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  • #1

Finanzielles Auskommen allein?

Seit meiner Trennung lebe ich (Doktorandin, 30) in einer 1-Zimmer-Wohnung und muss wieder alle alltäglichen Kosten allein bestreiten. All das ist viel zu teuer, als dass ich mir einen annähernd altersgemäßen Lebensstandard leisten könnte. Alle meine Freunde leben mit ihren Partnern zusammen, da gehen alle Kosten eben durch zwei... sogar die Studipärchen können sich auf diese Weise Urlaub, eine schöne Wohnung, ein Auto etc. leisten. Ich empfinde es so: Nicht nur dass ich wieder allein und dadurch todunglücklich bin; ich habe auch ansonsten ausschließlich Nachteile gegenüber den Gebundenen. Meines Wissens wird die Schwierigkeit, als Single finanziell über die Runden zu kommen, bei EP nirgends diskutiert. Unwahrscheinlich, dass alle hier erfolgreiche Anwälte o.ä. sind - EP hat doch auch arbeitslose Privatdozenten?? Wie kommt ihr mit diesem Problem zurecht?
 
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  • #2
vermutlich lebst du in München;-))
in deiner Lage bin ich auch, so ist es aber nun mal. Das Leben ist da echt ungerecht, nicht mal Steuerersparnisse bekommt man. Bei dir besteht zumindest die Option mal mehr zu verdienen, bei mir nicht.
Ich hab nach einem guten Abitur einen Ausbildungsberuf gelernt um schnell selbstständig zu sein, leider nicht beachtet, wie wenig ich damit auf Dauer verdienen werde..
..als ich mich nach 10 Jahren trennte, stand ich in einer Studentenwg, das war alles was ich mir leisten konnte.. und Rückschritte sind in fnanzieller Hinsicht für jeden und immer ein harter Brocken..
Schau das du das Beste aus deinem beruflichen Werdegang machst, da ist es auch gut Energie frei zu haben, die sonst ein Mann bekommen würde.
Vielleicht ist dein Jammertal dann sowieso bald beendet, da du mehr verdienst.
 
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Hieronymus

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  • #3
Ja, du hast nicht so unrecht. Gesellschaftlich politisch-korrekt ist es, dass Familien mit Kindern ach so jammern, obwohl es ihnen meistens gut geht und sie die Kinder freiwillig bekommen haben. An Singles, die knapp sind, denkt kaum einer. Andererseits nützt das bloße jammern natürlich auch nichts. Wer soll da jetzt helfen? Wer alleine ist, muss alleine auskommen, so einfach ist das.
 
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  • #4
Ich bin seit einem Jahr wieder allein und sehe keinesfalls nur Nachteile, mittlerweile ;-)
Erstmal unglücklich sein ist o.k. das wird aber vorbeigehen.

Es ist tatsächlich so, als Single ist das Leben etwas teuerer als zu zweit. Aber was ist schon ein "altersgemäßer Lebensstandard"? Vielleicht solltest du aufhören, dich mit anderen zu vergleichen, was die alles haben oder meinen haben zu müssen.

Auch eine 1-Zi-Wohnung kannst du schön einrichten. Es gibt auch schöne (günstige) gebrauchte Sachen, man muss nur die Augen ein bisschen offen halten. Urlaub geht auch anders als im Luxushotel. Vielleicht 'ne Radtour mit Zelt (hab' ich dieses Frühjahr gemacht, war nicht teuer, superschön und bringt sogar noch extrem Bewunderung ein, von den Leuten, die alles haben, schicke Wohnung, teures Auto, usw...). Gut, das macht vielleicht nicht jede, aber ich wollte nur ein Beispiel als Alternative geben.

Und außerdem ändert sich sowieso alles! Du wirst nicht für ewig Doktorandinnach sein, dann verdienst du wieder mehr. Bei mir hat sich 8 Monate nach der Trennung eine tolle Möglichkeit ergeben, ich habe meine "Traumstelle" gefunden. Und jetzt habe ich mehr Geld als während der Beziehung und trotzdem möchte ich kein Auto oder anderen Urlaub als bisher.

Ich würde versuchen, das beste aus der jetzigen Situation zu machen, mit Erfindungsreichtum und guten Ideen. Ich würde aber auch versuchen, die Augen offen zu halten und alles dafür zu tun, dass sich etwas ändert, wenn ich extrem unzufrieden wäre.
 
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  • #5
Ich bin hingegen 34 Jahre und schreibe demnächst an meiner Masterabeit meines zweiten berufsbegleitenden Studiums. Der Kredit für mein zweites Studium frisst viele Ersparnisse auf. Die Verlängerung eines Beratervertrags habe ich aufgrund ungenügender Höhe - inmitten der Wirtschaftskrise - abgelehnt. Schlußendlich bin ich die letzten Monate darniedergelegen und war zu nichts mehr fähig, weil ich zuerst das Ende einer langjährigen Beziehung verdauen musste und knapp danach jemand mein Herz gewollt, bekommen aber danach wie einen nassen Fetzen weggeschmissen hat. Ich fühlte mich wie ein Tier. Als ob ich nicht zu tiefen Gefühlen fähig wäre. Als ob mein Herz, das ich verschenke, nichts wert ist. Und ich fühle, dass ich irgendwann Kunst studieren werde, etwas das ich immer schon tun wollte und vor Jahren versucht, aber nie geschafft habe.

Ich beklage mich nicht, weil ich es so wollte und grundsätzlich mit jedem Schritt den ich setze einhergehe und dazu stehe.

Das Einzige was im Leben zählt, ist Persönlichkeitsentwicklung, Leidenschaft, Hingabe, Inspiration, Sehnsucht, Anstand, Wertschätzung & Respekt, Empathie, Liebe und Freundschaft, Glückseligkeit... und leider auch, wie ich erfahren musste, tiefer seelischer Schmerz, leise, herzzerreissende Tränen, aber die Erkenntnis, dass einem Lächeln umstrahlt, wenn man fühlt, nur tief und innig fühlt.

Und obwohl ich mich hier angemeldet und jene Dame, die mich bisher zu den schönsten und gefühlvollsten Briefen die ich je geschrieben habe inspiriert hat und welche ich hier unter EP als Erste und Einzige bisher getroffen habe, mir trotz eines wunderschönen Wochenendes, aber aufgrund einer kleinen Gefühlsregung meinerseits und die die Vergangenheit betraf, abgesagt hat, gab sie mir immer viel Wertschätzung, Empathie und viel Respekt entgegen. Ihr letzter Brief und mein darauf folgender waren unsere schönste Briefe. Davor haben mir zwei (fremde) Damen auf Elitepartner uneigennützig geholfen, weil sie spürten, dass ich Hilfe bedurfte. Zwischenmenschlich habe ich, trotz des vielen, verfluchten (Dieses Fluchen ist manchmal eine Schwäche von mir, ich weiß.) Geldes, das ich hier ausgegeben habe, viel bekommen. Zwischenmenschlich. Ich fahre heute zu sehr guten Tangoehreren im süddeutschen Raum und es kostet mich Geld, das ich eigentlich nicht habe.

Was willst Du mit einem annähernd altersgemäßen Lebensstandard? Was willst Du mit Geld? Ich kann oberflächliches blabla nicht leiden, oder Menschen, die nach 20 NLP-Kursen nicht mehr wissen, was sie sagen, oder die mit maingestreamten no-go's um sich werfen, Menschen, die verächtlich auf Menschen zeigen, die aus Überzeugung nett sind, oder Menschen, die egoistist sind, kränkend, verletztend, unanständig oder inhuman agieren und nur nehmen, aber nichts geben. Ich bin vielleicht, obwohl ich dieses Wort unsäglich finde, eher ein Softie, aber ich bin nicht ein ... oder ... Und Letzteres kann ich noch weniger leiden als das bisher genannte. Ich stehe auch beim lautesten Orkan, beim tiefsten Wellengang, wie ein Fels in der Brandung und verteidige all meine Prinzipien, Wertvorstellung bis aufs Blut. Ich bin authentisch durch und durch. Du bist Doktorandin und weisst was ich Dir damit alles sagen wollte.

Grüße,
R.

7E22F890 (34,m)
 
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  • #6
ich auch (w,34)- nur, dass ich nie einen Partner hatte mit dem ich meine finanziellen Angelegenheiten teilen konnte. Meine Beziehungen waren nie stabil genug dafür.
ch befinde mich in einem Zweitstudium, dass ich zum Teil über einen Studentenkredit finanziere. Ich Lehre bereits und promoviere nebenbei ( was auch nicht wirklich geht) und übersetze, aber natürlich reicht es nicht. Ich wohne in einer 1 Zimmer Wohnung in München ;-) Damit ist die Hälfte meines Geldes dahin.
Ich denke in so einer Lage muss man kreativ sein. Was kannst du alles? Was ist deine Fachrichtung? Nach einer Trennung steht eh alles aufm Kopf. Es gibt dir aber auch die Chance neu anzufangen, Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Du hast betsimmt ganz viele ungenutzte Fähigkeiten...
 
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  • #7
Ich bin 45, Berufsausbildung plus Studium und bin - bis auf gelegentliche Eskapaden mit Lebensabschnittsgefährtinnen - noch nie über eine 1-Zi-Whg hinausgekommen.

Dies allerdings auch, weil mir diese im Prinzip genügt und ich auch keine Lust verspüre, 30 jahre lang eine Immobilie abzubezahlen und mich just deswegen finanziell zu versklaven. Ich leiste es mir lieber, weniger zu arbeiten, in Urlaub zu fahren, ganz in Ruhe Hobbies zu pflegen und fast ausschließlich Bio zu speisen.

Im Vergleich mit dem Gros der Weltbevölkerung ein schier dekanter Luxus!

Schau, du leistest dir eine Doktorarbeit. Ist das nichts?

Aber so ist das bei uns in Deutschland: Dass 24 Stunden am Tag Warmwasser und Strom aus der Wand kommen, wir Frieden haben, ganz überwiegend lesen und schreiben können und soviel zu essen haben, dass wir eher mit dem Übergewicht kämpfen, zählt einfach nichts.

Wenn du dir mehr schöne Dinge kaufen willst, bist du doch hier richtig: Selektiere und date dir einen ElitePartner - und ihr könnt gemeinsam shoppen gehen.

Nur vorsicht: Allzu ehrgeizige und hochgebildete Damen werden, so der häufige Tenor in den Threads, von den eher klassisch-konservativ orientierten Herren nicht soooo gerne erwählt.
 
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  • #8
Diese Problem haben doch Millionen andere "Alleinstehende" auch! Ich z.B. war nie verheriatet, folglich habe ich i m m e r finanziell für mich allein sorgen müssen.... da kann ich aber doch niemandem einen Vorwurf machen und jammern nützt nichts. Pack dein Leben an und mach das Beste draus.
 
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  • #9
Das Leben ist eins der Härtesten, sagt man.:)

Mal im Ernst. Du bist wahrscheinlich frisch getrennt. Da ist das "Imunsystem", was so Lebenslöcher angeht, besonders geschwächt und alles kommt einen furchtbar ungerecht und schlecht vor. Lass einfach den Kopf nicht hängen. Ein Neustart ist immer schwierig. Aber der Mensch ist auch ein Gewohnheitstier. Du wirst dich an deine Situation gewöhnen. Andere schaffen es ja auch. Dann weiss man später die besseren Zeiten auch wieder mehr zu schätzen.

VLG
 
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  • #10
1. Meinst Du, daß Anwälte erfolgreich sind ? Es gibt viele, es gibt schlechte. Es ist nicht gut, sich als Anwalt in eigenen Dingen herumzustreiten und so gebe ich meine perrsönlichen Fälle immer gern Kollegen. Damit habe ich aber nur schlechte Erfahrungen gemacht.

2. Wenn Du Geld brauchst dann sag es doch einfach, vielleicht finden sich hier Leute, die es Dir einfach leihen ? In welchem Bereich bist ? Schaffst es, die Summe sagen wir in 5 Jahren zzgl. 5 % Zins im Jahr zurück zu zahlen ?

3. Weißt, das Problem kenne ich nur zu gut; ich hatte auch die Jahre nach dem Studium, wo ich überhaupt nicht erfolgreich war, zwar eine Anwaltszulassung hatte, wo mich aber diese häufigen, belanglosen Fälle, diese vielen emotionalen Streitereien dazu brachten, Steuerberater zu werden. Der Weg dahin war nicht leicht, vor allem, wenn Du nicht Rechtsanwalt mit der Nebenqualifitkaiton StB sondern StB mit der Nebenqualifitkation RA werden willst. Und so kenne ich Deine Lage nur zu gut. Aber: So hart die Zeiten auch sind, es wird sich auszahlen.

In welchem Fachbereich bist ?

7E2176FE - m, 39
 
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  • #11
Wie kommt man mit dem Problem zurecht? Man schaut eben, wie und wo man verdienen kann. So sehr es mir auch Leid tut: Wenn man mit 30 nicht mal sein Unterhalt verdient, muss er/sie nicht jammern, dass es keinen Partner gibt, der ihn/sie unterhaltet! (w29)
 
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  • #12
zico,m

Erst muß man sein eigenes Leben in den "Griff" bekommen,um es eventuell später mit einer Partnerschaft zu komplettieren----dies gilt finanziell genauso!
Manchmal ist der kontinuierliche Weg sicherer,als der steile Aufstieg----ein Ende ist auch ein Neuanfang.
Was heißt hier ,Zitat "... dass ich mir einen annähernd altersgemäßen Lebensstandard leisten könnte."---------hey der Lebensstandard ist immer nur so hoch,wie man sich ihn selbst schafft,egal welchen "Alters".

Du hast Nachteile gegenüber Gebundenen,aber du hast auch Vorteile----siehe so die Chance für dich.
...gehe Arbeiten(erstmal egal was)-bring dein Leben ins "Lot",Doktorandin kannst du später wieder spielen.
So ist das Leben nu einmal,daß geht ja nicht nur dir so!

So Leid es mir für dich tut,Jammern nützt nichts,steh wieder auf.
 
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  • #13
Ich denke das was du durchmachst haben ziemlich viele hinter sich. Ich hatte mich auch aml in eine Frau verliebt dies letztendlich nicht wert war. Hatte ein Haus gelauft, war im Zweitstudium und habe dann eingesehen dass es besser ist, sich allen Mühen und Existenzängsten zu stellen und lieber allein durchs Leben zu gehen und so auf vieles verzichten zu müssen was sonst locker nebenher gegangen wäre. Das erste Jahr war hart, musste mein Geld wirklich einteilen, hatte auf alles verzichtet was Luxus ist- und wenns nur mit den Arbeitskollegen mal ne Pizza am Abend ist. Hatte mein Nachstudium abgeschlossen, nen neuen Job gutbezahlten angefangen und sukzessive mich erholt.
Mir war aber klar dass ich niemals jemand treffen wollte der nur meine Kosten teilt und wir so besser zusammen leben, sondern nur mit jemand zusammensein zu wollen der zu einem passt. Lieber allein, arm, glücklich, als zu zwein, genug Geld und unglücklich.
Such dir den passenden Partner vom Herzen, vielleicht könnt ihr das Thema Finanzen ja dann auch gemeinsam lösen.
 
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  • #14
#5 an 10: ich glaub nicht, dass die Fragestellerin jammert. Ich denke auch, dass sich da vieles vermischt- liebeskummer, aus dem bisherigen Leben rausgeworfen usw.- da kann man finanzielle Probleme nicht ertragen. Das versteh ich. Außerdem geht es auch nicht darum von einem Partner ausgehalten zu werden. Aber ein Partner ist einfach ein Netz- wenn alles schief geht, weiß man dass da jemand ist. Die Frage ist natürlich, ob man ein Auto, teure Wohnung usw. braucht. Das Alleinsein hat auch Vorteile- es macht selbstständig und ein Stückweit erwachsen. Ich habe mir zum Beispiel einen Haushaltsplan erstellt, als ich merkte, dass ich wirklich anfangen muss mein Geld zu kontrollieren. Ich weiß genau was ich mir leisten kann und was nicht. Ich beschwere mich nicht, denn ich entscheide mich bewusst für mein Leben und schätze die Vorteile, die ich habe. Mehr brauch ich nicht. Ich mache die unterschiedlichsten Jobs- von Lehre, über Buchherausgabe über Übersetzung usw. und bin immer auf der Suche nach Möglichkeiten, mich finanziel zu entwickeln. Aber und das hab ich für mich rausgefunden, ist das wichtigste. Ich konzentriere mich auf meine Fähigkeiten und suche in jeder Arbeit die Herausforderung und die Entwicklung. Wenn ich das nicht gegeben sehe, mache ich es nicht. Das ist ein Luxus, den viele nicht haben. Aber dafür verzichte ich auch auf ein Auto.
Ich denke #6 hat recht: Wir leben in einer Luxusgesellschaft:
" Tröste Dich: Der Mensch will haben, sein, gelten... das einer alles hat, das ist selten!"
 
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  • #15
Ich kann dich gut verstehen. Bin letztes Jahr mit der Erwartung regelmäßiger Gehaltssteigerungen (allein) in eine schöne, aber trotzdem RELATIV günstige Wohnung in einer teuren Stadt gezogen. Dank Wirtschaftskrise bin ich nun entlassen.
Ich hätte mir aber ohnehin eine andere Wohnung genommen, da ich mit dem Geld nicht so recht ausgekommen bin. Die Gehaltserhöhungen kamen nicht so wie erwartet. Ich muss noch Kredite für mein Studium abbezahlen. Die große Wohnung kann ich nicht einrichten, da mir das Geld für Möbel fehlt. Auch an anderer Stelle spare ich. Gehe in der Mittagspause kaum noch essen, sondern koche abends vor oder es gibt Dosenfutter aus der Mikrowelle. Die Zeitung habe ich abbestellt. Miete mir übers WE kein Auro mehr, wie ich das immer mal gern gemacht habe.
Du findest bestimmt auch Möglichkeiten, an der ein oder anderen Stelle zu sparen, um zum Beispiel mehr Geld für den Urlaub zu haben. Kein Auto zu haben ist z.B. schon mühselig, aber es geht. Meiner Meinung nach haben viele Leute in unserem Alter sehr hohe Ansprüche. Mein Vater hat in meinem Alter (32) schon zwei Kinder gehabt und meine Mutter musste nicht arbeiten. Wir haben damals aber auch auf dem Land gewohnt, unten im Haus wohnten meine Großeltern. Meine Eltern sind so gut wie nie essen gegangen, sogar im Urlaub (den es auch nur alle 2 Jahre gab) hat meine Mutter fast immer gekocht. Alles geht eben nicht. Ich kann nicht in einer der teuersten Städte in einer großen Wohnung wohnen, ein Auto unterhalten und jedes Jahr 2 Wochen in Urlaub fliegen. Mein bester Freund, auch Doktorand, ist in derselben Lage. Ich kenne natürlich schon ein paar Leute, die das können. Die haben aber auch eine 60-70 Stunden-Woche.
Du schaffst das schon!
 
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  • #16
...ich finde das ehrlich gesagt ziemlich oberflächlich als ob das Alles im Leben ist - Reisen, schöne Wohnung blabla, ja, das ist nice to have. Es gibt hier sicher viele Singles, zu denen darf ich mich glücklicherweise auch zählen, die eine Eigentumswohnung haben, in Urlaub fahren, oft Essen gehen etc., aber man darf nie dabei vergessen - ich habe keine 40-Stunden-Woche sondern arbeite so ca. 60 Stunden pro Woche....also viel Kohle verdienen heißt oftmals auch die Kehrseite der Medaille in Kauf zu nehmen nämlich wenig Zeit zu haben....man kann leider nicht alles im Leben haben. Aber du da ja Doktorandin bist, bist du doch auf dem besten Weg dahin, finanziell unabhängiger zu werden. Ich hatte damals nur was Kfm. gelernt, aber dann neben meinem Job studiert und sehr viel Einsatz im Job gezeigt, so dass es irgendwann auch aufwärts ging. Also von daher - das ist sicher nur ein kurzer Zeitraum für dich, es ist ja ein Ende in Sicht. Aber ich finde nicht, dass man als Single deshalb schlechter gestellt ist und irgendwie ist das auch ein bißchen Jammern auf hohem Niveau....wenn wir mal ganz ehrlich sind, denn wie viele müssen mit weit aus weniger auskommen und sind oftmals unverschuldet in die Situation gekommen - man hört doch immer wieder von diesem Kreislauf, Scheidung, dann macht man Fehler im Job, verliert ihn dann und ja, dann geht's abwärts.
 
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  • #17
Geld, Geld, Geld, Geld.....

Frauen sind heute ja so emanzipiert und unabhängig und damit sie das auch erreichen studieren sie vorsichtshalber dreimal und müssen auch noch in München, Köln, Stuttgart oder Frankfurt wohnen. City, Shopping, Kultur, Comunity, Szene, Selbsverwirklichung ... [mod] ....seht alle her ich mach was aus meinem Leben!
Die armen Omas, die noch vom Partner wirtschaftlich abhängig waren und sich deshalb mit diesem widerlichen ungeliebten Menschen das Leben teilen mussten....
.... naja, sagen wir mal aber so ein liebevoller gutsituierter nieveauvoller Lover mit Geberlaune wäre ja schon nicht schlecht.... da könnte man sich dann schon noch mal ein wenig in die "Omarolle" erniedrigen, bis man wirklich genug Flocken verdient um unabhängig zu sein...

@ 2 Die Anmerkung mit den freiwillig verarmten Familienmüttern und -vätern ist an dieser Stelle absolut polemisch und unpassend.
Meine 2500 (geh. Beamter mit Doppeldiplom) gehen durch vier (incl. Eigenheim und Urlaub), da sollten doch einem allein ca. 1200 Dicke reichen. Aber ich weiß ja, für mein Gehalt würden arbeitslose Herr oder Frau Dr. am Morgen noch nicht einmal den Hintern aus dem Bett heben.

Nicht Mißverstehen, ich würde dem Fräulein Doktorantin mein letztes Hemd geben, wenn wir uns lieben würden, selbst auf die Gefahr hin, meine eigene Unabhängigkeit dadurch zu verlieren.

Wer war nochmal Schuld an der Wirtschaftskrise, ach ja die Münchner Vermieter ;-)).

M/45
 
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  • #18
Ich stelle ja immer das Gegenteil fest: Wenn ich nach einer Beziehung wieder Single bin, komme ich mit weitaus weniger Geld aus, als in einer Beziehung! Und das, trotzdem der Partner jeweils deutlich mehr verdient hat als ich (ich habe jeweils seinen teureren Lebenswandel mitbezahlt, weil alles durch 2 ging)... und trotzdem es selbstverständlich ein Fakt ist, dass Singles die höchsten Pro-Kopf-Kosten haben, weil Wohnung, Heizung, Auto usw. mit niemandem geteilt werden können.
Es wurde ja hier schon mehrfach angesprochen: Was heißt denn altersgemäßer Lebensstandard? Ich verzichte z.Zt. auf ein Auto, stelle fest, dass man in der Großstadt in der ich lebe, auch nicht unbedingt eins braucht und habe die Freude am Fahrradfahren entdeckt.
Mir sind z.B. durchaus ein/zwei Urlaubsreisen pro Jahr wichtig und die leiste ich mir auch, aber Urlaub muss nicht so teuer sein, wenn man ihn individuell plant und gestaltet.
Mir ist es dagegen nicht wichtig, dauernd neue Klamotten zu haben, dauernd neueste techische Geräte oder Wohnungseinrichtung, oder teuer auszugehen ...
Mir ist es wichtig, mich nicht finanziell zu versklaven und ich bin froh, dass mir das auch immer gelungen ist!
Stimme #6 zu!

w42
 
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  • #19
So ganz verstehen kann ich dich nicht, sorry.

Du wusstest doch vorher, dass du als Doktorandin nicht viel verdienst. Sicher ist es enttäuschend, wenn das Leben ganz anders verläuft als geplant, aber man sollte doch immer soweit rechnen, dass man alleine zurechtkommt und nicht von anderen abhängig ist.

Ich habe immer alleine gewohnt, auch wenn ich eine Beziehung hatte. Für mich war immer klar, dass ich für meine Unkosten selbst aufkommen muss und entsprechend wurde gerechnet und geplant. Von einem Mann abhängig sein, das wollte ich gar nicht.

Heutzutage verdient man ja auch im Vollzeitjob als Akademiker teilweise nicht mehr viel. Ich habe Kollegen, die zusätzlich am Wochenende noch einen 400 Euro-Job machen. Auch das ist Normalität. Du hast doch als Doktorandin sicherlich die Aussicht, in absehbarer Zeit diese Phase hinter dich zu bringen und dann einen gut dotierten Job zu bekommen. Also sieh es einfach als Überbrückungsphase. Und wenn du es geschafft hast, dann hast du es alleine geschafft, ohne dass du jemand anderem was schuldig bist.
 
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  • #20
Je nachdem auf welchem Gebiet die Dame promoviert, hat sie nicht unbedingt Chancen aufm Markt. Titel hat heut schon lang nicht mehr die Bedeutung, die es vor 20 Jahren noch hatte.
# 16: was bitte möchtest du uns mitteilen? Weil ich in München wohne, ein Zweitstudium habe, gerne mal einkaufen gehe, bin ich etwa ne Zicke? Weil ich mein Platz nicht mit meiner Oma tauschen möchte etwa Bindungsunfähig?
 
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  • #21
Das ist eine Phase, aus der du herauskommst. Eben ein Lebensabschnitt! Denke auch, dass dir da viele Dinge durcheinander geraten. Da empfindet man alles doppelt so schlimm.

Kann als Single übrigens nicht klagen. Habe auch in der Partnerschaft alles immer gerecht geteilt, d.h. meinen Anteil an der Miete, Strom, Heizkosten etc. prozentual aufgerechnet. Allerdings muss ich jetzt "meine 2700 Euro" (normales Lehrergehalt) + ein "paar" hundert Eurochen Nachhilfe mit niemanden teilen, würde es aber auch nie von einem Mann verlangen, sein Einkommen zu teilen. Wo kämen wir denn dann hin, wenn noch jemand mich aushalten würde?!

Das Doktoranten-Sein geht vorbei. Du wirst nicht ewig auf diesem Niveau leben müssen.....
 
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  • #22
Liebe Fragestellerin,
sei froh, dass Du kein Kind hast.
Sonst bräuchtest Du eine 2-Zi-Whg vom gleichen Geld. Du hättest dann plus 200 Euro Kindesunterhalt plus 75 Euro anteiliges Kindergeld. Ausgaben wären eben Plus Klamotten fürs Kind, plus Kindergarten oder Hort, plus Schulsachen und Geld für Ausflüge.

Ich lebe mit Kind und Teilzeitjob auf Deinem Level, Du musst eben lernen, gut zu haushalten. Ich kann das ganz gut, meinem Kind fehlt es an nichts. Und auch ich ziehe mich gut an.
Ab und zu putze ich für Geld, dann kann ich mit meinem Kind ein paar Tage wegfahren.
Das kannst Du sicher auch.
Du kannst abends weggehen und einen neuen Mann kennenlernen, während ich aufs Kind aufpasse.
Dir geht es doch sehr gut, oder? Du machst Deinen Job gerne und wirst als Doktorandin irgendwann 4000 euro netto haben.
Sonst hättest Du den Doktor doch gar nicht erst anfangen müssen und könntest gleich seit 5 Jahren putzen gehen.
 
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  • #23
Also wirklich, Leute, so ein Unsinn.

Ich, die Fragestellerin, habe 1000 Euro im Monat in einer Stadt mit 10 Euro Mietpreis pro qm. Mein Hiwijob und mein Lehrauftrag wurden wegen der Geschwisterregelung bei den Studiengebühren gestrichen. Und auch manche Habilitanden verdienen an der Uni 1600 Euro - brutto, mit fast 40.

Was ich meine, ist auch nicht, dass mich jemand aushalten soll! Habt ihr es euch denn nie durchgerechnet: Wenn jeder 500 Euro Miete zahlt, bekommt das Paar eine Wohnung mit Küche und Bad im Wert von 1000. Da drin ist dann nicht so ein siffiger Pantry-Spülblock, und man muss auch nicht den Wm-Schlauch in die Dusche leiten.... Außerdem Kosten für die Flatrate durch zwei, Kosten für Hausratversicherung durch zwei etc. Und was Urlaub angeht, man berechne nur mal den Preisunterschied zwischen einem ganzen Einzel- und einem halben Doppelzimmer im Hotel!

Klar übrigens, wichtiger als Geld ist es, einen Partner zu haben, den man liebt. Aber das eine schließt das andere ja nicht aus. Es ist Gutmenschentum einem einzureden, man müsse sich entscheiden - vielmehr sieht man ja um sich herum, dass beides aneinander gekoppelt ist. Und den Nutzen, den Mann los zu sein und sich deswegen auch noch nichts leisten zu können, den sehe ich nun wirklich nirgends. Zumal man mehr Geld bräuchte, um neben dem Singleblues wenigstens nicht dauernd auf die Preise schielen zu müssen.

Übrigens geht das schon seit drei Jahren so und wird stets schlimmer: Am Anfang denkt man ja noch, man brauche nicht viel und man werde schon wieder jemanden finden... aber was, wenn nicht...

Also bitte ich von Polemik hier abzusehen - zumindest diejenigen, die wissen, was das Wort "Polemik" bedeutet, und mich nicht aus Unterlegenheitsgefühlen heraus als überdrehte Bildungstussi beschipfen, nur weil ich "Doktorantin" (s.o.!) bin.
 
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  • #24
@22: Immer mit der Ruhe. ich denke,dass die meisten hier deine Situation verstehen. Und die wenigen, die sich im Ton vergreifen, ach lass sie doch. Ich habe ein Jahr lang Vertretung als wissenschaftliche Mitarbeiterin gemacht. Du hast recht- mehr als 1,700 kam dabei nicht raus. Das tut natürlich weh. Aber du kannst nichts an deiner Situation, so wie sie ist, ändern: Der Mann ist weg, kein neuer in Sicht. Wenn du einen Rat willst und nicht nur Mitleid, dann gilt es wirklich zu versuchen das anzunehmen was tu hast und das beste draus zu machen. Schließlich hast du dich doch selbst dafür entschieden zu promovieren. Es wird dir doch bestimmt was geben. Wenn nicht, dann ist es vielleicht nicht das richtige und dann such dir einen Job. Überlege dir was für dich wichtiger ist. Und dann steh dazu.
 
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  • #25
An die Fragestellerin:

Sollte ich #4 polemisch gewesen sein, so möchte ich mich in aller Form entschuldigen:
"Es tut mir leid."

Du bist ehrlich, authentisch und stehst zu Deinen Aussagen. Wer tut das heute schon?

Alles Gute.

Beste Grüße,

R.
(34,m)
 
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  • #26
#14 nochmal
Ich verstehe zwar nicht, was sich hinter der Geschwisterregelung verbirgt, aber ich dachte, dass Du auch auf 1700 netto kommst. Bei 1000 sieht die Sache natürlich wirklich nochmal anders aus.
 
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  • #27
Ist wirklich bedauerlich wie es einigen so geht. Aber ihr müsst verstehen, zuerst muss die Erde vor dem Klimakollaps gerettet werden egal was das kostet. Unser Kanzlerin ist Vorreiterin für die ganze Welt und ihr wollt ihr diese Rolle doch nicht vermiesen, also bleibt in der 1.Zimmerwohnung und seid mal zufrieden.
 
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  • #28
Hallo liebe Fragestellerin,
ich, weiblich, single, habe mich das auch schon oft gefragt und mich dann geärgert, dass die Kosten vergleichsweise hoch sind.
Nur, jammern hilft nicht, man kann eben nichts machen. Denk doch mal, wieviel Geld und Zeit du sparst, indem du dich nicht immer für ihn aufbretzeln musst, mit ihm ausgehen musst,... Das kostet häufigmehr als als single, da man zu zweit vielleicht auch mehr macht. Das mache ich mir immer wieder klar, wenn ich sehe wie wenig meine Freundinnen (in einer Beziehung) für Miete, Urlaub,... zahlen müssen.
Versuche doch noch nebenbei einen 400,- € Job zu bekommen, dann kannst du dir viell, noch Extras leisten.
Viel Glück.
 
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  • #29
Sei froh , dass es so für dich ist . Ich hatte mit 23 mein Studium beendet , mit 30 meine erste Million ( allerdings Schilling ) verdient , heute habe ich drei Wohnsitze , ein Kind im Internat , bin attraktiv , wie man so schön sagt : habe alles , bin allerdings 47 ....... und was sagen die Männer ? - entweder bin ich ihnen einige Nummern zu groß , oder sie wollen von mir erhalten werden ..... das kann dir wenigstens nicht passieren
 
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  • #30
Hier ist nochmal #16, ich wollte mit meiner Antwort nur veranschaulichen, dass es auch sehr vielen Gebundenen mit geringem Einkommen und besonders nicht mehr gebundenen Alleinerziehenden erheblich schlechter geht als Dir. Meine Scheidung kostete mein Eigenheim und mehrere zigtausend Euronen, das Jammertal der Tränen habe ich folglich auch durchwandert, da hilft auch mein gutes Einkommen nichts. Welcher "altersangemessene Lebensstandard" steht denn mir zu mit 45 Jahren und zwei Diplomen oder einer gleichaltrigen Reinigungsfachkraft? Die Frage allein ist wie oben bereits erwähnt beinahe eine Unverschämtheit. Die Kosten von Eltern halbieren sich nämlich bei weitem nicht, im Gegenteil. Nur so zur Kenntnis, als ich meine geliebte Familie gründete waren meine Ex und ich beide noch in Ausbildung und lebten mit Tochter von 1800 DM! im Monat. Urlaub gab es halt die ersten Jahre nicht. Schau bitte einmal nur nach "unten" und nicht nur nach den fertigen Doktors und Dinks (double income no kids) und dann reflektiere Deine Situation nochmal ehrlich. Jeder muss sich nach seiner Decke strecken und halt ggf. kleinere Brötchen backen. Ich wohne halt z.B. in einem Dorf mit 6 €/m² Warmmiete und nehme lieber einen weiteren Weg zur Arbeit in Kauf. Meine Klamotten kaufe ich bei "Chic & Adrett" so bleibt jetzt noch was für Urlaub übrig.
 
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