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  • #1

Frisch kennengelernt - ihn beim Sex fragen, wie er es gerne hat?

Wie findet ihr Männer das (und was haben Frauen für Erfahrungen damit gemacht): wenn eine neue Partnerin im Bett auch mal nachfragt, ob er dies oder jenes mag und ihn auffordert, zu sagen, was er möchte und mag... ist das aus männlicher Sicht eine "Mönnerdomäne"... also er darf sie das fragen, aber sie eher ihn nicht...? Und ist das vielleicht "unromantisch"? (ich finde das halt ... naja, sinnvoll... und es zeigt, dass man aneinander interessiert ist - aber wie sehen Männer das?
 
  • #2
Liebe Fragestellerin!

1. Einerseits plädiere ich dazu, im Bett vorrangig non-verbal zu kommunizieren, was für fast alle Praktiken und Stellungen problemlos möglich ist. Gut ist es, wenn man "Laut gibt", wenn einem etwas besonders gut gefällt (stöhnen, seufzen) oder den Partner mit ganz kurzen Instruktionen ermuntert ("weiter!", "dreh dich mal"). Im allgemeinen ist längere verbale Kommunikation während des Liebesspiels nicht passend und lenkt oft stark ab. Eine weibliche oder männliche Dominanz sehe ich dabei aber nicht. Sowohl die Frau als auch der Mann können Stellungswechsel einleiten oder bestimmte Praktiken beginnen.

2. Andererseits plädiere ich natürlich schon für ergiebige Kommunikation zwischen den Partnern, auch gerne im Bett, nur nicht unbedingt direkt beim Liebesspiel. Der Knackpunkt ist einfach, dass manche sich gut und unverklemmt über Sex und Vorlieben unterhalten können und andere eher nicht. Daher kann man hier keine generelle Empfehlung geben. Zu viel Unterhaltung kann auf jeden Fall einen Akt hemmen.

Werden mir mal konkret: Du würdest gerne Fellatio bei ihm ausüben -- ihr küsst Euch innig, Du arbeitest Dich über Hals, Brust, Bauch zärtlich zum Intimbereich vor und küsst seinen Penis sanft. Er wird im Regelfall begeistert aufstöhnen oder "oh ja!"" oder so sagen und los geht's. Was wollte man darüber reden?

Reden muss man doch nur, falls das ganz normale Liebesspiel nicht zum Erfolg führt, also die bevorzugten Praktiken nicht offensichtlich sind. Wenn er also zum Beispiel auch beim vierten Mal noch nicht auf die Idee von Cunnilingus gekommen ist, obwohl Du bereits zweimal Fellatio ausgeübt hast, würde ich raten, ihn zunächst beim Liebesspiel zu versuchen entsprechend zu navigieren. Wenn das nicht fruchtet, vielleicht bei einem Spaziergang einfach mal fragen, was er von Cunnilingus hält.

Wer speziellere Wünsche hat (Leder im Bett, High Heels im Bett, Sex außerhalb des Schlafzimmers) sollte damit einige Nächte warten. Erstmal das sichere Terrain zusammen erkunden, dann experimentierfreudiger werden. Man muss nicht gleich in den ersten Nächten alles probieren oder seltenere Praktiken ausüben. So etwas erfordert mehr Vertrautheit und ein sicheres Gefühl auf normalem Terrain.
 
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  • #3
1. Frag doch einfach konsequent nach wenn Dir das wichtig ist - so baut Ihr Hemmungen ab und das ist gerade in diesem Bereich wichtig.

2. Es ist natürlich gefährlich, das zu sagen, was nicht gut ist. Mann fühlt sich schnell gekränkt.

3. Es ist aber auch eine Frage der Zielsetzung: Ist der Ansatz nur das Verwirklichen dessen, was man sich selbst wünscht oder das, was sich beide wünschen ? Was sich der andere part wünscht, kann man sagen und zeigen und es kann auch das eine oder andere überspielt werden.

4. Wenn nun der wenig selbstbewußte, leicht zu kränkende mit Zielsetzung auf dem, was er sich selbst wünscht, auf diejenige trifft, die die Zielsetzung für beide hat, selbstbewußt ist ist das Problem da.

5. Und eben diese Problematik führt uns zur Frage was den Unterschied ausmacht: sexuelle Intelligenz und hieraus resultierende Stärke. Und das Befragen der Männer führt dazu, daß Du genau herausfindest, ob er sie hat.

Weil: Du brauchst sexuelle Intelligenz, es heißt zwar "dumm f*** gut" aber das stimmt auch nur begrenzt.

7E2176FE - m
 
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  • #4
Warum sollte das eine Männerdomäne sein? Ich finde es sehr erregend und intim, wenn meine Partnerin mich nach meinen Wünschen fragt - und umgekehrt.
Das muss im Bett aber nicht durch ausführlichen "Gedankenaustausch" geschehen. Als Mann deute ich alle Spielarten, mit denen ich meine Partnerin verwöhnen möchte, spielerisch an und warte auf ein Zeichen, einen Blick, einen Kuss, ein Wort, ein Stöhnen, ob es ihr gefällt. Das ist besonders wichtig, wenn ich meine Partnerin überall verwöhnen möchte. Um es auf den Punkt zu bringen: wenn Dein Partner mit Dir Analsex genießen möchte, Du Dir das aber nicht vorstellen kannst, solltest Du ihn nicht befragen, um dann abzugrenzen, was geht und was nicht. Bei einem zärtlichen Liebesspiel spürt, hoffentlich, jeder Mann, was willkommen ist und was nicht. Sonst wäre es nicht zärtlich. Umgekehrt solltest Du, wenn Du auf etwas wartest, was ihm offenbar nicht einfallen will, es ihm sagen und ihn zärtlich mit Worten und Taten anleiten.
 
  • #5
Ist sicher von Mann zu Mann unterschiedlich und hängt vom Statium Eures Kennenlernens ab.
Wenn ihr noch nicht einmal Händchen haltet und Euch küsst, könnte es auch etwas irritierend wirken - so, als ob Du nicht auf etwas anderes aus wärest.
Ich mag keine Männer, die grosse Reden im Vorfeld schwingen.
Meist ist da im Bett nur halb so viel los, wie sie versprechen.
Die "stillen Wasser" haben meistens mit sehr viel mehr Tiefe und Phantasie gepunktet.

Über seine Träume und Wünsche kann man nach und nach immer noch reden... am Anfang kann es sogar stören, weil man zu sehr "blockiert" ist mit "sie hat ja gesagt, sie mag dieses und jenes nicht...".
 
  • #6
@#4: Ja, da stimme ich Dir zu. Wenn man zu früh zu viele "so hätte ich es gerne" und "so mag ich es nicht" definiert, dann kann das blockieren und irritieren. Sei doch erst einmal gespannt, liebe Fragestellerin, was sich ganz natürlich, harmonisch von alleine ergibt, und warte einige Nächte ab. Versuche nonverbal zu kommunizieren, was Du gerne hast und versuche ihn so zu verwöhnen, wie Du es magst.

Fast immer haben die meisten ganz normalen Menschen eine breite gemeinsame Basis, welche Stellungen und Praktiken im Bett Spaß bringen. Für Spezielleres ist in einer Beziehung doch immer noch genug Zeit -- schließlich wollt Ihr Euch doch auch noch weiterentwickeln.

Bedenke auch, dass manche Praktiken mit einem bestimmen Mann viel mehr Spaß bringen und sich passend und toll anfühlen können als mit einem anderen. Versuche nicht allzu viel von Verflossenen auf den Aktuellen zu extrapolieren, sondern genieße einfach Deine aktuelle Partnerschaft und das Liebesspiel, das sich bei Euch beiden natürlich ergibt.
 
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  • #7
Folge einfach Deinem Bauchgefühl und nenne einfach einen Wunsch, dann wirst Du sehen, wie er reagiert und wie Du künftig Wünsche äußern kannst. Vielleicht hat er auch welche. Im Gegensatz zur Meinung von #1 gibt es durchaus Paare, die verbale Kommunikation während des Sex sehr mögen; man kann das also nicht verallgemeinern!
 
  • #9
Ich möchte Dir, liebe FS da voll zustimmen. Wir Jungs sind da etwas einfach veranlagt, vor allem in der Hitze des Gefchtes haben wir im allgemeinen noch grössere Probleme weibliche Umschreibungen und verschlüsselungen zu dechiffrieren. Ist halt so.

Ich glaube dass Frauen die Ihre Wünsche (und Grenzen) nicht klar äussern sich nicht wundern dürfen wenn Ihre Jungs schlechte Liebhaber werden. Dazu kommt noch dass selbst gute Liebhaber bei neuen Frauen zu schlechten werden können wenn die Rückmeldung nicht stimmt. Die Wünsche und Vorlieben sind doch recht verschieden. Wer ständig einen Orgasmus vortäuscht wird dann auch keinen mehr haben- der Kerl denkt ja daß Ihr befriedigt seid.

Bitte redet mit uns und Ihr werdet staunen zu was Euer Körper imstande ist.
 
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  • #10
Och ich denke, dass wenn man ganz frisch zusammen ist ALLES ganz furchtbar spannend und erregend ist und man(n) am Anfang mit ganz einfachen Sachen bereits vollauf beschäftigt ist. Wenn man sich bereits ein wenig kennt und sich gegenseitig noch besser kennen lernen will, dann im Bett danach fragen, "Gefällt Dir das?" oder ein "Heute möchte ich Dich verwöhnen, was gefällt Dir?" ist gut angebracht und wird einen Mann auch nicht erschrecken.
 
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