• #91
Ich finde es traurig, was hier manche einer frischgebackenen Mutter im Wochenbett so an herablassend-belehrerischen Kommentaren um die Ohren hauen. Nicht nur weil sie sich in einer psychisch (und körperlich) geschwächten Position befindet, sondern auch weil sie Kraft und Zuspruch für ihr Baby braucht. Weil sie im Moment niemandenin der Nähe hat

sehe ich auch so und muss mal wieder bei einigen Kommentaren mit dem Kopf schütteln. Gerade solche wie @Vikky, die schon mal so gar keine Ahnung vom Muttersein hat, tritt nur nach.

Liebe FS,

lass dich nicht unterkriegen von einigen bissigen Kommentaren. Jeder Mensch ist anders und geht auch unterschiedlich mit solchen Situationen um. Bei dir kommt hinzu, dass du kaum Unterstützung vom Mann bekommst (er sich dir nicht wertschätzend gegenüber verhält und dich das belastet), dazu die Hormone und das Frühchen.

Eine Freundin meiner Schwester hat aufgrund des Schlafmangels (hat ein Baby bekommen) psychische Probleme bekommen. Eines Tages konnte sie nicht mal mehr sprechen und kam ins Krankenhaus. Alles durch Schlafmangel verursacht, der aber auch schon vor der Geburt vorlag. Unterschätze Schlafmangel nicht! Zu deinen Eltern zu fahren in dieser Situation und dir helfen zu lassen, ist eine gute Idee. Danach kannst du klarer denken und es wird dir besser gehen. Alles Gute dir!
 
  • #92
Ich sage meinen Kunden immer, sie sollen den Fußpflege oder Massage-Termin nicht als Luxus oder Wohlfühltermin bezeichnen, sondern daheim einfach sagen, sie müssten in die Praxis kommen. Das respektieren alle.
Eigentlich irgendwie traurig ......
Massage und Fusspflege ist für mich und auch für mein Mädel Wohlfühltermin - und damit wichtig. Denn wer sich wohl fühlt, ist ausgeglichener und zufriedener als die Menschen, die nichts für sich tun. Das übersehen viele, wohl auch unsere Lunamietze und vielleicht auch ihr Mann. Sorry, aber ich sehe eben auch, dass sie ihn gewaltig anzickt, weil sie sich nicht wohlfühlt. Damit bringt sie ihn dazu, sich nicht mehr auf seine Familie zu freuen - quasi, sich auch nicht wohl zu fühlen. Also gibt er Contra. Und so schaukeln sich Dinge auf.
 
  • #93
Oh je, ohne Stillen ist die erste Babyzeit wirklich hart. Das Baby hat nicht zuletzt wegen der Milchumstellung noch Koliken, es ist für es die zweite Nahrungsumstellung in 5 Wochen. Du hättest eine gute Stillberatung gebraucht. Jetzt musst du eben durchhalten, bis das Baby die andere Milch verträgt.

Lass es viel auf deiner nackten Haut liegen, trage es bäuchlings auf deinem Unterarm. Geh einem geordneten Tagesrhythmus nach, mit Baby in Babytrage oder auf Unterarm, gerade ein Kleines mit Anpassungsschwierigkeiten braucht das.

Zur Arbeitsteilung zwischen euch: Ja, das ist ganz normal für eine Führungskraft. Ich habe 4 Kinder mit meinem Exmann, eines mit meinem jetzigen Lebenspartner.
Mein Ex war auch hochrangige Führungskraft, hatte keine zwei Stunden abends Zeit für das Baby, weil er meist erst um Mitternacht nach Hause kam, ich war schon dankbar, wenn ich duschen konnte (morgens, abends, egal, wann) in der Zeit, in der er das Kleine hielt, das auch immer dann weinte, wenn es nicht getragen wurde, und der Haushalt blieb eben liegen (- genau das empfehle ich auch dir!!). Ich ging dann zum Mittagessen zu ihm in die Büromensa, um genug Nahrung für das Stillen zu haben, aber ohne Stillen sollte es zwar nicht dem Baby, aber dir besser gehen. Stillen schlaucht nämlich ziemlich, das Fläschchen zu geben lässt dir wieder Energie für den eigenen Körper.
Wir hatten dann auch eine stundenweise Hilfskraft, die den Kleinen trug, mit ihm kurz spazieren ging, damit ich regelmäßig zu normalen Zeiten duschen konnte, ohne dass der Kleine daneben brüllte, und das Hemden- bügeln (was ich mit Baby im Arm nicht machte) nahm sie mir auch ab.
Mit meinem fünften Baby musste ich meine Selbstständigkeit aufbauen, stand täglich mit Baby in der Trage auf dem Baugerüst beim Kontrollieren, mein Lebensgefährte machte Karriere und im Nebenjob half er mir noch bei meinem Projekt- ich sage dir, das war anstrengender für uns beide. Klar, dass ich auch da die Nachtschichten allein übernahm, aber ich war es ja schon gewohnt, strahlte auch mehr Ruhe aus als beim ersten.
Tröste dich: Beim ersten Kind ist es am schlimmsten, mit Abstand, dann wächst du hinein in deine Aufgaben. Aber verarbeite deine momentane Überforderung nicht mit Wut, verzweifelt darfst du -momentan- sein.
 
  • #94
Ich bin wirklich irritiert von manchen Damen hier, echt.
Das hier Frauen, sogar Mütter, der FS solche Dinger einscheppen und das Problem nicht ernst nehmen.
Mein Sohn war jetzt mit drei Wochen früher, kein Frühchen, aber hatte auch mit vielen Kinderkrankheiten zu kämpfen. Fieberschübe, Kolliken, dass volle Programm.
Meine Exfrau war damals auch am Ende, wochenlang nur stundenweise geschlafen Nachts. Ich selbst war fast jede Nacht mit wach, wie konnte ich dabei schlafen, wenn ich weiß meine Frau läuft in Trance mit dem Baby durch die Gegend und ist am Ende. Ja toll, ich musste auch arbeiten, und? Wenn ich immer höre wie wichtig hier so manche sind und ihre Jobs vorschieben. Wir haben das Wochenlang zusammen gemacht. Wir waren zusammen müde und haben uns, wenn wir beide zu Hause waren gegenseitig die Erholung zugefügt. Es ist eine Frechheit wie manche hier die FS angehen und ihre Stellung im Beruf mitnehmen. Egal was die FS am Anfang dazu gesagt hat. Das ist doch gar nicht der Punkt und ihr wird diese ungeschickte Bemerkung jetzt aufs Brot geschmiert und vom eig. Problem abgelenkt. Schön, das hier so viele Damen sind ,die entw. Kinder hatten, die pflegeleicht waren, oder aber sie selbst eine Dicke Haut hatten. Aber auch hier gibt es nicht DIE Menschen. Nur weil er die Brötchen verdient, heißt das nicht das er seine Frau zur Nanny machen kann und glaubt sein Anteil liegt nur am besamen und dafür zu sorgen, dass alle was zu essen haben. Es ist auch sein Kind und wenn das Kind schreit, egal wie wichtig er ist, wenn ich das schon lese, wie armselig sind manche denn eigentlich, dann hat er sich verdammt noch mal auch der Verantwortung zu stellen. Job hin oder her. Die Frau ist platt, ja stellt euch vor, so etwas gibt es. Und nu?
Sollten da nicht beide einen Plan schmieden, wie man "GEMEINSAM" das böse Schlafmonster austricksen kann?
Nö, da sag ich meiner Frau auch noch, sie könne meine Hemden bügeln. Ihr die auf die FS einprescht, wollt mir erzählen, dass das so richtig ist und die einzige Möglichkeit.
Ja die FS wehrt sich hier, zurecht. Zudem schläft sie sehr wenig, vermutl. auch noch ihr erstes Kind, was auch völlig egal ist, den jedes Kind kann anders sein als Baby.
Meine Frau war damals auch ungenießbar weil sie völlig fertig war. Wo sind denn die harten Kerle die ihren Mann stehen, Muskeln haben wie Arnold und den Globalplayer mimmen, weil sie ein paar Angestellte scheuchen müssen?
Was eine egoistische und empathielose Gesellschaft.
Ich hatte auch eine Firma zu leiten und habe was weiß ich nicht wie viele Nächte mit meiner Frau im Krankenhaus verbracht.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #95
Was passiert? Das Baby hilflos realisiert Problem (Hunger, Durst, Angst, Einsamkeit, Unwohlgefühl, etc) es macht sich bemerkbar, leise bis lauter.
Niemand kommt.
Das Baby schreit mehr, bis das Innere System von erst Panik in Starre geht. Natürliche Reaktion auf existentielle Bedrohung. Ergebnis frühstkindliche Traumata... Erwiesen.
Ich habe eine Nachbarin mit fünf oder sechs Kindern, studierte Psychologin, die es bei ihren Kindern genau so praktiziert hat. Mir hat sich der Magen so oft umgedreht, manchmal bin ich singend im Garten auf und ab gegangen, das Baby dort hörte es, wenn das Fenster offen war. Grauenhaft, wie kann man nur. Meine Kinder hatten alle Mitleid mit dem kleinen Wurm von nebenan. Als die größere Schwester des gerade Jüngsten sich um das dann weinende Baby kümmerte, wurde sie angewiesen, das Einschlaf- Lernen nicht zu unterbinden. Die Mutter ging joggen oder gab Abendkurse.
Diese Pädagogik ist leider immer noch verbreitet.
 
  • #96
Dass er dich nicht ernst nimmt, geht aber auch schon über Jahre so.

Siehe:
https://www.elitepartner.de/forum/frage/liegt-es-am-altersunterschied.60316/

Und ne, es liegt nicht am Altersunterschied, ich hatte weitaus größere Spannen und musste mir keine Respektlosigkeiten bieten lassen.
Offensichtlich habt ihr auch das Austeilen von respektlosen Äußerungen mit liebevoller Sturheit verwechselt.

Aber: Du wolltest mit diesem Mann Familie, warum auch immer. Warum soll er sich jetzt ändern? Die Katze ist doch im Sack.
Ein sehr wichtiger Hinweise von @kobaltblau! Ich habe nun auch die alten Beiträge überflogen. Aufgrund der Beiträge sehe ich das Problem einzig und allein in deiner Ehe. (Wenn ein Mann an einer schlanken, normalgewichtigen Frau rummäkelt ist das nur respektlos.) Die Mutterschaft brachte nur das Fass zum Überlaufen. Ob du eine Führungskraft bist oder nicht, ist dabei völlig egal. Tatsache ist: Dein Mann behandelte dich schon immer herablassend und lieblos, und jetzt mit Kind tut er es weiter.
Du warst und bist relativ jung, wahrscheinlich wusstest es nicht besser. Warscheinlich tickte, wie bei vielen Frauen um die 30 die biologische Uhr (zumal du vom Fach bist). Dein Mann sah vermutlich auch seine Zeit ablaufen, und so machte er dir trotz langer Unsicherheit am Anfang (3/4 Jahre), einen Heiratsantrag. Vor allem er, der älter ist, hätte es besser wissen müssen.
Nun ist aber das Kind da. Dass du zu deinen Eltern gehst, ist das einzig Richtige. Dort kannst du deine Kräfte sammeln. Danach solltest du unbedingt deine Eheprobleme anzugehen. In diesem Fall braucht es wohl einen Paartherapeuten, um nicht nur die aktuellen, sondern auch all die alten Probleme aufzuarbeiten, und dem Kind ein ruhiges und ausgeglichenes Umfeld zu bieten, das es so dringend braucht.
 
  • #97
Ich hatte auch eine Firma zu leiten und habe was weiß ich nicht wie viele Nächte mit meiner Frau im Krankenhaus verbracht.
Nachtrag: Und zwar aus nur einem einzigen Grund.
Weil es auch MEIN Kind ist und MEINE Frau diese Hilfe brauchte.
Was ist denn das für ein Familiendenken?
Ne, da wird lieber aufgerechnet wer wieviele Nüsse essen darf?
Es ist so traurig, so etwas zu lesen.

m47
 
  • #98
Ich bin da eindeutig bei neverever!
Man(n) kann doch nicht auch ein Kind zeugen & die Mutter von selbigen dann total erschöpft & fertig alleine lassen damit, wenn sie klar überfordert ist.
Also da stimmen die Prioritäten doch nicht.
Mir wäre lieber weniger Geld, als ein Vater der nur sehr begrenzt Zeit für seine Familie hat. In einer Familie arbeitet man mMn zusammen & sucht gemeinsam eine Lösung anstatt zu sagen "nö, ich hab auch genug zu tun, kümmer dich mal alleine darum, auch wenn du komplett am Ende bist"
Ist ja jetzt auch nichts Neues, das Babys anstrengend sind, da kann man sich ruhig gegenseitig unterstützen bzw den Job auch mal etwas zurück schrauben zum Wohl der eigenen Familie, wenn einer davon schon fast auf dem Zahnfleisch geht.
Mit den meisten Arbeitgebern kann man auch gut darüber reden, mal 1-2 Monate etwas weniger Stunden zu machen, oder Home office etc.

Aber heutzutage ist das schon fast ein Wettbewerb, wers schwerer hat & wer mehr das "Recht" hat müde & fertig zu sein.. Wer jammern darf und wer nicht. WTF?!
Nur weil viele Supermamis es hier es gut geschafft haben, muss das noch lange nicht für alle Mütter gelten.
Sie ist fertig, sie braucht Unterstützung & wenn es nicht ihren Mann zu interessieren hat, wie es ihr mit dem gemeinsamen Kind geht, wen dann?
Angenommen, es wird ihr wirklich zu viel, bzw zu wenig Schlaf & sie klappt mit dem Baby alleine zu Hause zusammen?
Ja dann gibt es wieder Vorwürfe, wieso sie denn nicht nach Hilfe gefragt hat.. Dabei muss ja anscheinend jede Mutter supermami sein & alles ganz alleine hinbekommen & sich nicht so anstellen & nicht so viel jammern..
Schämt euch alle
 
  • #99
Weil es auch MEIN Kind ist und MEINE Frau diese Hilfe brauchte.
Was ist denn das für ein Familiendenken?
Ne, da wird lieber aufgerechnet wer wieviele Nüsse essen darf?
Weil das offensichtlich gegen mich gerichtet ist, @neverever:
es ist nicht fair, Kleinkariertheit mit erzwungener Sparsamkeit zu verwechseln. Ich muss selbst nichts abzählen, weder Nüsse noch Kekse, das habe ich zur Genüge erwähnt, um damit den Pauschalisierern den Wind aus den Segeln zu nehmen, aber es ist auch nicht "Elite", auf diejenigen herabzusehen und sich über die nötige Sparsamkeit derjenigen zu belustigen, die auf die 10 Cent schauen müssen. Dagegen habe ich mich verwahrt, Genauigkeit zum Schutz der geringer Verdienenden gefordert.
Daneben ist es unrealistisch, zu glauben, dass alle CEOs sich nächtelang so beteiligen können an den Baby- Nachtschichten, wie du das von dir beschreibst, @neverever. Mein Exmann hätte es nicht gekonnt. Man konkurriert mit Kinderlosen. Wir sahen uns als Team mit klarer Aufgabenteilung, darum wären weder er noch ich bei der Scheidungsfolgevereinbarung auf die Idee gekommen, dass sein Verdienst während der Ehe nur ihm zustünde. Auch wenn das manche Männer zu Schubladendenken verleitet- sei´s drum... wir waren uns einig.

Er wäre aber auch nicht auf die Idee gekommen, meinen Einsatz in den Nachtschichten so gering zu schätzen, mich aus dem gemeinsamen Schlafzimmer zu verbannen, wie es bei der FS der Fall ist. Da hab ich oft ein "ich bewundere dich" oder "du Arme, habe dich gehört, bist wieder oft aufgestanden heute Nacht" gehört. Das war der eine Teil seiner Anerkennung für meinen Job als Vollzeitmutter, der andere war sein Selbstverständnis, für die gesamte Familie zu verdienen, nicht nur für sich.

Und hier sehe ich (neben Frühgeburt und zu schlechter Stillberatung) das große Manko in der Beziehung der FS: Er achtet sie nicht wirklich. Der Bügelhemden- Vorwurf ist völlig deplatziert, die getrennten Schlafzimmer sind ein Abseilen von der gemeinsamen Baby- Aufgabe, das Beleidigtsein, wenn sie sich eine Auszeit bei den Eltern gönnt, finde ich empathielos, und dass sich die FS noch allein finanziert, aber das gemeinsame Kind allein versorgt, ist ausnützerisch vom Freund der FS.
Ein Teil dieser Probleme hätte sich mit einer klaren Aufgaben- Absprache vorher vermeiden lassen, der Rest ist mangelnde Passung.

Warum man ihr vorwirft, dass sie erwähnt, mit 10 Mitarbeitern Führungskraft gewesen zu sein, verstehe ich auch nicht, im Gegenteil: wenn sie nicht geachtet wird, verstehe ich ihr Bedürfnis, mit dieser Sachbezeichnung auf die Unfairness dieser Behandlung hinzuweisen, sehr gut.
(--> Behandlung, nicht zwingend Aufgabenteilung, bitte)
 
  • #100
Vor drei(!) Jahren hat FS eine Frage gestellt, über einen Mann, den sie vier Monate kennt und mit dem sie Problem hat, weil sie sich von ihm nicht ernst genommen fühlt usw. Sie hat sehr viele konstruktive Vorschläge bekommen. Dieser Mann ist jetzt ihr Ehegatte und Vater des Kindes. Die FS hat damals alle Warnungen in den Wind geschlagen. So wie sie jetzt alles ignoriert. Vielleicht ist sie ihrem Mann ähnlicher als ihr bewusst ist. Das Problem ist hausgemacht und ich habe Mitgefühl, auf anderer Seite bin auch verärgert. Gestern war ich sehr nah dran, das Forum zu verlassen, weil ich letzte Zeit merke, wie stark mich die Posts runterziehen. Ich bin seit einem Jahr dabei, habe sehr viel für mich mitgenommen und auch was gelernt und einige Situation in meinem Leben verstanden. Danach las ich ehe zu Unterhaltung, später war der Wunsch, mein Wissen weiter zu geben.Irgendwann mal kippte das ganze,weil ich merkte, dass Menschen zum einen gar keine richtige Hilfe wollen(Zurückrudertread, danke Frau Frei) oder sie nehmen uns nicht ernst und halten stur an eigenen Methoden, die eigentlich der Grund für ihre Fragen sind. Das hat mich oft wütend gemacht, jetzt bin ich nur traurig. Traurig ob der Tatsache, was die Menschen mit sich alles machen lassen.
Ich bin keine Führungskraft, ich habe nicht mal einen Abschluss für deutsche Verhältnisse, wundere mich aber oft, warum gebildete Menschen nicht in der Lage sind, einfachste Zusammenhänge zu erkennen und danach zu handeln. Lunamietze hat alle Infos von Anfang an gehabt, sie hat alle Mittel, um aus dieser vertackter Situation rauszukommen , wenn sie schon damals nicht handeln wollte. Niemand greift sie an, weil sie müde ist, Foristen verstehen bloß nicht , warum sie keine Hilfe annimmt. Wer nicht will, der hat schon? Wozu dann die Mühe?
 
  • #101
Zur Orientierung:
Ich finde es nicht okay, wenn jemand regelmäßig deutlich mehr als 40 Stunden pro Woche auf Arbeit verbringt, während der Partner zu Hause mit Säugling am Ende seiner Kräfte ist. 40 Stunden pro Woche (in Ausnahmefällen 60, mit Ausgleich in den darauffolgenden Wochen) sind nicht umsonst im Arbeitszeitgesetzt verankert. Wer ohne Not mehr arbeitet, weil er sich für unersetzbar und superwichtig hält, lässt seinen Partner im Stich.- Meine Meinung.

Was zum Abschalten:
Der Film "Der Vorname" lief/läuft gerade in einigen Kinos. Eine wunderbare Familienparodie über einen werdenden Vater, der seiner Familie offenbart, sein Kind "Adolf" nennen zu wollen, damit eine Lawine lostritt und lange unter den Teppich Gekehrtes ans Tageslicht befördert. Jeder kriegt dann sein Fett weg- Bitte einmal mit Popcorn und Freundin ins Kino gehen, abschalten und köstlich amüsieren;-)
 
  • #102
Grundsätzlich vertraue ich, dass alles seinen Sinn machen wird und Lösung oder Heilung zumindest möglich wird.
Ich denke gern an die alte Frau - sie war schon 72 und ich war ihre letzte Entbindung und sie hat ihre Arbeit gut gemacht. Ich kenne den Platz meiner Geburt, die Himmelsrichtung meines Kopfes als ich die Erde begrüßte, und ich weiß wo meine Nachgeburt in der Erde vergraben ist. Es ist mir alles sehr wichtig!
Die alte Hebamme war keine Nazi - im Gegenteil. Sie hat 10 Jahre vorher schon meinen Bruder als Hausgeburt entbunden und damals stillte die Mutter ganz normal. Die folgenden Geburten in der Klinik waren keineswegs angenehmer - sondern eine sehr kalte Atmosphäre und die Kinder im Säuglingszimmer, zum Stillen mussten die Mütter sich 'anmelden' ...
So war ich dann eine gut gelungene Hausgeburt. Und die Hebamme hatte wohl in der Zwischenzeit von Kollginnen erfahren, die jene strenge Schulung pflegten, dass man nachts nicht mehr unbedingt stillen müsse. Sie wollte meiner Mutter (Bäuerin, 4 Kinder und soeben entbunden) einfach ein paar Stunden Nachtruhe gönnen.
So wurde ich halt spätabends gestillt und dann morgens ganz früh wieder.
Ich sehe es inzwischen nicht mehr dramatisch - wenn man bedenkt, dass manche Kinder in der Klinik viel weniger Körper-Bezug hatten oder hektisch von Fremden gewickelt wurden.
Ich kenne auch Menschen, die wurden 'gemästet' weil man es gut mit ihnen meinte ... da bin ich doch wirklich sehr zufrieden mit meinem Schicksal ... Schmunzel.
Es wird halt viel an die Frauen heran getragen. Aber ich empfehle immer mehrere Meinungen fachlicher Art zu holen.
Wir alles wissen nicht, warum Lunamietzes Kind Koliken hat, ob zu wenig oder zuviel im Bauch gärt, oder das Kind etwas anderes bräuchte ... in jedem Fall ist es gut, wenn sie paar Wochen sich in vertraute Gefilde begibt. Danke!
 
  • #104
Nur weil ich oder andere aus unserem Leben ERZÄHLEN ist es niemanden gestattet, es gegen uns zu verwenden!
Liebe Samtina, ich hab es nicht gegen Dich verwendet. Das war wertftrei geschrieben, denn ich vertrete schon sehr lange diese Ansicht, dass der Mensch viele Idiotien nicht tun oder ausprobieren würde, wenn er sich drauf besinnen würde, dass auch er "ein Tier" ist, ein Teil der Natur. Und ich glaube, Du tust das auch.
 
  • #105
Danke, neverever. Dem ist nichts hinzuzufügen.
Wohin kann man dir Fanpost schicken? ;)
Super Idee! @neverever ist ein wirklich guter Mann, ihn mag ich sehr.
Meinen kleinen Sohn hatte ich seit seiner Geburt für mich allein, dazu noch eine Liebe Hündin. So konnte ich schalten und walten wie ich wollte und das war auch besser so. Mein damaliger Mann, beruflich auch sehr wichtig, lebte da sein Doppelleben und besuchte uns so alle 6 Wochen, lieber @neverever . Ich habe meinen kleinen Sohn fast nur in meinem Bett schlafen lassen, bevor er nur einen Piep sagen konnte, stillte ich ihn, trug ihn eigentlich immer mit mir herum, massierte sein hartes Bäuchlein. Ich war todmüde, blass und dünn, aber Liebe luna, ich hab mich tagsüber mit ihm in mein Bett gelegt und mir war es egal, wie es in der Wohnung aussah. Keiner laberte mich zu.
Unterstützung hatte ich nur von meiner Schwester und meinen Eltern, wenn sie mich in Wiesbaden besuchten, die lebten in Berlin, wo ich dann mit meinem Sohn, als er 5 war, auch hinzog.
Ich rate Die dringend, eindringlich mit deinem Mann zu sprechen und dir eine Auszeit bei deinen Eltern zu nehmen. Dass du fix und fertig bist, ist vollkommen normal, aber dein Baby braucht eine gesunde Mutter. Pass auf dich auf, ja? Alles erdenklich Gute für Euch beide.
 
  • #106
Ich habe eine Nachbarin mit fünf oder sechs Kindern, studierte Psychologin, die es bei ihren Kindern genau so praktiziert hat. ...
Meine Kinder hatten alle Mitleid mit dem kleinen Wurm von nebenan. Als die größere Schwester des gerade Jüngsten sich um das dann weinende Baby kümmerte, wurde sie angewiesen, das Einschlaf- Lernen nicht zu unterbinden. Die Mutter ging joggen oder gab Abendkurse.
Diese Pädagogik ist leider immer noch verbreitet.
Ich habe früher selbst gedacht, dass das am besten ist, weil die Kinder so abgehärtet würden. So langsam komme ich ins Umdenken, aber mir geht es wenn ich es richtig verstanden habe ein bisschen wie @Samtina, dass diese Erziehung sehr tief in mir liegt und es mir schwerfällt, mich komplett umzustellen, weil das teilweise sogar mit dem Weltbild zu tun hat. Denn das andere Extrem, da wird mir auch etwas übel, die Aspirin-Werbung im TV, wo sich sie Mutter mit 39°C Fieber die Tablette hinterschiebt und wieder eine strahlende, nette Mutter ist - Selbstausbeutung und perfekt in allen Rollen sein, immer sich fürs Kind aufopfern, wenn es mal "piep" macht.
Das finde ich das Schöne an Kindern, dass man sein Weltbild durch sie hinterfragt in einer Tiefe, die sich mir ohne Kinder nicht erschloss.
Genau dieses Weltbild.ist es ja auch, das aktuell Frauen fast zum Stillen zwingt und hier die FS völlig überfordert, geschah mir mit meinem Baby identisch. In den 70ern war die Flasche Goldstandard und jenes Extrem war ja auch nicht das Wahre.
Schade, dass man in der Erziehung in der Gesellschaft irgendwie immer von einem zum anderen Extrem rutscht, und jeded Elternteil muss sich über Try and Error selbst seinen Weg suchen. Das dauert manchmal länger als die Kindheit.
 
  • #107
Die FS badet schlicht aus, was sie sich ausgesucht hat. Ihre berufliche und wahrscheinlich auch sonstige Wichtigtuerei zeigen doch, wo die Prioritäten im Leben liegen, ihr Umgang mit den schon in früheren Threads beschriebenen Fragen ebenfalls. Mich erinnert das an die Prinzessin aud der Erbse und den Fischer und seine Frau. Es ist eben nie genug. Die Vorteile ihres wirtschaftlich angenehmen Lebens nimmt sie selbstverständlich mit, über die Nachteile beklagt sie sich.

Nach ihrer Beschreibung trägt der Mann an Hilfestellung das bei, was zu erwarten war und ist. Dass er sich allabendlich kümmert, wird von der Trenn_Dich_lieber_Fraktion hier überlesen. Dass sie keine fremde Hilfe annehmen möchte ebenfalls.

Ja, Kinder sind anstrengend, ja, Kinder sorgen für Erschöpfung. Das stelle ich gar nicht in Abrede. Das ist der eine Teil des Problems. Vermutlich werden da viele Eltern überrascht, dass da irgendjemand durchschläft, habe ich noch nicht gehört. Die FS hat das als einzige notwendige Aufgabe, so ist das, wenn man 100/0 als Modell wählen kann und sich eigentlich um nichts anderes kümmern muss als das Kind. Ich glaube nicht, dass Sie mehr als ganz normale Probleme einer jungen Mutter hat. Die löst nicht der Vater.

Alle anderen Probleme kann sie abschieben, wenn Sie möchte. Welche Familie, welche AE hat so eine Situation, lehnt dann die mögliche Hilfe ab und beklagt sich nur? Die FS ist einfach realitätsfern, das zeigt sie hier deutlich. Sie sollte tatsächlich mal die angebotene Hilfe der Eltern annehmen, ausschlafen und in Ruhe überlegen, was sie hat und will.

Wenn ihre Beschreibung überhaupt stimmt, kann er als CFO im Mittelstand nicht den Chef fragen, ob er die Arbeitszeit reduzieren kann. Er ist dann der Chef und nicht nur die Mitarbeiter erwarten, dass er für sein Geld seine Arbeit tut und nicht nachts nach dem Kind schaut statt zu schlafen.
 
  • #108
Niemand greift sie an, weil sie müde ist, Foristen verstehen bloß nicht , warum sie keine Hilfe annimmt. Wer nicht will, der hat schon? Wozu dann die Mühe?

Na, aber sicher ist sie u.a. auch wegen ihrer Müdigkeit angegriffen worden! Denn wie kann das denn sein, wo zig Mütter das ja auch hinbekommen haben? Nicht vergessen darf man im Übrigen, dass sie sich ja inzwischen einiger Tipps angenommen hat: sie fährt zu ihren Eltern, leistet sich nun kleine Auszeiten (Massagen), überlässt ihrem Mann in der Zeit das Baby, sucht Ärzte etc. auf. Und weigert sich seine Hemden zu bügeln (der Knaller, die Forderung - hier bräuchte es eine resolute Hebamme, die deinem Mann mal verklickert, was es mit dem Wochenbett auf sich hat...).

Letztlich bringt neverever es auf den Punkt: der Gradmesser einer guten Beziehung ist doch am Ende des Tages die Frage danach, wie sehr ich mich für die Belange des Partners einsetze, hinter ihm stehe und für ihn da bin, wenn es ihm offensichtlich schlecht geht (und ihm in solchen Situationen nicht noch mehr aufbürde!). Das ist hier offensichtlich nicht der Fall.
 
  • #109
Niemand greift sie an, weil sie müde ist, Foristen verstehen bloß nicht , warum sie keine Hilfe annimmt. Wer nicht will, der hat schon? Wozu dann die Mühe?
Dem möchte ich mich anschließen!!

Ich kann mich in deinem Beitrag wieder finden! Man hat keine Lust mehr zu antworten, weil derjenige keine Hilfe annehmen möchte, stattdessen, immer nur ablehnt und sich verteidigt.

Nachtrag: Und zwar aus nur einem einzigen Grund.
Weil es auch MEIN Kind ist und MEINE Frau diese Hilfe brauchte.
Was ist denn das für ein Familiendenken?
@neverever, ich mag deine Beiträge oft sehr, aber diesmal schießt du, wahrscheinlich von deiner eigenen Geschichte angetriggert, übers Ziel hinaus!

Du hast zwar Recht damit, dass der Vater des Kindes sich sehr wohl kümmern kann, habe ich zB. in 2 Posts geschrieben, aber DIES EINZUFORDERN wäre die Sache der FS! Die schafft das aber nicht, lehnt alle Vorschläge rigoros ab und jammert aber stattdessen immer weiter! Als Führungskraft muss ich doch dazu in der Lage sein, Input anzunehmen! Genau das, wird ihr hier vorgeworfen und zwar völlig zu Recht.

Alle Ratschläge (auch in der Vergangenheit) ignoriert die FS! Wer keine Hilfe will, der braucht doch auch nicht fragen, oder?
Ich habe ihr wirklich gute Tipps gegeben, aber es kommt nichts bei ihr an! Sie so in Schutz zu nehmen, wie du das tust, bringt die FS auch nicht weiter, im Gegenteil.
Sie hat sich diesen Mann, der schon immer so war!! ausgesucht, um Vater ihres Kindes zu sein. Wahrscheinlich weil er finanziell eine gute Partie ist. Menschlich ist er leider eine 0 und den Preis für ihre Denke muss sie nun selbst tragen. So ergeht es einem, wenn NICHT Liebe, Verbundenheit, Verlässlichkeit, Wertschätzung und Fürsorge die Bindemittel der Beziehung sind! Denn in jeder Beziehung die darauf ausgelegt ist, aggiert der Mann von ganz alleine so, wie du das lieber @neverever damals bei deiner Frau getan hast!
 
  • #110
Zur Orientierung:
Ich finde es nicht okay, wenn jemand regelmäßig deutlich mehr als 40 Stunden pro Woche auf Arbeit verbringt, während der Partner zu Hause mit Säugling am Ende seiner Kräfte ist. 40 Stunden pro Woche (in Ausnahmefällen 60, mit Ausgleich in den darauffolgenden Wochen) sind nicht umsonst im Arbeitszeitgesetzt verankert. Wer ohne Not mehr arbeitet, weil er sich für unersetzbar und superwichtig hält, lässt seinen Partner im Stich.- Meine Meinung.

Du hast grundsätzlich recht. Das muss ein Paar aber für sich vorher überlegen und absprechen. Die Konsequenz aus "Wir wollen Familie" ist dann eben, die Karriereambitionen zurückzustellen. Niemand hindert die FS und ihren Partner, beide auf 50% oder 70% zu reduzieren, sicher mit der Konsequenz, dass er sich eben einen anderen, ruhigeren Job suchen muss. Oder dass sie arbeiten geht und er sich um das Kind kümmert.

Mich stört insgesamt, dass zu viele Paare meinen, sie könnten die Probleme, die sich durch Familie für sie ergeben, an andere abschieben. Dass wegen einem Kind dauerhaft die Oma benötigt wird, ist doch lächerlich. Dass Kollegen die Arbeit wegen Kindern mit übernehmen sollen (passiert bei uns immer wieder) ebenso. Wer sich für Kinder entscheidet, muss eben vorher überlegen, wie er das regelt. Dafür sind andere nur begrenzt zuständig. Und wenn eine erwachsene Frau mit einem Kind schon dauerhaft heillos überfordert ist, dann stimmt auch irgendwas nicht. Das ist in meinem Umfeld bei keiner Mutter trotz 3-Monats-Koliken etc. so gewesen und da hatten viele zwei Kinder gleichzeitig.
 
  • #111
Ich bin seit einem Jahr dabei, habe sehr viel für mich mitgenommen und auch was gelernt und einige Situation in meinem Leben verstanden. Danach las ich ehe zu Unterhaltung, später war der Wunsch, mein Wissen weiter zu geben.Irgendwann mal kippte das ganze,weil ich merkte, dass Menschen zum einen gar keine richtige Hilfe wollen

geht mir hier ähnlich, vor allem aber eher, weil hier viele einfach nicht mitfühlend schreiben sondern eins draufhauen und das mag ich als HSP nicht. Du warst doch auch ewig in einer schlechten Beziehung und weisst doch auch wie schwer es ist loszulassen...das ist in der Tat auch unser Problem als HSP. Hier haben die Menschen auch Angst vor Veränderung, daher jammern sie nur und dann machen sie doch etwas anderes als ihnen geraten wird. Hier kann man den Menschen den Weg weisen, aber gehen müssen sie diesen selbst. Viele sind dazu nicht bereit oder nicht reif genug. Man kann eben nicht die ganze Welt retten, wenn du weisst was ich meine.

Du fragst, warum andere Zusammenhänge nicht erkennen? Schon mal darüber nachgedacht, dass sie es nicht können...nicht fähig sind. Das setzt auch gewisse Intelligenz voraus..Bildungsgrad sagt nix aus.
Es ist komplexes Denken und Reflektion andererseits, um zu lernen...
 
  • #112
Innerlich wusste ich vmtl., dass mein Mann seine Versprechen nicht halten kann und wird, aber man hofft es doch und redet sich selber ein, dass es tatsächlich eintritt. Blauäugig, nicht?
Aber ich liebe ihn und er mich, wir haben nun ein Kind miteinander.
Hätte ich mich anders entschieden, hätte ich im Vorfeld gewusst, wie es laufen wird? Nein. Niemals. Neben mir liegt mein größter Schatz ever und jede durchgeschriene Nacht macht ein unbewusstes Lächeln von unserem Baby wett.
Vielleicht ändert mein Mann sich doch noch. Vielleicht auch nicht. Ich kann nicht mehr machen als das Gespräch mit ihm suchen und mich jetzt eben für ein paar Tage zu verabschieden. Am Wochenende werde ich ihn „zwingen“, dass er die Nachtschicht übernimmt und auch tagsüber werde ich mich rar machen und mich mit Freundinnen treffen. Vielleicht merkt er dann, wie nervenaufreibend mein Alltag ist.
Ich nehme durchaus Tipps von euch an, aber halt nicht jeden. Ich will weder eine Nanny noch eine Putzfrau, wenn was liegen bleibt und es dreckig ist, dann soll es so sein. Ich mach meine Augen zu. Und wenns ihn stört, dann soll er das Gröbste machen. Kommen auch wieder Zeiten, wo ich belastbarer bin.
Um eine Stillberatung kümmere ich mich morgen, obwohl ich nicht mehr abpumpe, kommt tatsächlich noch was, habe ich vorhin festgestellt. Vielleicht kann ich die Produktion wieder hochfahren und mein Baby doch noch stillen, wenn eine Professionelle es mir zeigt. Meine Hebamme schaffte es leider nicht. Und wenns nicht klappt, dann ist es halt so. Ich bin nicht perfekt und fertig.

Ich verstehe nicht, warum manche auf alten Threads rumreiten.
Ja, wir hatten und haben unsere Differenzen, aber im Großen und Ganzen haben wir uns zusammengerauft.
Auch habe ich nicht ach so oft betont, wie privilegiert ich doch sei. Aber ist doch eh wurscht.
 
  • #113
Ich wäre froh gewesen wenn ich beim 1., 2., 3. Kind eine Oma gehabt hätte, die mir in den ersten Wochen hilft.
Aber meine Mutter hatte keine Lust, und es wäre ihr zu stressig gewesen.
Mir war oft schwindlig morgens wenn ich mit zwei Kindern und Baby in den Kindergarten und zur Schule lief um sie abzuliefern. Dann war ich ständig krank, meine Kinder haben mir jeden Keim aus Kindergarten und Schule mitgebracht und mich angesteckt.

Ich war so oft krank in der Kleinkinderzeit und musste/wollte trotzdem alle zwei Stunden stillen. Ich erinnere mich an Tage da lag ich mit dem Baby krank auf der Couch und schleppte mich zwischendurch meine Kinder abzuholen und etwas einzukaufen.
Außer meinem Mann, der mich nach 12 Stunden Arbeit wirklich entlastete hatte ich niemand.

Aber - ich wusste, ich wollte diese Kinder von ganzem Herzen, und ich hätte wirklich mein Allerletztes gegeben um sie bestmöglich zu versorgen. Meine Gesundheit und mein Ego zählte nicht.
Meine Kinder zählten, und das Glück das ich mit und durch sie empfand trotz Stress wog alles auf.

Das Glück Mutter von drei gesunden Kindern zu sein war so groß für mich dass ich alles Andere in Kauf nahm!

Trotzdem frage ich mich, wie es meine Großmutter mit 7 Kindern geschafft hat. Ein Kind starb im Kleinkindalter. Es fiel beim Wäschewaschen in den kochend heißen Bottich. Die Magd, die eigentlich ein Auge auf das Kind hätte werfen sollen, war wohl gerade anderweitig beschäftigt...

Meine Großeltern hatten zudem noch einen Bauernhof und eine eigene Metzgerei.

Deshalb denke ich wirklich, dass man heutzutage mit einem Kind in einer sehr gut verdienenden Familie ein Luxusproblem hat.

Alle frischgebackenen Mütter dieser Welt sind müde und kaputt.
Aber früher war alles so viel härter, deshalb starben so viele Mütter im Kindbett und so viele Kleinkinder und Babies.

Nur ein Kind versorgen zu müssen in unserem Land ist Luxus.
Wir haben alle Möglichkeiten uns Hilfe zu holen.
 
  • #114
Schätzchen, schieb dir immer 1 Stunde vor dem Stillen alkoholfreien Hopfen & Malz rein ... !! Und prima ... es war gut, dass du im Forum Hilfe gerufen hast!
So vieles wurde angestossen und bearbeitet ... fleißig warst du!
Du bist schon weiter als du dachtest - erinnere dich - normalerweise würdest du diese Tage in den Wehen liegen ... Aber du bist bereits fleißig in Aktion, hast vieles verarbeitet und organisierst bereits Dinge, an die du bei einer Geburt gar nicht denken würdest.
Herzlichen Glückwunsch!
Jeder Tag ein reichhaltiger Tag!
 
  • #115
Meine Gesundheit und mein Ego zählte nicht.
Meine Kinder zählten, und das Glück das ich mit und durch sie empfand trotz Stress wog alles auf.
Extrem gestresste Mütter sind für Kinder jetzt auch nicht das beste Vorbild. Ich erinnere mich bei meiner Kindheit an eine dauergestresste Mutter. War auch nicht so prickelnd. Die Zeiten, in denen die Frauen ihre Kinder während der Feldarbeit bekamen und dann weiter arbeiteten, sind zum Glück auf dieser Seite der Erdkugel vorbei. Dies nützt lunamietze in ihrem derzeitigen Zustand aber auch nicht viel. Letztendlich betrifft es alle „Problemchen“ in diesem Forum, verglichen mit früheren Begebenheiten. Im Schützengraben von Stalingrad zu liegen war mit Sicherheit auch nicht prickelnd, da ist doch jeder beschriebene Liebeskummer im Forum nicht erwähnenswert gegen. Trotzdem wird gerne und eifrig mit diskutiert.
Lunamietze schalte den Laptop, das Tablet oder das Smartphone aus, schnapp Dir Dein Baby und legt Euch ins Bett. Reg Dich nicht über irgendwelche, im Moment vollkommen irrelevante und unnötige Führungsdiskussionen auf. Und schick Deinen Mann mitsamt seiner Hemden in die Reinigung. Immense Wichtigkeit im Mittelstand, hin oder her. Soviel Zeit muss sein. Wie so viele andere, verstehe ich Deine Aversion gegen eine Putzhilfe auch nicht. Ich glaube meiner Mutter und auch uns Kindern und meinem Vater wäre es damit besser ergangen, aber sei’s drum. Eine Nanny ist natürlich nicht damit vergleichbar. Wer gibt sein 5 Wochen altes Baby denn an eine Nanny, wenn Frau nicht unbedingt arbeiten muss?
W, 53 ( die sich gerne den Film Stalingrad beim kleinsten Anflug von depressiven Stimmungen ansieht, weil schlimmer wird’s nimmer, aber für Deine Lage, liebe FS , im Moment nicht geeignet)
 
  • #116
Um eine Stillberatung kümmere ich mich morgen, obwohl ich nicht mehr abpumpe, kommt tatsächlich noch was, habe ich vorhin festgestellt. Vielleicht kann ich die Produktion wieder hochfahren und mein Baby doch noch stillen, wenn eine Professionelle es mir zeigt.
Das tut mir so leid, dass du im Krankenhaus auf den falschen Pfad gesetzt worden bist: In den ersten Tagen hätte man dem Frühgeborenen hypoallergene Milch geben müssen, damit es nicht weiter an Gewicht verliert, denn beim ersten Kind schießt die Milch einfach später ein als beim zweiten, dritten... und insbesondere bei einem Frühgeborenen ist es doppelt schwierig: Die Milchproduktion ist mütterlicherseits noch weniger vorbereitet, aber das Kleine schwächer als das Durchschnittsbaby.
Wenn die eigene Milch dann einschießt, zieht das Kleine die süßere Muttermilch aus der Brust der relativ unleckeren, leicht bitter schmeckenden HP- Milch vor. So wird es in "meinem" Krankenhaus propagiert, funktioniert auch bei den meisten Babys. Wenn man die Reihenfolge dagegen tauscht, zuerst ehrgeizig versucht, dem Baby ja keine Fertigmilch zu geben, um den eigenen Milchfluss durch dauerndes Anlegen anregen zu wollen, ist so ein kleines Wesen schnell überfordert und durch Hunger tief frustriert. Aufgrund dieser Erfahrung lehnt es dann die Brust ab. Wenn so ein Baby den festen Willen der Eltern geerbt hat, kannst du die Sache mit dem Zurückdrehen der Methode vergessen. Babys sind nicht dumm. Wenn man ihm normale, auch schmackhafte Pre- Milch gibt, sieht es auch nicht ein, sich stattdessen die anstrengendere Brustarbeit bei der Erstlingsmama anzutun. Dann stillen zu wollen, funktioniert fast nie.

Nimm das nicht als dein Versagen, das ist alles normal, das sind nur schwierigere Startbedingungen, die du jetzt eben hinter dich bringen musst! Aber jetzt würde ich wirklich nicht versuchen, das nochmal zu ändern- gerade weil das Stillen beim ersten Kind ohnehin schwieriger ist als später bei den nächsten. Dir wird es also wenig Erleichterung sein, das Kind müsste sich jetzt nochmal umstellen- sehe ich nicht als günstig für euch.

Alles Gute für dich, und lass dich von den Machtspielchen deines Ex nicht provozieren. Mach es doch von deinen eigenen Bedürfnissen abhängig, ob du wirklich am WE mit deinen Freundinnen weggehst tagsüber oder lieber Schlaf nachholst. Aber das Fläschchen hat auf alle Fälle den Vorteil, dass sich dein Freund (/Mann?) am Wochenende gleichberechtigt einbringen kann.

Bei den meisten Müttern verursacht das erste Kind viel mehr Müdigkeit, richtige körperliche Erschöpfung. Das zweite Kind wird dann allein von der Anwesenheit eines älteren Geschwisters unterhalten, wächst in mehr Alltagsstruktur hinein, ist (im Durchschnitt betrachtet) pflegeleichter.
 
  • #117
Innerlich wusste ich vmtl., dass mein Mann seine Versprechen nicht halten kann und wird, aber man hofft es doch und redet sich selber ein, dass es tatsächlich eintritt. Blauäugig, nicht?

Das war schon meine Frage: was war euer Deal bezüglich Kinderbetreuung?

Ui, ja, was Kobaltblau da ausgegraben hat: er nimmt dich ev wohl nicht ganz ernst. Aber ihm die Nachtschicht aufzudrücken, wieso nicht :)

Von wem ging der Kinderwunsch aus? Hauptsächlich von Dir?

Ich denke die Mehrheit hier befürwortet deinen Entscheid, zu den Eltern zu fahren. Bringt niemandem etwas, wenn die Mutter zusammen klappt.

Auch habe ich nicht ach so oft betont, wie privilegiert ich doch sei. Aber ist doch eh wurscht.

Jaja, ihr seid alle drei Führungskraft und er superwichtiger CEO etcetc. Diese Infos haben wir nicht ergoogelt :)

Aber ich stimme Dir zu, dass dir das nun wenig nützt.

Aber wenn Du wieder erholter bist, kannst Du ja schauen, wie es weitergeht, wie Du ihn mehr einspannen kannst etc. Wobei, was habt ihr vereinbart???
 
  • #118
Alles in allem sind es sehr viele, bunte Tipps und Denkanstöße. Zuspruch und Verständnis genauso wie Wachrütteln oder harte Worte. Eine bunte Mischung, fast alles hat Berechtigung. Demut finde ich auch wichtig, sich klar zu machen, wie gut es uns allen materiell geht. Lediglich die Hinweise auf die (fehlenden) Führungsqualitäten hätte man sich schenken können, denn bei Schlafmangel, sozialer Isolation, Hormonumstellung, Nicht-stillen-können ist das so ziemlich das Letzte, was jemand braucht.

Dass wegen einem Kind dauerhaft die Oma benötigt wird... eine erwachsene Frau mit einem Kind schon dauerhaft heillos überfordert ist...
Fünf Wochen sind nicht dauerhaft, fünf Monate auch nicht. Im Vergleich zu den vielen Jahrzehnten, die Eltern mit ihren Kindern verbringen, ist das gar nichts. Die FS wird sich da schon durchboxen.

Du kannst dir aber sicher sein, wenn dir jemand fünf Wochen den Schlaf raubt, du fast den ganzen Tag isoliert und ohne einen verständnisvollen Partner verbringst, dann noch deine Hormone verrückt spielen, dass du auch nur noch frustriert und völlig kaputt wärst. Dann bräuchte nur noch jemand mit lieblosen, schlaumeierischen Tipps vorbeikommen und brächte das Fass zum Überlaufen.

Und mach dir mal keine Sorgen- In Deutschland bringen Frauen statistisch gerade mal ca. 1,4 Kinder zur Welt. Da sind die paar Monate Elternzeit im Verhältnis zum gesamten Arbeitsleben ebenfalls kaum erwähnenswert. Schön wenn sich der Vater daran beteiligt, schon alleinfür das gegenseitige Rollenverständnis. Wenn sich Eltern später für Teilzeitarbeit entscheiden sollten, zahlt der Arbeitgeber auch entsprechend weniger, könnte dafür eine (Teilzeit)kraft mehr einstellen. Also beschwer dich bitte bei dem. Und vielleicht ist es später genau dieses Kind, dass dein Altersheim mit (Solar)energie versorgt oder dich medizinisch versorgt.
 
  • #119
Wir wollen doch einfach mal festhalten:
Lunamietze ist sehr stolz darauf, sich einen Karrieremann geangelt zu haben.
Von daher - er macht genau das, was sie von ihm erwartet - er arbeitet erfolgreich und viel. Was sich auf dem Konto bemerkbar macht.
Manchmal sollte man überlegen, was man sich wünscht. Denn es könnte sein, dass man genau das bekommt.
 
  • #120
Manchmal sollte man überlegen, was man sich wünscht.
Schon, aber ich finde es normal, dass man so weit nicht denken kann. Ich denke, es ist einfach so, dass Frauen denken, sie könnten den Mann kriegen, der sie RUNDUM und IMMER glücklich macht, also z.B. erst den Karrieremann, der die Zukunft sichert (wen wundert's, ich meine, beruflich ist Kinderkriegen für Frauen immer noch ein Problem, wobei mir aber klar ist, dass der Aufschauaspekt zum "überlegenen Geschlecht" und gesellschaftlich ne gute Partie zu machen, immer noch in Frauenköpfen ist.) und dann eben den Mann, der seine Familie auf Platz 1 stellt. Oder erst den Bad Boy, der keine Frau an sein Herz lässt, aber diese Eine, Besondere, die lässt er ran und bei ihr ist er plötzlich treu. Das kommt mE dadurch, dass wenn man sich verliebt, man meint, jetzt bricht das große Glück über einen herein. Es sei denn, man wählt den Partner rein nach praktischen, verkopften oder oberflächlichen Gesichtspunkten und liebt dann, dass er der Liste so gut entspricht.

Daraus einen Vorwurf zu basteln, finde ich falsch, es ist einfach die Naivität der Jugend, und gäbe es die nicht, würde sich, glaube ich, kaum noch ein Paar finden und sich nie einer mal charakterlich ändern. Jeder braucht doch einen anderen, der Geduld hat, damit er reifen kann zu einem beziehungstauglicheren Menschen. Wer sich nicht ändern will oder kann zum sozialeren, beziehungstauglicheren, partnerschaftlicheren Menschen, sitzt am Ende eben allein oder bleibt ein Fremdkörper in seiner Familie, die dann halt das nimmt, was er bietet (Geld), weil nichts anderes kommt.

Wenn man alle Erfahrungen schon hätte, wär das Leben zwar weniger leidvoll, weil man genau das wählt, was passt, FALLS man das überhaupt findet, aber es gäbe, denke ich, keinen mehr, der neue Wege geht.
 
Top