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  • #1

Flirtet ihr auch wenn ihr vergeben seid?

Liebe Männer und Frauen…

…dieses schöne Gefühl, dass man jemandem anderen gefällt, dass derjenige einen sehr sympathisch findet, dass man merkt wie dieser Mensch einem nachschaut, seine Blicke spürt, er einen freundlich angrinst, jaaa, dieses Gefühl tut einfach guuut, es beflügelt, die Laune bessert sich schlagartig, es zaubert einem ein Lächeln ins Gesicht und man bekommt die schöne Bestätigung, dass man positive Aufmerksamkeit erregt.

…Ein erotisch angehauchter, liebfrecher Flirt, der sich, um es mal bildhaft auszudrücken, wie ein leckerer Sahneklecks auf einem verführerischen Kuchenstück präsentiert: Man möchte das Stückchen schon gern anknabbern und die leckere Sahne obendrauf wird die Lust i.d.R. darauf nur noch steigern…

Wenn ihr vergeben seid, versagt ihr euch dann einem entsprechenden Feedback, oder lasst ihr euren Gefühlen freien Lauf? Wenn ihr den Flirt erwidert, dann eher mit einem nicht ganz so reinen Gewissen, oder mit der „Leichtigkeit des Seins“ im Hier und Jetzt einfach ein schönes gegenseitiges Erlebnis zu haben (…ist ja nicht mehr, nur ein Flirt).

Was erlaubt ihr euch, was nicht? Setzt ihr euch da Grenzen, bzw. seid ihr generell dagegen „gefeit“, nur weil ihr in festen Händen seid und ein Flirt aus diesem Grund für euch deshalb überhaupt nicht (mehr) in Frage kommt?

Was hat ein Flirt für euch für eine Bedeutung? Was entfacht er in euch?
 
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  • #2
Flirten hat für mich nichts Erotisches an sich. Jemanden anlächeln und ein gutes Gespräch führen ist auch schon Flirten. Das heißt ja nicht, dass ich mit dieser Person ins Bett will?! Ein kontaktfreudiger Mensch wird, wird nahezu täglich in irgendeiner Weise flirten.
 
  • #3
Gar nichts. Ich stelle mich ja auch nicht auf den Markt und biete Erdbeeren an, nur um den Leuten nachher zu verraten "Ätsch, ich hab gar keine!". Flirten wenn vergeben ist wohl eher etwas für Menschen die bei Gelegenheit warm wechseln wollen, also mich nicht.
 
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  • #4
Ja, ich flirte. Mit Begeisterung! All das, was du über (deine?) Gefühle beim Flirten schreibst, erlebe ich genau so. Ein »guter« Flirt (keine Anmache) kann den Tag versüßen, Flügel verleihen, sowohl für mich, als auch für den »Angeflirteten«, warum sollten wir das nicht bekommen bzw. verschenken?

Ich bin gebunden, und ein Flirt hat absolut nichts mit meinem Partner zu tun. Auch er flirtet, wobei wir beide wissen, dass es Grenzen gibt. Es ist eine Kunst, diese zu kennen und sensibel mit ihnen umzugehen, die Grenzen meine ich. Wer DAS nicht kann, sollte lieber aufs »FremdFlirten« verzichten.

Altersgrenzen gibt es, wie ich finde, hier nicht. w
 
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  • #5
Natürlich flirte ich (28, in glücklicher Beziehung). Und mein Partner auch. Allerdings nur innerhalb fester Grenzen.

1. Der "Flirtpartner" muss wissen, dass da weiter nichts geht.
2. Der eigene Partner muss zu JEDEM ZEITPUNKT wissen, dass er keinerlei Konkurrenz hat und die uneingeschränkte Nummer 1 ist.

Die Gründe, warum wir auch innerhalb einer Beziehung flirten: Es tut einfach gut. Steigert das Selbstwertgefühl, zeigt einem, dass man attraktiv ist. Dadurch wird Druck von dem eigenen Partner genommen, er ist nicht "verantwortlicht" dafür, dass man sich begehrenswert fühlt, sondern lediglich der Auserwählte, mit dem man sich mehr wünscht. Beispiel: Ich freue mich, wenn mir Männer hinterherpfeifen und genieße nette, unverbindliche Flirts. Von dem positiven Gefühl, dass das in mir auslöst, profitiert dann wieder mein Partner, weil ich mich erotisch und begehrenswert fühle und ihm positiver begegne, statt ständig zu fordern, dass er ein komplimente-Defizit ausgleicht.

Abgesehen davon hat sich herausgestellt, dass mein Mann mich dadurch tatsächlich mehr wertschätzt. Er weiß, dass ich nicht mit ihm zusammen bin, weil ich keinen anderen finde, sondern einfach, weil ich ihn liebe. Er ist stolz auf mich - und ganz ehrlich: Ich wollte auch keinen Partner, für den mich andere bemittleiden. Mir gefällt es eigentlich ganz gut, dass er auch von anderen Frauen angehimmelt wird, sich dennoch aber klar für mich entscheidet.

Allerdings, klar gesprochen: Das ganze funktioniert nur bei unbedingtem Vertrauen. Käme auch nur der leisteste Hauch einer Ungewissheit oder möglichen Untreue auf, würde das Flirten vermutlich ganz plötzlich keinen Spaß mehr machen...
 
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  • #6
Natürlich flirte ich - mit meinem Mann, bei jeder passenden Gelegenheit. (Nach über 10 Jahren immer noch)

'.... oder lasst ihr euren Gefühlen freien Lauf? ....'
Sollte ich das Bedürfnis haben, weiß ich, mit meiner Beziehung stimmt etwas nicht mehr - und bevor ich meine Gefühle unkontrolliert fließen lasse (nichts anderes heißen ja Deine Worte), würde ich mich darum kümmern.

Ich bin so glücklich in meiner Beziehung, dass ich mir gar keine Grenzen setzen muss - ich habe gar nicht das Bedürfnis nach fremdflirten.
 
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  • #7
Ich flirte mit meinem Partner (auch nach 13 Jahren Beziehung noch), aber niemals mit einem anderen Mann. Ein Flirt hat für mich immer etwas erotisches und ist daher inakzeptabel - hätte ich das Bedürfnis danach, müsste ich mich fragen, was in meiner Beziehung nicht mehr stimmt. Ich habe kein Interesse an anderen Männern, also gibt es keinen Grund, derartiges - und sei es auf eine noch so "harmlose" Weise - zu signalisieren.

Übrigens gehe ich davon aus, dass es meinen Partner sehr verletzen würde, flirtete ich mit anderen Männern (ich jedenfalls wäre verletzt, täte er dies mit anderen Frauen) und kein noch so "beflügelndes Gefühl", das man sich durch einen Flirt holen möchte, wäre es wert, den Menschen, den ich liebe, zu verletzen.

Allerdings bin ich der Meinung, dass man sich in einer glücklichen Beziehung diesbezüglich gar keine Grenzen setzen muss - wenn man weiß, wo man zuhause ist, dann hat man das Bedürfnis nach einem Flirt mit einer anderen Person gar nicht.

w31
 
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  • #8
Der Flirt ist ein erotischer Annäherungsversuch. Sowas macht man wenn man auf der Suche ist, aber nicht in einer Beziehung. Ich halte es in zweierlei Hinsicht für eine Charakterschwache.
1. Man sendet der/dem Anderen bewusst falsche Signale.
2.Nur Menschen mit schwach ausgeprägtem Selbstbewusstsein brauchen solche Bestätigung.
 
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  • #9
Ja, gern, aber selten, weil es so wenig Männer gibt, die ich wirklich anziehend finde, dass ich mich um sie bemühe. Und - ich bin gebunden, will es auch bleiben, weil es ein toller Mann ist, der perfekt zu mir passt. Flirten hat rein garnichts mit Wechselwillen zu tun, es ist einfach eine Aufmerksamkeit an einen netten Menschen, der mir sehr gut gefällt und dem ich das so sagen will - damit er sich gut fühlt.

Flirten ist was anderes als Partnersuche. Die Männer erkennen das und wissen das auch. Ich flirte gern mit dem Chef meines Partners, den ich wirklich sehr mag, aber eben nicht als Partner. Dafür wäre er mir zu anstrengend. Meiner steht daneben und sagt dann fröhlich grinsend "und jetzt gehe ICH mit ihr nach Hause". Es gibt ihm ein gutes Gefühl, dass ich andere begeistern kann.

Ich selber habe eine klare Regel für den Körperkontakt beim Flirt: mehr als eine kleine Berührung am Arm ist nicht drin.
 
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  • #10
Wenn meine Partnerin mit anderen Männer flirten, dann mach ich schluss, genauso flirte ich nicht mit anderen Frauen. Und nein reden ist natürlich nicht verboten, liebe Feministinnen, doch ein Flirt ist für mich (ja stellt euch vor sowas gibts immer noch) etwas "intimes" und hat den Sinn den anderen für sich zu gewinnen oder wie die Frauen schreiben "damit man sich gut fühlt", aha und warum tut man das dann?

Kein ->richtiger<- Mann braucht einen Flirt um sich gut zu fühlen und eine ->richtige<- Frau auch nicht, die braucht auch keinen der ihr Selbstwert aufpusht...

Aber es ist ok, denn "Leben und Leben lassen"

M.36
 
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  • #11
Der Flirt ist ein erotischer Annäherungsversuch. Sowas macht man wenn man auf der Suche ist, aber nicht in einer Beziehung. Ich halte es in zweierlei Hinsicht für eine Charakterschwache.
1. Man sendet der/dem Anderen bewusst falsche Signale.
2.Nur Menschen mit schwach ausgeprägtem Selbstbewusstsein brauchen solche Bestätigung.

Nein, der Flirt hat nichts mit erotischer Annäherung zu tun. Und auch nichts mit der Suche nach Bestätigung. Es geht einfach nur um das freundliche Auflockern von Alltagssituationen. Ich halte her Menschen, die hier nicht differenzieren können und immer gleich "Absichten" unterstellen, für charakterschwach.
 
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  • #12
Flirten ist absolut nicht erotisch, das ist lächeln, sich gut unterhalten, herumwitzeln, vielleicht auch mal sexueller Witz oder Spruch unter der Gürtellinie, das aber nicht ernst zu nehmen ist. Flirten ist unverbindlich bleiben und verspricht absolut gar nichts, nicht mal ein zweites Hallo. Das lässt sich leider auch gar nicht vermeiden, wenn man mit vielen Menschen zu tun hat im Alltag und im Job. Selbst Verkäufer, die ein Produkt verkaufen wollen, flirten nicht selten mal mit der Kundin.

Aber wenn ich meinen Gegenüber schon als Sahneklecks betitele, und scharf darauf bin, dass er mir hinterher guckt, dann wartest du nur auf eine mächtige Gelegenheit, da mal was anfangen zu können. Fehlt dir irgenwas? Funktioniert die Anziehung und Neckerei mit dem Partner nicht mehr? Wenn ich glücklich verliebt bin, habe ich absolut kein Bedürfnis, dass mir andere Männer hinterhergucken, pfeifen, mich loben oder sonst was. Dann will ich meine absolute Ruhe vor den anderen und meide alle anderen Menschen auch möglichst. Andersrum: unglücklich verliebt, da kann es schon mal vorkommen, dass man auf Abwegen kommt und sich flirttechnisch Aufmunterung holt.
 
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  • #13
Der Flirt ist ein erotischer Annäherungsversuch. Sowas macht man wenn man auf der Suche ist, aber nicht in einer Beziehung. Ich halte es in zweierlei Hinsicht für eine Charakterschwache.
1. Man sendet der/dem Anderen bewusst falsche Signale.
2.Nur Menschen mit schwach ausgeprägtem Selbstbewusstsein brauchen solche Bestätigung.

Das ist leider auch die überwiegende Erfahrung. Eine Ausnahme wurde weiter oben schön beschrieben, mit dem entscheidenden Zusatz: absolutes Vertrauen! nicht auch nur der Hauch einer Fremdgehmöglichkeit.

Ich kenne aber auch Menschen, für die ist es einfach "ein Spiel". Dummerweise sind die aber auch - ganz spielerisch - irgendwann (und zwar mehrmals) " schwach geworden", also den selbst geschaffenen Versuchungen erlegen. Ganz passiv?

Nun ja, es waren jeweils extrovertierte Frauen mit (vordergründig gut verdeckten) Selbstwertproblemen, die sie durch männliche Aufmerksamkeit kompensierten. Immer wieder, habituell. Gegen solche Fälle Ist kein Kraut gewachsen.
 
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  • #14
Mein Beziehungsstatus hat darauf keinen Einfluss. Flirten ist für mich unverbindlich und mehr eine Neckerei, es bedeutet nicht, dass ich diese Person auch tatsächlich anziehend finde oder gar einen Annäherung in Betracht ziehen würde. Ich habe bereits mit heterosexuellen Frauen, über zehn Jahre älteren Männern und sogar mit dem Bruder meines Freundes geflirtet - in dessen Gegenwart. Wie man sich vorstellen kann, stand in keinem dieser Fälle die Möglichkeit einer Bettbekanntschaft im Raum. Sollte ich den Wunsch nach einer solchen haben, würde ich es auch nicht mehr als reines Flirten bezeichnen, denn dann ist keine ziellose Flachserei mehr, sondern ich verfolge damit eine bestimmte Absicht.

26, w
 
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