• #1

Fremdgehen - würdet ihr es wissen wollen?

Hallo zusammen,

Ich hatte ja schon im Nachbar-Thread geschrieben, dass ich es nicht verstehen kann, wenn man es gut und rücksichtsvoll findet, fremd zu gehen und es dann geheim zu halten.

Ich würde wissen wollen wenn mein Partner mich betrügt. Ich würde nicht in einer Realität mit falschen Tatsachen leben wollen, in der ich von Gegebenheiten ausgehe, die nicht so sind (nämlich einen loyalen, vertrauenswürdigen Partner zu haben).

Was ist eure Meinung dazu? Würdet ihr es wissen wollen wenn euer Partner euch betrügt? Oder lieber nach dem Motto "was ich nicht weiß macht mich nicht heiß" weiterleben?
 
  • #2
Die Sache ist ja die, du kannst wissen wollen was du möchtest, wenn dein Partner das nicht erzählt wirst du es nie erfahren.
 
  • #3
Ich will es nicht wissen.
Ich werfe allerdings auch nicht mit so dramatischen Wörtern um ich.
Ich nenne es Seitensprung und ich werde auch nicht 'betrogen' wenn sie mal mit einem anderen im Bett landet.
Die richtige Wortwahl kann beim entdramatisieren helfen.
 
  • #4
Wenn es mal passieren sollte - dann diskret.
So lautet unsere Vereinbarung
 
  • #5
Als ich jung war, dachte ich immer "was ich nicht weiss, macht mich nicht heiss". Dann war ich irgendwann ca. 8 Jahre mit einem Dauerfremdgeher zusammen. Seitdem würde ich keinen einzigen Seitensprung mehr akzeptieren bzw. tolerieren. Also ja, ich würde es wissen wollen, damit ich Konsequenzen daraus ziehen kann.
 
  • #6
Nö, wenn ich es nicht weiß und wirklich(!) nicht merke, ist es mir logischerweise egal, dann stelle ich mir diese Frage ja gar nicht.
Ich rede jetzt nicht von einem kompletten Parallelleben, aber wenn so ein kleiner Seitensprung irgendwann mal passieren sollte, dann gerne unauffällig. Einen simplen, bedeutungslosen Seitensprung um des Erlebnisses willen könnte mein Partner mir andererseits auch erzählen und ich fände es zwar nicht toll, aber es wäre für mich auch kein Weltuntergang und unmittelbarer Grund, ihn zu verlassen. Mich würden dann aber die Gründe und alle Details interessieren -- muss er wissen, ob er mit mir darüber reden will oder nicht. Naja, und wenn er sich in eine andere Frau richtig verlieben sollte, werde ich ihn an seinem Glück nicht hindern. Wir sind freiwillig zusammen, solange es uns beiden gefällt.

Mein Partner als Pilot hat eine Zweitwohnung in einer anderen Stadt und ist jede zweite Woche im Ausland. Ich bin mir sehr sicher, dass er dort keine Affären hat, aber manche Kollegen von ihm haben Zweitfreundinnen z.B. auf Malta oder in Casablanca, er hat mir die Geschichten erzählt. Wer weiß, er vielleicht auch? Könnte theoretisch sein. Glaube ich nicht, aber falls doch, habe ich bisher nichts davon gemerkt, also ist es mir wurscht und interessiert mich nicht. Es spielt für unser Leben ja keine Rolle.
w27
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #7
Wenn es mal passieren sollte - dann diskret.
So lautet unsere Vereinbarung
Genau meine Haltung. »Liebe ist ein Kind der Freiheit« - habe ich hier schon einige Male geschrieben. Was hilft mir Treue, die nur eingehalten wird, weil sonst Konsequenzen (z.B. Trennung) drohen?
Es kommt, am Ende, auch immer auf den Auslöser an: hier sollten beide - fliegt das Geschehene auf - miteinander reden. Über die Gründe, das mögliche Manko und die wirkliche Bedeutung des einmaligen Ausrutschers.

Permanentes Fremdgehen hat allerdings meist Gründe. Auch darüber würde ich dann reden wollen und mich entsprechend ausrichten. Das kann durchaus Trennung bedeuten.

Eine einmalige Sache? Da wüsste ich lieber nix von.
 
  • #8
Ich glaube, bei der theoretischen Wahl wäre es mir lieber, wenn ich es nie herausfände. Das setzt natürlich voraus, dass ich es auch später nie erfahre. Dann hat der Seitensprung für mich ja quasi nie stattgefunden.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #9
Die Frage erinnert mich an einen Gedanken, den ich vor langer Zeit mal hatte, nämlich dass Unrecht eigentlich erst dann zu Unrecht wird, wenn es das Opfer als solches wahrnimmt.
Wenn mir jemand zehn Euro klaut, und ich bemerke das überhaupt nicht, auch später nicht, vermisse ich das Geld auch nicht. Ich leide also gar nicht unter dem Diebstahl. Ist er dann trotzdem moralisch verwerflich?
 
  • #10
Ich bin davon überzeugt, dass es sowieso irgendwie und irgendwann rauskommt.

Und ja, ich möchte selber entscheiden, ob ich mit jemandem, der fremdgeht zusammenbleiben möchte. Diese Wahl wird mir dann genommen.

Letztlich komme ich den Frauen theoretisch auch körperlich sehr nahe.

Immer vorausgesetzt, es ist Treue vereinbart. Und darauf legen komischerweise auch einige Männer Wert.
 
  • #11
Ich würde wissen wollen wenn mein Partner mich betrügt. Ich würde nicht in einer Realität mit falschen Tatsachen leben wollen, in der ich von Gegebenheiten ausgehe, die nicht so sind (nämlich einen loyalen, vertrauenswürdigen Partner zu haben).
Wenn du es nicht weißt, willst du es auch nicht wissen.
Du darfst nicht von einer wissenden Perspektive ausgehen. Dass du es aus einer "allwissenden" Perspektive betrachtet wissen willst, sozusagen hineinversetzt in die Lage im Nachhinein, wenn du bereits weißt, dass es etwas zu wissen gab oder gibt, ist verständlich, aber wenn du es im Moment wirklich nicht weißt und auch nicht vermutest, dann kommst du ja gar nicht auf die Idee. Wer nichts von der Matrix weiß, verspürt auch nicht den Wunsch, sie zu verlassen ...

Interessantes Thema jedenfalls.
w27
 
  • #12
Seitdem würde ich keinen einzigen Seitensprung mehr akzeptieren bzw. tolerieren. Also ja, ich würde es wissen wollen, damit ich Konsequenzen daraus ziehen kann.
… was natürlich ein Grund für deinen Partner wäre, es nicht zu erzählen.

Ich würde nicht sagen, dass ich auf jeden Fall schlussmachen würde. Aber um eine informierte Entscheidung zu treffen, muss ich natürlich AUCH Bescheid wissen.
Da wären die Karten für eine Fortsetzung deutlich schlechter, wenn ich es selbst herausfinden musste.
 
  • #13
Die richtige Wortwahl kann beim entdramatisieren helfen.
Ja, wie wenn man aus der Portokasse „klaut“. Kommt immer darauf an, ob beide Seiten es so locker nehmen.

Allerdings frage ich mich, warum man trotzdem gezielt Diskretion vereinbart (was ja - Achtung, Euphemismus - Schwindeleien bedingt), wenn man sich doch einig ist, dass ein Seitensprung keine große Sache ist. Will man als Paar nicht offen und ehrlich über alles reden können?
 
  • #14
… was natürlich ein Grund für deinen Partner wäre, es nicht zu erzählen.
Klar.
Ich würde nicht sagen, dass ich auf jeden Fall schlussmachen würde.
Irgendwann hab ich auch mal so gedacht. Inzwischen hat sich in diesem Bereich meine Meinung grundlegend geändert. Eben durch die Erfahrung, selbst mehrmals betrogen worden zu sein. Bestimmt habe ich
einen gewissen Anteil dazu beigetragen, dass es soweit kommt. Aber ich habe die Erfahrung gemacht, wenn es einmal passiert - egal warum - gibt es für mich nichts mehr zu kitten. So sehr ich mir das dann vielleicht auch wünschen würde.
Aber um eine informierte Entscheidung zu treffen, muss ich natürlich AUCH Bescheid wissen.
Genau darum geht es mir.
 
  • #15
Kommt darauf an. Bei einem „Ausrutscher“ eher nicht, das sehe ich wie @Tom26.

Bei dauerhaftem Fremdgehen stimmt grundlegend in der Beziehung etwas nicht. Da wäre meine Erwartung dann eher, das anzusprechen und sich um die Beziehung zu kümmern. Oder auch, die dann konsequent zu beenden.
 
  • #16
Aber ich habe die Erfahrung gemacht, wenn es einmal passiert - egal warum - gibt es für mich nichts mehr zu kitten. So sehr ich mir das dann vielleicht auch wünschen würde.
Es kommt vielleicht darauf an, in welchen Kreisen man sozialisiert wurde. In meinem Umfeld waren Seitensprünge nie „normal“.
Wenn es vorkam, war das immer „extrem schlimm“, ein potentieller Trennungsgrund.
Dann trifft einen das wahrscheinlich als gravierender Schock. Ähnlich wie zB körperliche Gewalt, der man nie begegnet ist.
 
  • #18
Allerdings frage ich mich, warum man trotzdem gezielt Diskretion vereinbart (was ja - Achtung, Euphemismus - Schwindeleien bedingt), wenn man sich doch einig ist, dass ein Seitensprung keine große Sache ist. Will man als Paar nicht offen und ehrlich über alles reden können
Verstehe ich auch nicht. Da müsstest Du doch mit 60 eigentlich drüber stehen @Tom26 . Was interessiert Dich in dem Alter noch, was die Nachbarn, die Mami oder der Bruder sagt?
Da wäre meine Erwartung dann eher, das anzusprechen und sich um die Beziehung zu kümmern
Bei dauerhaftem Fremdgehen würde ich mich nur noch ums Ende kümmern und um sonst gar nichts.
Beim einmaligen Frendgehen würde ich tierischen Rabbatz machen und mich vermutlich auch ums Ende kümmern. Ist aber hypothetisch, da noch nie erlebt, zumindest nicht, dass ich es wüsste.
Ich teile Männer ungern mit anderen Frauen. Ich schätze, ich teile diesbezüglich eher gar nicht.
W,57
 
  • #19
Hier zeigt sich ganz klar der Unterschied zwischen freien Menschen und (religiösen) Ideologieopfern.
Freie Menschen möchten mit einem anderen freien Menschen zusammen sein. Wer sich selbst nicht als Leibeigenen sieht, kann auch die bessere Hälfte als freien Menschen begreifen.
Zuneigung zeigt sich auch darin, dass man einer Bitte nach Diskretion entspricht. Nein, Wissen schafft per se nicht Glück. Vertrauen bedeutet auch, dass beide Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden können. Ich beichte nicht - und nehme keine Beichte ab. Und habe eine Frau, die dazu eine ähnliche Einstellung hat. Was ich als Glück empfinde.
Diskretion hat auch nichts damit zu tun, dass mich interessiert, was welcher Nachbar denkt. Sondern damit, dass es durchaus verletzend sein kann, wenn alle anderen schon wissen, dass eben der knackige Fussballer oder die grazile Tänzerin kurzfristig Begehren ausgelöst haben. Das passiert eben - und ist per se sogar gesund. Zumindest gesünder als diese verdruckste "Pseudotreue" aus Konvention oder gar Angst.

Es gibt Menschen, die Vereinbarungen treffen. Und es gibt lächerliche Leute, die sich wie Rumpelstilzchen aufführen und drohen, ohne irgendeine Waffe in der Hand zu haben. Es gibt Menschen, die sich überlegen, welchen Weg sie gehen wollen und dann genau darüber sprechen. Und andere, die sich nicht trauen, auf eine allgemeine "Moral" und Regeln setzen und ihren eigenen Marktwert gnadenlos überschätzen. Es gibt nämlich nicht nur knackige 30 jährige Männer, deren Körper fast alle 60 Jahre alten Männerkörper weit in den Schatten stellen .... es gibt auch 30 jährige Frauen, die attraktiver als fast jede 60 jährige sind. Hat man nichts, was verbindet ausser einer gewissen Scheinheiligkeit - dann ist ein bissel Sex natürlich so furchtbar, dass nur noch Asche übrig ist.
Wer eine andere Einstellung hat, ist genau so in der Pflicht, dies kund zu tun.
Freie Menschen treffen Vereinbarungen - Sklaven haben Moral, Verbote und Regeln
 
  • #20
Für mich ist das eine Frage der Kommunikation zwischen den Beteiligten. Ich halte mich für emanzipiert genug, mein Leben nach meinen eigenen (Wert-)Vorstellungen zu gestalten und tradierte, einengende „Tugenden” religiöser Färbung kritisch zu hinterfragen. Dazu zählt für mich auch das Begehren mehrerer Anderer.
In einer Beziehung gehören jedoch Zwei zur Ausgestaltung dazu und da halte ich es wie @Tom26 - man spricht vorab offen über Vorstellungen, Wünsche und Werte (für mich übrigens ganz wesentlich im Prozess der Beziehungsanbahnung) und einigt sich auf dieser Grundlage auf gemeinsame Grenzziehungen (oder eben nicht und kommt dann bestenfalls nicht zusammen).

Persönlich sehe ich das Seitensprung-Thema mit physisch-sexueller Motivation weniger kritisch*; emotional bevorzuge ich aber Exklusivität ;-)
Wissen müsste ich darüber nicht zwingend etwas; durch die gemeinsame Absprache würde ich ja auch nicht aus allen Wolken fallen, spräche mich ein Dritter darauf an.


* Prämisse: Diskretion sowie vertrauensvoller Gesundheitsschutz und Schwangerschaftsverhütung.
 
  • #21
Freie Menschen treffen Vereinbarungen - Sklaven haben Moral, Verbote und Regeln
Dein ständiges Pochen auf Sklaverei ist einfach nur noch lächerlich.
In diesem Land ist jeder frei - egal, ob verheiratet, mit Kindern oder Immobilien. Man/frau kann immer entscheiden, ob er/ sie geht oder bleibt. Jeden Tag aufs Neue.

Sondern damit, dass es durchaus verletzend sein kann, wenn alle anderen schon wissen, dass eben der knackige Fussballer oder die grazile Tänzerin kurzfristig Begehren ausgelöst haben
Warum? Und das verstehe ich nicht. Du bist kein Bundespräsident oder sonst irgendeine moralische Instanz. Warum stört es Dich, wenn alle wissen, dass Deine Freundin mit dem knackigen Fußballer in der Kiste war? Warum stört es Dich, darüber überhaupt selber Kenntnis zu haben?
Da müsstest Du vermeintlicher Freigeist doch mal locker flockig drüber stehen. Und wenn Deine V. genauso denkt wie Du, müsste es ihr genauso am A.. vorbei gehen, wenn das ganze Dorf darüber tratscht, falls Du die Tänzerin poppst.
Weder Dich noch Deine V. dürfte dies bei Eurer Einstellung überhaupt tangieren.

Nicht das Fremdpoppen an sich ist angeblich das Problem bei Euch, es darf nur niemand erfahren. Damit bist Du in meinen Augen scheinheiliger und spießiger als jeder Andere.
W 57
 
  • #22
Diskretion hat auch nichts damit zu tun, dass mich interessiert, was welcher Nachbar denkt. Sondern damit, dass es durchaus verletzend sein kann, wenn alle anderen schon wissen
Das ist natürlich eine einleuchtende Begründung für Diskretion (wobei den allermeisten ausgerechnet der Nachbar Wurst sein dürfte; und ich habe zB gar keinen sozialen Kreis, den ich als „alle anderen“ bezeichnen würde).

Ich hätte bei „Diskretion“ ausschließlich an die Kommunikation zwischen den Partnern gedacht, alles außerhalb ist für mich sowieso selbstverständlich.
Und du weichst etwas der Frage aus, wie du das Gespräch über Seitensprünge da findest… einfach „unwichtig“ ist das Thema ja nicht, zumindest nicht unwichtiger als irgendwas anderes im Leben.

Hier zeigt sich ganz klar der Unterschied zwischen freien Menschen und (religiösen) Ideologieopfern.
Ach Gottchen… die Religion kann man doch wohl außen vor lassen. Ebenso „Freiheit“ und „Moral“.

Ich denke, es geht schlicht und einfach um das alte „Sex und Gefühle trennen können“. Wer das nicht kann, ist ebensowenig „lächerlich und scheinheilig“ wie der andere „unmoralisch“.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #23
Was ist eure Meinung dazu? Würdet ihr es wissen wollen wenn euer Partner euch betrügt? Oder lieber nach dem Motto "was ich nicht weiß macht mich nicht heiß" weiterleben?
Ich würde gerne wissen wollen, wie mein Partner wirklich tickt.
Wenn ich mich für einen Partner entscheide, der z.B so denkt wie @Tom26 , dann weis ich woran ich bin. Dann muss ich mir nicht vormachen, das er dauerhaft monogam sein kann. Ich darf dann die Entscheidung treffen ob ich das akzeptieren kann und will. Mit all der Konsequenz.

Mittlerweile weis ich, das ein Seitensprung nichts mit mir und unserer Beziehungsqualität zu tun haben muss..... Ich kann nachvollziehen, dass man Sex und Liebe trennen kann. Auch wenn ich selber bisher monogam bin. Wenn ich jemanden Liebe, habe ich kein verlangen nach anderer Haut. Ich kann aber akzeptieren, dass es meinem Partner möglicherweise anders gehen könnte.
Das bedarf aber absoluter Authentizität und Ehrlichkeit mit sich selber und dem Partner. Das können leider die wenigsten Menschen. Darum gibt es so viel Lug und Betrug.

An das Märchen von: "was ich nicht weis, macht mich nicht heiß" glaube ich im übrigen nicht.
Damit belügt man sich nur selber, weil man es nicht wissen will oder weil man sich selber falsch einschätzt.

Für mich wäre die Beziehung in dem Moment zu Ende, wo er mir ins Gesicht lügt. DAS finde ich mittlerweile viel schlimmer als ein Seitensprung an sich.
 
  • #24
Warum stört es Dich, wenn alle wissen, dass Deine Freundin mit dem knackigen Fußballer in der Kiste war? Warum stört es Dich, darüber überhaupt selber Kenntnis zu haben?
Vielleicht geht es bei dieser "Denke" ja eher darum, dass Menschen mit eher offenen Konzepten, das Gerede vermeiden wollen. Es kann anstrengend sein, wenn man dauerhaft zum Gesprächsstoff von Menschen wird, die moralisch einen anderen Kompass haben. Die Dynamik die so entsteht, erleben wir doch hier im Forum oft, im Bezug auf kontroverse Themen ;-)
Nicht das Fremdpoppen an sich ist angeblich das Problem bei Euch, es darf nur niemand erfahren. Damit bist Du in meinen Augen scheinheiliger und spießiger als jeder Andere.
W 57
Scheinheiligkeit zwischen den beiden scheint mir weniger das Thema zu sein. Vielmehr geht es um den Respekt, sich nicht gegenseitig der moralischen Meinung anderer aussetzen zu wollen.
 
  • #25
Hier ebenso. Wenn ich wirklich nichts merke, dann will ich nix von einem einmaligen Seitensprung wissen, es würde vielleicht ein ungutes Gedankenkarusell anwerfen. Würde mir sowas eine Freundin dann erzählen, weil sie meint, ich müsste es wissen, würde ich als erstes sie rausschmeissen. Denn es geht sie nix an.

W47
 
  • #26
Hier zeigt sich ganz klar der Unterschied zwischen freien Menschen und (religiösen) Ideologieopfern.
Kannst du dir vorstellen, dass ein freier Mensch gewisse Prinzipien hat, die von deinen abweichen? Ein anderer Mensch kommt aus freien Stücken zu anderen Ergebnissen. Völlig unvorstellbar für dich. Und dann noch ganz ohne aufoktroyierte Moralvorstellungen.
Ich beichte nicht - und nehme keine Beichte ab.
auf eine allgemeine "Moral" und Regeln setzen
Ich denke, dass "Moral" dein persönliches Steckenpferd ist. Wenn es dich nicht gäbe, würde dieser Begriff hier bestimmt nur halb so oft vorkommen.
 
  • #27
Würdet ihr es wissen wollen wenn euer Partner euch betrügt?
Klaro, damit ich das Gesamtbild über meine Partnerschaft habe und auch entscheiden kann, ob ich so leben will oder nicht.

Oder lieber nach dem Motto "was ich nicht weiß macht mich nicht heiß" weiterleben?
Nein, siehe oben. Ein Dritter im Spiel macht was.

du kannst wissen wollen was du möchtest, wenn dein Partner das nicht erzählt wirst du es nie erfahren.
Irrtum, als Frau bist Du da klar im Vorteil, denn immer wieder kommt mal eine Affärenfrau angelatscht auf die ein oder andere Weise und will die Ehesituation aufmischen (den Mannn ganz für sich haben - wurde hier doch oft genug diskutiert. Und wenn frau sucht, weil es Indizien gibt wird sie oft genug fündig - auch schon xmal diskutiert.

Ich habe das selber erlebt, war den Frauen immer dankbar (auch wenn es nie zu deren Vorteil ausging), dass sie mir die Kontrolle über mein Leben zurückgaben.

Ich habe noch nie gehört (auch nicht aus dem weiteren sozialen Umfeld), dass ein Affärenmann zum Ehemann ging und dort die Ehe zerstörte.
Die Männer haben wohl kein weitergehendes Interesse an der Afärenfrau und sind mit etwas Zusatzsex zufrieden.

Ansichtssache. Ich finde schon, denn es zählt die Tat.
Ob das Opfer der Attacke leidet oder nicht kannst Du beim verüben der Tat nicht wissen.

Allerdings frage ich mich, warum man trotzdem gezielt Diskretion vereinbart (was ja - Achtung, Euphemismus - Schwindeleien bedingt), wenn man sich doch einig ist, dass ein Seitensprung keine große Sache ist. Will man als Paar nicht offen und ehrlich über alles reden können?
Nein, das eigene Ego ist dann doch nicht so stabil aushalten zu können, dass das Gegenüber sich anderweitig vergnügt und die anderen (außerhalb der Buddywelt) darüber tratschen.
Die öffentiche Fasssade darf nicht beschädigt werden.
 
  • #28
Und alles wäre viel einfacher wenn nicht so ein RIESENding aus einem Seitensprung gemacht werden würde. Wenn man es wie einen alkoholischen Vollrausch oder wie einen verdorbenen Magen nach zu vielen Austern und Champagner ansehen würde.
Dann würde sich der ganze Krampf um heimlich oder nicht heimlich erledigen.
 
  • #29
ich es nicht verstehen kann, wenn man es gut und rücksichtsvoll findet, fremd zu gehen und es dann geheim zu halten.
Mit solchen gespalteten Menschen möchte ich nichts zu tun haben!
Wer mit sich, ganz bei sich, in der Mitte, in der Balance, in der Einheit lebt, dem kann man nichts vormachen und nichts vorspielen! In den Augen erkennt man die Wahrheit, Augen lügen nicht!
Ich würde wissen wollen wenn mein Partner mich betrügt. Ich würde nicht in einer Realität mit falschen Tatsachen leben wollen, in der ich von Gegebenheiten ausgehe, die nicht so sind (nämlich einen loyalen, vertrauenswürdigen Partner zu haben).
100 % Zustimmung!
Was ist eure Meinung dazu? Würdet ihr es wissen wollen wenn euer Partner euch betrügt? Oder lieber nach dem Motto "was ich nicht weiß macht mich nicht heiß" weiterleben?
Klaro! Wer es nicht wissen möchte, nach dem Motto, was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß, hat die Einstellung, zu jeder Zeit, bei passender Gelegenheit auch fremd zu gehen! Ein solcher Mensch lebt nicht in den" S" Werten plus und ganz besonders, ist ihm Selbsttreue ein Fremdwort, er kann damit nichts anfangen! Ich könnte niemals mit einem solchen Menschen zusammen sein! Nur emotional abgestumpfte Menschen sind fähig, fremdzugehen!
Die Sache ist ja die, du kannst wissen wollen was du möchtest, wenn dein Partner das nicht erzählt wirst du es nie erfahren
Mir braucht ein Partner das nicht erzählen, ich spüre das sofort, meine "S" Werte plus geben mir Signale!
 
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