• #1

Freundeskreis neu sortieren?

Ich bin Mitte 30 und Single und bemerke, dass sich immer mehr (nicht alle) meiner Freundinnen und Freunde in ihre Beziehung zurückziehen, was ich sehr bedauere. Meine Freundinnen und Freunde, die Single sind, sind hingegen viel präsenter, aber leben leider ganz überwiegend nicht an meinem Wohnort. Einige Singlefreundinnen stürzen sich im Moment in ihre Arbeit und verabschieden sich langsam aber sicher auch aus meinem Leben. Ich frage mich, ob es ein natürlicher Selektionsprozess ist, dass sich der Freundeskreis mit über 30 noch einmal neu mischt? Corona erschwert es mir zudem, neue Bekanntschaften zu schließen. Ich habe es online über eine App versucht, aber konnte nicht fündig werden, weil niemand meine Interessen geteilt hat.
 
  • #2
Ich frage mich, ob es ein natürlicher Selektionsprozess ist, dass sich der Freundeskreis mit über 30 noch einmal neu mischt? Corona erschwert es mir zudem, neue Bekanntschaften zu schließen. Ich habe es online über eine App versucht, aber konnte nicht fündig werden, weil niemand meine Interessen geteilt hat.
Mein Selektionsprozess geht ein Leben lang, was mir Energie raubt, verabschiede ich, was mir Energie gibt, behalte ich, so einfach geht das!
 
  • #3
Ja ist so. Ich bin 40 und habe Freundinnen die ein paar Jahre älter sind (so um die 50) weil da die Kinder auch schon älter sind (meine beiden sind Teenager) und jüngere Freundinnen (so Anfang 30) die noch keine Kinder haben. in meinem Alter habe ich nur eine Freundin (die keine Kinder hat).
Ich habe das jetzt erstmal so akzeptiert genau wie die Tatsache dass Männer in meinem Alter dann halt in der Regel Kleinkinder im Schlepptau haben wenn sie Single sind. Ich hoffe da einfach auf die Zukunft.
 
  • #4
Hallo @neonlove . Ich fürchte es ist normal, dass sich mit der Zeit der Freundeskreis ausdünnt.

Manchmal trauere ich den Studentenzeiten nach, wir waren eine sehr große Clique, ständig mit vielen Leuten WG-Parties oder Grillen im Park. Mit Eintritt in die Berufstätigkeit hatten alle erstmal weniger Zeit (ich auch), dann entstanden Paarbeziehungen und Ehen (da habe ich nicht so viel Unterschiede bemerkt, weil die Partner einfach integriert wurden). Der größte Cut sind die Familiengründungen. Die Paare mit Kindern verbringen meist Zeit auf dem Spielplatz unter anderen Eltern mit Kindern und die kinderlosen Paare und Singles bleiben zurück. Meine Mütter-Freundinnen (die meisten noch noch der Schulzeit) treffe ich selten und meist tagsüber mit Kind zum Spazierengehen oder zu Hause bei ihnen. Ist für mich nicht sonderlich spannend. Sehr sehr selten mal ohne Kind abends im Restaurant oder Bar, eher nach der Stillzeit wieder. Liegt aber auch daran, dass sie alle sehr am Kind klammern und den Vätern nichts zutrauen, schade. Sie könnten sich die freien Abende viel gerechter aufteilen, wenn sie denn wollten. Ich hoffe, ich werde es besser hinkriegen und unser Kind öfter entspannt beim Vater oder Großeltern lassen.

Ich habe eine Single-Frauen-Freundesgruppe, wir machen recht viel zusammen (eine Arbeitskollegin hatte mich mal mit genommen, sie kannte die anderen über ihre Mitbewohnerin und diese sie über eine "Neu in"- Facebook-Gruppe). Inzwischen sind in der Gruppe 3 verheiratet, 2 Mütter und 1 schwanger (ich), aber wir treffen und trotzdem untereinander wie vorher und machen Single-Spaß (tanzen gehen, Weinabende, Bar, Picknicken, Badesee etc)

Wenn du keine neuen Leute über Beruf, Sport oder Hobby kennenlernst, würde ich es mal über solche Gruppen ausprobieren.

Grundsätzlich ist es mit ü30 schwieriger neue Freunde zu finden, weil alle schon bestehende Freundeskreise haben oder mit Familie beschäftigt sind. Das ist normal leider und geht wohl allen so.

W37
 
  • #5
Ich musste immer mal wieder "umräumen, aussortieren oder wurde natürlich aussortiert".

Ganz besonders wenn sich Partnerschaften ergeben haben.
Schwupp weg waren sie.

Manchmal auch, weil ich festgestellt habe...ist unangenehm geworden.
 
  • #6
Ich kann da schlecht mitreden. Ich habe ständig meine Freundeskreise gewechselt und dann immer wieder Freunde verabschiedet, die mit meinem Lifestyle nicht mitzogen und sich immer nur über die gleichen alten Dinge unterhalten konnten, aber für nix Neues offen waren.

Ich weiß nicht, ob ich wirklich noch Freunde habe. Ich habe mehr sehr gute Bekanntschaften, die man einmal im Jahr trifft. Für Freunde habe ich einfach keine Zeit, weil ich eine Fernbeziehung führe und dann von Mittwoch bis Sonntag unterwegs bin. Mich würde es nerven, wenn mich da jemand anstupst, weil er mit mir ins Kino gehen will oder einfach nur so "abhängen" will. Dafür habe ich einfach keine Zeit mehr und darüber bin ich auch froh. Ich zufrieden, ausgelastet und bin mit meinem Leben beschäftigt.
 
  • #7
Meine Erfahrung - allerdings aals Mann

Freunde bleiben - Kumpels wechseln ab und zu ......

Meine Freunde sind da allerdings auch sehr locker - Kinder oder nicht war unter uns Männern nie das Problem.
Selbst in der Autohalle gibts ein eck für die Buben - Frauen haben nur 2 mal im Jahr Zutritt. Ausnahme sind Arbeiten wie Schweissen und Flexen - da müssen Kinder draussen bleiben. Ist selbst uns Kerlen zu gefährlich.
 
  • #8
So geht es mir auch

Ich bin jetzt 36 und hab nun leider auch meine Familie an diverse Krankheiten verloren. Es gibt noch meinen Bruder, aber da besteht wenig Kontakt.

Ich musste lernen zu unterscheiden zwischen sozialen Kontakten und einem festen Freundeskreis. Ersteres sind mittlerweile fast ausschließlich KollegInnen die man regelmäßig zwar sieht, die aber an und für sich nicht konkret trifft. Also auf der Arbeit, bei uns am Stall... der feste Freundeskreis schrumpft derweil weiter und ich musste einsehen, daß die Reise wohl kaum umkehrbar ist.
 

Laleila

Cilia
  • #9
Ich bin Mitte 30 und Single und bemerke, dass sich immer mehr (nicht alle) meiner Freundinnen und Freunde in ihre Beziehung zurückziehen, was ich sehr bedauere. Meine Freundinnen und Freunde, die Single sind, sind hingegen viel präsenter, aber leben leider ganz überwiegend nicht an meinem Wohnort. Einige Singlefreundinnen stürzen sich im Moment in ihre Arbeit und verabschieden sich langsam aber sicher auch aus meinem Leben. Ich frage mich, ob es ein natürlicher Selektionsprozess ist, dass sich der Freundeskreis mit über 30 noch einmal neu mischt?
Naja, normal ist, dass sich etwas verändert. Ich mag meine Singlefreundinnen und jene, die nicht überal ihren Partner mit hin schleppen wollen, am meisten.
Kommen Freundinnen zu Besuch "dürfen" die Jungs nett Hallo und Ciao sagen, ansonsten sind sie raus. Lediglich wenn sie ein paar Tage bleiben gibt's einmal am Tag eine gemeinsame Mahlzeit mit den Männern. Ansonsten haben sie "Oberes Stockwerkverbot" Darüber sind sie auch nicht böse, sie haben ja auch ihre Hobbies.
Mich nervt es endlos, wenn ich mit einer Freundin ein schönes Wochenende plane und kurz vorher sagt sie XXX würde gern mitkommen Hallo? Nein? Nein!!! Das ist ein Mädelsausflug.

Ich mag auch keine Pärchenabende. Mal in einer größeren Gruppe wandern, bowlen o.Ä. gern. Aber dieses Pärchenengeklitsche kann ich nicht ab.

Ich würde Deine Freundin bitten, auch wenn Du Verständnis für ihre neue Lebensphase hast, Dir nicht nur als Ehefrau und/oder Mutter zu begegnen, sondern hin und wieder einfach immer mal wieder als Freundin.
Das brachte bei mir damals extrem viel. C. war richtig schockiert, weil sie ihre eigene Verhaltensänderung nicht selbst bemerkte.
Zu Freundinnentreffen gehören Männer nicht dazu, und ich käme nie auf die Idee mit zu einem Männerabend gehen zu wollen. Sollen sie doch bitte unbeobachtet tun und lassen was sie wollen. Nicht alles will und muss ich als Partnerin, sehen, hören, wissen.
Anfang März wirds ein bissel blöd, eine meiner liebsten Freundinnen aus Berlin hat endlich, jetzt wo sie 50 ist, einen Partner und den will sie mir nun unbedingt vorstellen, also kommen die Beiden ein paar Tage her. Mir graut es bei dem Gedanken daran, 3 bis 4 Tage immer ihr Anhängsel mit brspasen zu müssen. R. wird sich ganz rausnehmen, er findet Besuch doof und für J. Wird es pure Zeitverschwendung sein, sich mit einem Wirtschaftsjournalisten zu unterhalten. Ich werde vor Freude schon hysterisch feiern, wenn er es zwei Stunden übersteht, ohne demonstrativ einzuschlafen. Das ist kein Witz. Männer ohne handfeste Männer- Hobbies langweilen ihn zu Tode. Also muss ich die gesamte Zeit abfedern. Ich hasse es schon jetzt. (Wo ich Wirtschaftsjournalisten ja auch sooooooooooo liebe *Ironie Off*)
 
  • #10
Ich selektiere keine Freunde. Sicherlich hatte ich in der Schule andere Freunde als in der Uni und nach der Uni hatte ich wiederum andere Kontakte. Ich denke es ist einfach der Lauf der Welt.
Wenn du dir mehr Kontakt und neue Freunde wünschest, kannst Du dich ja umschauen. Neue Hobbys, neue Aktivitäten, eine Partnerschaft. Wenn du aktiv wirst, werden neue Bekanntschaften sich ergeben.
 
  • #11
Ich denke, das ist in gewissem Sinne normal. Zu Schul- und Studienzeiten hat man einfach mehr Zeit und seltener feste Partnerschaften. Später kommen dann Beruf, alte Eltern, Kinder usw. dazu. Dann muss man einfach aus Zeitgründen mehr sortieren. Einmal Freundschaften, die einem doch nicht so viel geben, die gibt man auf. Und die Freunde, die man hat, die sieht man dann eben seltener. Meine Freunde leben in der ganzen Welt verstreut, von USA über Malaysia, Japan; und von Hamburg bis Köln. Die meisten sehe ich 1-2mal im Jahr, und da viele mittlerweile Kinder haben, telefoniert und schreibt man auch seltener. Ich habe allerdings selbst eine Beziehung und mein Mann ersetzt mir auch einen besten Freund; ich habe nicht mehr so stark das Bedürfnis nach Gesprächen mit anderen (halte das aber trotzdem aufrecht; ich liebe ja meine langjährigen Freunde). Was auf jeden Fall weggefallen ist, sind eher oberflächliche Bekanntschaften, z.B. Leute, mit denen man früher bestimmte Hobbys geteilt hat oder beim Studium weggegangen ist.
Meine Eltern haben mit 80 noch ihre engsten Freunde vom Studium. Ich finde es daher schon wichtig, dass man die Kontakte zu Leuten pflegt, die einem wirklich wichtig sind. Aber das sind dann irgendwann eben nur noch ein paar und nicht 30, 40 Leute.
Mein Mann tendiert leider dazu, sich überhaupt nicht um seine Freundschaften zu kümmern; das übernehme jetzt eher ich, indem ich sage, er soll sie mal einladen. Er verlässt sich da zu sehr auf mich, also sagt, ich reiche ihm. Ich denke, das ist aber gefährlich. Nicht nur bei einer Trennung (die man ja nie ausschließen kann), auch, falls einer doch stirbt. Männer vernachlässigen sehr viel häufiger ihr soziales Netz und vereinsamen dann im Alter. Es ist auch nicht so, dass er seine Freunde nicht mag, aber wenn er sie lange nicht sieht oder hört, stört es ihn einfach nicht so (und sie auch nicht, glaube ich).
Für mich ist wichtig, dass ich weiß: Hätte ich Probleme oder meine Freunde hätten Probleme, wären wir füreinander da.
w, 38
 
  • #12
Zu Freundinnentreffen gehören Männer nicht dazu, und ich käme nie auf die Idee mit zu einem Männerabend gehen zu wollen. Sollen sie doch bitte unbeobachtet tun und lassen was sie wollen. Nicht alles will und muss ich als Partnerin, sehen, hören, wissen.
So eine Geschlechtertrennung finde ich wiederum sehr langweilig, nur Frauen unter sich, puh. Genauso wie ich es a weng schade finde, dass wir auf der Arbeit fast nur männliche Kollegen haben, ich brauche die Mischung.
Die typischen Frauenthemen sind nach ein paar Mal ausgelutscht.

@FS ja seit ich 30 bin, geht es mir so, dass hauptsächlich durch berufs- oder partnerschaftsbedingte Umzüge die besten Freunde wegzogen. Die, die blieben, halten die Stange, aber durch die Eingebundenheit ins Berufsleben und Familie kostet es immer größere Anstrengungen, Zeit füreinander zu haben, und manchmal verliert man sich dann aus den Augen, wenn sie nicht wichtig genug sind.
Neue Freundschaften aufzubauen ist deutlich schwieriger, d.h. für jedem wegbrechenden alten Kontakt muss ich ca. 10 neue wertvolle Kontakte (also nicht xbeliebige Zufallsbekanntschaften) auftun, um einen guten Freund zu finden. Bei mehreren Leuten, wo sich interessemäßig meinerseits mehr ergeben hätte, war es am Ende dann doch nur unser Kindergartenkind, das uns verband, und als es in die Schule kam, versandete es wieder aus Zeitmangel (so als Beispiel).
In den letzten 5 Jahren lernte ich nur eine gute neue Freundin kennen, die allerdings auch längst weggezogen ist, aber wir klammern uns aneinander.
Also: alles ganz normal, ist leider der Lauf des Lebens.
Ich kenne Leute, bei denen es anders läuft, die sind allerdings alle "Künstler" und arbeiten nicht, haben Zeit um ständig auf Festivals herumzuhängen, ja dann ist es natürlich einfach, Freundschaften aufzubauen.

W u40
 
  • #13
Ich fürchte es ist normal, dass sich mit der Zeit der Freundeskreis ausdünnt.
Der größte Cut sind die Familiengründungen.
Das ist auch meine Erfahrung.
Erst letztens habe ich wehmütig daran gedacht, wie häufig und spontan meine Freundinnen und ich uns früher gesehen haben.
Mir persönlich fällt es mittlerweile nicht mehr so leicht, neue Freundschaften zu schließen. Ich weiss nicht genau warum, aber noch vor ein paar Jahren war ich im Umgang mit neuen Menschen offener und vertrauensvoller. Irgendwie bin ich jetzt vorsichtiger, wen ich an mich ranlasse, was vielleicht aus schlechten Erfahrungen resultiert.

w33
 
  • #14
Hobbies.
Mich nervt es endlos, wenn ich mit einer Freundin ein schönes Wochenende plane und kurz vorher sagt sie XXX würde gern mitkommen Hallo? Nein? Nein!!! Das ist ein Mädelsausflug
Ich hab gemischte Freunde und mache ich was mit mehreren, sind dann eben auch männliche Freunde dabei. Ich durfte auch als einzige Frau mit zum JGA meines besten Freundes. Treffen wir uns Weihnachten auf dem Weihnachtsmarkt, sind wir 50/50 Männer/Frauen, keine oder wenig Pärchen. Ich war aber auch noch nie so ein Frauencliquen-Fan, glaube ich. Und da ich fast alle Partner meiner Freunde mag, treffe ich mich auch gern als Pärchen; ist immer witzig mit allen. Geschlecht hat da für mich gar keine Aussage, sondern Wellenlänge. Über Sex, Kinder in der Zukunft, Einrichtung, Technik, Geschichte, Klamotten, Politik,… kann ich mit allen reden, ob männlich oder weiblich. Bei Liebeskummer hab ich als erstes meinem besten Freund Bescheid gesagt.
 
  • #15
Das die Zahl der Freunde mit der Zeit abnimmt ist wohl einfach so, sei es durch Familiengründung, Umzug oder unterschiedliche Entwicklung. Bei mir sind da auch nicht mehr viele übrig. Es kommt dann auch noch darauf an wo man den Schnitt zwischen Freund und Bekannter macht. Neue Bekanntschaften findet man zwar ab und an aber die bis daraus Freunde werden dauert es und oft sind die Bekanntschaften dann auch wieder weg bevor sie zu Freunden geworden sind.
 

Laleila

Cilia
  • #16
Ich mache da bei Freunden auch keinen Unterschied. Zum Mädelsabend dürfen auch schwule Männer mitkommen. Und wie gesagt, Wandern , Bowling, Konzerte usw, da sind wir immer gemischt, aber eben nicht als Pärchenaktion.
Und hier ging's ja um das Freundschaftsverhalten von Pärchen.
Die finde ich echt krampfig. Natürlich sind da auch MAL Paare dabei, die haben aber auch kein Problem damit nicht den halben Abend beim Partner/in am Rockzipfel zu hängen.
Allein der Begriff klingt, als gehört das was er beschreibt in einen Zoologischen Garten. Oder auf die Arche.
 
  • #17
Hallo FS,
Davon kann ich leider nur ein Lied singen. Ich trauere selber der Studentenzeit nach bzw der Zeit vor Corona.
Eine Clique von damals ist auseinander gebrochen und ich habe noch ein Jahr lang versucht die Leute zu einem Treffen zu bewegen.
Damals hat es noch gut geklappt. Doch nun gibt es seit 2 Jahren Einschränkungen und 2 Leute sind Eltern geworden und daher sehr vorsichtig.
Gute Bekannte von damals gehen nicht auf meine Vorschläge auf ein Treffen ein, das ist zermürbend.

Eine Freundin hat mir ohne ersichtlichen Grund die Freundschaft gekündigt. Dies hat sie allerdings nur gemacht als ich nachgehakt habe. Sie hatte sich nicht mehr gemeldet und ich habe mir Sorgen um sie gemacht.

Fazit: Selbst wenn man vollzeit arbeitet findet man immer noch die Zeit für Menschen die einem wichtig sind.
Menschen sollten jedoch ehrlich sagen wenn sie kein Interesse mehr an einem Kontakt haben statt sich hinter einer ungelesenen Nachricht zu verstecken.

Lg
 
  • #18
Bei uns ist das eben total gemischt ....
Ein reiner Männerbund ... hat sich bewährt.
V hat dafür ihre Mädelsabende ..... da kommen wir Männer ab und zu mit. Aber nur nach Absprache, ansonsten sind wir Fahrdienst ... grins
Die Grillabende im Garten - da bringen wir unsere Mädels mit, so sie mit wollen. Kinder sind auch willkommen.
Und ansonsten - wir sind frei. Paare können alleine weg, mehrere Paare, Singles dabei .... egal. Al Gusto.
Ich verstehe allerdings deinen Mann - Anhängsel sind sooooo langweilig und anstrengend. So sie eben nicht mehr sind. Da klinke ich mich schon auch mal aus.
Und etwas Geschlechtertrennung kann wohl für Jungs wie Mädels ab und zu sehr erholsam sein.
 
  • #19
Es macht in meinen Augen immer Sinn seine Beziehungen auf den Prüfstand zu stellen.
Ich habe die Erfahrung gemacht, auch Freundschaften sind sehr oft Zweckbeziehungen, die nur so lange funktionieren, wie dieser Zweck erfüllt wird. Manchmal ist es mir bewusster, manchmal eben nicht.
ich bin gerade wieder in einem Umbruch und habe mich von einem Menschen verabschieden, von dem ich es nie gedacht hätte. Am Ende musste ich aber resümieren. Es hat funktioniert, weil ich sehr viel investiert habe. Das ist mir auch nie schwergefallen. Ich wollte das selbe. Jetzt wo ich es nicht mehr kann, verändert sich die Dynamik und damit auch die Qualität. Da ich den Menschen nicht ändern kann, muss ich die Konsequenz ziehen und gehen.
Ich habe nach meiner Trennung einen Großteil meiner Freunde "verloren". Das war eine heilsame Zeit. Ich konnte mich nicht von mir selber ablenken und habe tiefe Täler durchschritten. War sehr Einsam. Ich bin daraus gestärkt hervorgegangen. Ich habe erkannt, dass alleine sein nicht gleich einsam ist, wenn man mit sich selber zufrieden ist. Danach habe ich unfassbar tolle Menschen in mein Leben bekommen. Dafür mussten die anderen gehen.
Daher würde ich jedem raten nicht den Verlust zu fokussieren, sondern sich drauf zu konzentrieren, wen man sich in sein Leben wünscht. Das Gesetzt der Anziehung macht vieles möglich. Jedenfalls, wenn du dein Leben zu deinen Bedingungen lebst.

Ich bin in meinem Freundeskreis einziger Single. Das ist völlig in Ordnung. Weil es passt. Ich lebe aber auch damit, das es Paarabende gibt, bei denen ich nicht geladen bin. Es wird Gründe haben. Wir treffen uns in den unterschiedlichsten Konstellationen und das ist auch gut so. Nicht immer ist die Dynamik gleich und das schätze ich.
 
  • #20
Ja, das mit dem Freundeskreis "sortieren", das geht ein Leben lang. Er wird sich ein Leben lang ändern, genauso, wie sich das Leben ändert, ob wir wollen, oder nicht.

Ganz krass ist es nach einer Trennung, da kann es schon mal passieren, dass man ganz schön belämmert dasteht, vor allem, was den gemeinsamen Freundeskreis anbelangt. Und dann natürlich die bestimmten Lebensphasen, allen voran, die Familiengründung.

Was ich immer noch nicht so recht verstehen kann ist, warum sich einige meiner Singlefreunde von mir abgewandt haben, als ich meinen Partner kennenlernte. Tut mir heute noch leid. Ich wäre sehr daran interessiert gewesen, den Kontakt zu behalten.

Das Leben ist ein Fluss. Je besser wir alleine schwimmen können, desto einfacher wird es. Am besten ist es, nicht von anderen Menschen abhängig zu sein. Aber wir sind nun mal Rudeltiere und gemeinsam ist es schon schöner.

Ideal ist es, wenn man Menschen über ein Hobby oder ein Ehrenamt kennenlernen kann, also über ein gemeinsames Thema. Aber das ist in Coronazeiten auch nicht ganz einfach.
 
  • #21
Grundsätzlich ist es mit ü30 schwieriger neue Freunde zu finden, weil alle schon bestehende Freundeskreise haben oder mit Familie beschäftigt sind. Das ist normal leider und geht wohl allen so.
Ich bin w32 und das sehe ich genauso. In der Studienzeit hatte ich sehr viele Cliquen, WG-Partys, Semesterpartys, ständig neue Leute usw, da einfach die meisten ungebunden, jung, kinderlos und oft Singles waren.

Ü30 ist man mit Job und Berufsalltag ausgelastet, hat weniger Gelegenheiten und viele haben kleine Kinder. Da ist es sowohl schwerer, neue Freunde zu finden, als auch, einen neuen Partner zu finden.
Wenn du keine neuen Leute über Beruf, Sport oder Hobby kennenlernst,
Ich bin für meinen Partner in eine andere Stadt gezogen. Da habe ich auch solche Gruppen genutzt. Zb Facebook Gruppen: Bin neu in XY, Mamis is XY, meetups, internations.org usw. So haben sich auch neue Kontakte ergeben. Wohnst du in einer größeren Stadt, wo es so etwas gibt?

Um die 30 ziehen viele für den Partner oder Job um, heiaten, bekommen Kinder usw. Das ist normal, dass sich da der Freundeskreis umsortiert. Viele sind mit Job, Kinder, Partner und bestehendem Freundeskreis ausgelastet und suchen keine neuen Leute mehr. LG w32
 
  • #22
Ich bin Mitte 30 und Single und bemerke, dass sich immer mehr (nicht alle) meiner Freundinnen und Freunde in ihre Beziehung zurückziehen, was ich sehr bedauere.
Bin auch w /35 ist bei mir genau das gleiche, scheint normal zu sein...
Ich bin mir auch nicht sicher ob du und ich nicht genauso handeln würden, wären wir in Beziehungen...
Mit dem Hintergrundwissen, wie es für diejenigen ist, die alleine zurück bleiben vielleicht nicht ganz so extrem, aber die Tendenzen würden denke ich da sein, vor allem wenn man frisch verliebt ist oder kleine Kinder hat.
Ich habe auch Verständniss dafür, wenn Freundinnen mir sagen, das sie die wenigen freien Tage bzw. Wochenenden lieber mit dem Partner/Familie verbringen wollen, weil man schon nicht mehr viel Familien-/Paarzeit hat.
Meine Freundinnen und Freunde, die Single sind, sind hingegen viel präsenter, aber leben leider ganz überwiegend nicht an meinem Wohnort. Einige Singlefreundinnen stürzen sich im Moment in ihre Arbeit und verabschieden sich langsam aber sicher auch aus meinem Leben. Ich frage mich, ob es ein natürlicher Selektionsprozess ist, dass sich der Freundeskreis mit über 30 noch einmal neu mischt? Corona erschwert es mir zudem, neue Bekanntschaften zu schließen. Ich habe es online über eine App versucht, aber konnte nicht fündig werden, weil niemand meine Interessen geteilt hat.
Wie das bei (kinderlosen) Singlefrauen ist, kann ich dir nicht sagen, da ich in meinem Freundeskreis aktuell keine habe, kann aber für mich selber sagen, das dieses "in die Arbeit stürzen" auch auf mich zutrifft, nicht bewusst, aber wenn jemand krankheits oder urlaubsbedingt ausfällt werde ich halt oft gefragt ob ich einspringen kann, da der Arbeitgeber ja weiss auf mich wartet Zuhause niemand.
Wenn man gerade sowieso (noch) nichts vor hat für die Tage, stimmt man in der Regel auch zu und geht halt arbeiten, anstatt den Tag auf der Couch zu verbringen.
Wenn ich aber irgendwo eingeladen bin oder mich vearbredet habe oder sonstige Planungen, kann ich auch sehr gut nein sagen! Alles eine Frage der Priorität.
Mein Tipp an dich, hinzunehmen, was du nicht ändern kannst, du kannst nicht ändern, das deine Freundinnen gerade in Partnerschaften sind und Kinder großziehen, freue dich für sie und gib ihnen den Raum, den sie gerade brauchen, wenn du Zeit und Lust hast, investiere in diese Freundschaften (Einladung/Anruf), es kommt auch irgendwann eine Zeit nach Partnerschaft und Kindern, wo die Freunde wieder präsenter werden und an Bedeutung gewinnen.
 
  • #23
Hallo @neonlove .

Wenn du keine neuen Leute über Beruf, Sport oder Hobby kennenlernst, würde ich es mal über solche Gruppen ausprobieren.

Grundsätzlich ist es mit ü30 schwieriger neue Freunde zu finden, weil alle schon bestehende Freundeskreise haben oder mit Familie beschäftigt sind. Das ist normal leider und geht wohl allen so.

W37
Vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Ich kürze das Zitat dennoch mal ab, um direkt darauf zu antworte: Über den Beruf ergibt sich bei mir eventuell jetzt etwas, weil ich gerade bei einer neuen Stelle angefangen habe. Eine Kollegin ist mir sehr sympathisch, aber ich bin dort erst seit zwei Wochen.

Ich lerne über den Sport niemanden kennen, weil ich es bevorzuge, alleine zu trainieren und meine über meine Hobbys ergibt sich nur selten etwas bzw. kann ich diese wegen Corona im Moment nicht ausüben (in den Club gehen z.B., wo man ja auch Menschen kennenlernen kann).
 
  • #24
Ich würde Deine Freundin bitten, auch wenn Du Verständnis für ihre neue Lebensphase hast, Dir nicht nur als Ehefrau und/oder Mutter zu begegnen, sondern hin und wieder einfach immer mal wieder als Freundin.
Eine Freundin von mir ist Mutter und redet selbstverständlich auch über ihr Kind, aber ebenso über ihren Job und politische/gesellschaftliche Themen. Mir ihr halte ich den Kontakt sehr gerne aufrecht und unterhalte mich mit ihr auch gerne über ihr Kind. Ich habe Verständnis dafür, dass Kinder einen großen Teil des Lebens ausmachen und meide Gespräche über Kinder nicht, solange man sich auch noch über andere Themen unterhalten kann.

Von den anderen Müttern musste ich mich leider verabschieden. Und das gar nicht, weil sie mir nur als Mütter begegnet sind, sondern weil sie meinen Singlestatus nicht akzeptiert haben. Mir wurde ständig aufgedrängt, doch jemanden zu daten und ich möchte nicht mit Frauen befreundet sein, die ihren Selbstwert von ihrem Beziehungsstatus abhängig machen und das auf mich übertragen. Wenn es in der Beziehung gut lief, dann tauchten sie ab und wenn es schlecht lief, konnte ich als emotionaler Mülleimer für die Beziehungsprobleme herhalten. Ich trauere diesen Freundschaften nicht nach, obwohl es langjährige Schulfreundinnen von mir waren.
 
  • #25
Ich bin für meinen Partner in eine andere Stadt gezogen. Da habe ich auch solche Gruppen genutzt. Zb Facebook Gruppen: Bin neu in XY, Mamis is XY, meetups, internations.org usw. So haben sich auch neue Kontakte ergeben. Wohnst du in einer größeren Stadt, wo es so etwas gibt?

Um die 30 ziehen viele für den Partner oder Job um, heiaten, bekommen Kinder usw. Das ist normal, dass sich da der Freundeskreis umsortiert. Viele sind mit Job, Kinder, Partner und bestehendem Freundeskreis ausgelastet und suchen keine neuen Leute mehr. LG w32

Ja, ich wohne in einer Großstadt. Ich habe mit der "Neu in..." Gruppe in meiner Stadt leider keine guten Erfahrungen gemacht. Es ging sehr viel darum, feiern zu gehen. Ich gehe zwar auch noch feiern, aber in ganz andere Bars und Clubs, als die Personen, die dort in der Gruppe waren. Mit Meetup habe ich bessere Erfahrungen gemacht und war dort in einer sehr netten Kulturgruppe, die sich jedoch leider aufgelöst hat. Ein neues Pendant dazu gibt es leider nicht und die übrigen Gruppen konnten sich wegen der Coronabeschränkungen innerhalb der letzten Monate leider nicht treffen. Deshalb habe ich ja über eine App versucht, neue Leute kennenzulernen. Leider teilte auch hier niemand so wirklich meine Interessen, so dass ich mich mit niemandem getroffen habe. Vielleicht gebe ich dieser App zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal eine zweite Chance.
 
  • #26
Vielen Dank auch für die anderen Antworten! Ich lebe wie ich weiter oben schrieb in einer Großstadt und denke, dass ich mir einfach neue Singlefreundinnen suchen muss und es gibt hier auch genügend Singlefrauen in meinem Alter. Leider suchen auf den Apps meistens Frauen andere "Mädels", mit denen sie relativ stereotypen Fraueninteressen nachgehen können. Ich möchte diese Interessen, die Frauen eben sozialisationsbedingt einmal ganz überwiegend haben an dieser Stelle keineswegs abwerten! Aber meine Interessen liegen dann doch eher im kulturellen Bereich und ich habe in keinem Profil gelesen, dass jemand z.B. eine Freundin sucht, um in eine neue Ausstellung zu gehen.
 
  • #27
Vielen Dank auch für die anderen Antworten! Ich lebe wie ich weiter oben schrieb in einer Großstadt und denke, dass ich mir einfach neue Singlefreundinnen suchen muss und es gibt hier auch genügend Singlefrauen in meinem Alter. Leider suchen auf den Apps meistens Frauen andere "Mädels", mit denen sie relativ stereotypen Fraueninteressen nachgehen können. Ich möchte diese Interessen, die Frauen eben sozialisationsbedingt einmal ganz überwiegend haben an dieser Stelle keineswegs abwerten! Aber meine Interessen liegen dann doch eher im kulturellen Bereich und ich habe in keinem Profil gelesen, dass jemand z.B. eine Freundin sucht, um in eine neue Ausstellung zu gehen.
Dann mach selber eine Gruppe auf, dann findest du schon Menschen, die das möchten was auch dir gefällt.
 
  • #29
bemerke, dass sich immer mehr (nicht alle) meiner Freundinnen und Freunde in ihre Beziehung zurückziehen, was ich sehr bedauere.
Naja, wie soll es laufen, wenn man Job, Partnerschaft Familie, Haushalt, noch 1-2 Interessen und Freundschaften unter einen Hut bringen soll. Da muss man priorisieren denn der Tag hat nur 24 Stunden.

Meine Freundinnen und Freunde, die Single sind, sind hingegen viel präsenter
Ist doch klar, dass ein Single meistens keine Familienwohnung hat und auch keinen Familienhaushalt mit regelmäßigen Mahlzeiten führt, sondern stattdessen snackt und die Mülltonne füllt. Er hat auch nichts mit wem zu koordinieren und somit viel Zeit für andere.

Einige Singlefreundinnen stürzen sich im Moment in ihre Arbeit und verabschieden sich langsam aber sicher auch aus meinem Leben.
Auch das ist normales Vorgehen - wenn man sieht: mit Partnerschaft und Familiengründung wird es wohl nichts, sich dann mehr dem Job zuzuwenden und dort noch was zu erreichen.

Wir hatten 2 Jahre recht viele Coronabeschränkungen. Da ist so manchem aufgegangen wie unnütz und wenig gewinnbringend er viel Zeit vertut und dass es besser geht. Dabei bleiben jetzt auch viele Leute, statt wieder in den Freizeitstresss einzusteigen.

Ich frage mich, ob es ein natürlicher Selektionsprozess ist, dass sich der Freundeskreis mit über 30 noch einmal neu mischt?
Bei mir hat sich der Freundeskreis immer mit den jeweiligen Lebensphasen,-orten und -schwerpunkten verändert - kenne ich von allen so, die geistig beweglich sind. Nur wenige pflegten dauerhaft ihre Kindergartenfreundschaften weiter, weil sie sich nicht gleichförmig entwickeln, sondern sich immer wieder neue Impulse ins Leben holen.

Ich fürchte es ist normal, dass sich mit der Zeit der Freundeskreis ausdünnt.
"Fürchte" und "ausdünnen" klingt so negativ.

Wenn man voll berufstätig ist, hat man weniger Zeit und überlegt sich, mit wem man diese verbringen will.
Es geht aber nicht nur ums ausdünnen, sondern auch um Veränderungen welche die Veränderungen im eigenen Leben widerspiegeln. Ist das nicht eher positiv?

Aber meine Interessen liegen dann doch eher im kulturellen Bereich und ich habe in keinem Profil gelesen, dass jemand z.B. eine Freundin sucht, um in eine neue Ausstellung zu gehen.
Es ist nichts leichter als mit dem Interesse Gleichgesinnte zu finden, z.B. über Fördervereine an Museen, Theater, Literaturhaus usw.
Es gibt interessante Sonderveranstaltungen für die Fördermitglieder und man trifft immer wieder die gleichen Leute, verabredet sich dann für andere Veranstaltungen.
 
  • #30
ur wenige pflegten dauerhaft ihre Kindergartenfreundschaften weiter, weil sie sich nicht gleichförmig entwickeln, sondern sich immer wieder neue Impulse ins Leben holen.
Naja, so ein paar alte Freundschaften tun aber schon gut.
Diese Verlässlichkeit, Vertrautheit und Vertrauen können schon ein Teil des Fundamentes im Leben sein.
Gerade wer ständig neue Impulse, neue Aufgaben und Herausforderungen im Beruf hat, eine gewisse Verantwortung trägt kann aus solchen Ruhezonen Kraft schöpfen.
Das ist das Schöne an Männerfreundschaften - du kannst eine Zeit lang auf Sparflamme köcheln lassen, aber die Freundschaft besteht weiter. Klar kann es passieren, dass du mal morgens um 3 rausgeklingelt wirst .... aber das ist so selten. Da schätzen dann die Familienväter ihre Singlefreunde ..... die Singles müssen niemand fragen, wenn ein guter Freund mal ein paar Tage die Auszeit von der Frau / Familie benötigt.
Man lässt nur zurück, was einem selbst nicht mehr wertvoll erscheint.
 
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