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  • #1

Frage zu Nähe/Distanzverhältnis

Ich stelle immer wieder fest, daß Damen mit einem hohem Matching (90+) ein völlig konträres Nähe-Distanzverhältnis im Profilvergleich haben als ich. Und mit konträr meine ich jetzt nicht einen gewissen Unterschied, sondern völlig am anderen Ende der Skala. Für mich ist dieses Matching überhaupt nicht mehr nachvollziehbar, denn wenn dieser Punkt in einer Partnerschaft nicht passt, dann ist das meiner Erfahrung nach einer der grundlegensten Dinge überhaupt. Wie sind diesbezüglich Eure Erfahrungen ? Seht Ihr das auch so bzw. habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht ?
 
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  • #2
Hallo!

Mir ist das auch schon aufgefallen und ich bin der selben Meinung wie du!
Du hast recht, dass das gerade die Partnervorschläge mit den hohen MPs betrifft.
Seit ich das bemerkt habe, achte ich schon darauf und habe angefangen, meine Partnervorschlagsliste von hinten nach vorne "abzuarbeiten". Dort sind die Analysewerte um einiges moderater. Außerdem habe ich schon in anderen Threads gelesen, dass die Vorschläge mit sehr hoher MP-Zahl oft gar nicht so gut passten, wie Vorschläge mit etwas geringerer Zahl z.B. 75 bis 85 (oder so).

Viel Glück!
 
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  • #3
Seitdem ich hier bin, habe ich nur Männer auf der Vorschlagsliste, mit denen eben dieser Punkt, egal ob hohe oder niedrige MP, wirklich konträr ausfällt. Die Männer am linken Ende, ich am rechten.
Vielleicht war deshalb noch nicht der Richtige dabei, denn alle, mit denen ich mich traf , hatten sich als mehr oder weniger workaholics entpuppt, die nicht wirklich Zeit für Treffen oder gar Beziehungsaufbau einbringen wollten.
Seltsam.
Mein Erfahrungen sind also genauso.
 
  • #4
In den Bereichen, die unser Persönlichkeitstest abfragt, gelten zwei verschiedene Prinzipien: Zum einen das Ergänzungsprinzip, zum anderen das Ähnlichkeitsprinzip. Ersteres greift in dem von Ihnen angesprochenen Bereich Nähe und Distanz. So passt beispielsweise zu einem eher distanzierten Menschen jemand mit einem eher größeren Nähe-Bedürfnis. Für eine langfristig glückliche, erfüllte Beziehung ist es wichtig, dass sich das Verhalten der Partner in diesem Bereich komplementär ergänzt.

Das Ähnlichkeitsprinzip dagegen greift beispielsweise in den Bereichen Verhaltenskompetenz und Erwartungen. Paare, die sich in ihren Verhaltensweisen gleichen und ähnliche Erwartungen an den Partner und eine Beziehung stellen, haben eine bessere Basis als Paare, deren Einstellungen hier auseinander gehen.
 
  • #5
Ich finde das Ergänzungsprinzip bezüglich Nähe und Distanz sehr merkwürdig. Gerade in diesem Bereich passen doch Menschen besser zusammen, die einen ähnlichen Bedarf haben. Ich beobachte immer wieder bei Paaren, dass sich Streben nach Unabhängigkeit, Freiheit, Distanz überhaupt nicht vereinbaren lässt mit jenen, die eher auf Nähe und Gemeinsamkeit stehen. Gerade auf diesen Punkt achte ich persönlich sehr stark.

Die anderen Punkte der EP-Analyse ergeben da mehr Sinn: Autarkie-Versorgung und vor allem Dominanz-Unterordnung passen natürlich nur dann zusammen, wenn die Partner komplementär sind. Bei Nähe-Distanz leuchtet mir das jedoch nicht ein, oder aber es ist etwas ganz anderes damit gemeint, als ich mir darunter vorstelle.
 
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Berliner30

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  • #6
Ich lege keinen großen Wert auf Punkte oder den Test als solches. Er ist wie ein Foto nur eine Momentaufnahme.
Der Test ist lang und manche machen ihn abends (wie ich) und wundern sich wie lange die paar Fragen dauern. Da wird schon mal das ein oder andere anders angekreuzt, als wie man es später vielleicht getan hätte. Vielleicht hatte man einfach auch mal einen schlechteren oder besseren Tag, was sagt das aus?
Ich lerne die Damen lieber in der Realität kennen, das finde ich aussagefähig. Den Test oder die Punkte sehe ich nur als Anhaltspunkt.
 
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  • #7
Ich sehe das genauso wie Frederika und spreche auch aus Erfahrung: Wenn das Nähe/Distanz - Verhältnis zu unterschiedlich ist, führt das in einer Beziehung ständig zu Problemen. Das ist von Anfang an zum Scheitern verurteilt.
Bei Unterordnung Dominanz trifft sicher eher das Ergänzungsprinzip zu, da gebe ich ebenfalls recht.

@Berliner30
Wenn ich den Test nicht als Anhaltspunkt nehme, was bleibt dann noch als Anhaltspunkt übrig ?
 
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Berliner30

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  • #8
@6 viele kleine Anhaltspunkte machen ein größeres Bild aus. Erst die Kombination aus MP, Beschreibung, Hobbys, Wünsche, Fragen, Foto, Handlungsmotive usw. ... lassen mich zu einem Urteil kommen (ja, nein, vielleicht - näher Anschauen, Anschreiben, Treffen).
Wenn die harten Fakten soweit gegenseitig stimmen, gleich zum Treffen übergehen und den Kontakt in die Realität holen. Zu langes Mailen und Frage/Antwortspiele erzeugen Wunschbilder und fördern Parallelkontakte mit allen erdenklichen Folgen. Lass deinem Gegenüber keine Zeit zum Träume bilden, sondern triff ihn schnellstmöglich, sonst wird es immer eine Enttäuschung (+ auch Zeitverlust etc.).
Mein Tipp bezieht sich allerdings nur auf meinen eigenen Typ (neugierig, forschend, gute Fühler, schneller Kennenlerntyp, redegewandt...), da mir der persönliche Kontakt unendlich viel mehr Informationen gibt und es mir mehr liegt. Letztlich kannst du meinen Tipp nur selbst ausprobieren und musst dir deinen eigenen Weg suchen.
 
  • #9
@#4: Deine Intuition ist absolut richtig, Frederika. Ich sehe das auch so, dass in der Kategorie Nähe vs. Distanz eher Ähnlichkeit gefragt ist und keine Gegensätzlichkeit. Wie viele Fragen haben wir hier im Forum behandelt, in denen einer der beiden Partner neben der Arbeit kaum mehr Zeit für die Beziehung hatte? Letztens gab es jemanden, der nur seinen eigenen Hobbys nachgegangen ist und man denke auch auch den "Organisations-Thread", bei dem er viel arbeitete und sie sich darüber beschwerte, die Freizeit organisieren zu müssen. Diese Beispiele wiesen alle auf zu starke Unterschiede hinsichtlich Nähe und Distanz hin.

Auch Lisa Fischbach sieht das so. Zitat von https://www.elitepartner.de/km/magazin/partnersuche/artikel/partnerwahl-gegensaetze-oder-aehnlichkeit.html :

"So wählen beispielsweise dominante Personen eher einen Partner, der weniger dominant ist, während beim Nähebedürfnis eine ähnliche Wellenlänge besser ist."
 
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  • #10
@ThomasHH
Wie gesagt, daß mit Dominanz kann ich nachvollziehen und das würde ich auch aus Erfahrung bestätigen.
Bei Nähe/Distanz frage ich mich aber schon, wie das bei Gegensätzlichkeit passen soll bzw. wieso es hier überhaupt zu einem hohen Matching kommt

@Berliner30
Ich bin eigentlich auch einer, der nicht zu lange mit einem Treffen warten will.
Allerdings muß ich auch Lust auf ein Treffen kriegen und das mag hier irgendwie nicht so recht aufkommen.
Denn ob man sich auf das Matching verlassen kann, weiß man nicht und an persönlichem ist leider nicht allzuviel zu lesen. Das Bild verschafft einem wenigstens einen gewissen Eindruck - ich meine eventuell auch so vom Bauchgefühl her.
 
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  • #11
Wenn beide Partner ein unterschiedliches Nähebedürfnis haben, wird einer von beiden unglücklich.

Das ist dann eine Ehe nach dem Manager-Haushälterin-fürs-Bett-Prinzip.
Er ist dauernd unterwegs, findet zuhause ein gemütliches Nest vor und er will noch nicht mal mit ihr vor dem Fernseher kuscheln. Gegen die Einsamkeit bekommt sie dann ein Hündchen und drei Kinder und nach 7 Jahren eine Scheidung. Er beschwert sich dann über die hohen Kosten und Unterhalt und landet wieder bei EP.

In einer glücklichen Beziehung verbringen die Paare viel Zeit gemeinsam, weil sie das Bedürfnis nach Nähe haben und körperliche Nähe brauchen. Dazu gehört auch händchenhaltend spazierengehen, nicht nur der Sex an jedem Samstagabend.
 
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