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  • #1

Fremdheit für sexuelle Spannung

Viele Leute sind der Meinung, dass guter Sex bzw. sexuelle Anziehungskraft eine gewisse „Fremdheit“ benötigt.

Ich frage mich, was dies genau bedeutet. Früher, als ich noch sehr jung war, hatte ich ONS und Affären. Dies hat mir aber nie viel gegeben, schnell fand ich es sehr langweilig. Nun habe ich eine feste Freundin seit 7 Jahren. Der Sex ist vertraut, aber dank Rollenspielen und vielen verschiedenen Varianten auch aufregend. Ich bin sehr zufrieden.

Meine Frage lautet: Was wird unter dieser „Fremdheit“ verstanden? Ist es wieder für jeden Menschen so individuell: Einer braucht neue Körper, der andere Mensch will einfach auch gewisse Geheimnisse und Freiheiten bewahren? Bedeutet es, dass man nicht in Symbiose miteinander lebt und „verschmelzt“?

Bin gespannt auf einen regen Austausch!
 
  • #2
Das ist jetzt der zweite Thread, den du zu diesem Thema aufmachst. Warum interessiert dich das eigentlich so brennend?

Auch unter der Gefahr, dass ich etwas unterstelle, was nicht zutrifft, frage ich mich jetzt, ob das im anderen Thread mit deiner Freundin nicht nur vorgeschoben ist und sie in Wahrheit entweder gar nichts gesagt hat und du das nur als Story geliefert hast, um selbst über alle Zweifel erhaben zu sein oder ob sie nicht sehr wohl einen konkreten Anlass hat, dieses Thema anzusprechen. Nämlich weil ihr etwas an dem, was du gesagt oder getan hast, merkwürdig aufgestoßen ist.

Ich finde das sehr merkwürdig, wie intensiv du irgendwelche Gedanken weiter spinnst, angeblich aus bloßem Interesse an der Menschheit?
 
  • #3
Irgendwie scheinst Du im Moment etwas desorientiert zu sein oder Du suchst nach Ablenkung um Dich mit dem eigentlichen Problem in Deinem Leben nicht beschäftigen zu müssen.

Oder Du möchtest einfach philosophieren. Ich hab mich auch letztens mal gefragt, warum viele Menschen meinen, es möchte sich jeder in der Badewanne entspannen? Ich nämlich nicht.
 
  • #4
Mal davon losgelöst von deinen Erwartungen an diese Frage.

Ich habe/hatte oben geschriebenes von dir ebenfalls im Wechsel. Die Phase(n) der, nennen wir es Jagd nach irgendwas, waren rückwirkend betrachtet immer ein Symptom innerer Zerrissenheit. Mit den jeweiligen Ergebnissen war ich nie zufrieden. Als wollte ich eigentlich was anderes erreichen, hatte aber noch nicht die Skills dafür.

Wenn man sich zwischendurch mal mit Biochemie auseinander setzt und an der Persönlichkeit feilt und Glück bei der Partnerwahl hat waren die Jahre der Jagd irgendwie wichtig und gut, so richtig auf die Schnauze fliegen hat auch was, aber mit der Zeit ist zumindest mir Konstanz und Vertrauen wichtiger als nen kurzer Kick.

Mach dir klar welchen Einfluss Hormone und Unzufriedenheit auf deine Denke haben. Da solltest du hinschauen bevors dich in alte Muster zieht.
 
  • #5
"Lust auf fremde Haut" oder "Fremdheit" in Bezug auf Sex kann ich nicht nachvollziehen. Was soll daran so toll sein? Sorry, da bin ich raus.
 
  • #6
Meine Geschichte im anderen Thread ist echt. Verstehe nicht warum viel hineininterpretiert wird warum jemand welche Frage stellt. Das ist m.E. egal. Ich finde die Frage spannend, that‘s it.
 
  • #7
Mach dir klar welchen Einfluss Hormone und Unzufriedenheit auf deine Denke haben. Da solltest du hinschauen bevors dich in alte Muster zieht.
Gar keine Hormone und Unzufriedenheit. Pure Neugier was mit Gesagtem gemeint ist. Mich interessiert, was unter Fremdheit verstanden wird. Das ist alles.

Ich persönlich beantworte mit die Frage wie folgt: Unter Fremdheit wird verstanden, dass man nicht in Symbiose mit dem Partner verschmilz. Das man sich ein eigenständiges Leben erhält und es nicht soweit kommt, dass man in Jogginghosen vor sich rumsitzt und sich jedes Detail erzählt. Das man sich weiterbildet, sei dies beruflich oder privat und so stets neue Impulse bringt. Und nicht endet, das man dem Partner « Peinlichkeiten » wie Dinge auf der Toilette detailgetreu erzählt.

Die Hälfte dieses Forums spielt gerne Hobbypsychologen, das ist nicht immer hilfreich.
 
  • #8
Dies hat mir aber nie viel gegeben, schnell fand ich es sehr langweilig.
Dann bist du einfach nicht der Typ dafür, sondern ein Beziehungstyp. Das ist doch ok. Phasen mit dem Wunsch danach, zu experimentieren und die Neugier zu befriedigen, sind nicht ungewöhnlich. Einige Menschen bleiben aber dabei aus unterschiedlichen Gründen.

Was Menschen an unverbindlichen Liebschaften mitunter reizt ist die Freiheit. Das Gefühl, mit dem Sex keine Einschränkungen von Freiheit zu haben, macht körperliche Erlebnisse unbeschwert und frei, dadurch auch intensiv. Keine Abstimmung (für mich wirklich ein tragender Punkt), keine Erklärungen und ständiges in Kenntnis setzen über wesentliche Tätigkeiten, die man unternimmt; wenn man will, fährt man einfach für ein Wochenende weg ohne Begründung, keine Kompromisse und Beibehalten von Eigenheiten und "merkwürdigen" Gewohnheiten, kein Einstellen auf den anderen, kein schlechtes Gewissen, ob der Partner sich nun vor den Kopf gestoßen fühlt. Natürlich könnte man sagen, dass man auch all dies in einer Beziehung finden könnte. Das bezweifle ich aber, es wäre nach meiner Definition dann gar keine Beziehung mehr, sondern eine F+. Für mich eine Frage der Verhältnismäßigkeit: ist diese Person so toll, dass ich diese Unannehmlichkeiten (in Teilen) in Kauf nehme?

Paare haben zu Beginn einer Beziehung (oft) häufiger Sex, was eben an der Fremdheit und den empfundenen Gefühlen und Hormonen zusammenhängt. Auf Dauer ist das nicht für alle Menschen erstrebenswert, es gibt Leute, die sich Beständigkeit und eine tiefe emotionale Beziehung, Nähe, Zusammenleben etc. wünschen. Und wenn du das so empfindest, dann ist es gut so. Das ist für mich keine Kopfentscheidung, sondern die erste spontane Eingebung, ein Bauchgefühl.
 
  • #9
Unter Fremdheit wird verstanden, dass man nicht in Symbiose mit dem Partner verschmilz. Das man sich ein eigenständiges Leben erhält und es nicht soweit kommt, dass man in Jogginghosen vor sich rumsitzt und sich jedes Detail erzählt. Das man sich weiterbildet, sei dies beruflich oder privat und so stets neue Impulse bringt. Und nicht endet, das man dem Partner « Peinlichkeiten » wie Dinge auf der Toilette detailgetreu erzählt.
Das finde ich schon nicht weit genug. Fremdheit ist die Abwesenheit einer emotionalen Nähe und tiefergehenden emotionalen Verbindung, von Alltag, Sorgen und Problemen. Eine Beziehung bleibt zwangsläufig nicht "fremd".
 
  • #10
Viele Leute sind der Meinung, dass guter Sex bzw. sexuelle Anziehungskraft eine gewisse „Fremdheit“ benötigt.
Das mögen viele meinen, - mit vielen kann ich nichts anfangen - die mit Nähe und mit Liebe nichts anfangen können, meine Erkenntnis und meine Meinung ist das nicht! Die größte Anziehungskraft, auch und gerade sexuell ist für mich, wenn beidseitig echte, wahre Liebe vorhanden ist und die auch bedingungslos gelebt wird! Diese gibt es nicht so oft! Echte, wahre Liebe ist für mich, wenn meine Partnerin mir wichtiger ist als alle anderen Menschen um mich herum und das auch adäquat umgekehrt! Es ist ausschließlich die Person, die mir das einmalige und echte Gefühl gibt, dass ich für sie so perfekt bin, genauso wie ich bin, die mich nicht verändern möchte und mich bedingungslos so liebt und ebenso umgekehrt! .
 

Laleila

Cilia
  • #11
Bei mir ist es so. Bei mir erzeugt die "Fremdheit" sexuelle Spannung.
Dabei muss es nicht mal zum Sex kommen, der ist für mich letztendlich das Ende der Fremdheit und daher gar nicht Mal so gewünscht.

Mich reizt das "Vorspiel", wie verführt er mich (nicht zum Sex, sondern bspw. zum nächsten Date, zum ersten Kuss) wie schmecken seine Küsse, wie klingen seine Verliebten Worte, wie verändert sich der Mensch vom alltäglichen Umgang zum romantischen.
All das. Es ist bei mir Neugier auf das was Verliebtheit mit einem, mir unbekannten Menschen macht und die Lust auf erste Küsse....
Der Sex selbst, den kann ich Monate hinausziehen um diese erregende Spannung zu erhalten.
Eigentlich ist er für mich gar nicht nötig. Der Weg dorthin, bis zum Rand der Klippe, der kickt mich.

All das gibt es in einer vertrauten Beziehung irgendwann nicht mehr. Dafür Dinge die viel wesentlicher sind und auf die ich auch nicht verzichten mag.
 
  • #12
Bedeutet es, dass man nicht in Symbiose miteinander lebt und „verschmelzt“?
Die Symbiose bzw. das Verschmelzen mit einem Partner, den man kennt und liebt ist etwas Wunderschönes, Wundervolles.
Ich brauche keine ONS, keinen S.. mit fremden Körpern, sondern nur eine tiefe Verbundenheit mit einem Menschen, den ich lieben kann und immer wieder lieben möchte . Dazu gehört Vertrautheit.
Eine Freundin von mir hat immer wieder ONS, weil es in ihrer Ehe nicht mehr läuft. Sie ist unglücklich über diesen schlechten S.. ohne Tiefe, Innigkeit und hohe Qualität.
Ich lebe das lieber mit einem Partner.
 
  • #13
Gar keine Hormone und Unzufriedenheit. Pure Neugier was mit Gesagtem gemeint ist. Mich interessiert, was unter Fremdheit verstanden wird. Das ist alles.

Ich persönlich beantworte mit die Frage wie folgt: Unter Fremdheit wird verstanden, dass man nicht in Symbiose mit dem Partner verschmilz. Das man sich ein eigenständiges Leben erhält und es nicht soweit kommt, dass man in Jogginghosen vor sich rumsitzt und sich jedes Detail erzählt. Das man sich weiterbildet, sei dies beruflich oder privat und so stets neue Impulse bringt. Und nicht endet, das man dem Partner « Peinlichkeiten » wie Dinge auf der Toilette detailgetreu erzählt.

Die Hälfte dieses Forums spielt gerne Hobbypsychologen, das ist nicht immer hilfreich.
Ich denke das schafft man nur durch LAT über viele Jahre aufrecht zu erhalten respektive alle Nase lang Partnerwechsel.

Sich nicht in Jogginghose begegnen? Wie verbringst du deine Freizeit? Bist du nie entspannt? In gelebter Partnerschaft passiert auch vieles nonverbal, man gewöhnt sich an Gewohntes in Gegenwart des anderen.

Ich lebe jetzt in der dritten langen Beziehung und bin das zweite Mal im selben Haushalt nach jeweils wenigen Wochen Beziehung. Ich denke Symbiose oder Gewohnheit definiert jeder anders, aber wie andere auch schreiben, man kann sich nie fremd bleiben wenn man viel Zeit teilt.

Bezogen auf sexuelles, mir sind in all den ONS etc. nur zwei, drei Männer begegnet, deren natürliches Talent die Bekanntschaft erquicklich werden ließen. Der überwiegende Teil jedoch war spannend, aber ohne "erfreuliches Ende". Das war dann also mal paar Monate interessant aber länger bitte nicht. Und wenn es dann mal auf allen Ebenen passt wüsste ich umgekehrt nicht warum das gute ohne gravierende Gründe verlassen. Und schon sind wir wieder beim gewohnten, man kennt einander (genau).
 
  • #14
Ich hatte nie mit Fremden Sex, aber ich habe zu dem Thema gehört, dass Sex mit Fremden hemmungsloser sein kann, weil man sich, da keine Beziehung angestrebt wird und man den anderen dann sowieso nie wieder sieht, keine Gedanken machen muss, wie man rüberkommt und was der andere denken könnte. In einer Beziehung sind ja Alltag und Sex irgendwie miteinander verknüpft und der andere nimmt das Bild, das er im Alltag von einem hat, mit ins Bett, und umgekehrt das Bild, das er beim Sex von einem bekommt, mit in den Alltag. Das und eben die Tatsache, dass noch andere Interessen als ausschließlich guter Sex für einen selbst verfolgt werden (z.B.: "Ich möchte der anderen Person gefallen, damit sie [weiterhin] eine Beziehung mit mir haben will"), kann dazu führen, dass Menschen sich teilweise anpassen oder verstellen oder nicht immer ehrlich genau das machen, was sie eigentlich wollen, halt weil sie später mit den möglichen Konsequenzen konfrontiert sind.

Bei einem One-Night-Stand hingegen kann es einem im Prinzip egal sein, was der andere denkt oder ob irgendwas peinlich ist, man kann sich zumindest theoretisch viel egoistischer verhalten und auch Dinge ausprobieren oder verlangen, die man sich sonst nicht trauen würde, denn es besteht keine Gefahr, dadurch langfristig irgendwas "kaputt" zu machen und dauerhaft einen komischen Eindruck von sich zu hinterlassen, denn man sieht sich dann eh nie wieder und somit ist alles egal. Das kann auf eine gewisse Art wahrscheinlich sehr befreiend sein. Affären sind wahrscheinlich auch deswegen interessant, weil eine Art Neubeginn, der oder die Fremde hat noch kein festes, durch Routine und Alltag geprägtes Bild von einem und man kann sich in dem Moment neu erfinden und aufregende erste Male erleben, es ist sicherlich auch der Reiz des Unbekannten.
w27
 
  • #15
"Lust auf fremde Haut" oder "Fremdheit" in Bezug auf Sex kann ich nicht nachvollziehen. Was soll daran so toll sein? Sorry, da bin ich raus.
Ich auch. Ich brauche Vertrauen und Liebe. Fremde Haut brauche ich nicht.
Scheint aber für den FS gerade ein sehr dringendes Thema zu sein

Warum? Was ist daran "spannend"? Wieso beschäftigt dich das denn?
 
  • #16
Ich hatte nie mit Fremden Sex, aber ich habe zu dem Thema gehört, dass Sex mit Fremden hemmungsloser sein kann, weil man sich, da keine Beziehung angestrebt wird und man den anderen dann sowieso nie wieder sieht, keine Gedanken machen muss, wie man rüberkommt und was der andere denken könnte. In einer Beziehung sind ja Alltag und Sex irgendwie miteinander verknüpft und der andere nimmt das Bild, das er im Alltag von einem hat, mit ins Bett, und umgekehrt das Bild, das er beim Sex von einem bekommt, mit in den Alltag. Das und eben die Tatsache, dass noch andere Interessen als ausschließlich guter Sex für einen selbst verfolgt werden (z.B.: "Ich möchte der anderen Person gefallen, damit sie [weiterhin] eine Beziehung mit mir haben will"), kann dazu führen, dass Menschen sich teilweise anpassen oder verstellen oder nicht immer ehrlich genau das machen, was sie eigentlich wollen, halt weil sie später mit den möglichen Konsequenzen konfrontiert sind.

Bei einem One-Night-Stand hingegen kann es einem im Prinzip egal sein, was der andere denkt oder ob irgendwas peinlich ist, man kann sich zumindest theoretisch viel egoistischer verhalten und auch Dinge ausprobieren oder verlangen, die man sich sonst nicht trauen würde, denn es besteht keine Gefahr, dadurch langfristig irgendwas "kaputt" zu machen und dauerhaft einen komischen Eindruck von sich zu hinterlassen, denn man sieht sich dann eh nie wieder und somit ist alles egal. Das kann auf eine gewisse Art wahrscheinlich sehr befreiend sein. Affären sind wahrscheinlich auch deswegen interessant, weil eine Art Neubeginn, der oder die Fremde hat noch kein festes, durch Routine und Alltag geprägtes Bild von einem und man kann sich in dem Moment neu erfinden und aufregende erste Male erleben, es ist sicherlich auch der Reiz des Unbekannten.
w27
Sehe ich auch so. Ich möchte gerne wissen, wie du Fremdheit in Beziehungen definierst. So wie ich es oben beschrieben habe? Alle hier gehen in die Richtung Fremdheit = fremde Haut. Das man das so interpretieren kann, verstehe ich. Ich meinte nicht unbedingt das. Ich meinte eine gewisse Fremdheit in Beziehungen. Das man sich nah und vertraut ist, ist wohl das Ziel der Meisten (ausser denen mit irgendwelchen Bindungsängsten). Aber wie sonst fremd? Einfach nicht immer aneinander kleben und eigenständig bleiben?
 
  • #17
Ich auch. Ich brauche Vertrauen und Liebe. Fremde Haut brauche ich nicht.
Scheint aber für den FS gerade ein sehr dringendes Thema zu sein


Warum? Was ist daran "spannend"? Wieso beschäftigt dich das denn?
@Wolkenlos_CGN Ich diskutiere unglaublich gerne und philosophiere, wenn ich etwas mal aufgeschnappt habe. Das kann sicher sehr anstrengend für viele Leute sein, aber ich mag dieses « Grübeln ». Ich habe aber auch andere Seiten an mir, mit weniger « Tiefgang und Studieren ». Da mache ich sehr spontan etwas ohne mir Gedanken zu machen 😊

PS: Man soll das nicht zu Herzen nehmen. Wir sind alle sooo unterschiedlich, daher ja das Ganze philosophieren. Ich habe auch im anderen Thread nichts böse gemeint..
 
  • #18
Sehe ich auch so. Ich möchte gerne wissen, wie du Fremdheit in Beziehungen definierst. So wie ich es oben beschrieben habe? Alle hier gehen in die Richtung Fremdheit = fremde Haut. Das man das so interpretieren kann, verstehe ich. Ich meinte nicht unbedingt das. Ich meinte eine gewisse Fremdheit in Beziehungen. Das man sich nah und vertraut ist, ist wohl das Ziel der Meisten (ausser denen mit irgendwelchen Bindungsängsten). Aber wie sonst fremd? Einfach nicht immer aneinander kleben und eigenständig bleiben?
Fremd hat immer etwas von unbekannt - Für mich. Das mein Freund andere Interessen hat als ich und man sich dann Freiraum lässt. Das gehört für mich schon nicht zum fremd sein, sondern zur Qualität der Persönlichkeit. Den anderen als eigenständig und zu sich gehörig wahrnehmen. Ohne Symbiose in allen Punkten zu fordern.

Und wieder auf das sexuelle bezogen, wäre Fremdheit interessant, wenn man gemeinsam etwas ausprobieren kann. Im weiteren Verlauf will ich aber schon, das net ständig an mir rumprobiert wird. Wenn ich "falsch" angefasst werde oder "falsch" stimuliert etc. pp. Gemeinsamer Sex entwickelt sich, und mir kann keiner erzählen das er grundsätzlich durch andere Stimulation kommt. Das spielt immer eine Rolle, das man einander die Stellen kennt und entsprechend Rücksicht nimmt- damit beider Luskkurven zum schönen Ende finden.
 
  • #19
Warum sollte ich mir hier was "zu Herzen" nehmen? ;) Wir sind in einem anonymen Forum. Ich wundere mich nur, wie sehr dir ausgerechnet JETZT dieses Thema scheinbar im Kopf herum spukt, dass du schon das zweite Thread dazu startest innerhalb weniger Tage. In seltensten Fällen diskutiert jemand ohne Ende über etwas, was einen so überhaupt null betrifft weil man ja mit anderen Themen des Alltags genug ausgelastet ist. Aber das ist ja nur meine Meinung, so wie du deine Meinung hast ;)
 

Laleila

Cilia
  • #20
Sehe ich auch so. Ich möchte gerne wissen, wie du Fremdheit in Beziehungen definierst. So wie ich es oben beschrieben habe? Alle hier gehen in die Richtung Fremdheit = fremde Haut. Das man das so interpretieren kann, verstehe ich. Ich meinte nicht unbedingt das. Ich meinte eine gewisse Fremdheit in Beziehungen.
Ich glaube tatsächlich nicht, dass diejenigen, welche über Fremdheit und sexuelle Spannung reden, Fremdheit in Beziehungen meinen.
In langjährigen, emotional vertrauten Beziehungen schließt sich das m.M.n. regelrecht aus, stellt eine emotionale Antomynie dar.

Mit einem Menschen, bei dem eine gewisse Fremdheit bleibt, würde ich keine Beziehung führen, das wäre ein regelrechtes Ausschlusskriterium. Da will ich blind vertrauen können.So wie beim Sex selbst. In einer vertrauten, nahen Zweisamkeit gibt es keine sexuellen Tabus für mich. Zumindest Kommunikativ, ich muss mich nicht scheuen, selbst über die eigenartigsten, ungewöhnlichsten Phantasien und Wünsche zu sprechen, da ich weiß, mein Partner nimmt mich in jeder Beziehung hundertprozentig an.

Tatsächlich verknüpfe ich aber Sex und Liebe auch nicht miteinander, heißt, Geschlechts- oder Oralverkehr hat für mich nichts romantisches, zärtliches, Exclusives. Das ist eine Praktik zur körperlichen Lustbefriedigung. Einen Gang meines Partners zu einer Prostituierten würde ich nicht als Fremdgehen betrachten, es würde mich auch nicht verletzen. Solange er seine Sorgfaltspflicht gegen mich nicht verletzt, sich vor Krankheiten schützt und somit mich, hätte es keine größere Bedeutung für mich, als wenn er sich ein en Eisbecher gönnt und ihn genussvoll verzehrt.

Das ganze drumherum, die Küsse, das zärtliche Berühren, Streicheleinheiten, Nähe fühlen ohne Geilheit, ist für mich der Liebesanteil.

Heißt, würde mein Mann versuchen eine Frau zu verführen, wäre er zärtlich zu ihr, würde es ihm um die Person gehen, wäre das eine ganz andere Hausnummer.

Bei meinen Romanzen geht es mir auch nicht um den konkreten Menschen, sondern um die Befriedigung meiner Lüste, auf erste Küsse, allererste Berührungen, das erste zärtliche Worte usw.
Fremdheit eben.

Beziehung ist für mich Vertrautheit, Liebe, Nähe und schließt jede Fremdheit aus (irgendwann hat man auch alle Rollenspiele durch und weiß im Vorfeld wie der Partner in welcher Situation und Rolle wohl agieren wird.)

Sexuelle Spannung bezogen auf Fremdheit schließt den Partner in meiner Welt also aus.
 
  • #21
Ja, alles gut ☺️

Warum werden gewissen Threads geschlossen? Arten sie zu sehr aus? Habe gerade das Thema von Hasendompteur gefunden (Wie man mit Negativschlagzeilen umgeht) und wollte ihr gerne etwas schreiben. Schade.

Mod.-Anm:
Zu viel Politik, zu viele persönlichen "Angriffe"
 
  • #22
Komisch und verwirrt, was du alles insgesamt hier im Forum von dir gibst! Einiges stimmt nicht, es gibt zuviel Widersprüche, vieles passt nicht zusammen!
 
  • #23
Ich meinte eine gewisse Fremdheit in Beziehungen. Das man sich nah und vertraut ist, ist wohl das Ziel der Meisten (ausser denen mit irgendwelchen Bindungsängsten). Aber wie sonst fremd? Einfach nicht immer aneinander kleben und eigenständig bleiben?
Ach so, ja, ich hatte das jetzt auch erst auf fremde Haut bezogen, aber hatte, wie gesagt, selbst nie Sex mit Fremden, das war also nur theoretisch.

Zu dieser anderen "Fremdheit" in Beziehungen, die du ansprichst, kann ich natürlich auch noch was schreiben, das jetzt aus eigener Erfahrung. Wobei "Fremdheit" vielleicht nicht ganz der passende Begriff ist.

Ich finde es ideal, wenn man nicht immer aneinanderklebt in Beziehungen, sondern auch gewisse Freiräume und noch genug Zeit für sich hat. Deswegen finde ich es gerade perfekt, wie es in meiner Beziehung ist: Mein Partner ist als Pilot beruflich jede zweite Woche weg, also immer ungefähr eine Woche komplett weg im Ausland und danach in seiner freien Woche etwa fünf Tage komplett hier. Wenn er hier ist, machen wir ganz viel zusammen, wenn er weg ist, mache ich ganz viele andere Sachen alleine oder mit anderen Leuten, erlebe hier meine Abenteuer und wir telefonieren nur, er unternimmt in seiner Abwesenheit auch viele Sachen im Ausland, gerade wenn er zwei Tage Aufenthalt irgendwo hat, dann geht er schon mal surfen oder schwimmen oder lässt sich von einem Kollegen zu gewagten Geocaching-Touren mitschleppen und klettert an irgendwelchen Klippen rum. Ich finde es toll, wie auf die Art jeder Zeit für sich hat, es ist abwechslungsreich, wir haben uns immer viel zu erzählen, gehen uns nie auf die Nerven, sondern können uns immer aufeinander freuen. Und ja, dadurch haben wir dann natürlich auch nur jede zweite Woche Intimitäten und Sex, darauf kann man sich dann auch immer freuen und es bleibt ein bisschen was Besonderes.

Zum Beispiel kam er gerade gestern zurück und zur Tür rein und hat mir ein (halbwegs) frisches Baguette aus Paris mitgebracht, wir haben uns zur Begrüßung leidenschaftlich umarmt und er meinte, er hat mich vermisst. Das habe ich auch gespürt und dann hatten wir gleich spontan Sex, ich musste sogar die Herdplatte abstellen, weil sonst das Essen verbrannt wäre. Und dann heute Morgen gleich nochmal, man muss sich ja erstmal wieder auf ein Level bringen. 😅 Und jetzt freue ich mich auf ein gemeinsames Wochenende, wir haben ganz viel vor und werden viel Spaß haben.

Ansonsten machen wir zwar viel zusammen, aber auch nicht alles zusammen, zum Beispiel verreise ich demnächst erstmal ohne ihn nur mit meiner Schwester und er und ihr Partner kommen dann anderthalb Wochen später nach, sodass wir erst unseren normalen Schwestern-Urlaub wie immer haben und danach dann das volle Programm zu viert mit Partnern. Ich freue mich schon sehr drauf.

Ach so, aber ich laufe abends zu Hause auch im Hängerklamotten rum und stehe öfters daneben, wenn er auf Toilette sitzt ....
w27
 
  • #24
M’
Tatsächlich verknüpfe ich aber Sex und Liebe auch nicht miteinander, heißt, Geschlechts- oder Oralverkehr hat für mich nichts romantisches, zärtliches, Exclusives. Das ist eine Praktik zur körperlichen Lustbefriedigung. Einen Gang meines Partners zu einer Prostituierten würde ich nicht als Fremdgehen betrachten, es würde mich auch nicht verletzen. Solange er seine Sorgfaltspflicht gegen mich nicht verletzt, sich vor Krankheiten schützt und somit mich, hätte es keine größere Bedeutung für mich, als wenn er sich ein en Eisbecher gönnt und ihn genussvoll verzehrt.

Das ganze drumherum, die Küsse, das zärtliche Berühren, Streicheleinheiten, Nähe fühlen ohne Geilheit, ist für mich der Liebesanteil.

Bei meinen Romanzen geht es mir auch nicht um den konkreten Menschen, sondern um die Befriedigung meiner Lüste, auf erste Küsse, allererste Berührungen, das erste zärtliche Worte usw.
Fremdheit eben.

Beziehung ist für mich Vertrautheit, Liebe, Nähe und schließt jede Fremdheit aus (irgendwann hat man auch alle Rollenspiele durch und weiß im Vorfeld wie der Partner in welcher Situation und Rolle wohl agieren wird.)
Vielen Dank für deine Ausführungen. Ich weiss, dass viele im Forum Bescheid wissen. Ich habe leider alles verpasst.

Was mich interessiert: Hast du schon immer so gefühlt oder hat sich das gewandelt mit der Zeit?
 
  • #25
Meine Frage lautet: Was wird unter dieser „Fremdheit“ verstanden?
Du solltest Dir eine andere Frage stellen, nämlich ob diese Hypthese so stimmt bzw. für wen sie warum stimmt, vor allen Dingen, wenn Du selber gegenteilige Erfahrungen gemacht hast:
Dies hat mir aber nie viel gegeben, schnell fand ich es sehr langweilig.

Mir geht es ganz anders: der Sex wird in einer guten Beziehung mit deren Dauer besser. Man traut sich mehr, vertraut dem anderen, versteht sich besser.

Bei mir ist es so, dass jede Art von Fremdheit mich bremst, ich vorsichtiger werde, länger auf größerem Abstand bin, mir das aus Distanz erstmal genauer angucke.
 
  • #26
Ich meinte eine gewisse Fremdheit in Beziehungen...... Aber wie sonst fremd? Einfach nicht immer aneinander kleben und eigenständig bleiben?
Ich habe Dich schon richtig verstanden. Für mich hat Eigenständigkeit und nicht aneinander kleben überhaupt nichts mit Fremdheit zu tun.
Nie in meinem Leben gab es mehr Fremdheit als in meienr ersten Ehe, obwohl wie ständig zusammen waren.

Meine zweite Ehe:
In der Fernbeziehung konnten wir garnicht aneinander kleben, trotzdem war zwischen uns keine Fremdheit sondern trotz Distanz große Vertrautheit.
Jetzt sind wir Privatiers, machen Dinge getrennt und sind uns genauso vertraut.

Ob man sich fremd ist, hat mit aneinander kleben und "Eigenständigkeit" rein garnichts zu tun, sondern Fremdheit entsteht auch in engen Beziehungen durch unzureichende Kommunikation.
Gelingende Kommunikation hingegen kann räumlichen Abstand in gewissem Maß überbrücken, d.h. Fremdheit verhindern.
 
  • #27
Fremdheit wäre für mich innerhalb einer Beziehung auch der falsche Begriff. Passender fände ich: Eigenständigkeit, Freiheit, auch etwas emotionale Unabhängigkeit (im Sinne von "mein Partner ist zwar (mit) das größte Glück in meinem Leben, aber nicht für mein Lebensglück verantwortlich").

Mit dem Partner zusammen Jogginghosen tragen, oder auch mal garkeine Hose 😁, ist für mich nichts unattraktives. Unter sich gehen verstehe ich was anderes, vor allem körperliche Ungepflegtheit.

Was mir persönlich für den Erhalt sexueller Anziehung allerdings tatsächlich wichtig ist, ist die Wahrung einer gewissen Intimsphäre. Den Toilettensitzungen des Partners live beizuwohnen oder ihm beim Zehennägel schneiden zuzusehen, ist ein Level an "Nähe", das ich nicht erreichen möchte. Darüber gehen die Meinungen aber auch auseinander, wie dieser Thread hier gezeigt hat:

https://community.elitepartner.de/f...ik-oder-hoechster-level-der-intimitaet.83803/
 
  • #28
Ich habe Dich schon richtig verstanden. Für mich hat Eigenständigkeit und nicht aneinander kleben überhaupt nichts mit Fremdheit zu tun.
Nie in meinem Leben gab es mehr Fremdheit als in meienr ersten Ehe, obwohl wie ständig zusammen waren.

Meine zweite Ehe:
In der Fernbeziehung konnten wir garnicht aneinander kleben, trotzdem war zwischen uns keine Fremdheit sondern trotz Distanz große Vertrautheit.
Jetzt sind wir Privatiers, machen Dinge getrennt und sind uns genauso vertraut.

Ob man sich fremd ist, hat mit aneinander kleben und "Eigenständigkeit" rein garnichts zu tun, sondern Fremdheit entsteht auch in engen Beziehungen durch unzureichende Kommunikation.
Gelingende Kommunikation hingegen kann räumlichen Abstand in gewissem Maß überbrücken, d.h. Fremdheit verhindern.
Danke dir vielmals für deine beiden Beiträge. Da ist viel Wahres dran. Wenn ich so überlege, wird das falsch Wort für « Nicht-Aufeinander-Kleben » benutzt.

Ich wünsche dir, dass du die Vertrautheit in der 2. Ehe nun umso mehr schätzt und sie noch ganz lange so hält 😊
 

Laleila

Cilia
  • #29
Was mich interessiert: Hast du schon immer so gefühlt oder hat sich das gewandelt mit der Zeit?
Ich denke die Erkundung, Entdeckung der eigenen Sexualität ist immer ein Entwicklungsprozess.

Aber den puren Geschlechtsverkehr verband ich noch nie mit romantischen Gefühlen oder gar Liebe. Wenn ich daran denke WIE viele Männer schon mit mir schlafen wollten und was die meisten Männer selbst mit Sex verbinden, kann das nicht generell mit Liebe verknüpft sein. Schau Dir an wie viele Affären, Urlaubssexgeschichten, ONSs es gibt. Das hat alles nur mit Lust, nichts mit Liebe zu tun.
Warum sollte ich dem also künstlich eine Bedeutung beimessen die es weder in der Tierwelt noch bei vielen Männern und einigen Frauen hat?
 
  • #30
Meine Geschichte im anderen Thread ist echt. Verstehe nicht warum viel hineininterpretiert wird
Weil das in irgendeiner Weise miteinander zusammen hängt!

Erst die Frage nach "gibt es bedeutungsloses Fremdgehen", jetzt "was wir unter dieser Fremdheit verstanden?"

Natürlich kann man all das auch einfach diskutieren, aber ich an deiner Stelle würde mich fragen, warum diese Fragen mich gerade umhertreiben?

Andere Frage. Bist du wirklich glücklich und zufrieden mit deiner Sexualität? Fühlst du dich angekommen? Oder ist vielleicht doch die Luft raus und deshalb beschäftigen dich all diese Fragen?

Lust auf fremde Haut" oder "Fremdheit" in Bezug auf Sex kann ich nicht nachvollziehen. Was soll daran so toll sein?
Geht mir auch so! Gibt mir nichts! Ist anstrengend und ich komme da auch nicht auf meine Kosten, weil ich Liebe, Leidenschaft und Vertrautheit brauche um wirklich befriedigt zu sein.

Ich denke das ist Typsache. Gibt sicher auch Personen die das total befriedigt und diese den Nervenkitzel brauchen.
Aber das war ja nicht die Frage!
Sorry, ich bin da raus!
 
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