• #1

Fernbeziehung mit Herzschmerz versuchen?

Hallo ihr Lieben,

Da ich bis jetzt hier gerne mitgelesen habe, bitte ich euch um eure Meinung.

Ich bin seit über einem Jahr Single und habe jetzt endlich jemanden kennengelernt, bei dem die Sympathie auf beiden Seiten vorhanden ist und mit dem ich gern zusammen wäre. Wir liegen auch auf einer Wellenlänge.
Wäre da nicht die Entfernung... Es ist über 1 Stunde Fahrt zwischen uns, meistens länger wegen Stau. Ich bin durch die Kinder ortsgebunden und werde, solange sie klein sind, nicht wegziehen können. Der Mann hat einen Job in seiner Nähe, den er nicht aufgeben will und seine Kinder.

Ich brauche normalerweise den Partner in direkter Nähe und er tickt da genauso. Deswegen hat er es eigentlich schon einmal beendet, wir haben uns dann aber wieder gesehen und wir fühlen uns beide sehr wohl bei dem Anderen. Wir telefonieren und schreiben sehr viel. Er und ich haben aber Angst, wenn jetzt noch mehr Gefühle ins Spiel kommen, dass es uns am Ende sehr weh tun wird.

Das andere Thema sind Finanzen: er verdient weniger als ich und hat durch Kindesunterhalt sehr wenig zur freien Verfügung, das beschäftigt ihn auch. Mir wäre das egal.
Das sind aktuell die einzigen Punkte, die nicht passen.

Was würdet ihr raten? Sollen wir es trotzdem versuchen und hoffen, dass sich in der Zukunft eine andere Lösung finden wird oder lieber den Cut machen, um größeren Schmerz zu vermeiden?
 
  • #2
Die Frage ist:
Ihr habt beide Kinder.
Wie wahrscheinlich ist es jemanden Passenden zu finden, der ebenfalls Kinder hat und ein ähnliches Nähe Bedürfnis?
Wohnt ihr in Orten, in denen es viel Auswahl gibt? Wie alt seid ihr?
Ist die Kinderplanung abgeschlossen?

Letztendlich ist es aber auch egal, was hier Fremde meinen.
Ihr müsst wenn beide wollen.
 
  • #3
Hallo Liviana,

Danke für deine Antwort.

Wir sind beide Anfang 40, weitere Kinder sind bei beiden ausgeschlossen. Auswahl in direkter Nähe ist ziemlich überschaubar..
 
  • #4
Es wird dir dabei niemand helfen können, diese Entscheidung musst du für dich ganz alleine treffen, höre auf dein Bauchgefühl, dein Bauchgefühl kennt die richtige Antwort!
 
  • #5
Naja, was schadet es euch denn, wenn ihr einfach mal zusammen bleibt, euch gelegentlich seht und es sich entwickeln lasst -- wenn ihr euch doch mögt? Es scheint ja jeweils nicht so, als hättest ihr momentan viel bessere Alternativen, die ihr euch damit verbaut. Oder besteht die reale Chance, dass ihr, wenn ihr euch jetzt trennt, innerhalb kurzer Zeit den perfekten Partner kennenlernt, der keine Fernbeziehung ist? Es hört sich jetzt etwas blöd an, mit jemandem zusammen zu bleiben, weil es sowieso keinen besseren gibt, aber ich meine, warum sich trennen, wenn ihr euch gerade sehr mögt und gut versteht? Du meinst, normalerweise brauchst du den Partner in direkter Nähe. Jetzt hast du einen lieben Menschen, den du nicht immer, aber manchmal in deiner Nähe haben und mit dem du eine schöne Zeit verbringen kannst. Wenn du dich trennst, bist du hingegen ganz alleine, ist das besser? Ist nur so ein Gedanke, am Ende musst du das nach Bauchgefühl entscheiden. Ich finde es nur schade, etwas aktuell Schönes zu beenden in der Hoffnung auf was Besseres. Ein anderer Mann bringt vielleicht andere Probleme und Herausforderungen mit sich ... Lass dir doch nicht durch die Angst vor der Zukunft die schöne Gegenwart kaputt machen. Keine Sorge, es finden sich immer Lösungen, wenn man dafür offen ist und immer das tut, das sich im Moment richtig anfühlt, das Leben regelt schon alles gut, hab Zuversicht und genieße die schönen Momente der Gegenwart.
w26
 
  • #6
Was würdet ihr raten? Sollen wir es trotzdem versuchen und hoffen, dass sich in der Zukunft eine andere Lösung finden wird oder lieber den Cut machen, um größeren Schmerz zu vermeiden?
Ich finde eine Stunde Distanz nicht sooooo weit, da haben es andere noch weiter aber klar müsstet ihr euch im Moment noch damit anfreunden bis die Kinder älter wären und einer irgendwann näher zum anderen ziehen könnte oder man sich auf der Mitte trifft.
Es wird dir dabei niemand helfen können, diese Entscheidung musst du für dich ganz alleine treffen, höre auf dein Bauchgefühl, dein Bauchgefühl kennt die richtige Antwort!
Das sehe ich genauso, hier können dir noch so viele Schreiber*innen ihre Empfehlung/Erfahrung mitteilen, am Ende musst du das für dich selber entscheiden. Wenn er dir sehr wichtig ist und alles passt bis auf die Distanz dann würde ich es versuchen.

W 27
 
  • #7
Wäre da nicht die Entfernung... Es ist über 1 Stunde Fahrt zwischen uns, meistens länger wegen Stau. Ich bin durch die Kinder ortsgebunden und werde, solange sie klein sind, nicht wegziehen können. Der Mann hat einen Job in seiner Nähe, den er nicht aufgeben will und seine Kinder.
Die Fahrtzeit, auch mit Stau, finde ich keine Fernbeziehung, ich bin allerdings in der Nähe vom Ruhrschleichweg aufgewachsen. Das Du mit größeren Kinder eher wegziehen willst, finde ich nicht besonders prickelnd, je kleiner desto einfacher.

Hier ist wieder die schwierige Konstellation denke ich, Deine Kinder leben bei Dir, während seine Kinder jedes 2. Wochenende bei ihm sind? Du wirst bestimmt schon einiges hier im Forum dazu gelesen haben, scheint doch meistens ein Drama für alle Beteiligten zu geben.

Das mit den Finanzen finde ich nicht wild, Deinem Ex-Mann wird es ja ähnlich gehen. Beim eventuellen Zusammenzug wirst Du anteilmäßig das meiste übernehmen.

Etwas schwierig sehe ich Deinen Wunsch den Mann in unmittelbarer Nähe haben zu wollen. Da drängt sich mir der Gedanke auf, dass Du ihn in einer anderen Rolle siehst als Deinen Partner.

Ich verstehe schon, das man gern Zeit mit dem Partner verbringen möchte, aber Ihr seid beide in einer Situation wo sich an erster Stelle alles um den eigenen kleinen Kosmos drehen sollte. Also er und seine Kinder und Du und Deine Kinder. Ein voreiliges "Du und der Mann" würdet Ihr auf den Rücken der Kinder austragen.

Auch wenn das Herz schwer ist, gemeinsame Zeit genießen, die Familien noch lange nicht miteinander bekanntmachen und abwarten was sich entwickelt.
 
  • #8
Danke schön für eure Antworten!
Mein Bauchgefühl sagt versuchen, er zweifelt mehr...

Die Fahrtzeit, auch mit Stau, finde ich keine Fernbeziehung, ich bin allerdings in der Nähe vom Ruhrschleichweg aufgewachsen. Das Du mit größeren Kinder eher wegziehen willst, finde ich nicht besonders prickelnd, je kleiner desto einfacher.
Die Fahrzeit ist ziemlich unberechenbar, das können plötzlich auch 2,5 Stunden werden und er arbeitet aktuell in Schichten.
Das mit den Kindern war anders gemeint. Ich würde erst umziehen, wenn sie aus dem Haus raus sind.

Sie sind nur 50% der Zeit bei mir, aber nicht im Wochenwechsel sondern immer für ein paar Tage. Vom Alter her würden unsere Kleinen gut zusammen passen.

Und ich bin zwar spontan, aber versuche trotzdem im Voraus zu planen, wie sich diese Beziehung entwickeln könnte.
 
  • #9
Ich brauche normalerweise den Partner in direkter Nähe und er tickt da genauso. Deswegen hat er es eigentlich schon einmal beendet
Dann lass es. Ihr könnte beide mit einer FB nicht glücklich werden.

Ich hatte vor etlichen Jahren eine FB einmal längs durch die Republik, allerdings beide ohne Kinder und ich auch zeitlich etwas flexibel, sodass ich öfter schon Donnerstagabend anreisen konnte oder auch mal montags früh zurück.
Aus beruflichen Gründen war ein Zusammenziehen nicht möglich - beide Traumjobs mit großen Freiheiten beim jeweiligen AG. Das schmeißt man mit 50 nicht einfach weg und quält sich dann bei einem neuen AG noch 15 Jahre irgendwie durch. Mit sowas schreddert man die beste Beziehung.

Du schreibst zu wenig, wie oft ihr euch sehen könnt, ob einer jedes 2. WE die Kinder betreuen muss und es dann sowieso nicht geht usw.
Wir haben uns damals jedes WE getroffen, auch noch unter der Woche telefoniert und trotzdem war es schwierig: die ständigen Begrüßungen, der Versuch wieder vertraut zu werden und dann wieder fahren zu müssen verbrauchten bei mir zu viel Energie.
Obwohl wir hervorragend miteinander harmonierten habe ich es beendet, weil mir das nicht guttat und das war die richtige Entscheidung.

Jahre später änderte sich meine berufliche Situation, wir kamen wieder zusammen und sind jetzt verheiratet.

Deswegen hat er es eigentlich schon einmal beendet, wir haben uns dann aber wieder gesehen und wir fühlen uns beide sehr wohl bei dem Anderen. Wir telefonieren und schreiben sehr viel. Er und ich haben aber Angst, wenn jetzt noch mehr Gefühle ins Spiel kommen, dass es uns am Ende sehr weh tun wird.

So wird es sein.
Etwas zu beenden und dann doch wieder aufzunehmen, weil sich keine andere Kandidatin findet und nun wieder rumzueiern, finde ich auch grob unfair/egoistisch.
Die Gründe, warum es beendet wurde haben sich ja anderes als bei uns nicht geändert.

Was würdet ihr raten? Sollen wir es trotzdem versuchen und hoffen, dass sich in der Zukunft eine andere Lösung finden wird
Nein, beenden. Es wird sich in Zukunft keine andere Lösung finden, weil ihr beide in der Hinsicht nichts tun könnt oder wollt.
Hast Du in Deinem Leben schonmal erlebt, dass sich so eine Art von Problem durch Nichtstun löst? Ich nicht.

Bei uns war von vornherein klar, dass sich einer für die Beziehung bewegen muss und zwar ich (habe ich schon mehrfach getan in meinem Leben), denn er ist ein ins Gestein verwurzelter Allgäuer.
Soviel Dynamit gibt es nicht, wie es braucht, den weiter weg zu bewegen als ins Vorarlberg.
Das muss man wissen und von vornherin geklärt ahben. Ansonsten wird es nur On/Off-Quälkram - wie es grad bei euch der fall ist.

Schalte um auf Off und haltet das beide konsequent ein, bis sich für einen was substanziell ändert, was die gewünschte Beziehungsform (Nähe) ermöglicht.
 
  • #10
Naja, was schadet es euch denn, wenn ihr einfach mal zusammen bleibt, euch gelegentlich seht und es sich entwickeln lasst
Man merkt, dass es Dir noch an reichlich Lebenserfahrung mangelt. Wenn Du ein Nähemensch bist, dann ist das es schwierig, weil sie die Gefühle nunmal nicht nach Kalendertagen und Schichtplan richten.
Und wer mal echtes Liebesleid hatte und keine Dumpfbacke ist, der kann das Hier und Jetzt nicht genießen, weil er weiß was zwangsläufig kommt.

Das ist eine Frage der Persönlichkeit, wie man Partnerschaften führt. Ist das Statusmännchen beliebig austauschbar durch ein anderes Statusmännchen - Hauptsache Stausmännchen, dann kann man es so machen wie Du empfiehlst.
So klingt die FS aber nicht.

Ich finde eine Stunde Distanz nicht sooooo weit, da haben es andere noch weiter
Wie weit es andere haben, spielt keine Rolle. Das sind dann halt keine Nähemenschen, sondern oft ist es ihnen lieber, dass es eine Fernaffäre ist, weil dann noch ausreichend Raum für andere Plänkeleien ist.

bis die Kinder älter wären und einer irgendwann näher zum anderen ziehen könnte oder man sich auf der Mitte trifft.
Irrtum. Willkommen in der Neuzeit - Wechselmodell. Da kannst Du als Frau zwar zu Deinem Lover ziehen, musst dann aber damit rechnen, dass die Kinder sich nicht entwurzeln lassen und beim Vater in ihrem Umfeld bleiben, d.h. Du zur Unterhalt zahlenden "alle 14 Tage WE-Mutter" wirst.

Etwas schwierig sehe ich Deinen Wunsch den Mann in unmittelbarer Nähe haben zu wollen.
Bitte richtig lesen, nicht immer der frau was unetrstellen: Er will das auch und weil es nicht geht, hatte er es beendet. Er kam dann doch wieder an, weil so ganz ohne Frau ist es dann doch nichts für ihn und nun haben sie eine Wackelpartie.

Mein Bauchgefühl sagt versuchen, er zweifelt mehr...
Also Finger weg. Er hat es einmal beendet und nun zweifelt er wieder.
Der Mann ist 40+, keine 16, sodass es verzeihlich wäre wenn er mangels Lebenserfahrungen jeden Tag was anderes denkt.

Und ich bin zwar spontan, aber versuche trotzdem im Voraus zu planen, wie sich diese Beziehung entwickeln könnte.
Kannst Du nicht mit einem Mann, der so sprunghaft und ambivalent ist. Der ist situativ gesteuert (was ihm heute grad ins Hirn schießt) und mit dem lässt sich nichts planen.

Durch Geldmangel und in Schichtarbeit sind seine Chancen auf dem Partnermarkt überschaubar. Das ist ihm vorübergehend aufgegangen und darum kam er wieder an - zu wenig substanziell, um darum eine Zukunft zu planen. Der ist was für eine Spassaffäre um den Alltag aufzulockern, nichts für tiefe Gefühle.
 
  • #12
Sie sind nur 50% der Zeit bei mir, aber nicht im Wochenwechsel sondern immer für ein paar Tage.
Klasse, endlich lese ich das hier mal. Daumen hoch!

Das mit dem Partner in der Nähe haben, hatte ich jetzt nicht so auf ein Nähebedürfniss bezogen, sondern darauf das viele AE einen neuen Mann suchen um sich wieder als Familie komplett zu fühlen. Nach Deiner Erklärung ist das ja bei Dir nicht der Fall.
Die Fahrzeit ist ziemlich unberechenbar, das können plötzlich auch 2,5 Stunden werden und er arbeitet aktuell in Schichten.
Wie andere schon schrieben, wenn Dir die Zeit, die ihr gemeinsam hättet nicht reicht, dann ist das so.
 
  • #13
Liebe FS, lass es sein!
Es gibt Verbindungen, da werden Berge versetzt, um zusammen zu sein, liest sich jetzt bei Dir nicht so.
Er hat es schon mal beendet, ist dann wieder angekommen, aus welchen Gründen auch immer, da können wir nur spekulieren. Aber er hat weiterhin Zweifel und damit kannst Du solch eine Konstellation vergessen. Da sollten beide sicher sein, dass sie es wollen. Das wird dann wirklich zu kompliziert😂
 
  • #15
Das sehe ich genauso. Eine Stunde ist - naja nicht grad nix, aber das würde ich auch noch nicht als Fernbeziehung bezeichnen.
Da kann man sich ja unter der Woche abends treffen - sobald die Entfernung dafür zu groß ist würde ich von Fernbeziehung reden.
Eine Stunde ist auch für mich keine Zeit. Ich habe und will kein Auto, daher nehme ich als Konsequenz längere Wege in Kauf. Mein Exfreund und ich wohnten sogar in der selben Stadt, aber entferntere Viertel. Bis ich zur Bahn gelatscht/geradelt bin, mit der Bahn gefahren, dann von dort zu ihm gelaufen - war auch eine Stunde vorbei. Und das mehrfach pro Woche. Hab ich gar nicht gemerkt, war eine Nah-(zu nah)Beziehung für mich
 
  • #16
Eine Stunde ist auch für mich keine Zeit. Ich habe und will kein Auto, daher nehme ich als Konsequenz längere Wege in Kauf. Mein Exfreund und ich wohnten sogar in der selben Stadt, aber entferntere Viertel. Bis ich zur Bahn gelatscht/geradelt bin, mit der Bahn gefahren, dann von dort zu ihm gelaufen - war auch eine Stunde vorbei. Und das mehrfach pro Woche. Hab ich gar nicht gemerkt, war eine Nah-(zu nah)Beziehung für
Dein Ex-Freund hat es für sich sehr bequem eingerichtet, wenn immer du ihn besucht hast und das mehrfach pro Woche! Ob sowas gut gehen kann, ich glaube das nicht!
 
  • #17
Mein Bauchgefühl sagt versuchen, er zweifelt mehr...
Wenn der Mann mehr zweifelt, würde ich es lassen.
Er hat es schon mal beendet, ist dann wieder angekommen, aus welchen Gründen auch immer, da können wir nur spekulieren. Aber er hat weiterhin Zweifel und damit kannst Du solch eine Konstellation vergessen.
Liest sich für mich auch so. Eigentlich braucht man nur gut lesen, was die FS schreibt, dann wird klar, die Zweifel sind zu groß auf beiden Seiten.
Danke schön für eure Antworten!
Mein Bauchgefühl sagt versuchen, er zweifelt mehr...


Sie sind nur 50% der Zeit bei mir, aber nicht im Wochenwechsel sondern immer für ein paar Tage. Vom Alter her würden unsere Kleinen gut zusammen passen.

Und ich bin zwar spontan, aber versuche trotzdem im Voraus zu planen, wie sich diese Beziehung entwickeln könnte.
Liebe FS, gerade wenn man Kinder hat ist es mit: "eben mal spontan versuchen, wie es klappt", ziemlich vorbei.

Du ahnst, es könnte üblen Herzschmerz geben, der dich aus der Bahn haut und Du hast Kinder, für die Du funktionieren musst.
Daher finde ich es völlig vernünftig, abzuwägen, ob das wohl gut geht, und ob diese Verbindung gut bestehen kann, gut für Euch ist. Du hast Verantwortung, Verantwortung für Kinder hängt an Dir und Deiner Fähigkeit ein stabiles Umfeld zu bieten. Das können Menschen ohne Kinder, die noch jung sind, vielleicht nicht verstehen. Ich schon. Locker flockig in den Tag leben ist da einfach nicht. Man macht sich VORHER einiges an Gedanken. Ist sinnvoll.
w46
 
  • #19
Das sehe ich genauso. Eine Stunde ist - naja nicht grad nix, aber das würde ich auch noch nicht als Fernbeziehung bezeichnen.
Da kann man sich ja unter der Woche abends treffen - sobald die Entfernung dafür zu groß ist würde ich von Fernbeziehung reden.
Es wäre schon eine Fernbeziehung, weil es für die nächsten Jahre keine Aussicht auf Zusammenziehen gäbe. Und wie gesagt, auf der Strecke ist ein Nadelöhr, was gut und gerne aus einer Stunde auch zweieinhalb machen kann und das 2 mal am Tag, wenn man zum Beispiel um 4 aufstehen muss, ist nicht ohne
 
  • #20
Wenn es bei euch eine große Liebe wäre und ihr euch unweigerlich zueinander hingezogen fühlen würdet, könnte ich mir vorstellen, daß ihr alles tun würdet, um zusammen zu sein. Aber mir scheint, daß bei ihm nur lauwarme Gefühle vorhanden sind und nicht der unbedingte Wunsch, mit dir trotz aller Hindernisse zusammen zu sein. Ihr werdet all die Hürden, die sich vor euch aufbauen, nicht überwinden können. Laß es gut sein, das wird nichts. Euch erwartet nur ein monatelanges Hin- und Hergeziehe und am Ende wird einer von euch beiden es entnervt beenden.
 
  • #21
Wenn ich eure Meinungen lese, wird mir bewusst, dass ich auch all diese Gedanken im Kopf hatte, nur teilweise ausgeblendet habe...

Er ist quasi zurück gekommen, weil ich zumindest für ein Jahr ihm einen Vorschlag gemacht, wie wir es mit dem Fahren hinbekommen könnten, ohne dass er immer diese blöde Strecke fährt. Mittlerweile denke ich tatsächlich aber auch, wenn er darin Potential / große Liebe sehen würde, dann würde er auch eher nach Lösungen suchen, nur mag ich die Erkenntnis nicht so sehr😞

Was mich aber tatsächlich immer noch für die Zukunft beschäftigt, ist die Frage mit den Finanzen... Ich habe in diesem Jahr mehrere Männer kennengelernt, die weniger als ich verdienen und dann doch ein Problem damit hatten.
Ich suche keinen Ernährer für mich und wäre auch bereit mehr zur gemeinsamen Kasse beizutragen, aber das kommt auch nicht gut an.

Soll ich schwindeln, was mein Einkommen betrifft?
 
  • #22
Ich finde Partnersuche war, als ich jünger und ohne Kinder war, wesentlich einfacher. Man ist einfach seinem Herzen gefolgt, da beneide ich ein wenig die jüngeren Frauen, die mir geantwortet haben
 
  • #23
Soll ich schwindeln, was mein Einkommen betrifft?
NIEMALS! Sei und bleib immer aufrichtig und authentisch, alles andere kommt als Bumerang irgendwann auf dich zurück!
Ich finde Partnersuche war, als ich jünger und ohne Kinder war, wesentlich einfacher. Man ist einfach seinem Herzen gefolgt, da beneide ich ein wenig die jüngeren Frauen, die mir geantwortet haben
Dem Herzen folgen, kannst du immer egal in welchem Alter, das hat mit dem Alter nichts zu tun!!
 
  • #24
Ich suche keinen Ernährer für mich und wäre auch bereit mehr zur gemeinsamen Kasse beizutragen, aber das kommt auch nicht gut an.

Soll ich schwindeln, was mein Einkommen betrifft?
Nein, schwindeln oder lügen würde ich nicht.

Über Finanzen haben wir gesprochen als wir unseren ersten Urlaub planten. Ich hatte einen normalen Bürojob in einem größeren Handwerksbetrieb und meine Zwillinge, damals 15, lebten bei ihrem Vater und ich hatte und habe natürlich Unterhaltsverpflichtungen(zumindest für einen noch). Mein Mann hat es ganz tapfer genommen, dass ich geerbt hatte und meinen Anteil selber bezahlen konnte.

Mein zweiter Erbfall Anfang diesen Jahres war ihm schon etwas unheimlicher und er fragte ob ich noch irgend jemand in petto hätte. Vorher hatte er trotzdem noch mehr, jetzt hab ich mehr.
 
  • #25
Was mich aber tatsächlich immer noch für die Zukunft beschäftigt, ist die Frage mit den Finanzen... Ich habe in diesem Jahr mehrere Männer kennengelernt, die weniger als ich verdienen und dann doch ein Problem damit hatten.
Ich suche keinen Ernährer für mich und wäre auch bereit mehr zur gemeinsamen Kasse beizutragen, aber das kommt auch nicht gut an.

Soll ich schwindeln, was mein Einkommen betrifft?
Neee auf keinen Fall lügen, du musst es ihm nicht aufs Brötchen schmieren, wenn er fragt dann ok aber ansonsten würde ich mich einfach bedeckt halten mit Angaben zum Einkommen.

Wie alt sind denn die Kinder? Dauert noch lange bis sie volljährig sind, richtig?
Und sich irgendwann wohnungstechnisch auf der Mitte treffen ist auch schwierig oder? Die Kinder haben ihre Schule/Freunde im jeweiligen Ort/der unmittelbaren Umgebung der Wohnorte der Eltern?
Ich finde Partnersuche war, als ich jünger und ohne Kinder war, wesentlich einfacher. Man ist einfach seinem Herzen gefolgt, da beneide ich ein wenig die jüngeren Frauen, die mir geantwortet haben
Ich stelle mir das tatsächlich sehr schwierig vor mit Kindern, habe auch einen Sohn (1 Jahr 9,5 Monate) ich hab da immer so den Gedanken ein Mann ohne Kinder hat vielleicht nicht das Verständnis oder Feingefühl für die Situation einer Frau mit Kind*ern (die wenig flexibel ist, ständig vom Kind gebraucht wird, nicht einfach so spontan mal was unternehmen kann, der hinterher noch anfängt Erziehungstipps zu geben und meinen es besser zu wissen - 0 Bock auf sowas 🙆‍♀️ ) und bei einem Mann mit Kindern da gibts gewisse „zeitliche“ Einschränkungen.

W 27
 
  • #26
Hallo, ich berichte dir mal aus ähnlicher Situation.
Ich habe 1 Kind, das im Wechselmodell bei mir lebt. Mein Freund hat zwei kleine Kinder, die bei ihm leben.
Wir wohnen 1 Stunde auseinander, er arbeitet im Schichtdienst.
Das sind die Fakten. Es ist schwierig, auch ich bin ein Nähemensch.
Aber nie würde ich diese Verbindung aufgeben, dafür verbindet uns zuviel.
Wir sehen uns ca. alle 8 Tage, manchmal auch nur ein paar Stunden. Gemeinsame Wochenenden sind eher selten.
Ja, ich fahre die Strecke oft auch wegen 2 Stunden, besser als nix.
Unsere Verbindung im Alltag sind sehr häufige Videotelefonate und damit verbundene Rituale. Abends mit Video gemeinsam ins Bett, zusammen Frühstücken, usw. So kann man doch am Alltag des anderen teilhaben.
Die Zeit arbeitet für uns, in ein paar Jahren kann ich näher zu ihm ziehen. Bis dahin heißt es aushalten oder halt trennen.
Ich denke die Liebe muss stark sein für sowas, sonst funktioniert es nicht.
Und ein Ziel braucht man auch, auch wenn das erst in Jahren realisierbar ist.
Frage dich ob du aushalten kannst, sonst hat es keinen Sinn.
Und vielleicht auch nicht immer alles zerdenken, die Dinge auf sich zukommen zu lassen hilft manchmal ungemein.
Wie schon jemand schrieb: es ist doch besser so als ganz alleine, vorallem wenn jetzt sowieso niemand anderes im Spiel ist.
 
  • #27
Soll ich schwindeln, was mein Einkommen betrifft?
Never ever. Bist Du zu stark, ist er zu schwach.

Die wenigsten Männer können mit einer belastbareren und wirtschaftlich erfolgreicheren Frau umgehen.

Schau genau hin: er muss Unterhalt zahlen und ist darum knapp bei Kasse, weil er sich nur nachrangig um seine Kinder kümmert. Das hat auch immer was mit mangelnden Fähigkeiten und mangelnden familiären Egagement zu tun. Du beweist ja das Gegenteil: teilst Dir alles mit dem Ex und beide seid ihr finanziell besser aufgestellt, als der Mann, der sich schont vor der familären Belastung.

Männer erkennen ausgesprochen selten an, wenn Frauen was besser auf die Reihe bekommen als sie selber und werden dann destruktiv.
Wann immmer Du es mehr willst als der Mann und bereit wärst mehr Belastungen für die Beziehung zu tragen: lass es sein, denn es kommt nichts Gutes dabei raus.
 
  • #29
So Ihr Lieben,

Meine Geschichte hat ein Ende, ich habe ihm gestern geschrieben, dass ich das nicht mehr fortsetzen möchte. Unter anderem weil ich auch jedes Mal, wenn von ihm eine Nachricht kam, gebangt habe, dass er es wieder beenden möchte.

Den Punkt mit seinen Kindern habe ich auch überlegt. Er hat kein Wechselmodell, weil es mit seinem Job nicht kompatibel ist und das spricht auch Bände, der Job ist wichtiger als die Kinder.

@Vikky: schön, dass deine Geschichte ein Happy End hat!

@Hoppelhase: die Geschichte mit dem Video wäre nichts für mich, ich brauche den Menschen live.

Ich benötige zwar sehr viel Freiraum und verreise auch gerne allein, möchte aber nach Hause zu meinem Partner zurückkehren und ihn in den Arm nehmen können.

@Blume94: meine sind 5 und 10. Der Papa lebt auch hier und die Freunde, deswegen würde ich sie hier nicht rausreißen wollen. Speziell, weil der Zwerg ein Papakind ist, er würde sofort zu Papa ziehen. Ich möchte auch jemanden, der Erfahrung mit Kindern hat, weil ich ihm sonst sehr viel beibringen müsste bzw. das Verständnis von seiner Seite auch nicht da wäre. Ich wünsche dir viel Erfolg auf deiner Suche!

Nun bin ich gespannt, was mich in der Zukunft erwartet...
 
  • #30
Hallo ihr Lieben,

Da ich bis jetzt hier gerne mitgelesen habe, bitte ich euch um eure Meinung.

Ich bin seit über einem Jahr Single und habe jetzt endlich jemanden kennengelernt, bei dem die Sympathie auf beiden Seiten vorhanden ist und mit dem ich gern zusammen wäre. Wir liegen auch auf einer Wellenlänge.
Wäre da nicht die Entfernung... Es ist über 1 Stunde Fahrt zwischen uns, meistens länger wegen Stau. Ich bin durch die Kinder ortsgebunden und werde, solange sie klein sind, nicht wegziehen können. Der Mann hat einen Job in seiner Nähe, den er nicht aufgeben will und seine Kinder.

Ich brauche normalerweise den Partner in direkter Nähe und er tickt da genauso. Deswegen hat er es eigentlich schon einmal beendet, wir haben uns dann aber wieder gesehen und wir fühlen uns beide sehr wohl bei dem Anderen. Wir telefonieren und schreiben sehr viel. Er und ich haben aber Angst, wenn jetzt noch mehr Gefühle ins Spiel kommen, dass es uns am Ende sehr weh tun wird.

Das andere Thema sind Finanzen: er verdient weniger als ich und hat durch Kindesunterhalt sehr wenig zur freien Verfügung, das beschäftigt ihn auch. Mir wäre das egal.
Das sind aktuell die einzigen Punkte, die nicht passen.

Was würdet ihr raten? Sollen wir es trotzdem versuchen und hoffen, dass sich in der Zukunft eine andere Lösung finden wird oder lieber den Cut machen, um größeren Schmerz zu vermeiden?
Fernbeziehung? Wenn ich eine Stunde zu meinem Partner fahre, dann ist das doch keine Fernbeziehung, zumindest nicht in meinen Augen.
Ich kann sowieso nicht nachvollziehen, daß viele Menschen lieber irgendeinen Partner nehmen, weil er eben um die Ecke wohnt, als einen wirklich passenden zu dem man eine Stunde fahren muß.
Aber das ist eine persönliche Entscheidung die man m.E. ganz alleine treffen muß.
 
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