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Gast

  • #1

Fernbeziehung ohne Ende?Oder mit Vernunftende?

Ich habe eine Frage an die Besucher des Forums: ich bin mit meinem Partner seit 1 1/4 Jahr liiert, wir führen eine Fernbeziehung. Leider sind wir beide beruflich und familiär so "eingespannt", daß wir uns manchmal nur alle 14 Tage sehen. leider ist auch klar, daß wir erst in 4 bis 5 Jahren den Versuch des gemeinsamen Wohnens starten können. Und ich bin mir ganz unklar, ob ich so lange warten will und kann....ich bekomme "Dampf", wenn ich mir so vorstelle, daß wir dann merken könnten, daß wir unseren Alltag nicht zusammen meistern können, daß zusammenleben nicht machbar ist. Ich dreh mich hier im kreis, wißt ihr Rat? Rosa
 
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Gast

  • #2
gibt es nicht auch Wochen, die Ihr schon ununterbrochen zusammen verbracht habt? Hat das funktioniert??
Ich hatte ien liebevolle Fernbeziehung, ist gescheitert, weil keine Perspektive da war, und er alles schneller zusammenpacken wollte, als es ging.
Du kannst niht wissen, wie es in 5 Jahren ist, nur Ihr kennt Euch dann doch noch intensiver und wißt fast alles voneinander......wenn Liebe da ist und die hält, dann finde es eben raus.
 
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Gast

  • #3
Liebe Rosa,

ich höre diese Aussage "eingespannt" in meinem privaten Umfeld immer wieder. Bei näherer Betrachtung ist es jedoch meistens eine Frage der Prioritäten. Viele meiner Freunde trauen sich einfach nicht, den entscheidenden Schritt zu tun. Oder ist einer von auch beiden Liebenden derzeit im Gefängnis?
 
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Gast

  • #4
Liebe FS, das hängt eben ganz von deinem Temperament, deinen Erwartungen ab.

Ich kann nur für mich selbst sprechen und dir sagen, dass ich keinesfalls diese "Wartezeit" aufmich nehmen würde. Das Leben ist mir dafür zu kurz und zu schön... Ich bin allerdings auch absolut kein Fan von Fernbeziehungen...
 
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Gast

  • #5
Für mich wäre eine Fernbeziehung über Jahre gar nichts.
Alle 14 Tage ist Planung, Stress, gekünsteltes Wochenendfeeling vorprogrammiert.
Natürlich hast Du Angst vor dem Alltag aus den v.g. Gründen.
Mein Freund ist zwar auch während der Woche immer, manchmal, wie auch dieses Wochenende, beruflich unterwegs, hat sich an seinem Arbeitsplatz (ca. 300 km) eine Zweitwohnung genommen.
Wir waren uns aber im Vorfeld einig, dass wir nach einer gewissen Zeit zusammenziehen.
Er findet immer irgendeine Möglichkeit, um kurz in unser jetziges gemeinsames Zuhause zu kommen. Er ist zu mir gezogen.
Anders, so ähnlich wie bei Euch, hätten wir (ich zumindest) es nicht hinbekommen.
Überlegt gut, ob es nicht irgendeine Möglichkeit für Euch gibt, denn wenn es echte Liebe ist, muß man Kompromisse eingehen.
w46
 
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Gast

  • #6
@#2
Sehe ich genau so!
Keiner hat mehr Zeit, alle sind im Stress!
Wo ein Wille, da ein Weg!
Funktionierte bei mir und meinem Freund auch!
E45
 
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Gast

  • #7
@2 + @5

Stimmt... ist alles eine Sache der Prioritäten.
Menschen sind ja keine Bäume, die an einem Ort festgewachsen sind.

w/32
 
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Gast

  • #8
Hallo Rosa, das kommt sicher drauf an, wie alt Du bist, und was Du in der Zukunft noch vor hast. Wenn Du noch Kinder bekommen willst, kann ich verstehen, dass Du irgendwo "Druck" machst, wenn auch vor allem Dir selbst. Wenn es aber nicht so ist, wieso nicht diese 5 Jahre genießen, dann zusammenziehen, und sollte es nicht klappen, dann wird es wohl auseinander gehen, aber weißt Du, ob Du, wenn Du jetzt einen neuen Partner hättest, der vielleicht in der Nähe wohnt, in 5 oder 6 Jahren nicht genauso wieder allein bist? Oder bis dahin vielleicht schon mehrere Partner hattest, weil alles nicht geklappt hat? Also, wenn du ihn wirklich liebst, und er Dich, dann würde ich das nicht aufgeben. Man weiß sowieso nie, was kommt.
LG w 40
 
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Gast

  • #9
ich könnte mir eine Fernbeziehung über 1-2 Jahre sehr gut vorstellen -aber länger sicher nicht.
Ich bräuchte eine Perspektive - wäre auch bereit Job und Wohnort zu wechseln für die große Liebe.

Kommt ausserdem noch darauf an, ob einer der Partner ev. Probleme mit Eifersucht hat.
Wenn man sich liebt und vertraut, dann kann eine Fernbeziehung sicher sehr gut funktionieren.
Man freut sich immer wieder aufs´Neue aufeinander und die Alltagsmacken bleiben aussen vor.

LG w 44
 
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Gast

  • #10
@#8 von #4
Das ist es ja gerade ..... Alltagsmacken.
Die gehören in eine Beziehung einfach rein, eine Fernbeziehung über 2 Jahre alle 14 Tage ist für mich einfach nur noch eine Poppgeschichte und keine Beziehung.
 
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Gast

  • #11
Nach meiner Erfahrung funktioniert eine Fernbeziehung nur über etwa 1-2 Jahre, wenn man dann eine gemeinsame Perspektive verwirklichen kann.

Daran sind bei mir zwei Fernbeziehungen gescheitert.

Ich denke, man sollte nicht zu viele Kompromisse machen, sondern nach einer Beziehung streben, die die eigenen Bedürfnisse erfüllt - und zwar zeitnah und nicht erst in 4-5 Jahren.....!!!! w/47
 
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Gast

  • #12
Grundsätzlich bemühen sich viele Paare Vorteile einer Fernbeziehung zu finden und diese zu rechtfertigen. Die nackte Wahrheit ist, Fernbeziehungen sind auf Dauer zum scheitern verurteilt. Keiner will es wahr haben, es ist aber so. Meistens lebt man sich auseinander und findet vor Ort die Abwechslung die man braucht, derjenige der einem das gibt, was der Partner nicht gibt, da er ja nie da ist.

Zu viel wird auch in die gemeinsame Zeit kanalisiert, die Erwartungshaltung so hoch gelegt, was man alles gemeinsam machen will, obwohl man meistens eher total kaputt ist und die Zeit zum regenerieren braucht. Darüber hinaus, gerade in einer Fernbeziehung ist es doch so, dass man die Nähe und Zuneigung gerade dann nicht bekommt, wenn man sie am meisten benötigt. Gerade dann ist der Partner nicht da. Ein Telefonanruf oder eine Videokonferenz kann das nicht ersetzen. Partnerschaft und Beziehung heißt Liebe, Nähe, geprägt von Emotionen, von einem "ich möchte Dich jetzt gerade in den Arm nehmen" "ich überrasche Dich heute Abend mit etwas", Gemeinsamkeiten, im Leben durch dick und dünn zu gehen und gemeinsam etwas zu schaffen, nämlich eine tolle Beziehung, eine Familie, Werte und Liebe...das alles funktioniert nicht nach Checkliste mit 48 Std. Zeit pro Woche...

Das Problem ist, man kann nicht alles haben und muss einen Schritt zurück gehen, wenn man gemeinsam nach vorne kommen will.

Doch gerade in der heutigen Zeit, in der Frauen und Männer zu gleichen Teilen Karriere machen und es die globale Welt nun einmal vorsieht, das man nicht mehr sein ganzen Leben bei einem Arbeitgeber ist, wechseln die Einsatzstandorte ständig. Da viele von finanzieller Unabhänigkeit getrieben sind und sich, trotz großer Liebesbekunden, nicht von einem Partner abhängig machen und von ihrem geschaffenen Status nicht zurücktreten wollen, trägt das nicht förderlich dazu bei, eine Fernbeziehung aufzulösen und einen gemeinsamen Standort zu finden. Denn meistens kriegt der eine nicht dne Job, mit dem Geld an dem Standort des anderen.

Es ist im Grunde nicht die Fernbeziehung die das Übel ist, es ist das man als Paar sich irgendwann einmal zusammenraufen muss, um einen gemeinsamen Weg zu gehen. Einen Weg, der vielleicht auch steinig ist, bei dem man erst zurückstecken muss, um dann gemeinsam voran zu gehen. Einen Weg, bei dem man sich auf den anderen verlassen und ihm vertrauen muss. Wie war das noch "in guten, wie in schlechten Zeiten" - wo gibt es das denn noch, ich jedenfalls habe in meinen Umfeld leider so viele Paare, die sich bei dem ersten großen Stress trennen, die auf der Suche nach was besserem sind und vor allem, die, wenn sie eben eine Fernbeziehung führen, sich gegenseitig bescheißen...so hart wie es ist, so ist es aber...

Ich selbst habe das nur zu gut erlebt. Mich selbständig gemacht in einer norddeutschen Großstadt, ein Projekt das meine volle Aufmerksamkeit eben an dem Standort benötigt. Ich hatte eine tolle Freundin, die aber, selbst Karriere machen wollte, der Statusdenken und ihr finanzielles Einkommen sehr, sehr wichtig ist. Sie hat ein Angebot aus Augsburg bekommen, 600 km entfernt, Anreisezeit mit dem Zug ca. 6 Std. - für mich nicht möglich sie zu besuchen, da gerade am Wochenende bei uns viel los ist...sie wollte aber nicht jedes Wochenende kommen, vielleicht jedes zweite usw...ihren Job aufgeben und sich was andere suchen vor Ort wollte sie auch nicht, da ihr ihr Status so unheimlich wichtig ist (ich bin für 3000 Leute Personal verantwortlich, ich arbeite doch nicht unter meinem Niveau). Am Ende lief es darauf hinaus "wenn du mich liebst, dann kommst du nach Augsburg"...es ging aber einfach nicht...und ehrlich gesagt finde ich diese Stadt schrecklich (wer immer das liest und aus Augsburg kommt, bitte entschuldigt, es ist halt nicht mein Ding) und ich bin in meinem Leben so viel Zug gefahren und im Flieger gewesen, das ich da keine Lust mehr darauf hatte. Ich habe mein Statusdenken und meine Konzernkarriere abgelegt, um etwas eigenes aufzubauen, in meinem eigenen Heim aufzuwachen und einzuschlafen, eben nicht mehr in Hotels zu sein und habe Ruhe in mein Leben gebracht. Die Freundin hätte das toll ergänzt, wir hatten eine Wellenlänge in vielen Dingen (findet man nicht oft), aber eben hatte sie ihren Karrieretick...wir haben es eine Zeit lang probiert, es funktioniert einfach nicht...

Fazit ist, man will eine Beziehung nicht nach timetable führen, das ist nicht romantisch und daher funktionieren die Fernbeziehungen nicht, auch wenn gleich alle anfangen werden zu schreien (aber, aber, aber wir haben doch) am Ende des Tages ist aus den o.a. Gründen die Fernbeziehung zum scheitern verurteilt...
 
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  • #13
agathachristie
Wie wäre es mit längeren Besuchen zum gemeinsam Wohnen für eine ganze Woche z.B?
 
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  • #14
WOW - mer brauche ich nicht hinzuzufügen, der Beitrag von "RAUTE11" ist so wahr, wahrer geht es garnicht mehr, aber meines Erachtens nur für diejenigen, wo von beiden Seiten auch ganz viel Gefühl dabei ist, ohne das der eine mehr oder weniger nur an sich denkt, ich kann das mit meiner Erfahrung nur bestätigen.
FAZIT: Fernbeziehungen können niemals mit einer normalen Beziehung, wo man alltägliches miteinander teilt, mithalten, es geht einfach nicht - nie und nimmer....
 
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  • #15
Mich würde jetzt mal interessieren, wie die Entscheidung ausgefallen ist und ob ihr - falls ihr jetzt zusammen wohnt - schon ein erstes Resumee ziehen könnt, ob das die richtige Entscheidung war. Und mit wievielen Veränderungen es für euch beide verbunden war? Danke!
 
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  • #16
@#11
"Die Freundin hätte das toll ergänzt, wir hatten eine Wellenlänge in vielen Dingen (findet man nicht oft), aber eben hatte sie ihren Karrieretick..."
Sie wird sich auch gedacht haben, dass du ihr Leben toll ergänzt hättest, aber du hattest halt deinen "Ich will hier nicht weg, weil mir die Stadt dort nicht gefällt"-Tick... sorry, aber das musste ich echt loswerden. Ist ja nicht so, dass das Scheitern einer Beziehung nur an einer Person liegt.

PS: Ich glaube, dass Fernbeziehungen für eine gewisse Weile schon gut funktionieren können, wenn man denn die Aussicht auf eine gemeinsame Zukunftmit gemeinsamem Heim in nicht allzu weiter Ferne hat. Natürlich ists mit einer "normalen" Beziehung nicht vergleichbar - aber für eine Fernbeziehung ist auch wahnsinnig großes Vertrauen und viel Liebe, um die Zeit durchzustehen nötig. Und das sind doch denke ich wichtige Pfeiler einer Beziehung auf die man gut aufbauen kann .