• #1

Freizeitbeschäftigung im Laufe der Jahre - wie wars bei euch?

Hallo liebes Forum,

es ist glaube ich kein Geheimnis, dass sich die Interessen im Laufe des Lebens grundlegend ändern. Wollte man mit Anfang 20 noch ständig auf Parties gehen, will man das vielleicht 10 Jahre später schon nicht mehr. In den 40gern, hat man dann schon wieder andere Interessen usw usw.

Wenn ihr an eurem Leben ein Bsp nehmt, wie hat sich das verändert, bzw. gab es spezielle Gründe dafür oder hättet ihr das mit 20 glauben können, dass ihr dieses Hobby irgendwann mal nachgeht?

Benützt ihr die Hobbies um mit dem anderen Geschlecht ins Gespräch zu kommen (evtl. auch zu flirten) oder doch lieber Disco und Pubs?

Ich persönlich habe noch nie einen späteren Partner beim Ausgehen kennen gelernt. Zu Hause rumsitzen nutzt logisch auch nix. Manchmal lernt man dann eben durchs Ausgehen wieder andere Leute kenne und daraus könnte sich ja mal ein Flirt ergeben (mir aber so noch nie passiert).

Ich möchte mit dieser Frage auch nichts bezwecken, oder etwas für mein Vorteil erfahren. Es interessiert mich generell. Bin schon gespannt auf die Antwoten,
Vielen Dank!
 
  • #2
es ist glaube ich kein Geheimnis, dass sich die Interessen im Laufe des Lebens grundlegend ändern.

Äh, nee Pippi. Das tun sie nicht. Bei manchen schon, aber die meisten behalten eine gewisse Grundprägung Ihr Leben lang bei. Ich war schon immer ein Bewegungsmensch und habe gerne Musik gemacht. Was sich gewandelt hat ist nur die Sportart (Jobbedingt) und die Art der Musik (Jazz mochte ich früher gar nicht).

Klar-ich hätte mir mit 20 nie vorstellen können Marathon zu laufen- ist ja ohne Ball und länger als 90 Minuten ;-).

Wollte man mit Anfang 20 noch ständig auf Parties gehen, will man das vielleicht 10 Jahre später schon nicht mehr.
Also das ist irgendwie schräg. Zu Parties wurde man immer im Freundeskreis eingeladen und dieser war abhängig von meinen Leidenschaften. Das ist Heute nicht anders- nur wissen wir alle mittlerweile dass es nach 2h Nachts nicht mehr schöner wird und der Tag danach den Rausch nicht wert ist. Seltener ist einfach dem Alter geschuldet.

Benützt ihr die Hobbies um mit dem anderen Geschlecht ins Gespräch zu kommen (evtl. auch zu flirten) oder doch lieber Disco und Pubs?
Den Partner zu finden in ner Disse ist eine Fata Morgana, tun die wenigsten. Meine Partner hab ich bis auf die aktuelle beim einer meiner Leidenschaften kennengelernt. Diese über Ep mit einer gewissen Deckung an Aktivitäten (Musik macht Sie keine, lässt sich aber für die wildesten Dinge begeistern).
 
  • #3
Meine Freizeitbeschäftigungen haben sich definitiv im Laufe der Jahre geändert. Bis ca. mitte 20 waren Partys, Disco etc. angesagt. Kein Pub, keine Disco zu weit um nicht dahin zu gelangen. In den darauffolgenden 10 bis 20 Jahren waren es die Abenteuerurlaube die ich unbedingt machen wollte. Amazonas, Jepp-Tour durch die Sahara, Bootstouren und Safaris in Afrika, den Killimanjaro besteigen. Danach verschrieb ich mich ganz dem Tierschutz. War Pflegestelle für mißhandelte Hunde, habe Hunde vermittelt etc. Den Hunden bin ich bis jetzt treu geblieben. Urlaube mache ich in Europa, überall da hin, wo ich mit dem Auto hinfahren kann. Zu Rockkonzerten bevorzugt Rammstein gehe ich immer noch sehr gern.
Ein Hobby bzw. Leidenschaft begleitet mich aber die ganzen Jahre über - und das ist das Lesen. Ich bin eine absolute "Leseratte" und meine Wohnung ist voll mit Büchern.
Ich habe die Erfahrung gemacht, daß sich meine Freizeitbeschäftigungen immer geändert haben, wenn ich mich beruflich verändert habe.
 
G

Gast

  • #4
es ist glaube ich kein Geheimnis, dass sich die Interessen im Laufe des Lebens grundlegend ändern.
Eigentlich nicht. Ich kann da nur für mich sprechen. Klar gibt es andere Prioritäten im laufe des Lebens. War mir der Discobesuch in jungen Jahren schon wichtig. Aber dann hat man jemanden kennengelernt und schon waren andere Sachen wichtiger. Man wollte jede freie Minute mit der Partnerin zusammen sein. Hobby rückten etwas in den Hintergrund. Die Hobby des Partners wurden auch interessant weil es was neues war.

Ich für meinen teil mit ende 40 betreibe das selbe Hobby (Aquaristik) wie seit meinem 14. Lebensjahr. Es gab diverse Frauen die damit überhaupt nichts anfangen konnten. Und es gab Frauen die es toll fanden die vielen Aquarien in der Wohnung. Auch schraube ich gerne an alten Autos (Oldtimer) was damit verbunden ist das ich das eine oder andere Oldtimer treffen besuche. Einige Frauen können damit nichts anfangen. Andere (meine jetzige Frau) kommt mit zu diesen Treffen, obwohl sie damit recht wenig anfangen kann. Aber sie akzeptiert das ich mich dafür interessiere und sie steht zu mir. Ich verbinde das oft mit einem Stadtbummel mit meiner Frau. So hat sie auch was davon. Das macht für mich eine gute Partnerschaft aus. Nicht nur an sich denken.
 
G

Gast

  • #5
Hallo, FS
Nun ich habe in meinem Leben immer viel gearbeitet, Sport in vielen Arten,
Party`s ab und an. Gereist auf alle Kontinente und die Welt gesehen.
Heute mit Ende 40 zig immer noch sehr "unruhig" ABER viel gelassener.
Werde mir das auch zeitlebens immer bewahren. Neugierig und interessiert
ist für mich ein "Bewegtes Leben".

(M47)
 
G

Gast

  • #6
Ich war als junge Frau nie auf Parties, sondern äußerst solide. Mein wildes Leben begann mit Mitte 30 und da habe ich alles nachgeholt. Parties mochte ich zu dieser Zeit und auch heute mit Mitte 40 wieder. Dazwischen bin ich es ruhiger angegangen. Der Ausgleich dazu ist die Natur. Früher war ich nie gerne wandern und wurde quasi dazu gezwungen, fand das öde, heute finde ich Bergsteigen unglaublich schön und erholsam. Und doch ja, ich habe überlegt sportlich im Rahmen der Möglichkeiten noch Einiges auf die Beine zu stellen und auszuprobieren bzw. zu erlernen. Früher nie ein Thema. In letzter Zeit lese ich wieder sehr viel, was mich eine Zeitlang gar nicht interessiert hat, dafür habe ich meinen Fernsehkonstum von viel auf ein Minimum reduziert.
Ich kann also schon sagen, man ändert sich durchaus und Manches kommt phasenweise wieder.
 
  • #7
Eine interessante Frage. Grundsätzlich ziehen sich bei mir ähnliche Interessen und Aktivitäten durchs Leben, mal werden sie dominanter, mal treten sie in den Hintergrund. Ich bin Einspänner und liebe es, vor mich hinzubasteln, das prägt auch meine Aktivitäten.
Alles, was mit Natur und Alleinsein zu tun hat: Wandern, Joggen, Kajakfahren, Mittelstreckenschwimmen. (Mein nächster Plan ist Seatrekking, wenn ich körperlich wieder fitter bin.)
Alles, was mit Logik, Frickeln und Lösungen finden zu tun hat: Programmieren und Skripten (nicht gut, aber enthusiastisch)
Alles, was mit Logik, Frickeln und dazu noch mit Handarbeit zu tun hat: Kleider nähen und andere Textilarbeiten.
Alles, was sinnliche, einsame Handarbeit ist: Kochen, Gärtnern, Stuccoarbeiten.
Und die einsame Tour in fiktionale Welten: Lesen und Schreiben. Immer zu jeder Zeit, an jedem Ort.

Es gibt aber Ausnahmen: Ich habe mit Sport erst mit 28 angefangen, weil ich ein vom dumpfbackigen Sportunterricht traumatisiertes dickes Nerdmädchen war. Und ich habe 3 Jahre Gesangsunterricht genommen, damit meine Stimme frei wird, damit war die Aufgabe auch erledigt und ich habe nicht weitergemacht. Ähnliches habe ich mit Tanzen vor.
Aktivitäten wie Tanzen gehen, in Oper, Film und Konzerte gehen, kommt sporadisch vor, wenn ich meine gesellige Phase und extrovertierte Begleitung habe. Aber eigentlich strengt mich Geselligkeit furchtbar an.
Derzeit ist nicht so viel mit Sport, weil ich immer noch nicht ganz gesund bin. Programmieren ist für mich momentan ausgereizt, das kann der Mann besser und einen Garten gibt es grade nicht. Dafür habe ich nach 20 Jahren Pause wieder mit Schneidern angefangen und habe einen Riesenspaß.
Ach und der Tanzunterricht ist schon gebucht.
 
G

Gast

  • #8
Naja vielleicht ist das auch etwas altersabhängig. Viele Jahre war essen für mich nur Nahrungsaufnahme. Vor ein paar Jahren habe ich als Mann das Kochen für mich entdeckt. Es macht Spaß immer neue Sachen auszuprobieren und gleichzeitig habe ich entdeckt das man damit Frauen beeindrucken kann. Meine jetzige Frau kann zwar auch kochen, aber für sie ist Kochen eher ein notwendiges übel. Während es für mich Entspannung und Genus ist. Deshalb stehe ich oft in der Küche und meine Frau genießt.
 
G

Gast

  • #9
Nein ändern sich bei authentischen Personen nicht. Interessen, Stil, Musik und Einstellung blieben über die Jahrzehnte bei mir gleich und das wird sich auch bis an mein Lebensende nicht ändern, weil ich von dem überzeugt bin, was ich im Leben tue - allerdings habe ich mich auch schon relativ früh von der breiten Masse abgenabelt und bin meinen eigenen Weg gegangen - egal wie blöd andere geguckt haben.
Und mit 30 bin ich sehr wohl noch ausgegangen! Ich bin doch keine Oma! Wenn andere mit 40 daheim vor sich hinvegetieren wollen, bitteschön, ich nicht. Und ich kenne in meinem Bekanntenkreis, zwischen 40 und 60, auch keinen der daheim sitzt. Wir sind ein sehr aktiver Kreis.
 
  • #10
Hallo,

also nur, dass dies nicht weiterhin mißverstanden wird: ich habe nie behauptet, dass man mit 30 schon mit einem Fuß im Grab ist und nur mehr zu Hause rumsitzt. Aber vlt waren die Prioritäten mit 20 und mit 30 für verschiedene Freizeitbeschäftigungen anders; mit 20 wollte man nur feiern bis in die Puppen und mit 30 geht man zwar noch aus, aber anders als noch vor 10 Jahren?

Vielleicht ändern sich die Prioritäten von verschiednen Freizeitbeschäftigungen nicht grundlegend, aber sie ändern sich. Oder verstehe ich das aus den obigen Antworten falsch? :)
 
G

Gast

  • #11
Im Studium hatte ich Wissenschaftliches-Intellektuelles stark aufgesogen. Das hatte ich vor dem Studium noch nicht geahnt. Im Berufsleben hatte das Interesse am Intellektuellen kontinuierlich abgenommen, so dass es irgendwann wieder ein normales Maß hatte. Auch in Sachen Politik reicht es mir jetzt meistens, den Überblick zu haben. Dahinter stehen auch Einsichten darüber, wie sich die Welt entwickelt oder nicht entwickelt und wo ich meinen Platz habe.

Dafür bin ich emotionaler geworden. Musik (nicht selbst machend) spricht mich dementsprechend mittlerweile an, in der Schul- und Unizeit noch nicht wirklich.

Nicht geändert hat sich meine sportliche Seite. Nur die Sportart ist eine andere, aber ähnliche geworden. (In der Schulzeit jene Sportart, im Studium kaum kontinuierlich Sport, jetzt diese andere Sportart, wieder im Verein.)
 
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