• #1

Fühle mich im Haus des Partners nicht wohl. Hat jemand Erfahrung damit?

Hallo,

Wohne mit meinem Partner schon 2 Jahre zusammen. Wir haben beide Kinder aus früheren Beziehungen. Sein Kind kommt alle 14 Tage. Meins ist unter der Woche immer da und am Wochenende meist bei Papa.

2 Jahre lang hab ich mich trotz Vollzeitjob ganz alleine um den Haushalt und Garten gekümmert. Habe jeden Tag gekocht, eingekauft und was man so macht.

Aufgrund von Streitigkeiten musste ich mir dauernd anhören, es wäre sein Haus, Sein Garten, seine Garage usw. Durfte beispielsweise meine Autofreien oder andere Sachen nicht lagern. Würden sonst im Weg stehen. Also lagerte ich meine Reifen beim Nachbarn.
Mein Sohn durfte keine Wasserbomben im Garten schmeissen. Der Rasen würde ja dreckig werden. Obwohl ich den Rasen gemäht habe und die Ballonreste jedesmal nach dem Spielen mit meinem Sohn eingesammelt habe. Klar hat man mal was übersehen und evtl Wochen später gefunden.
Musste meinem Sohn erklären, dass es nicht unser Garten sei...er dürfte es nicht. Tat mir im Herzen weh.

Bei uns im Haus ist es immer sauber. Klar lässt mal jeder was liegen..aber wenn ich oder mein Sohn was liegen lassen, wird gemekert .

Mein Freund würde ja nie was liegen lassen. Was absolut nicht stimmt.

Mein Sohn wird ständig gescheucht. Zum Beispiel sitzen wir aufm Sofa. Haben Tee getrunken. Mein Sohn muss sofort seine Tasse wegräumen.

Mittlerweile haben wir eine Putzfrau, die er bezahlt. Ich mach nur noch das Gröbste. Wäsche, kochen und einkaufen.

Ich fühle mich nicht zu Hause. Räume schon ständig alles weg von mir und meinem Sohn. Hab das Gefühl nicht existieren zu dürfen in dem Haus...und er, also mein Freund kann natürlich so wie er will....

Hab schon tausend mal mit ihm geredet. Er sieht es natürlich anders. Zum Thema Ballons ist ja so, dass er den Dreck nicht will und es sein gutes Recht ist...

Ich finde es einfach übertrieben. Was meint Ihr? Hat jemand auch solche Erfahrungen gemacht?

W, 36
 
  • #2
Ich habe die gleiche Wohnsituation, nur umgedreht. Natürlich ist es "ihr" Haus und natürlich wird bei Einzug nicht alles auf links gedreht. Meine Toleranzschwelle ist recht hoch, daher haben wir da wenig Probleme.
  • Das "Problem" mit der Wasserbombe finde ich auch übertrieben. Wenn Du auf der anderen Seite den Garten pflegen sollst erst Recht. Ich denke, da ist ein grundlegendes Gespräch notwendig, bei dem Du klarmachen solltest, dass auch von seiner Seite Entgegenkommen notwendig ist.
  • Haushalt alleine bei Dir: kann irgendwie auch nicht sein. Warum habt ihr da keine Aufgabenteilung? Beteiligst Du Dich dann als Ausgleich nicht an den Hauskosten (mir fällt auf, dass er die Putzfrau bezahlt)? Ist das insgesamt besprochen oder "eingebürgert"?
 
  • #4
Hallo FS,

ja solche Erfahrungen sind mir nicht unbekannt. Ich kenne solche Geschichten auch aus meinem Bekanntenkreis.
Du bist nicht allein, das kommt in den besten Familien vor.
Leider gehen sie meist so aus, dass derjenige, dem das Haus nicht gehört ausziehen muss.

Auch wenn du es übertrieben findest, tut dies nichts zur Sache, da er sein Verhalten völlig in Ordnung findet.
Er ist immerhin sein Haus, und da kann er tun und lassen was er will.
Ich nehme an, ihr seid nicht verheiratet?

Entweder richtest du dich nach ihm, oder du kannst gehen.
Das ist ja die Botschaft, die er dir vermittelt. Von daher hast du die Wahl, entweder richtest du dich nach ihm, ordnest dich schön unter, oder du ziehst geordnet aus. Das heißt, dass du anfängst dir ein neues Zuhause zu suchen.

Da sich deine Schilderungen gesitteter anhören als im Nachbarthread (Frau im Rohbau), wird er dir sicher eine Frist setzen, die angemessen ist, um dir eine neue Bleibe zu suchen. Eventuell hilft er dir auch dabei. Im Gegensatz zum Nachbarthread (Tumult im Rohbau), übt dein Lebenspartner hier ganz subtil und fein Druck aus, mit dem Ziel dich rauszuekeln.

Dann muss er nie wieder Ballonreste vom Garten aufsammeln, oder ein Kind rumscheuchen.
Die Putzfrau hat er sich ja schon mal vorsorglich besorgt. Von daher? Er scheint sehr kontrolliert und voraussehend zu sein.

Deine Schilderungen hören sich an, als ob du dort nicht erwünscht seist,und wie du schon geschrieben hast, dort nicht existieren sollst.
Also worauf wartest du? Besser wird es meist nie, eher schlimmer....
w Cressida 45
 
  • #5
Da,.wo man lebt, muss man sich wohlfühlen. Aber noch viel schlimmer als die ganze Schikane mir dir, finde ich.die Schikane mit deinem Sohn. Ein Kind muss Kind bleiben dürfen. Tu das dir und deinem Sohn nicht an und zieh aus. Du musst dich ja nicht trennen aber zusammen wohnen würde ich mit so einem Stinkstiefel nicht. W57
 
  • #6
Komische Gesinnung, dass du deine Reifen beim Nachbarn lagern sollst. Er muss sich nicht wundern, wenn du auch mal das Bett mit dem lieben Herrn Nachbarn teilst. Zumindest würde ich ihn fragen ob du das sollst. Bzw. ich würde es ihm vorschlagen, damit er mal drüber nachdenkt, was er da sagt.


Ich kenne keine Frau, die rasen mäht, warum bist du so männlich? Dein Freund/Mann siehst dich doch eher als Mann/Konkurrent, denn als weibliche, zarte Frau, die er pflegen muss.


Räume schon ständig alles weg von mir und meinem Sohn. Hab das Gefühl nicht existieren zu dürfen in dem Haus...
Darfst du ja auch nicht, weil - paradox - du alles wegräumst. Du biederst dich als Niemand an. Du hast keinen Selbstrespekt.

Hab schon tausend mal mit ihm geredet. Er sieht es natürlich anders. Zum Thema Ballons ist ja so, dass er den Dreck nicht will und es sein gutes Recht ist...

Man sagt das einmal oder vielleicht dreimal, aber dann ist schluss, dann trennt man sich irgendwann. Es wird nicht besser vom Streiten. Ich will immer sofort einen Kompromiss haben.

Ja, es ist sein gute Recht, etwas nicht zu wollen. Dein gutes Recht ist aber, etwas anderes haben zu wollen und deinen Sohn spielen zu lassen.

Meine Güte, ich halte so etwas nicht aus. Weil du keinen Selbstrespekt hast, macht er das mit dir, ganz einfach! Du haust ja nie auf den Tisch und drohst auch nicht, ihn zu verlassen.
 
  • #7
mir wurde beim Lesen schlecht.
Also lagerte ich meine Reifen beim Nachbarn- Hallooo?
Mein Haus mein garten mein mein..
Ich habe mal mit einer Frau zusammengewohnt in Ihrem Haus, sie war liebevoll und hat alles versuch das ihr Zuhause auch mein zuhause wird und ich mich heimisch fühle. Gescheitert ist es später daran das es ihre Freunde, ihre Gegend, ihre Eltern, ihr Sport war und ich als zugezogender in einer schwäbischen Kleinstadt keinen Fuss gefasst habe. Hinzu kam: Wir hatten nie genau besprochen, wer hier für was zuständig ist, muss ich immer sie fragen wenn dies und das gemacht wird beispielsweise am Haus. Und da waren die ganzen Dinge wie: zahle ich jetzt ihr Haus ab? Betrete, benutze ich alle Dinge ihres Expartner ? noch gar nicht dabei. Ich würde heute definitiv niemals mehr zum Partner ins Haus ziehen. Gemeinsam was neues gern.
Annas! "Hab das Gefühl nicht existieren zu dürfen in dem Haus "
Willst du so weiter leben? zieh da aus so schnell wie möglich, keine Bequemlichkeit, keine finanzielle Befindlichkeiten würden mich da hindern. Lieber schlafe ich mit meinem Sohn auf der Parkbank. So wie du schreibst verhält sich auch kein sich liebender Partner und einsehen zu tut er es auch nicht.
 
  • #8
Ich kann dir nur raten:
1. Zieh aus und
2. trenne dich von diesem Mann.

Mit getrennten Wohnungen wirst du wieder aufatmen, dein Leben genießen können, weniger Arbeit haben, aber für deinen Sohn ist die räumliche Trennung elementar nötig für ein gesundes Aufwachsen, für das Entwickeln von Selbstbewusstsein, um nicht lebenslang das anhaltende Gefühl zu verspüren, durch die eigene, bloße Existenz zu stören!
Er ist darauf angewiesen, dass du ihm den Raum verschaffst, in dem er behütet und nicht gestutzt groß werden kann, und das ist nicht abhängig von der Größe der Wohnung.
Normales kindliches Aufwachsen ist für ihn mit deinem Freund nicht möglich.

Wenn du es nicht schaffst, dich von diesem Mann zu trennen, dann zieh wenigstens aus, nimm dir eine nette Zwei- oder Dreiraumwohnung mit deinem Sohn zusammen. Kein Geld der Welt kann dir aufwiegen, was dieser egozentrische Miesepeter mit deinem Sohn anrichtet.
Für deinen Sohn ist es z.B. besser, keinen eigenen Garten zu haben als einen, den er nicht normal- kindgemäß mitnutzen darf.
Er sieht auch, wie die Rollenverteilung (trotz deiner Vollzeitarbeit!) bei euch ist- willst du ihn so prägen?

w,48, mit 5 Kindern
 
  • #9
Du fühlst Dich nicht wohl, Dein Kind kann nie entspannen. Du putzt ein Haus und führst einen Haushalt, in dem Du kein Sagen hast. Ist Deine Beziehung so wundervoll, wichtig und liebevoll, dass Du sie jeden Tag zusammen erleben musst und unbedingt erhalten müsstest? Wenn nicht, dann zieh aus und erzähl ihm nicht weiter davon, wie er sich verhalten soll. Kostet natürlich die Miete, ich denke mal, diese Einsparung ist der Preis, den Du gern zahlen wolltest für die Haushaltsführung. Aber wenn Du Dir das leisten kannst, dann such doch in Ruhe nach einer Wohnung. Dann kommst Du eben zu Besuch, wenn ihr euch sehen wollt, Dein Kind wird nicht rumgescheucht, als würde es den Mann stören und seine Mutter unfähig sein, ihm ein entspanntes Heim zu bieten. Wasserbomben könnt ihr dann immer noch nicht schmeißen, aber den Preis würde ich zahlen. Könnt ihr ja jetzt auch nicht.
Welcher Rückzugsort soll es denn noch sein, wenn nicht das Zuhause, dass man sich entspannen kann und auch mal seine Teetasse ne Stunde länger stehenlassen darf.
 
  • #10
Mir fällt da nur ein Wort zu ein und das heißt AUSZIEHEN.
Wenn schon nicht Dir zuliebe, dann zumindest Deinem Sohn zuliebe. Manchmal frage ich mich wirklich, was Eltern ihren Kindern zumuten nur um ein scheinbares Patchworkidyll zu pflegen. Der arme Kerl steht doch mit Sicherheit total unter Stress, weil er merkt, dass weder Du noch er ( er wahrscheinlich noch weniger) willkommen sind. Ich bin ja generell gegen das Einziehen beim Andern. Es sei denn, der Andere ist tatsächlich mit einer übergrossen Toleranz gesegnet. Scheint aber hier wahrlich nicht der Fall zu sein.
W,53
 
  • #11
Ich komme aus einer Ehe, die ähnliche Strukturen aufwies. Ich musste mich immer damit auseinander setzen, dass mein Gatte seine monetäre Macht demonstrierte, so bald wir Auseinandersetzungen hatten. Rückblickend hat dieses Verhalten unsere Ehe zermürbt. So war keine Augenhöhe mehr möglich und ich habe meine Würde verloren. Aus dieser Perspektive kann ich dir nur raten dich zu fragen ob du das weiterhin so leben möchtest? Du wirst ihn vermutlich nicht ändern. Je häufiger ihr über diese Dinge streitet, um so mehr verfestigt sich seine Meinung, dass du keine Rechte hast, dass du froh sein kannst, dass er euch duldet und das du gefälligst zu seinen Bedingungen zu spielen hast. Auf der anderen Seite kannst du dich mal fragen welchen Beitrag du tatsächlich leistest? Denn irgendetwas passt da nicht, schließlich leistet er sich eine Putzfrau. Das ist für einen knauserigen Mann eher ungewöhnlich. Wenn ihr eine Putzfrau habt (die er ja bezahlt), er vielleicht sogar den Abtrag bzw. die Nebenkosten bezahlt, könnte das für ein Störgefühl seinerseits führen. Die meisten Menschen haben ein Problem damit Haushälterische Tätigkeiten entsprechend zu würdigen und fair gegenzurechen. Vielleicht hat er sich nicht getraut das auszusprechen um sich nicht kleinlich zu fühlen?! Nun verhält er sich aber so, weil es Ausdruck dieses Gefühls ist?! Letztlich kann euch nur helfen, wenn ihr miteinander sprecht und Lösungen entwickelt. Wenn Liebe da ist, wird er auch wollen das ihr euch zu Hause fühlt. Möglicherweise hilft hier ein(e) Mediator(in)?! Wenn die Wasserbombenschlacht für euch wichtig ist, dann findet einen anderen Ort. Vielleicht der Parkplatz den man besser säubern kann oder den Spielplatz in der Nähe?! Ich würde mich nach meiner Erfahrung heute ohne hin nicht mehr an den Symptomen abarbeiten, sondern versuchen mit professioneller Hilfe mal den eigentlichen Ursachen auf den Grund zu gehen.
 
  • #12
Ich kenne das aus beiden Perspektiven. Ich habe im Haus meines Exmannes gewohnt. Der war reichlich tolerant, wir haben die Arbeit geteilt, mich hat aber das Dauerchaos seiner Kinder gelegentlich genervt. Er hat die Putzfrau bezahlt, also keine Diskussion.

Meine Freund ist zu mir gezogen. Wir haben einen unterschiedlich stark ausgeprägten Ordnungs- und Sauberkeitssinn. In den ersten Wochen war ich ein paar Mal genervt, weil er am Dauerbacken- und -kochen war und natürlich seine Spuren hinterlassen hat. Ich hatte das Gefühl, dauernd am Putzen und Wäschewaschen zu sein. Ich habe ihm die kritischen Stellen gezeigt. Inzwischen sorgt er stärker für Ordnung und Sauberkeit, beim Rest bin ich tolerant, und wir haben beide Humor.

Mein Exfreund hat mit seiner Tochter in meinem Garten Wasserbombenspiele gemacht und danach "aufgeräumt". Ich finde bis heute bunte Gummistücke im Rasen. Ich war darüber genervt.

Fazit: Obs mit dem Ordnungssinn harmoniert oder nicht hängt maßgebend davon ab, wie das Paar harmoniert. Wenn die Liebe funktioniert, wird Rücksicht genommen, beim Rest ist man tolerant. Wenn das Gefühl aufkommt, der andere würde stören, und der andere nicht einlenkt und versucht, sich anzupassen, stimmt die Beziehungsbalance nicht. Bei Dir ist aus meiner Fernsicht möglicherweise beides nicht ganz im Lot. Du siehst nicht ein, dass sein Garten sein Heiligtum ist, und er ist Dir gegenüber nicht ausreichend tolerant. Redet drüber, versucht beide, aufeinander zuzugehen, und wenns nicht klappt, helfen nur getrennte Wohnungen oder gar Trennung,
 
  • #13
Ich kenne so ein Verhalten nur von einem Exfreund, einem wohlhabenden Gesellschafter und Geschäftsführer, dem sein Geld etwas zu Kopf gestiegen war und der meine "Vorgängerin" und deren Sohn ähnlich behandelt hat. Das ließ er so richtig raushängen, je mehr er ihrer überdrüssig wurde. Er sprach ziemlich abfällig von ihr. Der Junge durfte sich nicht mal ein Eis aus dem Kühlschrank nehmen, ohne zu fragen. Fand ich unmöglich, so geht man weder mit seiner Freundin, noch mit Stiefkindern um. Warum lässt du als Mutter das zu?

Dein Sohn wird sich genauso wenig wohl, gewertschätzt und zu Hause fühlen können wie du. Egal wie chic, teuer oder gut ausgestattet sein tolles Haus ist. Dein Sohn wird gemaßregelt, klein gemacht, lieblos behandelt. Zumindest in SEINEM! Zimmer darf auch mal Unordnung herrschen. Welche Ordnung im Bad oder den anderen Gemeinschaftsräumen herrscht, sollte in einem Kompromiss ausgehandelt werden, der sich an üblichen Standards orientiert. Aber geredet habt ihr genug.

Deshalb kann ich nur raten, dir eine eigene Wohnung zu suchen und mit deinem Kind ein glückliches Leben nach euren Vorstellungen zu führen. Ob dieser Mann dann darin vorkommt, sollte zweitrangig sein.

Und noch eine Frage zum Thema Arbeitsteilung und Rechtssicherheit: Zahlst du eine angemessene Miete in seinem Haus, hast du einen Mietvertrag, seid ihr dort gemeldet?
 
  • #14
Deine Schilderungen hören sich an, als ob du dort nicht erwünscht seist,und wie du schon geschrieben hast, dort nicht existieren sollst.

Ganz genau. Aber um den Haushalt und Garten zu machen, ihn immer mit nett zu bekochen, ist sie gut genug und praktisch.

Ein bisschen kann ich die Position des Mannes aber auch verstehen.

Wenn man lange allein lebte und seinemseinen gewissen Rhythmus hat, fällt es schwer sich auf jemand anderen einzustellen, sei es in Fragen des Ablaufs oder der Ordnung.

Daher ist Kompromissbereitschaft gefragt.

Ich würde daher mit dem Mann ein ruhiges Gespräch suchen und die Gefühle schildern. Wenn er kein Einsehen hat bleibt wohl nur der Auszug.
 
  • #15
Hallo.

Nein wir sind nicht verheiratet. Und los werden will er mich damit nicht.
Wir haben nebenan zwei Dopoelhaushälften gebaut. Davon gehört eine mir. In der Hälfte sind zwei Wohnungen. Eine ist vermietet und die andere hatte ich kurzfristig bezogen. Sie ist immer noch teilmöbliert und steht für mich zur Verfügung. Eine Trennung diesbezüglich wäre ein Leichtes.

Er ist Bauunternehmen und hat sein Haus, wie auch die Doppelhaushälften gebaut. Das ist ein Grund warum ich ihm, was den Haushalt anging, das Gefühl hatte, ihm etwas zurück geben zu wollen.

Ich habe das Haus auch nie völlig verändert oder so. Ich habe mit Absprache dekoriert und Liebe in das Haus investiert. Nur hab ich dann bei der Trennung gemerkt, dass das alles nicht meins ist und er mir das auch ständig aufs Auge gedrückt hat. Er kann innerhalb einer Sekunde entscheiden, ob ich dort wohnen kann oder nicht.

Meine Wohnung soll ich nicht vermieten. Wenn ich nicht manchmal in gerechtfertigten Situatioen aufmüpfig wäre, wäre ich ja seine Traumfrau. Er will mich nur mit meinen guten Seiten und nicht mit meinen schlechten.

Die Putzfrau zahle ich nicht, weil ich erstens nicht bereit bin für so etwas zu bezahlen und immer noch genug im Haushalt mache. Er ist es, der nicht bereit ist sich mit eigener Kraft einzubringen. Er zahlt lieber dafür. Seine Entscheidung und sein Haus. Ich bringe mittlerweile keine Energie und Liebe für das fremde Haus auf... eigentlich stehe ich jeden Tag mit gepackten Taschen am Bahnhof. So fühlt sich die Situation an.

Nur gewollt zu werden, wenn man so funktioniert, wie er es gerne hätte. D.h. alles zu akzeptieren und den Mund zu halten .

Tja, warum bleibt man in so einer Beziehung. Gute Frage. Es wäre kein Aufwand. Nur die Energie bzw. Der Entschluss fehlt.
 
  • #16
Da sich deine Schilderungen gesitteter anhören als im Nachbarthread (Frau im Rohbau), wird er dir sicher eine Frist setzen, die angemessen ist, um dir eine neue Bleibe zu suchen. Eventuell hilft er dir auch dabei.
Darauf würde ich nicht wetten und wäre mir zu riskant.
Wenn sie nämlich keinen Mietvertrag oder ähnliches hat, kann er sie theoretisch gleich vor die Türe setzen.
@Annas , zahlst du denn Miete?
Wäre es so, hättest du in seinen Augen vielleicht mehr Rechte. So musst du dich eben unterordnen oder gehen. Zumindest bei diesem Partner.
 
  • #17
Ich kann immer nicht verstehen, wie sich Frauen darüber aufregen, dass sie im Haushalt alles alleine machen müssen. Das ist mir wirklich noch nie passiert! Wieso macht ihr Frauen das denn überhaupt? Ich würd den Kram echt liegenlassen, und so habe ich meine Männer gleich von anfang an immer „erzogen“. Wo sind wir denn, dass ich immer die Putze spiele? Also meine Männer konnten das immer alles auch selber und haben das wie selbstverständlich auch immer gemacht.

Zum anderen Thema, dass ihr nicht in seinem Haus existieren dürft: ein gefährliches Gefühl, welches nicht von ungefähr kommt und sicher berechtigt ist. Meine Erfahrung sagt, dass eine solche Beziehung zeitlich befristet ist.
 
  • #18
Zusammenleben ist oft eine große Herausforderung, weil jeder unterschiedliche Wünsche und Ansprüche hat.

So fühlt sich einer vielleicht nur wohl, wenn jede Woche die Fenster geputzt werden, während dem anderen alle 5 Jahre vollkommen ausreichend ist. Wenn nun der eine Partner seinen Wünschen entsprechend jede Woche die Fenster putzt, dann wird er sich oft ausgenutzt fühlen, obwohl er sich in Wahrheit nur seine eigenen Wünsche erfüllt und dem Partner dieses überhaupt nicht wichtig war.

Ich denke, jeder Partner sollte sich zuerst immer klar machen, dass es gewöhnlich kein richtig und falsch gibt und grundsätzlich jeder gleich berechtigt ist, seine Wünsche geltend zu machen, genauso wie jeder gleich berechtigt ist, die Wünsche des anderen nicht akzeptieren zu müssen. Es gibt z.B. weder ein geschriebenes noch ein ungeschriebenes Gesetz, wonach Klodeckel runterzuklappen sind, Socken nicht rumliegen dürfen, wie oft geputzt werden muss, ...

Wenn man sich dieses erst einmal klar macht, dann wird man gewöhnlich auch seine Kommunikationsweisen ändern. Man sollte in einer Partnerschaft nämlich nie etwas als Selbstverständlichkeit einfordern, sondern man sollte immer freundschaftlich seine Wünsche formulieren bzw. auf partnerschaftliche Art und Weise nach einem gemeinsamen Weg bzw. Kompromisse suchen, mit dem alle gut leben können.

Aber auch das ist keine Pflicht. Wenn beide Partner daher nicht in der Lage sind, auf freundschaftliche Art und Weise und ohne Vorwürfe einen gemeinsam zufriedenstellenden Weg zu finden, dann steht es ja jedem frei, auszuziehen und in verschiedenen Wohnungen zu leben, wo dann jeder genau so leben kann, wie er es für richtig empfindet.

Vorliegend hat der Partner daher genau das gleich gute Recht wie auch die TE, nach den eigenen Wünschen leben und die Wünsche des Gegenübers ablehnen zu wollen. Wenn man keine gemeinsame Lösung finden kann, die beide akzeptieren können, dann wird man halt in unterschiedlichen Wohnungen leben müssen.
 
  • #19
Ich mag vorallem die Art der Kommunikation nicht.
Sein Recht, Du nicht....

Da sehe ich eher: das wird sich nicht ändern und eher schlimmer.
Man kann noch soviel rechnen, wer was macht zahlt etc.
Ich glaube an: wie jemand kommuniziert, so ist sein Charakter

Wenn man bei dem Versuch einer Klärung in die Lage kommt, sich verteidigen zu müssen.
Sich nachher nur noch sprachlos und schlechter fühlt, ist das Thema eigentlich ziemlich egal.

Diese Art, ist mein grösster Ablehnungsgrund wenn ich jemanden kennenlerne und das Gas geben, wenn ich mich zurückziehe bestätigt mich noch mehr.

Ist er so?
Fühlt es sich so an?
Unabhängig vom Thema

Ich wäre mit Kind schnell weg: räum die Ballons auf, wir gehen.

Und würde immer erstmal Probewohnen, bevor ich zusammenziehe.
 
  • #20
Wenn man zusammen wohnt, wohnt man gemeinsam in einem Haus, unabhängig davon, wem es gehört. Du bist doch kein Gast, der abends wieder geht und dem er sagen kann, dass er den Teppich nicht dreckig machen soll. Dein Partner missbraucht die Immobilie für seine kranken Machtspielchen. Nach dem Motto: "Jetzt bist du in meinem Haus, jetzt musst du tun, was ich sage."

Wie wäre es, mit dem Mann nicht über Wasserbomben, sondern über die Wohnsituation generell zu diskutieren? In einer gemeinsamen Wohnung hat jeder das Recht auf seine Freiräume und jeder darf auch seine Spuren hinterlassen. Ich würde ihm ganz deutlich sagen, dass du dir ein Zusammenleben so nicht vorstellen kannst. Irgendwie muss er sich dann dazu positionieren.
 
  • #21
Hallo Anna,
Hört sich alles nicht gut an, Du steckst ein, aber dass Dein Sohn nicht so sein darf, wie er sein möchte, ist echt nicht ok.
Er schikaniert Euch, und Ihr sollt noch Danke sage.
Könnte es sein, dass Dein Mann Deinen Einsatz an der Gartenarbeit als Mietzahlung auffasst ? Rechnet er gegen ?
Das wäre ein Aspekt über den Ihr sprechen müsst.
Das Haus ist ja nur Materie, wie sieht es mit der Liebe aus, seid Ihr ein Paar, liebt Ihr, geniesst Ihr Euer kostbares Leben ?
 
C

Charline

Gast
  • #22
Ich kenne keine Frau, die rasen mäht, warum bist du so männlich?
Wss ist am Rasenmähen männlich? Eine Frau hat doch Arme und Beine und kann einen Rasenmäher schieben. Oder nicht?
Ich mähe Rasen seit ich ca. 14 Jahre alt bin, damals noch so einen schweren Benzinmäher. Erst bei meinem Opa und meinem Eltern, um mein Taschengeld aufzubessern, danach im gemieteten, jetzt im eigenen Garten (mit leichterem Elektromäher). Noch nie hat mir jemand gesagt, dass ich etwas Männliches an mir hätte.
Anstelle der FS würde ich allerdings keinen Finger mehr im Garten des Partners rühren.
Im Eingangsthread wird auch mit keinem Wort irgendetwas Sympathisches über diesen Mann gesagt. Da frage ich mich, warum sie mit ihm überhaupt zusammen lebt. Nur um ein Dach über dem Kopf zu haben?
Ich empfehle eine Wohnungssuche (würde ich auch gar nicht thematisieren) und sobald ich eine Wohnung hätte, wäre ich weg.
 
  • #23
Vielleicht ist der Hausherr ja hochsensibel, nicht nur Frauen sind dies. Hochsensible achten oft pedantisch auf ihre strikte Ordnung und können Abweichungen von ihren Vorstellungen kaum ertragen. Sie reduzieren oder minimalisieren auch gerne.

Das gilt nicht nur für Gegenstände sondern auch Menschen die sie aus dem Gleichgewicht bringen. Ursache sind nervliche Reizüberflutungen. Ihre diesbezügliche Empfindlichkeit ist wesentlich größer bzw. Ihre Toleranz ist wesentlich geringer als bei Durchschnittsmenschen. Selbst das Knacken von Gelenken kann sie am Schlafen hindern. Das gilt nicht als Krankheit sondern

Egal ob dies die Ursache ist, die FS stört den Hausherrn, sie muss weg und hat nur noch nicht verstanden. @Annas zieh in deine Wohnung zurück. Blöd, dass ihr Nachbarn seid.
 
  • #24
Nur gewollt zu werden, wenn man so funktioniert, wie er es gerne hätte. D.h. alles zu akzeptieren und den Mund zu halten .
Tja, warum bleibt man in so einer Beziehung. Gute Frage. Es wäre kein Aufwand. Nur die Energie bzw. Der Entschluss fehlt.
Du hast dich perfekt hin sein goldener Käfig gebracht.
Ich kann dir genau auf den Punkt sagen, warum du in dieser Beziehung bleibst, erstens bist du in der totalen Abhängigkeit von ihm, zweitens auch und gerade in der Unfreiheit, du hast nicht die Chance mit dir alleine und für dich alleine Entscheidungen zu treffen, das hat auch er alles mit dir so eingefädelt und somit kann er da bei dir Druck machen. Es ist doch immer wieder das gleiche Spiel, was immer wieder gleich abläuft, viele Frauen achten in erster Linie auf die wirtschaftliche und finanzielle Potenz des Mannes, das ist für mich eine absolute falsche Einstellung, damit fällt man in die Zeit wie vor 100 Jahren, wo Frauen in der Unfreiheit und in der Abhängigkeit des Mannes gelebt haben.
 
  • #25
Liebe FS,
es klingt, als würdest Du samt Kind "stören". Daher auch Dein Eindruck, Du müsstest artig funktionieren und darfst keinerlei Spuren hinterlassen (Ballonschlacht, Reifen).
Da es seine Haushälfte ist, ist da ein deutliches Ungleichgewicht. Ich würde dieses Gefühl des Störens ansprechen. Du bist ja nicht nur zu Besuch und Du brauchst eben Platz (auch im übertragenen Sinn), um dort eben zuhause zu sein und nicht nur geduldet, wenn Du alle Bedingungen erfüllst.
Du brauchst verständlicherweise viel mehr Wir-Gefühl und Willkommen sein.
 
  • #26
Zwei Jahre Beziehung und „wir“ haben mit seinem Baunternehmen „mein“ Haus gebaut...

Ich empfehle wieder mal eine gute Ausbildung, stabile eigene Füße und Fragen, die nicht auf einseitigen Informationen beruhen. FS, natürlich hast Du Dir das Haus hart erarbeitet, weil Du ihm den Rücken freihältst.
 
  • #27
Ich Frage mich immer, wie leidensfähig Frauen sein können. Es gibt Dinge, die muss sich keiner aussetzen. Auch wenn es sein Haus ist, warum regt er sich so künstlich auf? Warum sind Wasserbomben ein Problem oder Tee Tassen die nicht gleich weggeräumt wurden. In einem Haus soll man sich doch Wohlfühlen...
Ich würde mich trennen, ganz einfach. Wie lange willst Du dich noch unwohl fühlen?

@Martina698 was ist an Rasen mähen männlich? Ich kenne viele Frauen die Rasen mähen. Das hab ich früher auch gemacht. Warum bin ich dann nicht mehr weiblich genug? Das ist eine sehr merkwürdige Einstellung. Wir leben doch nicht mehr im Jahr 1950 wo ich als Frauschen dem Mann die Pantoffel bringen und beschützt werden muss....
 
  • #28
Würde ich niemals mitmachen sowas.
Ein absolutes No-Go für mein Leben. Lieber bleibe ich allein.
Ich drehe einem Date sofort den Rücken zu, wenn er nur ansatzweise etwas in der Art loslässt. Wenn ein Mann glaubt, er dürfe sich gleich mal wie ein Silberrücken aufführen. Völlig respektlos ist das auch. So einer muss erstmal wachsen und seinen Charakter bilden, damit wir auf Augenhöhe wären. Keiner kann Paschas leiden, die sich einbilden sie hätten Anspruch auf haushälterische Fähigkeiten der Frau.
Das sind jene, die sich am Ende ne Thai aus dem Katalog aussuchen, welche sie dann wie eine Sklavin öffentlich noch beleidigen usw. als wären sie der Kaiser.

Entweder jemand entscheidet sich für dich und dein Kind, oder er behandelt euch wie Störfaktoren in seinem Umfeld.
Suche dir jemanden der liebevoll zu dir ist und nicht jemanden der dich als Haushälterin braucht.
Liebevoll ist nicht, wer sich aufführt wie ein Pascha.
Liebevoll ist ein Mann nicht, der dir das Gefühl gibt, dass du nur an seinem Leben, bei der er die Hauptperson wäre, beiwohnen darfst.
Du machst dich selbst weg, wenn du das mitmachst.

!!!!!!!!!!!!!!!!Frauen seid doch bitte mal etwas stolzer!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Ich kann es nicht mehr mit ansehen, wie ihr euch behandeln lasst.
Es wird sich auch nie was ändern, wenn ihr das immer mitmacht, nur um irgendeinen vermeintlichen "Partner" zu haben.
Dann immer ganz naiv hoffen, dass sich das noch ändern könnte.
Ihr pflegt diese Deppen dann noch treudoof wenn sie krank sind und werdet dann sitzen gelassen, wenn es euch selbst nicht gut geht.
Weil ihr euch auch noch einbildet das sei Liebe. Sich wie Dreck behandeln lassen sei Liebe. Wirklich? Glaubt ihr das wirklich? Wollt ihr das wirklich? Ist euch euer Leben nicht mehr wert?
 
  • #29
Liebe FS,

was du mit deinem Leben machst, soll und darf deine Entscheidung sein. Wie weit du bereit bist zu gehen und wie leidensfähig du bist ist auch deine Entscheidung. Aber (!) du hast auch und gerade Verantwortung für ein Kind. Dieses braucht das zu Hause als sicheren Hafen, als Rückzugsort und als „Burg“ in dem er sicher ist. Einen Ort an dem er frei Kind sein darf, bedingungslos geliebt wird und Wertschätzung erfährt. Das prägt sein GANZES späteres Leben.
Ihm bist du aus meiner Sicht schuldig ein zu Hause zu schaffen in der er ganz sein darf. Mit Spielen, Wasserbomben, Teetassen und allem was noch dazu gehört. Kinder fühlen viel mehr als sie in der Lage wären zu argumentieren/ verbalisieren - und sei dir ganz sicher : das Unbehagen das du spürst, dieses subtile Gefühl von stören und im Weg sein das spürt genauso auch dein Kind.
Aus meiner Sicht : letztes, klärendes Gespräch und wenn sich nicht sehr deutlich was ändert vom Klima zu Hause: ausziehen. Und zwar nicht in die Wohnung nebenan. Wenn das wirklich dein Haus ist auch die zweite Wohnung vermieten und mit den Mieteinnahmen entweder Tilgung leisten oder zu dem Geld das von Vollzeitjob für wohnen drauf geht noch was drauf legen und DURCHATMEN.
Was meinst du wie viel Spaß es dir und dem Jungen machen wird frei zu leben ?
Schütze ihn das ist deine wichtigste Aufgabe im Leben.
 
  • #30
Hallo Annas,

dann gibt es ja die Möglichkeit für dich einfach in deine eigenen vier Wände zu ziehen. Vielleicht versteht der Mann nicht, warum du dich in seinem Haus befindest und dich dort eingenistet hast. Klar, sieht er wie du dich bemühst, aber das Haus ist halt sein Ding.
Er hat doch dafür gesorgt, dass jeder noch zusätzlich seine Doppelhaushälfte bekommt. Und für sich hat er ein eigenes Haus gebaut. Vielleicht war es ja so vorgesehen, dass du in deiner Doppelhaushälfte wohnst. Jetzt wundert er sich was du da alles in seinem Haus treibst (Rasenmähen etc., Deko anbringen). Ich könnte mir vorstellen, dass der das alles nicht will. So wird auch verständlich, dass er sich jetzt eine professionelle Reinigungskraft geholt hat.
Du bleibst ja nicht auf der Strasse, sondern gehst einfach nach Hause.
Sei froh, dass du eine Wohnung hast. Es gibt Frauen, die landen aufgrund des akuten Wohnungsmangels in den Ballungszentren tatsächlich auf der Strasse, bzw. kommen in entsprechende Heime.
Diese Fälle häufen sich immer mehr. Bei uns werden seit Jahrzehnten keine bezahlbaren Wohnungen mehr gebaut. Frauen und Mütter mit Kindern landen in Sozialhotels und Heime.

Ich glaube langsam aber sicher, dass du ein Luxusproblem hast.
Geh einfach nach Hause und gut ist. Ihr könnt euch ja trotzdem treffen. Lad ihn dann zu dir nach Hause ein. Dort kannst ihm ja sagen, wie das dann zu laufen hat...
w Cressida 45
 
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