziemlich gelitten. Daher kann ich einerseits den/die FS verstehen.
Aber berufliche Bildung hat halt auch ihren Wert, wenn man noch ein langes Berufsleben vor sich hat. Es wirkt sehr auf die Qualität und den Bestand der Partnerschaft, ob man mit seinem Beruf zufrieden ist, ein gutes Gehalt erzielen kann oder ob das Gegenteil der Fall ist und obendrein Groll gegen den Partner entsteht, der es einem zusätzlich schwer macht.

Ich finde, dass 2 Jahre ein überschaubarer Zeitraum sind - 2 Monate sind schon rum. Die Weihnachtsferien stehen vor der Tür und dann sind schon 4 Monate rum.
Ich würde auch eher gucken, was kommt nach den 2 Jahren. Nimmt er dann einen Job als Servicetechniker an und ist unter der Woche auf Dienstreise, dann würde ich auch sagen "nein, danke. So Beziehung will ich nicht, egal wie gut der Mann ist."

Ich habe mich mit meinem Mann hingesetzt und geklärt, dass Schichtarbeit, regelmäßige WE-Weiterbildungen und Fernbeziehung definitiv nicht geht.
Wir haben gemeinsam die Lösung gesucht: er wechselt auf einen 8-5 Job Mo-Fr und ich reduziere meine Arbeitszeit und übernehme die Fahrerei. Das war für beide ok.
 
  • #27
Ich denke, ich werde mich jetzt verabschieden. Ein paar Leute haben mir wirklich das Gefühl gegeben, dass sie mir helfen wollen, der überwiegende Anteil macht aber genau das Gegenteil.

Seid ihr im echten Leben auch so? Jemand sagt euch, wie scheiße es ihm geht, und ihr antwortet, dass ihr das "Gejammer Null nachvollziehen" könnt?

Ich habe nie gesagt, dass er sich falsch verhält. Und ich unterstütze ihn nach Kräften. Dennoch leide ich unter der Situation sehr, und das wird mir als Charakterschwäche und als unfair meinem Partner gegenüber ausgelegt. Als ob es einem absichtlich scheiße ginge. In dem Sinne - machts gut.
Booaaah. Immer diese Mimosen. Ich trigger hier ca. 90 % der User und bekomme dafür ordentlich eingeschenkt und bin nicht beleidigt.

Das ist hier kein Kuschelforum und ab und zu geht es hier auch unfair zu.

Jetzt zu dir. Ausbildung hat immer Vorrang.

Die Zeit der Ausbildung kann für Partner eine Bewährungsprobe sein. Stützt er den der in der Ausbildung ist oder belastet er die Ausbildung und damit die Beziehung.

Ist der Partner eine Belastung kann es sein, dass der Auszubildende in seiner verbleibenden Freizeit den nervigen Partner meidet und sich zurückzieht. Er besucht dann z.B. lieber seine Schwester. Warum begleitest du ihn eigentlich nicht?

Wenn der Partner dann auch noch auf Klartext, wie hier, eingeschnappt reagiert wird mit ihm immer weniger und irgendwann überhaupt nicht mehr geredet. Energie wird lieber in die Ausbildung und aufbauende Kontakte (Schwester) investiert.

Schluss aus Feierabend.

Der Oberlehrer M54
 
  • #28
By the way... Es ist gleichgültig, ob M, 28 weiblich oder männlich ist (es kann auch M(oggi) 28 heißen).

Es ist völlig normal jemanden zu vermissen, mit dem man zuvor 1 Jahr lang Tisch und Bett in einer Wohnung geteilt hat, das wissen alle Foristen, nur was soll man denn raten?
Der Freund teilt bisher jedes Wochenende mit dem/der FS, außer jetzt das kommende, wo er sich mit seiner Schwester trifft, wo sie/er (FS) nicht neutral ist, weil sie/er weiß, das Bruder und Schwester ihre Probleme haben, aber trotzdem in Kontakt stehen.
Sieh es mal so, mehrere Foristen schrieben, dass die 2 Jahre durch Ferienszeit effektiv 14 Monate sind, wo Dein Freund an diesem Ort zu Schule geht. 2 Monate habt ihr davon schon geschafft. Es ist so gesehen nur noch 1 Jahr.
Das Vermissen und die Sehnsucht so hart sie anfangs sind, wird mit den Wochen erträglicher, dass Leiden bleibt nicht dermaßen stark. Fülle Dir deine Tage mit lauter schönen Dingen, Freunde, Hobbys, Weiterbildung, Sport, putze die Wohnung auf Hochglanz, gehe aus,... Du packst das. Viele Foristen hatten und haben auch eine Fernbeziehung und haben es geschafft, sich durchgebissen, auch wenn es für beide ebenfalls anfangs nicht einfach war. Es ist erstmal für Euch beide eine neue Situation, ihr werdet beide euren gemeinsamen Rhythmus finden und euren Alltag. Versucht mal gemeinsam Rituale einzuführen, z.B. 2-4x Skypen unter der Woche, regelmäßige Telefonate zu festen Uhrzeiten, dass gibt Euch beide mehr Sicherheit, weil es dann eure zuverlässige Beziehung spiegelt.
 
  • #29
Also, ich muss jetzt mal aus Lehrersicht etwas sagen: Die zweijährige Technikerschule ist aus Sicht eines Uni-Absolventen ein Kinkerlitzchen. Aber aus Sicht der Techniker-Schüler ist es durchaus anspruchsvoll. In diesem Schuljahr habe ich auch Techniker im ersten Jahr und ich muss mich manchmal wundern, wie wenig Vorbildung da ist und wie schwer es den Schülern teilweise fällt, Texte zu verstehen (ich unterrichte kein technisches Fach). Dazu kommt noch bei den Technikern manchmal eine geistige Unflexibilität, sich mit geisteswissenschaftlichen oder psychologischen Fragestellungen zu befassen, weil sie vor der Technikerschule in dieser Art des Denkens nicht geschult worden sind und sich mit Dingen, die sich nicht eindeutig in "schwarz oder weiß" einteilen lassen wie eine Matheaufgabe, die entweder richtig oder falsch ist, nicht gerne befassen wollen. Dazu kommt, dass manche einen Groll in sich tragen, weil sie sich in ihrem Betrieb zuvor nicht unbedingt gut behandelt gefühlt haben (woran sie mitunter aber auch ihren Anteil hatten).
Jedenfalls braucht es eine Weile, bis sie sich eingewöhnt haben und nicht mehr die Krise kriegen, wenn sie 45 Seiten Text (über 7 Wochen verteilt) dem Inhalt nach für eine KA beherrschen sollen.
Jedenfalls sehe ich nicht, dass der Freund der FS ihr irgendetwas vorspielen würde - in den ersten paar Monaten sind die Techniker reell gestresst.
 
  • #30
Ich denke, ich werde mich jetzt verabschieden. Ein paar Leute haben mir wirklich das Gefühl gegeben, dass sie mir helfen wollen, der überwiegende Anteil macht aber genau das Gegenteil.
O_O Der ÜBERWIEGENDE Teil? Ich finde, Du hast ziemlich viele differenzierte Antworten bekommen und auch Verständnis.
Ich finde es auch nicht hilfreich, wenn man sich genau die Dinge raussucht, die einem nicht geholfen haben, und darauf reagiert, während man das Gute wegschmeißt, statt es genau andersrum zu machen.