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  • #61
Das mit dem Trinkgeld ist noch mal so eine Sache.
Entschuldige @Mon Chi Chi, aber mich ärgert die Selbstverständlichkeit, mit der von den Kellnern ein Trinkgeld erwartet wird.
Ich muss zugeben, die Kombination aus sehr gutem Essen und sehr gutem Service erlebe ich selten. Meistens werde ich beim ein oder anderen enttäuscht.
Weder mag ich für ein Essen, was so, naja, der Schulnote 2- bis 3 entspricht ein hohes Trinkgeld geben, noch dafür, dass ich vom Kellner nicht oder erst nach dem 10. Mal beachtet werden. Ich habe schon von Freunden gehört, die bei schlechtem Service kein Trinkgeld gaben und dafür vom Kellner mit tödlichen Blicken bestraft wurden. Also wo kommen wir da hin? Bringt eine entsprechende Leistung, dann gibt es was. Dummerweise hat es sich eingebürgert, dass man trotzdem Trinkgeld gibt. Würde ich die tatsächliche Leistung würdigen, fiele mein Trinkgeld in 6 von 10 Fällen mau aus. Jetzt kommt bestimmt von dir das Argument, für die schlechte Küche kann der Kellner nichts. Stimmt, aber ich bezahle für das Gesamtarrangement. Ich wollte einen schönen Abend mit guten Freunden und leckerem Essen und wurde enttäuscht. Mittelmäßiges Essen, zwar genießbar und ZU gut um es zurückgehen zu lassen, kulinarisch trotzdem enttäuschend. Da ist man nicht in Spendierlaune. Wenn dann noch der Kellner einem das Gefühl gibt, zu stören, muss er sich über wenig Trinkgeld nicht wundern.

Ich habe übrigens auch schon aushilfsweise gekellnert. Wenn ich mich recht erinnere, für die damals im Osten üblichen 5,11 Euro (vormals 10,00 DM) pro Stunde. Ändert nichts an meiner Meinung. Auch andere Nebenjobs, die ich schon hatte, waren genauso schlecht bezahlt und noch viel anstrengender.
 
  • #62
...Stundenlohn von ca. 6 EURO während meiner Schichten gerannt wie ein Hase: nach 5 Stunden hatte ich zwischen 1000 und 1200 EURO Umsatz gemacht. Man kann sich vorstellen, wie viele Male ich da zwischen Küche, Theke und Terrasse hin- und hergeflitzt bin.
Noch ergänzend. Kellner sind in den meisten Fällen unausgebildete Aushilfen. Bei Annahme von nur 5% Trinkgeld sind das hier 55 Euro, Stundenlohn 17 Euro, davon 11 Euro netto. Finde ich jetzt nicht so schlecht, das sind locker mal ca. 25 Euro Bruttolohn. Nicht, dass ich das einer Kellnerin nicht gönne, aber Regale einräumen ist auch anstrengend...
 
  • #63
Wenn ich den Mann wiedersehen möchte, würde ich mich wohler fühlen, wenn er bezahlt. Er macht mir ja damit ein Geschenk, was Wertschätzung ausdrückt und zu Freude führt, da ich ihn ja auch toll finde.
Wenn ich den Mann nicht wiedersehen möchte, finde ich es besser, wenn ich selbst zahle. Ich finde es seltsam, wenn mir jemand das Essen bezahlt, den ich danach vermutlich nie wieder sehe. Zudem würde ich denken, dass er auf mich steht und wenn ich nicht auf ihn stehe, finde ich das schade. Es entsteht dann eher ein unangenehmes Gefühl.
Wenn es sich aber nur um einen Kaffee handelt, ist es natürlich auch OK, wenn er den zahlt...w,34
 
  • #64
Ich finde es seltsam, wenn mir jemand das Essen bezahlt, den ich danach vermutlich nie wieder sehe. ...
Wenn es sich aber nur um einen Kaffee handelt, ist es natürlich auch OK, wenn er den zahlt...
Ich lese hier immer wieder was von Essen und größeren Beträgen. Nicht mal nur wegen dem Geld frage ich mich, wie denn ein erstes Date für die meisten aussieht. Für mich war das immer ein Treffen auf einen Kaffee und nie eine Einladung zum Essen. Essen bindet ja schon rein zeitlich deutlich länger und beide haben dann nicht die Möglichkeit, sich kurzfristig zu verabschieden, wenn es nicht passt.

Also: bin ich mit erstmal einem Kaffee (aus dem dann bei Sympathie ja immer noch ein Spaziergang und ein Essen werden kann) dann schon völlig unter den heutigen Ansprüchen mancher Frauen, die auf der anderen Seite das Essen wiederum nicht von mir als Mann bezahlt haben möchten, wenn es nicht passt? Erscheint mir alles ganz schön kompliziert...
 
  • #65
Wenn ich den Mann wiedersehen möchte, würde ich mich wohler fühlen, wenn er bezahlt. Er macht mir ja damit ein Geschenk, was Wertschätzung ausdrückt und zu Freude führt, da ich ihn ja auch toll finde.
Wenn ich den Mann nicht wiedersehen möchte, finde ich es besser, wenn ich selbst zahle. Ich finde es seltsam, wenn mir jemand das Essen bezahlt, den ich danach vermutlich nie wieder sehe. Zudem würde ich denken, dass er auf mich steht und wenn ich nicht auf ihn stehe, finde ich das schade. Es entsteht dann eher ein unangenehmes Gefühl.
Das beschreibt es für mich perfekt. So empfinde ich es persönlich auch. Daher finde ich ein "kleineres Anfangsdate" zum nur mal gucken ganz gut. Sollte es dann größer werden, kann man das ja ausbauen. Und sollte er gern dann zahlen wollen, würde ich das jedem Mann auch überlassen und dann nicht diskutieren.
Wenn man dann spürt, es ist beiderseitiges Interesse vorhanden, dann fände ich eine Einladung für ein erweitertes Treffen als schöne Werbe-Geste.
Also: bin ich mit erstmal einem Kaffee (aus dem dann bei Sympathie ja immer noch ein Spaziergang und ein Essen werden kann) dann schon völlig unter den heutigen Ansprüchen mancher Frauen, die auf der anderen Seite das Essen wiederum nicht von mir als Mann bezahlt haben möchten, wenn es nicht passt?
Nee für mich bist bist Du das nicht, finde ich. Vor zwanzig Jahren war mittelpreisig essen gehen nicht so teuer, heute hat sich das schon auch geändert.
Ich denke zu überzogene Ansprüche sollte man nicht ausbilden, ich bin in jungen Jahren auch schon mal beim ersten Date essen gegangen, und dann war das auch mal nicht so schön, und der Kellner kam und kam nicht, oder irgendwie hats dann ewig gedauert, und man saß miteinander fest. Auch blöd.
Ich würde heute eher eine nette Aktion unternehmen, als essen gehen, wo jeder seins erst mal übernimmt, und man kann sich mal in Ruhe beschnuppern. Aber das ist meine persönlich Meinung. Wäre da auch eher Fan vom Biergarten o.ä. für den Anfang. Gibt doch nette Sachen in der warmen Jahreszeit.
w46
 
  • #66
Essen bindet ja schon rein zeitlich deutlich länger und beide haben dann nicht die Möglichkeit, sich kurzfristig zu verabschieden, wenn es nicht passt.
Das kommt vielleicht auch darauf an, ob man sich im realen Leben kennengelernt hat. Dann weiß man ja meist schon so ungefähr, ob man es ein Essen lang miteinander aushält. Beim Online-Daten, wo man erstmal abchecken muss, ob der andere einen nicht sofort in die Flucht schlägt, treffen sich die meisten zu einem Kaffee, das denke ich auch.
Teure erste Dates mit krassem Essen hatte ich aber auch noch nicht, das wäre mir auch irgendwie zu viel und zu gewollt romantisch und pompös.
 
  • #67
Ich lese hier immer wieder was von Essen und größeren Beträgen. Nicht mal nur wegen dem Geld frage ich mich, wie denn ein erstes Date für die meisten aussieht. Für mich war das immer ein Treffen auf einen Kaffee und nie eine Einladung zum Essen. Essen bindet ja schon rein zeitlich deutlich länger und beide haben dann nicht die Möglichkeit, sich kurzfristig zu verabschieden, wenn es nicht passt.
Ich war selbst noch nie zu einem ersten Date im Restaurant und würde definitiv auch den Kaffee bevorzugen (aus dem gleichen Grund wie du), habe mir die Situation nur vorgestellt aufgrund der vorherigen Beiträge.
 
  • #68
Nicht mal nur wegen dem Geld frage ich mich, wie denn ein erstes Date für die meisten aussieht.
Ok, ist was anderes, wenn man sich kennen lernt (auf einer Party bspw) und dann das erste Date ausmacht.
Vielleicht ist das "Essen gehen" ja auch einer gewissen Symbolik geschuldet - schau her, ich kann dich ernähren. Und zwar so, dass du es geniessen kannst.
Heute wohl nicht mehr unbedingt notwendig - aber wohl doch noch in den Köpfen verankert.
 
  • #69
Nee für mich bist bist Du das nicht, finde ich. Vor zwanzig Jahren war mittelpreisig essen gehen nicht so teuer, heute hat sich das schon auch geändert.
Für mich ist essen gehen heute preiswerter als vor 20 Jahren😊 Überdenkenswert finde ich auch eher die längere Zeit und die vielleicht gefühlte „Verpflichtung“. Currywurst mit Pommes geht dann ja irgendwie auch nicht, oder?
 
  • #70
Also: bin ich mit erstmal einem Kaffee (aus dem dann bei Sympathie ja immer noch ein Spaziergang und ein Essen werden kann) dann schon völlig unter den heutigen Ansprüchen mancher Frauen, die auf der anderen Seite das Essen wiederum nicht von mir als Mann bezahlt haben möchten, wenn es nicht passt?
Ich war bei zwei von keine Ahnung wie vielen Dates essen. Soweit ich mich erinnere, hat sich das spontan aus der Situation heraus ergeben. Das eine Mal haben wir beide während des Dates Hunger bekommen.
Das andere Mal habe ich mich mit dem Date direkt nach der Arbeit in einem angesagten Restaurant in der Innenstadt getroffen. Essen war nicht von vornherein geplant. Das Restaurant wählten wir, weil es am vereinbarten Treffpunkt lag. Da ich auch da Hunger bekam, aßen wir beide jeder eine Kleinigkeit.

Ich muss aber nicht jedes Mal was essen oder trinken. Mit einem Mann war ich am Wasser spazieren, was auch völlig in Ordnung war.
 
  • #71
Ich hatte jedoch das Gefühl, dass die Damen sich nicht gerne einladen lassen.
Kein Gefühl, das ist Realität.
Nach einer Umfrage unter "Damen" der beschriebenen Altersklasse in USAmerika haben mehr als 80% der befragten Frauen geantwortet, daß sie wegen der kostenlosen Restaurantbesuche auf Dates zu gehen - also schlicht wegen Essen für gratis.

Ich denke, Du bist doch ein modernern aufgeklärter und der Emanzipation der Frau zugewandter junger Mann?

Dann laß Dir gesagt sein: das Übernehmen der Rechnung deines Dates ist patriarchalisches Verhalten und stammt aus dem letzten Jahrhundert.
Frauen sind weder schächer als ein Mann, noch unterstützungsbedürftig, noch könnten sie nicht für ihre eigenen Lebenshaltungskosten aufkommen.

Einer Frau das Restaurant zu bezahlen signalisiert ihr: "Du bist schwach und kannst nicht für dich sorgen."
Daher ist das Bezahlen einer Rechnung für die Frau, insbesondere, wenn Du eingeladen wurdest eine direkte Unterdrückung der Frau.

Laß das in Zukunft!

Zahl für Dich und laß Dein Date für sich bezahlen! Du bist emanzipiert, sie ist emanzipiert. Keiner muß und sollte für den anderen bezahlen. Das ist sowas von 20. Jahrhundert.

mMenschÜ50
 
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