• #1

Fernstudium, obwohl Partner dagegen?

Hallo zusammen,

seit sechs Jahren bin ich in Elternzeit. Wir haben jetzt drei Kinder, das jüngste ist einen Monat alt. Da ich nach der Elternzeit nicht in meinen alten Job zurückkehren kann (unflexible Arbeitszeiten, die weder mit den Kita-Zeiten noch mit Familienleben kompatibel sind), will ich meinen Master nachholen. Mit meinen Partnern habe ich darüber im Vorfeld gesprochen. Er war zwar nicht begeistert, stimmt mir aber zu, dass ich 1. in meinen alten Beruf nicht zurück kann und 2. ohne den Master bei uns in der Region keine neue (gut bezahlte) Stelle bekomme.

Nun habe ich eine Zusage für ein Fernstudium. Jetzt ist mein Mann allerdings auf einmal komplett dagegen. Ich hätte keine Zeit dafür, meint er. Haushalt und Kinder würden mich genug einspannen. Allerdings ist es für mich kein Problem abends zwei Stunden etwas fürs Studium zu tun. Außerdem sind die großen Kinder (5,5 und 3,5) tagsüber in der Kita. Mit Baby alleine zu Hause schaffe ich es auch eine Stunde etwas zu lesen. Außerdem kann mein Mann einen halben Tag am Wochenende die Kinder alleine betreuen und ich lerne dann intensiv (auch über den Punkt hatten wir im Vorfeld gesprochen).

Was würdet ihr tun?
 
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  • #2
Ich kann dich gut verstehen und ich finde es richtig und wichtig, dass du auch etwas für deine eigene Zukunft machst. Allerdings würde ich deinen Mann auch verstehen. Normalerweise ist ein Studium viel mehr als eine Stunde am Tag. Aber probiere es. Du könntest eine Probesemester anfangen und schauen, ob du zeitlich klar kommst. Ich würde sagen, ohne Hilfe von Anderen (Großeltern, Reinigungskraft und ohne Hilfe deines Mannes) wird es sehr schwer.
 
  • #3
Hallo Orchi,

ich würde das Fernstudium auf jeden Fall versuchen und mir dafür gegebenenfalls eine weitere Betreuungsmöglichkeit für die Kinder organisieren, selbst einen Kleinkredit dafür aufnehmen.
Gib Euch die Zeit, da reinzuwachsen. Ich meine, wenn es nicht geht, dann hast Du es wenigstens versucht.
 
  • #4
Tu es unbedingt! Es geht um deine Zukunft.
Ich verstehe deinen Mann nicht. Ist er ein Typ, der dich eher klein halten will? Mag er keine Partnerin mit Ambitionen? Hat er sich daran gewöhnt, dass du den ganzen Haushalt und die Kinderbetreuung übernimmst und hat nun Angst, dass diese Zeiten bald vorbei sind? Für mich klingt es ein wenig danach. Aber ich kenne ihn ja nicht.


Ich würde sagen, ohne Hilfe von Anderen (Großeltern, Reinigungskraft und ohne Hilfe deines Mannes) wird es sehr schwer.
Vielleicht, vielleicht schaffst du‘s aber auch ohne solche Hilfe. Und wenn schon: Dein Mann soll dich unterstützen, schliesslich sind es auch seine Kinder und sein Dreck, den es zu wegzumachen gilt.
 
  • #5
Hört sich für mich so an, als würdest du im Moment die Kinderbetreuung allein wuppen Und er hat Angst, dass er da in Zukunft mehr gefordert wird und auf einiges verzichten muß. Das würde mir zu denken geben.
Es geht ja um viel mehr, als nur einen gut bezahlten Job.
Es geht um Lebenszufriedenheit, später eine anständige Rente, Unabhängigkeit, persönliche Entwicklung,…
Ich finde es toll, dass du dir das zutraust Und es dir wichtig ist.
Mach es! Spann ihn deutlich mehr ein bei der Kinderbetreuung, es sind auch seine Kinder. Es kann nicht sein, dass du ihm jetzt die ganze Zeit den Rücken frei hältst, er Karriere macht und du komplett auf der Strecke bleibst.
 
  • #6
Was wäre denn sein Alternativvorschlag? Dass du für immer Hausfrau und komplett von ihm abhängig bleibst? Ehrlich, frag ihn mal, wie er sich deine Zukunft so vorstellt. Es sind auch seine Kinder, warum solltest du dich alleine kümmern und auf eine eigene Arbeit verzichten? Ein guter Partner beflügelt, unterstützt und motiviert einen und zieht einen nicht nach unten.
w26
 
  • #7
Orchi, mach es.
Den Zeitbedarf unterschätzt Du zwar, aber mit einer guten Organisation klappt es.
Habe ich auch gemacht, mit Kindern, es ist wichtig, als Frau die bestmögliche Ausbildung zu haben.
Jetzt ist der Moment, mit Erziehungsurlaub klappt es noch, später neben Beruf?
Bei Euch stimmt aber etwas nicht, Arbeitsteilung, Rollendefinition.
Das müsst ihr klären. Es geht um Grundlegendes.
 
  • #8
Um was für ein Studiengang/-bereich geht es den? Und warum glaubst du/ihr mit dem Master eine besser bezahlte Stelle in eurer Region zu bekommen? Bzw. wieso gibt es ohne Master keine bessere Stelle?

Es ist gut Zeit in die eigene Fortbildung zu stecken, aber du solltest dir schon ein realistisches Bild davon machen, z.B. wie viel Zeit braucht das und wie groß (und sicher) sind die Vorteile (besseres Gehalt etc.). Zumindest in meinem Studium war es mit einer Stunde lesen nicht getan, das war eher ein Vollzeitjob.

mfg. Terra, m, 30
 
  • #9
Mit der geplanten Zeit kommst du niemals aus. Ich habe meinen Master damals auch gemacht als die Kinder klein waren (bzw. die kleine wurde während des 2. Semesters geboren) also es geht. Aber den Zeitaufwand und die Anstrengung darfst du nicht unterschätzen. Die Zeit war wahnsinnig anstrengend und ich möchte das nicht nochmal erleben müssen.
Und ohne zuverlässige Kinderbetreuung wird das wohl eher nichts werden. Außer du planst ewig zu brauchen.
Aber natürlich machen, keine Frage.
 
  • #10
Wenn du liebe FS wirklich dein Studium durchziehen möchtest, brauchst Du Hilfe und Unterstützung. Alles ist eine Frage der Organisation. Dann müssen die Kinder bis Nachmittag in Kita bleiben und Ihr braucht eine Putzhilfe, die dir hilft.
Rat einer berufstätigen Mutter
 
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  • #11
Außerdem kann mein Mann einen halben Tag am Wochenende die Kinder alleine betreuen und ich lerne dann intensiv (auch über den Punkt hatten wir im Vorfeld gesprochen).
Was würdet ihr tun?
Das ist die wunde Stelle, das möchte er eben nicht!
Hat er sich daran gewöhnt, dass du den ganzen Haushalt und die Kinderbetreuung übernimmst und hat nun Angst, dass diese Zeiten bald vorbei sind? Für mich klingt es ein wenig danach.
Ja, leider ist das so!
Vielleicht, vielleicht schaffst du‘s aber auch ohne solche Hilfe. Und wenn schon: Dein Mann soll dich unterstützen, schliesslich sind es auch seine Kinder und sein Dreck, den es zu wegzumachen gilt.
Schneller gesagt, als getan!
Hört sich für mich so an, als würdest du im Moment die Kinderbetreuung allein wuppen Und er hat Angst, dass er da in Zukunft mehr gefordert wird und auf einiges verzichten muß. Das würde mir zu denken geben.
Es geht ja um viel mehr, als nur einen gut bezahlten Job.
Es geht um Lebenszufriedenheit, später eine anständige Rente, Unabhängigkeit, persönliche Entwicklung,…
So ist es!
Habe ich auch gemacht, mit Kindern, es ist wichtig, als Frau die bestmögliche Ausbildung zu haben.
Jetzt ist der Moment, mit Erziehungsurlaub klappt es noch, später neben Beruf?
Bei Euch stimmt aber etwas nicht, Arbeitsteilung, Rollendefinition.
Das müsst ihr klären. Es geht um Grundlegendes.
Wenn das bei dir geklappt hat, dann war das eben bei dir. FS ist FS, ihr Mann hat eben eine andere Einstellung zur Rollendefinition! Da gibt es nur eines: mit ihm offen und direkt zu reden!
 
  • #12
Mal ganz generell: gehe deinen Weg! Es ist dein Leben und deine Zukunft. Das bleibt auch innerhalb einer Paarbeziehung eine wichtige Größe und du solltest das nie aufgeben müssen. Sons stimmt etwas nicht! Ein liebender Mann, will seine Frau unterstützen. Es ist keine Liebe, dich in einem Abhängigkeitsverhältnis zu halten.

Das klassische Modell schafft Abhängigkeiten, die sich spätestens in dem Moment rächen wird, wenn die Ehe scheitert oder die Kinder aus dem Haus gehen.
Warum teilt ihr euch die Aufgaben im Haushalt und bei der Kinderbetreuung nicht gerechter? Warum will er dir am Wochenende nicht den Rücken frei halten?
Es wäre hilfreich, wenn du zu eurer Dynamik etwas mehr erzählen würdest. Sonst bleibt es bei Verallgemeinerungen.

Mich treibt aber unabhängig von eurer Beziehungsdynamik die Frage um, bist du dir sicher, das du dieses Studium mit 1-2 Stunden lesen am Tag "gewuppt" bekommst? Möglicherweise schätzt dein Mann den Aufwand, den ein Studium bedeutet etwas umfangreicher ein als du? Vielleicht geht es ihm darum, dass du den Faktor Zeit zu gering bemisst und damit etwas an eurer Realität vorbei planst? Ich kenne kein Studium das man mit 1-2 Stunden Lernaufwand erfolgreich absolvieren könnte.

Trotzdem rate ich dir, es zu versuchen! Tue die Dinge, die dich glücklich und zufrieden hinterlassen. Neben Hausfrau und Mutter bist du auch eine Frau, die in ihre Unabhängigkeit investieren sollte. Man bereut am Ende immer die Dinge, die man nicht getan hat.
 
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  • #13
Ich hätte keine Zeit dafür, meint er. Haushalt und Kinder würden mich genug einspannen.
Also husch husch an den Herd mit dir Frau^^
mir nicht von meinem Partner diktieren lassen, was ich mit meinem Leben anzustellen habe. Dass du dich beruflich weiterentwickeln möchtest, halte ich - in Anbetracht der Umstände - für sehr vernünftig.

1. Eine Garantie, dass eure Ehe ewig halten wird, hast du nicht. Demnach kann es nicht schaden, wenn du finanziell unabhängiger wirst.

2. Eine gute Mutter ist in erster Linie eine glückliche Mutter und den meisten Frauen ist die Mutterrolle auf Dauer zu wenig.
 
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  • #14
Kann mich den anderen nur anschließen: tue es! Es ist dein Leben, deine Zukunft und was du hast, kann dir keiner nehmen. Stell dir vor, ihr trennt euch irgendwann. Dann würdest du dich ärgern, dass du es damals nicht durchgezogen hast. Durch die lange Auszeit ist es schon schwierig genug, wieder einen adäquaten Job zu bekommen. Vielen Frauen bleibt danach nichts anderes übrig, einen niedrigeren bezahlten Job anzunehmen. Steuere dagegen. Es ist deine Rente die darunter leidet. Eine gute Doku dazu ist z.B. "Am Ende arm" in der ZDF-Mediathek.

Allerdings sehe ich auch, dass du den Zeitaufwand unterschätzt. Holt euch weitere Unterstützung und binde deinen Mann mehr ein, damit es funktioniert.

W36
 
  • #15
Allerdings sehe ich auch, dass du den Zeitaufwand unterschätzt. Holt euch weitere Unterstützung und binde deinen Mann mehr ein, damit es funktioniert.
Habe den Eindruck, dass dieser Mann hier nicht mitmacht!
Ich denke, fast alle Frauen machen den gleichen Fehler, solche Fragen müssen vor der Schwangerschaft, vor der Ehe geklärt werden, danach wird es wohl kaum noch gehen!
 
  • #16
Wenn du liebe FS wirklich dein Studium durchziehen möchtest, brauchst Du Hilfe und Unterstützung. Alles ist eine Frage der Organisation. Dann müssen die Kinder bis Nachmittag in Kita bleiben und Ihr braucht eine Putzhilfe, die dir hilft.
Rat einer berufstätigen Mutter
Es braucht vor allem den Vater, der kann nicht einfach so tun als ginge ihn seine Familie nichts an. Sind wir in den 50ern? Wo sie seine Erlaubnis braucht um studieren zu dürfen? Ich reg mich auf.
 
  • #17
seit sechs Jahren bin ich in Elternzeit. Wir haben jetzt drei Kinder, das jüngste ist einen Monat alt.
Erste Frage: warum hast Du mit dem Studium nicht schon vor Jahren begonnen, als es weniger Kinder, weniger Hausarbeit und weniger Betreuungsaufwand war?
Warum ausgerechnet jetzt, wo das jüngste Kind erst einem Monat alt ist und es wirklich für den Beginn eines Studiums nicht die günstigste Zeit ist?

unflexible Arbeitszeiten, die weder mit den Kita-Zeiten noch mit Familienleben kompatibel sind....
Das war beim ersten Kind nicht anders. Warum hast Du es da nicht angefangen, als die Bedingungen einfacher waren?

Warum kannst Du mit einem Master andere Arbeitsbedingungen haben als mit einem Bachelor? Auch das finde ich nicht nachvollziehbar. In der Regel kriegt man das durch einen Arbeitgeberwechsel hin.

Das sind die Fragen, für die ein Partner gute Antworten haben müsste, wenn zukünftig deutlich mehr an Aufgaben neben der Erwerbsarbeit an ihm hängen bleiben soll - denn genau darauf läuft es für Deinen Partner hinaus. Ich gehe mal davon aus, dass er bisher auch eine Menge zuhause tun muss bei so einem großen Haushalt mit so kleinen Kindern.

Allerdings ist es für mich kein Problem abends zwei Stunden etwas fürs Studium zu tun.... Mit Baby alleine zu Hause schaffe ich es auch eine Stunde etwas zu lesen.
Gaubst Du das wirklich?
Und ansonsten glaubst Du, dass Du so genial bist, dass Du ein Masterstudium, was andere in Vollzeit in 2,5 Jahren ohne weitere Belastungen absolvieren, mit ein paar Stunden in der Woche schaffst? - ja kann sein, wenn Du in 10 Jahren damit fertig sein willst. Die Frage ist, ob Du so lange zuhause hocken willst und nach so viel Offzeit glaubst mit 25-jährigen Studienabsolventen auf dem Arbeitsmarkt und gutbezahlte Stellen mit guten Arbeitsbedingungen konkurrieren kannst?

Sorry, aber mit so einem unausgegorenen Plan würde ich Dich als Partner auch nicht ernst nehmen und Dich auch nicht zu meinen Lasten dabei unterstützen. Da müsstest Du ganz viel an soliden Argumenten nachliefern - obwohl ich ein Anhänger der weiterqualifizierung gerade auch für Frauen mit Kindern bin.

Ich würde mir erst mal einen realistischen Plan machen und den mit ihm durchgehen:
- wie viel Zeit brauche ich wirklich
- wie soll das zuhause laufen
- welche Unterstützung brauche ich wirklich
- wer soll die leisten/was kostet der spass
- wer zahlt es
- wann bin ich mit dem Studium dann durch

Inakzeptabel finde ich allerdings: erst unterstützen und jetzt blockieren. Da würde ich mir die Partnerschaft genau angucken. Und ich denke, Du wirst etwas sehen, was Dich dazu bringt, genau jetzt noch fix studieren zu wollen, bevor es als Singlemom nicht mehr geht.
 
  • #18
Die Zeit war wahnsinnig anstrengend und ich möchte das nicht nochmal erleben müssen.
Und ohne zuverlässige Kinderbetreuung wird das wohl eher nichts werden
Daran habe ich auch schon...Allerdings will ich das so nicht schreiben, weil es eher ihrem Mann in die Karten spielt, als sie motiviert.
Für mich ist die Gefahr zu groß, dass sie es dann bleiben lässt anstelle das der Mann sie in meinen Augen zu unterstützen hat.

Mir klingeln die Ohren bzw hier die Augen, das der Mann ihr das ausreden will.
Ich selbst habe erlebt, wie Abmachungen nach dem Kinder kriegen nicht eingehalten wurden.
Und da Kinder ja nichts ist, was man dann rückgängig machen kann oder wieder abgeben kann/will...steht man da.

Tief im Inneren war das ein Megariss in mir, wenn ich das auch erstmal so nicht wahrhaben wollte.

Ich weiß wie schwer es ist aber wenn Frau später verlassen wird oder gehen will, hilft es nichts mehr, warum man weniger verdient oder weniger Rente hat.

Ich weiß nicht wie die FS ist aber ich habe das nie wirklich verziehen und fand es egoistisch und lieblos.
Mein Respekt vor ihm bröckelte immer mehr, nur wollte ich das erstmal nicht sehen.

Dein Mann ist in meinen Augen dann ein guter, wenn er Dich unterstützt und es Dir von Herzen gönnt, nicht nur Hausfrau und Mutter zu sein.
Er ist auch ein guter Vater wenn er Dir die Kids gerne abnimmt.

Ich weiß es nicht besser auszudrücken als:
Geh aus der Bittstellhaltung raus und ins Fordern rein.
Es liest sich zwar wahrscheinlich unromantisch aber: er muss sogar!

Du hast a ein Anrecht auf Geld für dich zum Spass und b Anrecht das er Dir eine Weiterbildung finanziert...auf jeden Fall eine fundierte und er muss dann die Kinder betreuen oder eine Betreuung bezahlen.
Kann er nicht, gibts Geld vom Staat zur Tagesmutter dazu.
Das wissen zuviele nicht oder haben Abstand vor dem Schritt, weil daß die Ehe gefährdet.
Aller ist diese fast immer zum scheitern verurteilt, wenn der Partner nicht zu seinen Versprechen steht!
 
  • #19
Ich verstehe deinen Mann nicht. Ist er ein Typ, der dich eher klein halten will? Mag er keine Partnerin mit Ambitionen?
Sehe ich in Teilen so. Aber ich kann nun nicht erkennen, dass die Ambitionen der FS eine Substanz haben - kommt mir eher wie Spinnkram bis Selbstüberschätzung vor.
Wenn der Partner das genauso sieht, wird es schwierig, von ihm Unterstützung einzufordern.

Das jüngste Kind ist einen Monat alt. Da hat auch der berufstätige Partner keine Durchschlafnächte, nicht nur die Frau nicht und dann ist irgendwann auch mal genug mit noch mehr Belastung.
Sie ist seit 6 Jahren zuhause und hätte unter geringeren Belastungen als jetzt ein Master-Fernstudium längst abschließen können, wenn ihr wirklich dran gelegen wäre. Sie hat es nicht getan und das sagt, dass sie nicht so wahnsinnig ambitioniert ist.

Hat er sich daran gewöhnt, dass du den ganzen Haushalt und die Kinderbetreuung übernimmst und hat nun Angst, dass diese Zeiten bald vorbei sind?
In Teilen bestimmt. Allerdings kenne ich keine Familien mit 3 kleinen Kindern, in denen der Mann nichts macht, mit einem Neugeborenen erst Recht nicht.
Wie soll das gehen, wenn da noch 2 weitere Kinder rumspringen und Forderungen stellen, Dinge getan werden müssen? - außer er kommt erst um 21 Uhr nach hause. Dann macht er das in Zukunft weiterhin so und sie kann gucken, wie sie da studiert.

Was ist ihre Erklärung, warum sie das nicht zum Ende der Schwangerschaft mit dem ersten Kind bereits angegangen ist, warum es jetzt angehen mit einem Neugeborenen ohne Fremdbetreuung, warum nicht in einem Jahr mit Fremdbetreuung?

Es kann nicht sein, dass du ihm jetzt die ganze Zeit den Rücken frei hältst, er Karriere macht und du komplett auf der Strecke bleibst.
Wenn sie wirklich beruflich ambitioniert wäre, dann hätte sie das bisher auch nicht getan, sondern ihn eingespannnt und wäre längst aktiv gewesen.
Im Zweifelsfall verzichtet frau dann auch auf ein weiteres Kind, wenn der Partner nicht unterstützt und ihre finanzielle Absicherung verweigert.

brauchst Du Hilfe und Unterstützung..... müssen die Kinder bis Nachmittag in Kita bleiben..... Putzhilfe..... Rat einer berufstätigen Mutter
Guter und realistischer Rat.
Und wer zahlt das, wenn die frau selber kein Einkommen erwirtschaftet? Der Mann hat schon eine 5-köpfige Familie zu finanzieren - mehr geht bei den wenigsten.

@Anna1309 : ich lese nicht, dass sie über eine Ehe abgesichert ist - sie spricht von Partner. Der strategische Fehler (alles zu ihren Lasten) wurde also viel früher von ihr gemacht.
 
  • #21
Mir klingeln die Ohren bzw hier die Augen, das der Mann ihr das ausreden will.
Ich selbst habe erlebt, wie Abmachungen nach dem Kinder kriegen nicht eingehalten wurden.
So weit ich das bisher lese, war das Masterstudium vor dem Kinderkriegen (aka vor 6 Jahren) kein Thema oder zumindest nicht versprochen.
Die Arbeitsbedingungen etc. waren ihr doch bekannt. Warum entscheidet sie sich dann dazu erst einmal 3 Kinder in die Welt zu setzen? Dazu gehören zwei.

Jetzt ein (Master-)Studium mit einer Stunde Arbeit am Abend bewältigen zu wollen ist imho mehr als naiv. Zumal mit 3 Kindern und im Fernstudium, da braucht es jede Menge Motivation und Organisationstalent. Und je nach Einkommen des Mannes reicht das Geld vielleicht auch nicht, wenn er die Arbeitszeit reduzieren muss, um die Kinder zu betreuen.
Das sind alles Probleme die man lösen kann, aber ob sie das wirklich schaffen kann, wird ihr Partner besser beurteilen können als wir.
Zumal wer sagt den, das nach dem Master alles besser wird? Dann hat sie 8+ Jahre nicht in ihrem Beruf gearbeitet, aka sie fängt komplett von vorne an. Warum soll das Gehalt etc. dann so viel besser sein? Mir komm das alles sehr fantastisch vor.

mfg. Terra, m, 30
 
  • #23
Es braucht vor allem den Vater, der kann nicht einfach so tun als ginge ihn seine Familie nichts an.
Ich nehme an, dass er tagsüber arbeitet. Ich kenne das so, dass die Mütter ihre Kinder in Kiga bringen, dann gehen sie Lebensmittel kaufen danach zuhause kochen, Mittagessen machen, nebenbei Bügeln, putzen, waschen etc. Danach die Kinder abholen und Mittag essen und danach auf Spielplatz Zeit verbringen, danach nach Hause Abend essen vorbereiten und duschen und erst da kommen die Väter nach Hause. Vielleicht kann er die Kinder ins Bett bringen, ein Gute Nacht Buch vorlesen, nach dem Abendessen den Tisch aufräumen und natürlich zahlt er auch die gesamten Kosten. Mehr ist aber m. E. nicht drin. Ich weiß jetzt nicht, welche Vorstellungen Ihr von einem Familienleben habt? Es ist jedenfalls mit viel Disziplin und Organisation verbunden und heute so, morgen so, geht m. E. nur, wenn man sich trennt.
 
  • #24
Wenn sie wirklich beruflich ambitioniert wäre, dann hätte sie das bisher auch nicht getan, sondern ihn eingespannnt und wäre längst aktiv gewesen.
Im Zweifelsfall verzichtet frau dann auch auf ein weiteres Kind, wenn der Partner nicht unterstützt und ihre finanzielle Absicherung verweigert.
Ich gebe dir recht.
Interessant wäre in diesem Zusammenhauch mal, wie das Ganze vor dem Kinderkriegen geplant war. War es selbstverständlich, dass sie komplett zu Hause bleibt? Wurde über eine Teilung der Erziehungszeiten gesprochen? Wurde über ihre finanzielle Absicherung im Trennungsfall gesprochen? Seine Bereitschaft sie zu unterstützen hängt sicherlich auch davon ab was ursprünglich abgemacht war.

Ich habe selbst ein Studium hinter mir, bei dem ich nebenbei gearbeitet habe, nicht fulltime, aber doch so 20 Stunden die Woche. Da war ich deutlich jünger, es hat 3,5 Jahre gedauert (kein Fernstudium) und war megaanstrengend! Freizeit = 0.

Also, wenn die FS da nicht wirklich ambitioniert ist und dafür brennt, wird sie das nicht durchhalten.
 
  • #25
solche Fragen müssen vor der Schwangerschaft, vor der Ehe geklärt werden, danach wird es wohl kaum noch gehen!
Genau das ist das Thema. Es war offensichtlich geklärt, dass sie für die Kinder zuhause bleibt - hat sie 6 Jahre ohne Weiterbildungsbestrebungen gemacht.

Jetzt will sie neue Bedingungen und die müssen ausdiskutiert werden. Ihre Vorstellung, dass man mit ein paar Lesestunden pro Woche ein Masterstudium in absehbarer Zeit erfolgreich beenden kann gibt sie keine ernstzunehmende Gesprächspartnerin ab, mit der sich nun die Rahmenbedingungen leicht ändern lassen.
Ebensowenig mit der Vorstellung, dass er sich an einem WE-Tag ein paar Stunden um die Kinder kümmert und sie dann intensiv lernt. Wie geht das mit 3 kleinen Kindern im Haus, die Krach machen und doch reingestürmt kommen, wenn was los ist - hat doch jeder in der Pandemie bei Kollegen mit Kindern bis ins höhere Teeniealter bei Videokonferenzen im Homeoffice gesehen?

Es war vorher geklärt und er hat gesagt, dass er das unterstützt. Jetzt erst wo "es zu spät ist ", kümmern ihn die Absprachen nichts mehr!
Die Frage ist, was war wann wie geklärt.
Unzweifelhaft war wohl geklärt, dass sie für die Kinderbetreuung sehr lange beruflich aussteigt, denn das ist ja geschehen.
Nun überlegt sie es sich anders und eine neue vollumfängliche Klärung muss fürdie neue Situation her.

Mit meinen Partnern habe ich darüber im Vorfeld gesprochen. Er war zwar nicht begeistert, stimmt mir aber zu, dass ich 1. in meinen alten Beruf nicht zurück kann.....
Daraus lese ich erstmal keine Zustimmung zu "ich studiere und mit den Kindern machen wir das so und so", sondern vage "ja, Du hast recht, in den alten Job geht es nicht mehr zurück wegen Familie und mit Master verdient man mehr".

Wenn der Partner nicht begeistert ist und sich unterstützend zeigt, dann muss man es direkt und vollumfänglich klären, statt erst Fakten zu schaffen und dann zu sagen "und so machen wir das jetzt, Du musst 1. .... und 99. ....." - ohne zu berücksichtigen, was davon leistbar ist und was nicht.

Ich denke, er hat den Fehler gemacht und sie nicht ernst genommen, weil sie unter deutlich günstigeren familiären Bedingungen keinerlei Weiterbildungsbestreben zeigte. Und jetzt, wo sie auf den letzten Drücker mit konkreten Forderungen kommt weil das Semester startet sagt er "Moment mal...."

Du hast a ein Anrecht auf Geld für dich zum Spass und b Anrecht das er Dir eine Weiterbildung finanziert
Tatsächlich? Kann er nicht genauso verlangen, dass sie vorrangig finanziell zum Unterhalt ihrer eigenen Kinder was beiträgt, wenn er mehr Betreuungsaufgaben zu übernehmen hat?
 
  • #26
Ich nehme an, dass er tagsüber arbeitet. Ich kenne das so, dass die Mütter ihre Kinder in Kiga bringen, dann gehen sie Lebensmittel kaufen danach zuhause kochen, Mittagessen machen, nebenbei Bügeln, putzen, waschen etc. Danach die Kinder abholen und Mittag essen und danach auf Spielplatz Zeit verbringen, danach nach Hause Abend essen vorbereiten und duschen und erst da kommen die Väter nach Hause. Vielleicht kann er die Kinder ins Bett bringen, ein Gute Nacht Buch vorlesen, nach dem Abendessen den Tisch aufräumen und natürlich zahlt er auch die gesamten Kosten. Mehr ist aber m. E. nicht drin. Ich weiß jetzt nicht, welche Vorstellungen Ihr von einem Familienleben habt? Es ist jedenfalls mit viel Disziplin und Organisation verbunden und heute so, morgen so, geht m. E. nur, wenn man sich trennt.
Im Jahr 2021 erwarte ich, dass das 50er Jahre Modell in der Mottenkiste ist.
 
  • #27
Ich habe das mit der Diskrepanz zwischen dem tatsächlichen Zeitbedarf und der Schwierigkeit eines Masterstudiums und den Vorstellungen der FS hinsichtlich des Zeitbedarfs dieses Fernstudiums für mich so gelöst, dass ich das Fernstudium als das Fernstudium eines privaten Anbieters interpretiert habe, der seinen Kunden/ Fernstudierenden im Vergleich zu einer Uni "durchschaukelt" und bei der Qualität der Studienleistungen ein, zwei Augen zudrückt. Es gibt ja alle möglichen Angebote auf dem Bildungsmarkt, deren Absolventen am Ende das formell gleichwertige Zertifikat erhalten.
 
  • #28
Im Jahr 2021 erwarte ich, dass das 50er Jahre Modell in der Mottenkiste ist.
Einverstanden, allerdings auch im Jahr 2021 brauchen Kinder Liebe und Zuneigung, einen Tagesablauf und Fürsorge. Ich bin der Meinung, dass es möglich ist auch mit drei Kindern zu studieren. Nur braucht sie Unterstützung (Kita und Putzhilfe). Das muss nun finanziert werden. Entweder durch Ehemann oder durch ihre Eltern oder es gibt vielleicht auch die Möglichkeit ein Stipendium zu beantragen, Bafög zu bekommen etc. Das muss sie eruieren.
 
  • #29
Der Punkt der mich verwundert ist der folgende:
Warum hat sie den Master nicht schon?
Den machte ein jeder den ich kenne direkt im Anschluss! Das ist doch das normale.

Jeder kleinen Hauptschülerin bleut man ein, dass man erst nach abgeschlossener Berufsausbildung an Elternschaft denkt.

Elternschaft ist keine plötzlich auftretende Krankheit, die einem einen Strich durch die Rechnung macht.

Da war in der Lebens- und Jobplanung im Allgemeinen wohl von Anfang an wenig Überlegung und Vorausschau dabei.

Jetzt, nach dem dritten (!) Kind im Kleinkindalter darauf zu kommen, dass man ohne abgeschlossene Ausbildung beruflich nicht weit kommt, ist ein bisschen naiv.

Sie kann und soll gerne versuchen ihren Master unter solch erschwerten Bedingungen nachzuholen.
Wenn es ihr gelingt, freut euch! Besser spät als nie. Solange das kleinste nicht verhungert!

Allerdings wird es als Frau mit drei kleinen Kindern schwierig, überhaupt einen Job zu bekommen. Mit oder ohne Master. Egal in welcher Region. Welche Firma stellt eine Frau mit drei kleinen (!) Kindern neu ein? Das scheuen die wie der Teufel das Weihwasser!
 
  • #30
Der Punkt der mich verwundert ist der folgende:
Warum hat sie den Master nicht schon?
Den machte ein jeder den ich kenne direkt im Anschluss! Das ist doch das normale.

Jeder kleinen Hauptschülerin bleut man ein, dass man erst nach abgeschlossener Berufsausbildung an Elternschaft denkt.

Elternschaft ist keine plötzlich auftretende Krankheit, die einem einen Strich durch die Rechnung macht.

Da war in der Lebens- und Jobplanung im Allgemeinen wohl von Anfang an wenig Überlegung und Vorausschau dabei.

Jetzt, nach dem dritten (!) Kind im Kleinkindalter darauf zu kommen, dass man ohne abgeschlossene Ausbildung beruflich nicht weit kommt, ist ein bisschen naiv.

Sie kann und soll gerne versuchen ihren Master unter solch erschwerten Bedingungen nachzuholen.
Wenn es ihr gelingt, freut euch! Besser spät als nie. Solange das kleinste nicht verhungert!

Allerdings wird es als Frau mit drei kleinen Kindern schwierig, überhaupt einen Job z9u bekommen. Mit oder ohne Master. Egal in welcher Region. Welche Firma stellt eine Frau mit drei kleinen (!) Kindern neu ein? Das scheuen die wie der Teufel das Weihwasser!
Naja, für manche Berufe soll ja auch eine Ausbildung oder ein Bachelor-Abschluss ausreichend sein. Ich habe es so verstanden, dass sie sehr wohl ihre "Ausbildung abgeschlossen" und einen Job hatte, in dem sie arbeiten kann, dieser Job nun aber sich nicht mehr gut mit Kindern und ihrem aktuellen Lebensstil vereinbaren lässt und sie sich durch den Master bessere Bedingungen erhofft bzw. eine bessere Kompatibilität mit ihrem aktuellen Leben. Ich frage mich zwar auch ein bisschen, warum das so sein sollte, da mit einem höheren Abschluss in der Regel mehr Verantwortung einhergeht und mehr Arbeit. Da, wo ich z.B. arbeite, haben die Sachbearbeiter mit Ausbildung den einfachen, geregelten Job und die promovierten oder MA-Stabsstellenleiter und Referenten machen Überstunden und tragen Verantwortung und haben volle Kalender und stehen unter mehr Druck.
Aber ich habe es hier auch als berufliche Neuorientierung verstanden, und zwar so, dass sie keinen konsekutiven Vollzeitmaster anstrebt, sondern einen non-konsekutiven Weiterbildungsmaster, wahrscheinlich Teilzeit und mit Blended Learning bzw. Online-Elementen, etwa bei der Fern-Uni Hagen oder so was, ist meist kostenpflichtig. Ich kenne Menschen, die Teilzeit arbeiten und berufsbegleitend so einen Master machen. Wen man ihre Kinderbetreunung als Teilzeitjob betrachtet, wäre es möglich, man würde aber schon von ca. 10-15 Stunden Arbeitsaufwand die Woche ausgehen. Wenn sie jeden Tag eine Stunde was macht und dann intensiv am Samstag/Sonntag den Rest, ginge es wohl.
w26
 
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