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Gast

  • #1

Fühle mich wie gefangen in meiner Beziehung

Trina: Hallo, ich bin seit zehn jahren in einer festen Partnerschaft und habe einen kleinen Sohn(5) mit diesem Mann. Mit unserem gemeinsamen Kind hat sich aber auch unsere Partnerschaft(eher ich) verändert. Sehr selten Lust auf Sex, das Gefühl das wir uns nicht mehr wirklich was zu sagen haben. Mit Kindern ändert sich nun mal das Leben und man kann nicht so weiter machen wie vorher. Jetzt habe ich mich glaube ich in einen anderen verliebt. Dieser andere mag mich auch sehr, da bin ich mir ziemlich sicher. er sagt aber er zerstört keine beziehung in der es auch noch ein Kind gibt. Durchaus die richtige u vernünftige einstellung. auch ich denke ich darf aus meiner Beziehung einfach nicht raus. Ich kann doch meinem Sohn nicht den Vater weg nehmen. Hauptsache ihm geht`s gut, auch wenn ich dafür unglücklich sein muß. Hatte jemand schon eine ähnliche Situation??? Was kann ich tun damit es mir nicht mehr ganz so furchtbar schlecht geht?
 
  • #2
Magst Du den Vater denn noch? Versuche doch, Deinen Alltag wieder lebenswerter zu gestalten. Mehr gemeinsame Ausflüge und Unternehmungen sind für Mann und Kind gut, nicht nur für Dich. Nimm Dir doch vor, Deinen Mann mal wieder öfter zu verführen und Sex zu haben. Oft kommt der Appetit erst beim Essen, man muss selbst aktiv werden und ihm auch mal was bieten (was mag er denn besonders beim Sex?), damit er wieder scharf auf Dich wird und Dir Komplimente macht! Gib doch noch mal alles, um zu schauen, ob da noch ein Gefühl der Geborgenheit und Liebe aufkommt. Vielleicht schlummert es nur? Vielen Frauen geht das so, nachdem ein Kind gekommen ist. Man muss einfach aktiv daran arbeiten, nicht einfach die Situation hinnehmen!

Ganz ehrlich finde ich, dass bei so einem kleinen Kind es die Mühe wirklich wert wäre, die Partnerschaft zu erhalten und für sie zu kämpfen. Viele machen es sich einfach zu leicht heutzutage, weil es gesellschaftlich so normal geworden ist.

Überdenke auch, dass im Falle einer Trennung der neue Partner vielleicht in Wahrheit gar nicht eine feste Beziehung mit fremdem Kind möchte. Er will vielleicht nur Dich! Verspreche Dir von Affären nicht, dass sie sich leicht in einer Partnerschaft wandeln lassen. Meistens ist dies nämlich nicht der Fall und Du stehst hinterher alleine und noch trauriger da!

Mein Rat wäre, den neuen Mann nicht weiter zu treffen, sondern Deiner Partnerschaft und dem Kind eine weitere Chance zu geben. Und zwar nicht durch abwarten und schauen, sondern durch gelebtes, aktives Aufeinanderzugehen: Liebevoll sein, Mühe investieren und eine Zukunft wirklich wollen!
 
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  • #3
Sehr gut, Frederika. Das hat meine vollste Zustimmung... :)
 
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  • #4
Trina: Klar mag ich Ihn noch... Mit dem Sex ist es nur so das es nach der Geburt eine lange Zeit gab, in der ich wenig Lust hatte. Er hat mir unheimlich Druck gemacht. Mich angeschrien wie ein Verrückter und auch nicht aufgehört wenn ich nur noch ein heulendes Häüfchen elend war. Das war wirlich schlimm für mich und ging lange so. In dieser Zeit ist viel kaputt gegangen bei mir. Scheinbar auch nicht mehr zu reparieren. Er ist so das er allgemein sehr schlecht Konflikte im ruhigen lösen kann. Sobald er sich hilflos fühlt weil er keine Argumente hat, geht das geschrei los. Ob der Kleine das mitkriegt ist ihm dann egal. Deshalb stecke ich dann oft zurück, obwohl es überhaupt nicht meiner Natur entspricht. Ich sehe Ihn glaube ich nur noch als Freund. Ich küsse ihn nicht mal gerne oder so.
Aber wie gesagt, ich meine auch das ich Ihn nicht verlassen darf wegen unserem Kind. Er würde sich niemals im ruhigen von mir trennen. Würde auch vor dem Kleinen einen schrecklichen Terror machen.
 
  • #5
Hallo Trina, ja, die Situation ist in der Tat etwas verfahren bei Euch. Letztlich gilt mein Rat aus #1 aber immer noch: Wenn Du es noch einmal probieren möchtest, dann auch ernsthaft. Das heißt dann auch, zärtlich sein, küssen, Sex, gemeinsame Unternehmungen und mit ganzen Herzen und aller Sorgfalt. Wenn Du aber keine realistische Chance siehst, weil er zu aggressiv ist oder Du es so einfach gar nicht mehr aushältst, dann sei Dir bewußt, dass das Leben als alleinerziehende Mutter eben auch ihre Schwächen und Herausforderungen hat. Auf den Geliebten zu zählen, rate ich Dir nicht. Die sind meist weg, wenn es ernst wird. Rechne damit, alleine das Kind zu erziehen, wenn Du Dich trennst.

Nach Schwangerschaften haben sehr viele Paare monatelang keinen Sex und während der Stillzeit haben die meisten Frauen nur wenig Lust. Das ist traurig, aber normal. Als Frau ist es ratsam, in dieser Zeit trotzdem zärtlich zu sein, dem Mann Oralverkehr oder Handbetrieb zu gönnen und nach einiger Zeit mit Gleitgel auch wieder Vaginalverkehr zu akzeptieren. Sex gehört einfach dazu und wenn man den Partner liebt, dann eben auch mal, wenn die eigene Lust nur gering ist. Mit einem kleinen Kind verfallen einige Frauen in Lustlosigkeit und wenn man dann nicht auch mal dem Sex wieder eine Chance gibt, gewöhnen sich manche dran, ohne auszukommen. Das macht kein Mann lange mit.
 
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  • #6
@ Fragestellerin:
Nach der ursprünglichen Frage hätte ich (übrigens m) Frederikas Antwort zugestimmt, aber die Schreierei aus #3 ändert das Bild doch erheblich. Da läuft irgendwas ganz gewaltig schief bei Euch! Vielleicht fühlt er sich auch nur überfordert von der Situation, kann nicht damit umgehen und wäre selbst froh, wenn es anders wäre, vielleicht ist er einfach nur cholerisch (wie Du ja auch schreibst), vielleicht wächst da echte Agressivität?
Jedenfalls wirst Du hier im Forum keine fundierten Ratschlage finden können, das kann nur jemand mit der richtigen Erfahrung und vor allem mit mehr Einblick in die Situation. An Deiner Stelle wäre ich mit allen Ratschlägen von hier (inklusive diesem) sehr vorsichtig.
Der einzige Rat der wohl kaum daneben liegen kann ist: Versuche weiter die Situation aktiv zu klären. Hier um Rat zu fragen war ja schon mal ein Schritt in die richtige Richtung - was das Aktiv sein angeht..
Wenn Du abwartest und hoffst, dass alles wieder gut wird es sicher nur schlimmer werden.

Und dann noch ein Kommentar von dem ich nicht weiss, ob er Dir weiter hilft oder nicht. Ich hoffe wirklich, dass er nicht zutrifft:
Für den Fall dass die Agressivität schlimmer werden sollte (hoffentlich nicht) schlage ich Dir vor, jetzt schon - zu einem Zeitpunkt in dem es eben nicht der Fall ist - ganz objektiv für Dich eine Grenze zu ziehen und Dir selbst zu schwören, dass Du bei deren Überschreitung die Beziehung sofort und endgültig beendest. Und sei es unter zuhilfenahme behörlicher Hilfe...
Es gibt leider viel zu viele Berichte von Fällen bei denen jede Woche nur ein klein wenig schlimmer war als die vorhergegangene - bis hin zur Tragödie.
 
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  • #7
trina: Danke für deine Antwort. Also, zuschlagen würde er nie. Da bin ich sicher. Aber auf die Psyche geht das halt immer sehr. Wenn der Kleine dann im Streit daneben steht und ich ihn darauf aufmerksam mache, sagt er, der könne das ruhig hören.
Bei uns geht es immer auf und ab, auf und ab. Das zermürbt. Da gibt es so vieles was schief läuft.
Es ist aber nicht alles schlecht bei uns. In einem Leben ohne Ihn, würde er mir auf jeden Fall sehr fehlen. Wenn alles gut ist, ist er sehr lieb u aufmerksam. Auch zu dem Kleinen. Aber er wird immer mehr so, das alles so laufen muß, wie er es gern hat. Wenn nicht ist Terror angesagt.
 
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  • #8
Hallo!
Wenn man nicht mehr küssen will oder es fast unangenehm ist, dann ist es vorbei (dieses Phänomen haben mir schon einige Leute bestätigt). Sei ehrlich zu Dir selbst und finde einen guten Weg für eine Trennung. Kein Kind der Welt will, dass ein Elternteil oder gar beide ihr Leben regelrecht wegwerfen, nur um eine Scheinwelt aufrecht zu erhalten. Kämpfen bis zu einem gewissen Punkt ist Leuten mit Kindern eh klar, doch was über einen gewissen Punkt hinausgeht, ist sinnlos.
Alles Liebe
Petra
 
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  • #9
Bleib nicht mit dem Vater zusammen nur wegen dem Kind. Auch wenn du denkst das Richtige für dein Kind zu tun - tust du nicht.

Meine Mutter ist auch jahrelang (33 Jahre) bei meinem Vater geblieben nur weil Sie unsere "Familie" aufrecht erhalten wollte, dabei war sie und auch mein Vater immer unglücklich. Erst nachdem wir Kinder (3) ausgezogen sind, haben sie sich getrennt.

Weiss du was ich als Tochter für Erinnerungen an unsere "Familie" habe? STREIT, die ganze Zeit Streit. Meine Eltern haben sich seit ich denken kann nur gegenseitig angeschrien, meine Mutter hat die ganze Zeit geweint. Ich habe jeden einzelnen Streit mitangehört und teilweise gesehen.

Heute bin ich wütend auf meine Eltern, weil ich nie erfahren durfte was es heisst in einer liebevollen Familie aufzuwachsen. Ausserdem haben sie mir jegliche Lust ans Heiraten genommen - für immer.

Also überleg dir gut was du damit deinem Kind antust. Du hilfst ihm nicht, wenn du die heile Welt versuchst vorzutäuschen. Und um Gottes Willen streitet euch nicht vor dem Kind! Er nimmt das alles auf, auch wenn er nur 5 ist.
 
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  • #10
Hallo!
Ich finde es ganz und gar nicht in Ordnung mit einem Partner wegen des Kindes zusammenzubleiben, wenn es nicht mehr so ist, wie es zwischen Mann und Frau sein sollte.
Ich bin auch in einer Familie aufgewachsen, in der die Eltern wegen der Kinder zunächst zusammengeblieben sind. Sie haben mir nie gezeigt, wie es zwischen Mann und Frau eigentlich sein kann und was Familie wirklich heißt. Mir fehlt dadurch Urvertrauen in Beziehungen zu Menschen.
Bedenke auch, Du nimmt durch Dein Verdrängen der Wahrheit, Dir und Deinen Partner die Möglichkeit einen Menschen zu finden, mit dem es wirklich stimmt. Oder habt Ihr beide ein zweites Leben? Du nimmt Deinem Kind die Möglichkeit, seine Mutter oder Vater ehrlich glücklich zu sehen. Kinder, das war bei mir und ist heute mit 40 Jahren noch so, projezieren dadurch unbewußt eine Schuld auf sich.
 
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