G

Gast

  • #1

Freundin klettet am Vater und umgekehrt

Liebes Forum,
meine Freudin (22J.) ist aus unserer neuen, ersten gemeinsamen Wohnung ausgezogen. Nach Hause zurück, zu ihrem Vater. Wir (ich m/23J) sind seit 2,5 Jahren zusammen.

Seit ihre Eltern sich vor einier Zeit getrennt haben, belastet das auch unsere Beziehung. Ich mag ihren Vater, aber langsam fühle ich mich ausgeschlossen. Denn die beiden machen nur auf "wir sind ein Team...wir sind die Familie...Blut ist dicker als Wasser...wir gegen den Rest der Welt". Ich und meine Familie sind da ganz anders eingestellt und wir müssen nicht unser familiäres "Revier" mit solchen Slogans gegenüber unserer Partner (der "Nicht-Familie") verteidigen.

In diesem Konzept komme ich nur noch am Rande, als "Nicht-Familie" vor. Sie plant nicht mehr mit mir (z.B. Urlaub), sondern mit ihrem Vater (dies ist nur ein Bsp. von vielen). Dadurch, dass sie sich verhält als wäre sie die (Ehe-) Frau ihres Vaters, kommt unsere Beziehung immer mehr in Misskredit. Bisher habe ich mich viel untergeordnet, da mir bewusst ist, dass meine Freundin unter der Trennung der Eltern auch leidet.

Nun aber leide ich, denn sie ist zu ihrem Vater gezogen, nachdem ich das "Vater-Problem" und wie sehr es unsere Beziehung belastet, da sie ihn völlig unreflektiert anhimmelt und fast alle ihre Energie in die Beziehung zum Vater steckt, angesprochen habe. Es gab einen Riesenkrach. Wir sind zwar noch zusammen, aber es kriselt gewaltig, zumal wir uns viel seltener sehen können.

Ihr Vater (hat gerade eine neue Frau kennengelernt -meine Freundin ätzt hinter seinem Rücken rum und er denkt, sie gönne ihm sein neues Glück, weil sie es ihm gegenüber so darstellt) ist total stolz, dass sie sich so um ihn kümmert und kauft, schenkt ihr alles, erfüllt ihr wirklich jeden Wunsch.

Er sieht nicht, dass sie eine erwachsene Frau ist, die – meines Empfindens nach – an die Seite ihres Partners, nicht Papas gehört. Was den Lebensstandard angeht, den ihr Vater bei ihr unterstützt, da steh ich als armer Student natürlich ziemlich blöd daneben und fühl mich langsam schlecht. Und bevor man es mir vorwirft: Ja, ich kann auch fühlen, dass sich in mir inzwischen Eifersucht eingestellt hat, ich leide.

Liege ich falsch, wenn ich denke, dass das zwischen meiner Freundin und ihrem Vater alles zu übertrieben ist? Sehe ich das zu verbissen? Sollte ich mal ihren Vater zur Seite nehmen für ein Gespräch? Ganz davon abgesehen, dass ich langsam keine Zukunft mehr für meine Freundin und mich sehen kann, wenn der Vater weiterhin DER Mann in ihrem Leben ist. Hilfe, Hilfe!
 
G

Gast

  • #2
Hallo!

Also zunächst: ich finde familiären Zusammenhalt prinzipiell sehr schön und wünschenswert und würde nie von meinem Mann verlangen, seine enge Beziehung zur Herkunftsfamilie zu lockern.

Allerdings ist klar, dass der Fokus auf uns und unserer gemeinsamen Familie liegt. Zuerst treffen wir unsere Entscheidungen, dann wird die erweiterte Familie miteinbezogen.

Und das ist wichtig, um eine gemeinsame Zukunft zu haben bzw eine eigene Familie zu gründen.

Ich würde versuchen, ihr klar zu machen, dass du die enge Beziehung zu ihrem Vater akzeptierst, es aber nicht hinnehmen wirst, immer die zweite Geige zu spielen. Das ist meiner Meinung nach sehr ungesundes verhalten bei einer erwachsenen Frau!
 
G

Gast

  • #3
Lieber FS,
das siehst Du ganz richtig, diese Beziehung zwischen Vater und Tochter ist nicht gesund. Eine Hoffnung besteht insofern als der Vater ja eine neue Frau hat und falls sich das intensiviert merkt Deine Freundin evtl selbst, dass sie an Deine Seite und nicht an die ihres Vaters gehört. Wie gesagt, das ist eine Eventualität. Ich würde mir aber an Deiner Stelle - Du bist ja noch jung - überlegen ob das wirklich so das Richtige für Dich ist. Kinder die ab einem gewissen Alter immer noch zu sehr an ihren Eltern hängen sind eigentlich keine gute Partie. Da haben nur Partner eine Chance die entweder selbst überhaupt kein Ego haben, oder solche, die der Papi/Mami "ausgesucht" bzw. "abgenickt" haben, zB Papis Nachfolger im Familienbetrieb darf dann auch die Tochter heiraten. Du scheinst mir aber ein ganz normaler Typ zu sein, deswegen überlege Dir gut, ob Du Dich mit dieser Beziehung nicht auf Dauer unglücklich machst. Viel Glück!
 
G

Gast

  • #4
Es scheint ihr nicht bewusst zu sein, dass sie Dich verlieren könnte, oder schlimmer, es macht ihr nichts aus. Auch ich finde das Verhaltenvon ihr, dass Du hier schilderst total unmöglich. Aus der gemeinsamen Wohnung wieder ausziehen und zum Papa zurück, wie komisch ist das denn? Versuch mal ein kurzes aber ernstes Gespräch mit dem Vater, so von Mann zu Mann zu führen. Mit Deiner Freundin solltest Du Dich nicht auf langwierige Diskussionen einlassen, da Du ja im Recht bist. Zeig ihr unmissverständlich, dass Du nicht gewillt bist so weiterzumachen.

m.
 
G

Gast

  • #5
Deine Freundin ist nachdem was Du beschreibst nicht reif für eine souveräne Partnerschaft zu einem Gleichaltrigen. Ihr Verhältnis zu ihrem Vater hat meiner Meinung nach etwas Inzestuöses.

Sie haben Dir außerdem doch klar gemacht, dass Du nur von zweitklassiger Bedeutung bist, weil nicht zur Familie gehörend. Die Leidensbereitschaft junger Männer von heute erstaunt mich immer wieder. Deine Freundin erscheint mir das nicht wert. Ich wäre schon längst über alle Berge. m39
 
G

Gast

  • #6
Familiärer Zusammenhelt ist eine feine Sache - einerseits. Auf der anderen Seite finde ich das Verhalten deiner Freundin komisch: man kann - egal in welcher Lebenssituation - mit rund 23 Jahren ganz gut unterscheiden, was die eigene Beziehung ist und was die Eltern sind. Nach meiner Meinung nie in einen Topf zu werfen, da eine völlig andere Basis. Ich glaube, du siehst das schon ganz richtig. Wenn der Vater ein halbwegs gescheiter Mann ist, dann könntest du mit ihm reden. Aber ich werde den Eindruck nicht los, dass das ausgerechnet hier nach hinten losgehen könne, auch weil sie sich übergangen fühlen könnte - nicht zu Unrecht. Außerdem - ist das zielführend? Eigentlich sollte der Vater sich ja zurücknehmen, so bindest du ihn stärker ein.

Ich würde eher versuchen, mit ihr ruhig und sachbetont zu reden, den Ernst der Lage sehr deutlich zu machen und nach Möglichkeit nicht zu streiten in Sinne von laut werden. Ein dünner Rat - sicherlich.

Übrigens ein sehr unschöner Zug von deiner Freundin, hinter dem Rücken der Lebensgefährtin des Vaters diese schlecht zu machen. Zeigt mMn charakterliche Defizite auf, unerwachsene Eifersüchteleien.
 
G

Gast

  • #7
vielleicht könnte es etwas helfen, mal mit dem Vater zu sprechen. Immerhin hat er ja Ehe- und Partnerschaftserfahrung und kann sich vielleicht in deine Rolle hineinversetzen. Ich fürchte, deine Freundin kann das nicht.

W
 
G

Gast

  • #8
Es wäre die Aufgabe eines normal tickenden Vaters, seine Tochter sanft aber bestimmt in die Richtung zu rücken: "Du bist erwachsen und musst Dein eigenes Leben finden".
Familienbande sind toll und auch wichtig - aber das übertrifft alles.
Deine Freundin mutiert rückwärts zum Kindchen, und Papa unterstützt das auch noch...
Keine gute Idee!
 
G

Gast

  • #9
Das ist meiner Meinung nach sehr ungesundes verhalten bei einer erwachsenen Frau!
Ihr Verhältnis zu ihrem Vater hat meiner Meinung nach etwas Inzestuöses.
Zu diesen beiden Zitaten fällt mir folgendes ein:
1. Mit 22 ist man volljährig. Aber ist man erwachsen? Manche vielleicht, ich war es damals jedenfalls noch nicht. Ich bin erst in meinen 20ern langsam gereift.

2. Ich glaube nicht, dass die Beziehung etwas inzestuöses hat, ich denke, durch die Trennung wurde das Verhältnis zwischen Vater und Tochter gewissermaßen eingefroren. Vater und Tochter haben immer noch dasselbe Verhältnis zueinander wie zum Zeitpunkt der Trennung, und vermutlich empfände die junge Frau es als Verrat am Vater, sich von ihm zu lösen. Kann es sein, dass die Mutter die beiden verlassen hat?
Ein Vorschreiber hat hier das Wort "unreif" in den Mund genommen, und ich denke es stimmt. Allerdings ist die Tochter durch die Trennung in ihrem Reifungsprozess blockiert. Diese Blockade muss ihr bewusst werden, d.h. sie muss dieses Problem erst lernen als Problem wahrzunehmen, und sie muss sie selbst überwinden, notfalls mit Hilfe von außen. Ich möchte jedenfalls nicht in der Haut des FS stecken, denn bei einer Person Problembewusstsein für etwas zu wecken, unter der sie selbst nicht offenkundig leidet, sondern primär erstmal andere, und die Person selbst nur indirekt, ist eine sehr schwierige Aufgabe.
 
G

Gast

  • #10
hier eine Frau aus einer Trennungsfamilie:
offensichtlich ist diese Papaanhänglichkeit erst neu bei ihr seit der Trennung.
Ich denke, hier liegt etwas anderes im Hintergrund: Die Angst den Vater völlig zu verlieren.
Keine Ahnung was geschehen ist, wieso die Eltern sich trennten und weshalb sie dem Papa beweisen muss/will, dass sie eine ganz tolle Frau ( Tochter ) ist.
Meiner Meinung nach hat deine Freundin ziemliche Probleme, ist in der Ablösephase von der Herkunftfamilie ( anfang 20 normal), empfindlich gestört worden und rudert in eine Kinderphase zurück.
Deine Eifersucht zeigt mir, dass sie dir wichtig ist, sie empfindet es sicher als LAst. Vielleicht denkt sie, sie muss da zu Hause was reparieren oder gut machen. Vielleicht will sie mit ihrer Dauerpräsenz auch eine neue Frau im Leben des Vaters verhindern.
Ich glaub nicht, dass es ihr bewusst ist. Ich bin mir nur sicher, gut geht es ihr nicht damit.
Vielleicht sagst du ihr nochmal wie wichtig sie dir ist und fragst sie warum sie ihren Papa jetzt so festhalten oder beschützen ( kann auch sein) will.
Einen Partner kann ein Vater nicht sein aber ein Partner auch kein Papa. Sie tut mir leid und bräuchte sicher Hilfe bei der Bewältigung der Trennungssituation, mit dem Alter hat das nichts zu tun.
Für dich hab ich nur einen Rat: bleib bei dieinen Gefühlen, wenn du ihr sagst was dein Problem ist. Forderungen und Vorwürfe wird sie nicht als ein: " ich vermisse dich" verstehen
 
G

Gast

  • #11
Hier der FS:

Vielen, lieben Dank für all die klugen und tiefgehenden Antworten!! Es bestätigt mich, dass da was im Argen liegt, in der Beziehung zwischen meiner Freundin und ihrem Vater. Im Übrigen hat sich die Mutter vor ein paar Monaten getrennt - da zog ich grad mit meiner Freundin zusammen, sie hat das also gar nicht so intensiv mitbekommen.

Ich werde auf jeden Fall nochmal in Ruhe von Angesicht zu Angesicht mit meiner Freundin reden. Gebe aber zu, dass ich selbst so gestresst durch die letzten Monate und auch so verletzt bin...na ja..für mich kippelt die Beziehung gewaltig.

Ich hoffe das Gespräch endet nicht wieder mit dem Endargument meiner Freundin: "Blut ist eben dicker als Wasser". Meine Eltern sind mir z.B. auch sehr wichtig, aber ich käme nie auf den Gedanken dies in einem Satz immer wieder plakativ darzubieten. Schließlich suchen wir uns doch alle im Normallfall einen Liebespartner der eben nicht zur Familie gehört - wenn man dem dummen Spruch tätsächlich folgen würde - dann hätten wir Inzucht! Mein Partner kennt mich doch irgendwann auch sehr gut und wird zu meiner Familie oder ich gründe mit ihm eine Familie.

Die Ausgrenzung des eigenen Partners gegenüber der "Blutsverwandschaft" und die Darstellung "Blutsbeziehung ist viel wertvollter als Wahlverwandschaft" (genau das bringt man doch zum Ausdruck, wenn man dem Partner so 'nen Spruch vorknallt) macht mich zornig und kann ich überhaupt nicht nachvollziehen - die Sichtweise ist für mich zu schlicht gestrickt.

Im Übrigen kriselt nun auch die ganz frische Beziehung des Vaters meiner Freundin. Was es genau ist weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass meine Freundin sich oft bei ihrem Vater meldet - mit so Aktionen wie, "ich habe Kopfschmerzen und hier ist keine Tablette mehr" (während ich aber bei ihr bin und welche kaufen könnte!!!!), während sich ihr Vater mal (also nur am WE) mit seiner Freundin trifft. Also, meine Freundin lässt ihn auch nicht in Ruhe, wenn er seine Freundin datet. Und er springt sogar, wenn meine Freundin ihn anruft oder simst. Vermute mal der neuen Freundin geht's damit auch nicht so gut.

Ich werde mal sehen, wann ich einen ruhigen Moment für ein Gespräch mit meiner Freundin abpassen kann. Den Vater werde ich wohl doch erstmal nicht zur Seite nehmen.
 
G

Gast

  • #12
Hier ein "Trennungskind":
sag ihr klipp und klar, dass sie sich verhält wie ein pubertäres Mädchen und nicht wie eine Frau, die erwachsen sein will. Jeder, und vor allem ihr Vater, ist erst einmal für sich selbst verantwortlich (sofern er diese Verantwortung schon tragen kann - was bei erwachsenen Menschen ja wohl vorausgesetzt werden kann). Dass ihr Vater mit der Trennung ganz gut zurecht kommt, scheint wohl offensichtlich, denn warum sonst hätte er eine neue Frau kennen gelernt? Und sie als Tochter scheint eifersüchtig zu sein, weil sie dadurch wohl nicht mehr die erste Geige spielen kann.
Ganz ehrlich: sie kommt mir ziemlich falsch vor und wird dieses Verhalten wohl auch in eurer Beziehung leben (wo du es nicht merkst genauso wenig wie ihr Vater es merkt).
Und warum willst du sie wenn du ihr doch nicht wichtig bist?
w/46
 
G

Gast

  • #13
Diese Blockade muss ihr bewusst werden, d.h. sie muss dieses Problem erst lernen als Problem wahrzunehmen, und sie muss sie selbst überwinden, notfalls mit Hilfe von außen. Ich möchte jedenfalls nicht in der Haut des FS stecken, denn bei einer Person Problembewusstsein für etwas zu wecken, unter der sie selbst nicht offenkundig leidet, sondern primär erstmal andere, und die Person selbst nur indirekt, ist eine sehr schwierige Aufgabe.
Nochmals der FS hier:
Danke, super auf den Punkt gebracht, was ich so noch nicht fomulieren konnte! So empfinde ich es auch. Ich komme mit Vernunft bisher nicht ran an meine Freundin. Sie sieht das Problem bei mir, weil ich ja offenkundig leide unter ihrem Verhalten und Auszug aus unserer Wohnung. Vermultich wird es sehr schwierig das alles mit ihr zu klären, so wie momentan die Lage ist.

Ihr Vater leidet eigentlich enorm unter der Trennung von seiner Frau und ist da noch lange nicht drüber weg. Aber es ging ihm grad etwas besser, als er die neue Freundin kennenlernte (kenne ich nur vom Foto und Erzählungen, wirkt aber sehr lieb und natürlich). Kurz danach erfolgte dann aber schon der Auszug meiner Freundin aus unserer gemeinsamen Wohung und der Einzug im Elternhaus bzw. bei ihrem Vater (eben ohne Mutter).

Ich denke ja inzwischen wirklich, dass meine Freundin die "Ehefrau" ersetzen möchte. Sie tut Dinge, die vorher die Mutter gemacht hat. Aber leider, kommt unsere Beziehung dadurch viel zu kurz. Da möchte doch nochmal einen Spruch bemühen: Ich fühle mich wie, "Das fünfte Rad am Wagen"....
 
G

Gast

  • #14
früher wäre das kein Problem gewesen.

heute wechseln die Menschen schneller die Beziehungen als die Unterwäsche.
daher ist das einzige was in diesem Leben noch wirklich einen Bestand haben kann, die eigenen Eltern.
Mehr gibt es da nichtmehr.

Ich bin 42, m und hatte in meinem leben 3 langjährige Beziehungen zu Frauen ( was wirklich nicht viel ist), aber das einzige was mir aus diesen Beziehungen geblieben ist, sind Erinnerungen mehr nicht.
Meine Eltern waren immer für mich da ( nein kein Mama Sönchen), und sind die einzige konstante in meinem Leben gewesen.
 
G

Gast

  • #15
Du hast absolut recht, das ist krankhaft übertrieben, und dass sie dich nicht in ihr leben einbezieht ist ein großer fehler. Ich glaube auch nicht, dass sich das so bald ändern wird.
Deine hoffentlich bald EX Freundin hat einen unglaublichen Vaterkomplex, vllt. geht das sogar schon in einen Ödipuskomplex über. Kannst du 100%ig ausschließen, dass sie ein körperliches Verhältnis zueinander haben, bzw. ausschließen, dass sie ihn auf sexuell attraktiv findet.
Solche Sachen gibt es nämlich (leider)
Du bist noch jung und klingst sehr vernünftig und clever. Zieh einen kurzen harten schlussstrich, besser ein Ende mit Schrecken, als...
M29
 
  • #16
Ich hoffe das Gespräch endet nicht wieder mit dem Endargument meiner Freundin: "Blut ist eben dicker als Wasser".
Siehst Du nicht, dass sie das so plakativ vorbringt, weil es keineswegs sicher ist für sie? Offensichtlich hat die Trennung ihrer Eltern ihr fürchterlich den Boden unter den Füßen weggezogen und sie befindet sich in einer tiefen Krise.

Diese agiert sie aus, indem sie wieder in die Kind-Tochter-Rolle zurückschlüpft und versucht, einen verlorenen Zustand wiederherzustellen (Dich und die neue Partnerin des Vaters vergraulen, mit der wahrscheinlich unbewussten Zielsetzung, die Mutter wiederzugewinnen - traute Kleinfamilie reloaded).

Sie wirkt zerstörend in ihrer Verzweiflung, keine Frage, und Dir ist es kaum zuzumuten sie und die von ihr ausgehenden Kränkungen zu ertragen. Wenn Du sie wirklich liebst, könntest Du einige Monate Geduld haben und dann noch einmal das Gespräch suchen. Ist sie dann immer noch völlig uneinsichtig - tja...
 
G

Gast

  • #17
Deine Freundin ist eine riesengroße Egozentrikerin!!

Schrecklich was ich da lese. Da wurde wohl jemand deutlich zuviel von Papi verwöhnt....vermutlich ein völlig verzogenes Einzelkind (wobei nicht alle Einzelkinder derart verzogen werden - es gibt viele Eltern die bekommen das deutlich besser hin, als es in diesem Fall zu sein scheint).

Ich bin auch ein Trennungkind (war damals 19 Jahre) und habe auch sehr unter der Trennung meiner Eltern gelitten, aber so habe ich mich nie aufgeführt! Für mich ist das definitiv eine Frage des Charakters, wenn man aus eigenem Leid heraus beginnt, anderen Menschen - also Dir, dem eigenen Vater und der Freundin des Vaters - das Leben zu vergiften. Ein guter Charakter verhält sich anders - auch gerade in einer Krisensitutaion!

Man sagt doch auch, dass sich in der Krise der wahre Charakter zeigt. Ich glaube bei Deiner Freundin ist es nicht so weit her mit charkaterlicher Reife und Werten wie Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit und vor allem auch Verantwortungsübernahme für das eigene Leben.

Eine Krise entschuldigt nicht zerstörerisches Verhalten. Da gibt es ganz andere Schicksale als das Deiner Freundin. Guter Charakter und charakterliche Stärke zeigen sich - auch bei jungen Menschen - immer auch in einer Krise. Man kann überfordert sein, sich schlecht fühlen, aber nicht jeder Mensch verhält sich dann so bockig, uneinsichtig, unfair, egozentrisch und verletzend wie Deine Freundin! Das ist ein richtiges Zickenverhalten!

Es gibt Menschen, die versuchen nicht den anderen etwas kaputt zu schlagen, in ihrem eigenen Leid. Und dieses Verhalten hat nichts mit dem Alter zu tun, sondern mit dem wahren Wesenszug. Verzweiflung und ein fehlendes Probelmbewußtsein rechtfertigen - bei einer 22 jähreig, erwachsenen (!) Frau, nicht so ein Verhalten. Jetzt ist sie langsam mal am Zug sich selbst auf die Schliche zu kommen. Papi wird ihr mit Sicherheit nicht helfen können - der scheint ja eine ziemliche Blindschleiche zu sein. Sorry.

Ich kann Dir nur anraten, Dich von so einem egoistenschen Menschen, der zudem eine ungesunde Bindung zum Vater pflegt, zu trennen. Es gibt andere charakterlich gute, seelisch reifere und vom Elternhaus abgelöste junge Frauen in Deinem Alter.

Du klingst nämlich clever und normal. Lass Dir nichts einreden! Mit Dir stimmt alles!!! m 25
 
G

Gast

  • #18
Oh je, du tust mir leid, schwierige Situation!

Dass Blut dicker als Wasser ist unterschreib ich sofort! Meine Familie geht mir auch über meine Freunde - aber meine Frau ist definitiv auch meine Familie und somit Blut! Ob verheiratet oder nicht ist egal.

Wenn sie gar nicht einlenkt würde ich die Beziehung beenden. Du bist ja noch jung und findest sicher eine, die besser passt!

M, 36
 
G

Gast

  • #19
Deine Freundin ist eine riesengroße Egozentrikerin!!

Nicht jeder Mensch der in einer Krise steckt, verhält sich so zerstörerisch und geistig unflexibel. Durch ihr unfaires Verhalten macht sie Dir, ihrem Vater und seiner Freundin etwas kaputt. Ich finde - auch wenn man leidet und es einem schlecht geht - hat man kein Anrecht darauf den anderen etwas kaputt zu schlagen, nur damit es einem dann selber besser geht. Weil es den anderen dann auch schlecht geht und man seinen egoistischen Zielen näher gekommen ist. Nämlich wieder der Nabel der Welt für Papi zu sein. Ich vermute ein ziemlich verzogenes Einzelkind.

Ich bin auch ein Trennungskind, aber so'ne Tour habe nie abgezogen. Auch nicht gegenüber dem neuen Mann im Leben meiner Mutter. Man sagt doch auch, in einer Krise zeigt sich der wahre Charakter. Von Deiner Freundin kann ich diesbezüglich nur abraten und Dir eine Frau mit besserem Charakter anraten! m 25
 
G

Gast

  • #20
Lieber FS,
es gibt sie also noch: DIE Prinzessin auf der Erbse! Leider hast Du sie erwischt. Deine Freundin verhält sich Dir gegenüber total unfair. Wer kümmert sich jetzt eigentlich um Eure gemeinsame Wohnung? Musst Du jetzt ihre Miete mitbezahlen und hängst mit den unangenehmen Folgen ihres Auszugs auch noch finanziell in den Miesen? Oder hat sie Dir geholfen sofort einen Nachmieter zu finden - ich weiß wie knapp die Kasse im Studium ist. Das ist ja für Dich auch noch eine finanzielle Notsituation.

Schade, dass Du Deine Freundin nicht schon längst hockant aus Eurer Wohnung rausgeworfen hast. Ich an Deiner Stelle hätte keinerlei Bedürfnis nach so einer verzogenen Papi-Prinzessin!
m 32
 
G

Gast

  • #21
Tja...das klingt nicht gut. Wenn ich Deine Zeilen lese kommt mir als erstes in den Sinn, dass Deine Freundin extrem eifersüchtig auf die neue Freundin ihres Vater ist. Vor ihm selbst macht sie gute Mine zum bösen Spiel (wie Du berichtest "äzt" sie ja nur Dir gegenüber gegen die Neue von Papi).
Auffallend find ich dazu noch, dass sie wohl zeitnah zum Auftauchen der neuen Frau im Leben ihres Vaters Dich verlässt, um bei ihm wieder einzuziehen. Fühlt sich für mich nach eine Blockadeaktion gegenüber einer neuen Beziehung ihres Vaters an.

Vieles haben die Vorredner hier schon auf den Punkt gebracht. Deine Freundin hat ganz deutlich Probleme. Leider träst Du an dem Desaster ihrer Herkunftsfamilie keinerlei Verantwortung (ebenso wenig wie die Freundin vom Vater), bist aber dennoch der Leidtragende ihres Verhaltens. Vergiss eines nicht: Du bist nicht ihr Therapeut! Und Du musst auch nicht alle ihre Beweggründe verstehen. Vielleicht ist die Familie Deiner Freundin auch nicht gerade mit einer großen Portion emotionaler Intelligenz gesegent (durchschauen weder das eigene Verhalten, noch das der Familienmitglieder) und muss deshalb immer auf das einfachste runterbrechen...."Blut ist dicker als Wasser"....finde ich sehr unreflektiert und von einfachem Gemüt solche Sprüche dem eigenen Lebenspartner gegenüber.

Was mich fassungslos macht ist, dass ihr Vater das "Fehlverhalten" seiner Tochter unterstützt und damit riskiert, dass Eure Beziehung scheitert. Er muss doch sehen, dass eine junge Frau an die Seite des Lebensgefährten gehört. Warum spielt er das Spiel seiner Tochter mit? Ich vermute so leise, dass es ihm gut in den Kram passt und seinem Selbstwert schmeichelt, dass die Tochter ihn wie eine Frau umgarnt. Leider tut er ihr damit nichts Gutes - im Gegenteil er beteiligt sich am Untergang Eurer Beziehung. Vielleicht kennt er seine Tochter auch gar nicht wirklich und will sie nur so sehen, wie er sie eben sehen möchte.

Und wo ist die leibliche Mutter, um die Tochter bei der Trennung zu untersützten? Wird die jetzt auch von den beiden ausgeschlossen nach dem Motto "Blut ist dicker als Wasser"? Oder haben die zwei das vielleicht schon früher gegenüber der Mutter gemacht (denn sie ist ja nicht blutsverwandt mit ihrem Exmann). Ich bezweifle, dass Deine Freundin, als auch ihr Vater reif für eine Beziehung mit einem Partner außerhalb ihrer offenbar - "Haupt-Lebensbeziehung" - sind. Die stellen sich gegenseitig auf eine Position, wo nur der erwachsene Partner einen Platz haben sollte.

Im Grunde solltest Du Dich vor den Problemen Deiner Freundin schützen. Vielleicht geht das am besten, wenn Du vorübergehend Abstand von ihr nimmst. Alles Gute für Dich! w
 
G

Gast

  • #22
Lass mich raten...Deine Freundin studiert nicht, oder? So wenig selbstständig und eigenständig, wie sie sich verhält, findet man das eher weniger bei Leuten die studieren. Ebenso habe ich den von Dir zitierten Spruch: Blut ist dicker als Wasser, bisher auch nur bei Menschen aus sehr kleinbürgerlichen Lebenswelten tatsächlich ausgesprochen gehört. Noch nie habe ich so eine platte Verallgemeinerung bei meinen Studienfreunden und in meiner Familie zu Gehör bekommen.

Da offenbart sich doch ein sehr enggestricktes Lebenskonzept...in kleinkarierten Denktstrukturen....natürlich lieben wir unsere Eltern und Familie. Na und? Müssen wir uns deswegen über so einen Spruch ewig, in seelischer Abhängkeit, an sie fesseln lassen? Vielleicht auch, um ein schlechtes Gewissen zu bekommen, wenn wir unsere Eltern "verlassen", um erwachsen zu werden? Nein! Wir sind eigenständige Persönlichkeiten, die sich nicht über das dickere Blut zur Familie definieren müssen. Wir lieben auch Menschen, deren Blut nicht mit unserem eigenen verwandt ist...ein Glück! Und manchmal kommen uns diese Menschen auch näher, verstehen und besser und lieben uns intensiver - als Personen aus der Familie.

Diese simpel gestrickte Denkweise, passt nicht unbedingt zu einem jungen Studenten wie Dir, der ja offenbar intelligent ist und in der Lage menschliches Verhalten zu refektieren, anstatt sich hilflos mit Vereinfachung zufrieden zu geben.

Wende Dich doch lieber geistig und seelisch lernbereiten Frauen aus Deinem Umfeld zu. An Deiner Uni hast Du doch sicher genug Kontaktmöglichkeitenen. Vielleicht findest Du sogar eine nette Studentin als Nachmieterin für Deine (Ex-) Freundin? m 26
 
G

Gast

  • #23
Lieber FS,
Deine Ex-Freundin muss gar nichts. Sie muss Dich so wie Du bist nicht akzeptieren und sie wird ganz sicher irgendwann zu einem Partner ziehen wenn sie das will und es ein Partner auf Augenhöhe ist. Du schreibst, dass Du ihr die Leviten lesen willst ? Eine erwachsene Frau lässt sich sowas nicht bieten - die ist dann hin und weg - für immer. Und das ist auch gut so. Ein Auszug aus der gemeinsamen Wohnung - deutlicher kann die Aussage " Ich will Dich nicht (mehr) als Partner gar nicht sein. Selbst wenn sie selbst das noch nicht bewußt weiss - das ist eine instinktive Entscheidung, ein Bauchgefühl. Du hast Sie verloren und tust jetzt alles damit sie auch wegbleibt.
Damit wirst Du Erfolg haben.
 
G

Gast

  • #24
Deine Ex-Freundin muss gar nichts. Sie muss Dich so wie Du bist nicht akzeptieren und sie wird ganz sicher irgendwann zu einem Partner ziehen wenn sie das will und es ein Partner auf Augenhöhe ist. Du schreibst, dass Du ihr die Leviten lesen willst
FS, lass Deine Freundin und ihren Papi glücklich miteinander werden. So wie sie sich verhalten, werden sich mit Sicherheit immer mehr Menschen von ihnen abwenden, die ihnen eigentlich lieb und teuer sind. Such Dir eine emotional reife und im Verhalten erwachsene Frau. Diese, die Du beschreibst ist ein verzogenes und im Verhalten kindisches Papi-Töchterchen.

Zur dem Kommentar mit der Augenhöhe: Ähm...räusper....wer Deine Gedanken hier auf sich wirken lässt und Deine Wortwahl erkennt, dem ist klar, dass die Waagschale auf Deiner Seite wesentlich voller mit Wissen über zwischenmenschliche Beziehung gefüllt ist, als die auf Seiten Deiner Freundin. Wäre es anders hätte sie jetzt nicht diese Probleme (ich erinnere auch nochmal an das "ätzen" hinter dem Rücken ihres Vaters gegen seine Freundin - vorne lächeln - hintenrum vergiften...eine charakterliche Nullnummer...wer weiss, was da noch für nonsense kommt ...).
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
G

Gast

  • #25
FS, lass Deine Freundin und ihren Papi glücklich miteinander werden. So wie sie sich verhalten, werden sich mit Sicherheit immer mehr Menschen von ihnen abwenden, die ihnen eigentlich lieb und teuer sind. Such Dir eine emotional reife und im Verhalten erwachsene Frau.
Richtig! Hier schreibt so eine "ätzende" Freundin von Papis Prinzessin. Lieber FS; ich habe die andere Seite der Beziehung erlebt - als Freundin eines Vaters, der keine Frau außer seiner Tochter (21J.) neben sich gelten ließ. Ebenso in einer Trennungssituation von seiner Ehefrau. Weder Du noch ich - als Stellvertreter der Situation mit einem Partner der frisch von Trennung einer Ehe dirket oder indirekt betroffen ist - haben da eine Chance, wenn die andere Seite völlig unbewusst in ihren eigenen Problemen umherdümpelt.

Ich habe mir immer bewußt untersagt mich in die Beziehung meines Freundes zur Tochter einzumischen oder Ratschläge zu erteilen, sondern habe versucht mich um die Beziehung zu ihm zu kümmern.

Das hat alles nichts geholfen. Die Tochter hat so subtil und fies aus dem Hinterhalt gegen mich agiert - das hat Daddy gar nicht geschnallt. Und selbst wenn. Das hätte doch nicht den kalten Krieg beendet. Ich möchte keinen Partner an meiner Seite, der mir keinen erwachsenen Platz anbieten kann und mir signalisiert, dass "Blut dicker als Wasser ist" und ich mich gaaaanz hinten anstellen kann, wenn ich dazugehören will.

Für mich war halt kein Platz frei - denn auf dem Partnerschaftsplatz hatte sich die Tochter schnell platziert. Kann sie ja versuchen. Aber wenn sie bei Daddy damit durchkommt - wie bei Dir FS!!!! und auch mir - und er ihr eifersüchtiges - Revierverteidigungs-Gehabe nocht stolz untersützt: Dann Tschüß, Adieu, guten Weg noch! w 40
 
G

Gast

  • #26
Was sagt eigentlich deine Freundin dazu wenn Du sagst das es dir schlecht damit geht?

m47
 
G

Gast

  • #27
Leider gibt es oft den Fall von gestörten Vater-Tochter Beziehungen.
Lese doch mal nach: "Ödipuskomplex".

Ich habe gerade einen ähnlichen Fall erlebt.
Lernte einen Mann kennen der eine 20 jährige Tochter hat. Er erlebt mit Dir all die Dinge, die er mit mir, oder einer anderen neuen Partnerin erleben sollte.
Sie gehen Essen, ins Kino, fahren zusammen in Urlaub.....er sprach ständig von ihr.
Natürlich durfte sie von mir nicts wissen. Der Mann ist 5 Jahre alleine (geschieden) und hat bisher keine feste Beziehung nach seiner Ehe gehabt.
Er hat sich jetzt von mir veraschiedet. Er hätte im Moment keine Zeit für den Aufbau einer Partnerschaft. Er denkt darüber nach, verreist jetzt erstmal mit seiner Tochter und medet sich dann.
Wenn ich ihn nochmal treffe, werde ich ihn ganz klar darauf ansprechen. Wir passen sehr gut zusammen, aber er muss sich entscheiden ob er bereit ist das Vater-Tochter-Verhältnis in eine normale Bahn zu lenken.

Auch Dir würde ich zu einem offenen Gespräch raten. Könnte aber schwierig werden.
Wünsche Dir viel Glück.
 
G

Gast

  • #28
Ich finde das Verhalten von Tochter und Vater merkwürdig. Wieso erkennt der Vater nicht die eifersüchtigen Machtspiele seiner erwachsenen Tochter? Mit seinem Verhalten untersützt dieser Vater, dass die Tochter die Macht bekommt seine neue Beziehung zu zerstören. Und das besonders schlimme daran: Er hilft auch dabei, dass Eure Beziehung kaputt geht, wenn er das kindlich-eifersüchtige Verhalten seiner Tochter unterstützt.

Es tut mir leid, FS: Solange der Vater Deiner Freundin dieser nicht ganz klar Grenzen setzt, die für eine erwachsene Tochter angemessen sind und vor allem auch begreift, dass seine Tochter eine erwachsene Frau ist, die - ebenso wie er, als Verantwortlicher für sein eigenes Leben - ihr Leben leben muss...no chance.

Ich glaube, weder der Vater wird seiner neuer Freundin ein guter Partner sein noch Deine Freundin Dir eine angemessene Partnerin. Für mich klingt es so, als würden die in ungesunder Symbiose aneinander kletten. Gerade beim gegengeschlechtlichen Elternteil (Tocher/Vater) ist dies oft hochproblematisch für alle Beteiligten.

Entweder will der Vater auch seine Beziehung zur Freundin retten - dann muss er die Tochter endlich mal loslassen und erwachsen werden lassen, seine Beziehung gegenüber der Tochter klar abgrenzen, schützen oder er will eben in seinem Leben nichts anderes als die Blut-ist-dicker-als-Wasser-Leier. Deine Freundin scheint mir auch noch recht unreif zu sein. Eher wie ein kleiner Papagei, der die Wertevorstellungen ihres väterlichen Vorbilds ohne eigene Reflektion nachplappert.

In dem Alter sollte man schon zu mehr eigenständigem und unabhängigem Denken in der Lage sein. Das es nicht so ist, ist kein gutes Zeichen. Für mich kommen Männer mit halbwüchsigen, "erwachsenen" Töchtern gar nicht mehr in Frage. Zu viel schlechte Erfahrung mit den Töchtern. Dagegen eine wunderschöne Beziehung mit einem Mann, der einen pupertierenden Sohn hat. Denn der Sohn versucht nicht seine Mutter beim Vater zu ersetzten und mich loszuwerden, der ist in einer ganz anderen Rolle und akzeptiert mich ohne Stichelein. Außderdem liegt auch viel am feinfühligen und richten Verhalten des Vaters!! Er weiss halt wie es geht. w
 
G

Gast

  • #29
Das fühlt sich ungut an was Du beschreibst. Da bekomme ich gleich ein Engegefühl in der Brust, das ist ja furchtbar so ein stupides Angeklammere zwischen Vater und Tochter (in dem Alter).

Falls Deine Freundin noch in der Ausbildung ist, verstehe ich, dass sie irgendwo unterkommen muss.
Tja, aber ich gehe nicht über die Brücke, dass sie "nur" wieder mit ihrem Vater zusammengezogen ist, weil's dort am günstigsten ist. Da ist was gewaltig schräg...eine Zumutung für die Partner von Vater und Tochter.

@26: Was Du beschreibst nennt man bei Töchtern "Elektrakomplex" - die unbewusste Verliebtheit in den Vater. Bis es soweit kommt, muss zuvor schon in der Ehe der Eltern etwas schräg gewesen sein. Nur so kommmt es zur übertriebenen Zuwendenung zum Vater und auch umgekehrt. Kann auch sein, dass die Tochter unbewusst unter der zu engen Beziehung zum Vater leidet, vielleicht zeigt sie sogar irgendwelche psychosomatischen Symptome.
 
G

Gast

  • #30
Ich finde, Gast 15 hat es auf den Punkt gebracht.
FS, Du kennst Deine Freundin ja besser als alle hier im Forum. Wie war sie denn so vor der Trennung ihrer Eltern? Pflegte sie engen Kontakt zu ihnen? Nicht jeder ist mit 22 "voll ausgereift" und hat sich bereits vollständig von den Eltern abgenabelt (wenn ich da so an mich denke...und ich habe übrigens studiert, nur so nebenbei erwähnt). Mir tut Deine Freundin Leid! Ich kann mir vorstellen, dass sie von gegensätzlichen Gefühlen im Moment nur so hin und her gerissen wird, geschockt ist, verletzt, wirklich den Boden unter den Füssen verloren hat. "Blut ist dicker als Wasser" bedeutet für mich nur, dass ihr Vater sie nie verlassen wird, er ihr im Moment die Sicherheit bietet, die sie dringend benötigt, im Gegensatz zu Dir, der jederzeit gehen könnte (siehe Mutter!).

Ich würde so schnell als möglich ein Gespräch mit ihrem Vater oder sogar mit beiden suchen, wenn Du Dir das zutraust. Denn wenn die Freundin des Vaters weg ist, wird`s noch viel schwieriger!
Das Optimalste wäre wohl ein Gespräch mit einer Fachperson.

Meine Erfahrung: Je verletzter Du Dich zeigst oder wütend oder enttäuscht...desto mehr treibst Du sie nach Hause. Frag sie statt dessen, wie`s ihr geht, ob Du ihr helfen kannst usw. Ich weiss, schwierig, aber versuche, ihr auch bei Dir einen sicheren Hafen zu schaffen.

Bist Du eigentlich auch mal bei ihr zu Hause, zusammen mit dem Vater? Unternehmt ihr zusammen etwas? Vielleicht sogar zu viert? Ein Ausflug in den Zoo z.B., nichts zu Intimes wie Essen zu Hause o.ä. Ist mir nur gerade so eingefallen....