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  • #1

Fühlen sich Männer durch modernes Sorgerecht verantwortlich?

Das neue Gesetz zum Sorgerecht soll Männern ebenso die Möglichkeit geben für ein gemeinsames Kind zu sorgen wie den Müttern. Statistiken zeigen momentan jedoch einen anderen Trend: 90 Prozent aller nichtehelichen Kinder getrennt lebender Eltern leben bei der Mutter.

Laut VAMV nimmt „ein großer Teil der Väter das Umgangsrecht nicht oder nicht regelmäßig wahr“. Laut Bundesfamilienministerium zahlt ein Drittel der Väter gar keinen Unterhalt, ein weiteres Drittel zahlt unregelmäßig. Dabei wären laut einer Forsa-Studie drei Viertel der unterhaltssäumigen Männer ökonomisch in der Lage, ihre Verpflichtungen zu erfüllen. Deshalb fragt Jutta Wagner, Familienrechtlerin und Präsidentin des Juristinnenbundes: „Es geht in dieser Diskussion sehr viel um die Rechte der Väter. Aber wie steht es denn mit ihrer Verantwortung?"

Kann das "moderne" Sorgerecht dazu beitragen, dass sich Väter wieder mehr in der Pflicht fühlen für den Nachwuchs auch nach einer Trennung zu sorgen?
 
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Gast

  • #2
Tolles Thema!
Man muss dabei folgende Frage stellen.
Warum nehmen die Männer ihr Umgangsrecht nicht wahr? In den seltensten Fällen, weil sie es nicht wollen. Klar, es gibt natürlich gewiss einige Ausnahmen, aber bei diesen Vätern ist eh' alles zu spät.
Meistens ist es doch so, dass das Umgangsrecht den Männern massivst erschwert wird. Kommt dann noch einer neuer Partner für die Mutter ins Spiel, ziehen sich die meisten Männer in die innere Resignation zurück. Dann bleibt nur die Zahlpflicht und das ist wirklich kein schöner Zustand.
Zum Thema Unterhaltspflicht...
Richtig ist, sehr viele Männer zahlen keinen oder nur unregelmäßig Unterhalt. Aber, weit mehr unterhaltspflichtige Frauen (ca. 90 Prozent) zahlen gar nix. Nur ist die absolute Zahl sehr gering, deswegen fällt's kaum auf. Ist wie mit der Diebstahlstatistik, es werden natürlich viel mehr Golf's geklaut, als Ferraris. Warum wohl?
Und ja, ein modernes Sorgerecht wird dazu beitragen, dass sich Väter mehr kümmern.
Aber dazu muss erstmal ein Gesetz geschaffen werden, dass den Vater auch wirklich absolut gleichberechtigt. Und davon sind wir in Deutschland noch immer meilenweit entfernt. Bei der Geburt hat es ein automatisches Sorgerecht für den Vater zu geben, d.h., er muss es nicht erst einklagen. Denn auch mit der neuen, bald in Kraft tretenden Sorgerechtsreform muss der Vater - wenn Mutter nicht will - im vereinfachten Verfahren vor's Familiengericht ziehen. Das ist die Faktenlage.
Auch sollte das Gesetz dahin gehend geändert werden, welche eine Mutter zwingend verpflichtet bei nicht ehelich, aber auch bei ehelich wohlgemerkt!, geborenen Kindern, den biologischen Vater bei der Geburt anzugeben. Das muss sie nämlich bisher nicht. Ein Vater muss wiederum klagen, wenn er gegen den Willen der Mutter die biologische Vaterschaft feststellen möchte!
Sieht so Gleichberechtigung? Doch wohl kaum.

Ein modernes Sorgerecht würde den Müttern ganz massiv Macht entziehen, ob das wirklich gewollt ist, bezweifle ich mittlerweile sehr.

Ich verweise auch auf den gerade laufenden Nachbarthread...
 
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Gast

  • #3
Gut, dass mal diese Fakten auf den Tisch gelegt werden.

Diese Daten kann kein Vater ignorieren und ich bin auf die Argumente hier gespannt, warum es angeblich nicht möglich sein soll, seine Vaterpflichten in Betreuung, Liebe, Zeit haben und finanzieller Beteiligung nachzukommen.

Mein Kindesvater zahlt ordentlich und kümmert sich so lala, aber er kennt es aus seiner eigenen Kindheit nicht besser und er ist auch Entwicklungsresistent, daher auch meine Trennung von ihm.

w 50
 
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Gast

  • #4
Warum sollte eine Sorgerechtsänderung etwas am Verantwortungsgefühl ändern? Das sind zwei völlig voneinander unabhängige Materien. Es geht doch wie immer nur darum Rahmenbedingungen zu schaffen, die für jeden Menschen die gleichen Möglichkeiten bieten. Bis diese oder ob diese überhaupt genutzt werden und in welchem Umfang wird sich zeigen. Siehe aktuell Frauen in Kampftruppen der USA.
 
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Gast

  • #5
Jutta Wagner hat Recht, es ist nur eine Minderheit der Väter die sich ihrer Verantwortung bewusst sind und ihr auch nach kommen. Ich spreche aus eigener Erfahrung. Mein EX hat sich so gut wie nie um das Kind gekümmert, hat seine Besuchszeiten nicht wahr genommen. Er schuldet meiner Tochter mittlerweile mehr als 40 000,- € Unterhalt. Als sie heiratete hat sie ihm die Quittung präsentiert - sie hat ihren biologischen Erzeuger explizit zu ihrer Hochzeit ausgeladen! Und der Kerl hat immer noch nicht begriffen, dass jedes Tun oder Nichttun mit Konsequenzen belegt ist.
 
  • #6
Ja klar doch, ich mach ein Gesetzt und sofort ist alles gut.

Natürlich wird ein Vater der nach dem alten Sorgerecht im Grunde einfach entsorgt wurde nicht zum treusorgenden Vater. Da hat die heilige Mutter schon dafür gesorgt dass das Kind Ihn als Monster wahrnimmt.

Die Männer die ich so kenne und deren Scheidungskrieg nicht auf Kosten der Kinder geführt wurde (was leider äusserst selten war) nehmen Ihr Sorgerecht sehr wohl wahr.

Einer beste Freunde hat sowas hinter sich, für die Ex (SIE war fremdgegangen) war das Kind nur so lage interessant wie Sie ihn damit unter Druck setzen konnte, Termine nicht eingehalten, an seinem Wochenende mal kurz mit dem Kind verreist etc. Erst als die Richterin (ein männlicher Richter hätte sich das nicht getraut) diese Spielchen nicht mitgegangen ist hatt Sies bleiben lassen. Seither lebt das Kind bei Ihm- und Sie kommt Ihrer Unterhaltspflicht auch nicht nach.

Das unreformierte neue Scheidungsrecht hat leider die Kinder zur Verhandlungsmasse gemacht- die 2008 erfolgte reform hat da viel dran geändert- und jetzt wirds auch langsam Zeit den Vätern auch die gleichen Rechte zu geben. Dann werden sich auch diese Statistiken angleichen.
Ach ja, in meinem Umfeld leben mittlerweile etwa die Hälfte der Scheidungskinder beim Papa....
 
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  • #7
Die Frage wäre, was heißt

... dass sich Väter wieder mehr in der Pflicht fühlen für den Nachwuchs auch nach einer Trennung zu sorgen?
"Mehr" haben sie sich noch nie gekümmert. Familienrechtsänderungen hin oder her. Väter dürfen sich um den eigenen Nachwuchs kümmern, werden aber nicht dazu verpflichtet. Und das ist das Hauptproblem!
Es ist nicht im Sinne des Kindeswohls den unwilligen Vater dazu zu zwingen seine Kinder zu sehen, obwohl das Kind ein Anrecht darauf hat.
Ein Vater darf alles Mögliche anrechnen lassen, bevor der Unterhalt vom "Rest" abgezogen werden kann.

So kommt es dann auch, dass mein Ex nur € 35,--/ Monat Unterhalt zahlen muss. Meine Tochter hat inzwischen Unterhaltsnachforderungen von ca. € 5.000,--, die sie wahrscheinlich nie sehen wird.
So kommt es dann auch, dass mein Ex unsere Tochter nur 4 Stunden / Monat sieht, obwohl er, gemäß Gerichtsurteil, zu 8 Stunden / Monat verpflichtet ist. Er hat einfach keine Lust unsere Tochter zu sehen, obwohl ich ihm diverse Optionen geboten habe.

Um die Frage zu beantworten: Nein, Männer - hier Väter - fühlen sich nicht durch das moderne Sorgerecht mehr verantwortlich.

w/34
 
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  • #8
@6
Einzelfälle...
Kann dir aus meinem Bekanntenkreis ein Dutzdend Väter aufzählen, welche Probleme mit einer umgangsverweigernden Mutter haben!
So, nun können wir uns das wieder schönreden á la ''da muss aber was Gravierendes vorgefallen sein, etc.,etc....''
Verständigen wir uns doch ganz einfach darauf, keine Sorgerecht->keine Sorgepflicht!
Wollen die Frauen aber nun auch wieder nicht. Was dann also?
 
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  • #9
Einer beste Freunde hat sowas hinter sich, für die Ex (SIE war fremdgegangen) war das Kind nur so lage interessant wie Sie ihn damit unter Druck setzen konnte, Termine nicht eingehalten, an seinem Wochenende mal kurz mit dem Kind verreist etc. Erst als die Richterin (ein männlicher Richter hätte sich das nicht getraut) diese Spielchen nicht mitgegangen ist hatt Sies bleiben lassen. Seither lebt das Kind bei Ihm- und Sie kommt Ihrer Unterhaltspflicht auch nicht nach.
Bitte nicht verallgemeinern. Solche Fälle gibt es sicherlich auch, aber es sind Einzelfälle. Das das Kind beim Kindesvater dann lebt, davor muss gravierendes seitens der Kindesmutter gegeben haben, dass das sogar eine Frau Richterin dem Verhalten der Kindesmutter ein Ende setzt.

In dem Fall ist natürlich auch zu fragen, welch vorausschauendes Denken der Mann bei seiner Partnerwahl, das gleiche trifft auch auf Frauen zu, angewendet hat.
 
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  • #10
Wenn dieses Phänomen so oft auftritt, dass Mütter den Väter den Umgang mit dem Kind verbieten, dann sehe ich schon, dass da was vorgefallen sein muss. Entweder sind das dumme Mütter, dann hat aber der Mann auch nicht klug die Frau als zukünftige Mutter seine Kinder gewählt, oder er ist fremdgegangen, den ohne Grund, das ist auch logisch, wird keine Mutter auf die Unterstützung des Vaters, durch Betreuung usw. verzichten. Sie schadet sich doch dabei selber, indem sie weniger Zeit für sich selber, zum Ausruhen, mal in Ruhe einkaufen gehen, sich mit Freunden treffen usw., hat.

Ein Kind oder mehrere Kinder rund um die Uhr zu betreuuen ist ein Hammer harter Job.
 
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  • #12
Dass Väter sich weniger kümmern liegt daran, dass ihnen das aus der Hand genommen wird wie den Frauen die technischen Belange. Eine Mutter-Kind-Beziehung wird ja geradezu glorifiziert und als etwas dargestellt, was von auißen niemand begreifen kann. Klar, dass Männer sich dann nciht zutrauen, die ach so kompetente Mutter zu ersetzen.
 
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  • #13
@6
Einzelfälle...
Kann dir aus meinem Bekanntenkreis ein Dutzdend Väter aufzählen, welche Probleme mit einer umgangsverweigernden Mutter haben!
Man(n) behauptet immer gern, dass die in diesem Forum vorgetragenen Fälle sogenannte Einzelfälle sind. Da aber sehr viele solcher "Einzelfälle" zu lesen sind, entsprechen diese Fälle wohl eher der Mehrheit und damit der Realität. Zumindest ist dies in modernen Großstädten der Fall. Ich kann dir auch aus meinem Bekanntenkreis unzählige Mütter aufzählen, die unter dem Verhalten von verantwortungslosen, umgangsunwilligen Vätern leiden. Und nicht nur die Mütter, sondern vor allem die Kinder.
 
  • #14
Ich bin kein Statistiker und es gibt auch sicherlich viel Elend und Fehlverhalten auf beiden Seiten - aber ich vermute mal, daß es zahlenmäßig deutlich mehr nicht zahlende und nicht kümmernde Väter gibt als umgangsrecht-verweigernde Mütter.

Zahlende und sich-kümmernde Väter in Personalunion bei getrenntlebenden Paaren kenne ich nicht. Entweder er zahlt und hat sein Kind seit 8 Jahren nicht mehr gesehen (und legt das Telefon auf, wenn das Kind mal wissen will, wer sein Vater ist) oder er kümmert sich alle 3 Wochen regelmäßig (bei mir der Fall, muß zum Zahlen aber getragen werden) oder Version Oberpflaume: weder zahlt er noch kümmert er sich um sein Kind.
 
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  • #15
Meine Exfrau beschränkt den Umgang, damit sie den Unterhalt erhält! Ich will, die Kinder wollen, die Mutter willkürt, die Gerichte sprechen Unrecht! Soviel zum modernen Recht. Das Recht ist nicht modern genug, andere Länder sind da weiter, 50:50! Ganz einfach! Wenn dann einer abhaut, kann der Andere immer noch mehr machen. Ich möcht nicht wissen, warum zwei Drittel nicht zahlen, ich bin auch verlockt! Vielleicht kriege ich dann die Kinder!
 
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  • #16
Ich mache mich jetzt wahrscheinlich sehr unbeliebt, aber ich kann manchen nicht zahlenden Vater schon irgendwie verstehen. Eine Mutter wird vor dem Familiengericht quasi als Heilige angesehen und darf sich ziemlich viel erlauben, bis überhaupt mal darüber nachgedacht wird, dass es dem Kindswohl vielleicht zuträglicher sein könnte, wenn das Kind beim Vater wohnt. Der Vater darf das Kind dem Gesetz nach nur noch alle 2 Wochen für 48 Stunden sehen, wenn die Mutter dem Vater nicht von sich aus ein großzügigeres Umgangsrecht einräumt. Wie soll da noch eine echte Vater-Kind-Beziehung bestehen bleiben und wachsen? Die meisten Väter und Kinder werden sich in solcher Situation fremd und die Väter werden, vor allem, wenn die Kinder bei der Trennung noch klein sind, zum Onkel, der alle zwei Wochen mal etwas Schönes mit dem Kind unternimmt, aber werden nicht mehr als erziehungsberechtigter, mit der Mutter gleichwertiger Elternteil wahrgenommen. Auf die Erziehung des Kindes hat der Vater kaum noch einen Einfluss, außer vielleicht bei den zwei bis drei Dingen, die von beiden Elternteilen eine Unterschrift erfordern. Aber zahlen sollen die Väter bitteschön, aber bloß neben den Rechten keine Pflichten haben. So kann es nicht funktionieren.

PS: Diese Aussagen beziehen sich ausschließlich auf den Anteil der Väter, der sich kümmern will, aber nicht darf, nicht auf diejenigen, die kein Interesse am Kind haben und nicht zahlen.

w, 28
 
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  • #17
@ Einzelfälle

ist es nicht gerade der Einzelfall, der eine gesetzliche Regelung einfordert? Die gsd noch vernünftige Mehrheit der als Paar gescheiterten Eltern kommt ohnehin ohne Regelungen aus. Klar gibt es Männer, die sich vor ihrer Verantwortung drücken, aber die sollten dann doch nicht dazu herangezogen werden, jenen das Leben noch zusätzlich schwer zu machen, die von Exgattinnen ohnehin schon genug gedemütigt werden (können)

M48
 
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  • #18
@13
Ja, Vermutungen, ganz genau...
Wenn ich als Vater mein Kind alle 14 für zwei Tage nur sehen darf, weil Mama es so will, dann erfolgt automatisch eine Entfremdung.
Insbesondere dann, wenn die Kinder noch sehr klein, oder klein sein, und Mama einen neuen Partner am Start hat!
Wer eine solche Entfremdung nicht sieht bzw. sehen möchte, der verkennt schlicht und ergreifend die Sachlage.
So, und irgendwann haste als Vater dermaßen die Schnauze voll, dass du dich dann irgendwann anfängst zu fragen - wozu das Ganze?
Und dafür noch zahlen? Voilá, und schon hat Mama das Ziel erreicht!
Jeder legitimiert halt sein eigenes Verhalten so gut wie es geht...
Und wenn ich lese, wie Männer hier tituliert werden, Oberpflaume....hm, sehr konstruktiv. Bravo!
 
  • #19
@Fühlen sich Männer durch modernes Sorgerecht verantwortlich?

Warum sollte Mann sich durch das Sorgerecht verantwortlich fühlen?
Ich z.B. fühle mich verantwortlich, weil es um meine Kinder geht. Das hat doch nichts mit einem Gesetz zu tun.
Falls meine Exfrau etwas dagegen hätte, wäre es jedoch wichtig, dass der Gesetzgeber dafür sorgt, dass ich meinem Umgangsrecht und Verpflichtungen nachkommen kann.
@)9, 10
Mann heiratet eigentlich keine "dumme Mutter", nur haben viele Frauen, wie mir scheint die Angewohnheit, nach einer Trennung um jeden Preis dem Ex so richtig das Leben schwer zu machen. (selbst, wenn sie fremdgegangen sind) Und darin sind die Damen richtig gut und ignorieren oft sogar, obwohl sie es besser wissen, dass es dabei dem Kind nicht besser geht. Aber wenn es dann um die Finanzen geht, werden das/die Kinder auf einmal sehr wichtig (im Sinne von ... ist ja für DEINE Kinder).
 
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  • #20
Viele verkennen hier die Ausgangslage.
Es geht darum, dass ein Vater schon bei Geburt sorgeberechtigt sein soll.
Und genau das wollen einige Frauen nicht, weil sie sich in ihrer Lebensplanung beschränkt sehen.
 
  • #21
@17: Der Vater meines Kindes hat alle Möglichkeiten der Welt, sein Kind zu sehen. Wir haben einen freundschaftlichen Umgang und ich beteilige ihn im normalen Umfang an Entscheidungsprozessen. Ich bin voll erwerbstätig und der Vater hat mehrere Jahre keinen Unterhalt gezahlt. Ich halte einen fairen und respektvollen Umgang miteinander für die beste Möglichkeit. Dazu ist noch zu erwähnen, daß ich das alleinige Sorgerecht habe (500 km Entfernung zum Vater), aber das Kind z.B. jederzeit zu ihm kann oder mit ihm gemeinsam in den Urlaub fahren kann.
Deine Angriffe gehen also ins Leere.

Die von mir geschilderten Beispiele sind wortwörtlich in meinem engeren und weiteren Bekanntenkreis passiert. Ein Vater, der es über Jahre nicht schafft, wenigstens ein Telefongespräch mit seiner Tochter zu führen ist für mich eine Oberpflaume. Dazu stehe ich.
Ein anderer (100 km entfernt) erzählt seinem Kind mehrmals im Jahr am Telefon, wie sehr er ihn liebt. Er schafft es aber nicht, das Kind einmal auch nur zu besuchen.
Wie würdest Du denn solche Väter bezeichnen...?
 
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  • #22
Und genau das wollen einige Frauen nicht, weil sie sich in ihrer Lebensplanung beschränkt sehen.
Wie und wer will das beurteilen dürfen, wenn die Frau nicht selbst?

Eine Frau wird ihre Gründe haben, wenn sie nicht will, dass der Vater, das gemeinsame Sorgerecht bekommt. Ich kenne keine einzige Frau, die das mit Absicht macht, um ihn paar auszuwischen usw. Dazu kennen die Frauen viel zu sehr genug Schicksale von alleinerziehenden Mütter, die kein gutes Leben haben.

Ja, mag es auch Fälle geben, wo die Frau nicht weis, wer der Vater eigentlich ist, aber ich hoffe, dass das Einzelfälle sind.

Wenn während der Schwangerschaft eine liebevolle und gute Beziehung zwischen Mann und Frau war, der Mann sich gut gekümmert hat usw. dann kann ich mir nicht vorstellen, dass Frau aus Gemeinheit oder Egoismus, dem Vater das gemeinsame Sorgerecht verwehrt. Ist dem dann doch so, dann war die Wahl der Frau seitens des Vaters anscheinend nicht gut genug. Er hätte genauer hinschauen sollen, wem er ein Kind macht.

w
 
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  • #24
Im Interesse einer vernünftigen Elternschaft ist es eben nicht mehr so ohne Weiteres möglich, die alleinige Lebensplanung alls heilig hinzustellen!
Da gehört ein bissel mehr dazu...
Das ist richtig, aber die Aussage bezog sich auf Männer, die einfach so behaupten, dass viele Frauen ihre Lebensplanung, ohne Einbeziehung des Sorgerechts des Vaters, einfach so bestimmen. Dem widerspreche ich. Dem widerspricht auch die Statistiken des Verbandes alleinerziehender Mütter, wo sehr viele Mütter aussagen, dass die Väter schlichtweg kein Interesse am Kind haben.

Fakt ist, dass mehr Väter ihre Lebensplanung über das Wohl des Kindes stellen. Das "beweisen" sie schon damit sie, dass sie keinen Unterhalt für die Kinder zahlen, obwohl sie es durchaus könnten.

w 48
 
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  • #25
Liebe w 48
prozentual bezahlen weitaus mehr Frauen (wenn sie müssen) keinen Unterhalt, als Männer.
Hatte ich im Post 1 schon geschrieben...
Fällt aber in der öffentlichen Debatte voll unter den Tisch.
In meinem familiären Umfeld ist es z.B. so, trotz Unterhaltspflicht zahlt Frau einfach nicht, der Vater möchte keinen Stress, deswegen fordert es auch nicht ein. Weil er Angst hat, er könnte das Sorgerecht und das ABR verlieren. Was ja diverse Gerichtsentscheidungen nun zur Genüge beweisen...
Und wenn du schon den Verband alleinerziehender Mütter bemühst, dann solltest du dich mal genau so sachlich mit dem männlichen Pendant auseinandersetzen.
Du wirst Erstaunliches hören....
 
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  • #26
Liebe w 48
prozentual bezahlen weitaus mehr Frauen (wenn sie müssen) keinen Unterhalt, als Männer.
Hatte ich im Post 1 schon geschrieben...
Fällt aber in der öffentlichen Debatte voll unter den Tisch.
In meinem familiären Umfeld ist es z.B. so, trotz Unterhaltspflicht zahlt Frau einfach nicht, der Vater möchte keinen Stress, deswegen fordert es auch nicht ein. Weil er Angst hat, er könnte das Sorgerecht und das ABR verlieren. Was ja diverse Gerichtsentscheidungen nun zur Genüge beweisen...
Und wenn du schon den Verband alleinerziehender Mütter bemühst, dann solltest du dich mal genau so sachlich mit dem männlichen Pendant auseinandersetzen.
Du wirst Erstaunliches hören....
Deine Zahlen stimmen nicht, weil nachweislich, mehr Väter keinen Unterhalt zahlen. Zahlenmässig scheint das vielleicht anders auszusehen, aber auf welcher rechnerischen Grundlage beruhen die von dir zitierten Zahlen? Ich arbeite eng mit dem hiesigen Jugendamt zusammen und dort ist nur 1 Frau bekannt, die nicht zahlen kann, aber auch nur weil sie psychisch krank ist, von H4 lebt. Ansonsten sind alle Zahlungsverweigerer männlich und arbeiten teilweise in gehobenen Posititionen.

Aktuell ben lief gerade im ZDF eine Doku "Wenn aus Liebe Hass wird". Der Vater aus dem Rhein-Main-Gebiet hat für mich ein Rad ab. Die armen Kinder. Kein Wunder dass sie sich von ihm distanziert haben. Kein Wunder, dass die Ex, die übrigens von ihm noch Unterhaltsschulden hat, obwohl er Unterhalt hätte zahlen könnnen, sich hat von ihm scheiden lassen. Die Meinungen der erwachsenen Kinder kamen für mich sehr glaubhaft rüber. Das Verhalten dieses "Vaters" grenzt für mich schon an emotionale Misshandlung.

Wegen einem Fahrzeugbrief und einen Gerichtswert von 200,00 Euro ist der Vater vor Gericht gezogen. Nur eins von vielen seiner peinlichen Feldzüge. So peinlich der Mann, der tickt doch nicht richtig.
 
  • #27
Vater werden, ist nicht schwer - Vater sein, ist auch nicht schwer, .... wenn man es will und kann !

Viele Männer unterschätzen eine Vaterschaft. Und willigen zu Kindern nur ein, um ihre Frau mit Kinderwunsch nicht zu verlieren. Mehr Mut zur eigenen Überzeugung ist nötig.

d.h. solange die Frau dienlich ist als "Haushälterin", solange zahlen sie als Gegenleistung den nötigen Lebensunterhalt für Frau und Kind/er.
Kommt es aber zur Trennung,.... "wozu dann noch Unterhalt zahlen ?" - werden sich diese Männer denken ?
Daran wird ein neues Sorgerecht nichts ändern.

Wenn der Kindsvater aber seine Rechte wahr nehmen will, wie Umgangs- und Sorgerecht,
dann hat er moralisch auch den Druck, z.B. seinen Unterhalt zu zahlen.
z.B. sein Kind besuchen, unter den Augen der Kindsmutter - aber gleichzeitig Unterhalt schulden ?
Man kann nicht nur die Vorteile der Vaterschaft nutzen, sondern muß auch die Pflichten erfüllen.
 
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  • #28
Manche Männer fühlen sich, wie im TV-Bericht "Wenn aus Liebe Hass wird" , der heute Abend im ZDF lief in ungesunder und dem Kind schädigend einem ungesunden Sorgerecht verpflichtet.

Wenn das Sorgerecht so ausgefüllt wird, wie es der Vater in diesem Bericht seit Jahren ausübt, dann kann ich die Frauen verstehen, dass sie mit dem Vater nichts mehr zu tun haben wollen.

Ich empfehle, um sich ein differenziertes Bild zu machen, sich diesen Bericht über die Mediathek des ZDF anzuschauen. Erschütternd, wenn sich sogar erwachsene Kinder vom Vater los lössen, weil der sich wegen Pille Palle mit seiner eigene Tochter vor das Gericht treffen muss, nur um sich wieder als Opfer darzustellen.
 
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  • #29
Umgangsverweigernde Mütter werden in der Öffentlichkeit ja auch nicht wahrgenommen.
Väter haben halt keine Lobby...
Die Modernisierung des Sorgerechts kann aber ein erster Schritt in die richtige Richtung sein!
 
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  • #30
...
Wenn der Kindsvater aber seine Rechte wahr nehmen will, wie Umgangs- und Sorgerecht,
dann hat er moralisch auch den Druck, z.B. seinen Unterhalt zu zahlen.
Du hast - bewusst oder unbewusst - ein Stichwort gegeben, dass vielen - nicht allen - Vätern fehlt und das ist die moralisch Verpflichtung den eigenen Kindern gegenüber. Das ist die Verantwortung für den eigenen Nachwuchs aufzukommen und diesen zu umsorgen.

Das was vielen Vätern fehlt ist Moral und Anstand!
 
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