• #1

Fernbeziehung wird zur Herausforderung

Hallo,

Die Eckdaten. Wir (28 und 34) sind seit etwas mehr als 2 Jahren in einer Fernbeziehung (1h Autofahrt) und auch sehr glücklich.

Nun ist es so, dass wir bisher noch nicht zusammenziehen konnten. Ich bin aus familiären Gründen ortsgebunden und mein Freund kann leider erst im Herbst 2017 zu mir ziehen, da er erst dann die Möglichkeit bekommt von seinem Arbeitgeber versetzt zu werden.
Bis Ende letzten Jahres hatte er eine eigene Wohnung, die ich auch tageweise (freiberuflich tätig) mitbewohnt habe, allerdings hat er sie dann im September 2015 aufgeben müssen, da das Haus uralt und komplett ungedämmt ist und die Heizung nicht richtig funktionierte, was mir dann eine Lungenentzündung inkl. Krankenhaus eingehandelt hat.

Da die Wohnungssituation gelinde gesagt bescheiden (bis zu 80 Bewerber auf eine Wohnung, wenn mal was frei ist) ist, ist er dann ins Haus seiner Eltern eingezogen bis er zu mir ziehen kann. Dem habe ich zugestimmt, unter der Voraussetzung dass ich dort ein Zimmer zum arbeiten nutzen kann, damit wir unser Beziehungsmodell so weiterführen können. Gute drei Monate später wurde mir allerdings mitgeteilt dass ich das Zimmer räumen müsse, da der kleine Bruder dort seine Selbständigkeit aufziehen möchte. Daher bleibt nur sein Zimmer was eher schlecht als recht funktioniert. Ich arbeite dank Kunden aus Übersee und dem asiatischen Raum oft wenn mein Freund schläft, was leider dazu geführt hat dass ich meine Besuche stark einschränken musste.
Daher habe ich vorgeschlagen erneut eine Wohnungssuche anzuleiern aber das gestaltet sich nach wie vor extrem schwierig. Dazu ist mein Freund auch der Meinung dass er nicht wegen einem Jahr ein komplett neues Mobiliar für die Wohnung kaufen möchte, das er dann wieder rauswerfen kann. Meine (Eigentums-)Wohnung ist nämlich komplett.
Was ich natürlich auch verstehen kann.
Durch das Hobby (Fußball, 2x Training, 1-2 Spiel die Woche) und die Freunde meines Freundes sehen wir uns nun allerdings immer seltener, da es mehr an mir liegt zu ihm zu fahren, was eben mit meiner Arbeit kollidiert. Daher haben wir uns schon wieder über eine Woche nicht gesehen. Er weigert sich auch das Hobby wenigstens ein bisschen einzuschränken.

Mir selbst fällt keine Lösung für das Problem ein und ich merke wie ich immer genervter werde. Hat jemand eine Anregung? Ja ich weiß, ich suche die eierlegende Wollmilchsau..
 
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  • #2
Was ich noch nicht so ganz verstanden habe: Du besuchst ihn und musst arbeiten? Und das vielleicht am Wochenende? Oder spielt er da Fußball? Warum kann er Dich nicht auch am WE besuchen? Oder Du ihn ohne arbeiten zu müssen??

Was mich noch interessieren würde, wie er ansonsten ist? Wie ist sein Invest in diese Beziehung ungeachtet der Wohnproblematik? Ist er ansonsten ein toller Mann, dann würde ich versuchen, noch ein Jahr die Zähne zusammen zu beissen.

Ansonsten wird das hier schwierig. Wie äussert er sich denn über die ganze Sache? Das hauptsächliche Dilemma ist ja irgendwie durch ihn entstanden oder durch seine Situation, oder??
 
  • #3
Erstmal Zuhause bleiben. Eine Stunde Fahrt ist nicht viel, wenn er es nicht schafft zu kommen, liegt ihm wohl nicht so viel dran. Aussitzen. Nicht mehr diskutieren, nicht mehr bei ihm arbeiten. Für eine Beziehung sollten beide etwas tun.
 
  • #4

1 Stunde? ...das fährt man halt morgens zur Arbeit und Abends wieder zurück; aus die Maus!

Ganz ehrlich, 1h (auch 1,5h) sind doch überhaupt keine Zeit. Das machen Millionen Arbeitnehmer; viele davon, wenn sie aus der Pampa in die Stadtkerne unserer Großstädte fahren. In anderen Ländern, z.B. USA, lachen die nur über 1h!

Durch das Hobby (Fußball, 2x Training, 1-2 Spiel die Woche) und die Freunde meines Freundes
...
Er weigert sich auch das Hobby wenigstens ein bisschen einzuschränken.

Er müsste sich doch sowieso einen neuen Verein suchen, wenn er an Deinen Ort versetzt ist, bzw. bei Dir wohnt. Oder eben wieder 4x die Woche 1h in die andere Richtung fahren. Das selbe gillt, wenn er seine Freunde sehen will.

Mal in die Glaskugel geguckt: Wenn er jetzt schon nicht bereit ist, die 1h Anfahrt zu seinem derzeitigen Arbeitsort in Kauf zu ´nehmen, wird er es Ende 2017 auch nicht sein, um seinen Verein/Sport und seine Freunde zu sehen.

V.m46
 
  • #5
Gibts denn keinen Keller/Dachboden/Abstellraum in dem Haus den du zum Telefonieren Nachts o.ä. nutzen kannst oder die Küche? Brauchst du da echt ein fixes Büro für oder tuts nicht auch ein Nachts ohnehin ungenutzter Raum? (Mit z.B. Bühnenmolton als Hintergrund falls Videokonferenz)

Fussball o.ä Mannschaftssport einschränken ist halt sone Sache. Entweder er trainiert wie alle anderen auch, oder er spielt einfach nicht mit beim Match mit/wird nicht aufgestellt. Wenn er da was einschränkt kann ers wahrscheinlich genausogut komplett an den Nagel hängen, das musst du auch verstehen. Ein Zwischending gibts da oft nicht.

Aber das sind ja fixe Termine, warum legst du dir Umgekehrt deine Termine nicht so dass es zusammengeht? Dann telefonierst du eben Di&Do mit deinen Kunden wenn er Trainingstage hat und ihr seht euch an diesen Tagen nicht... Denen muss doch auch irgendwie klar sein dass ein Dienstleister am anderen Ende der Welt eben nicht IMMER Nachts erreichbar ist, was kann schon so wichtig sein dass es nicht reicht wenn die Abends ne Mail schicken die am morgen darauf beantwortet ist wegen dem Zeitunterschied.... Mal n Notfall ok, aber doch nicht als Dauerzustand...

Ich meine, du bist hier diejenige mit den komischen Arbeitszeiten, da von deiner Umgebung einzufordern sich DIR anzupassen finde ich gelinde gesagt befremdlich.

Und die Wohnung ist wohl tatsächlich keine echte Option, bis ihr die habt und einziehen könnt, braucht ihr die Umzugskartons im schlechtesten Fall nicht mal mehr auspacken.
 
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  • #6
Also von den Eltern zu verlangen ein Zimmer für dich zum arbeiten zu räumen finde ich ja schon dreist. Das sie es die Zeit gemacht haben, war wirklich nett. Dass er für 1 Jahr keine Wohnung sucht ist verständlich und verursacht nur enorme Kosten, was ja auch nicht in deinem Sinne sein kann. Finde ich von dir eine ziemlich egoistische Idee. Wenn du eh immer arbeitest, wenn alle schlafen, warum dann nicht im Wohnzimmer seiner Eltern. Die werden dann ja auch schlafen. So wie es sich bei dir anhört, soll nur dein Freund Kompromisse machen, sich für 1 Jahr eine Wohnung suchen, sie möblieren dann alles auf den Müll werfen, zu dir ziehen, sein Hobby einschränken... Und was machst du? Sagst einfach, dass du aus familiären Gründen ortsgebunden bist. Was sollen das denn für Gründe sein, die keine Stunde Autofahrt überstehen? Also ich denke, du solltest lieber mal darüber nachdenken wie du dein Leben sortieren kannst, damit du deinen Teil in die Beziehung einbringen kannst. Dass dein Freund langsam keine Lust mehr hat sich immer nach dir zu richten, sieht man ja schon daran das er sich nicht mehr so einschränken lassen will. Ich finde deine Anspruchshaltung wirklich dreist
 
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  • #8
Eine Fernbeziehung ist das bei der Fahrtzeit wirklich NICHT!
Mir scheint hier gegenseitiges Wohlwollen zu fehlen,wirklich
Ein commitment, daß sich jeder nach seinen Möglichkeiten in die Beziehung einbringt.Das Fahren ist nur die Spitze des Eisbergs des gegenseitigen aneinander Herumziehens....
W
 

Laleila

Cilia
  • #9
Anregung?
Er zieht zu Dir.

Fernbeziehung bei einer Stunde Fahrzeit? Wirklich jetzt? Fährt mein Mann täglich zur Arbeit. Für mich klingt das so als will er nicht.
Vielleicht (Vorsicht Mutmaßung) hat er auch einfach keine Lust in Deine "komplette" Eigentumswohnung zu ziehen.
Würde ich auch nicht machen, sondern erwarten, dass man sich zusammen etwas neues schafft, ein Umfeld in das sich beide gleichberechtigt einbringen können.

Was hältst Du von halber Strecke? Familiäre "Gründe" sind auch mit einer Fahrzeit von 30min. zu bedienen.
In den knapp zwei Jahren der Pflege meiner schwer kranken Eltern, fuhr ich täglich 1 Stunde einfache Strecke.

Was meint, die Entfernung zwischen Euch ist ganz sicher nicht das Problem, auch nicht Deine familiären Verpflichtungen oder sein Arbeitsplatz....
 
  • #10
Ist das nicht der Mann, der nicht so viel (körperliche) Nähe haben will wie du, Sex nur im Dunkeln? Oder verwechsle ich da was? Ich finde den alten Thread nicht mehr.
 
  • #11
Die Stunde Fahrtzeit entspricht 130km und zu seinem Zuhause. Also wenns gut läuft. Wenn überall Baustellen sind so wie jetzt gerade oder das übliche Glatteis in der Bergregion, werden es schnell mal 2 oder mehr.
Von sich aus fährt er weitere 35 Minuten zur Arbeit. Das wären im besten Fall 1,5h zur Arbeit, im schlechtesten über 3 Stunden. Einfache Strecke.

ICH habe übrigens von niemandem etwas erwartet. Das Zimmer war zu dem Zeitpunkt leer und ich habe einen Mietanteil bezahlt. Wäre es nicht möglich gewesen, dann hätten wir frühzeitig anders entschieden.
In der kombinierten Wohnküche zu arbeiten ist keine Option, weil der Vater auf der Couch schläft, seine Mutter im Schlafzimmer. Bestenfalls könnte ich mich noch ins Bad setzen. Blöd nur, wenn das Nachts jemand braucht. Der Keller besteht aus Heizung und vollem Abstellraum. Auch keine Option.

Im Übrigen bin ich diejenige die sich die bisherige Beziehung immer ihm angepasst hat. Hätte ich einen normalen 8-16 Uhr Job, wäre die Beziehung garnicht möglich, weil sein freier Tag fast immer unter der Woche ist und am Sonntag nimmt ja sein Fußball den ganzen Tag ein. Dass ich nachts arbeite verschafft uns eher noch zusätzliche Zeit zusammen.
Und zum Thema familiäre Gründe: Meine Mutter ist schwer krank. Weiter will ich dazu nichts sagen.
 
  • #12
Und zum Thema Eigentumswohnung: Mein Freund möchte garnichts neues kaufen. Zumal er sich das auch finanziell nicht leisten könnte. Er freut sich eher wenn er sich dann hier bei mir die Miete spart, da meine Wohnung abbezahlt ist. An den Unkosten beteiligt er sich natürlich.
 
  • #13
Schwierige Situation, die Kompromisse von beiden Seiten abverlangt.
Irgendeine Wohnung wird wohl zu finden sein, immerhin hat er zuvor in einer Bruchbude gelebt, bzw. ihr beide zusammen. Abstriche bei der Wohnungssuche würde ich vorschlagen, Du beteiligst dich an der Miete und spendest vorläufig ein paar Möbel oder ihr kauft etwas gebraucht und provisorisch.

Oder du suchst dir eine Pension oder ähnliches in seiner Nähe, wohin du nachts ausrücken kannst. Freie Hotelzimmer wird es wohl noch geben. In diesem Fall beteiligt er sich an den Kosten.

Alternativ lebt ihr die nächsten 12 Monate eine echte Fernbeziehung, bei der ihr euch nur selten seht.

Viel mehr drückt mir deine Aussage im Bauch, dass er in seinem privaten Umfeld so stark verhaftet ist. Bist du dir sicher, dass er das alles für dich aufgeben wird?
 
  • #14
Liebe FS,
Dein unausgewogenes Engagement für Eure Beziehung führt zu einer Schieflage. Wenn Du nichts machst, nicht zu ihm fährst, macht er nichts für die Beziehung, sondern geht seinen Hobbys nach, statt mal zu Dir zu fahren.
Als nächstes fällt ihm ein, dass das so bleiben kann, statt Bruchbude komfortabel und billig bei Mama wohnen und die Freundin kommt für bequemen Sex auch noch vorbei - besser geht nicht. Da ist ef wieder in der Spaetpubertaet gelandet, nur mit besserer Frauenversorgung.

Ich kann nicht erkennen, was ihn ernsthaft hindert zu Dir zu kommen, ausser seine Komfortzone zu verlassen. Ich würde nicht mehr zu ihm fahren, wenn er nicht diverse Mal in Deine deutlich komfortablere Wohnsituation gekommen ist, selbst auf das Risiko hin, dass er nicht kommt und das dann auch gleich das Ende ist. Ihr wohnt eine Stunde auseinander. Da kann er von Dir aus zur Arbeit fahren.

Ehrlich gesagt: ich glaube nicht, dass er noch einen Arbeitsplatzwechsel anstrebt. Du wirst sehen, es gibt nach 2017 für Dich noch ein paar Hinhaltemonate und dann sagt er Dir, dass es doch super läuft wie es grad ist.

Das Problem hast Du Dir selber gemacht, durch Dein vollkommen unausgewogenes Engagement für die Beziehung.

Ich fange grad wieder eine Fernbeziehung an, über 750 km, längs durch Deutschland. Ich werde wie schon vor mehr als 5 Jahren mit dem gleichen Mann so ziemlich jedes WE fahren, weil ich freitags nicht arbeite und teilweise von ihm aus Homeoffice machen kann. Beides ist ihm als ärztlicher Direktor einer Klinik nicht möglich. Das ist auch auf den ersten Blick unausgewogen, aber bei uns ist es sinnvoll so zu entscheiden. Weil ich Teilzeit arbeite und viel meiner Freizeit aufwende, zahlt er die wöchentlichen Flugtickets und den Mietwagen fürs WE (100 km vom Flughafen, viel Landstraße). An seinen langen Wochenenden kommt er.
 
  • #15
Wie oft kommt er zu Dir? Wann hat er Urlaub, plant er dann mit Dir?
Vom Lesen her liest es sich wirklich so, als ob Du mehr tust für die Beziehung - und kurzfristig finde ich das auch okay. Es gibt Zeiten, wo der eine einfach weniger kann. Frage ist halt, seit
wann das so ist, wie du damit klarkommst.

Er scheint sehr "eingebunden" in sein Leben in seiner Heimat: wird er das aufgeben und zu dir ziehen?

Männer verlassen wirklich ungern die Komfortzone, meist sehe ich, ist es für die Frau einfacher. Wir sind halt flexibler.
Mir ist eure Beziehungsdynamik unklar. Unternimmt ihr auch gemeinsam was? Es liest sich so, als würde jeder sein eigenes Ding durchziehen, und das kompromisslos. Du kannst wegen Deiner Mutter nicht weg, aber wegen Arbeit schon - er hat da auch Familie, Hobbies, Freundschaften, die er intensiv lebt. Wie sieht aber euer Beziehungsleben aus?
 
  • #16
Ich denke auch nicht, dass er einen Rückzieher macht. Er hat seinen Chef wochenlang regelmäßig gefragt wie es mit dem neuen Standort aussieht und ob es schon etwas genaueres gibt - weil unsere Stadt da ein bisschen Probleme gemacht hat.
Inzwischen steht der Termin fest, er hat seine Stelle hier nun sicher und er hat in seinem Team schon angekündigt dass ein Nachfolger gesucht wird. Und ja, das weiß ich sicher.

Außerdem muss man fairerweise dazu sagen dass er sicher nicht im Hotel Mama wohnt, sondern sich um alles selbst kümmert. Genauso wie er sich hier bei mir regelmäßig um sämtliche Instandsetzungen kümmert. Erst vor einem Monat hat er einen finanziellen Beitrag zur Badrenovierung geleistet, worum ich ihn auch nicht gebeten habe.
Eine Garantie gibt es natürlich für nichts, aber aktuell sieht es nicht danach aus als würde er einen Rückzieher machen.
 
  • #17
Wie oft kommt er zu Dir? Wann hat er Urlaub, plant er dann mit Dir?
Vom Lesen her liest es sich wirklich so, als ob Du mehr tust für die Beziehung - und kurzfristig finde ich das auch okay. Es gibt Zeiten, wo der eine einfach weniger kann. Frage ist halt, seit
wann das so ist, wie du damit klarkommst.

Naja es ist eher phasenweise, würde ich behaupten. Er ist nach Möglichkeit schon hier aber momentan geht anderes bei ihm einfach vor.
Seinen Urlaub verbringt er bis auf eine Woche Kumpelsurlaub ihm Jahr ausschließlich mit mir auf Fernreisen. Die nächste in 3 Monaten ist schon geplant und gebucht.
Daran hapert es auch nicht. Wenn wir die Zeit haben dann ist unsere Beziehung gut und innig. Auch wenn er seine freien Tage mal besser geplant hat.
Aber momentan hapert es einfach so im Alltag :(
 
  • #18
Die Lösung ist ganz einfach: Du entspannst dich erstmal.

Wenn dein Freund tatsächlich im Herbst 2017 zu dir zieht, wäre das ein großer Liebesbeweis und sollte dir Ruhe schenken. Wie oft seht ihr euch denn in der Woche? Einmal wochentags eher kurz und einmal am/ übers Wochenende, dafür müsste die Zeit doch reichen, ohne dass einer Stress kriegt. Wer mehr will, muss halt zum anderen fahren.

Oder ist es so wie Vikky schreibt, dass du gar nicht sicher sein kannst, ob er 2017 den Weg zu dir findet? Dann sähe die Sache komplett anders aus. Sowohl in den Details, wie mit dem Arbeitszimmer, als auch grundsätzlich. Seine Arbeit, Freunde und Familie vs. deine Mutter, deine Heimat und du.

Im Moment wird für Außenstehende nur deutlich, dass du dir viel zu sehr den Kopf zermarterst während ihn deine Gedanken und euer Wiedersehen auffällig wenig zu interessieren scheint.
 
  • #19
Meine Liebe, der Mann will dich nicht! Und du bist auch wenig anpassungsfähig!

Welcher Partner schmeißt die Frau, die er liebt und als seine potentielle zukünftige Partnerin sieht, raus (die zudem eh arm dran ist als Freiberuflerin und keine große Sprüngen machen kann, zudem eure ganzen Beziehungsumstände, die euch nicht oft sehen lassen), um das kleine Brüderchen seine Selbstständigkeit dort aufziehen zu lassen? Häh? Das habe ich ja noch nie gehört!

Wenn er sich selbstständig machen will, kann das gut und gerne noch paar Jahre vor sich hinschaukeln, bis er überhaupt ein kleines Taschengeld verdient und wenn er davon leben will, braucht er einen Businessplan und könnte dann geldliche Unterstützung bekommen und müsste nicht bei deinem Partner wohnen und eure Beziehung gefährden!

Abgemacht ist bei euch, dass er im nächsten Herbst zu dir zieht (falls ihr da überhaupt noch zusammen seid!). Für Männer ist das dann so geregelt und zwischendrin bleibt alles so wie es jetzt ist.

Andererseits ist das für mich eine klare Ausrede. Wenn man sich sehen will, dann kann man sich sehen.
1 Stunde ist doch keine Fernbeziehung!

Was ist denn das für eine Arbeit, die du nachts ausführen musst? Klingt ja eher wie ein Chat-Service für einsame Männer. Warum suchst du dir nicht eine richtige Arbeit, um das Ganze in normale Bahnen zu lenken? Damit wäre dann auch eine andere Basis da.

Einerseits merkst du doch, er ist wenig flexibel für dich, wenn du dann auch noch so unflexibel bist, dann wirst das wahrscheinlich nichts mehr.
 
  • #20
Das klingt ja alles gut! Dann musst wohl solange in den sauren Apfel beißen und das beste draus machen. So oft wie es geht, sehen, vllt. wirklich in der Küche arbeiten wenn es anders nicht gehen :) Oder sich auf halben Weg treffen?

Es ist ja eine absehbare Zeit. Das könnt ihr hinkriegen, muss man nur viel reden, wer was wie möchte und machen kann. Möglichkeiten durchgehen, Kompromisse schließen. Und bald kann er ja zu Dir ziehen. :)
 
  • #21
Ehrlich gesagt halte ich eine Distanz von 130km(!) zwischen zwei Partnern definitiv für eine Fernbeziehung. Das ist ungefähr die Strecke Leipzig-Dresden. Wenn Single wäre, würde ich nicht in Dresden suchen, weil das einfach zu weit weg wäre! Und auch Arbeit würde ich nur dann dort suchen, wenn es die Not hergibt, und am Heimatort keine Arbeit vorhanden wäre. Selbst dann würde ich sofort dahinziehen, damit ich nicht ständig diesen unseligen Arbeitsweg auf much nehmen muss.
Wenn ich mir vorstelle, wieviel Lebenszeit alleine nur durch diese Fahrerei draufgeht -die FS hat es weiter oben schon beschrieben, im ungünstigsten Falle 3h einfache Strecke - dann würde ich auch an der Beziehung zweifeln, bzw. mir diverse Lösungen für diesen unseligen Zustand überlegen, sofern die Beziehung grundsätzlich auch vom Partner gewünscht wird.

Es kann mir keiner erzählen, dass er täglich - rund gerechnet- 4 - 6h Fahrt auf sich nimmt (vor/nach der Vollzeitarbeit, Baustellen und Staus mit eingerechnet) und dann noch völlig entspannt für den Partner da ist. Insofern ist das definiv eine Fernbeziehung.
 
  • #22
Liebe Lynnea,

schön, daß Dein Problem so einfach ist.

Dir sind Deine Maßstäbe entglitten und Du suchst hier in den Meinungen der Anderen danach, diese wieder zu finden.

Dein Freund ist 34 Jahre alt und spiel noch aktiv Fußball.
Es ist schön ein Hobby zu haben aber es ist für einen Mann auch mal notwendig erwachsen zu werden.

Dich sändig antreten und unter solchen unwürdigen Bedingungen wohnen zu lassen finde isch schon schlimm aber Dir kein Zeitfenster einzuräumen, damit Du eine ordentliche Beziehung mit ihm führen kannst, schlägt dem Fass den Boden aus.

Mach ihm eine klare Ansage, daß das so nicht weiter gehen kann. Selbst wenn der Herbst 2017 nicht so lange hin ist, so ist dieses Jahr doch ein Teil Deiner besten Lebenszeit.
Er soll Dir Vorschläge für der Verbringen von gemeinsamer Zeit machen, die Du dann mit ihm abstimmst.
Kommt von ihm nichts, bleibst Du daheim !

In den oben angesprochenen Landstrichen, von Sachsen und Thüringen, reißen sich die Männer den Hintern für eine brauchbare Frau in Deinem Alter auf.
Dort würde eine Frau sowas nicht eine Woche mitmachen.

Liebe Grüße
Frau Dr. Sommer
 
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