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Gast

  • #1

Freundschaft plus-Ich kann nicht anders, leider!

Gestern sah ich den Film "Freundschaft plus". Eine Frau und ein Mann, die sich nur zum Sex treffen und belanglose Dinge machen. Also Beziehung ausgeschlossen.
Sie sagte: Eine Beziehung ist für mich eine emotionale Erdnussallergie-und ich erkannte mich komplett wieder. Klar, in dem Film wurden sie doch noch ein Paar. Happy End!
Bei mir endet es aber, wenn es um mehr geht. Ich war verheiratet, hatte viele Beziehungen, und immer wieder fühle ich mich eingeengt, wenns um Nacht zusammen verbringen, zusammen frühstücken, etwas unternehmen, Urlaub, Zusammenleben etc. geht. Ich winde mich immer da raus. Kann meine "Männer" auf Dauer nicht um mich rum ertragen. Dann fängt auch der Sex an mich zu nerven.
Kennt das einer und wie wird man zum Beziehungsmensch. Ich will keine alte einsame Frau werden.Hilfe!
 
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Gast

  • #2
Wow! Bist du denn eher der Beziehungsmensch, oder wünscht du dir diese Situation, weil sie eigentlich "standart" ist? Es gibt Menschen, die fühlen sich als Single besser, oder eben so wie du mit Affären. Es kann aber auch sein, dass du einfach noch nicht den Richtigen begenet bist. Wenn "er" kommt, dann wirst du nämlich seine Nähe suchen und ihn nicht abweisen.
 
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  • #3
Mit einem passenden Partner geht vieles, was man sich zuvor nicht hätte vorstellen können... der kann einem auch die Sicherheit geben, dass es diesmal wunderbar klappen wird.
Und natürlich, dann muss man sich auch ein wenig bemühen, und das Ziel eine dauerhafte Partnerschaft zu führen, nicht aus den Augen verlieren... Manchmal muss man sich vielleicht auch ein wenig professionelle Hilfe suchen.
Ich wünsche dir viel Glück und den passenden Partner.
w50
 
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Gast

  • #4
Vielleicht wen suchen, dem es ähnlich geht? Es gibt doch auch Menschen, die zum Beispiel in einer Beziehung bewusst getrennte Wohnungen behalten und sich nicht ganz so oft sehen, weil sie es besser finden. Beziehung ist doch kein starres Konstrukt.

Oder eine Therapie wegen Bindungsangst/Angst vor Nähe?
 
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Gast

  • #5
Ich kenne nur Männer, die so sind.
Warst Du in "Deine" Männer richtig verliebt? Oder Du bist einfach so gestrickt. Dann akzeptiere es und suche einen, der ebenso tickt.
 
  • #6
... hatte viele Beziehungen, und immer wieder fühle ich mich eingeengt, wenns um Nacht zusammen verbringen, zusammen frühstücken, etwas unternehmen, Urlaub, Zusammenleben etc. geht. Ich winde mich immer da raus. Kann meine "Männer" auf Dauer nicht um mich rum ertragen. Dann fängt auch der Sex an mich zu nerven.
Kennt das einer und wie wird man zum Beziehungsmensch. Ich will keine alte einsame Frau werden.Hilfe!
Das waren keine Beziehungen, das waren Affären. Ich kann mir nicht vorstellen, sich von jemandem eingeengt zu fühlen, den man liebt. Genügen Abstand hat jeder durch seine eigenen Tätigkeiten und Beruf. Macht man ja normalerweise nicht alles zusammen.
 
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  • #7
FS
Bin Mitte 40. Ja, ich war oft verliebt, aber ich kann dieses Standard-Leben, wie es hier jemand beschreibt, einfach nicht leben...würde es aber gerne.
Oft sind die Männer ja auch nicht ganz unkompliziert, und wer ist schon Mr. Right?
Affären sind auch nicht meins, und es geht nie primär um Sex.
Ich kenne einen Mann, der mir ab und an mal bei komplizierten PC-Sachen hilft. Der tickt wie ich.
Dann würden 2 Leute nur flüchten. Das klappt so nicht.
Ich weiss, dass ich es akzeptieren müsste, aber ich möchte es nicht.
Und wo findet man bitte so einen Mann, der mich so wie bin, akzeptiert?
Ich gehe nicht in SBs. Ich suche nicht.
Dass müsste jemand sein, der mich pausenlos zu etwas animiert (wie der Typ in dem Film).
Ich mache das schon mit, aber der Mann hat echt an mir zu knabbern.
Das schafft kein Mann, und das kann man auch keinem zumuten.
 
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  • #8
Ich bin auch so. Leider!
Fühle mich sehr unwohl, da ich es zu keiner gesunden Beziehung schaffe. Die Vorstellung einer Freundschaft plus Sex verschafft mir Erleichterung und nimmt mir das Engegefühl. Nur treffe ich keine Männer die auch diese Vorstellung eines Miteinander haben.
Ich habe mir gerade einen Termin bei einer Psychologin geholt. Habe nämlich auch Angst alleine alt werden zu müssen, weil ich keine "normale" Liebe ertrage....

W32
 
  • #9
FS

Ich kenne einen Mann, der mir ab und an mal bei komplizierten PC-Sachen hilft. Der tickt wie ich.

Dass müsste jemand sein, der mich pausenlos zu etwas animiert (wie der Typ in dem Film).
Ich mache das schon mit, aber der Mann hat echt an mir zu knabbern.
Das schafft kein Mann, und das kann man auch keinem zumuten.
Dann tu dich doch mit dem zusammen, wenn der dir gefällt. Meins wäre so ein PC-Fuzzi nicht (entschuldigung an alle mit dem Beruf)

Und wenn du eine bist, die man dauernd ankurbeln muss, bist du echt anstrengend. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand so lethargisch ist. Ich hätte auch wenig Lust dazu, mich animieren zu lassen - schliesslich bin ich keine Animierdame.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
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  • #10
Liebe FS,

ich kann dich sehr gut verstehen, mir w/33 geht es ähnlich.

Ich denke, gerade als Frau mit einem aktiven sozialen Netzwerk kann man wunderbar eine "Beziehung" kompensieren bzw. man braucht sie erst gar nicht.
Dafür kann man umso besser seinen eigenen Interessen nachgehen.

Ich überlege mir selbst, ob ich jemals wieder eine Partnerschaft will oder doch lieber Single bleibe.

Ich habe mal eine interessante Sendung gesehen - ein Zitat daraus blieb mir ganz besonders in Erinnerung: "Wer eine Partnerschaft möchte, weil er sich darin besser entwickeln kann, der sollte sich einen Partner suchen bzw. eine Partnerschaft anstreben.
Wer eine Partnerschaft als Klotz am Bein und Zwangsjacke empfindet, der sollte besser Single bleiben. "

Die Mehrheit der Menschen tendiert wohl eher zum ersteren.
Außerdem gibt es auch noch das Phänomen "Beziehungsangst".
Beziehungsangst und Beziehungsunwille sind zwei verschiedene paar Schuhe in meinen Augen.
Im ersten Falle will man eigentlich eine Beziehung, ist aber nicht in der Lage, wirklich eine zu führen aus ursächlichen welchen Gründen auch immer.
Im zweiten Falle könnte man zwar eine Beziehung führen, hat aber für sich erkannt, dass man als Single besser dran ist und will in Wirklichkeit gar keine oder zumindest nicht so gerne. Ich kann mir gut vorstellen, das der gesellschaftliche Druck hierbei auch noch eine Rolle spielt, warum man sowas trotzdem eingeht.

Du solltest wohl für dich selbst klären, auf welcher Seite du stehst.

Ich für meinen Teil habe entschlossen, dass ich zumindest vorerst und noch für eine ganze Weile lieber Single bleibe, wobei ich gegen Affären nichts einzuwenden hätte.
Ich habe nämlich keine Lust in Zukunft nochmal jemanden mitzuziehen oder mitzulaufen und außerdem habe ich auch gerade völllig andere Interessen - Beziehung wäre für mich der "Klotz am Bein", den ich nicht haben will. Abgesehen davon: So weltbewegend erstrebenswert und bereichernd ist Beziehung nun auch wieder nicht. Sieht halt nur für die Öffentlichkeit dumm aus wenn man keine hat und icht mal sucht. Aber wenn man es mal geschafft hat sich von deren Wunschdenken zu befreien und ein eigenes unabhängiges Urteil hat und auch für anderes offen ist ....

Wenn du Angst hast eine einsame Frau zu werden, dann stelle dir doch mal folgende Fragen:
- wie erfüllend ist für dich dein Alltag ohne Beziehung?
- wie erfülend ist für dich dein Alltag mit Beziehung?

Ich würde fast mal behaupten, dass jemand, der sich den ganzen Tag bestens selbst unterhalten und amüsieren und weiterentwickeln und den eigenen Alltag auch alleine sinnvoll füllen kann, diese Eigenschaft auch hohe Alter beibehalten kann.
 
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  • #11
Ergänzung zu Nr.9

Im Falle von Beziehungsangst (hört sich für mich in deinem Falle auf die Entfernung leider eher so an, auch wenn ich mich täuschen kann), wäre wohl eine Therapie tatsächlich sinnvoll.
Außerdem gibt es auch Modelle, die weniger Nähe zulassen. Z.B. die Fernbeziehung.

So ganz nebenbei: Ich kann mir tatsächlich nicht vorstellen, dass jemand eine Partnerschaft ("auf Augenhöhe") mit jemandem möchte, der ständig animiert werden muss und an dem man sich die Zähne ausbeißen kann.
Es sei denn, man ist ein ziemlich dominanter und egoistischer Teil und akzeptiert die Wünsche anderer eh nicht so gerne. Hört sich aber irgendwie ungesund an.
Aber dann hast du ja auch schon wieder die Einengung.
Ein gewisses Dilemma für dich sehe ich da schon.
 
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  • #12
Hast Du Dir schon mal überlegt, ob du eher ein Borderline-Problem hast?

w,40
 
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  • #13
Sicher wirst Du nicht unendlich viele weitere Männer und Beziehungsversuche ins Buch Deines Lebens schreiben wollen.
Wie lange fühlst Du Dich denn wohl mit einem Mann? Was willst Du gerne mit ihm gemeinsam erleben? Auf diese Aspekte würde ich mich konzentrieren. Dann ziehst Du schon passende Kandidaten an. Es gibt es Männer, die sich auch viel Freiraum und ein bisschen qualitativ hochwertige Nähe mit einer Partnerin wünschen.

Falls DU überhaupt noch einen Mann, der den Namen "Partner" verdient, in Deiner Nähe haben möchtest...
 
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  • #14
Alleine schon die Vorstellung der abgeschmackten Frage "Schatz, wie war Dein Tag?" lässt mich vor Grausen frösteln. Gemeinsame Pauschal-Urlaube? Entsetzliche Vorstellung! Vielleicht liegt es daran, dass mich die meisten Männer schnell langweilen mit dem ganzen Alltagskram. Ich habe aber einen sehr guten Freund, mit dem macht das Leben unglaublich viel Spaß. Er ist zum einen schwul (will also in der Hinsicht nix von mir, puh!) und zum anderen Wissenschaftler, meine Urlaube sind Begleitungen auf seinen Expeditionen, wir erforschen gemeinsam "die Welt" mit Zelt und Ausrüstung.
Ich möchte kein anderes Leben und schon gar kein gemeinsames mitteleuropäisches Alltagsleben mit Klebe-Beziehung. Ich habe so viele Interessen und es gibt soviel zu entdecken auf diesem Planeten, da würde eine klassische Allerwelts-Beziehung nur stören, ausbremsen und hemmen.
Beziehung ist doch nicht alles, aber sie ist ein Hemmschuh, wenn die Interessen nicht ähnlich sind. Meine Großmutter ist Geologin gewesen, mein Großvater Mineraloge, die beiden sind ständig unterwegs gewesen, haben Proben gesammelt, sind gekraxelt, haben Steine geschliffen und bearbeitet und sind für ihr Interesse und ihre Leidenschaft Feuer und Flamme gewesen. Vielleicht brauchst Du einfach einen Mann, der Dich auch mitreißen kann, der Deine Interessen teilt - und eine gemeinsame Aufgabe, die Euch verbindet? Wie beneide ich doch die Curies... :)
 
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  • #15
Eigentlich sollte man glauben, dass du eine Menge Auswahl hast. Schließlich gibt es viele Männer, die es auch lieber unverbindlich haben und keine richtige Nähe zulassen können/wollen. Du machst dir aber trotzdem Gedanken. Ich vermute, dass du dir wegen der Reaktionen deines Umfelds Sorgen machst und befürchtest, mit deinem Lebensstil nicht akzeptiert zu werden. Du solltest einfach dazu stehen. Dann siehst du auch, wer deine wahren Freunde sind. Die akzeptieren dich nämlich so, wie du bist.
 
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Gast

  • #16
Wer sagt, dass man alles zusammen machen muss? Soviel klebende Nähe verträgt kein gesunder Mensch!
Und kaum ein Mann möchte sich heutzutage für länger binden und Zusammenziehen und heiraten und Kinder kriegen ist ja FAST IMMER eine Idee der Frauen.

Mein Partner und ich kennen uns seit über 10 Jahren und wir wohnen NICHT zusammen und sehen das in den nächsten 10 Jahren auch nicht in unserer Planung vor! Ich verstehe da andere Frauen überhaupt nicht! Ich kann mit soviel Abhängigkeit an eine andere Person überhaupt gar nichts anfangen und das ist für mich auch einfach nur krank! Mein Partner sieht das ähnlich!

Und wir tun auch nicht alles gemeinsam. Keine Urlaube, nicht zusammen schlafen, nicht frühstücken, wir tun nichts von alle dem und das ist gut so. Wir sind immer noch wie frisch verliebt und uns geht es bestens dabei und so wie es aussieht, wird das auch noch die nächsten 10 Jahre wunderbar weiter so klappen. Ich habe eher das Gefühl, es ist der Neid anderer Frauen, dass sie sowas auch gerne hätten, aber niemals erreichen werden!

Mehrfach täglich einen Partner um sich haben, sich aufopfern, eigene Bedürfnisse zurückstellen, übermuttern, überpflegen, überfürsorgen, das ist eine ziemlich altertümliche Einstellung unserer Mütter und Großmütter, die das so gemacht haben und vielleicht auch von uns erwarten, aber nichts da, as ist heute überholt und überhaupt nicht gesund für eine moderene Beziehung.

Wir sind ja heutzutage (meistens) alle nicht mehr so eingestaubt wie unsere Mütter, dass sie wie Bruder und Schwester nebeneinander wohnen möchten. Wir sind mit 30, 40 und 50 alle noch frisch genug im Kopf, und wollen uns nicht einschränken lassen, wie das früher der Fall war.

Ich halte mich da aber auch für eine weibliche Ausnahme. Ich erschrecke immer wieder tierisch, wie komplett anders andere Frauen das sehen und wie konfus sie mit ihren Männern umspringen. Wenn der Partner nicht 3x mal am Tag anruft, oder nicht sofort eine SMS beantwortet oder mal keine Zeit hat, dann ist sofort die Hölle los. Das ist für mich nicht normal und nachvollziehbar.
 
  • #17
Wer sagt, dass man alles zusammen machen muss? Soviel klebende Nähe verträgt kein gesunder Mensch!
Und kaum ein Mann möchte sich heutzutage für länger binden und Zusammenziehen und heiraten und Kinder kriegen ist ja FAST IMMER eine Idee der Frauen.
Hm, "leider" erlebe ich (w, 37) das immer noch anders herum...... Männer, die gemeinsam einschlafen und gemeinsam aufwachen wollen, selbstverständlich (!) zusammen wohnen wollen ("sonst ist es ja gar keine richtige Beziehung"), einen mit sms und Anrufen bombardieren, für meine Begriffe total kletten, einfach alles zusammen tun möchten, und auch diejenigen sind, die Heiraten & Kinder doch noch wünschen (dabei ist meine "Zielgruppe" etwa Mitte bis Ende vierzig...)

Wow, Du hast da wirklich ein tolles Modell - so etwas würde ich mir wünschen!! Finde aber absolut keinen Mann, der so tickt, und der versteht, dass das keineswegs (!) "Unverbindlichkeit" meint.

Kennt das einer und wie wird man zum Beziehungsmensch. Ich will keine alte einsame Frau werden.Hilfe!
Man wird nicht zum "Beziehungsmensch" im Sinne dieser Definition...
Ich glaube nicht, dass man in dieser Hinsicht wirklich langfristig aus seiner Haut heraus kann!...
Selbst, wenn es einen mal richtig erwischt, und man sich plötzlich ein Maß an Nähe, Gemeinsamkeit, Verbindlichkeit und gemeinsam verbrachter Zeit vorstellen kann, das man früher nicht für denkbar hielt - so holen einen doch die "angeborenen" Muster nach einiger Zeit wieder ein. Ich spreche da aus Erfahrung...

Liebe FS, wenn Dein Leben prima ist, wie es ist, und Deine einzige Sorge ist, "alleine alt zu werden", dann binde Dich einfach beizeiten in ein gutes soziales Netzwerk ein (nein, kein virtuelles! ;) ), das Dich trägt wie eine Familie. In so einem Umfeld lässt es sich prima alt werden! Jeder bringt sich mal ein, und jeder profitiert davon. Selbst, wenn Du jetzt eine Beziehung eingehst, ist das absolut KEINE Versicherung dagegen, am Ende doch alleine alt zu werden.
Außerdem ist es ein ungesunder Kompromiss.
 
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  • #18
Mir, m45, gehts so ähnlich wie der FS.
Daran ist meine letzte Beziehung (3 Jahre) auch gescheitert.
Immer wenn ich eine Freundin habe, sehne ich mich nach der Freiheit und immer wenn ich dann wieder solo bin, suche ich wieder eine Freundin.
Ich habe nie das Gefühl anzukommen, auch wenn ich "meine Damen" immer geliebt habe, bzw. teilweise immer noch tue.
 
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Gast

  • #19
Ich bin auch so.

Und zwar fühle ich mich in der Kennenlernphase unglaublich wohl, wie frisch verliebt eben. Bereits nach einigen Wochen fühle ich mich nicht mehr wohl, empfinde es als Last, nicht als Bereicherung, mich mit dem Mann zu treffen, den ganzen Tag an ihn denken zu müssen, mein bisheriges Leben auf seine Anwesenheit einzustellen. Ich bin teilweise unglaublich gereizt, bin von Zweifeln geplagt was diesen Mann angeht, fühle mich leer und ausgebrannt, die "Beziehung" raubt mir meine Energie. Ich lebe eine Lüge, wenn ich versuche in diesem Zustand noch einen auf unbeschwertes Kennenlernen zu machen.

Die mögliche Ursache für diese Empfindungen: die betreffenden Männer lassen den Ausgang zwar offen, geben aber erste Hinweise darauf, dass sie es nicht wirklich ernst meinen. Daraufhin lasse ich mich sehr schnell verunsichern, dann sind meine Gelassenheit und meine Natürlichkeit dahin. Ich wünsche mir auch, die Männer hätten irgendwas angestellt um mich zu beruhigen, statt mich zu beunruhigen.

Ich kenne ein paar Frauen, die sich auch einen Stress machen, zum Beispiel wenn der Mann am Anfang nicht ganz frei ist oder wenn es andere Probleme gibt, wenn nicht alles nach ihrer Wunschvorstellung verläuft, die schließlich aber mehr Durchhaltevermögen beweisen als ich.

Kennst du das vielleicht auch? Zerbricht bei dir alles relativ schnell, entweder weil du taktische Fehler machst oder weil du unrealistische Erwartungen setzt?

Leider habe ich eine defizitäre Vorstellung davon, was von mir als Frau verhaltenstechnisch erwartet wird, damit ich in der Kennenlernphase als potentielle Freundin statt als Affäre eingeordnet werde. Ich bin da wirklich ahnungslos, weiß nur, wie man einen Mann kurzfristig um den Finger wickelt, nicht wie man ihn behält.

Ich habe keine Einsicht in die Vorgänge von Beziehungen. Gleichen Beziehungen einem Geschlechterkampf, wobei die Frau ihre Distanz bewahrt? Muss die Frau sich eher zurückstellen und auf den Mann eingehen? Hat eine gewisse Gleichgültigkeit der Frau gute Aussichten beim Aufbau einer Beziehung? Gibt es DIE Antwort, die mich aus meinem Dasein als ewige Affäre erlöst? Liebeskomödien sind jedoch keine wirklich gute Anleitung, wie sowas funktionieren soll.

Manchmal stelle ich mir vor, die ideale Lösung wäre für mich eine reine Sex-Affäre mit geklärten Fronten, dann hätte ich wenigstens guten Sex und etwas Nähe anstatt gar nichts, und müsste mir nicht soviele Gedanken machen. Doch so ein Modell funktioniert in der Realität auch nicht. Auch nicht von Männerseite.
 
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  • #20
Immer wenn ich eine Freundin habe, sehne ich mich nach der Freiheit
Kann es sein, daß Frauen eben einfach ein viel zu einnehmendes Wesen haben? Ich möchte so gerne im Frühjahr unter blühenden Kirschbäumen wandeln, aber ihr fällt immer irgend etwas ein, warum es gerade ausgerechnet heute nicht geht. Und allein gehen läßt sie mich nicht. Wäre ja auch etwas seltsam, in einer Liebesbeziehung.
 
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  • #21
Komisch, alle Männer fürchten sich ja so vor der Vereinnahmung.Ich habe niemanden bedrängt und auch in einer Partnerschaft wäre es mir nie in den Sinn gekommen, einen Mann an die Kandare zu nehmen-das will ich ja auch nicht, ein unglücklicher Singvogel im Käfig sein. Ich habe immer Vertrauen und Freiheit gelebt und gegeben. Nur...diese freiheitsliebenden Männer haben mich dann bald geringschätzig behandelt, sind heute bei wirklich herrischen Frauen (ich übertreibe nicht) unter dem Pantoffel und rufen alle paar Monate an, um mir die Ohren vollzujammern, wie gut und schön es doch mit mir war.
Und ich mag inzwischen keine Beziehung mehr-Männer scheinen nur 2 Schubladen zu kennen: Frau, die fordert= ernstzunehmende, aber einengende Partnerin. Frau, die nicht einengt=ab in die Affärenecke bzw. biswasBessereskommt. Ich bin aber so wie ich bin, und wenn ich nie einen treffe, der das versteht und schätzt, belasse ich es bei Sex ohne Extras und den Rest gibt mir sehr zufriedenstellend mein soziales Netz:))
w.
 
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  • #22
Ich habe 8 Jahre so gelebt und habe überhaupt nichts vermisst. Fairer Weise habe ich aber jeder Frau gesagt, dass ich keine Beziehung haben will, bevor wir Geschlechtsverkehr hatten. Szenen hat es aber einige Male dennoch gegeben, weil sie wohl meinten, mich mit gutem Sex umstimmen zu können.

Warum kann man nicht einfach so miteinander ins Bett gehen, wenn es doch beiden Spaß macht? Viele Frauen (vor allem wenn sie anderweitig gebunden sind) können das, einige nicht. (M > 50)
 
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  • #23
Nein! Nicht alle Männer fürchten sich vor Vereinnahmung. Manche wollen das volle Beziehungsprogramm. Und auch nicht alle Frauen haben Angst vor einer Beziehung.
Manche haben schlechte Erfahrungen gemacht, ich für meinen Teil habe eine Ehe hinter mir und ganz derzeit, 2 Jahre nach der Trennung noch getrost auf "Alltag" verzichten, also zusammenziehen muss nicht sein, weil ich nie mehr die Bedienstete eines Mannes sein will.
Aber ich hätte nichts gegen einen schicken Pauschalurlaub in nem 5-Sternehotel mit Wellness, Traumstrand und leckerem Essen mit meinem Liebsten. Und auch nichts gegen viel Nähe... denn wenn ich verliebt bin, dann will ich den Mann am liebsten täglich sehen, spüren, hören, um mich haben. Kann mich aber auch anderweitig beschäftigen. Aber wenn ich richtig verliebt bin, bringt mir nichts Spaß ohne den anderen.
Aber was ich hier lese, klingt größtenteils nach psychischen Bindungsstörungen im narzisstischen Bereich, Nähe-Distanz-Störungen, auch nach Borderline-Störungen, die einerseits gerne eine Beziehung eingehen wollen, dann aber Angst vor der Verschmelzung und der Nähe haben.
An Eurer Stelle würde ich - und das meine ich nicht abwertend - psychologische Hilfe suchen und mal checken lassen, wo und ob ihr ein Beziehungsproblem habt.

w,40
 
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  • #24
Ich FS
Also ich habe gestern mal nach Boderline gegoogelt. Nee, nee, das habe ich bestimmt nicht.
Auch habe ich woanders nach diesem Symptom, keine Norm-Beziehung führen zu wollen, geguckt.
Mir gehts ja nicht um nur Sex, sondern auch um gelegentliche Gesellschaft mit einem Mann.
Habe nur nicht das Ziel mit diesem Mann mal zusammen zu leben und mich später um so lästige Dinge wie "ausgequetschte Zahnpastatuben" und offene Klodeckel zu streiten.
Es soll alles ganz easy und vom Alltagstrott nichts zu spüren sein.
Gestern wollte ich mich mit meinem Ex treffen, mal wieder quatschen, habe dann aber kurzfristig abgesagt.
Ich dachte so: Och, das ist mir eh wieder zu spät, da lege ich lieber aufs Sofa und dreh dann noch `ne Runde mit meinem Hund.
Ich brauchte ihn also nicht.
Kann sein, dass mich morgen wieder der Hafer sticht und ich rufe an, dass er kommen soll.
Nachteil an dieser Unverbindlichkeit ist eben mal als einsame "Juffer" dazu stehen.
Da ich schon 45 bin, sollte ich mir das Verhalten echt abgewöhnen.
Vielleicht rennt mir ja nochmal ein Mann über den Weg, bei dem ich komplett anders ticke.
Aber suchen tu´ den nicht.
 
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  • #25
Ich (w, 30) bin auch kein Mensch für eine Standardbeziehung. Habs ein paarmal ausprobiert und kläglich gescheitert.

Mein Verhaltenmuster ist immer dasselbe: Zuerst bin ich auf Wolke 7, die Hormone spielen verrückt, und ich habe ein Bedürfnis nach Nähe, relativ normal eben.
Nach einigen Wochen flaut das ab und ich empfinde diese Bindung eher als Last.

Mit ist schon bewusst, dass das mit den chemischen Reaktionen im Körper zu tun hat, die bei frischer Verliebtheit ausgeschüttet werden, weshalb ich diese erste Phase inzwischen nicht so ernst nehme.

Ich bin eben keine mütterliche, häusliche Frau, will weder Ehe noch Kinder. ICh kann und will nicht kochen, und verdiene genug, um mir den Haushalt führen zu lassen. Mein Beruf macht mir Spaß und ist zeitintensiv. Ich habe auch kein sehr ausgeprägtes Bedürfnis nach (häufigem) Sex. Damit kommen viele Männer nicht zurecht. Sie wollten mich bislang alle ändern und dachten, ich sei zu blöd, um das zu durchschauen. Sehr viel unnötiger, kraftraubender Stress nach sehr kurzer Zeit. Dabei habe ich mir angewöhnt, mich anfangs eben genau so zu präsentieren, wie ich BIN und nicht, wie Mann mich gerne hätte.

Wenn Beziehung für die Frau bedeutet, alleine neben einer 60 Stunden-Woche für Haushalt, Kochen, Einkaufen etc. zuständig zu sein, sich sexuell zu zwingen, obwohl man keine Lust hat, damit eine Ruhe ist, die karge Freizeit nach dem Partner ausrichten zu müssen und im Endeffekt sind die Probleme des Mannes immer wichtiger als die der Frau, weil sie eben besser zuhören kann, ja dann...

...dann bin ich als Single glücklicher.
 
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  • #26
Ich bin froh kein Beziehungsmensch mehr zu sein. Ich bin immer wieder in die, von der Gesellschaft vorgeschriebene, Rolle als "Frauchen" zurückgefallen. Dabei habe ich mich nach einiger Zeit selbst so gehaßt für diesen Blödsinn! Ich bin als Single viel aktiver und auch geistig flexibler, als vorher. Wenn du dich einsam fühlst, dann schaff dir ein Haustier zu und keinen Mann. Der Hauptvorteil ist, dass Haustiere dir treu ergeben sind!

Freundschaften-Plus sind im Anglo-Amerikanischen Raum übrigens weit verbreitet und, zumindest teilweise, gesellschaftlich akzeptiert.
 
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  • #27
Gestern wollte ich mich mit meinem Ex treffen, mal wieder quatschen, habe dann aber kurzfristig abgesagt.
Ich dachte so: Och, das ist mir eh wieder zu spät, da lege ich lieber aufs Sofa und dreh dann noch `ne Runde mit meinem Hund. Ich brauchte ihn also nicht.
Kann sein, dass mich morgen wieder der Hafer sticht und ich rufe an, dass er kommen soll.
FS, damit bist Du in meinen Augen aber sehr unzuverlässig, wankelmütig und eigentlich auch ganz schön zickig! m44.
 
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  • #28
Sex nach Absprache zu haben ist auf Dauer für mich wie fastfood..

Ab und zu gehe ich aber gerne zu Mc Donalds.

Deiner Schilderung nach magst Du eben verbindlichkeiten, nähe und gemeinsamkeiten auf Dauer nicht so wie in einer klassischen Partnerschaft..

Die Ratschläge das jetzt einfach nur der Traummann kommen müsste und alle problem wären gelöst sind einfach nur.......

Ich denke auch das Du Borderline hast..

Beziehungstechnisch kann man aber auch mit Borderline leben sofern man einen Partner findet der da genauso tickt.

Es gibt doch genung Männer die das auf Dauer auch einengt..

m
 
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  • #29
Sex nach Absprache zu haben ist auf Dauer für mich wie fastfood..

Ab und zu gehe ich aber gerne zu Mc Donalds.

m
Es ist so schön, hier immer wieder von Meinungen zu lesen, die so überhaupt nicht vereinfacht sind. Und ich wusste nicht, dass McDoof (und die bildende Zeitung) denselben Stellenwert wie Sex haben. Tolle Sache, wenn's gerade nicht anders geht, aber daraus gleich auf Gelegenheitssex zurückschliessen?

Ich habe keine feste Beziehung mit dem Clown und auch nicht mit den grossen Buchstaben.
Den Joker Sex spiele ich am liebsten und ausschliesslich in einer festen Beziehung aus. Etwas anderes ist für mich nicht mehr denkbar.
 
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  • #30
FS, damit bist Du in meinen Augen aber sehr unzuverlässig, wankelmütig und eigentlich auch ganz schön zickig! m44.
Wieso ist die FS zickig, wenn sie sich so verhält, wie viele Männer es tun?

@FS: wieso solltest du dich zwingen in einer Beziehung zu leben, wenn du dich - zumindest zur Zeit - nur eingeengt fühlst? Das bringt doch nichts. Vielleicht, wie du geschrieben hast, triffst du ja irgendwann noch diesen einen Mann... aber nur mit jemand in einer Beziehung zu sein, damit du nicht als einsame "Juffer" endest... muss nicht sein.
Nur eines: du solltest so ehrlich sein, und dem Mann sagen, dass du keine feste Bindung suchst. Dann weiß er wan was er ist und kann selbst entscheiden, ob er will oder nicht.