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  • #31
Wer sich nicht bzw zuwenig kennt, wem Selbsttreue ein Frendwort ist, der vertraut sich selber nicht! Das Leben belehrt einen, immer im eigenen Spiegelbild! Viele Menschen würden sich zu Tode erschrecken, wenn sie statt ihrem Gesicht, ihren Charakter im Spiegel sehen würden.Dazu passend, fällt mir dieser Spruch ein, der es kurz und knackig, voll auf den Punkt bringt:

"Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte, achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen, achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten, achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter, achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal!"
 
  • #32
Bei mir ist es so. Bei mir erzeugt die "Fremdheit" sexuelle Spannung.
Dabei muss es nicht mal zum Sex kommen, der ist für mich letztendlich das Ende der Fremdheit und daher gar nicht Mal so gewünscht.

Mich reizt das "Vorspiel", wie verführt er mich (nicht zum Sex, sondern bspw. zum nächsten Date, zum ersten Kuss) wie schmecken seine Küsse, wie klingen seine Verliebten Worte, wie verändert sich der Mensch vom alltäglichen Umgang zum romantischen.
All das. Es ist bei mir Neugier auf das was Verliebtheit mit einem, mir unbekannten Menschen macht und die Lust auf erste Küsse....
Der Sex selbst, den kann ich Monate hinausziehen um diese erregende Spannung zu erhalten.
Eigentlich ist er für mich gar nicht nötig. Der Weg dorthin, bis zum Rand der Klippe, der kickt mich.

All das gibt es in einer vertrauten Beziehung irgendwann nicht mehr. Dafür Dinge die viel wesentlicher sind und auf die ich auch nicht verzichten mag.
Danke, perfekt beschrieben, das spart mir viele Worte. Den Post unterschreibe ich zu 100 %, jeden Satz.
Das ist bei mir absolut genauso.😃
 
  • #33
Ich denke die Erkundung, Entdeckung der eigenen Sexualität ist immer ein Entwicklungsprozess.

Aber den puren Geschlechtsverkehr verband ich noch nie mit romantischen Gefühlen oder gar Liebe. Wenn ich daran denke WIE viele Männer schon mit mir schlafen wollten und was die meisten Männer selbst mit Sex verbinden, kann das nicht generell mit Liebe verknüpft sein. Schau Dir an wie viele Affären, Urlaubssexgeschichten, ONSs es gibt. Das hat alles nur mit Lust, nichts mit Liebe zu tun.
Warum sollte ich dem also künstlich eine Bedeutung beimessen die es weder in der Tierwelt noch bei vielen Männern und einigen Frauen hat?
@Laleila Ja. Ich brauche für Sex nicht Liebe, das war es auch oft nicht. Aber definitiv eine Anziehung, die oft aufgrund Ausstrahlung entsteht. Jetzt habe ich 7 Jahre eine Beziehung und ich liebe meine Freundin. Aus Respekt, Liebe, Zufriedenheit und vielen weiteren Gründen habe ich gar kein Verlangen mehr nach anderen Frauen. Ich nehme andere Frauen wahr, aber es ist nicht so, dass ich mir Sex mit ihnen wünsche. Gar nicht. Daher kommt der Spruch « Liebe ist es, wenn Treue Spass macht ». Dass das für viele halt nicht der Fall ist, lassen wir mal aussen vor.
 
  • #34
Nachtrag an @Laleila : Die ONS und Affären haben mM grösstenteils mit was anderem zu tun als « nur » Sex und Lust: Dem Gefühl noch geachtet und begehrt zu werden, wertvoll zu sein etc.

Ich bin mir da ziemlich sicher, dass da mehr Psychologie dahinter steckt, als anderswo.
 

Laleila

Cilia
  • #35
Nachtrag an @Laleila : Die ONS und Affären haben mM grösstenteils mit was anderem zu tun als « nur » Sex und Lust: Dem Gefühl noch geachtet und begehrt zu werden, wertvoll zu sein etc.
Bei jungen, gutaussehenden Männern...eher nicht. Aber natürlich spielen bei einigen auch solche Aspekte mit rein.
Nur mit Liebe hat es nichts zu tun.

Genau wie die gute Auslastungs des professionellen Gewerbes.

Daher sehe ich auch keinen Grund Liebe und Geschlechtsverkehr in unmittelbaren Bezug zu stellen.
 
  • #36
Bei jungen, gutaussehenden Männern...eher nicht. Aber natürlich spielen bei einigen auch solche Aspekte mit rein.
Nur mit Liebe hat es nichts zu tun.

Genau wie die gute Auslastungs des professionellen Gewerbes.

Daher sehe ich auch keinen Grund Liebe und Geschlechtsverkehr in unmittelbaren Bezug zu stellen.
Ja. Bei jungen hormongesteuerten Männern nicht. Je nach Typ Mann halt.

Ja, nicht direkt mit Liebe (in viele Fällen oder den meisten Fällen), aber mit Begehrt-Werden, Beachtet werden etc.

Ich bin jetzt 7 Jahre zusammen. Vorher hatt’e ich ONS oder friend +. Aber wenn ich eine Freundin habe, dann bin ich treu. Ich schaue auch andere hübsche Frauen an, aber mehr ist da nicht. Ich habe gar nicht mehr das Bedürfnis danach. Wenn ich zurück schaue, war die Zeit der ONS gut und wichtig. Heute gibt es mir nicht mehr viel ausser ein kurzes « Aah ».

So geht es sehr vielen meiner Kollegen. Früher auf der Jagd nach fast jeder Frau die hübsch war…heute schaut man höchstens kurz und ist nur noch beeindruckt, wenn das Gesamtpaket stimmt.

Menschen verändern sich…Bedürfnisse ändern sich.
 
  • #37
Hart aber wahr, das ist meine Erkenntnis:

Menschen die emotional oft schon in jungen Jahren in der Tiefe enttäuscht und verletzt wurden, angeschlagen sind, häufigen/großen Partnerwechsel hatten, dadurch abgestumpft und abgeklärt wurden, mit Gefühle unterdrücken, diese aus dem "Fühlbaren“ zu verdrängen, all das kann früher oder später sehr problematisch werden, indem sie nicht mehr liebesfähig und beziehungsfähig sind, Nähe nicht ertragen können, die fahren dann oft auf Fremdheit, auf fremde Haut oder aber auch auf nichts mehr ab!
 
  • #38
Hart aber wahr, das ist meine Erkenntnis:

Menschen die emotional oft schon in jungen Jahren in der Tiefe enttäuscht und verletzt wurden, angeschlagen sind, häufigen/großen Partnerwechsel hatten, dadurch abgestumpft und abgeklärt wurden, mit Gefühle unterdrücken, diese aus dem "Fühlbaren“ zu verdrängen, all das kann früher oder später sehr problematisch werden, indem sie nicht mehr liebesfähig und beziehungsfähig sind, Nähe nicht ertragen können, die fahren dann oft auf Fremdheit, auf fremde Haut oder aber auch auf nichts mehr ab!
Hui da geb ich dir mal Recht. Es sind oft verletzte Seelen oder unsichere Menschen.

@Laleila Hat schon zich Jahre ihren Mann und so wie sie über ihn schreibt, ist sie fähig zu Nähe und Tiefe. Sie lebt Beides. Das Fremde durch fremde Körper (Sex) und Sexualität samt Nähe und Vertrauen.
 
  • #39
achtrag an @Laleila : Die ONS und Affären haben mM grösstenteils mit was anderem zu tun als « nur » Sex und Lust: Dem Gefühl noch geachtet und begehrt zu werden, wertvoll zu sein etc.

Ich bin mir da ziemlich sicher, dass da mehr Psychologie dahinter steckt, als anderswo.

Nee, ich glaube nicht. In meinen Beziehungen war genug Nähe und Tiefe da, proportional dazu verschwand aber meinerseits das Begehren. Die Männer wollten ständig und immer. Deiner Theorie nach würde es ja dann dieses Gefühl des Begehrtwerdens mehr als erfüllen.

Mal ganz böse ausgedrückt finde ich einen Mann sexuell spannend bis zu dem Punkt, wo ich das erste mal mit ihm Sex habe.

Der Reiz ist das Spiel, meine Fantasie wie es sein könnte.

Danach ist bei den meisten zu 99 % der Reiz weg. Es sei denn einer schafft es danach noch mein Hirn zu vö...

Dann weiß ich, wie er in seinem intimsten Moment ist, wie er aussieht, wie er sich anfühlt, welche Geräusche er von sich gibt, etc.

Danach gibt's nichts spannendes mehr zu entdecken.

ONS finde ich dabei aber nicht reizvoll. Denn dafür ist das Spiel dann zu kurz. Je länger das Spiel, das Aufbauen von Spannung und Begehren, das Steigern des ganzen bis zu dem Moment, wo man es nicht mehr zurückhalten kann und übereinander herfällt, das macht Spaß 🤩.

Und das hat nichts mit Liebe zu tun.
Was du hinsichtlich des Begehrens deiner Freundin schreibst klingt schön und vielleicht war das ganz am Anfang als ich jung war mal noch so, jetzt nicht mehr.

Deswegen gucke ich auch keinem fremden Mann auf der Straße hinterher, das interessiert mich nicht. Es geht auch nicht ums Aussehen.
Klar muss er irgendwie attraktiv sein, aber vor allem muss die Möglichkeit zu einem längerfristigen Spiel bestehen, ein gewisser Anfangsreiz muss vorhanden sein.
 
Zuletzt bearbeitet:

Laleila

Cilia
  • #40
Nee, ich glaube nicht. In meinen Beziehungen war genug Nähe und Tiefe da, proportional dazu verschwand aber meinerseits das Begehren. Die Männer wollten ständig und immer. Deiner Theorie nach würde es ja dann dieses Gefühl des Begehrtwerdens mehr als erfüllen.

Mal ganz böse ausgedrückt finde ich einen Mann sexuell spannend bis zu dem Punkt, wo ich das erste mal mit ihm Sex habe.

Der Reiz ist das Spiel, meine Fantasie wie es sein könnte.

Danach ist bei den meisten zu 99 % der Reiz weg. Es sei denn einer schafft es danach noch mein Hirn zu vö...

Dann weiß ich, wie er in seinem intimsten Moment ist, wie er aussieht, wie er sich anfühlt, welche Geräusche er von sich gibt, etc.

Danach gibt's nichts spannendes mehr zu entdecken.

ONS finde ich dabei aber nicht reizvoll. Denn dafür ist das Spiel dann zu kurz. Je länger das Spiel, das Aufbauen von Spannung und Begehren, das Steigern des ganzen bis zu dem Moment, wo man es nicht mehr zurückhalten kann und übereinander herfällt, das macht Spaß 🤩.
Absolut.
Ganz genauso erlebte ich die meisten Männer.
Was Du schreibst, Wort für Wort, empfinde ich auch!
Und das hat nichts mit Liebe zu tun.
Was du hinsichtlich des Begehrens deiner Freundin schreibst klingt schön und vielleicht war das ganz am Anfang als ich jung war mal noch so, jetzt nicht mehr.

Deswegen gucke ich auch keinem fremden Mann auf der Straße hinterher, das interessiert mich nicht. Es geht auch nicht ums Aussehen.
Klar muss er irgendwie attraktiv sein, aber vor allem muss die Möglichkeit zu einem längerfristigen Spiel bestehen, ein gewisser Anfangsreiz muss vorhanden sein.
So ist es. Ich würde es gern ergänzen, kann es aber nur unterstreichen
 
  • #41
Es geht letztlich meist um die Biologie:
Paarzusammenhalt und (zumindest serielle) Monogamie zur gemeinsamen Kinderaufzucht.
Vermeidung zu großer Vertrautheit bei der Partnerwahl zwecks Verhinderung von Inzucht.
Seitensprünge zur Optimierung der genetischen Diversität unter der Nachkommenschaft.
Und die ganzen Strategien schön gestreut in der Population.
 
  • #42
Bei mir ist das genau umgekehrt. Spannend ist das Spiel, welches gespielt wird oder gespielt werden könnte.

Früher….

Bei mir hat das irgendwann aufgehört. Nicht, dass ich das theoretisch nicht könnte oder immer noch einzustufen wüsste.

Oft gelebt, oft ausprobiert…..

Heute allerdings ist es genau das, was mich nicht mehr inspiriert. Nichts kann für mich reizvoller sein, als ein Partner, der mir so nah ist, wie kein anderer Mensch. Das kann mir nicht langweilig werden.

Für mich gehört aber auch Gefühl und Intimität immer schon zu einem großen Teil zusammen. Das geht nur, wenn mich jemand auf mehreren Ebenen aus der Reserve lockt.

Parameter, die aufeinandertreffen müssen, damit das gut und langfristig funktioniert.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #43
Bei mir ist es so. Bei mir erzeugt die "Fremdheit" sexuelle Spannung.
Dabei muss es nicht mal zum Sex kommen, der ist für mich letztendlich das Ende der Fremdheit und daher gar nicht Mal so gewünscht.

Mich reizt das "Vorspiel", wie verführt er mich (nicht zum Sex, sondern bspw. zum nächsten Date, zum ersten Kuss) wie schmecken seine Küsse, wie klingen seine Verliebten Worte, wie verändert sich der Mensch vom alltäglichen Umgang zum romantischen.
All das. Es ist bei mir Neugier auf das was Verliebtheit mit einem, mir unbekannten Menschen macht und die Lust auf erste Küsse....
Der Sex selbst, den kann ich Monate hinausziehen um diese erregende Spannung zu erhalten.
Ich empfand das auch immer so... fasst es für mich perfekt zusammen. Monate allerdings könnt ich das nicht rausziehen....
 
  • #44
ONS finde ich dabei aber nicht reizvoll. Denn dafür ist das Spiel dann zu kurz. Je länger das Spiel, das Aufbauen von Spannung und Begehren, das Steigern des ganzen bis zu dem Moment, wo man es nicht mehr zurückhalten kann und übereinander herfällt, das macht Spaß 🤩.
DAS geht mir auch so. Deinen gesamten Beitrag würde ich genauso zu 100% so unterschreiben. Da spar ich mir viele Worte, Du hast es für mich perfekt getroffen...
Sollte man nach dem Anfang, in einer Beziehung landen, wandelt sich das Gefühl zu einer Vertrautheit, der Sex in eine Spielart vertrauter Verbundenheit. Das Raubtier ist weg.

Andere Gemensamkeiten treten in den Vordergrund.

Dann wäre es für mich wichtig, wie Du schreibst, dass er mein Hirn vögelt, um sexuelle Spannung erhalten zu können....Dann könnte auch meine innere Raubkatze eine Zeit lang am Leben bleiben...
 
  • #45
Das Spiel - der Sex - und dann von vorne .....

...das hat schon was. Ich habe es viele Jahre gespielt und das gerne .

Jetzt bin ich vergeben - was mich eigentlich auch nie gehindert hatte. Dieses Mal ist es anders ..... Warum ? Muss an ihr liegen ....
 
  • #46
Manche glauben, dass jeder neue Mensch, auch eine neue Erfahrung bereit halten würde. De facto muss das aber nicht zwingend zusammenkommen.

Denn soooo individuell sind die Leute dann auch wieder nicht.

Ich empfand casual Dating irgendwann als langweilig, weil sich vieles zu wiederholen begann und somit zur Routine verkam. Da war dann nichts mehr mit Spannung - trotz sich unbekannt/fremd sein.

Bedeutet es, dass man nicht in Symbiose miteinander lebt und „verschmelzt“?
Kennst du den Sexualtherapeuten David Schnarch? Er spricht in dem Zusammenhang von dem Differenzierungsgrad. Also wieviel Individualität sich ein Paar trotz Beziehung bewahrt.

Je geringer dieser ausfällt, je weniger Leidenschaft existiert in einer Beziehung, weil beide dann dazu neigen sich stark aneinander anzupassen - dabei geht viel „Andersartigkeit“ verloren.
 

Laleila

Cilia
  • #47
Manche glauben, dass jeder neue Mensch, auch eine neue Erfahrung bereit halten würde. De facto muss das aber nicht zwingend zusammenkommen.
Bei mir war es aber genau so....
Da es mir nicht um den Sex an sich ging, der sich immer am Ende eines langen, aufregenden Weges stand.
Auf dem ich Fantastisches 6nd Außergewöhnliches erleben durfte,
Ich empfand casual Dating irgendwann als langweilig, weil sich vieles zu wiederholen begann und somit zur Routine verkam. Da war dann nichts mehr mit Spannung - trotz sich unbekannt/fremd sein.
Beim Casual Dating kommt ja auch keine Spannung auf, da geht es nur um Sex und der unterscheidet sich, von wenigen Ausnahmen abgesehen, dann wirklich nicht großartig.
 
  • #48
Gar keine Hormone und Unzufriedenheit. Pure Neugier was mit Gesagtem gemeint ist. Mich interessiert, was unter Fremdheit verstanden wird. Das ist alles.

Ich persönlich beantworte mit die Frage wie folgt: Unter Fremdheit wird verstanden, dass man nicht in Symbiose mit dem Partner verschmilz. Das man sich ein eigenständiges Leben erhält und es nicht soweit kommt, dass man in Jogginghosen vor sich rumsitzt und sich jedes Detail erzählt. Das man sich weiterbildet, sei dies beruflich oder privat und so stets neue Impulse bringt. Und nicht endet, das man dem Partner « Peinlichkeiten » wie Dinge auf der Toilette detailgetreu erzählt.

Die Hälfte dieses Forums spielt gerne Hobbypsychologen, das ist nicht immer hilfreich.
Red doch nicht immer so schwafeld daher.

Du willst keine Beziehung denn die würde Nähe bedeuten.

Du willst eine langzeit Affäre

Daheim in jogginghose rumsitzen und sich auch mal belangloses erzählen ist kein drama und schadet auch nicht der sexuellen spannung.
 
  • #49
Beim Casual Dating kommt ja auch keine Spannung auf, da geht es nur um Sex und der unterscheidet sich, von wenigen Ausnahmen abgesehen, dann wirklich nicht großartig.
Naja, wenn es nur um Sex ginge, dann könnte man sich ja eine feste Person dafür suchen und gut ist - Ziel erreicht.

Also geht es beim Casual Dating auch nicht nur um Sex, sondern um das Sammeln neuer Erfahrungen - auch oder gerade im zwischenmenschlichen Bereich. Und natürlich kann dadurch auch Spannung erzeugt werden, weil unbekannt und dadurch noch zu erkunden.

Ich fand es jahrelang alles andere als langweilig, öfter neue Menschen kennenzulernen, in deren Lebensrealität einzutauchen und Erfahrungen zu sammeln.

Allerdings habe ich irgendwann eben den Punkt der Sättigung erreicht, weil die Erkenntnis aufkam, dass Menschen sich gar nicht so groß voneinander unterscheiden, wie sie selbst immer annehmen - ergo fing ich mich an zu langweilen, weil sich Wiederholungen auftaten und mit Routine kannst du mich jagen.

Stattdessen wuchs die Erkenntnis, dass es ein bestimmter Typ Mensch ist, der mich interessiert, meine Neugier weckt und mich dadurch langfristig catchen kann. Schlichtweg weil er an manchen Punkten für mich unergründlich bleibt - trotz jahrelanger Vertrautheit.
 
  • #50
Allerdings habe ich irgendwann eben den Punkt der Sättigung erreicht, weil die Erkenntnis aufkam, dass Menschen sich gar nicht so groß voneinander unterscheiden, wie sie selbst immer annehmen - ergo fing ich mich an zu langweilen,
Aber dass sich die Menschen nicht großartig unterscheiden, sieht man doch auch, wenn man offenen Auges durch die Welt geht. Dafür hat es dieser Erfahrungen bedurft?
 

Laleila

Cilia
  • #51
Naja, wenn es nur um Sex ginge, dann könnte man sich ja eine feste Person dafür suchen und gut ist - Ziel erreicht.

Also geht es beim Casual Dating auch nicht nur um Sex, sondern um das Sammeln neuer Erfahrungen - auch oder gerade im zwischenmenschlichen Bereich. Und natürlich kann dadurch auch Spannung erzeugt werden, weil unbekannt und dadurch noch zu erkunden.

Ich fand es jahrelang alles andere als langweilig, öfter neue Menschen kennenzulernen, in deren Lebensrealität einzutauchen und Erfahrungen zu sammeln.
Naja, das ist ja eher ein rudmentäres Kennenlernen beim Casual Dating und es steht schon unter einem fixen Oberbegriff, bei der anderen Seite sind automatisch ganz klare Erwartungen damit verbunden. Das reizte mich nie wirklich.
So richtig lernt man einen Menschen nur kennen, wenn der sich in seiner Gesamtheit auf einen einlässt, wenn er sich beginnt wirklich zu zeigen, das ist ein Prozess und passiert nicht in 3 Wochen... Und wie gesagt ging es mir dabei wohl um die sexuelle Spannung, den Kick den es gibt wenn der Mensch langsam "Dir gehört".
Allerdings habe ich irgendwann eben den Punkt der Sättigung erreicht, weil die Erkenntnis aufkam, dass Menschen sich gar nicht so groß voneinander unterscheiden, wie sie selbst immer annehmen - ergo fing ich mich an zu langweilen, weil sich Wiederholungen auftaten und mit Routine kannst du mich jagen.
Ja, ist bei mir genauso, erlebte ich aber seltenst.
Stattdessen wuchs die Erkenntnis, dass es ein bestimmter Typ Mensch ist, der mich interessiert, meine Neugier weckt und mich dadurch langfristig catchen kann. Schlichtweg weil er an manchen Punkten für mich unergründlich bleibt - trotz jahrelanger Vertrautheit.
Ich lernte noch niemanden kennen, der für mich auf Dauer unergründlich blieb. Tatsächlich noch keinen einzigen Mann.
Irgendwann serviert sich jeder, bewusst oder unbewusst auf dem Silbertablett und ja, dann wird es langweilig, wenn man nicht liebt.
 
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  • #52
beim Casual Dating und es steht schon unter einem fixen Oberbegriff, bei der anderen Seite sind automatisch ganz klare Erwartungen damit verbunden. Das reizte mich nie wirklich.
Die hast du doch so oder so. Hier sind die Männer nur eben transparenter. Und schlussendlich weißt du sowieso nie, wohin die Reise geht. Das muss die Zeit zeigen.

Aber ich verstehe schon was du meinst. Ich mag Vorhersehbarkeit auch nicht.
So richtig lernt man einen Menschen nur kennen, wenn der sich in seiner Gesamtheit auf einen einlässt, wenn er sich beginnt wirklich zu zeigen, das ist ein Prozess und passiert nicht in 3 Wochen.
Das kannst und tust du ja auch beim Casual Dating. Mit Sex endet ja nicht der Kennenlernprozess. Das waren alles light Beziehung, bei denen man auch Ansprechpartnerin für viele andere Themen im Leben der Männer war. Nur eben ohne Liebe zu empfinden und das implizierte ein Verfallsdatum, weil die Beziehung emotional stagnierte.

Glaube wir waren uns teilweise näher, als viele Ehepaare, die sich nichts mehr zu sagen haben.

Und wie gesagt ging es mir dabei wohl um die sexuelle Spannung, den Kick den es gibt wenn der Mensch langsam "Dir gehört".
Ich mag es auch nicht, wenn ich Männer zu schnell „sicher“ habe. Ich bin sehr freiheitsliebend und schätze daher auch Männer, die sich emotional nicht zu schnell binden.

Aber das hat eben nichts mit „wann hat man Sex miteinander“ zu tun - zumindest nicht für mich.
Ja, ist bei mir genauso, erlebte ich aber seltenst.
Viele Männer haben ein fixes Konzept von Beziehung und Liebe im Kopf, in das sie dich dann hineinpressen wollen.
Ich lernte noch niemanden kennen, der für mich auf Dauer unergründlich blieb. Tatsächlich noch keinen einzigen Mann.
Irgendwann serviert sich jeder, bewusst oder unbewusst auf dem Silbertablett und ja, dann wird es langweilig, wenn man nicht liebt.
Möglich, dass das etwas mit fehlender Liebe zu tun hatte. Mit unergründlich meine ich eine Faszination für ihn, die sich für mich nicht greifen ließ.
 
  • #53
Naja, das ist ja eher ein rudmentäres Kennenlernen beim Casual Dating und es steht schon unter einem fixen Oberbegriff, bei der anderen Seite sind automatisch ganz klare Erwartungen damit verbunden. Das reizte mich nie wirklich.
So richtig lernt man einen Menschen nur kennen, wenn der sich in seiner Gesamtheit auf einen einlässt, wenn er sich beginnt wirklich zu zeigen, das ist ein Prozess und passiert nicht in 3 Wochen... Und wie gesagt ging es mir dabei wohl um die sexuelle Spannung, den Kick den es gibt wenn der Mensch langsam "Dir gehört".

Ja, ist bei mir genauso, erlebte ich aber seltenst.

Ich lernte noch niemanden kennen, der für mich auf Dauer unergründlich blieb. Tatsächlich noch keinen einzigen Mann.
Irgendwann serviert sich jeder, bewusst oder unbewusst auf dem Silbertablett und ja, dann wird es langweilig, wenn man nicht liebt.
Ich denke da unterscheiden sich dann auch einfach die Bindungstypen. Die Motivation dahinter, ein Gegenstück zu bekommen.

Wenn man sich in fester, "vorhersehbaren " Beziehung wohl fühlt wird man nicht umhin können sich und sein Datinhverhalten, gewisse Skills, zu erlangen.

Wer da flatterhaft ist, sich schnell langweilig findet etc. der hat da einfach ein anderes Mindset.

Schräg fand ich immer nur Kandidaten oder Bekannte, die verbal etwas anderes Kundtaten als sie sich verhielten. Da war eine frühere Freundin die von der ewigen Beziehung träumte, aber alle Nase lang den nächsten ihren festen Freund nannte. Spätestens nach 1, anderthalb Jahren wieder Single. Oder der Mann, mit dem ich nen halbes Jahr kurz liiert war vor L. Im selben Alter hatte er 4 Beziehungen, die längste anderthalb Jahre. Er gab mir gegenüber zum Beispiel an es zu bedauern das er quasi immer Single war. Tja - und dann war er fröhlich am limitieren der Paarzeit, war ständig mit seinen Hobbys beschäftigt, die er an sämtlichen Tagen der Woche fix zur selben Zeit ausführen musste und stand zudem täglich um halb 5 auf, um nach seinem 9 Stunden Tag noch genug Zeit für Hobbys zu haben. Es war schräg.

Oder kurz zusammengefasst; wenn ich jemand lange an meiner Seite will dann muss ich akzeptieren das die Fremdheit verfliegt.

Ich habe @Laleila dahingehend auch immer so verstanden, das die so gelebte, polyamuröse Beziehung zu ihrem Mann und Freund ein einzigartiges Agreement dieser drei ist und mitnichten austauschbar und alles andere als fremd.
 
  • #54
Das ganze drumherum, die Küsse, das zärtliche Berühren, Streicheleinheiten, Nähe fühlen ohne Geilheit, ist für mich der Liebesanteil.

Heißt, würde mein Mann versuchen eine Frau zu verführen, wäre er zärtlich zu ihr, würde es ihm um die Person gehen, wäre das eine ganz andere Hausnummer.

Heißt, würde mein Mann versuchen eine Frau zu verführen, wäre er zärtlich zu ihr, würde es ihm um die Person gehen, wäre das eine ganz andere Hausnummer.
Da es dir nicht um Casual Dating gehe, gehst du aber nach deiner Definition deinem Mann wiederum fremd?

Mal abgesehen davon, dass Kondome nicht vor allem Geschlechtskrankheiten schützen und Männer nicht Mal auf alle getestet werden, habe ich mich schon öfters gefragt, was das für ein Mann sein muss, der einen anderen Mann als Nebenbuhler in seiner privaten Lebenssphäre wohnen lässt, die ganzen Romanzen duldet, fremde Keime der "fremden Haut" von seiner Frau abreiben darf und das alles auch noch bezahlt. Viel Beziehungsvorerfahrung und S Werte kann es da eigentlich nicht geben.
 

Laleila

Cilia
  • #55
Ich habe @Laleila dahingehend auch immer so verstanden, das die so gelebte, polyamuröse Beziehung zu ihrem Mann und Freund ein einzigartiges Agreement dieser drei ist und mitnichten austauschbar und alles andere als fremd.
Ja, da verstandest Du mich völlig korrekt.
Da es dir nicht um Casual Dating gehe, gehst du aber nach deiner Definition deinem Mann wiederum fremd?
Nein, gehe ich nicht. Ich tat nie etwas, was nicht mit ihm abgesprochen war.
habe ich mich schon öfters gefragt, was das für ein Mann sein muss,
Der großartigste Mann der mir je begegnete.
Es gibt keinen Nebenbuhler, hier buhlt niemand um etwas und es gibt auch kein Konkurrenzverhalten.
, fremde Keime der "fremden Haut" von seiner Frau abreiben darf
Hmm... also ich weiß ja nicht wie das bei Dir soläuft, dass Du solch eine Vorstellung entwickelst. Aber ich dusche regelmäßig, reinige meinen Körper völlig selbstständig, darum muss mein Mann sich noch kümmern 😉😊
 
  • #56
was das für ein Mann sein muss, der einen anderen Mann als Nebenbuhler in seiner privaten Lebenssphäre wohnen lässt, die ganzen Romanzen duldet,
Das kann ich dir sagen ... nicht im Detail, da ich ja nicht der Mann von Laleila bin , aber in Grundzügen:
Es handelt sich hier um einen sehr zufriedenen Mann, der genau weiss, was er tut. Er will diese wunderbare, etwas kapriziöse Frau und wird den Teufel tun, ihre Flügel zu stutzen. Laleila wäre nämlich nicht mehr Laleila, wenn sie ihre Ideen nicht umsetzen dürfte. Eine Laleila im Käfig wäre nicht nur für ihn uninteressant - sondern würde zügig eingehen.
Und nein, so weit ich weiss, hält er ihren Freund nicht aus.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #57
Hmm... also ich weiß ja nicht wie das bei Dir soläuft, dass Du solch eine Vorstellung entwickelst. Aber ich dusche regelmäßig, reinige meinen Körper völlig selbstständig, darum muss mein Mann sich noch kümmern 😉😊
Wissenschaftlich und mikrobiologisch betrachtet eine sehr naive Einstellung. Gegen einige Keime, Pilze und - auch krebserregende - Viren helfen weder Kondome noch Duschen. Besonders auf Hygiene bedacht seid ihr scheinbar beide nicht, dann passt's.
 
  • #58
Es handelt sich hier um einen sehr zufriedenen Mann

Es handelt sich hier um einen sehr zufriedenen Mann
Ja ja, in diesem Forum gibt's manche (meine damit nicht dich), die nur in absolut überhöhten Tönen glücklich und zufrieden sind, und deren Partner ja erst sowieso. Denn (von dem Fetischbereich abgesehen) ist es die Idealvorstellung eines jeden Mannes.

Ironie Off - bei gleichberechtigt bzw gleichermaßen gewollten (was schon selten vorkommt) offenen Beziehungen kaufe ich noch ab, dass es dem Partner nichts ausmacht, fremde Sekrete abzureibeben. Bei einseitig offenen Beziehungen jedoch nicht. Aber natürlich sind sonst alle wunschlos glücklich und unbeschwert.
 
  • #59
Wenn ich bestimmte Frauen nicht möchte, dann ist es meine Entscheidung, auch umgekehrt, da gibt es kein umerziehen! Für mich unvorstellbar mit 2 Frauen gleichzeitig zusammen zu leben, genauso umgekehrt! Was sind das für Menschen, die das machen und die das mitmachen?
 

Laleila

Cilia
  • #60
Wissenschaftlich und mikrobiologisch betrachtet eine sehr naive Einstellung. Gegen einige Keime, Pilze und - auch krebserregende - Viren helfen weder Kondome noch Duschen.
Die kannst Du Dir übrigens überall holen 😉 und nein, das war mir durchaus nicht unbekannt.

Besonders auf Hygiene bedacht seid ihr scheinbar beide nicht, dann passt's.
Sind wir, wahrscheinlich mehr als der Durchschnitt und damit vermutlich mehr als Du.

Aber eigentlich geht es Dir ja auch gar nicht darum, gell. 😉
 
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