• #61
@Amytan ja ich habe fast keine Geduld mehr. Es müsste ihm bewusst sein, dass es so nicht weiter geht und er sich entscheiden muss. Ich bin mir nicht sicher, ob das bei ihm angekommen ist. Das mit dem klaren Gespräch mit dem Ultimatum ist genau das was ich machen muss/will/soll!! Aber ich kenne mich, ich schaffe das grad im Moment nicht. Ich würde es mir vornehmen, aber dann wieder "schwach" werden, weil ich innerlich nicht bereit bin. Oder weil ich einfach ein Mensch bin, der nicht stark genug ist um so etwas durchzuziehen?Habe auch schon Beziehungen beendet, die mir nicht gut tun. Bei ihm ist es einfach anders... viel schwieriger.

@Tomyi danke für deine Inputs. Ich musste mich bereits einmal mit dem Thema "toxische" Beziehung beschäftigen. Der war aber eine andere Liga. Habe dort auch zuviel mitgemacht, aber ich wusste dann schon wo meine Grenzen sind und konnte mich auch gut lösen und den Typen in den Wind schiessen und damit abschliessen. Mit ihm jetzt fühlt es sich anders an.

Ich versuche mich so gut wie es geht auf mein Leben zu konzentrieren, aber es fällt mir zur Zeit sehr schwer. Habe mir überlegt, dass ich mir externe Hilfe hole. Ich brauche jemanden, der mich im Prozess begleitet und mir hoffentlich die nötigen Tipps geben kann.
 
  • #62
Lies Dich bei Hörigkeit und Selbstverletzendes Verhalten ein, weil Du hast ihm freie Hand gelassen, Dich ihm angepasst und vor den Anzeichen, dass es nicht so rund läuft (Dich von ihm belatschern lassen, damit du deine Augen davor verschließt) und Du für Dich gute Argumente/Ausreden (den Beziehungsverlauf, ihn als Person = Schönreden) gefunden, damit dein Leid in der „Beziehung“ erträglich ist.

Dir Wahrheit sieht anders aus; du merkst eure Seelenverwandtschaft hakt & klemmt, ihr versteht euch eben nicht blind, jetzt aktuell sprecht ihr 2 Sprachen und aneinander vorbei, obschon du von deiner Vermutung richtig liegst, Du sollst dich abreagieren und so mit ihm weiter machen.

Ich weiß, was kommen wird und er hat mit Dir schon wochenlang Theater, dass nervt und frustriert ihn, doch er will gewinnen, Du weißt es jetzt, aber sollst es akzeptieren und bleiben; bis die Gefahr der Demütigung, dass Du gehen könntest vorüber ist.

Es ist ein gewaltiger Riss zwischen Euch, ein Abgrund, nichts wird mehr wie vorher sein, auch wenn es erstmal wie zuvor weiterläuft, bis er sich deiner wieder sicher ist und die Wogen geglättet sind.

Das er sich nicht gleich am Anfang zu Dir bekannt hat, sondern Dich herumdiskutieren ließ, ihr jetzt einen MachtKampf führt und er dabei die andere Frau vor Dir & der Situation zu schützen weiss/wusste, wirst Du ihm ewig ankreiden.
 
  • #63
Habe mir überlegt, dass ich mir externe Hilfe hole.
Das ist sicher eine gute Idee und ich hoffe, dass du schnell jemanden findest, der Platz hat.
Irgendwo/irgendwann muss dein Selbstwertgefühl einen Riss bekommen haben, vielleicht kann dir eine neutrale und fachkundige Person dabei helfen, diesen Riss zu erkennen und zu kitten. Aber es wird dauern.
Versuche, dich von einer kleinen Insel ohne deinen Partner auf die nächste kleine Insel zu retten. Indem du dich ablenkst, weniger an ihn und mehr an dich denkst. Je eher du es schaffst, Zeiten ohne ihn einzubauen, umso schneller schaffst du es, den Weg zu finden, der dir gut tut.

Ich würde wohl - steckte ich in deiner Situation - alles dafür tun, das Abhängigkeitsgefühl zu dieser Liebe abzulegen. Denn erst dann kannst du frei entscheiden, ob du ihn so nimmst, wie er ist (also evtl. mit der Doppelfreundin) oder ob du lieber aufrecht aus dieser Beziehung mit ihm hinaus gehst, weil du sie nicht mehr aushältst. Und woanders dein Glück suchst. Was nicht unbedingt sofort bei einem neuen Mann sein muss, es kann auch ein neuer Job, eine andere Stadt, ein neuer Freundeskreis sein.
 
  • #64
@Andere Frau wie meinst du das; er will gewinnen? Was müsste passieren, dass er gewinnt? Ich habe ihm deutlich gesagt, dass das alles so nicht funktionieren wird. Er muss also wissen, dass es bald eine Entscheidung braucht. Es könnte sein, dass er es einfach noch rauszögern will. Passt allerdings nicht zu ihm. Eher ist es wohl so, dass er selber noch nicht weiss was er will. Oder er wartet nur noch darauf, dass ich Schluss mache.
Würde er sich für mich entscheiden, würde ich ihm die Geschichte nicht ankreiden. Da mir auch bewusst ist, dass ich nicht klar war und auch Schuld trage.
 
  • #65
Er lebt mit ihr und Du bist zur bequemen Nebenfrau degradiert. Dich hat er schon gern und auch den Sex mit Dir bisher, du stabilisierst auch seine Beziehung zur anderen, Dich kennt er sehr genau und kann Dich leicht manipulieren und in seinem Sinne um den Finger wickeln. So eine angepasste (blinde) Affäre findet man nicht an jeder Ecke, die müsste er erstmal dahin erziehen wie Dich.
Deshalb „kämpft“ er. Er glaubt, Du gibst nach und lässt das für Dich leidige Thema ruhen und ihr macht einfach weiter. Nur das Ganze ist eskaliert, Du warst wütend, wolltest Aufklärung und Standing. Gab es nicht, nur schwülstige Reden, er liebe nur Dich, Du ihn doch auch und es ist alles ganz anders als du es dir ausmalst (einbildest). Diese Masche zog ja lange bei Dir, dass Du die Füße still hieltest und ihn angehimmelt hast, ihn gefüttert mit deiner Liebe bedingungslos, aufopferungsvoll, gegen deine Bedürfnisse.
Es geht aber zwischen Euch schon zu lange dieses Missverhältnis und dein berechtigtes fordern, dein Vertrauen ist weg, Du willst eine Entscheidung sie oder Du. Im 2. Schritt die Wahrheit und das warum. Das wird er Dir nicht geben. Irgendwie warst Du schuld (seine Finger verbrennen), die Umstände, die Lebensgefährtin, er wäre da nur in was reingerutscht.
Noch macht das Drama für ihn Spaß, wie Du jetzt um ihn kämpfst, für deine Semi-Beziehung, die nicht mehr als eine Affäre ist. Du wirst einknicken und brav es akzeptieren, dass er zu ihr nach Hause geht, mit ihr und ihrer Familie Dinge tut, die du dir erhoffst. Aber der Riss zwischen Euch bleibt, der arbeitet in dir in ihm; es wird nie mehr wie vorher, du kritischer, hinterfragend mit Dir selbst und ihn, auch hat deine Liebe einen Knacks, den merkst du erst mit der Zeit, wenn deine Hoffnung schwindet, die Realität dringt zu dir durch, du kannst nicht mehr so blind und Selbstverleugnend sein, deine Liebe kannst Du ihm nicht mehr bedingungslos zeigen und du wirst dich auch ungewollt mit der weiteren Zeit emotional entfernen. Irgendwann willst Du nicht mehr und er auch nicht, weil er nicht mehr das bekommt deine 100 % Zuwendung und Aufmerksamkeit, auch der Sex wird anders, weil Du weißt, er schläft mit ihr und hat kein Problem maßlos zu seinem Vorteil zu lügen. Deine Zweifel werden größer, der Selbstschutz macht Druck und dann verliert sich natürlich der Kontakt. Und ernst nehmen, wenn Du jetzt nicht gehst, da kommen dann noch einige weitere Respektlosigkeiten auf Dich zu und viel Drama. Wie willst Du ihm jemals wieder vertrauen?
 
  • #66
Und Schuld hast Du ihm ggü. keine. Du trägst keine Schuld für die andere Frau und das eure Beziehung sich so entwickelte. Du trägst nur die Schuld für Dich, dass du so blind vor Liebe warst und bewusst die Anzeichen übersehen hast oder seinen Reden glauben geschenkt, so dass die Frau immer zufällig dort war, wo er auch war; er sie doch gar nicht richtig kennt und diese auch mit ihm zufällig im Urlaub. Das es doch nur deshalb keine Zukunftspläne gab, weil er rund um die Uhr gearbeitet hat, auch an jedem Wochenende bis spät keine Zeit, weil er pausenlos im Einsatz war, er sich in den 4 Jahren nie einen Urlaub gegönnt hat und Freizeit zum ausspannen. Du ihn nie besuchen konntest, weil er in einer WG wohnte, nie in seiner Stadt, etc.
 
  • #67
Ich versuche mich so gut wie es geht auf mein Leben zu konzentrieren, aber es fällt mir zur Zeit sehr schwer. Habe mir überlegt, dass ich mir externe Hilfe hole. Ich brauche jemanden, der mich im Prozess begleitet und mir hoffentlich die nötigen Tipps geben kann.
Sei nicht zu streng mit Dir.

Was mir geholfen hat - Listen schreiben.
Dinge, die MIR gut tun - jeden Tag eines davon machen.
Was mag ich an mir. Was will ich.
Als fortlaufende Listen, die man immer würde ergänzt und liest.
Was will ich NICHT. Grenzen heraus finden.

Eine Liste - was magst Du an ihm nicht.

Und wenn Du Dich wirklich trennen willst, dann mit Belohnung für Dich. Für jeden Tag ohne Kontakt eine Belohnung. Ich würde hier auch jeden Kontakt abbrechen, das tut Dir nicht gut.

Ansonsten, therapeutische Unterstützung könnte Dir helfen, da sind ein paar Punkte, die Du kannst selbst siehst, die Du so sortieren und lösen könntest.

W,50
 
  • #68
ich habe fast keine Geduld mehr. Es müsste ihm bewusst sein, dass es so nicht weiter geht und er sich entscheiden muss. Ich bin mir nicht sicher, ob das bei ihm angekommen ist. Das mit dem klaren Gespräch mit dem Ultimatum ist genau das was ich machen muss/will/soll!! Aber ich kenne mich, ich schaffe das grad im Moment nicht
Ich glaube, Deine Gefühle trügen Dich da nicht.
M.E. solltest Du tatsächlich keine Gespräche mehr mit ihm führen, nicht mehr diskutieren, verhandeln, bitten, drohen, Ultimaten stellen.

Der Mann hat Dich voll im Griff. Brainwashing. Du akzeptierst da eine Situation, die nicht Deine ist.
Und denkst immer noch: er müsste, er sollte, er könnte doch...

Warum sollte er?

Die Entscheidung zur Trennung kannst Du aber leider wohl (noch) nicht treffen. Kann sein, dass Du Angst hast, ihn dann schrecklich zu vermissen. Kann aber auch sein, dass Du Angst vor dem Gegenteil hast: aus dieser Abhängigkeit gar nicht mehr wieder herauszufinden.

Es ist möglich, dass es sich bei Dir um etwas handelt, das man "Traumatic Bonding" nennt. Eine Abhängigkeit, die sich mit der Zeit verstärkt und die Du ohne professionelle Hilfe vielleicht gar nicht mehr lösen kannst.

Hole Dir doch diese Hilfe. Und beende so schnell wie möglich jeden Kontakt mit diesem Mann. Sobald Du es irgendwie schaffst. Ohne weitere Gespräche und Diskussionen.

Der Mann steuert dorthin, wo er will. Und Du meinst, Du musst ihm folgen.

Muss Du aber nicht. Pack einfach mal das Ruder, schau auf den Kompass und nimm Kurs auf Deinen nächsten Waypoint.

Ob Du nun die Schlösser auswechselst oder selber ausziehst, Freunde um Hilfe bittest oder andere Möglichkeiten findest - mach es am besten noch heute.
 
  • #69
Hier mal ein kleines Update. Mir gehts leider nicht besser. Die Sache nimmt mich mit. Das Chaos im Kopf und die Gefühlsschwankungen machen mir sehr zu schaffen. Wir stecken fest. Leider befürchte ich, ohne fremde Hilfe hier nicht so schnell raus zu kommen. Und sogar mit Hilfe stelle ich es mir sehr schwierig vor. Es gibt einzelne Tage, wo es mir besser geht und dann habe ich Hoffnung. Dann wieder Phasen wo ich alles nur noch schwarz sehe und mich frage, wie lange so etwas dauern kann.

Wir haben uns noch nicht getrennt. Die vielen Gespräche helfen mir im Verarbeitungsprozess. Aber es ist jetzt eigentlich alles gesagt. Er will an uns festhalten, aber ist zur Zeit nicht bereit einen entscheidenden Schritt zu machen. Ein Ultimatum stellen funktioniert nicht. Er versucht mir zu erklären wie es für ihn alles ist und was er fühlt. Er ist immer noch sicher, dass ich/wir Entscheidungen erst in ein paar Wochen treffen sollen - weil zur Zeit nicht sinnvoll. Es ist seltsam, dass mein Kopf/Verstand ihn nicht verstehen kann. Jedoch komischerweise weiss mein Herz und meine Seele wie es ihm geht und wie er fühlt und ich habe auf eine seltsame Weise einfach Verständnis für ihn und seine Entscheidungen. Vermutlich auch, weil ich ihn einfach so lange und gut kenne. Trotzdem tauchen immer wieder Emotionen wie Wut, Trauer und Angst auf.

Die Situation ist also realistisch betrachtet kein Zustand mehr für mich. Ich sehe nur noch die Option Schluss zu machen oder es so akzeptieren wie es ist. Beides fällt mir so schwer!! Ich will ihn einfach nicht verlieren aber gleichzeitig ist der Zustand so nicht mehr tragbar.

Wie kann ich zu dem Punkt kommen, ihn endlich loszulassen? Ich habe Angst vor den Wochen die danach kommen. Er gibt mir soviel Halt im Leben, ist meine Bezugsperson obwohl ich auch viele gute Freunde habe, ist es einfach die Bindung zu ihm die mich trägt. Ohne ihn fühle ich mich verloren und leer.
 
  • #70
Diese Entscheidung zu beenden, halte ich für absolut richtig
Im Moment bist Du wie ein Esel, dem eine Angel mit Möhre vor die Nase gehalten wird.
Du wirst immer weiter rennen aber diese Möhre nie erhalten.
Deshalb wird es keinen Tag geben, wo diese Entscheidung nicht für Dich im Raum steht.
Es gibt also die Entscheidung zwischen : für immer Schmerzen oder Schmerzende die irgendwann zu Ende gehen

Ich kenne diese Möhre übrigens, wenn auch aus ganz anderen Gründen.
Und auch die Entscheidung zu gehen, obwohl ich noch nicht entliebt war.
Zuzüglich zu wissen, dass mein Liebeskummer wahrscheinlich lang wird.

Bei Dir ist es der "Gong" den Du noch nicht gehört hast.
Du siehst es nicht....

Hättest Du ihn gewählt, wissentlich dann nur Geliebte zu sein?
Wärst Du nach deiner eigenen Distanzierung zu ihm zurückgegangen, wissentlich diesmal nur Geliebte zu sein?
Möchtest Du einen Partner, der eine Geliebte hat?
Möchtest Du jemanden, der keine Konsequenzen selbst zieht, sondern das den Frauen überlässt und sich ins Fäustchen lacht, wie beide Frauen ihn lieben, sich verrenken an den Marionettenfäden.

Ganz ehrlich und ohne Schnörkel:
Willst Du ein Ar...l...?

Kommt jetzt in Dir ein: Nein aber....

Dann hol Dir wirklich professionelle Hilfe
Die gibt es auch teilweise kurzfristig in Städten....

Wie es zzt von Corona aussieht, weiss ich natürlich nicht
 
  • #71
Wie kann ich zu dem Punkt kommen, ihn endlich loszulassen? I
Gar nicht. Dein Wollen entsteht aus dem Verstand. Du willst es zu wollen, aber so funktioniert es nicht. Wenn du GEFÜHLSMÄßIG soweit bist, loszulassen, dann wirst du gar keine andere Wahl haben, als es zu tun. Das Problem ist nicht er, sondern du. Du weigerst dich, sich dem Löseprozess hinzugeben, sondern zerdenkst alles. Solange du im Kopf bist, behältst du die Kontrolle, weil die Gefühle unberechenbar und unkontrollierbar sind. Das macht Angst und tut auch oft weh. Momentan kämpfst du dagegen und dieser Widerstand ist das, was sich so schwer anfühlt. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass der Weg dorthin am schwersten und schmerzhaftesten war. Der Prozess des eigentlichen Fühlens und Annehmen von allem, was hochkam, war sehr schnell und relativ leicht. Ich habe monatelang gelitten und als ich dann soweit war, loszulassen und nichts kontrollieren, habe ich paar Stunden gebraucht, danach hatte ich Ruhe, wirkliche Ruhe. Vielleicht noch paar mal Feinschliff, ansonsten absolute Befreiung. Heute dauert mein "Widerstand" ein-zwei Tage und der Prozess paar Minuten. Sobald ich bereit bin, meine Gefühle noch mal durchzuleben, kommt ein kurzes Plopp, es fühlt sich so, also was reinrutscht und plötzlich ist die Luft um mich klarer und innerlich fühlt es sich so an, als ob innen drin ein Rohr frei wird und ich kann freier atmen.
 
  • #72
Ich sehe: du kommst nicht dazu, loszulassen. Nicht, weil du es nicht willst, sondern weil du es einfach nicht schaffst. So wie du das unter #69 beschreibst, würdest du mit einem sofortigen Ultimatum und konsequentem Handeln in ein tiefes Loch fallen. Vielleicht bist du durch die Diskussion in diesem Forum auch noch grundlegender mit deinen Zweifeln (und Hoffen!) konfrontiert worden, als du dir das mit deinem ursprünglichen Frageansatz vor einer Woche erwartet hast. Du hast in den Spiegel geschaut.

Da sich nur die beiden Möglichkeiten Abwarten:Trennung anbieten, würde ich wohl (immer vorausgesetzt, ich müsste meine Entscheidung treffen; du bist für die deine verantwortlich) eine vorläufige Trennung vorschlagen. Um ihm die Zeit zu geben, die er für sich beansprucht. Wobei du hier aber kein open end anbieten solltest, sondern einen überschaubaren Zeitrahmen - vielleicht ein halbes Jahr.

In dieser Zeit solltest du dich aber auch völlig fern halten von ihm. Schon damit auch er merkt, wie es ihm OHNE DICH geht. Keine Gespräche, keine Telefonate, keine Mails o.ä. Mach dir aber auch klar, dass die meisten »Trennungen auf Zeit« in einer dauerhaften Trennung enden (selbst so erlebt und ich kenne einige andere Paare mit dieser Erfahrung in meinem Umfeld).

Nutze diese Zeit (auch), um eine Einzeltherapie zu starten. Mit einem guten Therapeuten wirst du herausfinden, a) ob du ohne deinen Freund nicht leben kannst, also die Zweitfrau hinnimmst, b) ob du ganz gut ohne ihn zurecht kommst, oder ob du c) ihn im Laufe der 6 Monate einfach nur noch schemenhaft wahrnimmst, d.h. dabei bist, loszulassen.

Ich weiß nicht, ob ich dir a), b) oder c) wünschen sollte. Das Einzige, was ich dir aber sehr wünsche ist, dass du deinen Weg wieder findest.
 
  • #73
In Wahrheit fühlst du dich abhängig von ihm. Und dafür bist du bereit, noch so manche Kröte zu schlucken. Du bist jetzt unglücklich - deine große Angst ist, dass du nach einer Trennung noch unglücklicher wirst.

Zunächst würde es sich zumindest so anfühlen. Weil deine große Hoffnung auf die vermeintlich tolle Liebe zunichte gemacht wurde. Wegen der Illusionen. Wegen der Gutgläubigkeit, die bitter enttäuscht wurde. Aber allmählich wirst du auch erkennen, dass es besser ist, sich getrennt zu haben. Keine Frau will - eigentlich - einen Mann, der sich auch zu anderen hingezogen fühlt. Viele Frauen nehmen das nur hin - warum? Nur aus Abhängigkeit. Das mach dir mal klar. Abhängig zu sein bedeutet leider Schwäche. Möchtest du nicht lieber stark sein?

Ihm geht es längst nicht so schlecht wie dir. Zwei Frauen - läuft. Ja, ab und zu muss er Rede und Antwort stehen. Das ist natürlich lästig für ihn. Dann wird halt ein bisschen rumgesülzt nach dem Motto: Lass mir Zeit. Lass uns Zeit. Eines Tages blub ....
In Wahrheit wird er sich keinen Zentimeter auf dich zubewegen. Er will genau die Situation, die du nicht willst, beibehalten.

Deine Entscheidung. Du bist leider das schwächste Glied in der Kette ...
 
  • #74
Mit der von Dir insgesamt beschriebenen Situation würden sich andere Menschen nicht wohl fühlen und die Konsequenzen ziehen. Wenn Du Dich mit dem Doppelleben Deines Freundes besser fühlst als ohne ihn und wenn Du es als dauerhaft für Dich besser ansiehst, eine Doppelbeziehung zu tolerieren, dann ist das doch letztlich Deine Entscheidung. Wenn es denn wirklich eine Entscheidung und nicht nur das Ausweichen vor einer Entscheidung ist...

Vielleicht planst Du einfach mal, wie das auf Dauer aussehen könnte? Eine Beziehung, bei der er am Wochenende immer weg ist, ermöglicht ja auch Dir eine Doppelbeziehung. Vielleicht eine für Dich gute Lösung? Während der Woche so tun, als sei alles bestens, das Problem nicht mehr ansprechen und am Wochenende das tun, was Dir gut tut. Wenn Du Zweifel hast, helfen die vielen tiefgründigen Gespräche mit ihm sicher, denn er ist ja in der gleichen Situation und kann Dich wirklich verstehen. ich finde auch gut, dass er Euch Zeit geben möchte und sich nicht einfach wegen einer anderen Frau trennt. Wenigstens kann er Dir bei der Verarbeitung helfen und Dir die Situation ja so auch erleichtern und erträglich machen.

Insgesamt also doch eine gar nicht so schlechte Situation, oder? Kein Streit, kein Ärger, kein Partner, der Dich nicht mehr liebt. Du hast Recht, ich würde das auch nicht mit einem Ultimatum zerstören. Und Hilfe von Außen kann eigentlich dieses besondere Band zwischen euch nicht verstehen, seine verständnisvollen Gespräche nicht wertschätzen und wird nur verständnislos den Kopf schütteln. Du liest ja auch hier eigentlich nur Zweifler.
Ich würde also alles so lassen wie es ist und bei Zweifeln immer wieder das Gespräch mit ihm suchen.
Im Ausgangsbeitrag hast Du geschrieben, du bist enttäuscht, insbesondere weil er Dir so lange nichts erzählt hat. Ich denke, jetzt bist Du im Bilde und das sollte die Situation doch vereinfachen. Vielleicht kannst Du die gefühlte Schwäche Deinerseits in Stärke wandeln und einfach in der Situation stark sein und mit ihr gut umgehen?

Durch die Wochen, in denen Du Dich vielleicht schlecht fühlst, musst Du anderenfalls durch, das hilft nichts. Vielleicht fühlst Du Dich dann aber auch stark und besser, weil Du es geschafft hast?
 
  • #75
Ganz ehrlich und ohne Schnörkel:
Willst Du ein Ar...l...?
Ist die normale Reaktion von 90% der Leute, wenn man die Geschichte hört. Es ist aber nicht so einfach und gibt immer 2 Seiten. Seit ich ihn kenne habe ich noch nie von ihm gedacht, er sei ein A**** .

Ihm geht es längst nicht so schlecht wie dir.
Im Moment gehts mir sicher schlechter als ihm. Aber ihm gehts auch nicht gut. Das weiss ich.

@realwoman Du triffst es auf den Punkt. Genau so fühlt es sich für mich an. Ich bin im Widerstand. Muss es mir aber in dem Fall noch schlechter gehen, damit ich loslassen kann? Wie war das bei dir?

@Amytan danke dir für die hilfreichen Inputs. Das mit der vorübergehenden Trennung ging mir auch schon durch den Kopf. Aber für mich würde es nicht funktionieren. Ich könnte so nicht abschliessen und ich möchte ihm auch diesen (Spiel) Raum nicht mehr geben. Für mich bräuchte es einen finalen cut. Falls wir füreinander bestimmt sind, würden wir so oder so wieder zusammenfinden.

@Lebens_Lust das ist ein interessanter Ansatz. Bis vor einigen Jahren war ich noch komplett anders eingestellt. Nun bin ich trotz der grossen Enttäuschung auch zu einem Teil überrascht, dass einige Punkte mich nicht so sehr stören, wie ich mir das früher ausgemalt habe. Trotzdem denke ich, dass eine solche Konstellation für mich auf Dauer unmöglich ist. Aber es ist genau so; Hilfe von Aussen kann das Band zwischen uns nicht verstehen. Ich merke das und spreche auch kaum mehr mit Leuten darüber. Ich kann viele Sachen mit Worten gar nicht so erkläre, wie sie sind. Jedenfalls finde ich deine Zeilen sehr spannend und es beschreibt erstaunlich gut, wie es zwischen uns ist.

Die Beiträge haben mir geholfen. Es könnte ja für mich auch ein Weg sein, die Sache im Moment so zu akzeptieren wie sie ist. Gleichzeit aber im vollen Bewusstsein, dass ich loslassen muss. Ich habe seit ein paar Wochen auch Kontakt mit einem anderen Mann (ohne schlechtes Gewissen!). Wir schreiben uns sehr oft und wollen uns bald mal treffen. Ich bin erstaunt, wie offen ich wäre, einen Mann kennenzulernen und mich auf etwas neues einzulassen - falls es stimmen würde. Was ich derzeit noch bezweifle, weil es bei mir sehr viel braucht..
Vielleicht bin ich aber offen, weil ich mich innerlich bereits länger auf so etwas eingestellt habe?
 
  • #76
triffst es auf den Punkt. Genau so fühlt es sich für mich an. Ich bin im Widerstand. Muss es mir aber in dem Fall noch schlechter gehen, damit ich loslassen kann? Wie war das bei dir?
Ja, ich bin buchstäblich an meine Grenzen gekommen. Ich bin allgemein ehe zäh und meine Toleranzgrenze lag damals sehr hoch. Ich habe so lange gelitten, bis ich keine Kraft mehr hatte und mir war alles egal, was danach passiert. So ungefähr, wenn man Marathon läuft und kurz vorm Ziel schlapp macht und dann ist einem alles egal, ob man gewinnt, Hauptsache einfach auf den Boden fallen, weil man nicht mehr kann.
Der Mensch ändert selten was aus eigener Kraft, also beim ersten Mal definitiv nicht, sondern muss "dazu gebracht werden".
 
  • #77
Die Beiträge haben mir geholfen. Es könnte ja für mich auch ein Weg sein, die Sache im Moment so zu akzeptieren wie sie ist. Gleichzeit aber im vollen Bewusstsein, dass ich loslassen muss. Ich habe seit ein paar Wochen auch Kontakt mit einem anderen Mann (ohne schlechtes Gewissen!).
Ganz ehrlich: Du zerfliesst hier in Selbstmitleid, möchtest nichts an Deiner Situation wirklich ändern und brauchst eigentlich nur ein paar mitleidige Worte, weil Du es ja ach so schwer hast. Wenn es Dein Leben bereichert, dass Du ein wenig rumjammern kannst, wie schlecht es Dir doch geht, dann nimm doch ein Wartezimmerabo beim Arzt und tausche Dich da mal so richtig über die Wehwehchen aus.

Realistisch betrachtet: es scheint keinerlei ernsthafte Gründe zu geben, die Beziehung nicht zu beenden, keine Kinder, keine gemeinsamen Verpflichtungen, nichts. Jeder normal agierende Mensch würde den Mann einfach rauswerfen und gut ist es. Das Problem liegt auf Deiner Seite.
 
  • #78
Ganz ehrlich: Du zerfliesst hier in Selbstmitleid, möchtest nichts an Deiner Situation wirklich ändern
Hach, du sprichst mir inzwischen aus dem Herzen, lieber @Lebens_Lust! Leider geht es mir hier immer wieder so, dass ich mir zu Fragen/Leiden Gedanken mache, versuche, ständig neu alles zu beleuchten und am Ende kommt von den Fragesteller/innen dann nur eine Reaktion: »Ja, prima, danke für die vielen Tipps und Anregungen. Aber nein, eigentlich geht es mir gar nicht so schlecht - ich lass mal lieber alles, wie es ist!«

Bis hierher brauchte es 77 (!) Gedanken, Anregungen, Veränderungsvorschläge - um am Ende zu lesen: »Lasst mal. Ich brauche eure Ideen gar nicht, denn ich mach ohnehin alles so wie immer!«.
 
  • #79
Er will an uns festhalten, aber ist zur Zeit nicht bereit einen entscheidenden Schritt zu machen.
Das wäre für mich ein Zeichen der Verbundenheit und des Bekenntnisses gewesen, also dass er ein "Wir" sieht, nicht sich selbst einzeln mit zwei Beziehungen oder einer Beziehung und einer Affäre.
Was auch immer er noch meint, rausfinden zu müssen, also wozu auch immer er Zeit braucht ... Die andere Frau weiß ja wohl nichts von seiner "Zweitbeziehung", vielleicht will er das Ende etwas "ausschleichen", statt knallhart ohne Begründung zu gehen (wird er wohl nicht sagen wollen).

Ich habe seit ein paar Wochen auch Kontakt mit einem anderen Mann (ohne schlechtes Gewissen!). Wir schreiben uns sehr oft und wollen uns bald mal treffen. Ich bin erstaunt, wie offen ich wäre, einen Mann kennenzulernen und mich auf etwas neues einzulassen - falls es stimmen würde. Was ich derzeit noch bezweifle, weil es bei mir sehr viel braucht..
Weiß der "neue" Mann, dass Du in Deiner Beziehungsgeschichte festhängst und er nur eine eventuelle Chance darauf hat, überhaupt wirklich offen und hundertprozentig von Dir kennengelernt zu werden?
Falls er jetzt denken sollte, Du seiest ein freier Mensch, der nicht noch einen Berg emotionales Leid und Stress verarbeiten muss, fänd ich das schon unfair ihm gegenüber. Der macht sich ja vielleicht Hoffnungen, dass bald das Liebesglück für ihn starten könnte, dabei dient er vielleicht nur Ablenkung oder "Heilbehandlung" des Beziehungsproblems, das Du nicht für Dich allein lösen kannst. Wenn das stimmt, willst Du ja austesten, ob Du Deinen Partner vergessen kannst durch den "neuen" Mann.

Am Ende baust Du genau das gleiche auf, das Dein Partner hat: Von ihm kommst Du nicht los, der "neue" Mann wird auf Abstand gehalten und dient als Ersatz bei Bedarf.

Wenn ich mir mal ein Urteil erlauben darf: Ich finde nicht, dass Du so klingst, als seiest Du offen für was Neues und würdest nicht Deine Probleme mit dem "alten" Mann in eine neue Sache schleppen. Das ist genau der Grund, weshalb hier immer geraten wird, sich von Frischgetrennten fernzuhalten, was allerdings nur geht, wenn man diesbezüglich nicht getäuscht wird.
Ich fänd es besser, sich erstmal darauf zu konzentrieren, was mit einem selbst ist, wie man die aktuelle Beziehung erlebt hat, was sie mit einem gemacht hat, bevor man sich was Neues sucht. Denn Deine Probleme, die die aktuelle Beziehung bei Dir erzeugte, löst Du mE nicht durch was Neues.
 
  • #80
Ganz ehrlich: Du zerfliesst hier in Selbstmitleid, möchtest nichts an Deiner Situation wirklich ändern und brauchst eigentlich nur ein paar mitleidige Worte, weil Du es ja ach so schwer hast. Wenn es Dein Leben bereichert, dass Du ein wenig rumjammern kannst, wie schlecht es Dir doch geht, dann nimm doch ein Wartezimmerabo beim Arzt und tausche Dich da mal so richtig über die Wehwehchen aus.

Realistisch betrachtet: es scheint keinerlei ernsthafte Gründe zu geben, die Beziehung nicht zu beenden, keine Kinder, keine gemeinsamen Verpflichtungen, nichts. Jeder normal agierende Mensch würde den Mann einfach rauswerfen und gut ist es. Das Problem liegt auf Deiner Seite.
Ich habe wohl die Ironie in deinem post nicht bemerkt :-(

Könnte ich die Sache abschliessen, hätte ich es doch längst getan. Wenn ich das alles so hinkriegen würde, wäre ich nicht in diesem Forum.

Hach, du sprichst mir inzwischen aus dem Herzen, lieber @Lebens_Lust! Leider geht es mir hier immer wieder so, dass ich mir zu Fragen/Leiden Gedanken mache, versuche, ständig neu alles zu beleuchten und am Ende kommt von den Fragesteller/innen dann nur eine Reaktion: »Ja, prima, danke für die vielen Tipps und Anregungen. Aber nein, eigentlich geht es mir gar nicht so schlecht - ich lass mal lieber alles, wie es ist!«

Bis hierher brauchte es 77 (!) Gedanken, Anregungen, Veränderungsvorschläge - um am Ende zu lesen: »Lasst mal. Ich brauche eure Ideen gar nicht, denn ich mach ohnehin alles so wie immer!«.
Ich nehme die Anregungen durchaus an und habe nicht vor, alles so wie immer zu machen. Daher frage ich ja auch, wie man es schafft etwas abzuschliessen, wenn man innerlich so blockiert ist und sich nicht "bereit" fühlt. Ich wünschte es würde mir alles so gelingen, wie es hier offenbar andere schaffen.

Habe einen Termin gemacht um das Problem anzugehen. Ich versuche den Fokus von ihm auf andere Sachen zu lenken. Ich weiss es wäre das einfachste jetzt einfach Schluss zu machen. Ich würde es längst tun, wäre ich bereit dazu. Meine Angst davor blockiert mich. Überlege mir auch immer wieder, alles auffliegen zu lassen um den Prozess zu beschleunigen. Einfach um mich nicht mehr so ausgeliefert und für "dumm verkauft" zu fühlen. Und um einfach überhaupt "etwas" zu machen.

Bin trotzdem sehr dankbar für alle Tipps die ich bekomme.
 
  • #82
Das wäre für mich ein Zeichen der Verbundenheit und des Bekenntnisses gewesen, also dass er ein "Wir" sieht, nicht sich selbst einzeln mit zwei Beziehungen oder einer Beziehung und einer Affäre.
Was auch immer er noch meint, rausfinden zu müssen, also wozu auch immer er Zeit braucht ... Die andere Frau weiß ja wohl nichts von seiner "Zweitbeziehung", vielleicht will er das Ende etwas "ausschleichen", statt knallhart ohne Begründung zu gehen (wird er wohl nicht sagen wollen).
Ich weiss es auch nicht. Er müsste ja jetzt wissen, dass er mich jederzeit verlieren kann und trotzdem ändert er nichts. Das ist sehr enttäuschen. Auch wenn seine unerschöpfliche Gesprächsbereitschaft (äusserst untypisch für ihn) schon darauf hindeuten, dass es für ihn eben schon offen ist. Aber ich will mir keine falschen Hoffnungen mehr machen.

Am Ende baust Du genau das gleiche auf, das Dein Partner hat: Von ihm kommst Du nicht los, der "neue" Mann wird auf Abstand gehalten und dient als Ersatz bei Bedarf.
Ich kenne diesen Mann ja nicht mal persönlich. Wollte damit nur sagen, dass ich gut finde festzustellen, dass ich offen bin um jemanden kennenzulernen. Finde es jetzt auch nicht verwerflich, wenn ich mich mit ihm mal treffe. Habe ja nicht vor ihm was vorzuspielen und sollte sich mehr ergeben bin ich auch ehrlich, wie auch immer dann meine Situation sein wird.
 
  • #83
Schluss zu machen. Ich würde es längst tun, wäre ich bereit dazu. Meine Angst davor blockiert mich.
Dann setzen wir hier mal an. Diese Angst - wovor? Wovor konkret hast du Angst? Was könnte dir Schlimmes passieren, wenn du dich von dem Mann trennen würdest?

Ich weiss es auch nicht. Er müsste ja jetzt wissen, dass er mich jederzeit verlieren kann und trotzdem ändert er nichts.
Genau. Wie ich schon sagte - er bewegt sich keinen Zentimeter auf dich zu. Es gibt Menschen, die sind richtig gut im Einlullen. Die gewinnen Zeit mit Rumeiern und Vertrösten. Er wird froh sein, wenn du ihn dann mit dem Thema erst mal wieder in Ruhe lässt. Bis zum nächsten unangenehmen Gespräch.

Immerhin stellst du fest, dass du durchaus offen für andere Bekanntschaften sein könntest und streckst auch schon ein wenig deine Fühler aus. Hmm - bitte nicht böse sein über das, was jetzt kommt, aber überlege einfach mal, ob ich damit Recht haben könnte:
Angenommen, du lernst diesen anderen Mann besser kennen. So gut, dass das was mit ihm werden könnte - dann wärst du schnell bereit, den Aktuellen zu verlassen.

Könnte das sein? Es wäre das, was hier im Forum allgemein als Warmwechsel deklariert wird. Machen ganz viele so. Ist moralisch nicht immer ganz einwandfrei, aber wohl menschlich. Sonst würden das nicht so viele machen.

Deine Angst - das ist die Angst vorm Alleinsein, stimmt's?
 
  • #84
Dann setzen wir hier mal an. Diese Angst - wovor? Wovor konkret hast du Angst? Was könnte dir Schlimmes passieren, wenn du dich von dem Mann trennen würdest?
Habe Angst in ein tiefes Loch zu fallen. Ich möchte ihn nicht verlieren. Wir waren ja schon mal getrennt und damals ging es mir richtig dreckig. Ich denke dann, besser so als wenn es noch schlimmer wird. Hinzu kommt, dass ich grad noch 1-2 andere Themen habe, bei denen er mich sehr unterstützt hat (vorallem im letzten halben Jahr). Er war für mich da und hat mir sehr geholfen bzw. hilft mir immer noch. Ich bin sonst äusserst selbständig und löse Probleme gerne alleine... Aber es war echt viel und ich war so froh ihn zu haben. Klar habe ich auch tolle Freunde, aber die sind halt auch mit eigenen Sachen beschäftigt. Also ja, um auf die Frage zurückzukommen, es ist wohl die Angst vor dem Alleinsein. Und, mit ihm auch einen Halt zu verlieren, den er mir gegeben hat.

Könnte das sein? Es wäre das, was hier im Forum allgemein als Warmwechsel deklariert wird. Machen ganz viele so. Ist moralisch nicht immer ganz einwandfrei, aber wohl menschlich. Sonst würden das nicht so viele machen.
Ja, das könnte schon sein, da bin ich ehrlich. Wenn es sich richtig anfühlen würde (was bei mir nicht schnell/oft passiert). Aber ich denke das kommt auch daher, dass ich mich vermutlich schon länger unbewusst etwas gelöst habe. Weil die Beziehung war ja schon zu lange in einem seltsamen Modus. Das habe ich ja schon gespürt.