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  • #1

Flirt-Mentalität Norden vs Süden bzw Hamburg vs München

Hallo zusammen,
ich wohne (m, 35 Jahre, 176 cm, sportlich, nicht hässlich, kein Modell - normal würd ich sagen) nun seit ca. 1,5 Jahren in München. Zuvor habe ich in der Mitte Deutschlands gewohnt, dort studiert und dort danach noch 9 Jahre gearbeitet. Da ich gebürtig aus dem Norden komme, habe ich überlegt, die Mitte Deutschlands wieder zu verlassen, eigentlich wunschgemäß Richtung Hamburg / Norden. Da es dann in ca. 2-3 Monaten Bewerbung nicht so richtig geklappt hatte bzw das Wunschangebot nicht dabei war, habe ich die Bewerbung auf den Süden (München) ausgeweitet und dort recht zügig nen gut bezahlten (Konzern)job bekommen.
Seit 1,5 Jahren nun in München fällt mir das insgesamt unzufriedenstellende Flirt-/Balzverhalten der Damen im öffentlichen Leben (U-Bahn, Park, Isar, Club, Fitness,..) auf - verglichen mit den Erfahrungen, die ich zuvor in anderen Regionen Deutschlands gemacht habe wie in Städten in der Mitte Dtl. oder zu Besuch im Norden. Die Damen sind nicht so gesprächsbereit wie woanders. Wenn doch, dann geht es im Gespräch eher zurückhaltender zu, die Themen sind eher an einem materiell basierten Fragenkatalog orientiert (Was machst du, welches Auto fährst du,...etc). Auch dass Frauen an sich aktiv den Flirtversuch starten, habe ich hier in 1,5 Jahren nur selten erlebt und dass nur in ausgewählten Arealen (bsp.: Schlagerbar im Kunstpark). Ich finde das schade, da es hier echt viele gut aussehende Frauen gibt - die (Flirt-) Mentalität jedoch nicht wirklich zufriedenstellend ist.

Meine konkrete Frage ist, ob dieses Verhalten münchentypisch ist und ob sich im Norden (speziell Hamburg) ein im Mittel offenerer (flirttechnisch gesehen) Miteinander besteht, der ggfs. auch nicht so oberflächlich materiell ist. ggfs sind die Frauen im Norden sogar eher bereit den ersten Schritt (Blickkontakt...etc) zu machen. Hat jemand von Euch diese München vs Hamburg Erfahrung im Vergleich ?
 
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  • #2
Ich erlebe es bei den Männern genau umgekehrt. Also dass die süddeutschen Männer viel mehr flirten als die im Norden. Vielleicht liegt es also daran, dass die Frauen unterschiedliches Männerverhalten gewohnt sind.

w
 
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  • #3
Kenne ich, lieber FS. Obwohl ich ursprünglich aus Bayern komme, kann ich das so unterschreiben. Es existiert quasi keine Flirtkultur und wie du sagst ist alles eher materiell orientiert (manche Typen kamen mir vor, als suchten sie eine Business-Partnerin, keine Frau).
Als Frau wurde ich zwar mehrmals "dumm" auf der Straße oder in der S-Bahn angemacht (plumpe Ansprache, ohne dass ich Signale gesendet habe - einmal sogar ist mir einer bis vor die Haustür gefolgt), aber interessante Kerle habe ich nicht kennengelernt. Die meisten Akademiker sind die klassischen "Spiesser", mit Haus, Hund und Garten im Vorort, die nur zum arbeiten in die Stadt kommen. Daneben gibts viele Singles, die sich aber mit Arbeit zuballern und entsprechend angepasst bzw. materiell ticken...das ist nichts für mich.
Meiner Meinung liegt es einfach daran, dass München keine Großstadt sondern ein Sammelbecken von Pendlern/Arbeitsmigranten aus der umliegenden Provinz ist. München ist einfach keine Weltstadt und wenn man ein bissl anders drauf ist als die Masse, findet man eher wenig (bzw. langweiligen) Anschluss. Es ergeben sich zwar Kontakte, aber die enden halt schnell wieder, weil es einfach nicht passt.
Tja, ich empfehle dir, wieder nach HH zu ziehen. Das scheint doch die interessantere Metropole zu sein, und einen Konzernjob wirst du da doch auch finden, oder?
LG, w 30 (175, 55kg, Unternehmerin, lange Haare, Frohnatur mit schwarzem Humor;-)
 
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  • #4
@Gast #2: (von 12:46): Du sprichst mir schon ein wenig aus dem Herzen, wie ich zugeben muss.
Wohnst du jetzt im Norden oder sogar direkt in HH, so dass du die Region direkt aus eigener Erfahrung bzgl. der angegebenen Erwartungen empfehlen kannst ?
Das die Leute hier (in München) distanziert, materiell etc ticken und eher spießig sind, musste ich eben echt leider feststellen. Was nützt der best bezahlte Job, schöne Biergärten und Isar zum Baden in der Stadt, wenn die Menschen / Mentalität einfach nicht zu einem passen, und ein wichtiger Punkt ist dabei eben auch die Mann/Frau-Interaktion im Bereich Flirtverhalten. (andere Punkte wie Artung des Humors, Meerdistanz kommen noch hinzu)
Danke schon mal für die Bestätigung - ich spiele schon länger mit dem Gedanken, meine (job-) Bewerbungsbemühungen wieder Richtung Norden zu richten, ich glaube, jetzt werde ich da mehr Energie reinstecken. Danke für den vielleicht "letzten" Anstoss dazu. :)

Gibt es noch ähnliche Empfehlungen hier ? Oder ggfs. auch gegensätzliche Sichtweisen (z.b: Menschen, die in Hamburg gelebt haben - dann beruflich nach München gezogen sind und die Punkte hier in München sogar besser empfinden als in HH)

LG (mein Gewicht hab ich oben vergessen: 78g, blonde Haare, ebenfalls mit schwarzem humor)
 
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  • #5
@3: bist du der FS? Ich bin #2.
Naja, ich war schon mehrmals in Hamburg bzw. habe lang in BeNeLux gewohnt und muss schon sagen, dass ich die Mentalitaet in echten Großstaedten viel angenehmer empfunden habe. Momentan lebe ich übrigens nicht in D. Ich habe die Konsequenzen gezogen, nachdem ich nach fast 2 Jahren in München wirklich keinen Bock mehr hatte, für eine lausige Lebensqualitaet auch noch horrende Preise zu zahlen. Mir faellt es wirklich nicht schwer, neue Kontakte zu knüpfen, aber in MUC habe ich mich sehr oft gelangweilt - nicht weil es an Bildung, Status, etc. mangelte, sondern einfach weil die Stadt nicht zu meiner Mentalitaet passte. Sehr oft habe ich Veranstaltungen besucht, die zwar hochinteressant klangen, aber bei denen sich einfach keine Stimmung entwickelte, ich Offenheit, Neugierde und Unkonventionalitaet vermisste. Und ich erwarte auch gar nicht viel, nur wollte ich gern gelegentlich einen amüsanten Abend/Tag verleben, Großstadtatmosphaere erleben, eine positiv-herzliche Grundstimmung, ansprechende Menschen kennenlernen, meinen Horizont erweitern....ohne irgendwelche Pseudo-Verbindlichkeit, Dating-Absichten usw.
Ich weiß, dass es vielen Leuten geht wie uns. Das Dumme daran: 'Typen' wie wir werden sich in München eher nicht finden, da wir alle nach kurzer Zeit das Weite suchen:). Viel Glück für dich!
 
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  • #6
Lieber M

bin aus der Mitte Deutschlands, oft umgezogen. Kann als Frau (hübsch, blond, polyglott) nur feststellen dass ganz Deutschland eine echte Flirtwüste ist. Keiner kommt an den Tisch und macht ein Kompliment, keiner scherzt mal einfach so, keiner schenkt dir Blumen und zwinkert mit den Augen. All das passiert mir in anderen Ländern und Kulturen eben öfter. Süd-Nord finde ich auch erheblich anders, noch grösser ist die Drift zwischen West und Ostteil der Republik, besonders Stadt-Land-Gefälle.

Dass die Hamburger gern flirten ist mir so noch nicht aufgefallen, sie sind meist unnahbar beschäftigt und selbst beim Joggen machen sie ein ernstes Gesicht als müssten sie auch hier Rekorde brechen.
 
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  • #7
Ich als "Ösi" würde auch den Charme der bayrischen Damen eher als herb bis streng empfinden - dicke männliche Haut ist durchaus angebracht. Und München empfinde ich als ein besonders hartes, finanziell geprägtes Biotop. Kann deine Probleme also durchaus nachvollziehen...
 
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  • #8
Lieber FS,

die Mentalität der Menschen ist in jeder Stadt eine andere. Ich habe 10 Jahre in Berlin gelebt, davor in Mittel- und Nordostdeutschland, jetzt seit einiger Zeit in München. Im "Erstkontakt" sind die Menschen hier verschlossener. Bist Du aber offen, tauen die meisten schnell auf und Du kannst viel Spaß haben. So meine Erfahrungen trotz "Berliner Schnauze". Mein Rat: bleib, wie Du bist und genieße dennoch Dein Leben ! Wenn München nicht Deine Stadt ist, zieh dort hin, wo Du Dich wohlfühlst. Auch das ist entscheidend.

w, 33
 
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  • #9
Lieber FS,
ich lebe mitten in Deinem geliebten Hamburg (Alster in Sichtweite) und kann nach 30 Jahren feststellen - wer hier nicht geboren ist, seine Schulzeit oder sein Studium absolviert und daraus seinen Bekanntenkreis rekrutiert hat, bekommt hier kein Bein an den Boden. Ich bin froh, wenn die aktive Berufszeit vorbei ist und ich nach Sueddeutschland ziehen kann, um wieder ein soziales Leben zu haben. Urspruenglich komme ich aus NRW und bin einige Jahre nach Studienabschluss beruflich bedingt nach Hamburg gegangen. Meine Kollegen wohnen ebenfalls alle in den umliegenden Satelitenstadtteilen oder Kleinstaedten und sind Arbeitsimmigranten in Hamburg, d.h. keine Freizeitverabredungen möglich.

Beruflich bin ich oft in Berlin und München - da findet man so schnell freundliche Gesprächspartner, während in Hamburg die Singles jeweils allein an einem Tisch sitzen und mit dem Smartphone spielen, geschaeftig tun. M.E. ist es im Süden leichter, weil das Wetter besser ist, die Menschen mehr Zeit an der frischen Luft verbringen und insgesamt geselliger sind.

An Deinem Beitrag fiel mir auf, dass Du explizit nach den Aktivitätspegel der Frauen fragst. Kann es sein, dass Du ein eher passiver Mann bist und damit bei Frauen, die ein traditionelles Rollenverstaendnis haben, nicht landen kannst? Ich kann nicht feststellen, dass hier in Hamburg die Menschen weniger materiell sind, als in München. Im Gegenteil, hier hast Du regional genau die gleiche Schickimicki.Szene wie in München. Wenn Du hier noch verankert bist, dann merkst Du es nur nicht.

Hamburg ist eine wunderschöne und vielseitige Stadt. Unter dem Aspekt ist es schade zu gehen, aber ich will mich ja mal wohlfühlen und das wird hier nichts mehr.
 
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  • #10
@#2 und #4: Ich bin #3 und der Beitragsersteller :)
Ich finde sehr interessant (wieder), was du geschrieben hast. Ich habe das gleiche Gefühl in München, wie du beschrieben hast. (Existenz von Langeweile, Mentalitätsbruch zur eigenen Wunschlebensweise, Mangel an Offenheit, Unkonventionalität und Spannung) Ich freue mich, dass du dies bestätigst und mir zudem bestätigst, dass ich in HH mehr Chancen habe, dies zu finden - vermutlich auch nicht in jeder Ecke dort. (siehe auch interessanten Beitrag von 20.22 Uhr).
Ärgerlich wäre nämlich, wenn man in MUC Job, aufwändig gefundene Wohnung, etc aufgibt, um sich dann zielgerichtet zu verändern, jedoch dann am neuen Ziel nicht die erhofften Lebensparameter und Wohlfühlfaktoren vorfindet. Daher hole ich mir lieber Meinungen vorab ein, um solch einen aufwändigen Schritt wie diesen nicht umsonst zu machen.
Dabei verspreche ich mir in die neuen Stadt: Neugier der Leute, Offenheit für neues - wenig konventionell, Meeresnähe und/oder viel Wasser in Stadt, Gefühl von Weite und Freiheit, Jobqualität und Einkommensgüte und natürlich Flirtbereitschaft in beide Geschlechterrichtungen (solange man single ist ein nicht zu vernachlässigender Zufriedenheitsfaktor im Alltag) - für mich als Mann natürlich insbesondere Flirtoffenheit auf Seiten der Damenwelt. Attraktivität, die natürlich im Auge des Betrachters liegt, sollte auch gegeben sein.
So, sollte HH dies bieten, werde ich in diese Richtung werben - andernfalls wäre ich auch offen für weitere Vorschläge bzgl. Städte (deutsch oder auch europäisch) in Küstennähe, welche diese Parameter erfüllen.
Noch jemanden mit direkten Vergleichserfahrungen ? d.h. München vs Küstenstadt (Kiel, Lübeck, Kopenhagen ... jedoch idealweise Hamburg?).
Vielen Dank vorab. LG der Artikelurheber.
 
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  • #11
Lieber FS, ich als Frau erlebe es genau anders herum. Hier im Norden Hamburgs komme ich fast nie mit Männern ins Gespräch. Mehr als schauen passiert einfach nicht. Und wenn Männer sich hier mal trauen mich anzusprechen, dann sind sie nur zu Besuch in HH und kommen fast immer aus Süddeutschland. Sehr witzig zu beobachten. ;-)

Während in Hamburg ein kühler Wind weht, herrscht in München wohl ein sehr von sich überzeugtes Auftreten. Beide Städte haben ihre Vor- und Nachteile. Mach das beste draus. Viel hängt auch von der eigenen Persönlichkeit & Ausstrahlung ab, ob man neue Leute kennenlernt oder nicht...
 
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  • #12
Wenn Du. liebe FS, nette Leute in einer größeren Stadt kennen lernen möchtest, solltest Du nach Düsseldorf, Köln oder auch Leipzig oder Dresden ziehen. Die Leute dort habe ich als extrem entspannte Zeitgenossen kennen gelernt. Ich bin aus München und hab mit meinen Mitmenschen manchmal auch so meine Schwierigkeiten. Schau dir mal auf der bekannten Videoseite die Filmchen eines gewissen "Harry G." an, der ist grad groß in Mode weil er Recht hat.

Die Hamburger haben allerdings bei uns Münchnern auch keinen besonders guten Ruf...
 
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  • #13
Ich weiß, dass es vielen Leuten geht wie uns. Das Dumme daran: 'Typen' wie wir werden sich in München eher nicht finden, da wir alle nach kurzer Zeit das Weite suchen:). Viel Glück für dich!

Ich kenne einige Wessis, denen es ähnlich ging und die wieder zurück und in ihre Heimat zogen, oder dann nach Berlin gekommen sind und sich jetzt wohl fühlen, weil man hier alles haben kann, von spiessig bis alternativ und sich keiner groß dran stört.

w
 
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  • #14
Also ich habe auch lange in München gelebt und wohne jetzt 10 Jahre in Hamburg und muss sagen, dass die Münchener ALLESAMT, wenn sie gut aussehen materialistisch sind.
IM Einser (P1 ;-) )wedelten die Männer früher ständig mit ihrem Ferrari/Porsche/wasweißichwas-Schlüssel vor meiner Nase und luden mich auf ne Spritztour ein, was schon irgendwie aufgrund des Wortes doppeldeutig rüberkam, philosophierten mit mir abartige Themen, wie mich null interessierten wie den angesagtesten Vodka oder wie schnell sie von München in Starnberg mit ihrer Karre sind.
Die Mädels hatten - zumindest vor 10 Jahren - alle Gucci-Sonnenbrillen und Guccitaschen - heute wird das eher LV sein - und alle waren blond. In jeden Club gab es einen VIP-Bereich, der mit rotem Band abgesperrt war, man trank Vodka und Champagner und frönte in erster Linie seiner eigenen Schönheit.
Ohne Porsche warst Du nur ein halber Mann, hatte ich so das Gefühl. Ich fand das flirten mit halbwegs erfolgreichen Männern in München sehr anstrengend.
Ich weiß auch nicht, was Männer an diesen Guccihasen so interessant finden, aber da bestätigt sich mal wieder, dass es Männern eben nur auf die Optik ankommt.
Ich mag diese krampfhaften Einheits-Paris-Hilton-Celebrity-Look-Frauen nicht mit Designersonnenbrille, Louis-Vuitton-Tasche und langen blonden Haaren, in irgendeiner Werbeagentur arbeitend oder irgendwas mit Mode und Kunst-machend, die meinen, sie könnten aufgrund ihrer zurechtgemachten Optik alles verlangen.
Genauso wenig wie die Männer mit ihren geleasten Angeberkarren und ihrem hohlen Gerede.
Nic gegen Designer, nix gegen Styling, nichts gegen schöne Autos - aber München war Flirttechnisch für mich immer eine Zumutung an Oberflächlichkeit.
Da ist mir Hamburg schon lieber - die sind authentischer. Klar gibts da auch Schnösel und "Sylt-Bubis", aber weniger Poser unter den erfolgreichen interessanten Männern.

w,40
 
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  • #15
Ich kenne sowohl München als auch Hamburg sehr gut. In ersterer Stadt wohne ich, in zweiterer habe ich Familie. Selbst bin ich gebürtige Düsseldorferin. Fazit nach 41 Jahren Lebenserfahrung sammeln dürfen: Es gibt kein "Der Münchner ist so" oder der "Hamburger ist so". Ich habe in allen Städten bislang gut Anschluss finden können. Selbst in der ach so verschlossenen Schweiz, in der ich einige Jahre gewohnt habe. Es gibt überall solche und solche und der Schlüssel zum Erfolg liegt immer noch bei einem selbst. Auch flirttechnisch!

Alles Gute!
w/41
 
  • #16
Ich kenne sowohl München als auch Hamburg sehr gut. In ersterer Stadt wohne ich, in zweiterer habe ich Familie. Selbst bin ich gebürtige Düsseldorferin. Fazit nach 41 Jahren Lebenserfahrung sammeln dürfen: Es gibt kein "Der Münchner ist so" oder der "Hamburger ist so". Ich habe in allen Städten bislang gut Anschluss finden können. Selbst in der ach so verschlossenen Schweiz, in der ich einige Jahre gewohnt habe. Es gibt überall solche und solche und der Schlüssel zum Erfolg liegt immer noch bei einem selbst. Auch flirttechnisch!

Alles Gute!
w/41

Danke! Ich habe noch nicht in Hamburg gelebt. Kann nur den Vergleich Köln, Ruhrgebiet, München anbieten. Klar, Mentalitäten sind schon im Groben anders, aber überall gibt es Schicki-Micki-Clubs. Es ist doch hinlänglich bekannt, dass im P1 älteren Herren mit Geldscheinen wedeln und geldgeile Damen zu finden sind. Selbstschuld, wenn dort jemand zum Kennenlernen hingeht und sich nachher beschwert!!! Man kennt diese Läden doch vorher oder macht sich schlau. Es gibt auch in München zig Lokale mit „normalem“ Publikum.
 
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  • #17
Ich habe lange in München gelebt und kann das überhaupt nicht bestätigen. Die Münchner sind eigentlich ein ganz kommunikatives Völkchen. Etwas brummelig, aber durchaus bereit zu Gesprächen und zu einem Flirt.
Allerdings findet man eben fast keine Münchner mehr in München. Was mir so über den Weg läuft und diese geldige Mentalität hat, sit in erster Linie zugereistes Publikum. Die echten, sympathischen Münchner werden immer seltener.
 
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  • #18
Es gibt nicht die Frauen, die Männer, die Müchner, die Hamburger usw...

Es gibt nur "die Menschen" in Ihrer gesamten vielfalt..

Besonders in den Grossstädten sind die Verhaltensweisen (auch Fliten) durch eine ständige Vermischung von Multi-Kulti und Mentalitäten sehr unerschiedlich..

Wenn man schon vergleicht dann kann man nicht einzelene Bruchstücke herauspicken ..Was sonst dabei raus kommt sieht man ja hier..Die eine hälfte findet Flirten in München besser die andere in HH.. nicht grade aufschlussreich"

Hinzu kommt das auch Flirten sehr unterschiedlich empfunden wird. Was für die eine toll für die andere schmierig oder abtörnend..

Also was sollen immer solche Vergleiche?

m47
 
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  • #19
Hallo,
vielen Dank für all Eure Beiträge zu meiner Anfrage.
Lasst mich die (zum Teil gegensätzlichen) Kernaussagen zusammenfassen, um Tendenzen (Einzelfälle können abweichen) abzuleiten:
--> Münchener Bewohner sind tendenziell eher materiell orientiert, eine lockere Flirtkultur ist nur eingeschränkt vorhanden. Insbesondere existieren viele gleichgeartet langweilige "Louis Vuitton Blondinen" ohne Chance auf Tiefgang und Spannungserhalt. :)
--> Andere Städte wie Hamburg (auch Berlin, Leipzig, Köln wurden genannt) bieten mehr Lockerheit im Bereich Flirtkultur, sowie Unkonventionalität und "Spannung"
--> Hamburger Bewohner(innen) sind vereinzelt reserviert - es existieren Bereiche, in denen man nicht ohne weiteres reinkommt, ist man dort nicht seit der Schulzeit verwurzelt.
--> Generell ist Deutschland flirtschwacher als umliegende europäische Nationen - hauptsächlich zu begründen mit den typisch deutschen charakterlichen Tugenden.
--> Im Süden flirten die Männer offensiver als im Norden. (Könnte die weibliche Zurückhaltung/Defensivhaltung im Süden mit begründen) Ich hoffe im Umkehrschluss die Notwendigkeit und Existenz von mehr Flirtaktivität von Frauen im Norden (schließlich sind die Männer dort passiver und irgendwie müssen die Geschlechterwelten doch zusammen kommen:)
--> Vieles liegt an einem selbst (Offenheit, Offensivverhalten,...), jedoch muss auch die Mentalität (dafür auch Humor ist entscheidend - ich für meinen Teil bin Fan vom trockenen norddeutschen Humor) passen - letztlich sollte sich niemand für die Umgebung verbiegen, in die er nicht passt...ggfs. lieber das Umfeld wechseln.

Zustimmung bzgl. meiner Zusammenfassung ? Oder andere Auffassungen ?

Zurück zu meiner anfänglichen Frage tendiere ich nun insgesamt doch stärker in Richtung Norden, Hauptgründe:
- Größere Chance auf mehr Spannung, interessantere, bodenständige und dennoch hübsche Frauen
- Übereinstimmung mit eigenem Humor (=trocken)
- Nähe zu Meer + viel Wasser in Stadt
- Akzent :)
 
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  • #20
Der entscheide Faktor bei diesem Nord-Süd Vergleich ist doch wo man seine Wurzeln als Kind bzw. Jugendlicher hatte. Für die meisten Südländer sind die Nordlichter zu kühl und für die Nordlichter sind wir im Süden zu herb.
Dies hat dann etwas damit mit welchem Verhaltensmuster man aufgewachsen ist. Noch schlimmer ist es dann wann manche Nordlichter meinen sie müssten sich in München anpassen und dies führt dann zu den allgemeinen Vorurteilen. Sehr viele Ur-Münchner existieren ja nicht mehr und es sind an groh nur noch Zuàgroàsdà. Dies sieht man ja an den Spießern die in Vororten leben und täglich pendeln. Das sind keine gebürtige Bayern und sie sind viel bayrischer als die "Eingeborenen". Das heutige München ist doch nur noch ein Sammelbecken der Immigranten aus dem In- und Ausland, damit meine ich aber auch eher die deutschen die arbeitstechnisch es nach München zieht und nicht die richtigen Immigranten. Deshalb bin ich ja auch aus meinen München weggezogen, da dies ja nicht mehr existiert. Lieber Innsbruck als München.
M,44
 
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  • #21
Nochmal aus anderer Quelle in kompakter Form zur Mentalität München im Vgl. zu Norden/Hamburg:

+im ersten Moment freundlich
-oberflächlich, keine tiefen Gespräche so schnell möglich (im ggfs zum Norden, wo man nach relativ kurzer Zeit schon über tiefere Dinge sprechen kann und sich anvertraut)
-materielle Orientierung / Fokussierung
-humor (im Süden nicht trocken genug)
-zu regelkonform / konventionell

Und klar gebe ich auch dem Beitrag Recht, dass auch eine Rolle bzgl. Wohlfühl-Empfinden spielt, wo man seine Jugend verbracht hat. Ist man in München bereits aufgewachsen, wurde man die dort vorherrschenden Parameter maßgeblich geprägt, so dass man bei einem Umzug in späteren Lebensabschnitten (bsp. in den Norden) auch schwer ankommt und die Tendenz besteht, wieder zurückzugehen.
Ich für meinen Teil fühl mich hier jedenfalls nicht wohl (wohl auch, weil ich im Norden die Kindheit verbracht habe) und werde über kurz oder lang wieder zurückziehen.

Gibts hier eigentlich noch speziell Männer, die meine Erfahrungen bzgl. schlechtem Flirtfaktor / Mangel an Offenheit der Frauen im täglichen Leben in München bestätigen können (als einen wichtigen Teilaspekt des Nicht-Wohlfühlens) ?
 
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