• #1

Frauen leiden und Männer suchen sich die Nächste - ein Mythos?

Ich hatte über Jahre eine On Off Beziehung.
Die Trennung war schlussendlich unvermeidlich und wir sagten uns adieu.
Das ist jetzt acht Monate her.
Er hatte gleich mal eine Neue, während ich noch immer nicht abschließen kann und das trotzdem ich nie mehr zurück ginge.

Nun habe ich gehört, dass Männer sich wieder so schnell binden, unter anderem um sich nicht mit der Trennung auseinander setzen müssen. Nicht falsch verstehen, natürlich gibt es Ausnahmen. Aber ist es nicht schrecklich ungerecht, dass viele Frauen so schwer nach vorne schauen können, weil es einfach Zeit braucht um den Schmerz der Trennungen heilen zu lassen, während der Mann keinen einzigen Gedanken mehr an die gemeinsame Zeit zu verschwenden scheint?

Danke im Voraus für eure Inputs!
 
  • #2
Warum ungerecht? Du hättest genau so die Möglichkeit dir einen neuen Kerl zu suchen. Diese ewigen Verarbeitungsphasen kann ich nicht nochvollziehen - jede Trennung hat einen guten Grund und ist leider manchmal die beste Entscheidung. Das hört sich hart an, aber es ist die Wahrheit. Man muss öfter die Dinge nüchtern/logisch sehen, dann ist es leichter etwas zu akzeptieren.
Dein Ex macht es richtig - warum soll man noch lange über etwas grübeln was vorbei ist? Ihm geht es gut weil er weder in Selbstmitleid verfällt noch die Vergangenheit nicht los lassen will/kann.
Du solltest auch endlich anfangen neu anzufangen, 8 Monate Verarbeitungszeit waren mehr als genug.
Alles Gute dir!
 
P

proudwoman

  • #3
Ich glaube, Männer haben einfach eine andere Art, mit der Trennung umzugehen. Und eines ist sicher, auch sie leiden! Das war mit meinem Ex genauso.Er lebt nun mit einer Frau sogar zusammen, mit mir reichte es nur für eine Fernbeziehung. Oft, nicht immer, haben sie nur eine Lückenbüßerin um den ersten Schmerz zu lindern. Mehr ist das nicht. Haben sie aber eine Partnerin auf Dauer, denke ich, sie haben sich schon lange während der bestehenden Beziehung innerlich verabschiedet.
Ich als Frau durchlebe den Kummer besser für mich alleine, gehe durch die Talsohle, rede und rede und rede mit Freunden und Familie, bis es besser wird und am Ende ich mich wohler fühle als zuvor. Denn ich lerne daraus für mich. Nur das ist wichtig.
Eins ist sicher, es hat nichts mit Dir zu tun, dass Du diesen Eindruck hast. Alles Gute!
 
  • #4
Ich denke dass hängt weniger vom Geschlecht ab, als davon wer sich schon vor der Trennung stärker von der Beziehung verabschiedet hat. Eine Trennung ist für den Verlassenden meist besser zu verkraften als für den Verlassen. Des Weiteren spielt auch das soziale Umfeld welches einen Auffangen kann nach der Trennung eine große Rolle. Es gibt mehr als genug Männer denen ein Trennung dermaßen zugesetzt hat, dass dadurch ihr ganzes Leben zerstört wurde (Alkohol, Drogen, Depression, Verwahrlosung, resultierende Arbeitslosigkeit).
 
  • #5
Die meisten Menschen, nicht nicht Männer, machen den Fehler eine alte Liebe mit einer neuen verarbeiten zu wollen. Reine Makulatur, denn mit der Konzentration auf die neue Partnerschaft umgehen sie den wichtigen Faktor Reflektion/Prozess der Abnabelung und merken dummerweise dabei nicht, dass sie dadurch dem neuen Partner, der es durchaus ehrlich meint, Null Chance einräumen. Blockieren sich sogar selbst. Das dicke Ende kommt meistens dann, wenn der Ex-Partner auf der Bildfläche erscheint. Dann stellen sie fest "Ups, die Gefühle sind noch da!" Was jetzt?

Acht Monate sind keine lange Zeit um noch nicht abgeschlossen zu haben. Deshalb nicht negativ sehen, Voraussetzung ist aber du hängst nicht in den Seilen, hast ständig den Blick auf den sicheren Boden, der Gedanke an ihn zerreisst dich nicht.

Ich denke heute auch noch hin und wieder an meinen Ex-Mann, obwohl meine Scheidung bereits 19 Jahre her ist. An die schönen und unschönen Momente gleichgewichtig. Und nach 10 Jahren null Kontakt sind wir heute in der Lage, hin und wieder zu telefonieren trotz der Tatsache, dass er in den USA lebt, dort neu verheiratet ist. Wir kennen uns seit 1977, eine halbe Ewigkeit. Mein Ex sagt heute noch über mich: "Du bist der ehrlichste Mensch den ich kenne. Schlagfertig, witzig, aber auch gnadenlos konsequent in Wort und Tat!"

Du solltest an einem anderen Punkt anfangen nachzudenken. Die Basis hier ist, dass ihr eine On Off-Beziehung hattet. Nie zuverlässig und ohne Pause zusammen ward. Das sagt doch schon alles. Wäre einer von euch konsequenter gewesen hätte es einmal ein Aus gegeben und nie wieder einen Neustart weil man doch weiß, unter'm Strich passt es nicht. So handele ich immer, das Ende kommt nach reiflichen Überlegungen, ein "On" gibt es dann definitiv nicht (mehr). Kontakt danach nur ganz selten und auch nur dann, wenn man sich einvernehmlich und ohne Stress getrennt hat. Läuft man sich zufällig über den Weg sind ein Hallo und ein paar Worte Gespräch drin. Es gibt aber auch Kandidaten in meinem Leben, die dermaßen verrissen haben, dass sie für mich heute nur noch Luft sind. Männer und Frauen gleichermaßen, da mache ich keinen Unterschied.

Also, gib dir selbst Zeit aber arbeite daran...
 
  • #6
Nun habe ich gehört, dass Männer sich wieder so schnell binden, unter anderem um sich nicht mit der Trennung auseinander setzen müssen.
Wo hast Du das gehört? Wenn Du hier liest, wirst Du feststellen,dass es sowohl Männer als auch Frauen gibt, die schnell oder langsam sind im Abschließen von Beziehungen.

Aber ist es nicht schrecklich ungerecht, dass viele Frauen so schwer nach vorne schauen können, weil es einfach Zeit braucht um den Schmerz der Trennungen heilen zu lassen, während der Mann keinen einzigen Gedanken mehr an die gemeinsame Zeit zu verschwenden scheint?
Am besten irgendwo auf Menschenrechte klagen. Was ist daran "ungerecht"? Wer soll Dich "ungerecht" behandeln?
Du hast ein Problem damit, eine Beziehung zu verarbeiten, obwohl die wohl sowieso nicht besonders gut gelaufen ist. Er hat dieses Problem nicht. "Ungerecht" ist daran nichts.
 
  • #7
Das glaube ich nicht. Es kommt wohl mehr darauf an, wer die Beziehung beendet hat. Derjenige der geht hat den Abnabelungsprozess schon hinter sich, derjenige der zurückbleibt, muß diesen Prozeß noch durchleben, alleine, währendder andere diesen innerhalb der Beziehung vollzogen hat.
Was ich schon glaube, dass Männer in ihrer Analyse oft klarer sind, nüchterner. Doch ich habe schon einige Männer erlebt für die eine Trennung eine richtige Lebenskatastrophe war.
Klar gibt es einen Stich, wenn man mitbekommt, dass er Ex sofort eine Neue hat, man fühlt sich austauschbar , abgelegt und aussortiert. Die gemeinsame Zeit nicht richtig gewürdigt.
 
  • #8
Alle Frauen sind Zicken!
Nun das hast nicht gehört sondern nur gelesen. Glaubst du das nun auch?
Oder glaubst es nur wenn du vorher eine zickige Frau erlebt hast.
Diese Verallgemeinerungen bringen doch überhaupt nichts.
Bei einer Trennung leidet mal die Frau und mal der Mann mehr, so ist es. Es ist ein Mythos, dass Frauen mehr leiden. Allerdings dürfen Frauen auch mehr leiden. Frauen bekommen durch Leiden Mitgefühl von meist anderen Frauen. Männer die Leiden gelten oft noch als Schwächlinge.
FS, befasse dich mal mit den Begriffen 'Deduktion' und 'induktion'. Wir sind ja hier bei Elite-Partner.
 
  • #9
Vielleicht sieht es bei vielen Männern so aus als könnten sie schnell abschließen. Wenn es sie wirklich erwischt hatte, sie geliebt haben, murkseln sie aber innerlich um so länger herum an der Sache. Da können schon mehrere Nachfolgerinnen verschlissen sein und sie sind tief innerlich immer noch nicht über die Sache hinweg, verbauen sich teilweise ganz viel auf dem Weg zu einem wirklichen Neustart.
 
T

Toi et moi

  • #10
Das kann man nicht verallgemeinern und sicherlich hängt es davon ab, wie alt die Frau oder der Mann ist. Ich denke bei Mädels im Teenageralter ist die Verarbeitung nicht so langfristig. Bei einer Frau mittleren Alters, die verlassen wurde, ist die Situation anders. Sie hat wahrscheinlich Kinder, einen vollzeitberuf, Haushalt etc. Da bleibt einfach gar keine Zeit für eine neue Beziehung, nicht umsonst gibt es hier im Forum fast wöchentlich Fragen darüber, ob es sich überhaupt lohnt zu suchen. Da ist die Enttäuschung sehr groß und diese muss natürlich verarbeitet werden. Die Männer, die 45plus sind, sind in einer anderen Phase ihres Lebens. Sie haben die Familie/eine langjährige Beziehung hinter sich gebracht, sie haben sich herausgewagt und sind im Vollrausch, wollen vieles nachholen und sind auch sehr oft diejenigen, die verlassen haben. Das bedeutet, dass sie die Beziehung bereits verarbeitet haben, sich neu verliebt etc. Aber tröste dich, auch diese Männer werden nach ein paar Jahren aufwachen und zurückschauen und sich dann doch nach einer stabilen und warmen Beziehung sehnen. Darüber hinaus haben Männer und Frauen unterschiedliche "Halbwertzeiten". Ich weiß, es klingt nicht sehr toll aber es ist leider so. Im jüngeren Jahren leiden öfters die Jungs während die Mädchen sich vor Angebote nicht retten können und das Blatt wendet sich irgendwann. Dann holen die Jungs die Versäumnisse nach. So einfach ist die Natur. Aber ich denke, dass die Natur auch immer im Wandel ist. Vielleicht ändert sich eines Tages alles und die Welt wird auch evolutionstechnisch so weit sein, dass der Mensch im Vordergrund steht und nicht so viele Unterschiede zwischen den Geschlechtern herrscht.
 
  • #11
Das hängt vom Charakter des Mannes ab wie lange und wie tief er leidet.

Auch spielt sein Erfolg bei den Frauen eine Rolle - je umschwärmter er ist desto schneller wendet er sich einer Anderen. Ein ewiger Single wird seiner einzigen Beziehung nachweinen und bangen nie wieder jemand abzukriegen aber ein toller Hecht schüttelt sowas ab und sieht nach vorne.

Das kann sich Frau schon in der Beziehung denken wie er reagieren wird bei der Trennung - der Nüchterne, kalte Analytiker wird es mal durchdenken und abschütteln weil ihm tiefe Emotionen unbekannt bzw. unbequem sind.

Der Romantiker wird leiden wie der Werther.

Die Psyche spielt auch eine grosse Rolle - je stabiler und gesunder desto anständiger und tiefgründiger wird sich ein Mann verhalten. Er wird Dir danken für die schöne Zeit, wird sich Zeit nehmen für eine neue Beziehung, wird keine Spielchen spielen etc.
 
  • #12
Ich habe auch manchmal diese Gedankengänge. Aber dann komme ich immer wieder zu den Schluss, dass die Verteilung von Liebe und Zuwendung nie "gerecht" ist, bzw. dass es in diesem Punkt keine Gerechtigkeit gibt. Das fängt ja schon im Elternhaus an. Du würdest sicher auch sagen, dass es nur gerecht wäre, wenn jedes Kind die gleiche Zuwendung und elterliche Liebe erfährt. Die Kinder sind noch unschuldig, haben also noch nichts auf ihrem "Karma-" oder "Gerechtigkeits-" Konto angesammelt. Dennoch wird es immer Kinder geben, die weniger oder mehr bekommen.

Mit Gerechtigkeit hat das also nichts zu tun. Die Männer, von denen du sprichst, nehmen sich eben einfach, was ihnen gut tut. Das könntest du theoretisch auch, wie oben jemand gesagt hat, aber deine Seele lässt das nicht zu, weil die ganze Geschichte viel tiefer in dich eingedrungen ist, als in ihn.

Ich bin einfach der Meinung dass Männer, die sofort die Nächste haben, sofort einen Schalter umlegen können und die Ex komplett vergessen, einfach keine Seelentiefe haben, nicht in Verbindung zu ihrem "Kern" stehen und nicht mit dem Herzen sehen, sondern nur mit dem Kopf. Ja, das tut weh, aber im Endeffekt würde ich so einen Mann nicht wollen und wenn du mal ehrlich bist dann weißt du auch, dass es der Nächsten nicht besser gehen wird. Wenn da wieder was kopftechnisch nicht passt, wird wieder der Schalter umgelegt und auf zur Nächsten. Es ist vor allem auch sehr unreflektiert, weil diese Sorte Mann sich auch selbst nie hinterfragt. Da war dann immer die Ex Schuld, wenn was nicht geklappt hat. Die eigenen Marotten werden völlig ausgeblendet.

Ich kann auch nur dazu raten, dir zu nehmen, was DIR gut tut. Und wenn dir Männer im Moment nicht gut tun, dann lass es auch, sondern pflege deine Wunden und weine noch ein wenig. Ich finde das völlig normal und du weißt selbst am besten, was gut für dich ist. Acht Monate finde ich - im Gegensatz zu @Chicken - nicht mehr als genug Verarbeitungszeit. Wer sind wir denn, um darüber zu urteilen? Als ob man selbst das Maß der Dinge wäre.....

w(29)
 
  • #13
Ich denke dass hängt weniger vom Geschlecht ab, als davon wer sich schon vor der Trennung stärker von der Beziehung verabschiedet hat. Eine Trennung ist für den Verlassenden meist besser zu verkraften als für den Verlassen.
Kann ich bestätigen.
Ich habe genug Beispiele im Freundeskreis, wo Frauen "warmgewechselt" haben. Sehe also zumindest im Rahmen meines sozialen Umfelds keine Tendenz, dass Männer sich gleich eine Neue suchen und Frauen monatelang weiter leiden.
Umgekehrt habe ich schon mehr als genug Männer kennen gelernt, die mir beim ersten Date schon exzessiv über die Ex-Freundin erzählten, mir vorjammerten und sich nicht richtig einliessen, weil sie mich und die Ex gar nicht richtig auseinander halten konnten. Mein Fazit ist, dass Liebeskummer, Schmerz und so kein Geschlecht haben.
Was ich dir raten möchte ist, dass du dich wirklich gut um dich kümmerst. Hör auf, deinen Prozess mit dem des Ex zu vergleichen, frag dich nur, wie es dir wieder besser gehen kann. Nähre deine Seele (klingt kitschig, ist aber wichtig) statt dich zu ärgern, wenn es anderen gut geht.
 
  • #14
Wenn einer schnell wieder ne Beziehung hat, heißt das für mich, er hat einen Warmwechsel gemacht oder lenkt sich ab von der Trennung oder sieht Frauen/Männer sowieso nur als austauschbare Teile in seinem Leben. Vielleicht ist bei den Warmwechseln wirklich auch mal was mit Dauer dabei, aber selbst wenn einer mit der Beziehung schon abgeschlossen hat und sie nur noch "auf dem Papier" besteht, ist doch das Gefühl, WIRKLICH frei zu sein, wieder wirklich Single zu sein, ganz anders als nur in der toten Beziehung verharrend zu sein. Ich denke nicht, dass man alles schon so aufgearbeitet haben kann, wenn der andere immer noch offiziell der Partner ist. Außer man lebt getrennt.

Also mit anderen Worten: Ich halte es für einen großen Vorteil, wenn man über die Exbeziehung nachdenken und sie verarbeiten kann, statt sich gleich wieder in was neues zu stürzen und die inneren Veränderungen, die bewirkt werden, weil man die Exbeziehung aufgearbeitet hat, zu blockieren. Es wird nochmal dasselbe in einer Partnerschaft passieren, wenn man nicht erkannt hat, weshalb es nicht geklappt hat in der Exbeziehung.

Du wirst vielleicht nie wieder ne On/Off-Beziehungskiste haben, weil Du Deine Muster erkennst, die dazu führten, Dich von so jemandem nicht gleich zu trennen.

Es ist keine Sache von Mann und Frau, auch Frauen suchen sich Ablenkung in der nächsten Beziehung, verarbeiten ihre Exbeziehung mit dem nächsten Mann oder haben Männer nur als Randwesen in ihrem Leben.

Es bringt nichts, den Mann darum zu beneiden, dass er schon wieder glücklich zu sein scheint. Ich hab den Eindruck, Du willst für ihn von Bedeutung gewesen sein und dass er Deinetwegen leidet. Was hättest Du davon? Wenn Du nicht für ihn von Bedeutung warst, ist es doch sowieso am besten, das zu erkennen und dass es zu Ende ging.
 
  • #15
Ich hatte über Jahre eine On Off Beziehung.
Die Trennung war schlussendlich unvermeidlich und wir sagten uns adieu. Das ist jetzt acht Monate her.
Er hatte gleich mal eine Neue, während ich noch immer nicht abschließen kann und das trotzdem ich nie mehr zurück ginge.
Liebe FS,

eure Beziehung war eine Katastrophe.

Ich habe so ein on und off zwar noch nie erlebt, doch ich stelle es mir sehr anstrengend vor. Es muss eine Erleichterung gewesen sein, als es endlich vorbei war.

Du schreibst selbst, dass du nie zurück wolltest.
Warum machst du dir also Gedanken um deinen Verflossenen und fragst dich, wieso er schon wieder eine neue Frau hat?
Acht Monate sind eine lange Zeit.
Warum sollte er alleine bleiben?

Ja, es ist ein Mythos, dass Frauen leiden und Männer gleich die nächste Frau am Start haben. Es ist auch oft umgekehrt. Es gibt sogar Männer, die keine andere Frau wollten, nachdem sie ihre Traumfrau verloren hatten und alleine geblieben sind.

Schau nach nicht zurück, akzeptiere, dass er nicht mehr zu deinem Leben gehört und lebe dein Leben ohne dich darum zu kümmern, was er macht.
 
  • #16
Es ist eher unwahrscheinlich, dass Männer signifikant häufiger und schneller nach einer Trennung eine neue Partnerschaft beginnen.

Denn wenn Frauen nicht im Schnitt mit mehreren Männern gleichzeitig zusammen sind oder es wesentlich mehr heterosexuelle Frauen als Männer gibt, ist das rein rechnerisch unmöglich.

Und daher ist das meines Erachtens eine klare Fehlwahrnehmung.

Die Frage wäre richtig, wieso so das bei Dir und Deinem Ex-Freund so ist und dazu müsstest Du vielleicht Eure Beziehung näher beschreiben und Dich mit dem eigenen Kummer beschäftigen, statt in die Ferne zu schauen.

Ich persönlich bin nach dem Ende meiner letzten Beziehung wesentlich länger Single als meine Ex, die quasi sofort Sexpartner eingelanden hat und ihre Profile für die Beziehungssuche scharf gestellt hat.
 
  • #17
Wenn da wieder was kopftechnisch nicht passt, wird wieder der Schalter umgelegt und auf zur Nächsten. Es ist vor allem auch sehr unreflektiert, weil diese Sorte Mann sich auch selbst nie hinterfragt. Da war dann immer die Ex Schuld, wenn was nicht geklappt hat. Die eigenen Marotten werden völlig ausgeblendet.
Stimmt schon - und stimmt auch nicht.
Bei uns Männern ist das eine Generationenfrage.
Wir, die Ü45 Männer, haben noch gelernt:
Gefühle sind für Mädchen. Wir sind Männer, kennen keinen Schmerz. Dazu kommt: wir haben unsere Männerwelt, sprich gute Freunde. Und gewisse Rituale.
Das geht dann ungefähr so ab: Mann flucht auf die Ex. Egal, wer gegangen ist. Ein guter Freund sagt dann: Ok, du hättest sie nicht immer alleine lassen sollen, deine Affären besser verstecken sollen, ihr mal Blumen mitbringen sollen - sowas eben. Dann kommt das Pragmatische - sie wird aus dem Leben getilgt. Ihre Dinge weggeräumt. Als reinigendes Ritual werden dann Autos und Moppeds geputzt. Und zwar gründlich. Sicherheitshalber auch gleich die Autos der Freunde. Dann wird gegrillt, Pizza bestellt oder was vom Mac geholt. Bier wird getrunken. Und ein paar Schnäpse. Danach gehts zum Feiern. Und der grösste Aufreisser macht auch ein Mädel für den frisch getrennten Mann klar.
Am nächsten Tag hat der Getrennte dann derart Schädelweh (selbstverständlich wird sein Glas nie leer), dass er gar nicht an eine Frau denken kann. Er kann gar nicht denken, ihm wirds dann sofort schlecht. Und das ist Sinn der Übung - denkst du an deine Ex, musst du kotzen. Und am Montag ist alles nicht mehr so schlimm.

Ja, auf viele Frauen wirkt das fürchterlich. Aber ein solches Ritual hilft. Die "Generation Weichei" empfindet so etwas als noch schlimmer als all die Frauen zusammen. Die U 25 Männer haben wieder Freunde und Rituale, sind auch wieder Männer.

Natürlich trifft sowas nie auf alle Männer zu. Und einige Frauen haben heute ähnliche Rituale entwickelt. Weils gut tut. Und ja Jungs - auch zwischen 25 und 45 gibts Männer. Weiss ich doch.
 
  • #19
Es ist kein Mythos. Meiner hatte nach 2 Wochen auch eine neue. Wir hatten eine tolle Verliebtheitsphase, wie man sie sich nur im Traum vorstellen kann. Es war eine schmerzhafte Trennung für uns beide, weil wir in verschiedenen Ländern wohnten und gezwungen waren, wieder auseinander zu gehen. Das spielte aber alles keine Rolle. Er präsentierte sich sofort wieder mit einer Partnerin.

Ich glaube, es liegt ganz einfach daran, dass Männer sehr viel sensibler und angreifbarer sind als Frauen. Männer sind daher auch emotional schneller wütender, aggressiver, ausfallender, schneller beleidigt und fühlen sich in ihrer Ehre gekränkt. Sie können Schmerz nicht so demütig und still ertragen wie Frauen. Ihr Testosteron ist zu hoch. Jede Kleinigkeit kann sie schnell umwerfen wie ein Fähnchen im Wind.

Es bringt nichts, darüber zu heulen. Dieser Mann war der Falsche, wenn er so agiert. Überhaupt verlieben sich Männer eben meist in die Frauen, die ihnen am Nächsten sind und daraus ergeben sich dann auch die ganz gewöhnlichen Beziehungen.

Ich habe aufgehört, darüber zu heulen. Kein Mann ist so wichtig oder bedeutend, dass man sich darüber den Kopf zerbrechen müsste. Und nebenbei ... es gibt einefach keine "so tolle, unvergessliche, gemeinsame Zeit". Als Frau sollte man dieses romantische Denken begraben. Es ist unbedeutend, ersetzbar, nichts besonders, weil man das mit jedem anderen und jeder anderen genauso haben kann.
 
  • #20
Diese Pauschalfragen sind immer nicht zielführend.

Jeder verarbeitet seine Themen anders, zeitlich, emotional, offentlsichlich oder im Verborgenen.
Trennungen sind noch individueller, es hängt davon ab, wer verlässt, wie war die Beziehung vorher, gab es überhaupt noch eine Beziehung, oder war die Trennung nur der Endpunkt der Verarbeitungsphase.
Oder gab es Verletzungen, Streitigkeiten, etwas völlig unerwartetes, was zur Trennung führte.

Es sind übrigens statistisch gesehen eher die Frauen, die sich trennen als die Männer.
 
  • #21
Da kommt mir der Spruch "Indianer kennen keinen Schmerz" in den Sinn. Von Indianerin steht da nichts.
Männer sind so erzogen wurden, keine Gefühle zu zeigen und nicht zu weinen. Das sie es doch tun, weiß ich. Nur nicht öffentlich. Sie machen das mit sich aus. Außerdem sind sie rationaler und suchen schnell eine Lösung für ihr "Problem". Das ist dann oft die Ablenkung mit einer anderen Frau. Innerlich trauern sie noch der Ex nach und die Neue hat von Anfang an schlechte Karten. Tja, so kanns gehen. Männer sind anders. Frauen auch ;-)
 
  • #22
Ich glaube nicht, dass es sich hier um Geschlechtsbesonderheiten handelt...Es gibt einfach Leute, die nach dem Ende einer Beziehung nicht lang alleine bleiben können und gleich jemanden finden wollen...
 
M

moobesa

  • #23
Viele Untersuchungen fanden bereits heraus, dass es Männern nach Trennungen grundsätzlich schlechter geht als Frauen. Auch wenn sie gleich erstmal ne neue am Start haben. Was längst nicht bei allen der Fall ist. Frauen blühen eher wieder auf, wenn auch nicht sofort. Sie profitieren davon, dass sie grundsätzlich sozialer sind. Sie haben einen größeren Freundeskreis und versuchen nicht, ihre Probleme allein mit sich selbst zu klären. Frauen leben nach einer Trennung oft gesünder und nehmen ab, bei Männern geht es oft in die entgegengesetzte Richtung. Ausnahmen bestätigen die Regel, z.B. Narzissten.

m
 
T

Toi et moi

  • #24
Stimmt schon - und stimmt auch nicht.
Bei uns Männern ist das eine Generationenfrage.
Wir, die Ü45 Männer, haben noch gelernt:
Gefühle sind für Mädchen. Wir sind Männer, kennen keinen Schmerz. Dazu kommt: wir haben unsere Männerwelt, sprich gute Freunde. Und gewisse Rituale.
Das geht dann ungefähr so ab: Mann flucht auf die Ex. Egal, wer gegangen ist. Ein guter Freund sagt dann: Ok, du hättest sie nicht immer alleine lassen sollen, deine Affären besser verstecken sollen, ihr mal Blumen mitbringen sollen - sowas eben. Dann kommt das Pragmatische - sie wird aus dem Leben getilgt. Ihre Dinge weggeräumt. Als reinigendes Ritual werden dann Autos und Moppeds geputzt. Und zwar gründlich. Sicherheitshalber auch gleich die Autos der Freunde. Dann wird gegrillt, Pizza bestellt oder was vom Mac geholt. Bier wird getrunken. Und ein paar Schnäpse. Danach gehts zum Feiern. Und der grösste Aufreisser macht auch ein Mädel für den frisch getrennten Mann klar.
Am nächsten Tag hat der Getrennte dann derart Schädelweh (selbstverständlich wird sein Glas nie leer), dass er gar nicht an eine Frau denken kann. Er kann gar nicht denken, ihm wirds dann sofort schlecht. Und das ist Sinn der Übung - denkst du an deine Ex, musst du kotzen. Und am Montag ist alles nicht mehr so schlimm.

Ja, auf viele Frauen wirkt das fürchterlich. Aber ein solches Ritual hilft. Die "Generation Weichei" empfindet so etwas als noch schlimmer als all die Frauen zusammen. Die U 25 Männer haben wieder Freunde und Rituale, sind auch wieder Männer.

Natürlich trifft sowas nie auf alle Männer zu. Und einige Frauen haben heute ähnliche Rituale entwickelt. Weils gut tut. Und ja Jungs - auch zwischen 25 und 45 gibts Männer. Weiss ich doch.
Aha so machen es die Männer. Aber sei dir gesagt sein, dass auch Frauen ihre Rituale haben. Vielleicht doch in einem kleineren Kreis, mit der Besten Freundin, dann wird auch so lange Schnaps in Orangensaft gemischt bis der Kopf endlich aufhört zu denken, es wird geweint und gesungen und geflucht auf die Welt und Kosmos, auf die Evolution, auf das Schicksal und am nächsten Tag ist alles ein wenig besser und das schönste daran ist, dass man lebenslang sich daran erinnert und weiß, dass das wichtigste im Leben immer beständig bleibet und das ist die wahre Freundschaft.
 
  • #25
Vergiss die klischees über Männer oder Frauen.
Der kann noch so oft wechseln - er muss denoch lernen.
In welchem Tempo er lernt ist seine Sache.
Es kann und soll dir völlig egal sein, ob deine Expartner sich ihren Themen stellen oder nicht, oder ob sie xmal in ähnliche Konstellationen schlittern auch wenn sie mal einige glückliche Zeiten zu haben scheinen ... Punkt
Wichtig ist, dass DU dich selber deinen Themen stellst - und zwar den Ursachen und den Folgen die daraus resultiert sind. Und weil du ja derzeit nur mal wieder unter den Folgen leidest, werden logischerweise not-wendig werden eine ehrliche Zeit des Abtauchens in die tieferen (Ab)Gründe deiner eigenen Muster. Meistens liegt es ja in der Kindheit begraben, wenn Menschen nur 'scheinbar' beziehungsfähig sind.
Sei doch mal ehrlich: Wenn DU von 3 Milliarden Männern dir ausgerechnet 1 oder ein paar solche Hansis genommen hast, die nur 'on-off' auf die Reihe bringen ... tja, WAS erwartest du dann von den Männern, wenn DU deine eigenes Leben nicht entrümpelst und deine Ausstrahlung säuberst?!
Ist doch wurscht, was 'die Männer' so machen ... du wirst ja ohnehin nur auf jene blicken, für die du tief in dir ein Re-Aktionsvermögen hast. Alle anderen entgehen deinem Blick, weil du nicht selber beziehungsfähig zu sein scheinst ... es liegt ja immer im Auge des Betrachters.
Offensichtlich warst DU dir keine solide glückliche Beziehung wert ... bist an solche geraten oder hast dich eingelassen. Du bist nicht das Opfer - allenfalls dein eigenes Opfer. Doch es waren Schritte auf dem Weg der Selbst-Findung.
Also bitte sei dankbar, für alles was gewesen ist und auch für die Trennung!
Denn nur mit der Wahrheit und der Konzentration auf die EIGENEN Themen, kannst du an DIR arbeiten.
Die Singlezeiten - wenn gut genutzt - sind wichtige Geschenke zur Vorbereitung der zukünftigen Beziehungen.
Stelle DEINE Weichen und nutze deine Zeit.
Auch eine Zeit der Trauer kann sehr sinnvoll sein, wenn sie der echten Klärung alter Erlebnisse und Muster dient.
 
  • #26
Stimmt schon - und stimmt auch nicht.
Bei uns Männern ist das eine Generationenfrage.
Wir, die Ü45 Männer, haben noch gelernt:
Gefühle sind für Mädchen. Wir sind Männer, kennen keinen Schmerz. Dazu kommt: wir haben unsere Männerwelt, sprich gute Freunde. Und gewisse Rituale.

Ja, auf viele Frauen wirkt das fürchterlich. Aber ein solches Ritual hilft. Die "Generation Weichei" empfindet so etwas als noch schlimmer als all die Frauen zusammen. Die U 25 Männer haben wieder Freunde und Rituale, sind auch wieder Männer.

Natürlich trifft sowas nie auf alle Männer zu. Und einige Frauen haben heute ähnliche Rituale entwickelt. Weils gut tut. Und ja Jungs - auch zwischen 25 und 45 gibts Männer. Weiss ich doch.
Ich weise diesen Beitrag entschieden zurück! Der Verfasser möge bitte für sich persönlich sprechen und sich nicht anmaßen, für alle Männer zu stehen.

Ich bezweifle nicht, dass es bei diesem Mann und seinem recht simplen und sehr homogenen Freundeskreis so sein mag!
Mitnichten verhält man sich außerhalb seiner recht speziellen Subgruppe flächendeckend so. Von meinem Freunden geht niemand sein Moped polieren und lässt sich betrunken vom Aufeißer eine Frau zuschustern. Das mag in manchen soziokulturellen Milieus Usus sein, aber die Mehrheit der Männer wird durch diese Beschreibung sicher nicht abgebildet.
Auch verbitte ich mir, dass dies als einzige Definition von Männlichkeit akzeptiert wird. Durch meine sportlichen Aktivitäten kenne ich viele Männer aller Altersklassen und sehe dort gesunde und erfolgreiche Männlichkeitskonzepte, die ganz anders aussehen.
Nach dem Scheitern meiner langjährigen Ehe habe ich fast 2 Jahre und auch Besuche beim Psychologen gebraucht, um dies zu verarbeiten. Daraus bin ich gestärkt hervor gegangen und habe auch meine Anteile und Fehler erkannt.
Aufgeräumt konnte ich mich erneut auf die Suche nach einer Partnerin machen und werde demnächst zum zweiten Mal heiraten und dabei die Fehler aus der ersten Ehe, die ich ausreichend reflektiert habe, vermeiden.

m, 53
 
  • #27
Liebe FS,
ich halte Deine These für einen Mythos.

M.E. ist geschlechtsunabhängig immer derjenige im Vorteil im Hinblick auf "weniger leiden unter der Trennung", von dem die Trennung ausging. Er ist innerlich vorbereitet, hat sich meistens schon länger mit dem Thema befasst und sich daher möglicherweise auch außen schon neu orientiert, muss aber nicht sein.
Darüber hinaus geht es ebenfalls geschlechtsunabhängig um die Trennungsgründe. Wer schlecht behandelt wurde, belogen, betrogen, verletzt, vielleicht auch misshandelt wurde, der hat echte Hinderungsgründe im Hinblick auf das fixe Beenden und Neustarten.

Es scheint nur so, dass mehr Frauen leiden, weil sie sich mehr mitteilen und weil immer noch zu viele Frauen ihren Lebensinhalt in einer Beziehung sehen und sich zu wenig um andere Dinge im Leben kümmern. Mangels anderen Lebensinhalt wühlen Frauen gern in der Vergangenheit rum, interpretieren im Nachhinein diverse Varianten von Vorfällen usw. statt einfach mit ihrer Zukunft anzufangen, was eine gewisse Anstrengung bedeutet.
Nicht immer führt das Rumwühlen in der alten Beziehung zu einer kritischen Selbstreflexion und produktiven Auseinandersetzung mit den Ursachen des Scheiterns und dann wird das als "Leiden" fehlinterpretiert.

M.E. gehen tatsächlich Männer mit Trennungen sachlicher um, akzeptieren diese eher und blicken nach vorn - vollkommen unabhängig davon, ob sie schnell eine andere Frau finden. Weil sie den Kopf frei von emotionalen Altlasten haben (anders als die in der Vergangenheit rumwühlenden Frauen), gelingen ihnen möglicherweise schneller neue Kontaktaufnahmen.
Resp. wenn Frauen nur in TZ arbeiten und Kinder, Haushalt etc haben, gibt es für sie auch begrenzte Möglichkeiten einen neuen Mann kennenzulernen.
 
  • #28
Ich halte es auch für einen Mythos - in meinem Umfeld nehme ich das so wahr, dass es eher Typsache ist, wie Mensch mit einer Trennung umgeht - mit dem Geschlecht jedoch nichts zu tun hat. Es gibt Menschen, die sind schnell von etwas neuem zu begeistern und es gibt welche, die versuchen zu ersetzen und damit zu vergessen. Und andere wieder, die lecken ewig ihre Wunden. Männer wie Frauen, alles schon gesehen ...
 
  • #29
Am nächsten Tag hat der Getrennte dann derart Schädelweh (selbstverständlich wird sein Glas nie leer), dass er gar nicht an eine Frau denken kann. Er kann gar nicht denken, ihm wirds dann sofort schlecht. Und das ist Sinn der Übung - denkst du an deine Ex, musst du kotzen. Und am Montag ist alles nicht mehr so schlimm.
@Tom26 : Mal wieder Danke für diesen Beitrag, irgendwie hilft es einem schon, von außen in die Welt der Männer einzutauchen ;-)! In "Die Marseille Trilogie" gibt es einen Polizisten - Fabio Montale - der mich sehr an dich erinnert. Ich glaub das könntest du sein!

Aber ich denke auch dass auch du das nicht wirklich ernst meinst, sondern dass die Gedanken an die Ex-Beziehung früher oder später kommen, ob man will oder nicht. Man kann ja nicht ewig trinken und das Mopped putzen. Früher oder später müssen wir uns wohl alle unseren Geistern stellen. Ich für meinen Teil lieber früher, als später ;-)!

w(29)
 
  • #30
Natürlich trifft sowas nie auf alle Männer zu. Und einige Frauen haben heute ähnliche Rituale entwickelt. Weils gut tut. Und ja Jungs - auch zwischen 25 und 45 gibts Männer. Weiss ich doch.
vs
Ich weise diesen Beitrag entschieden zurück! Der Verfasser möge bitte für sich persönlich sprechen und sich nicht anmaßen, für alle Männer zu stehen.
Hier muss ich doch anerkennen, dass dieser Mann mir total überlegen ist.
Er hat es geschafft, unfallfrei einen Psychologen aus den Gelben Seiten zu fischen - welcher Held. Dazu hat er es geschafft, 2 Jahre um sich selbst zu kreisen - wow. Ich bin entzückt.
Allerdings - ich kann lesen. Ich kann logisch denken.
und sehe dort gesunde und erfolgreiche Männlichkeitskonzepte, die ganz anders aussehen.
Ja, 2 Jahre lang zum Psychologen zu laufen und sein Selbstmitleid zu stärken - das klingt sehr gesund. Und erfolgreich. Für den Psychologen. Und sein Konto.
Aber, wie du siehst, liebe FS - es gibt nicht nur solch pöhse Buben wie mich - sondern auch Männer, die sich in ihrem Leid suhlen. Der Mythos, den du ansprichst, kommt allerdings nicht von diesen - sondern doch eher von Männern wie mir.
und am nächsten Tag ist alles ein wenig besser und das schönste daran ist, dass man lebenslang sich daran erinnert und weiß, dass das wichtigste im Leben immer beständig bleibet und das ist die wahre Freundschaft.
Stimmt - und so unterschiedlich unsere Weltsicht ist - wir haben beide verdammtes Glück. Wir haben Freunde.