• #1

Finanzielle Unterstützung in der Beziehung - wie beurteilt ihr meine Situation?

Hallo liebe Forenmitglieder,

ich bin eine 25-jährige Frau und habe einen 29-jährigen Freund. Wir sind seit 4 Jahren zusammen. Ich studiere seit einem Jahr (konnte erst so spät aus Krankheitsgründen anfangen), bekomme kein Bafög und halte mich mit einem Teilzeitjob (80 Stunden) über Wasser. Mehr arbeiten geht leider nicht. Mein Freund ist promovierter Akademiker, verdient dementsprechend überdurchschnittlich gut, und wir wohnen getrennt. Er wohnt noch in dem Einfamilienhaus seiner Eltern, da er unbedingt auf ein Haus sparen möchte.

Das soll jetzt nicht so rüberkommen, als würde ich meinen, dass der Mann die Frau immer finanziell unterstützen sollte. Die Sache ist, dass ich für Urlaube, etc. keinen Geld habe, in einer schäbigen Wohnung lebe (finde leider nichts anderes seit längerem), gerade mal so 80€ fürs Essen übrig bleibt und ich durch das Studium plus den Teilzeitjob kaum Freizeit mehr habe.
Ich denke mir dabei halt, wäre die Situation umgekehrt, hätte ich meinem Freund schon längst angeboten, dass ich ihm monatlich ein wenig von meinem Geld gebe, damit wir uns auch öfters sehen können. Und da er dies nicht tut, frage ich mich halt schon, ob die Gefühle wirklich so stark sind wie meine für ihn. Ich hoffe, ihr versteht, wie ich das meine und stempelt mich nicht als Golddigger ab. Darum bitten möchte ich natürlich auch nicht. Es geht mir nicht mal so wirklich ums Geld, sondern um seine Bereitschaft, um uns beiden mehr Zeit einzuräumen.

Vielen Dank schonmal für eure Antworten. Diese Sorge macht mir ein wenig zu schaffen im Moment.
 
  • #2
Guten Morgen.
Wenn es ums Geld gibt, gibt es ja sehr verschiedene Auffassungen.
Einige trennen Geld und Beziehungen strikt, andere sind großzügiger. Manche möchten anderen mit Hilfsangeboten nicht vor den Kopf stoßen, denn es gibt auch genug Menschen, die sich dann in ihrem Stolz verletzt fühlen und es nie annehmen würden.
Persönlich bin ich ein sehr hilfsbereiter Mensch, der keine Probleme damit hätte, andere finanzielle Hilfe anzubieten und habe überwiegend Menschen in meinem Freundeskreis, die genauso denken, gerade die Männer helfen gern aus.
Ich würde aber nicht denken, dass ich jemanden nicht wichtig genug bin, wenn er es nicht täte. Da fehlt mir der Zusammenhang.
 
  • #3
Mh, schwierig. Aber ich denke nicht, dass Du das von ihm erwarten kannst. Was Du wiederum erwarten kannst, ist bei gemeinsamen Unternehmungen, dass er mal öfter zahlt als Du, Ihr solche aussucht, die Du Dir auch leisten kannst.

Und was das Thema mehr Zeit miteinander verbringen betrifft, da solltet Ihr mal drüber reden, wie Dein Wunsch und sein Wunsch nach gemeinsamer Zeit übereinander passen und entsprechend planen. So unromantisch planen klingt.
Danke für deine Antwort. Ja klar, erwarten kann ich sowas nicht von ihm, nur sehe ich es von meiner Warte aus und frage mich, ob ich ihm nicht mal 5% seines Gehalts wert bin. Zumal er seinen Eltern so 200€ "Miete" zahlt und generell kaum Ausgaben hat. Würde ich sehen, dass mein geliebter Freund sich abrackern muss, um gerade mal über die Runden zu kommen und dadurch viel weniger Zeit für uns bleibt, würde ich ihm mit Freuden etwas abnehmen; wäre für mich halt selbstverständlich. Daher auch die Sorge der mangelnden Liebe zu mir.

Ich habe dies schon angesprochen, er meinte nur, dass es wohl das beste wäre, wenn ich mir einen Job mit mehr Stundenlohn suchen würde. Ich bekomme 12€ die Stunde, und das ist in unserer Stadt schon sehr viel. Habe mich schon nach Jobs umgeguckt, aber da die meisten Läden geschlossen sind, habe ich nicht gerade viel Auswahl. :/
 
D

Dianthus

Gast
  • #4
Dein Freund sieht dich anscheinend nur als aktuelle Freundin, nicht aber als zukünftige.

Würde er meinen die Zukunft mit dir zu teilen dann würde er dich unterstützen (da eine gute berufliche Ausbildung deinerseits ihm in Zukunft auch zugute kommt).

Ich habe manchem eine Freundin die ihrem Mann das Studium finanziert hat und nun der Mann (i.d.R. nun Arzt) den familiären Unterhalt bestreitet.
Aber das sind auch Paare die im Gegensatz zu ihm/euch einen gemeinsamen Lebensplan haben
 
  • #5
Mal ehrlich es kann wirklich sein, dass dein Freund gar nicht weiss, dass du dir das wünschst.

Lies dich mal hier durch: Es gibt Frauen, die Männer schon als chauvinistische Monster , die ihre Emanzipation untergraben wollen, bezeichnen, weil sie ihnen die Tür aufhalten wollten. Und da soll ein Mann Geld anbieten?

Vielleicht will dein Freund dir einfach nicht zu nahe treten.
Oder er merkt garnicht, dass du leidest, weil du dich stark zeigst.

Oder er will nicht.

Also gibt es tausende Möglichkeiten, aber hellsehen seinerseits gehört nicht dazu.

Sprich mit ihm, auch wenn es schwer ist.
Dann weisst du auch woran du bist.

LG
 
  • #6
Warum liebe FS bekommst du kein Bafög? Das bedeutet doch, dass du oder deine Eltern zu viel Einkommen/Vermögen haben. Wenn das so ist, warum besprichst du dein finanzielles Problem nicht mit deinen Eltern und wenn das Verhältnis nicht gut ist ggf. Unterhalt einklagen?

Dein Freund unterstützt dich nicht, weil er entweder die gute finanzielle Situation deiner Familie kennt, er sich mit dir keine Zukunft vorstellen kann oder schlichtweg geizig ist. Ich vermute Letzteres. Solche Männer ändern sich nicht. Finde ich persönlich eine extrem unattraktive Eigenschaft.
 
  • #7
Guten Morgen.
Wenn es ums Geld gibt, gibt es ja sehr verschiedene Auffassungen.
Einige trennen Geld und Beziehungen strikt, andere sind großzügiger. Manche möchten anderen mit Hilfsangeboten nicht vor den Kopf stoßen, denn es gibt auch genug Menschen, die sich dann in ihrem Stolz verletzt fühlen und es nie annehmen würden.
Persönlich bin ich ein sehr hilfsbereiter Mensch, der keine Probleme damit hätte, andere finanzielle Hilfe anzubieten und habe überwiegend Menschen in meinem Freundeskreis, die genauso denken, gerade die Männer helfen gern aus.
Ich würde aber nicht denken, dass ich jemanden nicht wichtig genug bin, wenn er es nicht täte. Da fehlt mir der Zusammenhang.
Ich verstehe auf jeden Fall, was du meinst. Aber er bekommt halt öfters mit, wie ausgelaugt ich bin und dass ich traurig darüber bin, an der Existenzgrenze zu leben. Es reicht halt nur für das nötigste gerade mal so. Klar, Lehrjahre sind keine Herrenjahre, aber wie ich das handhaben würde, wäre die Situation umgekehrt, wäre das für mich halt selbstverständlich, zu unterstützen finanziell. Ich bin auch niemand, der keine Hilfe annehmen kann. Natürlich bin ich sehr selbstständig und regel alles alleine, aber wenn es nur darum ginge, weiß er eigentlich, wie ich ticke.
 
  • #8
Ich denke mir dabei halt, wäre die Situation umgekehrt, hätte ich meinem Freund schon längst angeboten, dass ich ihm monatlich ein wenig von meinem Geld gebe, damit wir uns auch öfters sehen können.
Ja ein ganz typisches Problem bei Beziehungen dass einer mehr liebt als der andere, du liebst ihn mehr. als er dich und das geht gewiss schief! Dein Bauchgefühl gibt dir jetzt schon Anzeichen dafür!
Und da er dies nicht tut, frage ich mich halt schon, ob die Gefühle wirklich so stark sind wie meine für ihn.
Deine Gefühle zu ihm sind wesentlich stärker, als seine Gefühle zu dir!
Ich hoffe, ihr versteht, wie ich das meine und stempelt mich nicht als Golddigger ab. Darum bitten möchte ich natürlich auch nicht. Es geht mir nicht mal so wirklich ums Geld, sondern um seine Bereitschaft, um uns beiden mehr Zeit einzuräumen.
Du wirst mit einem solchen Mann niemals glücklich, ich kann dir nur einen guten Rat geben, trenne dich von ihm! Dass er promovierter Akademiker ist, hat er noch lange kein Herz für dich und davon kannst du dir nichts kaufen, du musst einen Mann haben, der ein Herz für dich hat, er hat kein Herz für dich, somit geht die Beziehung so oder so irgendwann auseinander!!
 
  • #9
Die Erwartung halte ich für falsch. Würdet ihr zusammen wohnen, dann würdet ihr sicher über die Aufteilung der Lebenshaltungskosten diskutieren. Ich vermute, bei Aktivitäten zahlt er auch jetzt schon mehr!?

Für Deine Ausbildung sind Deine Eltern zuständig. Sonst gibt es BaföG. Als Partner würde ich z. B. für Urlaube etwas dazutun. Wenn bei 80 Stunden arbeiten, zusätzlich noch in den Semesterferien, also 1000 Euro monatlich, nur 80 € für essen übrig bleiben, stimmt etwas grundsätzlich nicht.

Wenn Du 5% haben möchtest und das wirklich substantiell wäre, dann müsste er 10.000 Euro verdienen. Das erscheint mir unrealistisch.

Wie wäre es mit einem offiziellen Kredit von ihm? Den könnte er immer noch streichen, wenn die Beziehung langfristig wird.
 
  • #10
Um das besser beurteilen zu können, müsste ich wissen ob er deine finanziellen Verhältnisse vollumfänglich kennt. Weiss er was du verdienst? Vielleicht glaubt er, du bekommst von deinen Eltern Zuschüsse?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es Männer gibt, die ihre Frauen auf jeder Ebene unterstützen. Wenn sie spüren, das finanzielle Gefälle ist zu groß, laden sie in den Urlaub ein oder zahlen die Freizeitaktivitäten.....ganz Wichtig, es geschieht intrinsisch und ohne es der Frau je vorzurechnen.
Dann gibt es die Männer, die immer Sorge haben, ihre Frauen könnten sie nur ausnutzen oder sind per se geizig. Die bringen dann bei jeder Gelegenheit an, was sie alles bezahlt haben. Ist er so? Dann wird sich das auch nie ändern. Dann überlege dir, ob du so einen Mann in deinem Leben haben möchtest.

Weiß er nicht genau, wie es bei dir aussieht, sprich mit ihm und schaue was passiert. Es geht dabei nicht darum ihn um finanzielle Unterstützung zu bitten. Nur um den Hinweis, dass du seinen Standard nicht mithalten kannst. Das du Sorge hast, wie es sich auf eure gemeinsame Zeit auswirken wird.

Aber irgendwie habe ich das Gefühl, das finanzielle Thema ist nur ein Symptom. Du schreibst davon, dass dein Bauchgefühl, sich meldet und in Frage stellt, ob er dich überhaupt ausreichend liebt. DA würde ICH sehr deutlich hingucken!
 
  • #11
Die Erwartung halte ich für falsch. Würdet ihr zusammen wohnen, dann würdet ihr sicher über die Aufteilung der Lebenshaltungskosten diskutieren. Ich vermute, bei Aktivitäten zahlt er auch jetzt schon mehr!?

Für Deine Ausbildung sind Deine Eltern zuständig. Sonst gibt es BaföG. Als Partner würde ich z. B. für Urlaube etwas dazutun. Wenn bei 80 Stunden arbeiten, zusätzlich noch in den Semesterferien, also 1000 Euro monatlich, nur 80 € für essen übrig bleiben, stimmt etwas grundsätzlich nicht.

Wenn Du 5% haben möchtest und das wirklich substantiell wäre, dann müsste er 10.000 Euro verdienen. Das erscheint mir unrealistisch.

Wie wäre es mit einem offiziellen Kredit von ihm? Den könnte er immer noch streichen, wenn die Beziehung langfristig wird.
Ich habe leider gerade keine Zeit, um auf die Beiträge einzugehen, mache das später oder morgen. Aber ich wollte nur mal klarstellen, dass man bei 12€ und 80 Stunden nicht auf 1000€ Netto kommt. Wie man auf so eine Rechnung kommt, verstehe ich nicht. Ich habe keinen Anspruch auf Bafög, meine Mutter verdient nicht schlecht, aber gerade mal für sich selbst. Sie sieht es halt nicht ein ihrer erwachsenen Tochter Geld zu geben, und einklagen bringe ich irgendwie nicht übers Herz..

Und erneut verstehe ich deine Rechnung absolut nicht. Es geht nicht darum, 1000€ von ihm zu bekommen, nur so viel, dass ich meine Stunden ein wenig reduzieren könnte. So 150-200 Euro, was für ihn mehr als verschmerzbar wäre. Und ich habe schon 2x geschrieben, dass ich die Erwartung an ihn natürlich nicht habe. Es geht eher darum, dass ich an seiner Stelle ihm schon längst von mir aus Geld gegeben hätte, damit er weniger arbeiten könnte, weil ich ihn liebe, es mir an seiner Stelle leisten könnte und möchte, dass es ihm und der Beziehung gut geht. Nicht mehr und nicht weniger.
 
  • #12
Du bist nur Freizeitspass, tut mir leid. Großzügigkeit hat nichts mit Einkommen zu tun, das ist allgemein ein Mensch, der überall sein Vorteil sieht - der ist sogar zu geizig, Wohnung zu mieten, damit er noch mehr sparen kann, wenn auch für ein Haus.
Diese Einstellung wird sich nicht ändern. Eine Freundin von mir hat solchen Ehemann. Sie waren fünf Jahre zusammen, sie hatte Eigentumswohnung noch zum abzahlen, vollzeit gearbeitet, aber halt im Servicebereich. Er Geschäftsführer von einer grossen Firma. Er reiste sehr gern und zwar in entfernte Ziele, sie könnte sich natürlich soviele Reisen im Jahr nicht leisten. Da hat er ihr angeboten, noch einen Job anzunehmen, obwohl sie schon zusätzlich Basis hatte. Als sie zusammen ziehen wollten, in ihre Wohnung, und Wintergarten ausbauen (hat mein Ex gemacht), hat sie um jeden Cent gefeilscht, obwohl mein Ex immer fair bei den Rechnungen war, irgendwann mal hat er Bemerkung fallen lassen, dass sie auftritt wie eine AE(sie hat zwei Kinder aus erster Ehe) obwohl sie einen gutverdienenden Freund hat, sprich sie tat so als arme Frau, die wenig verdient und keine Hilfe hat. Letztendlich haben sie geheiratet, er war wahrscheinlich froh, so eine bescheidene und sparsame Frau zu haben, die vieles selber macht und sie wollte Ansehen, da sie sich natürlich jetzt in "besseren" Kreisen dreht.
 
  • #13
Ein Mann, der seine Freundin nicht finanziell unterstützt, ist geizig ? Aha.

Warum liebe FS bekommst du kein Bafög? Das bedeutet doch, dass du oder deine Eltern zu viel Einkommen/Vermögen haben.
Es gibt eine Altershöchstgrenze, wahrscheinlich liegt es daran.

Würde ich sehen, dass mein geliebter Freund sich abrackern muss, um gerade mal über die Runden zu kommen und dadurch viel weniger Zeit für uns bleibt, würde ich ihm mit Freuden etwas abnehmen
... weil du dich hier siehst, nicht ?

Guck mal, dein Freund hat sich doch abgerackert, denn er hat ja ein Studium und die Promotion geschafft und nun beginnt er langsam, die Früchte dieser Arbeit zu ernten.

Stell dir zwei Leute vor, die mit 60 zusammen kommen.
A hat alles Geld, das er verdiente, in sein Häuschen gesteckt, das nun endlich schuldenfrei ist.
B hat alles Geld ausgegeben, z.B. für schöne Reisen.
Nun zieht B zu A und möchte keine Miete bezahlen, weil es ja sein Eigentum ist. Absurd, oder ? Und dennoch denken ganz viele Frauen so, wir haben das hier öfter.

Stell dir zwei Leute vor, die mit 35 zusammen kommen.
A hat nach der mittleren Reife eine kaufmännische Lehre gemacht, weil er / sie lieber gleich Geld verdienen wollte und das tut er nun seit fast 20 Jahren.
B hat studiert, promoviert, d.h. bis Ende 20 nichts verdient und zeitweise hart gearbeitet. Mindestens so hart, wie A. Ist dann eingestiegen, verdient ganz gut, arbeitet hart. Macht weiter Fortbildungen, bezahlt die selbst und arbeitet in diesen Zeiten am Limit. Verdient dann besser. Hat vor allem einen schönen Job, gute Projekte.
Nun kommen sie zusammen, A beklagt sich dauernd über die doofe Arbeit und erwartet Verständnis und will außerdem, dass B mehr bezahlt, ihn / sie öfter einlädt und so, weil er / sie ja mehr verdient.
Absurd, oder ?

Mein Freund hat sich seinerzeit entschieden, dass ein Abschluss genug für's ganze Leben ist, macht nie eine Fortbildung, macht keine Überstunden, hat seine Arbeitszeit auf 30 Stunden reduziert und schraubt lieber an seinen Autos. Verdient folglich nicht viel.
Folglich bezahle ich oft mehr, lade ihn öfter ein, vor allem, wenn's teuer wird.
Freiwillig. Nie würde er das einfordern.
Ich muss es eher so dezent machen, dass er es nicht merkt.
Und wenn er es merkt, dann sage ich, dass er mir ja auch immer viel repariert und so.

Mein Freund hilft allen und zwar auch mit Geld.
Hat viele schwache Freunde und gibt denen etwas.
Und hat dann kein Geld für uns, Urlaube und so.
Ich bezahle das. Freiwillig. Erwarten tut er es nicht.

Wir definieren Gerechtigkeit unterschiedlich.
Er findet es gerecht, wenn alle das gleiche haben.
Ich finde es gerecht, wenn Leute, die viel können, investiert haben, und viel leisten mehr haben.
Da kommen wir nie zusammen und meiden dieses Thema.

w 53
 
  • #15
Wir definieren Gerechtigkeit unterschiedlich.
Er findet es gerecht, wenn alle das gleiche haben.
Ich finde es gerecht, wenn Leute, die viel können, investiert haben, und viel leisten mehr haben
Sie haben auch mehr. Der Freund hat auch mehr. Ich verstehe deine Denkweise, die bedeutet aber andersrum, dass Menschen wie in indischen Kasten unter Ihresgleichen bleiben sollen, weil sie sich einen besser verdienenenden Partner nicht "leisten" können (dürfen). Die Basis und Voraussetzung für eine Partnerschaft ist in diesem Fall ein Kontoauszug und nicht echte Gefühle. Ausserdem vergisst du, dass Männer und Frauen ihre Partner nach unterschiedlichen Kriterien aussuchen - Männern ist eher Schönheit und "weibliche" Eigenschaften wichtig und Frauen Einkommen und Charakter.
Ich vermute auch, dass "hartarbeitende" Besserverdiener neidisch auf Menschen sind, die es leichter im Leben haben - ich hatte es schwer, du sollst auch schwer haben, sie ärgern sich vielleicht, dass man sich nicht so abmühen musste, um irgendwas zu erreichen, und dass ihre Glaubensätze falsch sind - nur wer hart arbeitet, hat auch viel, was definitiv nicht stimmt.
 
  • #16
Daher auch die Sorge der mangelnden Liebe zu mir.

Ich habe dies schon angesprochen, er meinte nur, dass es wohl das beste wäre, wenn ich mir einen Job mit mehr Stundenlohn suchen würde.

Liebe FS,

darf ich nachfragen, was genau du angesprochen hast? Deine generellen Geldsorgen und die hohe Arbeitsbelastung, oder, wie du dich durch seine mangelnde Unterstützung fühlst (nicht wertvoll für ihn, wenig geliebt) bzw. was du dir wünschen würdest? Das würde helfen, seine Antwort, dir einfach einen höher bezahlten Job zu suchen, besser einzuschätzen.

Ich habe vor einem Jahr auch ein sehr arbeitsintensives Masterstudium in Vollzeit aufgenommen, nebenbei zwei Tage die Woche in meinem alten Job weitergearbeitet und bin wöchentlich 200 km gependelt. Darunter hat unsere Beziehungszeit ziemlich gelitten, und nach dem ersten Semester bin ich dermaßen auf dem Zahnfleisch gegangen, dass sich mein Freund das nicht mehr länger ansehen wollte. Er hat mich ermutigt, den Job aufzugeben und darauf bestanden, für die restliche Studienzeit die Miete für unsere gemeinsame Wohnung allein zu bezahlen (an den übrigen Kosten beteilige ich mich).

Es ist mir sehr schwer gefallen, das anzunehmen, weil ich familiär darauf geprägt worden bin, niemandem finanziell zur Last zu fallen. Wie du, hätte ich diese Unterstützung auch niemals von meinem Partner erwartet oder gar verlangt. Ich habe zunächst auch Dinge angeboten wie, es in Raten zurückzuzahlen oder als Ausgleich den gesamten Haushalt künftig alleine zu machen, aber davon wollte er nichts wissen. Ich sei seine Partnerin, nicht seine Schuldnerin oder bezahlte Putzfrau, und solle mir keine Sorgen machen.

Wie @Dingens so treffend schreibt, ist er der Typ Mann, für den Unterstützung für geliebte Menschen selbstverständlich ist und der keine Sekunde daran denkt, irgendetwas aufzurechnen. Inzwischen habe ich auch begriffen, dass Geld einfach keine so große Sache für ihn ist – er hatte im Gegensatz zu mir immer genug davon – und dieses Schuldgefühl nur in meinem Kopf entsteht.

Daher kann ich seine Großzügigkeit mittlerweile annehmen, halte sie aber nach wie vor für alles andere als selbstverständlich. Und, das steht fest, sollte er in seinem Leben auch einmal eine Auszeit vom Beruf nehmen wollen, sei es für Weiterbildung oder persönliche Projekte, werde ich ohne zu zögern das gleiche für ihn tun.

Wir sind uns aber auch sicher, unsere Zukunft miteinander verbringen zu wollen. Ich glaube, hätte man (vielleicht nur unterbewusst) ein Ablaufdatum der Beziehung im Hinterkopf, gäbe es Hemmungen bei solch großen "Investitionen" in den Partner oder die Partnerin. Daher verstehe ich dein mieses Gefühl sehr gut, auch, wenn du dir auf der rationalen Ebene sagst, dass du keine Ansprüche hast. Deswegen meine Rückfrage, wie du mit ihm gesprochen hast: Inwieweit weiß er um deine Lage – nicht nur finanziell, sondern auch emotional?

W, 27
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #17
Mich würde mal interessieren, wie so euer Zusammenleben aussieht. Wie oft seht ihr euch? Wohnt ihr in der selben Stadt? Wie hast du gelebt, bevor du studiert hast? Verbringt ihr die Wochenenden miteinander? Wenn ja, beim wem? Bei ihm? Bei dir? Wie macht ihr das dann mit dem Bezahlen der Einkäufe?

Ich bin auch der Typ Mensch, der gibt, wenn er kann. Aber bevor ich jemanden monatlich 200 Euro überweise, würde ich darauf achten, dass es Anzeichen von einer gemeinsamen Zukunftsplanung gibt. Sprecht ihr über eine gemeinsame Zukunft? Sieht er dich in seinem zukünftigen Haus an deiner Seite?

Außerdem finde ich, dass ihr noch recht jung seid. Dein Freund ist 29 und schon promoviert. Vermutlich hat er selbst grad seinen ersten richtigen Job mit dem er auf eigenen Beinen stehen kann.?! Muss er selbst vielleicht noch einen Studienkredit zurückzahlen? Da könnte ich schon verstehen, wenn man nicht gleich mit dem Geld um sich wirft.

Du bist 25 und steckst noch mitten im Studium. Ich habe tatsächlich keine Ahnung, wie das heutige Studentenleben aussieht, aber zu meiner Zeit wurde noch viel gefeiert (okay, geht wegen Corona grad nicht) und man hat einfach ein bisschen seine Freiheit genossen - so war es zumindest bei mir.

Einerseits kann ich dich wirklich verstehen, dass du es schade findest, dass er dich anscheinend gar nicht unterstützen möchte. Andererseits solltest du aber erst mal mit ihm über eine gemeinsame Zukunft sprechen. Du möchtest ihn gerne öfter sehen und mehr in dein Leben integrieren? Dann sprecht über eine gemeinsame Wohnung. Wenn er dann weiterhin darauf beharrt, bei seinen Eltern wohnen zu bleiben, um auf ein Eigenheim zu sparen, frag ihm wie lange er so noch leben möchte. Noch 1 Jahr? Noch solange wie du studierst? Oder noch länger? Oder besteht die Möglichkeit, dass du zu ihm ziehen kannst?

Ich finde, dass sind erst mal Dinge, die vorher geklärt werden müssen. Denn vielleicht sieht er dich ja tatsächlich nur als „netten Zeitvertreib“ ohne Zukunft.
 
  • #18
Ein Mann, der seine Freundin nicht finanziell unterstützt, ist geizig ? Aha.


Es gibt eine Altershöchstgrenze, wahrscheinlich liegt es daran.
Ich rede nicht davon, dass er monatlich eine bestimmte Summe an die FSin abgibt, sie aber mal zum Essen einlädt o.Ä.

Es ist nämlich Aufgabe der Eltern, den Kindern eine vernünftige Ausbildung zu finanzieren, sofern sie es können. Ansonsten ist vom Staat BAföG dafür vorgesehen.

BAföG bekommt man theoretisch bis zum 30 Lebensjahr!!!

Es ist wie im Nachbarthread mit dem Unterhalt fürs Kind Aufgabe der FSin ihr Recht einzuklagen. Keine falsche Bescheidenheit!
 
  • #19
Das was _snowwhite_ schreibt finde ich sehr schön und kann mich dem nur anschließen. Mir wäre es im Grunde genommen auch sehr unangenehm, jemanden auf der Tasche zu liegen und ich würde so etwas niemals erwarten, zumindest nicht in der Form, dass mir jemand monatlich einen Betrag x überweist. Jedoch habe ich gelernt, gewisse Dinge einfach annehmen zu können, z.B. zum Essen eingeladen zu werden oder meinetwegen auch gerne zu einem Urlaub.

Das finanzielle spielt für mich ausschließlich im Zusammenleben eine Rolle und da vertrete ich die ganz klare Meinung, jeder bringt sich prozentual zu seinem Einkommen ein und nicht pauschal 50:50 - es sei denn beide verdienen in der Tat das gleiche. Der Grund dafür: man hat sich ja seinen Partner nicht wegen des Bankkontos ausgesucht, sondern aus hoffentlich ganz vielen anderen Gründen.
 
  • #20
Das Finanzielle ist es nicht, bei Dir ja, nicht bei ihm. Er jammert nicht, dass du wegen dem Geld keine Luftsprünge mit ihm machen kannst oder auch durch deine Arbeitszeiten ihn kaum siehst; es kommt ihm eher gelegen, dass du so eingeschränkt lebst.
Dein Freund ist nur weil er Dich kennt und Sex hat, nicht für Dich finanziell oder irgendwie verpflichtet; auch wenn evtl. moralisch; aber „Moral“ kann man nicht einklagen/verlangen. Er kann nur aus Freiwilligkeit entgegenkommen, wenn er will. Wenn er nicht will, musst Du auf anderem Wege und eigenem zu mehr Geld und mehr Freizeit kommen, andere Foristen schrieben schon Bafög einklagen oder Eltern verklagen, besser bezahlter Studentenjob, Stipendium, Studienkredit, u.ä. ... oder auch einen großzügigen neuen Freund suchen, der Dir gern unter die Arme greift, um Paarzeit mit Dir zu haben.
 
  • #21
Du bist ja noch gar nicht seine Frau und er nicht dein Mann! Du bist noch ein Mädchen, das genau genommen zur Schule geht, also noch nicht auf eigenen Beinen steht, und in meinen Augen haben deine Eltern dafür aufzukommen und das ist gesetzlich auch so geregelt, deswegen bekommst du kein Bafög.

80 Euro Essen ist ganz normal und dürfte dein zukünftiger Standard werden. Also pro Woche für höchstens 20 Euro einkaufen. Damit kann man sich gut eindecken.
Für mehr braucht man einen Vollzeitjob.

Du merkst ja, dass es nicht geht, dass man als 25-jähriges Mädchen schon zu einem Freund zieht, du selbst kannst nicht für dich sorgen und er auch nicht für dich und euch. Meine Empfehlung wäre also: Zurück zu Mama!
Möglichst schnell das Studium durchziehen und sich einen anderen Mann suchen.
 
  • #22
Liebe Fs,
erstmal ist es Deine Aufgabe als erwachsene Frau, Dich selbst finanzieren zu können.

Es ist Deine Aufgabe, Dir das Geld von Eltern, dem BAföG-Amt, Wohngeldamt, Arbeitgeber etc. zu holen, das Dir zusteht.
Es ist nicht die Aufgabe Deines jungen Freundes Dich wie ein Vater zu alimentieren, damit Du Dich nicht mit Deiner Mama oder dem Amt auseinander setzen musst.

Ich wundere mich sehr über Deine Haltung!

Wären die Geschlechterrollen andersherum, würden die Foristinnen Sturm laufen.

Eigentlich ist es doch Deine eigene Trägheit, die dazu führt, dass Du Dich nicht für Deine eigenen Interessen einsetzt, sondern Du Deinem Freund die leidige Aufgabe zuschiebst, sich um eine ausreichende finanzielle Versorgung zu kümmern.

Du wirst doch bei Studiumbeginn überlegt haben, wie Du Dein Leben finanzieren willst.

80 h á 12 EUR im Monat ist nicht viel. Du könntest Deine laufenden Fixkosten mal überprüfen
 
  • #23
Du bist doch selber schuld wenn du zu schwach bist, deine Mutter auf deine Rechte hinzuweisen und diese durchzusetzen. Das von deinem Freund zu erwarten ist ziemlich dreist.
Mein Freund ist auch gerade Schüler (Meister & Techniker) und bekommt mit 28 finanzielle Unterstützung. Zusätzlich zum Bafög und einem KfW Kredit.
Da er jedes Wochenende fast 1400km quer durchs Land fährt um mich zu sehen, übernehme ich selbstredend die Zugtickets, die Restaurants und die Einkäufe aber den Rest muss er sich selbst erarbeiten.
Hätte er mir gegenüber solche Anspruchshaltungen, würde ich komplett dicht machen.
Unmöglich, sorry.
 
  • #24
Du wirst doch bei Studiumbeginn überlegt haben, wie Du Dein Leben finanzieren willst.
Nein, hat sie nicht, sonst würde sie die Frage hier nicht stellen. Vielleicht hat sie auch da insgeheim schon gehofft, ihr Freund würde sie unterstützen. Angesprochen hat sie es aber damals schon nicht.

Liebe FSin, bleib realistisch. Klar, wünschen sich die meisten Frauen großzügige Männer. Die Realität sieht aber anders aus!!!

Ich kann verstehen, dass du deine Eltern nicht finanziell belasten möchtest oder gar verklagen, aber damit tust du dir keinen Gefallen. Außerdem verstehe ich deine Mutter auch nicht, wenn sie gut verdient. Als Mutter möchte man doch, dass es dem Kind gut geht und nicht am Existenzminimum lebt!!! Wie kann man da zum Beispiel beruhigt in den Urlaub fahren?
 
  • #25
Von wem verlangen eigentlich Singles finanzielle Unterstützung? Wären wenn überhaupt nicht eher deine Eltern dafür da? Warum muss ein Partner dafür herhalten? Nach vier Jahren sollte man seinem Partner sicher auch aushelfen, aber du hast einen Job, bist auf einem anderen Stand im Studium, nach vier Jahren wohnt ihr nicht mal zusammen. Ich würde das eher so sehen, das du dich in Sachen Eigenständigkeit nicht richtig weiterentwickelt hast. udn das da eien Perspektive fehlt. Auch für dein eigenes selbstständiges Leben. Fixkosten überprüfen, wie z.B Tomyi das vorschlägt halte ich für eine gute Idee. w54
 
  • #26
Snowwhites Zitat:
"...nach dem ersten Semester bin ich dermaßen auf dem Zahnfleisch gegangen, dass sich mein Freund das nicht mehr länger ansehen wollte. Er hat mich ermutigt, den Job aufzugeben und darauf bestanden, für die restliche Studienzeit die Miete für unsere gemeinsame Wohnung allein zu bezahlen (an den übrigen Kosten beteilige ich mich)."


Ich finde das toll und eine klare Aussage zu einer gemeinsamen Zukunft. Aber erwarten kann das eben niemand und die beiden hier wohnen ja nicht mal zusammen.
Ich denke, wenn ich in so einer Konstellation nach 3 Jahren Beziehung ein Studium plane, dann spreche ich mich vorher ab, plane meine finanziellen Rahmenbedingungen, nehme BaföG und binde meine Eltern ein. Ein Studium mit 20 Stunden Teilzeitarbeit während der Woche zu finanzieren ist finanziell unsinnig und schlecht geplant. Da kann auch die Leistung im Studium nur mittelmäßig sein.
Ich hatte nach dem Studium zwar entsprechend (BaföG-)schulden, aber die sind mit einem anschließenden Gehalt schnell abbezahlt oder eben in kleinen Raten abgestottert. Das wirkt alles sehr undurchdacht und dafür soll jetzt der Freund herhalten.

80 Euro Essen ist ganz normal und dürfte dein zukünftiger Standard werden. Also pro Woche für höchstens 20 Euro einkaufen. Damit kann man sich gut eindecken.
Für mehr braucht man einen Vollzeitjob.

Vielleicht bin ich einfach ein Vielfraß, aber mit nicht mal 3 Euro am Tag würde ich verhungern. Das als "normal" darzustellen halte ich für völlig abwegig. Da esse ich schon an Obst mehr und das reicht ja nicht mal für das Essen in der Mensa.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #27
Liebe FS,
generell finde ich nicht, dass dein Partner deine Finanzen regeln sollte. Das ist aber meine Einstellung.
Aber ich verstehe schon was du meinst und befand mich vor vielen Jahren in einer ähnlichen Situation. In erster Linie sollten dich deine Eltern unterstützen. Ich habe damals aber auch aus diversen Gründen ein schwieriges Verhältnis zu meinen Eltern gehabt und war zu stolz darum zu bitten oder etwas einzufordern und lebte von der Hand in den Mund.
Ja es ist ein blödes Gefühl. Vorallem wenn der Partner um die Situation weiß und sich das Treiben gemütlich von einem Showplatz aus ansieht.
Du solltest dir auch Gedanken darüber machen wo eure Beziehung überhaupt hinführen soll und ob ihr auch die Ansichten teilt.

Mein aktueller Partner befindet sich momentan finanziell auch in einer miesen Situation. Ich bin deutlich besser aufgestellt. Aber ich versuche ihn z.B. eher unauffällig zu unterstützen. Das heißt, wenn ich bei ihm bin und wir gemeinsam einkaufen gehen pack ich etwas mehr in den Einkaufswagen, was wir garnicht alles an dem Wochenende benötigen und zahle den gesamten Einkauf, tanke zwischendurch seinen Wagen voll und auch wenn er bei mir ist (wir wohnen 600km auseinander) usw. um ihn etwas zu entlasten, wenn wir Essen bestellen zahle ich usw.
Er bittet mich aber nicht darum.
Aber ich sehe nicht ein, dass ich seine Finanzen regeln soll. Das muss er schon in absehbarer Zeit auf die Reihe kriegen, besonders wenn es mit uns etwas auf lange Sicht werden soll.
Ich habe ihm allerdings dabei geholfen seine monatlichen Ausgaben zu reduzieren, weil ich mich da deutlich besser auskenne als er und er mich darum gebeten hat mir gewisse Dinge mal anzuschauen und ihm Hinweise zu geben was er optimieren könnte.
 
  • #28
80 Euro Essen ist ganz normal und dürfte dein zukünftiger Standard werden. Also pro Woche für höchstens 20 Euro einkaufen. Damit kann man sich gut eindecken.
Für mehr braucht man einen Vollzeitjob.

80€ im Monat für Essen ist nicht normal!!! Schau dir den aktuellen H4 Regelsatz an. Arbeitslose erhalten etwas über 400€ im Monat für den täglichen Bedarf!!

Als ich studiert habe, kannte ich nur Studenten, die (gut) zurecht kamen. Entweder, weil sie selbst aus Akademiker-Familien kamen, die Eltern sie finanziert haben oder Studenten, die BAföG (ggf. Nebenjob) erhalten haben. Bei denen war sogar Feiern oder ein kleiner Urlaub drin. Ich kann das Problem der FSin daher nicht wirklich nachvollziehen.
 
  • #29
Ich denke es ist einfach bequem und geizig.
Wer als erwachsener Mann in diesem Alter mit überdurchschnittlich guten Einkommen es vorzieht, bei seinen Eltern zu wohnen, statt eine eigene Wohnung zu unterhalten, um zu sparen, bei dem stimmt doch irgendwas nicht.
Er könnte in einer Eigentumswohnung wohnen und diese gewinnbringend verkaufen, wenn er mal ein Haus kaufen will. Oder bereits gleich das Haus kaufen.

Er bereichert sich an seinen Eltern, selbst wenn er 200 € zahlt spart er doch erheblich mehr dadurch, dass er keine eigene Wohnung hat.

Dass die Eltern vielleicht auch lieber mal Privatsphäre in diesem Alter genießen würden, auf den Gedanken kommt er offenbar gar nicht. Sicherlich lässt er sich noch von Mutti bekochen und die Wäsche machen weil er einfach faul und bequem ist.
Ein Nutznießer somit.

Logischerweise kommt er dann auch nicht auf den Gedanken, dir irgendetwas Gutes zu tun, wofür er bezahlen soll.

Verlangen kann man natürlich nichts, erwarten schon und wenn Erwartungen nicht erfüllt werden, kann man sich auch trennen.

In meinen Beziehungen hatte ich nie Probleme mit geizigen Männern, man hat sich einfach immer gegenseitig unterstützt, so wie jeder konnte, das Gemeinsame stand im Mittelpunkt.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #30
Da einige hier das gleiche geschrieben haben und meine Denkweise und meine Situation nicht nachvollziehen können:
1) Ich habe keinen Anspruch auf Bafög. Meine Mutter könnte mir rein theoretisch wohl so 200€ monatlich geben, aber das tut sie nicht. Vor 2 Jahren ist mein Vater verstorben, seitdem ich sie generell emotional sehr kalt, lässt niemanden an sich ran und tut auch für niemanden etwas. Sie ist finanziell auch geizig geworden, aufgrund oben genannter Situation werde ich sie nicht verklagen auf das Geld. Ist jetzt nicht so, dass sie reich wäre, sie hat so 1700€ Netto für sich und sieht es auch nicht ein, mir etwas zu geben. Muss ich mit klarkommen.

2) Ich habe nie geschrieben, dass ich gehofft habe, er würde mich unterstützen, darauf basierend habe ich bestimmt nicht mein Studium geplant. Ich merke, dass es hier Menschen gibt, die in meins und deins aufteilen in einer Beziehung - kann man machen, soll jeder eine Beziehung führen, wie er/ sie es für richtig hält.
Es geht nur DARUM, was ich für ein Mensch bin, und ich hätte gerne jemanden, der so fühlt und handeln würde wie ich. ICH würde locker meinen Partner finanziell unterstützen, wenn ich könnte und er es nötig hätte. Ich erwarte nicht, dass mein Freund mich unterstützt, sondern finde es traurig und schade und stelle deshalb auch die Beziehung infrage, eben weil er es nicht tun würde. Ich hoffe, jetzt werden mir nicht die Wörter im Mund verdreht und alles wörtlich so genommen, wie ich es geschrieben habe.

Wenn Leute meinen, jeder sei für sich selbst verantwortlich, egal ob Freund/in oder Ehepartner/in, ist das deren Sache. Ich bin so aber nicht drauf, helfe Leuten gern wo ich kann, und wie gesagt, ich wäre schon längst auf ihn zugekommen und hätte ihm finanzielle Hilfe wenigstens angeboten. Ob er sie angenommen hätte, stünde auf einem anderen Blatt, man könnte es auch schriftlich als Vertrag festhalten, dass man das Geld nur verleiht und wieder bekommt, wenn er arbeiten kann.. Ich hoffe, mein Standpunkt ist jetzt klar.
 
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