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  • #1

Fremd-Samenspende trotz fester Partnerschaft. Wie seht ihr das?

Liebes Forum,

ich bin Anfang 30 und würde gerne ein paar Meinungen einholen, wann ihr den Schritt in Richtung Samenspende gehen würdet. Es ist nicht so, dass mein Partner unfruchtbar ist, ich kann mir allerdings aufgrund seiner Gesundheitssituation keine eigenen Kinder mit ihm vorstellen bzw. mir schwindet jede Vorfreude, wenn ich daran denke, was die Kleinen alles erben könnten. Freilich weiß man nie, was sich wie vererben wird, aber ich finde doch, dass vorhandenes Wissen einen beim Handeln beeinflussen sollte.

Mein Partner ist bei dem Thema offener, er kommt aus einer Familie mit vielen (vererbbaren) Krankheiten, da ist niemand alt geworden und er sieht keine Veranlassung, für seine Kinder eine bessere gesundheitliche Ausgangsbasis zu schaffen. Seine gesundheitliche Situation, die uns in der Freizeit leicht einschränkt und die unsere gemeinsame Zeit sicher auch etwas reduzieren wird, nehme ich gerne und liebend in Kauf. Ich bin lieber früh Witwe, als mich gegen die Liebe zu entscheiden.

Da wir aufgrund seiner Krankheiten sowieso in eine Klinik müssen, um eine künstlichen Befruchtung vornehmen zu lassen (seine Potenz ist kaum noch vorhanden), würde ich gerne einen Schritt weiter gehen, und einen Samenspender wählen.

Ich habe in letzter Zeit viel zu diesem Thema gelesen, auch zu Co-Elternschaft usw. Für mich ist es Teil meines Denkens geworden, mich von traditionellen Familienbildern zu verabschieden und in den Vordergrund zu stellen, dass man sich liebt und dass man von ganzem Herzen Kinder will - und diesen nur das Beste wünscht.

Wie seht ihr das...?
 
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  • #2
Entscheidend dürfte wohl nicht sein, wie das die "Eltern" sehen oder die Foristen, sondern wie es das betroffene Kind empfindet. Das ist die eigentliche Frage. Ich jedenfalls würde kein Samenspendekind sein wollen und ich würde das sowohl meinen "Eltern" verübeln wie auch meinem leiblichen Vater. m
 
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  • #3
Ich sehe es eindeutig so, dass so eine weitreichende Entscheidung ausschließlich ein Paar gemeinsam für sich selbst treffen sollte. Also rede mit IHM darüber und nicht hier in einem Forum.
 
  • #4
Eltern wollen das Beste für Ihre Kinder. Völlig ok und verständlich.
Eltern wollen gesunde Kinder = weniger Probleme. Und den Kindern Probleme ersparen.

Wenn dieser Mann damit klar kommt, daß ihre künftigen Kinder nicht seine leiblichen Kinder sind ?
(Ich habe schon mehrere Männer erlebt, die nur ihre leiblichen Kinder annehmen und akzeptierten konnten. Aber andere Kinder nicht. Auch nicht die Kinder von neuen Partnerinnen.)

Außerdem Ärzte befragen + Untersuchungen. Ist das Erbgut dieses Mannes wirklich so riskant ?
Oder ist das nur von der Familie = ggf. medizinische Laien als riskant interpretiert ?

Mein Stiefsohn (12) schätzt mich als seinen besten Papa. Obwohl er weiss, daß ich nicht sein leiblicher Vater bin. Der besucht ihn jeden Monat, seit seiner Geburt. Früher sogar alle zwei Wochen.
Er ist aber mit seiner Vaterrolle überfordert.
 
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  • #5
Ich kenne da einen ähnlichen Fall.
Allerdings wusste der von der Frau ausgesuchte Samenspender nichts von seinem Glück bzw. seiner ihm zukünftig angedachten Rolle.
Da die Eltern verheiratet waren, klagt der leibliche Vater nun auf sein Umgangsrecht.
Für alle Beteiligten keine schöne Situation.
Wenn ich solche Gedankengänge von Frauen lese, überkommt mich ehrlich gesagt ein ungutes Gefühl.
Mit Anfang 30 kann eine Frau ihrem Leben auch noch eine andere Richtung geben. Wahre bzw. große Liebe hin oder her, alles ist vergänglich...
 
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  • #6
Wenn du keine (kranken) Kinder mit deinem Partner möchtest, ist das nunmal so. Dieser Wunsch/ Abneigung kann nicht von diesem Forum wegdiskutieren werden.

Es ergeben sich ja auch für dich gesundheitliche Vorteile, wenn du einen Spender wählst. Du müsstest keine ICSI machen lassen, sondern eine IUI würde reichen. Vielleicht kannst du ganz auf Medikamente und Operationen verzichten.

Noch ein Tipp: Suche den Spender in einer ausländischen Samenbank, die deutschen sind unnötig kompliziert und überteuert.
 
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  • #7
Meine Frau stammte aus einer kerngesunden Famile. Ihre Großeltern sind bzw. werden 90 Jahre alt und haben immer noch nur moderate Altersausfallerscheinungen. Die jüngeren Generationen haben gar nichts...

...aber sie wurde mit Anfang 30 sehr krank und ich habe sie mit nicht mal Mitte 30 beerdigt.

FS, was machst Du, wenn Du einen Top-Spender aus einer Samenbank wählst und Deinem Kind so etwas trotzdem passiert?

Es wird Dir (zu Recht!?!) vorwerfen, dass Alergien, Asthma, etc. gar nichts sind ... und sogar Krankheiten wie z.B. MS oder Lupus (Erythematodes), sowie mittelgradige Krebserkankungen, die erst im höheren Alter zu einer Verringerung der Lebensspanne führen, wie ein Kindergeburtstag wirken...

Vielleicht solltest Du Dich mal mit dem Begriff Münchhausen proxima beschäftigen!

m43
 
  • #8
Ich kann gut verstehen, dass du eine Samenspende in Erwägung ziehst, nur würde ich dann trotz der Tatsache, dass du einen Partner hast, mit dem du die Kinder großziehen würdest, auf jeden Fall das offene Modell wählen, wo die Kinder mit 18 das Recht darauf haben, ihren Erzeuger kennenzulernen. Klar wäre es einfacher, den Kindern gar nichts davon zu sagen, wie sie entstanden sind, und für deinen Partner wäre es bestimmt angenehmer, aber in dem Fall müssen die Kinder oberste Priorität haben, und das bedeutet für mich auch, dass sie Klarheit über ihre biologische Herkunft erlangen. Alles Gute!!
 
  • #9
Vielleicht solltest Du Dich mal mit dem Begriff Münchhausen proxima beschäftigen!

m43

[mod]

Die Frau macht sich völlig berechtigte Sorgen!

Ich habe mein Kind durch zwei schwere Krankheiten durch begleitet, eine chronisch ab 1 1/2 Jahre, die andere ab 15 Jahre.

Sie hat beide dicken Probleme aus der väterlichen Herkunftsfamilie geerbt, die mir beide nicht ersichtlich waren, diskret versteckt wurden. Wenn Du daneben stehst und Dein Kind quält sich und Du kannst ihm nicht helfen... großartig, das ist Münchhausen by proxy, ja, klar! Dabei hat meine Tochter noch Glück, sie hat eine enorme Vitalität und kann inzwischen wieder fast ein normales Lben führen, mit diversen Dauer-Vorsichtsmaßnahmen.

m43, Du hast wirklich gut reden! Sei erst einmal in einer solchen Situation!

Liebe FS, ich kann Dich und Deine Ängste schon verstehen.

Aber das Kind, das mir fast gestorben wäre, es war unglaublich knapp, ist das andere, das nach meiner Familie kommt und pumperlgesund ist.

So kann es auch gehen.

Leider fürchte ich auch, dass diese Sorgen und Deine Pläne zu einer schweren Belastung Deiner Ehe führen könnten. Überleg Dir gut, was Du wirklich möchtest - und nimm Deinen Mann mit... wenn er mitgehen kann...
 
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  • #10
Multiple Sklerose ist ein Kinderspiel, eine Pile Pale Krankheit!

Also bitte! Ich weiß ja nicht wo bei Dir eine schlimme Krankheit anfängt 43m. Aber nur weil eine Krankheit schnell und plötzlich tödlich verläuft, ist sie für die kranke Person nicht automatisch schlimmer, als eine Krankheit die 10, 20 oder 30 Jahre dauert. Für die Angehörigen ist ein Mensch der sich Tag um Tag, Jahr um Jahr vor sich hin leidet vielleicht lieber aber für den Betroffenen sicher nicht immer.

FS es gibt keine Garantie auf gesunde Kinder und es gibt viele Krankheiten die rezidiv vererbt werden, da kannst Du nicht alles durch testen.
 
  • #11
Ich würde an Deiner Stelle zunächst erst mal eine erbgenetische Beratungsstelle aufsuchen. Die sollte es in jeder Großstadt geben. Dort soll man Euch beiden die genauen Risiken auflisten. Die Entscheidung geht nur gemeinsam mit Deinem Mann zu treffen!

Falls die Krankheiten bekannt und lokalisiert sind, könnte man u.U. eine Präimplantationsdiagnostik vornehmen und sich nur gesunde Embryonen einpflanzen lassen. Für solche Fälle wie den Euren ist sie ja geschaffen. Laßt Euch mal dahingehend beraten.
 
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  • #12
In meinen Augen solltest du gar keine eigenen Kinder bekommen. Samenspenden sind für Frauen und Paare gedacht, die sich sehnlichst ein Kind wünschen, aber leider keines bekommen können und daher zutiefst traurig sind.

Was du machst, ist Missbrauch zu betreiben, weil du gerne das beste und tollste Kind hättest, auf Kosten aller anderen.

Wenn du ein guter Mensch wärst, wurdest du dann eher an eine Adoption denken. Es gibt genug Kinder, die keine Eltern haben.
 
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  • #13
Die Frage ist ja echt sehr seltsam. Willst du mit deinem Partner zusammen bleiben? Dann probiere es doch erstmal mit ihm. Was man alles für Krankheiten kriegen kann, du solltet nicht so viel schwarz malen, wenn du ein Kind willst, die Natur regelt auch Vieles zum Positiven und dein Mann hat ja keine bestimmte Krankheit, die für ein Kind lebensbedrohlich wäre. Bei einem fremden Samenspender weißt du doch gar nichts darüber, welche Erbkrankheiten der vielleicht hat. Samenspende ist was für Frauen, die keinen Partner haben und Kinder wollen. Oder für Paare, die das gemeinsam entscheiden, da müsste dein Freund ja mitreden. Oder willst du heimlich eine Samenspende haben und ihm dann sagen, es sei sein Kind?? Das wäre ja ein Ding und ich glaube auch nicht, dass du in Deutschland einen Arzt findest, der das macht.
 
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  • #14
Es geht hier um fremde Insemination im Krankenhaus in einer bestehenden Partnerschaft. Es geht nicht um Fremdgehen. FS - wenn du das mit deinem Partner so abstimmst dann ist es o.k. Und ich denke, es ist auch im Interesse eines zukünftigen Kindes gesund zu sein. Dein Partner ist in dieser Hinsicht sehr egoistisch und verantwortunglos. W
 
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  • #15
LIebe FS,

im Gegensatz zu den bisherigen Schreiberlingen möchte ich DIr zureden, das zu tun und ich finde Deine Idee einfach super. Ja wirklich!
Warum? Ich habe lange in der Kinderkrankenpflege gearbeitet.
Da habe ich einige aufgrund der Gene erkrankte Kinder gesehen, wo die Eltern jahrelang sich mit regelmäßigen Klinikbesuchen, ambulantem Kinderpflegediensten, Tracheostoma etc. auseinandersetzen mussten.
Wenn Dein Partner einverstanden ist mit der Fremdsamenspende, dann mach es.

#11: was soll denn daran Mißbrauch sein? Die FS hat Verantwortungsbewußtsein, was ist daran schlecht?
 
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  • #16
In meinen Augen solltest du gar keine eigenen Kinder bekommen. Samenspenden sind für Frauen und Paare gedacht, die sich sehnlichst ein Kind wünschen, aber leider keines bekommen können und daher zutiefst traurig sind.

Was du machst, ist Missbrauch zu betreiben, weil du gerne das beste und tollste Kind hättest, auf Kosten aller anderen.

Wenn du ein guter Mensch wärst, wurdest du dann eher an eine Adoption denken. Es gibt genug Kinder, die keine Eltern haben.

Hier die FS nochmal: Mir ist klar, dass das Thema hochsensibel ist, aber ich möchte etwas tun, um Leid zu vermeiden, nicht um ein "tolles" Kind zu haben. Klar habe ich über Adoption nachgedacht, aber noch besteht ja die Möglichkeit, dass wir eine Schwangerschaft und Geburt gemeinsam erleben, das wäre mir und uns schon wichtig.

Übrigens ziehe ich meinen Partner in diese Überlegung mit ein, na klar! Ich habe ihm die Idee bereits genannt, doch er war mit dem Thema Samenspende noch so gut wie gar nicht betraut und ich habe ihn gebeten, sich ein bisschen darüber zu informieren und mir dann zu sagen, wie er dazu steht. Natürlich passiert hier nichts ohne seine Einwilligung.

Ich überlege ja auch, wie ich darüber denken würde, wenn meine Eltern eine solche Entscheidung getroffen hätten. Auf der einen Seite wäre ich glaube ich dankbar, dass sie aus dem Motiv gehandelt haben, mir Leid zu ersparen. Aber sicher wäre da auch ein mulmiges Gefühl, seine Wurzeln nicht richtig zu kennen. Ich würde mich daher - wenn überhaupt - auch für eine offene Spende aus dem Ausland (Dänemark, Niederlande) entscheiden...
 
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  • #17
Multiple Sklerose ist ein Kinderspiel, eine Pile Pale Krankheit!

Also bitte! Ich weiß ja nicht wo bei Dir eine schlimme Krankheit anfängt 43m.

Gutes Beispiel für den Mummenschanz in der gemeinen Bevölkerung.

Streng wissenschaftlich:

- Nur ein sehr kleiner Teil der MS Fälle ist aus eine familiäre Disposition zurückzuführen

- Mit MS hat man keine statistisch reduzierte Lebenserwartung

- Durch Glateramieracetat (Copaxone) und Beta-Interferone (Rebif, Avonex, Beta(s/f)eron) hat sich in den letzten 15 Jahren so viel getan, dass der weit überwiegende Teil der MS Patenten gar nicht mehr in der Bevölkerung auszumachen ist. (keine oder nur moderate Einschränkungen, kaum einer weiß, dass sein Nachbar oder sein Arbeitskollege MS hat)

- Die (inzwischen sehr) wenigen schweren Fälle sind überhaupt nicht in Konjunktion mit den Fällen familiärer Disposition zu bringen

Beurteilt doch mal Krankheiten streng wissenschaftlich und baut darüber fundiertes Wissen auf!

Insgesamt erinnert der Thread an Ideologien ("Volksgesundheit" etc.), die vor 70-80 Jahren mal ganz groß im Kommen waren und EP mit seinen Moderatoren hält den Supermüttern zu diesem Gedankengut den Steigbügel...

Mir wird gerade schlecht!

m43

PS: Ich hätte kein Problem, wenn ich eine Frau kennenlernen würde, die besagte MS hat und könnte es auch ...streng wissenschaftlich! ...vertreten, mit ihr Kinder zu haben. (übrigens hat eine Frau mit MS in der Schwangerschaft i.d.R. keine Schübe -> siehe PRIMS)
 
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  • #18
Beurteilt doch mal Krankheiten streng wissenschaftlich und baut darüber fundiertes Wissen auf!

Also ich glaube, ich habe vergessen mit wem ich hier gerade diskutiere!

Es ist nicht PRIMS sondern PRISMS, sagen wir mal war ein Schreibfehler.

Und Du hast mir meine Frage nicht beantwortet! Was ist für Dich eine schlimme Krankheit!

Ich habe nie behauptet, dass MS vererbbar ist - ich habe nur gesagt, MS ist keine harmlose Krankheit. Wie viel sich in der MS Forschung getan hat, das bekomme ich am Rande, auf der Hochschule wo ich arbeite mit. MS gehört auch eher zu den seltenen Krankheiten.

Ich habe auch nie von Lebenserwartung geschrieben - Lebensqualität ist das was ich geschrieben habe.

Wir wissen heute schon so viel über den menschlichen Körper aber es ist immer noch nur die Spitze vom Eisberg!

Man kann bei Krankheiten, nur von Wahrscheinlichkeiten reden, dass das oder das eintrit, es gibt aber keine 100% Garantie. Z.B. Glioblastom (was hoffentlich auch für Dich ein schlimmer Tumor ist), er hat einen medianen Gesamtüberlebenszeit von nur 14,6 Monaten, es gibt aber Menschen die damit 5 Jahre überleben oder noch länger. So wenn das Überleben bis zu 5 Jahren oder noch länger gerade bei 3% liegt, kannst Du Dich nicht hinstellen und sagen, alle Menschen die einen Glioblastom haben, leben zwischen 10 und 15 Monaten.

Ja darum können alle Krankheiten Mummenschanz sein ABER ich muss mir da keine Risiken künstlich erschaffen oder bewusst welche eingehen.

Wenn man hier schon so rum krakelt, dann sollte man auch sagen, was für einen eine schlimme Krankheit ist, denn es gibt auch Menschen die an Grippe sterben.
 
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  • #19
Es ist nicht PRIMS sondern PRISMS, sagen wir mal war ein Schreibfehler.

Die Studie heißt "PRegnancy In Multiple Sclerosis" und ist immer noch der Goldstandard (Immunoglobuline direkt nach der Entbindung, etc.), wenn eine Frau mit MS überlegt ein Kind zu bekommen!

MS gehört auch eher zu den seltenen Krankheiten.

MS ist die häufigste neurologische Erkrankung bei jungen Menschen! Sie wird nur nicht als solche wahrgenommen, weil die wirklich schlimmen Verläufe sehr selten sind!

Was ist für Dich eine schlimme Krankheit!

Z.B. Glioblastom (was hoffentlich auch für Dich ein schlimmer Tumor ist), er hat einen medianen Gesamtüberlebenszeit von nur 14,6 Monaten, es gibt aber Menschen die damit 5 Jahre überleben oder noch länger. So wenn das Überleben bis zu 5 Jahren oder noch länger gerade bei 3% liegt, kannst Du Dich nicht hinstellen und sagen, alle Menschen die einen Glioblastom haben, leben zwischen 10 und 15 Monaten.

Poeck et.al. (eine der Neurologie Biebeln) hat mal dazu geschrieben "wenn ein Glio IV länger als 2 Jahre überlebt wird, spricht das nicht für die Qualität der Behandlung, sondern gegen die Diagnose"

Und richtig, wenn man retrospektiv bei "Langzeit"überlebenden die MRT Bilder nochmal befundet, die bei Erstdiagnose zu einer 4er Einstufung führten, kommt man meistens drauf, dass die hypodensen Areale im Tumorkern keine Nekrosen waren und man eher ein Astro III vor sich hat(te).

Bei Gliobalstomen gibt es übrigens in seltenen Fällen eine echte familiäre Variante, die mit nachweisbaren Gendefekten anderer Erbkrankheiten assoziert ist! Bei MS gibt es so ein identifizierte Genseqeunz (bisher) nicht. (wenn man mal davon absieht, dass die in der HLA Region vermutet wird)

Die FS hatte hier ja schon mehr als nur diesen Beitrag und auch dort war nicht ersichtlich, dass es sich um identifizierte Gendefekte handelt. Vielmehr stört sie die "allgemein schlechte Gesundheit" der Familie des Mannes.

m43
 
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  • #20
Als Info bevor hie zu viel behauptet wird!

MS ist die häufigste neurologische Erkrankung mit bleibender Behinderung(hier liegt die Betonung auf Behinderung und nicht auf der neurologische Erkrankung). Damit geht häufig eine vorzeitige Berentung im jungen Erwachsenenalter einher. In Deutschland sind 100.000 bis 120.000 Erkrankte registriert. Frauen sind zwei- bis dreimal häufiger betroffen als Männer. Der Erkrankungsgipfel liegt um das 30. Lebensjahr. Derzeit ist keine Heilung oder Vorbeugung möglich, allerdings gibt es immer mehr und immer bessere Medikamente.

Die häufigste neurologische Erkrankung ist, Kopfschmerzen und Migräne.

MS steht ca. auf Platz 9 der häufigste neurologische Erkrankung. Primäre Gehirntumor auf Platz 11 und auch schon der WHO Grad II wird als bösartig angesehen, weil da eine Rezidivwahrscheinlichkeit vorhanden ist.

Also man sollte Krankheiten doch bitte nicht verharmlosen. Aber was haben diese Krankheiten mit der Vererbung zu tun? Für einen Betroffenen kann jede Krankheit schlimm sein, wenn er keine Erleichterung bekommt.
 
  • #21
Liebe FS,
Wichtige Grundvoraussetzungen fehlen damit dein Partner als ( Sozialer ) Vater in frage kommt.
Aus meiner Sicht wäre eine Fremd Insemination nur dann vertretbar wenn dein Partner von der
Unfruchtbarkeit abgesehen, komplett Gesund / Belastbar wäre und die sexuelle Komponente in der Beziehung stimmt. Ich sehe erhebliche negative Faktoren ( früh Witwe, wünsch dir das nicht )
Vom alter her ist ein Neuorientierung für dich möglich. Eine möglichst faire Trennung sollte
wegen Inkompatibilität in Erwägung gezogen werden.
Ich finde es großen Mist dass ich so einen Ratschlag geben muss, aber du bist es dir selbst
verpflichtet über deine Wünsche und ihre Folgen gründlich nachzudenken.
Für meine Frau habe ich auf Kinder verzichtet, solange die ehe gut lief habe ich es keine
Minute bereut ( 14 Jahre ). Jetzt stehe ich vor den Trümmern derselben.
Im nachhinein hätte ich vielleicht gehen müssen, ich konnte es nicht, die Liebe war sehr stark.
Deine Vorboten sind ungünstig, bedenke auch wie im Falle einer Trennung dein Partner
in einer möglichen Krise abgefangen werden kann. Zu der körperlichen schwäche kann eine
seelische dazukommen. Du musst dich noch im Spiegel anschauen können M 50.
 
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  • #22
Hallo, ich weiß ja nicht um was für Krankheiten es sich handelt. Meine Mutter hatte beispielsweise sehr krassen Krebs, der bereits mit 25 Jahren begann und ist mit Mitte 40 gestorben. Jemand aus meiner Familie hat sich testen lassen, hat die Genmutation geerbt, ist Ü40 und hat bisher nichts gehabt! Daran sieht man, dass man es so pauschal nicht sagen kann. Ob ich das Gen habe weiß ich (noch) nicht. Laut Ärzten der Humangenetik ist die Chance immer bei 50:50, von welchem elternteil man gerade das Gen erbt.
 
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  • #23
Ich muss bei der Frage der FS etwas an den Film Gattaca aus den 90er denken. Der Film handelt über die optimalen Gene für die eigenen Kinder. Der Name Gattaca wurde auch bewusst gewählt, es ist die Häufigste vorkommende Sequenz in unserem DNA Code.

Ich denke, jeder möchte das Beste für seine Kinder, die optimalen Gene, die richtige Mischung. Ich bin da etwas zwiespältig, wo man da die Grenze ziehen soll. Da sollte wirklich jeder Mensch für sich entscheiden, was ihm wichtiger ist.

Es wird sicher noch ein paar Tage dauern bis wird die DNA unseres Wunschkindes selber basteln können. Was jetzt aber schon machbar ist, bei künstlicher Befruchtung, man kann und darf den Embryo auf mögliche Gen -Krankheiten testen (es geht nur bei Paaren die auf dem Gebiet eine Vorgeschichte haben). Die Möglichkeit finde ich ganz gut.

Die FS sollte sich sehr gut über ihre Möglichkeiten, die ihr Rechtlich zustehen, informieren. Und sie darf und kann nicht erwarten, dass ihr Kind im Reagenzglas auf alle möglichen We Wechen untersucht wird, es geht dabei nur um wirklich extrem schlimme Krankheiten.
 
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  • #24
Versteh die Diskussion überhaupt nicht.

Es ist hier doch nicht im geringsten die Rede von einem Reagenzglaskind, mit perfekten Eigenschaften.
Die FS will einfach nur eine ähnlich große Chance wie alle anderen Mütter ein gesundes Kind zu bekommen.

NATÜRLICH sollte sie das vorantreiben!

Also ich wüsste lieber nicht wer mein leiblicher Vater ist als mit 20 meinen Tod in 10 Jahren planen zu können und im Rollstuhl zu sitzten.

Wenn der Mann auch nur ein bischen Gefühl und Liebe für seine Frau empfindet will er sicher nicht das sie ein krankes Kind bekommt, sondern unterstützt sie mit allem ihm Möglichen eine Samenspende zu bekommen.
 
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  • #25
Gast 23, kennst Du den Film? Genau darum geht es da, um Gen -Optimierung und um die verbesserten Chance für die eigenen Kinder.

Diabetes, Bluthochdruck, Allergien u.s.w. sind keine tödlichen Krankheiten, auch wenn sie die Lebenserwartung mindern. Die FS hat von keiner drastischen Krankheit geschrieben. In der Familie des Mannes sind nur gehäuft die üblichen Krankheiten mit den üblichen Gebrechen vertreten (so wie ich es verstanden habe), die vielleicht 10 oder 20 Jahre früher auftreten als normal, weil es so viele auf einmal sind.

Es ist halt ganz einfach die Frage, wo setzt man die Messlatte an! Welches Leben, welcher Gesundheitszustand ist noch Lebenswerk.

Also ich verurteile die FS nicht, ich würde von so einem Mann, wie sie ihn beschrieben hast, auch keine Kinder bekommen wollen. Ich wurde mit so einem Mann nicht zusammen bleiben.
 
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  • #26
Es geht hier um fremde Insemination im Krankenhaus in einer bestehenden Partnerschaft. Es geht nicht um Fremdgehen. FS - wenn du das mit deinem Partner so abstimmst dann ist es o.k. Und ich denke, es ist auch im Interesse eines zukünftigen Kindes gesund zu sein. Dein Partner ist in dieser Hinsicht sehr egoistisch und verantwortunglos. W

Möglicherweise wird ER das genau umgekehrt sehen. Fremder Samen im Körper der eigenen Frau ist für viele Männer eine Horrorvorstellung, geeignet, jedes Gefühl der Liebe zu ihr zu ruinieren.

Warum keine Adoption als Alternative?

Das wäre m.E. respektvoller, sensibler, honoriger...
 
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