Fremdgehen - Wie weit reicht Loyalität?

Angeregt durch die wirklich differenzierte Diskussion im Nachbarthread möchte ich gern wissen, wann der Moment gekommen ist, wo man als Freund/in oder Verwandte/r die Loyaliät fallen läßt und den Betrogenen über das Fremdgehen informiert, niemanden mehr deckt bzw. nicht mehr diskret ist.
(Und laßt bitte !!!! die Minderjährigendiskussion draußen!)

Zwei Beispiele:
Ein Kollege weist mich darauf hin, daß er meinen Ehemann in einer anderen Stadt Arm und Arm und sehr vertraut mit einer Frau gesehen hat. Der Grund: Der Kollege selbst wurde von seiner Frau betrogen und die gesamte Firma und der Freundeskreis wußten es und haben sich rausgehalten, was ihn sehr gekränkt hat. Ich kam damit dem Parallelverhältnis meines Mannes auf die Spur, vorher war es nur ein blödes Gefühl.

Ich weiß, daß mein bester Freund seine Freundin nach Strich und Faden betrügt. Er sieht sie nicht als endgültige Partnerin, hält sie aus seinem Leben sehr raus und testet deshalb immer wieder andere Frauen. Ich will ihn als Freund nicht verlieren, sage ihm, daß ich das mißbillige, halte mich aber raus, weil ich seine Freundin und ihre Beziehungsabsichten kaum kenne. Denn die beiden leben auch nach 4 Jahren getrennt und haben außer den Wochenenden keine Berührungspunkte.

Wann würdet ihr reden? Wie? Direkt? Ein Gerücht streuen? Keine Alibis mehr liefern?
 
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Als erstes... hätte ich diese Person nicht mehr als Bekannten schon garnicht als Freund...
Solche Personen begleite ich schnell in meine Vergangenheit...
Mit solchen Menschen kann und will ich mich nicht beschäftigen...
Freunde und Bekannten sollten meine Ansichten teilen oder sie selben Wertvorstellungen haben...

Ich würde ohne wenn und aber es IHR sagen...
 
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Alibis liefern schon garnicht! Und wer vom Partner betrogen wird und gleichzeitig von einer guten Bekannten/Freundin, indem sie/er den Betrug auch noch deckt - das ist doppelt verletzend und nie wieder zu kitten.

Die damals Neue meines Ex traf sich mit einem anderen und ich habe es zufällig gesehen - ich sah es als meine Pflicht an, meinen Ex zu informieren. Nicht weil ich ihm schaden wollte, sondern weil er dieses doppelte Spiel ihrerseits nicht verdient hat! Er stellte sie zur Rede, denn schließlich war sie offziell (Aussage ihm gegenüber) an diesem Abend bei ihrer Mutter... Das Ende war klar. Ich möchte auch, dass man mich informiert und nicht hinter meinem Rücken tuschelt. Ehrlichkeit ist wichtig, gerade unter Freunden!
 
Ehrlichkeit ist wichtig, gerade unter Freunden!

Ja, aber damit habe ich in Beispiel 2 nichts zu tun. Ich habe die Frau in den 4 Jahren zweimal gesehen.
Ich bin mit dem Mann befreundet, der sie immer wieder betrügt.
Daß er öfter 15 jahre jüngere Frauen über eine Partnerbörse kennenlernt und sie fallenläßt, wenn sie eine Beziehung wollen, halte ich für einen Charakterfehler. Deshalb käme mein Freund für eine Beziehung für mich auch nicht in Frage. Ansonsten helfen und unterstützen wir uns in vielen Lebensangelegenheiten und kennen uns schon ewig.
Warum sollte ich ihn bei der mir unbekannten Frau verpetzen?

Nur noch mal zu Klarstellung: In Fall 2 liefere ich keine Alibis!
Aber sicher kennt das jeder: Die beste Freundin ruft an und sagt: "Nur daß das klar ist, ich bin heute abend bei dir! *Zwinker*"
 
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Das ist ein heikles Thema!!!

Grundsätzlich würde ich den/die "Betrüger/in) ansprechen, wenn dieser mir näher steht als der/die "Betrogene"..........sprich wenn der/die "Betrüger/in" meine Schwester, Bruder, Freundin ect. wäre.

Was ich aber definitv nicht machen würde wäre für den/die "Betrüger/in" lügen auch wenn es meine beste Freundin wäre, also keine Alibis liefern ect.

Sicher würde ich nicht gleich die Bombe platzen lassen, selbst wenn der/die Betrüger/in mir nicht nahe steht.

Ich hab in meiner Familie eine so heikle Situation und halte mich ziemlich raus. Also mein Schwager hat meine Schwester schon mal betrogen, es war eine länger Affäre und sie kam dahinter. Es wurde bereinigt und einfach weiter gemacht wie zuvor.

Nun habe ich gehört dass es nicht das erste Mal war. Jedoch hörte ich das über drei Ecken und Beweise habe ich nicht. Wegen einem Gerücht werde ich bestimmt nicht das gute Verhältnis zu meiner Schwester riskieren. Nur ganz ehrlich gesagt habe ich da so ein komisches Gefühl. Auch keine Beweise aber eben ein Gefühl und dieses hat mich selten im Stich gelassen. Hab mit meiner Schwester auch schon mal vorsichtig darüber versucht zu reden aber da stiess ich auf taube Ohren. Nun hat sie mir letztend erzählt dass er plötzlich so eifersüchtig ist. Da habe ich nochmal einen Versuch gestartet und ihr gesagt, dass meiner Erfahrung nach jemdand der sich so verhält selber Dreck am Stecken hat. Dann folgte ein abrupter Thema wechsel und somit muss ich sagen ist für mich das Thema auch erledigt. Manche Menschen wollen nichts sehen, nichts hören und nichts wissen. Ich jedenfalls halt mich da raus ab sofort!.

Übrigens sie sind 51/56 und seit 34 Jahren ein Paar.

w/41
 
Das ist mal wieder so eine Frage, wo ich jetzt schon sagen kann, es werden sich hier die Moralapostel und die Freigeister in die Wolle kriegen.
Siehe # 1.
#2, was geht es dich an, ob die Neue deinen Ex betrügt?.....ich vermute, es war dir ein Vorbeimarsch, es ihm brühwarm zu verklickern!

Ich käme mir, ehrlich gesagt, zu blöd vor, jemandem zu stecken, daß sein Partner fremd geht.....wer weiß, vielleicht haben die eine ménage à trois...und dann steh ich blöd da!
Klar tuts mir um manche Leute sehr leid, wo ich weiß sie werden von Partner/in bertrogen.....Aber, so ist nunmal das Leben!
 
Ich halte mich IMMER und GRUNDSÄTZLICH raus. Aus allem, was mich nicht direkt persönlich betrifft, denn nur dann geht es mich etwas an.

Aus deinen beiden Beispielen würde ich mich raushalten, auch wenn jemand ein Alkoholproblem hat ( außer im Büro, da bin ich leider in einer Position, in der ich solchen Dingen nachgehen muß und ich hasse es ), mit Drogen handelt oder was du dir auch immer vorstellen kannst.

Ich habe zwei Freundinnen, die sich untereinander nicht mehr grün sind. Die beklagen sich unabhängig voneinander bei mir über die jeweils andere. Ich tue dann immer so, als kenne ich die Geschichte noch nicht, sage, daß ich da nicht helfen kann und dass sie es untereinander klären sollen.

Man ist am Ende immer der Dumme, der Überbringer der schlechten Nachricht wird geköpft. Warum sollte ich mir das antun ?
 
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@5 von 2 - genau deshalb habe ich hier gepostet, er hat es nicht verdient. Mein Ex ist - und dazu stehe ich auch fünf Jahre nach der Scheidung noch - ein charakterlich einwandfreier Mensch, manchmal vielleicht zu gutmütig. Und genau deshalb würde ich mich schämen, etwas zu wissen, was ihm weh tut. Man muss aber dazu wissen, wir haben grundsätzlich ein freundschaftliches Verhältnis, daher passt diese Offenheit und Ehrlichkeit auch zu unserem allgemeinen Umgang. Doch da ich weiß, dass dies eher die Ausnahme statt die Regel zwischen Expartnern ist, kann ich deinen Einwand verstehen, weil das so eher normal wäre.
 
Beispiel 1 ist mir einmal passiert. Rief daraufhin später erst mal den vermeintlichen "Fremdgänger", den LG einer Freundin, an, den ich mit der fremden Dame sehr vertraut untergehakt gesehen hatte - und es war seine Mutter! Ich lernte sie noch zu einem anderen Anlass persönlich kennen und klar, sie war es tatsächlich. Die sah einfach so spitze aus, dass ich nie auf die Vermutung gekommen wäre...

War aber nicht peinlich - er bedankte sich bei mir, dass ich erst auf ihn zugekommen war, statt seine LG kopfscheu zu machen. Generell würde ich wieder vorab den 'fremdgehenden' Teil ansprechen bei solchen Beobachtungen. Gerade nach der Geschichte mit der Mutter. Es könnte sich ja auch um ein Missverständnis handeln...

Zu Beispiel 2:
Alibi geben kann ich schon von meinem Naturell her nicht, weil ich unglaublich schlecht lügen kann. Das würde man bei mir spätestens bei intensiverer Nachfrage sofort aus hundert Metern Entfernung riechen, wenn ich ein falsches Alibi gäbe.
Abgesehen davon, dass mir das viel zu anstrengend und auch faktisch wegen 'Pinocchio-Reaktionen' ;-) unmöglich wäre, ein Lügengebäude bei mir selbst zu verwalten, ließe ich mich erst recht nicht instrumentalisieren, eines für andere Leute zu stützen, egal, wie gut befreundet.

Bekäme ich jedoch wie in Deinem Fall, Bäärbel, mit, dass ein Freund seine mir nicht persönlich oder nur flüchtig vom Sehen bekannte Partnerin betrügt, würde ich nicht aktiv auf diese Partnerin zugehen. Solange er mich da komplett raushält. Ich würde vielleicht diesen Freund fragen, wie es zu der Situation kommt und was derjenige sich davon verspricht, aber verraten würde ihn nicht.

Und ich würde demjenigen auch nicht die Freundschaft wegen (in diesem Fall) unterschiedlicher Moralvorstellungen aufkündigen. Es kann ja durchaus sein, dass auch mir mal etwas unterläuft, was nicht in aller Augen moral- oder gesetzeskonform ist, da würde ich auch erwarten, weder verraten noch aus der Freundschaft gekickt zu werden.
 
Es ist eine reine Loyalitäts- und Abwägungsfrage.

Steht mir die betrogene Person näher, werde ich mein Wissen offenlegen. Ausnahme wäre etwa ein einmaliger "Fehltritt", von dem ich erführe. Da ginge ich davon aus, daß niemand etwas davon hätte, wenn man es sagte. Das würde ich selbst beispielsweise auch lieber gar nicht erfahren wollen.

Steht mir der Fremdgeher näher, würde ich es normalerweise nicht offenlegen. Das würde ich in einer vergleichbaren Situation auch von meinen Freunden erwarten. Freunde und Familie sind auch dazu da, daß man sich ihnen in solchen Fragen anvertrauen kann und natürlich auch dafür, daß sie einem dann mal den Kopf waschen, aber loyal bleiben. Ich selbst hatte mich auch meinem besten Freund anvertraut, um mit jemandem zu reden, als ich einmal fremd ging. (Bevor mich alle für ein Schwein halten [das ich unabhängig hiervon sein mag], ich hatte lange schon mit Trennungsgedanken gespielt und die Trennung dann auch binnen eines Monats vollzogen.) Wenn es zu akzeptieren ist, daß man sich seinen Freunden anvertrauen kann, finde ich es auch in Ordnung, wenn Freunde auch dann schweigen, wenn sie etwas nur durch Zufall erfahren. Das Vertrauen auf Freunde und Familie hat - wie ich im Parallelthread schon geschrieben habe - eine wichtige gesellschaftliche Funktion. Es eröffnet eine letzte Schutzsphäre, auch wennsich die ganze Welt (zu Recht) von jemandem abwendet. Es bleiben die Familie und eventuell ein - zwei gute Freunde, auf die man immer bauen kann. Das kann auch Schaden von der Gesellschaft fernhalten, weil es dem entsprechenden Personen Halt gibt. Deshalb ist Loyalität auch gegenüber jemandem, der sich falsch verhält auch nicht verwerflich. Aus ähnlichen Erwägungen gewährt auch das Gesetz Familienangehörigen oder Ärzten und Rechtsanwälten ein Zeugnisverweigerungsrecht, egal wie schwer der Tatvorwurf ist.

Natürlich gibt es Fälle, wo man trotz Loyalität nicht schweigen kann. Das müßten aber schon extreme Fälle sein, die über "normales Fremdgehen" deutlich hinausgehen. Selbstverständlich würde ich es der Frau meines besten Freundes sagen, wenn er eine Beziehung zu einer HIV-Positiven unterhielte und in der gleichen Zeit mit auch ihr Verkehr hätte. Oder er ginge regelmäßig auf den Schwulenstrich oder seine Frau würde im Vertrauen auf die Beziehung eine große persönliche Entscheidung treffen (Arbeitsaufgabe, Eigenheimverkauf und Stadtwechsel), während er gerade den warmen Wechsel vollzieht. Die Freundschaft mit jemandem, der sich so verhielte, wäre mir ohnehin nichts wert, so daß sich dann die Loyalitätsfrage auch nicht wirklich stellen würde.
 
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Mach es heimlich .Über Handy SMS oder sowas .denk dir was aus .Unterstütze ihn weiter . - wenn er es dir dann erzählt was passiert ist ,bemitleide ihn noch aber lass ihn ins Messer laufen er hat es verdient ,wie gesagt du must dir was gutes ausdenken und lass dich nicht erwischen und zu KEINEM ein WORT darüber Das hat mit eurer Männerfreundschaft nichts zutun ,
 
@#10
Toller Vorschlag... Ihm ins Gesicht lachen und hintenrum das Messer in den Rücken stoßen; dann auch noch bemitleiden und weiter auf gut Freund machen. Das steht auf noch weit tieferer Stufe als Fremdgehen und ist geradezu widerlich. Wenn ich Position für oder gegen jemanden beziehe, dann habe ich auch den Arsch in der Hose, es nicht so hinterfotzig zu machen, wie Du es vorschlägst. Ich kann so ziemlich jede Position akzeptieren, die zu diesem Thema hier vertreten wurde. Aber Dein Vorschlag ist allerunterste Schublade.

Da kann man nur hoffen, daß jemand wie Du nicht allzu viele Freunde hast. Aber da bin ich fast sicher.
 
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Ich habe eine sehr gute Freundin 20J.jünger als ich,wir verstehen uns sehr gut,können über alles Reden,Lachen,Sporteln und es tut uns beiden gut-wenn wir zusammen sind.Sie ist verheiratet(ich kenne auch ihren Mann) und ich weiß das sie fremdgeht(wohlgemerkt nicht mit mir).Auch wenn ich ihr Handeln unfair gegenüber ihrem Partner finde,würde ich ihn oder andere Personen nicht darüber in Kenntnis setzen.Meine Meinung und meinen Standpunkt diesbezüglich,daß ich es nicht richtig finde und wie sie es in selbiger Lage wie ihr Mann empfinden würde-so hintergangen zu werden.Ich habe es ihr gegenüber eindeutig angesprochen,was sie daraus macht ist ihre Sache und ich halte mich dann wieder diskret heraus.
Ich habe ein sehr offenes Wesen,vielleicht deshalb kenne ich einige Fälle von Leuten die Fremdgehen und im Gegensatz zur allgemeinen Meinung sind es mehr Frauen.
Es bleiben meines erachtens deshalb die Affairen der Frauen meist unentdeckt,weil Männer Sex und Liebe eher trennen,Männer sich nicht so schnell verlieben und diskreter mit dem Umfeld der verheirateten Frau umgehen.Bei Ablehnung oder Beendigung einen Affaire sind Frauen oft bereit das Umfeld des Anderen zu informieren und dessen "heile" Welt zu zerstören.
Ausgenutzt und weggeworfen fühlt nur Frau sich nach sexueller Affaire,der Mann meist erst dann wenn er in eine Beziehung Liebe,Kraft und Geld investiert hat-und diese wird beendet.
Ich halte mich weitestgehend raus-Leben und Leben lassen-wir sind erwachsen!

m49
 
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Hallo Bäärbel,

Ich würde mich da komplett raushalten. Es sind erwachsene Menschen die so handeln und keine Halbwüchsigen. Wichtig ist, wie Du selbst Dich dabei fühlst, dabei sozusagen Zeugin zu sein. Du bist nicht verantwortlich für das was Deine Freunde da machen. Ich würde meine Meinung dazu sagen und meine Mißbilligung auch zeigen. Irgendwann würde ich mich zurückziehen. Wer sieht schon gerne dabei zu wie Menschen ihre Beziehung ruinieren?

Ein sehr guter Freund von mir hat mich vor ein paar Jahren auch mal mit solchen Tatsachen konfrontiert, dass er seine langjährige Freundin betrügt aber noch nicht mit ihr Schluss machen will sondern erst mal gucken ob die andere Frau wirklich zu ihm passt: Ich war damals sehr geschockt über sein Vorgehen und habe ihm gesagt, er soll sein Beziehungsleben klar kriegen. Ich hätte der Freundin nicht in die Augen sehen können, als Mitwisserin und ihr sozusagen im Wissen voraus. Es tat weh diese Freundschaft zu verlieren aber ich hätte entweder Denunziantin oder aber Mitwisserin sein müssen über einen langen langen Zeitraum, erst ein Jahr später flog dann wohl alles auf und es muss schlimm gewesen sein.Klar, ich hätte das Ganze verkürzen können indem ich ihn an seine Partnerin verraten hätte aber dann wäre die Freundschaft auch im Teich gewesen.

Denk an Dich und lass den anderen ihre Selbstverantwortung.

Alles Gute

w46
 
Da für mich so charakterlose Menschen als Freunde eh nicht in Frage kommen und die auch keine Loyalität verdient haben, würde ich immer dem Betrogenen darüber informieren. Natürlich nur wenn des der Betrüger nicht selber tut. Kein Mensch hat es verdient betrogen zu werden und jeder hat das Recht selber zu entscheiden, ob er mit so jemandem wirklcih zusammen sein will
 
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Bin auch in einer solchen Situation und stelle mir die Frage wie Loyal ich sein kann und muss bevor mein Gewissen explodiert zumal ich den betrogenen Partner gut kenne.
 
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Das ist mal wieder so eine Frage, wo ich jetzt schon sagen kann, es werden sich hier die Moralapostel und die Freigeister in die Wolle kriegen.
Siehe # 1.
#2, was geht es dich an, ob die Neue deinen Ex betrügt?.....ich vermute, es war dir ein Vorbeimarsch, es ihm brühwarm zu verklickern!

Ich käme mir, ehrlich gesagt, zu blöd vor, jemandem zu stecken, daß sein Partner fremd geht.....wer weiß, vielleicht haben die eine ménage à trois...und dann steh ich blöd da!
Klar tuts mir um manche Leute sehr leid, wo ich weiß sie werden von Partner/in bertrogen.....Aber, so ist nunmal das Leben!

Was hat das mit "Freigeist" zu tun, wenn jemand systematisch betrügt?
Das verstehe ich nicht - selbst wenn ich hier von manchen Teilnehmern als "Moralist" gebranntmarkt werde.
m,52
 
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Ich würde auf jeden Fall schweigen. Es kann mir niemand erzählen, dass der "Betrogene" nicht selbst sehr schnell Bescheid weiß. Gerade Frauen stellen sich oft absichtlich dumm. Man tut keinem einen Gefallen, wenn man sich in Dinge einmischt, die einen nichts angehen.
 
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Ich mische mich nicht in das Privatleben eines Freundes aktiv ein, schreibe ihm vor wie er zu leben hat oder spiele Ihm gegenüber die Moralpolizei, wenn ich nicht direkt betroffen bin. Ich diskutiere vielleicht mit ihm, wenn mir was nicht passt, aber ich mische mich nicht ein, das will ich ja auch nicht. Und wenn ich damit nicht klarkomme - ich muß ja nicht sein Freund sein, aber selbst dann halt ich die Klappe.
Ich zeige einen guten Freund auch nicht beim Finanzamt an, wenn er irgendwo die Steuer bescheisst, oder rufe die Polizei, wenn er falsch parkt, oder informiere den Arbeitgeber, wenn er blau macht. Wo kämen wir da denn hin.
Denunziantentum gibt es genug und die Stasi ist glücklicherweise abgeschafft und neue Blockwarte brauchen wir nicht.

Würde ich allerdings mitbekommen, das ein Freund betrogen wird, würde ich ihm das sagen.
 
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@#10
Toller Vorschlag... Ihm ins Gesicht lachen und hintenrum das Messer in den Rücken stoßen; dann auch noch bemitleiden und weiter auf gut Freund machen. Das steht auf noch weit tieferer Stufe als Fremdgehen und ist geradezu widerlich. Wenn ich Position für oder gegen jemanden beziehe, dann habe ich auch den Arsch in der Hose, es nicht so hinterfotzig zu machen, wie Du es vorschlägst. Ich kann so ziemlich jede Position akzeptieren, die zu diesem Thema hier vertreten wurde. Aber Dein Vorschlag ist allerunterste Schublade.

Da kann man nur hoffen, daß jemand wie Du nicht allzu viele Freunde hast. Aber da bin ich fast sicher.

Exakt, es gibt ja schon genug Idioten die meinen, Polizei spielen zu müssen und andere wegen jedem kleinen Vergehen verpfeifen, wenn das dann auch noch Freunde machen, dazu noch hinter meinem Rücken und mir ins Gesicht lachen - das wäre ein Grund Genugtuung bei Sonnenaufgang zu fordern :) nein aber im ernst: Das ist wie Faschismus mit Faschismus bekämpfen, sich über einen Betrüger beschweren, und ihn in der Konsequenz noch schlimmer betrügen.
 
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Fremdgehen ist im übrigen auch nur ganz gewöhlicher Sex zwischen zwei Menschen. Im Zweifelsfall kann ein Aussenstehender nicht wissen ob ein dritter sich dabei betrogen fühlt. Ein Einmischen in fremde persönliche Angelegenheiten ist ein ebenso unschöner Charackterzug wie das Fremdgehen selbst.

Ich denke, es ist eine gesunde Einstellung immer darauf bedacht zu sein niemanden zu schaden, zum eigenen Nutzen.

Bei Verwandten wäre ich (fast) immer loyal, denn nichts ist dicker als Blut, Familienbande halten bis über den Tod. Bei Freunden darf die Loyalität nicht einseitig ausschlagen. Bei Kollegen, Geschäftspartner, und allen anderen Menschen, müsste die Loyalität einen klar erkennbaren Vorteil bringen, ansonsten hält man sich besser aus fremden Angelegenheiten ganz heraus.
 
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Fremdgehen ist im übrigen auch nur ganz gewöhlicher Sex zwischen zwei Menschen.

Das ist eine sehr erhellende Aussage.

Von da ist es nicht mehr weit zur Position: wenn der Betrogene nichts merkt, hat er doch auch keinen Schaden - es geht doch nur die zwei was an, die da "ganz gewöhnlichen Sex" miteinander haben.

Da Könnten sich einige wohl bestätigt fühlen mit gewissen Vorurteilen, was?
 
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wie hier schon geschrieben wurde:

Wer einen Falschparker auf der Straße erwischt und die Polizei ruft, wer den Kollegen der blau macht beim Arbeitgeber verpfeift, werden den schwarz arbeitenden Nachbarn beim Finanzamt meldet, wer den Studenten ohne Anmeldung von nebenan bei der GEZ nennt, wer dem Hundehalter ohne Leine sofort eine Standpauke hält und punkt 22.01 die Polizei ruft, weil in der WG nebenan noch Gelächter zu hören ist, der muß natürlich auch sofort bei dem Verdacht auf Ehebruch Alarm schlagen.

Mit solchen Menschen will ich aber nichts zu tun haben.
 
... abgesehen von allem anderem:

wird jemand betrogen, dann merkt er das in 99% aller Fälle!
Will er/sie es nicht zur Kenntniss nehmen, ist das eine durchaus legitime und übliche Methode damit umzugehen.

Warum sollte man sich da einmischen???
 
Mit solchen Menschen will ich aber nichts zu tun haben.

Mit Fremdgehern aber schon, weil es weniger schlimm ist? GEZ, Falschparken etc. ist doch wohl weniger schwerwiegend. Es gibt Menschen, die zwischen den unterschiedlichen Vergehen unterscheiden und nach eigener Einschätzung Zivilcourage zeigen oder es sein lassen.

Fremdgehen ist im übrigen auch nur ganz gewöhlicher Sex zwischen zwei Menschen. Im Zweifelsfall kann ein Aussenstehender nicht wissen ob ein dritter sich dabei betrogen fühlt.

Dann weiß er es halt später. Die überwiegende Mehrheit wird sich betrogen fühlen.

wird jemand betrogen, dann merkt er das in 99% aller Fälle!

Laut welcher Studie? Spaß beiseite, an die Zahl glaub ich nicht, sonst würden manche Affären nicht solang andauern.

Von wegen Blut ist dicker. Alles würdet ihr euren Freunden auch nicht durchgehen lassen. Dabei kommt es auch auf die individuelle Schmerzgrenze an.
 
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Mit Fremdgehern aber schon, weil es weniger schlimm ist? GEZ, Falschparken etc. ist doch wohl weniger schwerwiegend. Es gibt Menschen, die zwischen den unterschiedlichen Vergehen unterscheiden und nach eigener Einschätzung Zivilcourage zeigen oder es sein lassen.

Dann weiß er es halt später. Die überwiegende Mehrheit wird sich betrogen fühlen.

Laut welcher Studie? Spaß beiseite, an die Zahl glaub ich nicht, sonst würden manche Affären nicht solang andauern.

Von wegen Blut ist dicker. Alles würdet ihr euren Freunden auch nicht durchgehen lassen. Dabei kommt es auch auf die individuelle Schmerzgrenze an.

Was schwerwiegend ist oder nicht entscheidet nicht der selbsternannte Moralapostel, wo kämen wir denn da hin, sondern entweder das Gesetz oder der Betroffene. Daher ist das auch keine Zivilcourage, denn dazu müsste ein Gesetzesverstoß oder eine eindeutige Person in Not vorliegen, Denunziantentum in Blockwartmanier bzw. eine Art Selbstjustiz trifft es wohl besser. Ich persönlich will nicht in einer Gesellschaft leben wo es sowas gibt.

Jemand der das tut, dem geht es nicht um ein scheinbares "Opfer" - denn das weiss er ja nicht, ob es wirklich ein Opfer ist - sondern um die radikale Verteidigung seiner Weltanschauung und Moral und sei es mit ungesetzlichen Mitteln. Wir kennen dieses Prinzip von den Islamisten.
Zum Glück gibt es nicht viele davon, man stelle sich nur mal die ganzen zerstörten Ehen vor, die vor die Hunde gingen, weil irgendein selbsternannter Moralkommissar um die Ecke kommt und ungerechtfertigten Betrugsverdacht in den Raum stellt und das Vertrauen in einer Familie erstmal zerstört?

Die Vorstellung, daß jemand meiner Frau nachschnüffelt, und dann bei mir in selbstgerechter Empörung auftaucht um mir gegenüber einen Betrugsverdacht zu äußern, in der Meinung er vertrete Sitte und Moral und ich müsse ihm auch noch dankbar sein, finde ich ekelhaft.
 
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Es gibt Menschen, die zwischen den unterschiedlichen Vergehen unterscheiden und nach eigener Einschätzung Zivilcourage zeigen oder es sein lassen.

Du verwechselst Zivilcourage mit Moralapostel. Wenn du Zivilcourage hast, dann stellst du den angeblichen Fremdgänger zur Rede - wenn du Moralapostel bist, dann gehst du bei dessen Partner petzen - wenn du ein Feigling bist, dann betreibst du eher Mobbing und Rufmord.

Wenn du die Welt verbessern willst, dann mache etwas sinnvolles aus deinem eigenen Leben, anstatt zu versuchen andere Menschen zu missionieren.
 
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Laut welcher Studie? Spaß beiseite, an die Zahl glaub ich nicht, sonst würden manche Affären nicht solang andauern.

Affären daueren nie lange. Außereheliche Beziehungen können aber sehr lange dauern. Du täuschst Dich, wenn Du annimmst, dass außereheliche Beziehungen immer beendet werden, wenn der Ehegatte davon weiß. Ein Exehemann, der mittlerweile seit einigen Jahren mit seiner ehemaligen Geliebten verheiratet ist - vermutlich kommt jetzt der Einwand, sie werde er irgendwann auch betrügen, was ich jedoch auf keinen Fall glaube, da die Beziehung zu ihr viel inniger und stimmiger ist, als sie zu seiner Exfrau, die ich auch gekannt habe, jemals war - hat die außereheliche Beziehung insgesamt fast drei Jahre bis zur endgültigen Trennung von seiner Ehefrau geführt.
Bevor die Beziehung entdeckt wurde, hatte die Ehefrau dem Mann immer gesagt, sie würde sich sofort trennen, wenn er sie betrüge. Nachdem sie durch Handyschnüffeleien nach einem halben Jahr Bescheid wußte, hat sie ihn keineswegs verlassen, sondern ihn mit Hinweis auf die beiden fast erwachsenen Kinder an einer Trennung gehindert. Der Mann hat versucht, die Beziehung zu beenden, dann aber die Geliebte zurückgewonnen.
Wiederum ein knappes Jahr später erfuhr die Ehefrau durch ihre "beste Freundin", dass die Beziehung keineswegs zu Ende war. Wieder hat die Ehefrau nur gedroht. Diesmal hat die Geliebte die Beziehung beendet und mit dem Mann nur noch freundschaftlichen Kontakt gehalten. Vier Monate später hat der Ehemann seine Geliebte erneut zurückgewonnen.
Wiederum ein halbes Jahr später hat die Ehefrau wiederum durch Handyschnüffeleien erfahren, dass die Beziehung fortbesteht, der Ehemann hatte endlich Mumm und hat gesagt, dass er geht und sich nicht mehr umstimmen lässt. Daraufhin hat seine Ehefrau gebettelt, er solle doch mit ihr verheiratet bleiben. Er könnte auch die Geliebte "nebenbei" haben.
Ich habe selbst die SMS der "besten Freundin" an den Mann gelesen, in der sie ihn zu sich eingeladen hat. Denunzianten sind eben selten ein angenehmer Menschenschlag.
Die Ehefrau hätte sich nach dem ersten misslungen Drohen sicher lieber weiter dumm gestellt, statt den Rest von Würde zu verlieren.
 
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Den 2. Fall hatte ich auch schon einmal. Es hat mir beinahe das Herz zerrissen, weil ich die Betrogene sehr gerne mochte. Ich kam aber zu dem Schluss, dass meine Loyalität meinem Freund gehört, es mir also nicht zusteht, seine Freundin zu informieren. Was ich mir aber nicht verkneifen konnte, war meinem Freund meine Haltung zu der Sache klarzumachen. Als er das wusste, war von meiner Seite aus alles geklärt und nicht mehr meine Angelegenheit.
 
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