• #1

Fremdgegangen, getrennt, aber verheiratet bleiben

Hallo liebe Forumsmitglieder,

ich kenne aus beruflichen Kreisen eine Dame, mit der ich öfters über ihre Beziehungsprobleme sprach - ihre Geschichte fand ich etwas 'besonders' (oder vielleicht auch nicht?)

Die Dame war schon viele Jahre in einer glücklichen Ehe - hatte sich dann aber in einen Mann auf der Arbeit verliebt. Mit diesem ging sie nur einmal fremd, es war rein sexuell, und es blieb bei einem einmaligen Abenteuer, jedoch erzählte sie es ihrem Mann.

Der Ehemann trennte sich sofort von ihr und zog auch direkt aus, sprach auch nicht mehr mit ihr - blieb aber weiterhin mit ihr verheiratet.

Mittlerweile hat der Ex-Mann schon länger eine neue Freundin und lebt auch mit ihr in einer neuen Wohnung zusammen. Die Dame möchte ihn natürlich zurück, aber er gibt ihr klar zu verstehen, dass er nicht mehr zu ihr zurück möchte und er interessiert sich auch nicht mehr für ihre Lebenssituation.

Eine Scheidung möchte er aber nicht und bleibt weiterhin verheiratet. Deshalb auch meine Frage: wieso könnte der Ehemann immer noch mit ihr den Status "verheiratet" behalten wollen, obwohl alle wissen, dass sie fremdging und er sich sofort getrennt hat und mittlerweile mit einer neuen Frau glücklich ist?

Allerdings gehe ich auch davon aus, dass sich der Ehemann sofort scheiden lassen würde, wenn die neue Dame ihn heiraten möchte... so schätze ich ihn auch ein.

Was sind eure Gedanken dazu?
 
  • #2
-> Vielleicht möchte er für seine fremdgegangen Frau keinen Unterhalt zahlen, falls er dies müsste.

-> vielleicht ist er einfach bockig, er redet ja auch nicht mehr mit ihr

-> vllt spekuliert er auf ihr Ableben und eine Witwerrente oder die haben vereinbart verheiratet zu bleiben damit einer von beiden dann nach dem Ableben des anderen was von der Rente des anderen hat, würde aber nicht dazu passen, dass er direkt die Scheidung einläuten würde, wenn er mit seiner neuen Freundin so weit wäre zu heiraten.

-> religiöse Ansichten (sein Glauben oder veraltetes Weltbild lässt eine Scheidung nicht zu? Würde aber auch nicht dazu passen, dass er sich doch offiziell scheiden lassen würde, wenn er die neue heiraten wollen würde)

-> vllt weis er nicht ob er es endgültig machen möchte und ihm gefällt ihr gebettel um ihn 🤷‍♀️
Ich persönlich kann’s nicht verstehen warum
mam verheiratet bleibt obwohl es miteinander aus ist. Der Nachbarn meiner Mutter wird auch immer bei einer Frau in einem anderen Ort gesichtet (ganz bestimmt läuft da was) er lebt aber noch mit seiner Frau zusammen und die beiden gehen auch gelegentlich noch zusammen spazieren.. keine Ahnung, ganz komisch aber vllt haben sie besondere Vereinbarungen 🤷‍♀️ Wer weiß das schon.

W 27
 
  • #3
Wer weiss das schon so genau? Vielleicht aus steuerlichen Gründen.
Vielleicht müsste er zu viele Rentenanteile abgeben oder aus dem Zugewinn zu viel bezahlen und gönnt ihr das Geld nicht.
Vielleicht aber auch das:
So lange er verheiratet ist, muss er sich um eine neue Eheschließung nicht kümmern.
Allerdings gehe ich auch davon aus, dass sich der Ehemann sofort scheiden lassen würde, wenn die neue Dame ihn heiraten möchte..
Bist du dir da sicher? Es gibt keine bessere Ausrede, wenn er die neue Dame nicht heiraten will, sondern nur mit ihr zusammenleben will, so lange die Sache gut läuft und es bequem ist.
Oder er ist bockig, weil die neue Dame keine Ehe mit ihm will, und dann bleibt er eben verheiratet mit der anderen (aus Trotz).
 
  • #4
Scheidung kann sehr teuer sein
Streitwerte die hoch sind.
Verheiratet bleiben Steuervorteile geben.

Und ggf Rentenpunkte zb wenn sie mehr verdient

Aber wenn man will, kann man die Scheidung auch alleine einreichen...es sei denn man profitiert auch.
 
  • #5
-> vielleicht ist er einfach bockig, er redet ja auch nicht mehr mit ihr
Das hatte ich auch gleich vermutet, solange er nicht muss; wie um sich scheiden zu lassen und sich so wieder mit ihr und ihrer Lebenssituation zu beschäftigen, auch wenn es über Anwälte läuft, so kommt man nicht drumherum, sich mit seiner Vergangenheit auseinander zu setzen und dies auseinander zu dividieren, und sich dabei den vergangenen Enttäuschungen zu stellen. Auch wenn man sich beim Scheidungstermin wiedersieht oder auch, weil Gefühle verletzt und nicht verarbeitet wurden, es dann bei der Scheidung absichtlich zu Stolpersteinen und Tauziehen kommt, mit dem Ehepartner in irgendeiner und letzter Form noch abzurechnen; dass kann auch auf ihrer Seite sein, weil er sie nicht mehr will; also lässt man die Sache einfach ruhen und Gras über die mitunter heiße/schwierige/komplexe/emotional aufwühlende/etc. Angelegenheit wachsen. Einfach Verdrängen und vergessen, so lebt es sich gut, und man ist mit der Sache nicht befasst.
 
  • #6
Erscheint mir seltsam. Vielleicht empfindet er "geschieden" als einen Makel? Oder spekuliert auf ihr Erbe?
 
  • #7
Deshalb auch meine Frage: wieso könnte der Ehemann immer noch mit ihr den Status "verheiratet" behalten wollen, obwohl alle wissen, dass sie fremdging und er sich sofort getrennt hat und mittlerweile mit einer neuen Frau glücklich ist?
Weil mit einer Scheidung gewisse Schritte mit erheblichen finanziellen Auswirkungen einhergehen: Vermögens- und Versorgungsausgleich. Bei einer langjährigen Ehe kann das richtig ins Geld gehen.
Vielleicht wurde die für ihn günstigere Steuerklasse auch nicht angepasst und er streicht den Benefit ein - wer weiß.
Wenn es gemeinsame Kinder gibt, dann geht es wahrscheinlich auch darum, ihnen ein Erbe zu erhalten.

Allerdings gehe ich auch davon aus, dass sich der Ehemann sofort scheiden lassen würde, wenn die neue Dame ihn heiraten möchte... so schätze ich ihn auch ein.
Ich glaube nicht, dass Du das beurteilen kannst, weil Du so garkeine Vorstellung zu haben scheinst, warum man sich nicht scheiden lässt.
Wenn es um viel Geld geht, was er ihr vorenthalten kann und die neue Frau auch kein wirtschaftliches Erfolgsmodell ist, dann wäre ich mir nicht so sicher, dass er es noch so hat mit dem erneut heiraten.

vllt spekuliert er auf ihr Ableben und eine Witwerrente
Bei Ableben ist er wohl weniger auf die Witwenrente aus als "hurra, kein vermögens- und Versorgungsausgleich durchgeführt", denn das Geld wäre weg für ihn.
 
  • #8
So ein Fall ist gar nicht selten. Der Mann einer meiner Freundinnen (Arzt) hatte eine Brasilianerin kennengelernt und fand sie heißer als meine Freundin. Er zog zu der Dame und überließ meiner Freundin Villa mit Park und Porsche sowie eine Eigentumswohnung. Er versprach ihr großzügige Zuwendungen, wenn sie sich nicht scheiden ließe. Meine Freundin willigte ein, auch wenn sie sich die Augen aus dem Kopf weinte. Ihr Mann hielt sein Versprechen und sie lebte aus finanzieller Sicht ein mehr als angenehmes Leben. Wir haben uns jahrelang den Kopf über dieses Verhalten zerbrochen und sind schließlich zu dem Schluß gekommen, daß er die Brasilianerin nicht heiraten wollte und ihr wahrscheinlich erzählte, daß seine Frau sich nicht scheiden ließe und er sonst ruiniert wäre. Am Grab standen dann 2 Frauen, meine Freundin vorne dran, die Brasilianerin in der 2. Reihe. Das ganze Städtchen wußte Bescheid.
 
  • #9
Vielleicht, um die neue Frau nicht heiraten zu müssen? Ich kannte einen Mann, der hat sich ausgedacht, er wäre durch eine dramatische Scheidung so traumatisiert und geschröpft, dass er nicht mehr heiraten könne, das gehe nach den Erfahrungen einfach nicht nochmal. Es war eine Lüge, er hat sich eine spektakuläre Geschichte ausgedacht, wie er am Tag der Silberhochzeit die Trennung verkündet und das Haus an sie verloren hat, hat sich sogar erwachsene Kinder ausgedacht -- nur damit er zukünftige Freundinnen nicht heiraten muss, damit die nicht auf komische Gedanken kommen und ihn drängen. Er war vermögend und mochte gerne sein Haus als privaten Rückzugsort. Freundin gerne, Ehe nein.

Was das damit zu tun hat? Nun, der Mann hier muss sich nichts ausdenken, er ist noch verheiratet. Vielleicht ist ihm das ganz recht.

Meine Eltern sind übrigens auch nach über 20 Jahren Getrenntleben plus jeweils neue Partner noch verheiratet. Scheidung hat sich nicht ergeben und war nie eilig, wäre bürokratisch aufwendig gewesen, zu faul, keine Zeit, kein Grund, immer verschoben, mal halbherzig versucht, dann ist es wieder in Vergessenheit geraten, unwichtig, egal.
w26
 
  • #10
Bei mir kommt das so an, als ob du derjenige bist, mit dem sie fremd ging!
Nein, die Ehe war in Wirklichkeit innen nicht glücklich, nur falscher Schein im Außen!
Ich würde mich auch sofort trennen, ohne wenn und aber, wenn ich sowas erleben würde. Das Vertrauen ist weg!
Ein zurück gäbe es bei mir auch niemals!
Mit nicht scheiden lassen wollen, hat mit "alle wissen" nichts zu tun, das klären lediglich die beiden, sonst niemand, er wird dadurch finanzielle und steuerliche Vorteile haben, es so zu belassen, wobei seine Ehefrau das durchsetzen kann, wenn sie das möchte!
Es gibt Persönlichkeiten in der Politik, die sich auch nicht scheiden lassen und leben mit einem neuen Partner zusammen, das wird akzeptiert bei uns!
 
  • #11
Bei mir kommt das so an, als ob du derjenige bist, mit dem sie fremd ging!
Ich hatte mit der Dame privat nie etwas zu tun; rein beruflich.

So wie ich erfahren habe, hatte der Mann einfach keine Lust, sich um Scheidung usw. zu kümmern, wohnt aber mit der neuen Freundin zusammen und wird die Scheidung einreichen sobald die beiden heiraten wollen - es war also einfach nur Bequemlichkeit und das Trennungsjahr muss ja auch erst mal gelebt werden.

Wie gesagt: wenn die neue Freundin heiraten möchte, wird er sich scheiden lassen... zurück zur Ex, die ihm fremd gegangen ist, will er nicht; er hätte durch die Scheidung auch keine finanziellen Nachteile, es war einfach nur Bequemlichkeit und die Verarbeitung des Schocks durch das Fremdgehen der Frau.

Die Ehe war aber tatsächlich bis zum Fremdgehen sehr glücklich, das weiß ich - sie hat aber die Tendenz, ihre Sehnsüchte auf andere Männer zu projizieren; das tat sie auch bei dem Arbeitskollegen, mit dem sie einmalig fremdging. Sie hat unter dieser Tat auch sehr gelitten, wollte die Ehe retten, aber der Mann hat sie ja sofort nach ihrem Bekenntnis verlassen und nie wieder richtig mit ihr gesprochen.

Ich danke euch für eure Einschätzung!
 
  • #12
Die Ehe war aber tatsächlich bis zum Fremdgehen sehr glücklich, das weiß ich - sie hat aber die Tendenz, ihre Sehnsüchte auf andere Männer zu projizieren; das tat sie auch bei dem Arbeitskollegen, mit dem sie einmalig fremdging. Sie hat unter dieser Tat auch sehr gelitten, wollte die Ehe retten, aber der Mann hat sie ja sofort nach ihrem Bekenntnis verlassen und nie wieder richtig mit ihr gesprochen.
Wenn ich glücklich in der echten und wahren Liebe in der Beziehung lebe, kann ich nicht fremdgehen, das geht gar nicht! Es sei denn, ich bin so abgebrüht, dass ich eben gar nicht mehr wirklich lieben kann, der Zweck oben steht, davon gibt es genügend Leute, die sich dann selbst und dem Partner was vor machen, um ja nicht alleine sein zu müssen!
Nein diese Ehe war nicht glücklich, sonst wäre sie nicht fremdgegangen und am Arbeitsplatz macht man das schon zehnmal nicht! Das hätte sie sich vorher überlegen sollen, zu was sie fähig ist und was sie gemacht hat!
 
  • #13
es war einfach nur Bequemlichkeit und die Verarbeitung des Schocks durch das Fremdgehen der Frau.
Ich schmeiß mich weg. Glaubst Du das wirklich?
Mit einer Ehe gehen erhebliche rechtliche Konsequenzen einher und wer diese Konsequenzen der Ehe aus gutem Grund nicht will, lässt sich ASAP scheiden, um genau die Pflichten für den nun ungeliebten Menschen loszusein.

Wie gesagt: wenn die neue Freundin heiraten möchte, wird er sich scheiden lassen
Und wenn die Ex in der Zeit erwerbsunfähig wird, dann zahlt er für sie bis zum St. Nimmerleinstag. Das findet die neue Freundin bestimmt so toll, dass sie ihn direkt verlässt wegen seiner geistige Trägheit.

Ich kenne das meiner alten Kinoclique so einen Fall: ewig getrennt, nie geschieden. Die Ehefrau lebte in der gemeinsamen Eigentumswohnung, die neue Frau im Haus mit dem Mann (gemeinsames Eigentum mit der Exfrau, nicht mit der Neuen).

Er stirbt (hoher Altersunterschied zu beiden Frauen). Die Exfrau kriegt alles inkl. Witwenrente, die Affäre nichts und muss zackig aus ihrem bisherigen Zuhause ausziehen - ist ja nicht ihr Haus.

Er wollte sich nicht scheiden lassen, um nicht von der neuen Frau festgepinnt zu werden. Das ist die Realität mit echten Konsequenzen.
Wer liebt und seinen Partner absichern will, sowie beide gegen Unwägbarkeiten schützen will, der lässt sich scheiden - so schnell wie möglich.
 
  • #14
Mit einer Ehe gehen erhebliche rechtliche Konsequenzen einher und wer diese Konsequenzen der Ehe aus gutem Grund nicht will, lässt sich ASAP scheiden, um genau die Pflichten für den nun ungeliebten Menschen loszusein.
Ich schüttele regelmäßig den Kopf, wenn hier über diesen Punkt hinweggegangen wird. Für mich die Altion von Menschen, die nicht in der Lage sind, Entscheidungen zu treffen, die (auch mal mühsamen und unangenehmen) Konsequenzen zu tragen und die sich immer ein Hintertürchen offenhalten.
In dem Fall: im Zweifel brauch ich die neue Frau nicht zu heiraten, weil ja die alte Ehe noch besteht und ich kann jede unliebsame Diskussion dazu abwürgen, ohne schlicht sagen zu müssen: ich möchte nicht mehr heiraten. Und dann auch diese Konsequenzen zu ertragen.
 
  • #15
Er wollte sich nicht scheiden lassen, um nicht von der neuen Frau festgepinnt zu werden. Das ist die Realität mit echten Konsequenzen.
Wer liebt und seinen Partner absichern will, sowie beide gegen Unwägbarkeiten schützen will, der lässt sich scheiden - so schnell wie möglich.
In dem Fall: im Zweifel brauch ich die neue Frau nicht zu heiraten, weil ja die alte Ehe noch besteht und ich kann jede unliebsame Diskussion dazu abwürgen, ohne schlicht sagen zu müssen: ich möchte nicht mehr heiraten. Und dann auch diese Konsequenzen zu ertragen.
Ich denke auch, dass die bestehende Ehe lediglich dazu genutzt wird, keine Tatsachen zu schaffen.

Ich würde als neue Partnerin eine Scheidung einfordern. Andernfalls gäbe es für mich keine gemeinsame Zukunft. Unabhängig davon, ob ich ihn heiraten wolle würde.
Wie gesagt: wenn die neue Freundin heiraten möchte, wird er sich scheiden lassen
Das müsste sie auf Realität hin überprüfen. Worte sind schnell gesprochen, aber Taten schaffen erst eine entsprechende Realität.
Die Ehe war aber tatsächlich bis zum Fremdgehen sehr glücklich, das weiß ich - sie hat aber die Tendenz, ihre Sehnsüchte auf andere Männer zu projizieren
Das ist ein Widerspruch in sich. Wenn sie glücklich gewesen wäre, hätte es keine ungestillten Sehnsüchte gegebenen, die sie anscheinend nur durch einen anderen Menschen als ihren befriedigt gesehen hatte.
es war einfach nur Bequemlichkeit und die Verarbeitung des Schocks durch das Fremdgehen der Frau.
Und genau deswegen sollte die neue Partnerin darauf aus sein, dass er Tatsachen schafft. Anderenfalls läuft die Gefahr „ein Trostpflaster“ zu sein für eine gebeutelte Seele. 🤷🏻‍♀️
 
  • #16
Ich denke auch, dass die bestehende Ehe lediglich dazu genutzt wird, keine Tatsachen zu schaffen.
Ja, aber die wenigsten bedenken die Konsequenzen, die bei ungünstigem Verlauf folgen können: schwere Erkrankung, Erwerbsunfähigkeit, Pflegefall und der aus taktischen/Trägheitsgründen verheiratete Gebliebene ist mit einem Mal dauerhaft in der finanziellen Verantwortung und hat keine Chance daraus entlassen zu werden, denn auch bei Scheidung bleibt dannn nachehelicher Unterhaltsanspruch.

Man hofft einfach, dass es gutgeht und heult, wenn es nicht gutgeht.
Ich war damals total froh, als die Scheidung durch war und ich endlich aus der gesamten Verantwortung für den nun ungeliebten Mann raus war - ein echter Befreiungsschlag.

In dem Fall m einer Kinoclique war es klare Vereinbarung und Willen zwischen den Ehepartnern: sie bleiben lebenslang ein Paar in dieser Gemeinsamkeit und ansonsten können beide ihre Affären haben, die für den jeweiligen Partner nicht danach aussehen.
Ist nicht fair gegenüber dem neuen Partner, aber dessen Sache das zu merken und adäquat zu reagieren.
Wenn ich damals in einem Profil las: getrennt lebend, dann sofort weiterblätttern, weil für mich Affäre keine Option war.

Und genau deswegen sollte die neue Partnerin darauf aus sein, dass er Tatsachen schafft.
Sie tut es nicht, weil sie ziemlich sicher ist, dass er sich dann gegen sie entscheidet - siehe Parallelthread.
Da wird Beziehung nach dem Motto gelebt: die Hoffnung stirbt zuletzt. Entweder bestehst Du zu Anfang auf Scheidung bevor Du Dich einlässt oder es wird nie was.
 
  • #17
Ich kenne viele Paare, die langjährig verheiratet sind, die sich trotz Trennung nicht scheiden lassen.

Einfach aus Bequemlichkeit und aus Kostengründen, auch soll lieber der langjährige Ex-Noch-Partner/in das gemeinsam erschaffene Vermögen erben bzw. die gemeinsamen Kinder, als ein neuer Partner/in, die ganz scharf aufs Heiraten ist.

Ich denke gerade für viele ältere langjährig Verheiratete hat die romantische Bedeutung einer Ehe jeden Reiz verloren, es wird nur pragmatisch betrachtet.

Gemeinsames Vermögen wird dann eher nicht mehr geschaffen, keine gemeinsamen Kinder großgezogen, keine Absicherung der Mutter mehr nötig, wozu also heiraten?

So kann man die Kosten einer Scheidung lieber in schönen Urlaub oder ähnliches mit dem neuen Partner/in investieren.
 
  • #18
Ich denke auch, dass die bestehende Ehe lediglich dazu genutzt wird, keine Tatsachen zu schaffen.
Ich würde als neue Partnerin eine Scheidung einfordern. Andernfalls gäbe es für mich keine gemeinsame Zukunft. Unabhängig davon, ob ich ihn heiraten wolle würde.
Ich schätze ihn so ein, dass er sich deswegen nicht unter Druck setzen lässt und lieber diese Beziehung von ihr beenden lassen würde, so agieren sehr viele Männer, sie ticken meist konträr den Frauen gegenüber, das lesen wir hier ständig!
 
  • #19
Ich schmeiß mich weg. Glaubst Du das wirklich?
Mit einer Ehe gehen erhebliche rechtliche Konsequenzen einher und wer diese Konsequenzen der Ehe aus gutem Grund nicht will, lässt sich ASAP scheiden, um genau die Pflichten für den nun ungeliebten Menschen loszusein.


Und wenn die Ex in der Zeit erwerbsunfähig wird, dann zahlt er für sie bis zum St. Nimmerleinstag. Das findet die neue Freundin bestimmt so toll, dass sie ihn direkt verlässt wegen seiner geistige Trägheit.

Ich kenne das meiner alten Kinoclique so einen Fall: ewig getrennt, nie geschieden. Die Ehefrau lebte in der gemeinsamen Eigentumswohnung, die neue Frau im Haus mit dem Mann (gemeinsames Eigentum mit der Exfrau, nicht mit der Neuen).

Er stirbt (hoher Altersunterschied zu beiden Frauen). Die Exfrau kriegt alles inkl. Witwenrente, die Affäre nichts und muss zackig aus ihrem bisherigen Zuhause ausziehen - ist ja nicht ihr Haus.

Er wollte sich nicht scheiden lassen, um nicht von der neuen Frau festgepinnt zu werden. Das ist die Realität mit echten Konsequenzen.
Wer liebt und seinen Partner absichern will, sowie beide gegen Unwägbarkeiten schützen will, der lässt sich scheiden - so schnell wie möglich.
Guter Beitrag.
Als Neue in ein Haus ziehen das Eigentum von ihm und seiner noch Angeheirateten ist? Manche Frauen sind so dämlich, daß man es nicht mit Worten beschreiben kann.
Mir käme sowieso kein Verheirateter ins Haus. Da bleibt ja auch immer noch das Hintertürchen, daß er wieder zur Ollen zurückkehrt wenn er es sich gerade mal anders überlegt hat. Wie praktisch.
Nein danke. Ich will klare Verhältnisse oder ich lass es bleiben.
 
  • #20
Er wollte sich nicht scheiden lassen, um nicht von der neuen Frau festgepinnt zu werden. Das ist die Realität mit echten Konsequenzen.
Wer liebt und seinen Partner absichern will, sowie beide gegen Unwägbarkeiten schützen will, der lässt sich scheiden - so schnell wie möglich.
Vielleicht hat sich die junge Affäre einfach verkalkuliert? Sie hoffte auf ein hohes Erbe und war vielleicht deswegen mit ihm zusammen. Er war schlau genug, das zu durchschauen und ließ sie auflaufen... der Exfrau fühlte er sich verbundener, sie ließ ihn ja auch im gemeinsamen Haus wohnen und hatte sicher ja selbst kein Interesse, sich scheiden zu lassen, im Hinblick auf das Erbe.

BTW: Ich würde meinen Ex im Notfall auch unterstützen, auch wenn ich es nicht müsste. Weil ich weiß, dass er es auch für mich tun würde und mich nie um Geld bitten würde, wenn er es nicht dringend bräuchte.

Ich denke, es kommt auch auf den Ablauf der Trennung an, das Verhältnis zueinander danach und eben die zu erwartenden Konsequenzen, wie eilig man es hat, sich abzusichern.
 
  • #21
Ich war damals total froh, als die Scheidung durch war und ich endlich aus der gesamten Verantwortung für den nun ungeliebten Mann raus war - ein echter Befreiungsschlag.
Daher empfinde ich sein Verhalten auch als widersprüchlich. Auf der einen Seite der harte Cut und komplette Abbruch jeglichen Kontaktes und auf der andere Seite die Aufrechterhaltung der Ehe. Das riecht einfach stark nach Zwiespalt seinerseits. Mich würde es nicht wundern, wenn er zu ihr zurückgeht, sobald sich sein Schock und damit die ersten negativen Gefühle gelegt haben. So ganz abschließen mag er eben noch nicht ....
Ich schätze ihn so ein, dass er sich deswegen nicht unter Druck setzen lässt und lieber diese Beziehung von ihr beenden lassen würde, so agieren sehr viele Männer, sie ticken meist konträr den Frauen gegenüber, das lesen wir hier ständig!
Es ergibt auch keinerlei Sinn, sich auf etwas einzulassen und erst im weiteren Verlauf die Konditionen ändern bzw. seine Standards einbringen zu wollen. Das muss vorab geschehen ...
 
  • #22
Mich würde es nicht wundern, wenn er zu ihr zurückgeht, sobald sich sein Schock und damit die ersten negativen Gefühle gelegt haben. So ganz abschließen mag er eben noch nicht ....
Nein, der geht nicht mehr zurück, der ist in seinem Vertrauen absolut gestört und blockiert für die Ex, und zwar für immer! Er lässt sich scheiden, wann er das ausschließlich will!
Es ergibt auch keinerlei Sinn, sich auf etwas einzulassen und erst im weiteren Verlauf die Konditionen ändern bzw. seine Standards einbringen zu wollen. Das muss vorab geschehen ...
Zu 99,99% läuft es doch so, deshalb treten ja Probleme auf, da die Kommunikation nicht ausgeglichen und nicht stimmig ist!
Was lesen wir, bei allen Beiträgen hier??
 
  • #23
So kann man die Kosten einer Scheidung lieber in schönen Urlaub oder ähnliches mit dem neuen Partner/in investieren.
Wird aber ein teurer Urlaub oder ein teures Sofa, wenn da was schiefgeht.

Ich glaube aber, dass die meisten so denken, zumal die Scheidung dann auch den Weg zurück versperrt. Solange man nicht geschieden ist, ist es nciht endgültig.
Selbst wenn der/die Ex zurückkäme - der Versorgungsausgleich, das Vermögenssplitting ist durchgeführt und wird nicht mehr rückabgewickelt.

Auf der einen Seite der harte Cut und komplette Abbruch jeglichen Kontaktesund auf der andere Seite die Aufrechterhaltung der Ehe. Das riecht einfach stark nach Zwiespalt seinerseits.
Nein, das sind zwei ganz unterschiedliche Dinge:
- der harte Cut, das ist die emotionale Ebene, die verletzte Eitelkeit, das strafen wollen
- die Aufrechterhaltung der Ehe ist eher die Sachebene, das finanzielle, ggfs. auch der Schutz vor Forderungen der neuen Frau.
 
  • #25
Nein, das sind zwei ganz unterschiedliche Dinge:
- der harte Cut, das ist die emotionale Ebene, die verletzte Eitelkeit, das strafen wollen
- die Aufrechterhaltung der Ehe ist eher die Sachebene, das finanzielle, ggfs. auch der Schutz vor Forderungen der neuen Frau.
Sehe ich auch so. Ich denke emotional sind sie getrennt, da will sich auch keiner was offenhalten oder hofft auf Rückkehr.

Vielleicht einfach nur ganz praktisch: bei Scheidung verlieren sie beide das Haus, das Geld brauchen sie beide nicht, ein halbes Haus tür jeden reicht für kein ganzes neues. Vielleicht will die Frau es auch nicht, ein Haus macht ne Menge Arbeit.
Also behalten sie es, Immobilien verlieren im Gegensatz zum Geld auf dem Konto nicht unbedingt an Wert, vor allem nicht, wenn einer drin wohnt und es instandhält.

Schlichtweg sachlich eine Geldanlage.
 
  • #26
Er ist aus dem gemeinsamen Haus sofort nach dem Fremdgehen der Frau ausgezogen, hat sich eine eigene Wohnung genommen und dort ist die neue Freundin eingezogen.
Dass die Neue ins Ehehaus einzieht, hätte die Ehefrau sicher nicht mitgemacht. Es ist auch zur Hälfte ihr Haus, also kann sie bestimmen wer dort wohnen darf oder nicht. Zwei ideelle Hälften sind schwierig abgrenzbar. Da wohnt besser die Ehefrau dort und er muss weniger Unterhalt bezahlen, weil sie keine teure Mietwohnung braucht.
 
  • #27
Zwei ideelle Hälften sind schwierig abgrenzbar.
Das geht sehr einfach – verkaufen.
Da wohnt besser die Ehefrau dort und er muss weniger Unterhalt bezahlen, weil sie keine teure Mietwohnung braucht.
Zu Unterhalt fehlen jegliche Angaben. Wenn der Mann vollen Unterhalt zahlen würde, würde er sich eine Scheidung wohl eher überlegen.
 
  • #28
Zu Unterhalt fehlen jegliche Angaben. Wenn der Mann vollen Unterhalt zahlen würde, würde er sich eine Scheidung wohl eher überlegen.
Unterhalt wird er ihr kaum zahlen müssen, da beide voll berufstätig sind und gleich viel verdienen.

Es bestehen auch keine gemeinsamen Immobilien, die beiden haben zuvor in einer Mietwohnung gelebt, aus der er dann sofort ausgezogen ist, als sie ihm sagte, dass sie mit ihrem Arbeitskollegen fremdging.

Er lebt jetzt wie gesagt mit einer neuen Frau in seiner eigenen Wohnung.
 
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