• #1

Freundschaft 2. Klasse?

Hallo,
ich brauche mal eure Meinung.
Ich bin mit einem Kollegen befreundet, mit dem ich häufig auch über private Dinge spreche (per Telefon, Video). Bisher gab er mir immer das Gefühl, dass unsere Gespräche etwas besonderes sind. Wir haben ziemlich viel gemeinsam, Hobbys, Lebenseinstellungen...Leider können wir uns sehr selten sehen ( ich habe eine Familie und lebe woanders), es sind also keine persönlichen Treffen möglich. Inzwischen hat er sich mit einer anderen Kollegin vor Ort angefreundet, verbringt Zeit mit ihr, betont aber, dass es rein platonisch ist. (er ist Single).
Als er mir kürzlich erzählte, dass er Silvester mit ihr verbrachte, war ich traurig, denn ich habe das Gefühl, dass unsere Freundschaft ohne Nähe nur 2. Wahl ist. wir haben nicht die Gelegenheit auch mal Nächte durchzuquatschen oder uns mal in den Arm zu nehmen.
Kennt das jemand? Gibt es sowas-Freundschaft ohne Nähe?
Ach ja: Nein, ich will nicht MEHR von ihm, er ist nicht beziehungsfähig.
Danke!
 
  • #2
Liebe Bird,

kann es sein, dass du rational festgelegt hast, dass du nicht mehr von ihm willst? Vielleicht ja sogar, weil dein Kopf weiß, dass er nicht beziehungsfähig ist, wie du sagst?
Gibst du ihm das Label „beziehungsunfähig“ um auch vor di selbst sicherzustellen, dass er dir nicht gefährlich werden kann?

Solche Kopfentscheidungen kümmern das Herz nicht.

Eine andere Erklärung fällt mir nicht ein, weshalb es jemanden traurig stimmt, wenn ein Freund auch andere, engere Freunde hat.

Ich glaube schon, dass Freundschaften mit den heutigen virtuellen Kontaktmöglichkeiten ohne viel Nähe über große Distanzen absolut möglich sind.

W, 31
 
  • #3
Ach ja: Nein, ich will nicht MEHR von ihm, er ist nicht beziehungsfähig.
Danke!

Weil er beziehungsunfähig ist willst von ihm nichts? Sonst könntest du dir aber etwas mit ihm vorstellen und bist jetzt im Grunde eifersüchtig?

Er hat dich also an der Angel.

Gegenüber jemanden eine dritte Person ins Spiel bringen um diesen manipulativ zu verunsichern nennt sich übrigens Triangulation und ist ein Instrument u.a. von Menschen mit Persönlichkeitsstörung. Diese machen dies durchaus auch mit platonischen Bekanntschaften.

Da hätte ich kein Interesse dran und würde den Kollegen abhaken.
 
  • #4
Verstehe ich jetzt nicht.
Du schreibst du hast eine Familie? Also auch einen Mann? Warum soll er dann keine Freundin haben?
Und wieso soll er dich in den Arm nehmen?
Macht das dein Mann nicht???
 
  • #5
Als er mir kürzlich erzählte, dass er Silvester mit ihr verbrachte, war ich traurig, denn ich habe das Gefühl, dass unsere Freundschaft ohne Nähe nur 2. Wahl ist.
Wir reden also nur von Freundschaft und hier zwischen Mann und Frau, teilweise auch noch Single auch mit Abendprogramm zusammen.

Ich behaupte, dieses Konstrukt gibt es so wie die FS sich das denkt, überhaupt gar nicht, jedenfalls nicht so, ohne das bei Bedarf der ein oder andere doch mal "mehr" will.
Ich glaube ihr ihre reine Freundschaftsabsicht schon nicht wirklich, die des Mannes aber erst recht nicht.
Also mit mir ginge sowas ganz klar nicht, wenn die FS attraktiv ist würde ich immer "mehr" wollen.

Triebe kann man nicht ausschalten.
In dem Alter schonmal gar nicht.
Ob das jemand scheinbar oder tatsächlich beziehungsunfähig ist, spielt dabei überhaupt keine Rolle.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #6
Warum muss er denn eigentlich dir gegenüber betonen, dass es mit seiner neuen Freundin "rein platonisch" ist? Würde es dich stören, wenn nicht? Wenn du doch eine Familie hast und er nur ein guter Freund ist, würdest du dich dann nicht für ihn freuen, wenn er eine Partnerin findet? Warum bist du traurig, wenn er Zeit mit einer anderen Frau verbringt? Hast du keinen Partner, mit dem du Silvester verbringen kannst? Ist dein bester Freund deine einzige Bezugsperson?
Ja, für mich gibt es Freundschaften ohne Nähe, z.B. wenn Menschen weit weg wohnen.
 
  • #8
Ach ja: Nein, ich will nicht MEHR von ihm, er ist nicht beziehungsfähig.

Nach diesem Statement muss ich wirklich schmunzeln. Du bist mit einem Kollegen befreundet, den du nur sehr selten siehst, weißt aber, dass er nicht beziehungsfähig ist? Hat er dir das selber gesagt? Du würdest also schon was von ihm wollen, wenn er beziehungsfähig wäre?

Falls "Familie" bedeutet, dass du Mann und Kinder hast, würde ich diesen "Freund" wieder zu einem Kollegen degradieren. Ich würde ihm nicht gleich eine Persönlichkeitsstörung andichten, aber es scheint ihm schon Spaß zu machen, sich einen kleinen Harem an "platonischen" (hihi) befreundeten Kolleginnen zu halten, die jeweils eifersüchtig auf die andere sind (sorry, klingt bei dir so durch). Ich wage vorauszusagen, dass dies keine jahrelange, enge Freundschaft wird.
 
  • #9
Hm, das klingt ja schon so, als seiest Du eifersüchtig. Mit der anderen Kollegin ist er ja nah, vielleicht ist er bei der NICHT beziehungsunfähig - ist es das, was Dich umtreibt?

Mich hat gewundert, warum er gleich dazu sagt, dass es mit der anderen Frau platonisch sei. Aber vielleicht passt das zu eurem Ausstausch.

Jedenfalls musst Du Dir überlegen, ob Du nicht doch ein Problem damit hast, dass nun eine andere Frau sich gar keinen Kopf machen könnte, ob er beziehungsunfähig ist, und ihn einfach mag und mit ihm nah sein kann.

Heißt das jetzt, dass Du einen Mann hast? Dann gibt es noch mehr zu durchdenken, würde ich sagen.

Es klingt jetzt schon so in Richtung "ich muss einen Grund finden, weshalb er (der Freund) nicht passt, sonst verliebe ich mich". Also ER muss schuld sein, dass Du Dein Leben, das Dich unzufrieden macht, nicht hinterfragen musst. ER muss schuld sein, dass Du leicht auf ihn verzichten kannst.
Dass das doch nicht so leicht ist, würde ich meinen zu erkennen an Deiner Eifersucht.

Klar kann man auch bei Freunden, von denen man absolut nichts weiter will, eifersüchtig sein. Aber eigentlich würde ich sagen, bedeutet "mit einander befreundet sein", dass man sich drüber freut, wenn der Freund vielleicht eine Partnerin finden könnte.

Es gibt dieses Phänomen, dass vergebene Menschen aus irgendwelchen Gründen gern Aufmerksamkeit von noch anderen Menschen haben wollen, die sie vom Partner/von der Partnerin nicht bekommen, aber kriegen müssten. Gern Singles, weil die sich schon mal richtig verknallen, während ein anderer Vergebener ja schon durch seinen Beziehungsstatus gleich unausgesprochen eine Grenze setzt.
Und es gibt die Männer und Frauen, die, auch ohne vergeben zu sein, gern eine Schar Bewunder*innen um sich haben. Verliebte Kumpels und Kumpelinen.
Dann gibt es auch noch das Phänomen, dass attraktive Menschen, die als beziehungsunfähig gelten, als Trophäe gesehen werden können. Also wer den/die kriegt, der hat bei einem Menschen, der misstrauisch sein Herz verschlossen hat, einen Weg ins Vertrauen gefunden, und das adelt irgendwie.

Falls irgendwas auf Dich zutrifft, würde ich da weiter denken. Vielleicht musst Du Dir doch Verliebtheit eingestehen und Dir überlegen, wie Du nun damit umgehst.
 
  • #10
Gegenüber jemanden eine dritte Person ins Spiel bringen um diesen manipulativ zu verunsichern nennt sich übrigens Triangulation und ist ein Instrument u.a. von Menschen mit Persönlichkeitsstörung. Diese machen dies durchaus auch mit platonischen Bekanntschaften.

Hö? Die Fs und er sind nur Freunde. Sie hat Familie (das klingt für mich wie liiert??) und redet sich ein, nichts von ihm zu wollen.
Er ist Single und erzählt seiner guten Freundin, dass er ein Date hatte.

Da macht er doch nichts falsch.

Mein Eindruck ist, dass die FS in ihn verliebt ist und sich das nicht eingestehen will.

Und sich wohl auch ihm gegenüber so ambivalent verhält.

Und da er ein Mann ist, nimmt er, was man ihm sagt und handelt konsequent:
die FS will/kann nicht, will nur platonische Freundschaft, also schaut er sich anderweit um.

Liebe Fs, wenn du ehrlich zu dir selbst bist sind deine Wünsche nach Nähe und Zusammensein vielleicht nicht rein platonischer Natur?

Ich habe einige männliche Freunde, aber stundenlange nächtliche Telefonate, körperliche Nähe ...gehören da nicht hin...

Sehnst du dich da vielleicht danach, weil du es zu Hause nicht bekommst?

Und ja, eine Freundschaft ist immer nur 2.Klasse, wenn man es mit einer Beziehung vergleicht .

Ich finde es bei meinen männl. Freunden ganz normal, dass deren Dates oder Beziehungen Vorrang haben. Ich könnte auch keinen Freund akzeptieren, der Vorrang oder gleichwertige Beachtung wie mein Partner verlangt.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #11
Wenn du wirklich nur Freundschaft willst (glaub ich dir nicht so richtig), dann kannst du dich doch für ihn freuen, wenn er entweder eine Partnerin findet oder Freunde vor Ort.
Ich arbeite mit vielen Leuten zusammen, teilweise schon über zehn Jahre, und da haben sich auch Freundschaften entwickelt; teilweise wurde ich um Rat gefragt bei der Frage "Kinder oder nicht?", "Job oder Familie", ich tausche mich mit diesen wenigen auch über tiefgehende Dinge aus, habe die meisten aber noch nie getroffen, außer eine sehr nette ältere Ärztin, mit der ich dann mal essen war. Ich würde das zwar als Freundschaft bezeichnen, aber ich bin ganz sicher nicht eifersüchtig auf Freunde vor Ort. Als der eine geheiratet hat und ein Kind bekommen, habe ich mich ehrlich gefreut, als er mir auch eine Karte schickte. Daher bezweifel ich deine Motivation (und seine wahrscheinlich auch). Du genießt die Nähe und Aufmerksamkeit, die du vielleicht in der Familie nicht bekommst. Oder hast du keine Freundschaften vor Ort? Er sucht vielleicht nicht nur nach Freundschaft, sondern einer Partnerin, und du bist verheiratet und weit weg. Ich würde mir mal die Motive beider Parteien genauer anschauen...
w, 37
 
  • #12
...ich habe eine Familie und lebe woanders...

Als er mir kürzlich erzählte, dass er Silvester mit ihr verbrachte, war ich traurig, denn ich habe das Gefühl, dass unsere Freundschaft ohne Nähe nur 2. Wahl ist. wir haben nicht die Gelegenheit auch mal Nächte durchzuquatschen oder uns mal in den Arm zu nehmen.

Ich verstehe nicht ganz. Du hast Familie und beklagst Dich, dass der Mann nicht zu Deiner Verfügung steht, keine Nähe bietet und Dich nicht in den Arm nimmt?
Und "mehr" willst Du auch nicht? Ich kann Deine Erwartungen nicht ganz nachvollziehen...
 
  • #13
Kennt das jemand? Gibt es sowas-Freundschaft ohne Nähe?
Um erst einmal deine Frage zu beantworten: durchaus muss man jemanden nicht regelmäßig sehen, um die Bindung, die man zueinander hat eine Freundschaft zu nennen. Ich denke es ist sogar ganz förderlich, wenn man nicht 24/7 aufeinander hängt, wobei ich beide Konstellationen kenne. Ich habe sowohl eine gute Freundin, mit der ich mich zweimal im Jahr treffe aufgrund der Entfernung. Mit der anderen guten Freundin verbringe ich oft meine Freizeit.

Aber ich fürchte es ist nicht Kern des Problems, dass persönliche Treffen nicht möglich sind oder die Frage, ob Freundschaft auf Distanz funktionieren kann und auch nicht, ob das eine Freundschaft zweiter Wahl ist.
Inzwischen hat er sich mit einer anderen Kollegin vor Ort angefreundet, verbringt Zeit mit ihr, betont aber, dass es rein platonisch ist. (er ist Single).
Warum betont er das? Und warum vor einer Frau, die es eigentlich gar nicht stören dürfte, wenn der platonische Freund sich mit einer Frau trifft?

Ich glaube, er ahnt da etwas,was dir wahrscheinlich noch nicht bewusst ist. Bist du dir wirklich zu hundert Prozent sicher, dass da nicht mehr von deiner Seite aus ist?
 
  • #14
Also ja, ich finde auch, dass du dich eifersüchtig anhörst.
Aber Eifersucht ist nicht allein in amourösen Beziehungen vorstellbar.
Eifersucht bedeutet ja nichts anderes, als dass man Angst hat, jemanden zu verlieren.
Ich habe es schon ein paar Mal erlebt, dass Freundinnen mit mir ganz viel machen wollten, sobald sie aber einen Partner hatten, war der wichtiger und wir konnten uns im Extremfall nur noch treffen, wenn er keine Zeit hatte.
Btw.: Sowas kann ich nicht locker nehmen, ich ziehe mich dann zurück, was auch dann noch gilt, wenn sie wieder Single ist oder mindestens nicht mehr in der Anfangsverliebtheit. Ich toleriere, dass wir uns sehr viel weniger sehen, eher schon bin ich dann froh, wenn ich weniger gefordert werde, aber ich habe kein Verständnis, wenn z.B. WE-Treffen nicht möglich sind und sie nur noch unter der Woche kommen will oder so etwas.

Du hast eine Nähe zu einem anderen Menschen und das bislang bilateral, nur ihr beide, der nun einen weiteren Menschen kennengelernt hat, mit dem er ebenfalls Nähe hat. Sogar noch mehr als zu dir.
Weil jeder Mensch nur begrenzte Zeit hat, geht die Zeit, die er mit dieser Frau verbringt, von eurer ab. Oder jedenfalls befürchtest du das.
Und auch inhaltlich wird jetzt einiges an dir vorbei gehen, weil er das dann schon der anderen Frau erzählt hat.
Und weil sie sich real treffen, wird er gewisse Dinge dann lieber und auch zweckdienlicher mit ihr besprechen. Sie kann dann mehr dazu sagen, was ihm hilft, denn sie war ja vielleicht dabei oder es geht um Leute, die sie eben auch kennt, du aber nicht.

Also ja, du bist eifersüchtig und das mit Recht.
Ich denke ebenfalls, dass sich eure Beziehung bezüglich Babbel-Frequenz und inhaltlicher Nähe ändern, ich meine reduzieren wird.
Ich denke aber, dass es genau das Gleiche wäre, wenn ihr z.B. alle drei Frauen wärt.
Ich finde, man kann auch eifersüchtig sein, also Angst haben, etwas zu verlieren, wenn es gar nicht um etwas Amouröses geht.

w 53
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #15
Finde die Frage etwas schräg- meine Freunde und Bekannten haben doch das Recht auf andere Sozialkontakte, die gehören mir doch nicht!

Und spätestens wenn du sagst, es mache dich traurig, wenn er eine andere Frau trifft, ist doch klar, was dein Problem ist?!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #16
Velen Dank für Eure Antworten.

ich bin mir sicher, dass es auf meiner Seite nicht mehr als freundschaftliche Gefühle sind.

Es ging mir auch mehr um die Frage, ob räumliche Nähe, also Zeit miteinander verbringen, um einfach zu quatschen oder eben bei emotionalen Momenten in den Arm genommen werden, wichtig für eine Freundschaft ist oder Nähe eben auch anders definiert werden kann. ich bin schon eher der haptische Typ und umarme meine Freunde gerne (w+m). Aber mit Freundschaften auf Distanz habe ich keine Erfahrungen. ich habe das Gefühl da fehlt halt etwas.

Ja, ich habe Kinder und Mann. Der Mann weiß auch von dem Freund.

@frei: ich glaube das ist es. Zumindest fühlte ich in dem Moment, als ich deinen Text las, sowas wie Erleuchtung. Ja, das ist meine Befürchtung: Die Gespräche werden weniger und vielleicht auch nicht mehr so tiefgründig, weil es anderen Menschen gibt, mit denen man(n) reden kann. Das war vielleicht auch das Besondere zwischen uns. Zumindest auf meiner Seite gibt es keinen Mann, mit dem ich "solche" Gespräche führen konnte. Und die Verlustangst äußert sich dann wohl so.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #17
Ich hatte das auch schon öfter, dass ich gute Arbeitskollegen hatte, mit denen ich ganz sicher nur befreundet/ bekannt war und nicht von ihnen wollte.
Als sie sich aber abwandten, weil dort eine andere Frau ins Spiel kam, muss ich sagen, wurde ich teilweise auch "eifersüchtig". Einfach, weil ich ihnen plötzlich total egal war. Sie meldeten sich nicht mehr...das tat weh...
und manchmal kenne ich das auch in weiblichen Freundschaften, wenn zB eine Freundin von mir plötzlich mit einer anderen in den Urlaub fährt, den wir eigentlich mal angedacht hatten oder so...
ich denke, soweit ist das normal... und man kann das in einer Freundschaft doch eigentlich auch thematisieren? Also wie man sich fühlt, nicht, was der andere darf und was nicht.
Inzwischen hat er sich mit einer anderen Kollegin vor Ort angefreundet, verbringt Zeit mit ihr, betont aber, dass es rein platonisch ist. (er ist Single).
Das wiederum erinnert mich gerade an meine Situation...wobei ich einen Bekannten habe, der behauptet nur platonische Freundinnen zu haben.
Mich schmerzt das, weil ich klar in ihn verknallt bin, und er mir immer erzählt, was er mit seinen Freundinnen so unternimmt. Er betont auch immer, dass da nichts laufe, vielleicht um mich nicht zu verletzen, andererseits denke ich, er müsste es mir auch gar nicht erzählen...vielleicht will dein Kollege ja auch deine Reaktion sehen, weil er auf dich steht? (Meine leise Hoffnung :D )
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #18
Also ja, wenn man sich gegenüber steht/sitzt, dann ist das für mich auch was anderes, als schriftlich zu kommunizieren oder auch zu telefonieren.

Und ja, ich denke, wenn diese andere Frau auch noch als Frau und nicht nur platonisch interessant wird für ihn, wird sich euer Kontakt vermutlich spärlicher gestalten. Ich kannte auch Männer, die zu Frauen nur Kontakt wollten, wenn auch eine Beziehung in Aussicht stand. Kumpels hatten sie genug.
Nun weiß Dein Freund ja, dass Du einen Partner hast. Also vielleicht ist er auch nicht verliebt in Dich und hat nicht "irgendwie" auf mehr gehofft. Von daher besteht vielleicht eine bessere Chance, dass euer Kontakt erhalten bleibt, als bei den Männern, die ich so kannte.
 
  • #19
Also wenn du dich als 2. Klasse fühlst, dann solltest du diese Freundschaft beenden! Das tut dir/euch nicht gut und er müsste damit Verantwortung für dich übernehmen. Warum meinst du, darf er kein Silvester mit einer anderen Frau verbringen? Du bist doch sowieso nicht da. Soll er alleine daheim sitzen? Finde das recht komisch und spiegelt bei dir wider, dass du doch eifersüchtige Gedanken und eine Anspruchshaltung hast, die euch beiden schadet.

Ich kann auch Freundschaften führen, wo man sich gar nicht/ 1x im Jahr/ sieht. Aber niemand darf sich dabei minderwertig fühlen.

Ich finde aber, Freundschaft ist vor allem, dass der Freund am Wochenende da ist, wenn ich mit ihm ein Bier trinken gehen muss. Das ist das, was die meisten brauchen und du wahrscheinlich auch.

Ein beziehungsunfähiger Partner ist auch häufig ein unfähiger Freund. Auch eine Freundschaft ist eben eine Beziehung und diese gesunde freundschaftliche Beziehung kann er zu dir nicht führen oder könnt ihr beide nicht haben.

Merkst du ja selber, wie komisch er sich benimmt und wie komisch du reagierst. Mach dir erstmal klar, was du WIRKLICH von diesem Mann brauchst. Ich vermute, da steckt mehr dahinter bei dir.
 
  • #20
Eifersucht bedeutet ja nichts anderes, als dass man Angst hat, jemanden zu verlieren.
Ich habe es schon ein paar Mal erlebt, dass Freundinnen mit mir ganz viel machen wollten, sobald sie aber einen Partner hatten, war der wichtiger und wir konnten uns im Extremfall nur noch treffen, wenn er keine Zeit hatte.

Ich verspüre in solchen Situationen nicht direkt Eifersucht, aber eine gewisse Enttäuschung ist da schon vorhanden.
Hatte ich kürzlich erst mit einem männlichen guten Bekannten. Es stand ein Besuch bei uns an, der mindestens ein dreiviertel Jahr geplant war. Er lernte einen Monat zuvor eine Frau kennen sagte, auf meine Frage hin ob das Treffen noch steht, ausdrücklich zu. Ein paar Wochen später sagte er dann ab.

Das Bedürfnis, mit ihm eine ganze Nacht durchzuquatschen oder von ihm umarmt zu werden, hatte ich allerdings noch nie. Ich bin aber auch ehrlich gesagt nicht der Typ für sowas. Auch nicht bei weiblichen Freunden und Bekannten.

Es ging mir auch mehr um die Frage, ob räumliche Nähe, also Zeit miteinander verbringen, um einfach zu quatschen oder eben bei emotionalen Momenten in den Arm genommen werden, wichtig für eine Freundschaft ist oder Nähe eben auch anders definiert werden kann. ich bin schon eher der haptische Typ und umarme meine Freunde gerne (w+m). Aber mit Freundschaften auf Distanz habe ich keine Erfahrungen. ich habe das Gefühl da fehlt halt etwas.

Es gibt tatsächlich verschiedene Formen der Nähe. Ich unterscheide da gern zwischen "geistiger" und "physischer" Nähe,wobei Letzteres für mich, wie schon geschrieben, bei einer Freundschaft nicht so wichtig ist. Aber das sieht halt jeder anders. Wenn du nicht zu hundert Prozent hinter einer Freundschaft auf Distanz stehst, dann ist es eben nicht dein Ding.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #21
Du bist auf dem besten Weg auf Abwegen zu geraten. Ich vermute auch das es bei Dir um eine kleine Eifersüchtelei mit der Kollegin handelt. Ich denke er wird per se mit Dir keine Zeit verbringen wollen, weil Du ja verheiratet bist. Wir kennen diesen Mann nicht, es ist aber durchaus möglich das er Deine Art gar nicht mag. Nicht jeder findet Umarmung und Nähe auf anhieb gut. Vielleicht möchte er auch gar nix mit Dir zu tun haben und erzählt Dir deswegen von Silvester. Etwas mehr Feingefühl wäre angebracht, etwas Abstand auch.
 
  • #22
Weil er beziehungsunfähig ist willst von ihm nichts? Sonst könntest du dir aber etwas mit ihm vorstellen und bist jetzt im Grunde eifersüchtig?

Er hat dich also an der Angel.

Bis hierhin gehe ich mit.

Gegenüber jemanden eine dritte Person ins Spiel bringen um diesen manipulativ zu verunsichern nennt sich übrigens Triangulation und ist ein Instrument u.a. von Menschen mit Persönlichkeitsstörung. Diese machen dies durchaus auch mit platonischen Bekanntschaften.

Mal ehrlich, wenn ich kein Interesse an dem Mann habe, ist mir das sowas von egal, wen er wann und warum trifft. Da freue ich mich eher, dass er andere Freunde hat und auch das er mich weder vereinahmt, noch vernachlässigt.
Ich habe auch einen guten Freund, mit welchem ich mich (vor dem Lockdown) häufiger gesehen habe, telefoniert, gechattet, ins Kino, spazieren, Filme auf der Couch gucken, gemeinsam kochen, Ausflüge, mein Herz ausgeschüttet usw. und dieser Mann hat mittlerweile (über die Jahre) auch einen kleinen Harem von 6 weiteren Freundinnen und je nach Interesse zieht er mit einer von Ihnen um die Häuser oder auch zwei davon sind sogar miteinander befreundet.
Es ist deshalb überhaupt nicht so, dass ich mich "trianguliert" oder gar "oktagon-liert" (vom Achteck) fühlen würde. Er hat seinen Freundeskreis und ist happy, und das freut mich ebenso, ein glücklicher Mensch.
Er ist so integer, ein toller Mann, (nur null sexuelle Anziehung und ich bin seine "Kleine") und so klingelt er auch mal mitunter reihum, welche Zeit hat und sich mit ihm treffen möchte, und das wollen wir gern alle. Ich bin aber null eifersüchtig, warum auch, er ist da, wenn ich ihn bräuchte, aber ich leihe ihm nicht meine Probleme, also schwätzen wir nur über Gott und die Welt, viel philosophisch und theoretisch und er erzählt mir von seinen Ausflügen mit oder auch mal ohne einer seiner 6 Freundinnen. Ich für mich kann mir wirklich nichts mit ihm vorstellen, außer diese schöne Freundschaft, deshalb bin ich bei den ganzen anderen Foristen, die sehen, dass du doch was von ihm würdest wollen, wenn es doch so gehen würde, sonst würdest du nicht sehnsüchtig mit stundenlangen Plaudern bis mitten und durch die Nacht mit ihm schwärmen... das wäre das Letzte wovon ich träumen würde, gerade wenn ich Familie habe, da ist der Schlaf heilig. Und gerade wenn man nur freundschaftliche Gefühle hegt, dann sind gerade die Nachtstunden ein sensibles Thema und nichts was ich in einer Freundschaft mit Romantik verbinden würde, wenn mir jemand, gerade wenn ich ins Bett will, mir ellenlang ein Ohr abkaut.
 
  • #23
Ich hatte das auch schon öfter, dass ich gute Arbeitskollegen hatte, mit denen ich ganz sicher nur befreundet/ bekannt war und nicht von ihnen wollte.
Als sie sich aber abwandten, weil dort eine andere Frau ins Spiel kam, muss ich sagen, wurde ich teilweise auch "eifersüchtig". Einfach, weil ich ihnen plötzlich total egal war. Sie meldeten sich nicht mehr...das tat weh...
Ehrlich gesagt ist das dann aber keine wirkliche Freundschaft, sondern der Mann hatte in diesem Fall durchaus Interesse und häufig sonnt sich die Frau darin oder genießt jedenfalls die Aufmerksamkeit. Ganz konkret in diesem Beispiel hier - warum sollte der Mann ihr sonst auch versichern, dass das mit der anderen "ganz platonisch" sei? Doch klar, weil er zumindest an der FS Interesse hat. Sonst, bei einer reinen Freundschaft, macht so eine Aussage doch gar keinen Sinn.
Ich kenne solche Eifersüchteleien mit Freundinnen noch aus dem Teenager-Alter, aber ehrlich, seit ich Mitte 20 bin, hatte ich sowas nicht mehr. Es ja klar, dass jeder mehr Freunde hat als nur MICH und daher seine Zeit und Aufmerksamkeit da teilen wird; gerade, wenn der weit weg wohnt und mit mir nur schreibt oder telefoniert. Ich finde das bei Erwachsenen dann seltsam, wobei ich es noch nachvollziehen kann, wenn die beste Freundin, wenn man denn eine hat, sich plötzlich mit einer anderen viel mehr verabredet und offensichtlich besser versteht als mit mir. Das ist aber sowohl bei deinen Arbeitskollegen und auch bei dem der FS ja nicht der Fall.
Freundschaften zwischen Geschlechtern, dafür bin ich ja sehr. Aber nicht auf der Grundlage, dass sich einer heimlich mehr erhofft und der andere das genießt, wenn auch nur unterbewusst, und sich dann nicht für den anderen freut, weil er endlich eine Partnerin findet, sondern eifersüchtig ist. Dann ist es eben keine wirkliche Freundschaft, sondern schon eher etwas flirtig. Wenn der Mann dann nach Beziehungsbeginn auch kein Interesse mehr an Interaktionen oder Gesprächen hat, dann ist das ein deutliches Zeichen dafür. Meine Kumpel wollen sich immernoch treffen, auch mal telefonieren und schreiben, auch wenn sie eine Freundin haben. Ihr Interesse war also nicht romantischer Natur.
 
  • #24
Ehrlich gesagt ist das dann aber keine wirkliche Freundschaft, sondern der Mann hatte in diesem Fall durchaus Interesse und häufig sonnt sich die Frau darin oder genießt jedenfalls die Aufmerksamkeit.
Du hast recht, Eifersucht ist vielleicht auch das falsche Wort. In meinem Fall hatten die besagten zwei Arbeitskollegen bereits eine Freundin, die ich auch kannte. Ob sie sich heimlich mehr erhofften - kann sein. Beide verliessen halt irgendwann ihre Partnerinnen für eine neue Frau und damit war unsere Freundschaft auch vorbei, bzw. nur noch ich meldete mich bis ich es dann sein liess.
warum sollte der Mann ihr sonst auch versichern, dass das mit der anderen "ganz platonisch" sei? Doch klar, weil er zumindest an der FS Interesse hat.
naja - oder andersherum, er weiss, dass er ihre Aufmerksamkeit verliert, wenn er eine Freundin hat und sonnt sich in ihrem Schwärmen.
Bei mir und meinem Bekannten ist es so, dass wir mal was miteinander hatten, vielleicht denkt er daher ich will mehr, und will mir nicht weh tun, bzw meine Gunst nicht verlieren.
Ich denke auch im Fall der FS, dass es sehr seltsam ist, dass sie diese "Nähe" zu einem Mann hat, trotz Ehe und dann vor allem nur über die Distanz. Eine Freundschaft, die von Anfang an nur über Distanz entsteht finde ich hat wenig Boden.
Ich denke auch, dass du dir die Gefühle nur nicht eingestehen willst.
 
  • #26
Ganz konkret in diesem Beispiel hier - warum sollte der Mann ihr sonst auch versichern, dass das mit der anderen "ganz platonisch" sei? Doch klar, weil er zumindest an der FS Interesse hat.

Also ich pflege einige enge Freundschaften zu Männern und darin ist es völlig üblich auch über ONS, Affären, neue Frauen und anbahnende Beziehungen miteinander zu sprechen. So wie mit weiblichen Freunden halt eben auch ...

Aus der Info „mit der läuft nichts“ jetzt ein Interesse an ihr herauslesen zu wollen, halte ich für sehr weit hergeholt.

Am Ende ist es sie, die über die Nähe zu einer anderen Frau eifersüchtig zu sein scheint. Weshalb auch immer ...
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #27
Ich würde dich nicht als Freundin 2.Klasse sehen, sondern akzeptieren, dass die andere Freundin besser zu seinem Leben passt. Er ist Single und hat viel Zeit und natürlich sucht er sich reale Kontakte, die besser zu seiner Lebenssituation passen. Ich kenne es eigentlich umgekehrt. Bei Freundinnen, die heirateten, hatte ich auch als junge Frau keinen Kontakt mehr. Es ist so wie es ist. Du hast eine Familie und bist zeitlich und räumlich nur limitiert erreichbar. Es ist natürlich schade und traurig und ich kann verstehen, dass er dir fehlt aber man kann nicht alles haben 🤷🏻‍♀️.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #28
Ich vermute, das liegt daran, dass sich deine Stellung ihm gegenüber verändert hat.
Ich habe per Onlinedating mal einen Mann kennengelernt, mit dem ich ganz toll schriftlich kommunizieren konnte. Wir haben uns dann irgendwann getroffen, und mir war ziemlich schnell klar, dass aus uns kein Paar werden würde (Geruch, Art des Redens,...). Ich habe ihm das dann gesagt und bin davon ausgegangen, dass wir den Kontakt danach einstellen oder ziemlich reduzieren würden. Zu meiner Überraschung meinte er dann nein, wieso? - wir können uns doch weiterhin schreiben, wenn es uns gefällt. Das haben wir dann getan und beide gleichzeitig weiter „Ausschau gehalten“, was auch für beide vollkommen in Ordnung war. Als es dann aber soweit war und jeder von uns neue Beziehungsanbahnungen hatte, hat es aber dann trotzdem ganz ordentlich gerumpelt und wir haben den Kontakt dann sogar zeitweise ganz abgebrochen.
Ich führe das darauf zurück, dass man so eine Art „Rangfolge“ nahestehender Personen hat. Für eine gewisse Zeit war ich für ihn und er für mich die nahestehendste Person. Es gab niemanden, der besser über den anderen informiert gewesen wäre etc. Und als dann neue, potentielle Partner dazu kamen, hat sich das natürlich verändert - plötzlich war jemand für den anderen wichtiger als man selbst. Man mag das nun Egoismus oder narzisstische Kränkung oder wie auch immer nennen - ich denke, es dauert einfach ein Weilchen, bis sich die neue Konstellation zurechtgerüttelt hat.
Mittlerweile haben wir wieder einen guten Kontakt.

Also so gesehen kann ich gut nachvollziehen, dass man gewissermaßen eifersüchtig ist, auch wenn man nichts von dem anderen will.
Was mich aber auch etwas stutzig macht, ist, dass du verheiratet bist. Findest du bei dem Kollegen etwas, was du bei deinem Mann vermisst? Da würde ich mal nachspüren und wäre vorsichtig, denn in einer Affäre kann man sich schneller wiederfinden als man es sich wünscht.
Liebe Grüße
Trixie (w, 45)
 
  • #29
Ach ja: Nein, ich will nicht MEHR von ihm, er ist nicht beziehungsfähig.
Wenn du nichts von ihm willst verstehe ich nicht wo dein Problem ist. Man sollte sowieso nichts mit Kollegen anfangen. Natürlich kann man befreundet sein. Eine Beziehung sollte man allerdings nie anfangen.
Ich habe es schon ein paar Mal erlebt, dass Freundinnen mit mir ganz viel machen wollten, sobald sie aber einen Partner hatten, war der wichtiger und wir konnten uns im Extremfall nur noch treffen, wenn er keine Zeit hatte.
Btw.: Sowas kann ich nicht locker nehmen, ich ziehe mich dann zurück, was auch dann noch gilt, wenn sie wieder Single ist oder mindestens nicht mehr in der Anfangsverliebtheit.
Meistens ist es so, dass diejenigen dann wieder angekrochen kommen wenn die Beziehung in die Brüche gehen. Darauf kann man getrost verzichten. Natürlich hat man nicht mehr so viel Zeit wie früher. Das akzeptiere ich auch. Trotzdem sollte man Freundschaften nicht schleifen lassen.

Ihr kennt mich ja, dass ich schon oft betont habe, dass man meine Frau und mein Sohn bei mir an erster Stelle stehen. Trotzdem treffe ich mich an und zu alleine mit meinen Freunden. Bevor die große Empörung los bricht. Meine Frau kann sich natürlich genauso mit ihrem Freundeskreis treffen. Das macht sie auch ab und zu.

Jetzt aber zurück zur FS. Wenn es dich so belastet solltest du dich jetzt zurück nehmen und ihn nur noch als deinen Kollegen betrachten.
 
Top