Laleila

Cilia
  • #61
Ich persönlich finde schon, dass Du überreagiert. Zumal er ja , in Deiner Anwesenheit, laut darüber nachdachte.

Wenn mein Mann Mal ein paar Wochen beruflich ins Ausland muss, Frage ich ihn direkt ob es ihm gefallen würde wenn ich ihn eine Zeitlang begleite. Als ich noch arbeitete, bedeutete dies für mich viel rennerei, Projekte remote weiterbearbeiten usw
Es kam auch schonmal vor, dass er sagte, geht nicht, weil" und dann faktische Gründe nannte.
Dann freute ich mich einfach für ihn, dafür, dass er mal raus kommt und auf die Videocalls in denen er mir das Meer zeigte oder mit denen wir zusammen einschliefen.

Eviana, es ist sein Träum. Gönne ihm dieses neue Erlebnis 7md ansprechen kannst Du ihn noch immer. Aber bitte ohne Vorwürfe
Sag ihn, wie toll diese Möglichkeit ist, dass Du gern ein paar Tage dieser Zeit bei ihm wärest und frag ihn, ob er eine Idee hat, wie man das umsetzen kann.
 
  • #62
Man muss bedenken, dass solche - ich sag’ mal pseudoliberale - Einschätzungen zum Teil auf höheres Lebensalter, längere Singlezeiten oder anderweitig verkorkste Verhältnisse zurückgehen.

In einer „normalen“ Beziehung IST eine mehrwöchige Trennung ein Einschnitt, und es IST ein schlechtes Zeichen, wenn sie einer aktiv und freudig herbeiführt, während sie den anderen betrübt. Das pauschal als „Missgunst und Neid“ zu diffamieren, finde ich einerseits übergriffig, andererseits psychologisch
unzutreffend (am deutlichsten daran zu erkennen, dass die TS nicht alleine in den Süden wegfahren würde, selbst wenn sie könnte).

Allerdings fehlen natürlich Angaben zur Gesamtsituation - wieder mal so ein Beitrag, bei dem sich die TS nicht mehr meldet. Absurd, wieviel trotzdem dazu geschrieben wird.
In älteren Beiträgen (die ich auf der Suche nach Antworten durchgeblättert habe) schreibst du, dass er sich mit einem Kreis von Exen umgibt, was dich belastet. Das passt natürlich perfekt zu diesem Verhalten jetzt - er gefühlt „unterwegs“ und du „traurig zuhause“.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #63
Man muss bedenken, dass solche - ich sag’ mal pseudoliberale - Einschätzungen zum Teil auf höheres Lebensalter, längere Singlezeiten oder anderweitig verkorkste Verhältnisse zurückgehen.
Das ist eine pauschale Behauptung, die durch dich nicht zu beweisen ist. Definiere "höheres Lebensalter", "längere Singlezeiten" und "anderweitig verkorkste Verhältnisse". Auch hier:
In einer „normalen“ Beziehung IST eine mehrwöchige Trennung ein Einschnitt,
Das ist bei dir und vielleicht bei ein paar anderen so, bei anderen Leuten sind 4 Wochen gar nichts, weil es einfach keine lange Zeit ist. Wenn man sonst total oft und viel Zeit zusammen verbringt, ist das überhaupt gar kein Problem. Ich denke eher, dass die besten Beziehungen diese sind, in denen sowas gar kein Thema ist. Der eine Partner äußert einen Wunsch, kommuniziert diesen vernünftig, plant rechtzeitig und los gehts. Da muss man eigentlich kein Forum befragen und wegen max. 4 Wochen keinen Zirkus machen. Das muss die FS ja nur deshalb, weil der Typ eben nicht mit ihr gesprochen hat. Und dort liegt das eigentliche Problem. Er hat sicher nicht mit ihr gesprochen, weil er wusste, dass sie niemals einverstanden wäre. Sie ist aber nicht seine Mutti, die dem minderjährigen Sohn eine Reise verbieten könnte. Deswegen zieht er es halt durch. Die Art und Weise finde ich auch nicht gut, im Grunde bisschen kindisch, aber letztendlich trägt sie sicher auch ihren Teil dazu bei.
und es IST ein schlechtes Zeichen, wenn sie einer aktiv und freudig herbeiführt
Eine Beziehung ist keine Symbiose und man muss dem Partner auch nicht 24/7 am Hintern kleben, nur um sowas dann Partnerschaft zu nennen. Man kann dem Partner auch mal etwas gönnen, ohne dass man dabei ist. Herrje.
, während sie den anderen betrübt. Das pauschal als „Missgunst und Neid“ zu diffamieren, finde ich einerseits übergriffig, andererseits psychologisch unzutreffend (am deutlichsten daran zu erkennen, dass die TS nicht alleine in den Süden wegfahren würde, selbst wenn sie könnte).
Ich finde es auch nicht gut, ihr gleich sowas zu unterstellen und so unhöflich zu werden.
Ich finde aber auch, dass die Einstellung der FS und auch von dir, lieber @Verwirrt1111 extrem eifersüchtig ist. Ich unterstelle einfach mal, dass hinter der Ablehnung der Möglichkeit, dass der Partner mal selbstständig ein paar Wochen woanders hinfährt, einfach die Angst steckt, er könne dort etwas tun, was nicht mehr unter eurer Kontrolle ist. Und je länger die Reise, um so wahrscheinlicher die Gefahr. Ich finde es schade für euch, dass ihr da nicht lockerlassen und entspannen könnt.
 
  • #64
Man muss bedenken, dass solche - ich sag’ mal pseudoliberale - Einschätzungen zum Teil auf höheres Lebensalter, längere Singlezeiten oder anderweitig verkorkste Verhältnisse zurückgehen.
Ach die meisten Frauen hier würden es selbst nicht gutheißen, wenn ihr Partner so drauf wäre, wie der Freund der FS. Aber möglichst locker rüberzukommen, ist wohl gerade in. Mich würde es stören und es ist kein gutes Zeichen.
 
  • #65
Ach die meisten Frauen hier würden es selbst nicht gutheißen, wenn ihr Partner so drauf wäre, wie der Freund der FS.
Das ist von dir auf andere geschlossen. Du hast ja selbst gelesen, dass die meisten Schreiberlinge hier ein Problem damit haben, dass er nicht mit ihr kommuniziert hat, an der Tatsache der Traumerfüllung in Form einer 3-4 wöchigen Reise aber nichts verwerflich finden.
Aber möglichst locker rüberzukommen, ist wohl gerade in.
Nö: Locker SEIN ist gut. "Rüberkommen wollen" ist ja irgendwie doof. Es gibt einfach Menschen, die in solchen Dingen einfach eine andere Ansicht haben und denen es nicht so geht:
Mich würde es stören und es ist kein gutes Zeichen.
Man muss die Menschen deswegen nicht gleich abwerten ("die wollen doch nur möglichst locker rüberkommen"). Dich stört es eben, und andere nicht. Beides ist gleichviel wert und hat seine Daseinsberechtigung und seinen Grund.
 
  • #67
Man sollte auch etwas zwischen den Zeilen lesen.
Zwischen welchen Zeilen hast du denn dass hier
Es geht nicht nur um eine einmalige Reise von 3-4 W. im Jahr, sondern der Freund plant es jetzt öfters zu machen. Also vielleicht 2-3 Monate im Jahr.
gelesen? Das ist doch eine reine Interpretation? Hier geht es ganz konkret um eine einmalige Reise von 3-4 Wochen. nirgendwo steht auch nur ein Anhaltspunkt dafür, dass jetzt geplant ist, dass dies nun öfter vorkommt. Möglich, dass ich da etwas überlesen habe.

Alles andere wäre für mich unzulässiges Misstrauen auf der Grundlage von Überinterpretation. Kein guter Garant für eine gelingende Beziehung. Seine Kommunikationsweise aber natürlich auch nicht.
 
  • #68
Zwischen welchen Zeilen hast du denn dass hier

gelesen? Das ist doch eine reine Interpretation? Hier geht es ganz konkret um eine einmalige Reise von 3-4 Wochen. nirgendwo steht auch nur ein Anhaltspunkt dafür, dass jetzt geplant ist, dass dies nun öfter vorkommt. Möglich, dass ich da etwas überlesen habe.
Der Freund hat jetzt das „Go“ vom AG bekommen, von unterwegs arbeiten zu können. Er wünscht sich das schon länger. Was macht er? Er plant direkt die Reise, fährt in wenigen Wochen schon los. Bedeutet er kann es nicht abwarten, endlich rauszukommen, endlich zu vereisen. Klingt für mich nicht nach einem einmaligen Vorhaben.
 
  • #69
Der Freund hat jetzt das „Go“ vom AG bekommen, von unterwegs arbeiten zu können. Er wünscht sich das schon länger. Was macht er? Er plant direkt die Reise, fährt in wenigen Wochen schon los.
Der einzige Fehler, den er dabei gemacht hat, ist, dass er seiner Partnerin absolut nichts von seiner konkreten Planung erzählt hat. Vorher hat er ja offenbar schon oft kommuniziert, dass das wohl ein langgehegter Traum von ihm ist.
Bedeutet er kann es nicht abwarten, endlich rauszukommen, endlich zu vereisen.
Ja logo, wenn er diesen Traum schon lange hat und jetzt endlich die Gelegenheit bekommt. Ist doch klar, dass er es dann nicht abwarten kann. Das ist doch eine ganz natürliche Reaktion. Was ist denn daran so falsch? Auch hier wieder: das Problem ist, dass er die FS nicht darüber unterrichtet hat, dass er jetzt mal nen Monat wegfahren möchte.
Klingt für mich nicht nach einem einmaligen Vorhaben.
Tut mir leid, aber diese Schlussfolgerung verstehe ich nicht. Wieso denkst du das? Wo nimmst du das denn her?
 
  • #70
Ich finde aber auch, dass die Einstellung der FS und auch von dir, lieber @Verwirrt1111 extrem eifersüchtig ist. Ich unterstelle einfach mal, dass hinter der Ablehnung der Möglichkeit, dass der Partner mal selbstständig ein paar Wochen woanders hinfährt, einfach die Angst steckt, er könne dort etwas tun,
Ich denke, das ist etwas zu kurz gesprungen.

Natürlich hat der Wunsch, nicht über mehrere Wochen vom Partner getrennt zu sein, auf einer "biologischen" Ebene etwas mit Eifersucht und ähnlichen Gefühlen zu tun, praktisch ein Reflex, den man hinterfragen und unterdrücken könnte.
Nur gründet doch das gesamte Paarleben zu einem wichtigen Teil auf so einer "biologischen", unbewussten Ebene, dem Wunsch nach Nähe, den man beim Partner ebenso voraussetzt. Wenn der Partner deutlich zeigt, dass das dieser Wunsch bei ihm weniger ausgeprägt ist (zumindest nicht auf die TS bezogen), droht eine ungute Dynamik in der Beziehung, Klammern und Flucht.

Der TS nun einfach zu empfehlen, ihre Emotionen zu unterdrücken und rational zu hinterfragen, finde ich nicht hilfreich.
Rein rational betrachtet, kann man als Single ja genausogut leben, wohl in vielerlei Hinsicht sogar einfacher und besser.

Viel gesünder finde ich es, offen und selbstbewusst zu seinen emotionalen Bedürfnissen zu stehen. Sich keinen Kopf drum zu machen, ob das jetzt "modern" oder "vernünftig" ist.
 
  • #71
Tut mir leid, aber diese Schlussfolgerung verstehe ich nicht. Wieso denkst du das? Wo nimmst du das denn her?
Wenn jemand die Idee von langen Solo-Aktionen so attraktiv und toll findet, wäre es generell seltsam, wenn er das als ein einmaliges Ausprobieren sehen würde. Auch dass die TS hier überhaupt schreibt und sich Sorgen macht, spricht eher für eine entsprechende Neigung bei ihm.

In einem früheren Thread schreibt sie davon, dass er Kontakt mit vielen Exen hält und sie dadurch ebenfalls verunsichert. Die Rollen in dieser Beziehung scheinen also ziemlich vorgezeichnet: Er vermittelt ihr kein sicheres Gefühl, dadurch wird sie eifersüchtig und klammerig; das ist zunächst nicht ihr Fehler - ich würde mal behaupten, dass man das bei fast jedem Menschen als Reaktion provozieren kann.

Natürlich kann es sein, dass die TS zu so einer kontrollierenden Haltung tendiert, das wäre nicht gut. ABER dafür gibt es im Text keine Anzeichen, im Gegenteil: Kontakt zu vielen Exen und lange, freiwillige, unabgesprochene Soloaktionen sind einfach nicht die Norm in einer Beziehung. Da müsste die TS schon besonders cool sein, um das so einfach wegzustecken.
 
  • #72
Ich denke, das ist etwas zu kurz gesprungen.

Natürlich hat der Wunsch, nicht über mehrere Wochen vom Partner getrennt zu sein, auf einer "biologischen" Ebene etwas mit Eifersucht und ähnlichen Gefühlen zu tun, praktisch ein Reflex, den man hinterfragen und unterdrücken könnte.
Nur gründet doch das gesamte Paarleben zu einem wichtigen Teil auf so einer "biologischen", unbewussten Ebene, dem Wunsch nach Nähe, den man beim Partner ebenso voraussetzt. Wenn der Partner deutlich zeigt, dass das dieser Wunsch bei ihm weniger ausgeprägt ist (zumindest nicht auf die TS bezogen), droht eine ungute Dynamik in der Beziehung, Klammern und Flucht.
Du versuchst gerade, das soziale Konstrukt der Eifersucht biologistisch zu rechtfertigen. Biologismus hat aber noch nie ausgereicht, um soziale Zusammenhänge zu beschreiben, zu analysieren und zu erklären.
Der TS nun einfach zu empfehlen, ihre Emotionen zu unterdrücken und rational zu hinterfragen, finde ich nicht hilfreich.
Es ist IMMER hilfreich, Emotionen rational zu hinterfragen. Von unterdrücken sprach auch niemand. Es geht hier darum, das Gefühl der Eifersucht rauszulassen, aber konstruktiv damit umzugehen. Ein reines Verbieten von Handlungen macht die Beziehung schlichtweg kaputt, hilft aber bei der Bewältigung des Eifersuchtsproblems wenig weiter. Dieses wird dann in die nächste Partnerschaft mitgenommen, bis man eben einen Partner gefunden hat, der sich der Kontrolle unterwirft, weil er/sie es nicht anders kennt, oder eben gerne geführt und erzogen werden will. Ein solches Gefängnis benötigen eben manche, um ihrer Sicherheit willen.
Rein rational betrachtet, kann man als Single ja genausogut leben, wohl in vielerlei Hinsicht sogar einfacher und besser.
Definitiv. Und?
Viel gesünder finde ich es, offen und selbstbewusst zu seinen emotionalen Bedürfnissen zu stehen. Sich keinen Kopf drum zu machen, ob das jetzt "modern" oder "vernünftig" ist.
Siehe oben. Du kannst zu deiner Verlustangst oder Eifersucht stehen wie du willst. Du kannst das sogar hinterfragen und die Herkunft dieses Gefühles analysieren und die dahinterstehende Angst bearbeiten. Das gibt dir noch lange kein Recht dafür, dass du verlangen kannst, dass der Partner aus Rücksicht auf deine emotionalen Unzulänglichkeiten seine Lebensträume aufgeben muss. Wir reden immer noch von nur 3-4 Wochen. Würden wir über ein Jahr oder einen kompletten Umzug reden, müsste man nochmals neu diskutieren.
 
  • #73
Natürlich kann es sein, dass die TS zu so einer kontrollierenden Haltung tendiert, das wäre nicht gut. ABER dafür gibt es im Text keine Anzeichen, im Gegenteil: Kontakt zu vielen Exen und lange, freiwillige, unabgesprochene Soloaktionen sind einfach nicht die Norm in einer Beziehung. Da müsste die TS schon besonders cool sein, um das so einfach wegzustecken.
Naja, und hier haben wir es, was mir in deinen Posts relativ oft auffällt:
Du gehst hier von irgendeiner Norm aus, die du als allgemeingültig kolportierst. Am besten von der Norm, die du in deinem Leben kennengelernt hast, was du selbst beobachtet hast, und bezeichnest alle Leute, die das anders leben, als "nicht der Norm entsprechend". Ich habe leider keine Kenntnis von einer solchen Norm. Wo steht die? Meinst du "normal"? Wenn du es so siehst, ist es zum Beispiel in meinem Umfeld ganz "normal", dass man mit dem ein oder anderen Ex noch Kontakt hat (nicht regelmäßig, nicht mit allen Exen, aber es kommt schon vor). Ich kenne niemanden im Freundes- und Bekanntenkreis, selbst im Familienumfeld nicht, der sich darüber aufregen würde, im Gegenteil, dass das ein Problem ist, habe ich erst hier im Forum kennengelernt. Und solche Schlussfolgerungen, wie du und Leni sie zieht, auch. Dadurch, dass er Kontakt zu vielen Exen hat, gibt ER (als Täter) Ihr (als Opfer) ein ungutes Gefühl der Unsicherheit und es MUSS natürlich so sein, dass er sowas jetzt öfter vorhat. Damit "zwingt" sie regelrecht dazu, eifersüchtig und kontrollierend zu werden und ihn nichtmal einen Monat wegfahren zu lassen, was er sich schon lange wünscht.

Aber offenbar gibt es Menschen, für die das ein richtiges Problem ist, bzw. die eines draus machen, das muss ich natürlich akzeptieren und für solche Lerneffekte danke ich dem Forum.
 
  • #74
In einer „normalen“ Beziehung IST eine mehrwöchige Trennung ein Einschnitt, und es IST ein schlechtes Zeichen, wenn sie einer aktiv und freudig herbeiführt, während sie den anderen betrübt.
Wie du siehst empfindet das nunmal jeder anders.
ich finde nicht, dass das ein großer Einschnitt in eine (sonst funktionierende) Beziehung ist.
Ich glaube, man kann auch nicht immer auf einer Wellenlänge sein und die selben Bedürfnisse haben, manchmal muss man Betrübtheit vielleicht auch aushalten ( können).
Leider hat die FS ja nicht mehr reagiert, wie ihre Beziehung sonst so läuft ...
 
  • #75
Du wirfst mir vor, dass ich in den Sachverhalt zu viel hineininterpretiere, machst aber am laufenden Band nichts anderes😉
Er hat sicher nicht mit ihr gesprochen, weil er wusste, dass sie niemals einverstanden wäre. Sie ist aber nicht seine Mutti, die dem minderjährigen Sohn eine Reise verbieten könnte. Deswegen zieht er es halt durch. Die Art und Weise finde ich auch nicht gut, im Grunde bisschen kindisch, aber letztendlich trägt sie sicher auch ihren Teil dazu
Woher nimmst du das? Ich lese nichts von Streitereien/ Diskussionen im Text.
Ich unterstelle einfach mal, dass hinter der Ablehnung der Möglichkeit, dass der Partner mal selbstständig ein paar Wochen woanders hinfährt, einfach die Angst steckt, er könne dort etwas tun, was nicht mehr unter eurer Kontrolle ist. Und je länger die Reise, um so wahrscheinlicher die Gefahr. Ich finde es schade für euch, dass ihr da nicht lockerlassen und entspannen könnt.
Auch hier: Woher nimmst du das?
 
  • #76
In einem früheren Thread schreibt sie davon, dass er Kontakt mit vielen Exen hält und sie dadurch ebenfalls verunsichert. Die Rollen in dieser Beziehung scheinen also ziemlich vorgezeichnet: Er vermittelt ihr kein sicheres Gefühl, dadurch wird sie eifersüchtig und klammerig; das ist zunächst nicht ihr Fehler - ich würde mal behaupten, dass man das bei fast jedem Menschen als Reaktion provozieren kann.
Woher nimmst du das? Ich lese nichts von Streitereien/ Diskussionen im Text.

Ich fände es gut, wenn die FS sich nochmal melden würde. Es gibt ja im Prinzip zwei Szenarien:
1) Er legt nicht so viel Wert auf die Beziehung, will nur was lockeres, keine Verbindlichkeiten und partnerschaftlichen Absprachen, und sie leidet darunter oder
2) Sie ist kontrollierend und klammernd und eifersüchtig und er will so hintenrum ausbrechen, indem er dann Diskussionen vermeidet.
Es gibt ja eh immer zwei Seiten bei solchen Problemen, seine und ihre. Wir haben hier ja immer nur eine. Aus den bereitgestellten Infos lässt sich nicht sicher ableiten, welches Szenario das wahrscheinlichere ist, daher interpretieren wir jetzt je nach unseren eigenen Erfahrungen und Ängsten das in die jeweilige Richtung.
Fakt ist nur, dass manche ein Problem damit haben, wenn der Partner drei Wochen ohne einen wegfährt, und andere nicht. Da gibt es kein Richtung oder Falsch. Und wenn es nur um diesen einen Fakt geht, dann lautet die Antwort: Dann braucht man einen passenden Partner, der das auch so sieht.
 
  • #78
Der Freund hat jetzt das „Go“ vom AG bekommen, von unterwegs arbeiten zu können. Er wünscht sich das schon länger. Was macht er? Er plant direkt die Reise, fährt in wenigen Wochen schon los. Bedeutet er kann es nicht abwarten, endlich rauszukommen, endlich zu vereisen. Klingt für mich nicht nach einem einmaligen Vorhaben.
Er könnte dabei auch feststellen, dass das Ganze nichts für ihn ist: er seine Freundin vermisst, sie gerne um sich haben wollen würde und daher so lange Aufenthalte auf Dauer einfach nichts für ihn sind.

Man muss schon sehr schlecht von sich selbst denken, wenn man meint, dass das Leben ohne einen, attraktiver für den Partner wäre, als mit einem. So dass man ihn erst gar nicht in den Genuss kommen lassen sollte, weil das eine potenzielle Bedrohung für die Beziehung bedeuten würde.

Kleiner Tipp: Liebe lässt sich nicht erzwingen. Entweder hat man Sehnsucht nach dem anderen, oder eben nicht. Aber damit sie überhaupt entstehen kann, muss man auch den entsprechenden Raum dafür schaffen.

Wie groß dieser Raum sein darf, und wann es anfängt unangenehm zu werden, das müssen die jeweiligen Paare miteinander ausloten. Da existiert kein einheitlicher Maßstab.
 
  • #79
Meine letzten Partner habe ich immer nur alle 4-6 Wochen gesehen. Das ist für mich ganz normal.

Nein, ich würde nicht mitgehen, das geht auch gar nicht. Dir würde ich empfehlen, nicht hinterherzuspringen und deine Arbeit liegenzulassen, aber darüber zu reden, dass Du andere Bedürfnisse hast als er und dann muss man darüber reden, ob er das einsieht und dich mitnimmt oder nicht.

Wenn er einsichtig ist, kommst du nächstes Mal mit und er erkennt seinen Fehler.

Macht er sich denn "aus dem Staub"? Habt ihr dazwischen keinen Kontakt? Wenn man täglich schreibt und 1x am Abend telefoniert, sollte es doch kein Problem sein. Das finde ich auch normal in einer Beziehung, aber wo es das nicht gibt, kann es durchaus kritisch werden und zu Missverständnissen kommen.
 
  • #81
Du versuchst gerade, das soziale Konstrukt der Eifersucht biologistisch zu rechtfertigen. Biologismus hat aber noch nie ausgereicht, um soziale Zusammenhänge zu beschreiben, zu analysieren und zu erklären
Als "vom Fach" muss ich aber nochmal sagen: Eifersucht ist einfach wirklich biologisch verankert und in der Hinsicht normal (wie auch Neid). Das bestreitet eigentlich niemand. Es hat einfach extreme Auswirkungen, wenn man die eigenen Gene instinktiv weitergeben will und der in diesem Moment ausgesucht Partner das sabotiert/gefährdet. Kann man im Tierreich gut beobachten, ist beim Menschen auch nicht anders.
Die Ausprägung der Eifersucht ist dagegen sicher kulturell begründet; d.h. ist man eifersüchtig, weil die Frau ihr Gesicht anderen Männern zeigt, männliche Freunde hat oder flirtet, da sind die Grenzen nicht nur biologisch begründet, sondern eben durch die gesellschaftliche Prägung. Da stimme ich zu.
Das grundlegende Gefühl ist jedoch an sich erstmal normal. Ich finde es sowohl kritisch, wenn man auf alles und jeden eifersüchtig ist und den Partner kontrolliert und einengt, als auch die heutige "woke" Mode, dass man ja gar nicht eifersüchtig sein darf und manche irgendwie erwarten, dass jeder polyamor leben will, weil das ja nur alles rein kulturell bedingt sei, dass man überhaupt eifersüchtig ist. Das führt dazu, dass manche sich da verleugnen, um nach außen hin locker und hip zu sein und ihre eigenen Grenzen ungewollt überschreiten. Da muss man einfach sehr in sich reinhören.
 
  • #82
Zudem weiß ich gar nicht wie ich ihn darauf ansprechen soll. Habt Ihr Tipps?
Wieso hast du das nicht sofort gemacht?

Also das wie geht ja mal überhaupt nicht. Entweder sieht sich dein Freund in keiner Beziehung mit dir, oder er nimmt dich nicht für voll.
Jedenfalls bespricht man solche Vorhaben zuerst mit der Partnerin, bevor man es in der großen Runde erzählt. Er hat dich bloßgestellt.

In einer vertrauensvollen Beziehung kann man sicher auch alleine wegfahren, sofern es die Lebensumstände erlauben. Aber da bespricht man das auch mit der/dem Partner/in, und fährt nicht drüber.
 
  • #83
Das grundlegende Gefühl ist jedoch an sich erstmal normal.
Nun ja, ich überlege gerade, ob rübergekommen ist, was ich meine. Also, ich ich ordentlich ausgedrückt hab, was ich meine. Ich versuche mal zu ordnen:
1: Ich würde niemals verlangen, dass jemand seine Gefühle unterdrücken soll. Wohl aber kann man von jedem erwachsenen Menschen verlangen, dass er/ sie lernt, mit Emotionen umzugehen, sie auszuhalten, darüber vernünftig zu kommunizieren und nicht aus lauter Angst irgendwelche Verdächtigungen oder Verbote ausstellt.
2: Ich akzeptiere, dass das grundsätzliche Gefühl der Eifersucht im Menschen angelegt ist. Schließlich kann man ja auch auf andere Dinge, als nur auf den Partner „eifersüchtig“ sein, was dann wahrscheinlich mit dem Begriff „Neid“ besser ausgedrückt ist, wie du schon sagst.
3: Was für mich nicht akzeptabel ist, ist grundlose Verdächtigung. Also, aufgrund dessen, dass jemand seine Eifersucht oder seinen Neid nicht im Griff hat (wir sind schließlich als soziale Wesen unserer Biologie nicht vollständig ausgeliefert, sondern sind - Gott sei Dank!- fähig zum Rationalisieren), zu unterstellen, das der schon lange gehegte Wunsch, einmal für bis zu 4 Wochen warum auch immer wegzufahren doch ganz sicher keine einmalige Sache sein KANN, finde ich wirklich schlimm. Gepaart damit, dass aufgrund dessen, dass er Kontakte zu irgendwelchen Exen hat, ihm zu unterstellen, dass dies ein Bruder Leichtfuß sein MUSS und ein unsicheres Gefühl zu kriegen, sagt irgendwie mehr über den Eifersüchtigen aus, als über den, der sich diese Unterstellungen gefallen lassen muss. Und deshalb eine Beziehung in Frage zu stellen, halte ich wirklich für sehr überreagiert. Wir wissen ja gar nicht, wie sich der Mensch in dieser Beziehung sonst so verhält.
4: Ich sehe aber auch ein, dass der Partner dies hätte kommunizieren müssen, an dieser Stelle setzt doch das unpartnerschaftliche Verhalten erst ein und das ist ihm definitiv anzulasten, meiner Ansicht nach.
 
  • #84
Du wirfst mir vor, dass ich in den Sachverhalt zu viel hineininterpretiere, machst aber am laufenden Band nichts anderes😉

Woher nimmst du das? Ich lese nichts von Streitereien/ Diskussionen im Text.

Auch hier: Woher nimmst du das?
Okay, hier nochmal:
Ich habe extra die Worte „sicher“ und „unterstelle“ benutzt, um damit zu kennzeichnen, dass auch ich hier an dieser Stelle nur vermuten und unterstellen kann. Dafür benutzt man solche Worte, damit der geneigte Leser merkt, dass das hier an dieser Stelle den Boden der Tatsachen verlässt. So what?

Kannst du nicht erstmal auf meine Frage antworten, wo du hier deine Behauptungen rausliest? Diese hast du nämlich nicht als Behauptung gekennzeichnet.
 
  • #85
einer „normalen“ Beziehung IST eine mehrwöchige Trennung ein Einschnitt, und es IST ein schlechtes Zeichen, wenn sie einer aktiv und freudig herbeiführt, während sie den anderen betrübt.
Sehe ich genauso. Selbstverständlich kann ich überleben, wenn mein Partner vier Wochen weg ist. Aber nach dieser Zeit entsteht gewisse Entfremdung und die Nähe muss wieder hergestellt werden. Ich verstehe auch nicht den permanenten Wunsch nach Distanz oder Zeit ohne den Partner - geht er mir auf den Keks, so dass ich "Ruhezeiten" brauche, was soll ich dann mit solchem Partner??
 
  • #86
Liebe FS , Du bist mMn eifersüchtig und neidisch.
Auch wenn er in Deutschland geblieben wäre, müsstest du dir deinen popo abfrieren.

Du bist eifersüchtig, weil er schöne Abende mit andere Menschen verbringen wird und nicht mit dir. Spanien, gutes Wetter, Weinchen hier, Weinchen da.
Ich kann es nachvollziehen, bzw mich in dich hineinversetzen und behaupte mal, dass ihr nicht zusammen passt. Wenn es ihm dort gefällt, wird er es immer wieder machen wollen.
Er hat ein anders Nähebedürfnis und eine andere Vorstellung von Partnerschaft als Du .
Versteh mich nicht falsch, ich fände es auch nicht toll.

Es spielt keine Rolle WIE er das kommuniziert hat. So oder so würdest Du es ihm nicht gönnen.
 
  • #87
Nun ja, ich überlege gerade, ob rübergekommen ist, was ich meine. Also, ich ich ordentlich ausgedrückt hab, was ich meine. Ich versuche mal zu ordnen:
1: Ich würde niemals verlangen, dass jemand seine Gefühle unterdrücken soll. Wohl aber kann man von jedem erwachsenen Menschen verlangen, dass er/ sie lernt, mit Emotionen umzugehen, sie auszuhalten, darüber vernünftig zu kommunizieren und nicht aus lauter Angst irgendwelche Verdächtigungen oder Verbote ausstellt.
2: Ich akzeptiere, dass das grundsätzliche Gefühl der Eifersucht im Menschen angelegt ist.
3: Was für mich nicht akzeptabel ist, ist grundlose Verdächtigung. Also, aufgrund dessen, dass jemand seine Eifersucht oder seinen Neid nicht im Griff hat
4: Ich sehe aber auch ein, dass der Partner dies hätte kommunizieren müssen, an dieser Stelle setzt doch das unpartnerschaftliche Verhalten erst ein und das ist ihm definitiv anzulasten, meiner Ansicht nach.
Ich glaube, wir sind uns da einig :)
Ich selbst in ja auch höchst un-eifersüchtig. Das kommt wirklich extrem selten vor. Wenn mein Partner länger wegfahren möchte, weibliche Freunde hat, Kontakt zur Ex - stört mich alles nicht, solange ich nicht das Gefühl bekomme, da ist was im Busch, und das habe ich jetzt in sechs Jahren nie gehabt, beim Partner vorher erst am Ende, wo es stimmte, und beim ersten auch erst am Ende. Mein Eifersuchts-Radar schlägt also nur an, wenn wirklich was im Busch ist. Und meine Partner waren alle ähnlich drauf, ich hatte noch nie jemanden, der mich da kontrollieren wollte oder mir Sachen verboten hat. Scheinbar setzen hier andere ihre Grenzen woanders. Wenn der Partner das auch so sieht, passt es ja wieder.
Ob wir noch ein Follow-up der FS bekommen..?
 
  • #88
Ach die meisten Frauen hier würden es selbst nicht gutheißen, wenn ihr Partner so drauf wäre, wie der Freund der FS. Aber möglichst locker rüberzukommen, ist wohl gerade in. Mich würde es stören und es ist kein gutes Zeichen.
Deine Meinung.
Ich war öfters beruflich weg, Amerika, immer wieder mal für ein paar Wochen, das war kein Problem.
Warum auch, wir hatten es vorher besprochen, es war für diese Berufslaufbahn am Anfang notwendig, wir haben uns vertraut. Ich ihm hier, er mir dort.
Der Unterschied zur FS, wir haben es konkret besprochen.
 
  • #89
es war für diese Berufslaufbahn am Anfang notwendig, wir haben uns vertraut.
Es war notwendig für deine Karriere...Der Freund muss nicht bzw. sein Aufenthalt hat keinen Einfluss auf seine Karriere, sondern er möchte einfach von woanders arbeiten. Das ist doch was ganz Anderes. Mein Freund ist auch oft im Ausland, weil er Termine hat, bleibt aber keinen Tag länger als nötig.
 
  • #90
Ich glaube nicht dass er mit dir verreisen wollen würde. Und würde es mich persönlich an deiner Stelle stören? Ja, auch. Ich habe generell kein Problem damit, dass man sich Pausen gönnt, aber in eurem Fall denke ich läuft da was falsch. Nicht absprechen von Plänen ist keine gute Basis für eine Beziehung. Ich denke du weißt es und du spürst es in deinem Inneren. Es fühlt sich für dich nicht gut an! Sonst wärest du nicht hier mit der Frage. Lass ihn erstmal ziehen und konzentriere dich auf dein Leben.

Gruß
W,35
 
Top