• #1

Funktioniert eine einvernehmliche Scheidung?

Hallo ihr Lieben,

ich wollte mal fragen, ob einer von euch schon mal eine einvernehmliche Scheidung gemacht hat und wie da so die Erfahrungen sind. Braucht man dann tatsächlich nur einen Anwalt? Und vertritt der dann einfach beide? Was kann im schlimmsten Fall passieren, zum Beispiel wenn es doch mal Streit gibt?

Mein noch-Mann und ich wollen uns scheiden lassen und haben vor so eine einvernehmliche Scheidung durchzuführen. Bei uns gibt es zum Glück auch keinerlei Streit, aber da ich bei solchen Sachen immer etwas unsicher bin wollte ich einfach mal Erfahrungen von anderen dazu hören….

Vielleicht mag ja einer von euch einfach mal berichten, natürlich nur, wenn euch das nicht zu privat ist 😊
 
  • #2
ich wollte mal fragen, ob einer von euch schon mal eine einvernehmliche Scheidung gemacht hat und wie da so die Erfahrungen sind.
Ja. Und gut.

Braucht man dann tatsächlich nur einen Anwalt? Und vertritt der dann einfach beide? Was kann im schlimmsten Fall passieren, zum Beispiel wenn es doch mal Streit gibt?

Der Anwalt kann nur einen vertreten, der zukünftige Expartner ist automatisch Gegenpartei.
Aber wenn sich die Noch-Eheleute einig sind und der mit dem Anwalt den anderen nicht versucht, über den Tisch zu ziehen, kann es funktionieren.
Wenn es doch Streit gibt, ist es zu empfehlen, dass sich auch der andere Part einen Anwalt nimmt.
 
  • #3
Schau zuerst mal, dass ihr eine Scheidungsvolgevereinbarung trefft. Danach ist alles easy.
Als sich meine Frau von mir getrennt hat, war zunächst auch alle friedlich, denn sie hatte wohl auch irgendwie ein schlechtes Gewissen. Wir haben uns getrennt und die Scheidung vorerst mal hinten angestellt. Die Kinder sind bei mir geblieben, sie konnte ihre neugewonnene Freiheit ausleben und alles war entspannt. Nach ca. 1 Jahr (ohne Scheidung) haben sich ihre neuen Single Freundinnen darum bemüht, meiner Ex zu raten, dass Ihr doch wesentlich mehr zusteht, als sie von mir fordert und sie ging zu einem Top Scheidungsanwalt.
Nach mehreren Beratungsgesprächen dort hat sie davon abgesehen, mir die Hosen auszuziehen (sie ist halt doch ne Top Frau mit gutem Charakter) und wir einigten uns mittels Scheidungsfolgevereinbarung auf eine Abstandszahlung, die für mich sehr, sehr entgegenkommend war. Wir verstehen uns und sind uns um unseren guten Jahre dankbar. Wir hatten nie grosse Differenzen und kein Konfliktpotential, trotzdem hätte die Sache für mich als Unternehmer im Desaster enden können. Das werd ich meiner Ex nie vergessen und falls sie mal Probleme hat, immer zu ihr stehen. Wa sich damit sagen möchte ist, dass auch der beiderseitige Wille eine gütliche Scheidung durchzuziehen, sehr leicht durch Störfeuer von außen in eine ganz ungemütliche Richtung kippen kann.
 
  • #4
Freunde von mir haben sich nach 12 Jahren Ehe, 15 Jahren Beziehung, mit 2 Kindern und Haus in Frieden getrennt.

Haben weder schlecht übereinander geredet, noch irgendwelche Kleinkrieg geführt.
Die haben sich an Punkt X an den Tisch gesetzt und beide festgestellt das Begehren ist weg und aus Liebe wurde Freundschaft.

Die haben fair geteilt, abgewickelt und es gab nie Probleme mit den Kids.

Für mich eine ganz große Leistung.
 
  • #5
Wir hatten einen befreundeten Anwalt. Dieser musste aber wegen gegenseitigen Verzicht auf Versorgungsausgleich eine zweite Anwältin hinzuziehen. Diese vertrat meinen Ex-Mann, hatte aber mit der Sache an sich nichts zu tun. Der befreundete Anwalt vertrat mich, da ich die Scheidung eingereicht habe.
In unserem Fall gab es aber nichts zu klären. Das gemeinsame Haus war bereits verkauft und das Vermögen dementsprechend aufgeteilt. Ebenso gab es keinen Anspruch, da von beiden nicht gewollt, auf nachehelichen Unterhalt. Das Kind wurde im Wechselmodell "aufgeteilt" und somit entfiel ebenfalls der Kindesunterhalt.

Das Vorab Gespräch mit dem gemeinsamen Anwalt dauerte eine Stunde, die Scheidung maximal 20 Minuten.

Aber wie geschrieben, es war alles vorab geklärt.
Die Einkommens- und Vermögensverhältnisse waren bei uns ungefähr gleich hoch bzw. bei mir höher. Deshalb wollte ich den gegenseitigen Verzicht auf Versorgungsausgleich, diesem hatte er vorab zugestimmt.
W,56
 
  • #6
Alles kann funktionieren, wenn beide harmonieren und einverstanden sind, sonst nicht! In diesem Falle, reicht ein Anwalt, der beide vertritt!
 
  • #7
Wir hatten so eine. Innerhalb 16Minuten waren wir fertig. Vorher haben wir aber alles über Notar festgelegt. Ja du brauchst nur ein Anwalt der den Antrag stellt. Er vertritt dann aber denjenigen den ihm beauftragt hat. Du kann’s ihm nicht gemeinsam beauftragen.
 
  • #8
Ja, dass funktioniert. Mein erster Mann und ich sind (trotz widriger Umstände) auch diesen Weg gegangen und waren nach Beziehungsende innerhalb von 3 Monaten auch offiziell geschiedene Leute. Ein Anwalt war ausreichend, da damals weder Kinder noch relevante Vermögenswerte vorhanden waren.
Viel Glück für eine entspannte Scheidung wünscht
W, 53
 
  • #11
Mein noch-Mann und ich wollen uns scheiden lassen und haben vor so eine einvernehmliche Scheidung durchzuführen. Bei uns gibt es zum Glück auch keinerlei Streit, aber da ich bei solchen Sachen immer etwas unsicher bin wollte ich einfach mal Erfahrungen von anderen dazu hören….
Der Anwalt darf nur eine Partei vertreten.

Wenn du unsicher bist,Schlag vor, dass der Anwalt dich offiziell vertritt.
Hat dein Noch-Partner etwas dagegen, brauchst du unbedingt einen eigenen Anwalt, weil da gerade etwas läuft um dich über den Tisch zu ziehen.
 
  • #12
Wir hatten so eine. Innerhalb 16Minuten waren wir fertig. Vorher haben wir aber alles über Notar festgelegt. Ja du brauchst nur ein Anwalt der den Antrag stellt.
Haben wir auch so gemacht: erst alle relevanten (Eigentums-,Besitzfragen, Versorgungs-) Dinge per notarieller Scheidungsfolgevereinigung klären. Scheidungsantrag stellen, zeitpunkt des beginn des Trennungsjahres benennen (Tag der Unterzeichnung des Notarvertrages)-
Dann liegt der Streitwert niedig, d.h. keine hohen Gerichtskosten und weil gut für die Statistik der abgearbeiteten fälle bekommst Du auch unmittelbar nach Ablauf des Trennungskjahres einen Termin.

Ist der Notarvertrag erstmal unterzeichnet, sind nachträgliche Streiterein höchst unwahrscheinlich, selbst wenn Dritte anfangen drin rumzurühren.
 
  • #13
…ob einer von euch schon mal eine einvernehmliche Scheidung gemacht hat
War geplant, hat dann aber bei uns nicht funktioniert, weil wir in einzelnen Punkten andere Vorstellungen hatten bzw. meine Exfrau schlicht keine Vorstellung hatte. Etwas Streit gab es bei uns dann eher, weil Anwälte natürlich für ihre Mandanten etwas herausholen wollen.
Beide müssen eine Idee davon haben, was sie wollen und das muss zusammenpassen.
Braucht man dann tatsächlich nur einen Anwalt?
Ja. Aber Anwälte leben natürlich anders besser.
Nein, rechtlich vertritt er nur einen. Deswegen muss es wirklich Einigkeit geben.
Was kann im schlimmsten Fall passieren, zum Beispiel wenn es doch mal Streit gibt?
Dann muss der Anwalt denjenigen vertreten, der ihn beauftragt.
Mein noch-Mann und ich wollen uns scheiden lassen und haben vor so eine einvernehmliche Scheidung durchzuführen. Bei uns gibt es zum Glück auch keinerlei Streit, aber da ich bei solchen Sachen immer etwas unsicher bin wollte ich einfach mal Erfahrungen von anderen dazu hören….
Geht zu einem Anwalt, der gleichzeitig Mediator ist und klärt für euch vorher, wie ihr euch die Trennung vorstellt.
 
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  • #14
Schau zuerst mal, dass ihr eine Scheidungsvolgevereinbarung trefft. Danach ist alles easy.
So ist es!

. Wa sich damit sagen möchte ist, dass auch der beiderseitige Wille eine gütliche Scheidung durchzuziehen, sehr leicht durch Störfeuer von außen in eine ganz ungemütliche Richtung kippen kann.
Meine Freundin hat eine einigermaßen saubere Scheidung hingelegt. Da gab es einen sehr großzügigen Ehevertrag und der Ex- wollte im Sinne der Kinder, das es ihr gut geht, damit sie gut für ihre Kinder Sorgen kann.
Sie hatte Glück! Ähnlich wie @Ehrenrunde es beschreibt, gab es Stimmen die ihr rieten mehr raus zu holen. Ich fand es schlimm, als sie anfing darauf zu hören. Zum Glück hatte sie dann einen Anwalt, der ihr abgeraten hat. Es hätte sie die Respektvolle Basis gekostet auf der sie gemeinsam Eltern sind.
 
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  • #15
Es ist halt, wie so oft im Leben. In schwierigen Zeiten zeigt sich der Charakter!
 
  • #16
Eine einvernehmliche Scheidung erspart dir und deinem noch-Ehemann auf jeden Fall eine Menge Streit und Kosten. Wenn ihr euch über wesentliche Punkte der Scheidung einig seid, dann stimmt es, dass nur ein Scheidungsanwalt beauftragt werden kann. Bekannte von mir haben sich auf diesem Wege sogar für eine online Scheidung entschieden und waren überrascht, wie bequem und unkompliziert die Scheidung verlief.

Wegen des Trennungsjahres kann der Prozess einige Zeit dauern, daher kann ich deine Bedenken, dass doch noch Streit entstehen könnte, vollkommen nachvollziehen.
Wie bereits erwähnt wurde, gibt es die Möglichkeit einer Scheidungsfolgenvereinbarung. Das ist eine vertragliche Vereinbarung, in der du und dein Mann die Scheidungsfolgen verbindlich festlegen. Damit befindest du dich definitiv auf der sicheren Seite.

Alles Gute dir!
 
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  • #17
Ich habe eine einvernehmliche Scheidung hinter mir. Wir waren erst länger getrennt, haben uns dann auch für die Scheidung entschieden. Wegen dem Erwerb einer Eigentumswohnung wurde noch während der Ehe (aber bereits in der Trennungszeit) eine Scheidungsfolgevereinbarung bei Notar getroffen, da die Wohnung nur ich erworben hatte.

Im Anschluss als wir die Online Scheidung mit einem Anwalt eingeleitet haben, sind wir noch mal zum Notar und haben da einen Verzicht auf Versorgungsausgleich gemacht. Allerdings sollte man sich in vielerlei Hinsicht einig sein, sonst wird das nichts (wie einige Vorredner schon sagten). Den Anwalt habe ich beauftragt, den haben wir gemeinsam ausgesucht und ich habe meinen Ex Mann dann bei sämtlichen Schriftwechsel in cc gesetzt. Lief sehr gut und ich würde es weiter empfehlen.
 
  • #18
Eine einvernehmliche Scheidung erspart dir und deinem noch-Ehemann auf jeden Fall eine Menge Streit und Kosten.
Stimmt so herum nicht unbedingt. Eher: wenn es keinen großen Streit gibt, ist auch eine einvernehmliche Scheidung möglich. Erspart wird nur Streit, der durch Anwälte aufgebracht wird.
Wegen des Trennungsjahres kann der Prozess einige Zeit dauern, daher kann ich deine Bedenken, dass doch noch Streit entstehen könnte, vollkommen nachvollziehen.
Wenn man sich wirklich einig ist, braucht man auch kein Trennungsjahr...
Wie bereits erwähnt wurde, gibt es die Möglichkeit einer Scheidungsfolgenvereinbarung. Das ist eine vertragliche Vereinbarung, in der du und dein Mann die Scheidungsfolgen verbindlich festlegen. Damit befindest du dich definitiv auf der sicheren Seite.
Ich kenne mich rechtlich damit nicht genau aus, aber wenn man sich einig ist, tauchen vermutlich manche Themen auch so nicht im Scheidungsverfahren auf. Aus Kostensicht wäre das zu prüfen. Zu prüfen wäre daher auch, wann man Immobilie überträgt...
Auf den Versorgungsausgleich kann man ja auch verzichten, wenn sich dafür eine Lösung findet.
 
  • #19
Ich kenne mich rechtlich damit nicht genau aus, aber wenn man sich einig ist, tauchen vermutlich manche Themen auch so nicht im Scheidungsverfahren auf.
Falsch: im Scheidungsverfahren taucht auf, was geklärt werden musss und rechtssicher sein soll/muss, d.h. Versorgungsausgleich, Zugewinn. Da kann man nichts mascheln bei den großen Posten.

Aus Kostensicht wäre das zu prüfen. Zu prüfen wäre daher auch, wann man Immobilie überträgt...
Eine notarielle Scheidungsfolgenvereinbarung ist relativ preisgünstig, gerade wenn Immobilien und der Zugewinn/Versorgungsausgleich nach langer Ehe geklärt werden müssen.
Die Notargebühren sind deutlich niedriger als die durch den Streitwert bestimmen Gerichts- und Anwaltgebühren. Und bei Immobilienüberschreibungen braucht man eh einen Notar.

Darum macht man das alles vor der Scheidung und zwar so fair, dass das Gericht die Vereinbarung nicht wieder einkassiert, weil eine einseitige Benachteiligung offensichtlich ist.

Auf den Versorgungsausgleich kann man ja auch verzichten, wenn sich dafür eine Lösung findet.
Auf den Versorgungsausgleich kann man nicht pauschal verzichten, insbesondere nicht wenn es gravierende Einkommensunterschiede in der Ehe gab und die Berufstätigkeit eines Ehepartners durch gemeinsame Kinder behindert war.
Das Familiengericht schützt den wirtschaftliche schwächeren Partner und auch den Staat davor später zum Sozialfall zu werden weil die Rente nicht langt.
 
  • #20
Ich hatte eine einvernehmliche Scheidung. Mein Ex Mann hatte einen Anwalt engagiert, aber nur weil es vom Gericht so gefordert wurde. Ansonsten hatten wir andere Angelegenheiten schon vorher notariell abgesprochen. Da wir in unterschiedlichen Städten wohnen, gab es sogar die Möglichkeit, dass wir getrennt in jeweilige Städte zu Gericht zu gehen. Hat den Verfahren dadurch länger gedauert aber am Ende ist alles gut verlaufen.
 
  • #21
Falsch: im Scheidungsverfahren taucht auf, was geklärt werden musss und rechtssicher sein soll/muss, d.h. Versorgungsausgleich, Zugewinn. Da kann man nichts mascheln bei den großen Posten.
Es geht ja nicht um Mauscheln, sondern darum, sich zu einigen. Und wenn man sich noch so gut versteht wie hier, dann kann man auch diese Posten ausnehmen. Immer vorausgesetzt, dass z. B. beide ähnliche oder keinen Ausgleichsbedarf hervorrufende Leistungsansprüche haben.

Bei mir gab es zum Beispiel keinen.
Eine notarielle Scheidungsfolgenvereinbarung ist relativ preisgünstig, gerade wenn Immobilien und der Zugewinn/Versorgungsausgleich nach langer Ehe geklärt werden müssen.
Ich bin rechtlich nicht kompetent. Die Kosten müsste man konkret vergleichen, auch der Notar nimmt nach Gebührenordnung Geld dafür.
Darum macht man das alles vor der Scheidung und zwar so fair, dass das Gericht die Vereinbarung nicht wieder einkassiert, weil eine einseitige Benachteiligung offensichtlich ist.
Eben. Vorher regeln.
Auf den Versorgungsausgleich kann man nicht pauschal verzichten, insbesondere nicht wenn es gravierende Einkommensunterschiede in der Ehe gab und die Berufstätigkeit eines Ehepartners durch gemeinsame Kinder behindert war.
Stimmt, da lag ich falsch.
 
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  • #22
hey, entschuldigt meine späte Rückmeldung, hier ist zurzeit echt viel los.... Aber ich habe mich gerade mal durch all eure Antworten gelesen und möchte mich ganz herzlich bedanken!

Ich denke ich werde mich jetzt noch mal mit meinem Noch-Mann hinsetzen und wirklich zielorientiert die einzelnen Punkte durchsprechen und ausloten, wer sich was vorstellt. Wenn das gut läuft, dann würde ich ihm vorschlagen zum Notar zu gehen und dort so eine Scheidungsfolgenvereinbarung zu treffen. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann legt man darin einfach die gefundenen Lösungen nieder und im Scheidungsverfahren selbst braucht dann kaum noch was geklärt zu werden, richtig?

Es macht mir auch wirklich Mut, dass das bei so vielen so gut geklappt hat. Meine Angst war nähmlich auch, dass durch Leute von außen Wut geschürt wird oder ähnliches und es am Ende dann doch im Rosenkrieg endet, obwohl man sich doch eigentlich einig ist...
 
  • #24
Wenn ich das richtig verstanden habe, dann legt man darin einfach die gefundenen Lösungen nieder und im Scheidungsverfahren selbst braucht dann kaum noch was geklärt zu werden, richtig?
Ja, wenn die Vereinbarungen fair sind, keine einseitige Benachteiligung, die später Folgen für Sozialsystem haben können.

Die Scheidungsfolgenvereinbarung braucht eine Mindestwartezeit bis zur Rechtsgültigkeit (bei mir damals ein Jahr) und passte gut zum Trennungsjahr.

Meine Angst war nähmlich auch, dass durch Leute von außen Wut geschürt wird oder ähnliches und es am Ende dann doch im Rosenkrieg endet, obwohl man sich doch eigentlich einig ist...
Das siehst Du richtig. Darum erledigt das und redet mit niemandem drüber was ihr warum vereinbart habt, bis die Scheidung durch ist. Und danach habt ihr beide hoffentlich andere Themen - das neue Leben, nicht das alte.

Selbst wenn der Scheidung Übles zugrunde liegt, kann ich nur empfehlen, es zurückzudrängen und so vorzugehen. Wenn man das Ende entschieden hat, sollte man Ende machen und nicht über die Vergangenheit streiten. Umso eher und besser beginnt das neue Leben.
 
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  • #25
Wir hatten auch eine einvernehmliche Scheidung, die nach 12 min durch war.
Er hatte einen Anwalt und ich einen Terminsvertreter, der nur da sein musste, da ich auf den Rentenausgleich und Versorgungsausgleich verzichtet habe. Also 500€ für einmal da sein, ist ein guter Schnitt.

Viel Glück
 
  • #26
Es ist einiges möglich.

Man kann vorab alles abklären. Das Gericht schaut dann quasi nur noch auf Rechtsfolgen.
Beim Notartermin kann bspw auch ein Ehevertrag vorgelegt werden. Und dieser dann abgearbeitet werden. Man kann / sollte auch den Rechtsanwalt zum Notartermin mitbringen. Oft gar nicht so schlecht, da dieser die getroffenen Vereinbarungen juristisch erklären kann. Und ausserdem oftmals der Anwalt schneller an den Notartermin kommt.

Nebenfolge einer einvernehmlichen und fairen Scheidung war übrigens einmal, dass die geschiedenen Eheleute nach 2 Jahren wieder ein Paar wurden. Da wuchs wohl durch das Einhalten von Absprachen der gegenseitige Respekt wieder.

Gerichts und Anwaltskosten bemessen sich nach dem Verfahrenswert. Der Versorgungsausgleich ist dabei nur ein Teil, allerdings kein billiger.

(Erfahrungen beruflicher Natur - allerdings bin ich weder Rechtsanwalt noch Notar)
 
  • #27
Das sollte doch üblich sein.

Ich finde es echt komisch, warum sollte es Streit geben? Prüft man den Menschen nicht vorher genau, den man heiratet? Man heiratet doch nicht willenlos einen Vollidioten, sondern bestenfalls den besten Menschen dieser Erde!

Ich finde, es muss kein Streit geben, wenn man sich genau artikulieren und respektvoll reden kann. Und das fängt mit einem selbst an. Ich kenne niemand, der einen Rosenkrieg anfängt, wenn man in normalen Ton mit ihm redet. Da ist Souveränität von Dir selbst gefragt. Und selbst wenn Dein Noch-Ehemann schwierig ist, dann hilft ein ruhiger Ton und Weitblick.

Gerade in Konfliktfällen wäre ich als Frau besonders ruhig und mutiere nicht zur Zicke, sondern bewahre einen kühlen Kopf.

Viel Glück Dir.

Mein Rat wäre, behandle Deinen Ex-Mann gut und wie einen innigen Freund, immerhin hat man Tisch und Bett miteinander geteilt, davon hast Du mehr. Verbiete Dir Lästern und schlechtes Reden und bewahre Dir immer einen respektlosen Umgang.
 
  • #28
Meine Scheidung steht kurz bevor. Wir bemühen uns um eine einvernehmliche Scheidung und haben alles finanzielle imTrennungsjahr geklärt. Bei uns hat keiner Interesse die Kosten noch mehr in die Höhe zu treiben. Wir sind beide keine Streithammel. Es funktioniert.
 
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