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Gast

  • #1

Freund schiebt Hochzeit raus

Hallo ihr lieben,
mein Lebenspartner und ich sind seit über 11 Jahren ein Paar und haben zwei Kinder im Alter von 9 und 4 Jahren. Nach der Geburt der Kinder haben beide den Familiennamen meines Freundes bekommen, da zu meiner Familie kein Kontakt mehr besteht, der im Streit auseinandergegangen ist. Dadurch dass nur mein mane anders ist, fühle ich mich etwas als Außenseiter. Das weiß mein Freund und wir wollten es durch die Hochzeit "angleichen".
Diese Woche hatte er Urlaub und wir wollten den Termin auf dem Standesamt festlegen. Alledings schob er den Termin immer wieder raus, tat beschäftigt,meinte man kann das noch später machen, usw.
Es macht mich traurig, dass er sich nicht die Zeit nimmt um auch meinen Namen angleichen zu können, zumal ich ihm damals auch entgegengekommen bin, um die Namen der Kinder zu seinem werden zu lassen. Ich denke oder finde es schön, wenn alle in der Familie denselben Namen haben.
Auf mehrmaliges Nachfragen reagierte er sehr gereizt, und ich vermute dass wir nun gar keinen Termin mehr ausmachen, da der Urlaub nächste Woche vorbei ist, ich zusätzlich im Krankenhaus bin zur OP und er sich in der Arbeitswoche kaum die Zeit nehmen wird, früh oder abends mit mir zum Standesamt zu fahren.
Habt ihr Tipps für mich was ich tun kann?
 
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Gast

  • #2
Ich kann deinen Freund verstehen. Die Kinder haben seinen Namen, durch eine Heirat würde er nur vermehrte Pflichten (Unterhaltspflichten und der ganze Kram, der bei einer Scheidung teilweise auf die Frau übergeht, wie Rentenanwartschaften etc.) haben, aber keinen Vorteil und er denkt wahrscheinlich, dass ein Trauschein unnötig ist, weil es 11 Jahre auch ohne funktionierte. Machen kannst du da nicht viel, wer nicht heiraten will, den kann man auch nicht zwingen. Ich an deiner Stelle würde allerdings in einer ruhigen, harmonischen Minute das Gespräch mit deinem Partner suchen, ihn fragen, wie er die Sache sieht und ihm sagen, wie du dich fühlst. Aber bitte ruhig und sachlich, ohne eine hysterische Szene zu machen oder ihm vorzuwerfen, dass du damals ja auch den Kindern seinen Nachnamen gegeben hast und er jetzt quasi dran ist, sich mit einer Heirat zu revanchieren, denn dadurch würdest du ihn nur noch mehr vom Heiraten abhalten (ganz abgesehen davon, dass ich das Argument auch nicht für stichhaltig halte, schließlich bist du selbst dafür verantwortlich, wenn du deinen Kindern leichtfertig nicht deinen Nachnamen gibst).

w, 28
 
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Gast

  • #3
Weshalb sollte er nach bereits 11 Jahren und zwei Kindern noch etwas ändern wollen? Für ihn ist es so bestens geregelt.

Wenn Du es nicht zu schätzen weißt, dass Du als unverheiratete Frau einen Lebensgefährten und mit ihm zwei Kinder hast, dann waren Deine Entscheidungen in der Vergangenheit falsch.

w/50
 
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Gast

  • #4
Mach ihm einen Antrag und sag ihm, dass du ihn liebst. So ist es doch oder?
 
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Gast

  • #5
Ich meine ca 5 mal "Namen" gelesen zu haben, aber z.B. 0 mal "Liebe" oder 0 mal "geneinsam Alt werde" ... Du bist die einzige Person von der ich gehört habe, die nur wegen einen Namen heiraten will. Kein Wunder das er nicht heiraten will, was hat er *jetzt* davon? M45
 
  • #6
Liebe FS,

bei der Eheschließung geht es doch nicht nur um eine "Angleichung" der Namen, wie Du schreibst. Damit gehen Rechte, aber auch Pflichten (wie #1 bspw. einige nennt) einher. Es ist doch ziemlich offensichtlich, dass er auf letzteres keine Lust hat und auch noch zu feige ist das zuzugeben.

Ich persönlich würde das nicht akzeptieren (und hätte es auch nicht über so einen langen Zeitraum!), allerdings hast Du durch mehr als 10 Jahre "wilde Ehe" gewissermaßen Fakten geschaffen. Daher kannst Du jetzt Deinem Lebensgefährten seine "Trägheit" auch nur bedingt vorwerfen... oder hattet ihr vereinbart in 10 Jahren zum Zeitpunkt X zu heiraten?

Warum ich es nicht akzeptieren würde ohne Trauschein zu leben? Wenn er stirbt, bist Du eine Witwe mit 2 minderjährigen Kindern ohne jegliche Ansprüche. Ihr habt niemals die Rentenanprüche geteilt (hast Du zu seinen Gunsten bei der Geburt und Erziehung der Kinder längere Zeit ausgesetzt? ich nehme es mal stark an!), Du erhältst auch keine Witwenrente... Es wird wahrscheinlich hart sein, ohne sein Gehalt 2 Kinder durchzubringen (auch wenn sie eine kleine Halbwaisenrente bekommen).

Ich denke einfach, man sollte sich nicht scheuen in ein wechselseitiges Fürsorgeverhältnis miteinander einzutreten! Insbesondere dann, wenn Kinder im Spiel sind. Aber das müssen eben beide wollen!

Mehr als ihn nochmals eindringlich befragen, kannst Du nicht! Danach musst Du entscheiden, ob Du sein Nein akzeptierst. Wenn Du es akzeptierst, darfst Du auch nicht quengeln, jammern, drängeln, um doch noch einen Termin im Standesamt zu erheischen.

Redet offen miteinander! Alles Gute für Deine OP!
 
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Gast

  • #7
Liebe FS,
meiner (m) Meinung hast Du nur 2 Möglichkeiten:

1. Du setzt ihm die Pistole auf die Brust (dann bist Du ihn zu 98% sofort los)
2. Du findest Dich mit der Situation ab (dann bist Du ihn irgendwann in der Zukunft los)

Er kann sich jetzt nur noch "verschlechtern", wenn er Dich heiratet (Unterhalt, Heiratskosten, eventuell Scheidung usw.).
Mein Bauchgefühl (ja, das haben auch Männer !) sagt mir sowieso, bei Eurer Beziehung ist schon ein bißchen (viel?) die Luft raus.
 
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Gast

  • #8
Mir stellen sich zwei Fragen:
1. habt ihr ein gemeinsames Sorgerecht?
2. hast du dich schon beim Standesamt erkundigt wegen Namensänderung der Kinder?
Und bevor hier der Aufschrei losgeht: man kann den Kindern, dessen Vater man ist, seinen Namen geben lassen, OHNE gemeinsames Sorgerecht zu haben.
w
 
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Gast

  • #9
Manchmal kan ich hier bei den Fragen im Forum nur staunen.
Er hat keine Zeit zum Standesamt zu fahren? Eine Hochzeit stelle ich mr anders vor.

Wieso kammst Du nicht nach dem 1. Kind schon auf die Idee zu heiraten? Du hast es geduldet, hast ein zweites Kind bekommen. Die Erklärung warum Du keinen Wert auf Deinen Familien-Namen gelegt hast verstehe ich auch nicht.
So lange ich nicht verheiratet bin haben meine Kinder auch meinen Namen.

Nie und nimmer wird er Dich heiraten. Warum auch?