• #1

Funktioniert "feministisch" flirten?

Wer kennt sie nicht die gute Freundin, die Männern (und Frauen) regelmäßig den Kopf verdreht. Typisch "weibliche" Dinge tut sie nie: In einer Bar ausharren, in der Hoffnung, dass etwas Spannendes passiert. Typen anhimmeln, weil es der Richtige sein könnte. Was sie tut: tanzen, Spaß haben. Von Gespräch zu Gespräch schwirren. Sie denkt beim Flirten nicht darüber nach, was er, sondern was sie selbst fühlt. Außerdem interessiert sie sich auch mehr für Musik als für Männer … Das kommt an.

Hilft es beim Flirten mehr an sich und die eigenen Gefühle zu denken? Sollten wir weniger darüber nachdenken, wie wir ankommen oder ob wir einen Makel haben als uns zu fragen ob es passen könnte? Was meinen sie?
 
  • #2
Das normalste der Welt! Nur leider beherrschen das die wenigsten Menschen.
Aus meiner Warte als Mann habe ich bisher sehr sehr wenige Frauen/Mädchen kennengelernt die so unbeschwert den Abend verbringen und ja genau die sind es, denen man(n) nicht widerstehen kann.

Bei den meisten, auch bei mir noch(!!) herrscht die Angst vor nicht zu Gefallen. Leider reichlich dumm und meistens das direkte Aus.
 
G

Gast

  • #3
Genau das ist der Punkt. Locker mit der situation umgehen. Nicht ständig daran denken der muss es jetzt sein. Einfach spass haben. Wenn sich was ergibt gut, wenn nicht auch gut. Viele gehen einfach zu verkrampft durchs leben. Lieber den Tag genissen. Wer weis wieviel zeit noch bleibt.
Viele Menschen sind einfach nur verbittert. Ein Lächeln wirkt oft wunder.
 
G

Gast

  • #4
Was Sie, Fr. Warnecke, beschrieben haben, ist gar kein Flirten.

Authentisch sein, sich nicht dauernd fragen, was beim anderen Geschlecht wie ankommt, ist immer gut. Ich (w) habe das ausschließlich getan und nie im klassischen Sinne geflirtet, weil mir das einfach zu dumm ist.

Erfolgreich übrigens.
 
  • #5
Ich habe keine Ahnung, was "feministisch flirten" bedeuten soll, aber ich finde, dass es hilft, ständig zu flirten.

Small talk in der Bäckerei, beim Aussteigen aus der Bahn, mit dem netten Service-Menschen am Telefon - das macht locker, frau denkt überhaupt nicht mehr so viel nach und flirtet dann auch bei Dates oder beim Tanzen ohne Hakeligkeiten. Und außerdem macht es Spass, man lacht viel mehr im Alltag, hat nette kleine Gespräche und bekommt so manches niedliche kleine Kompliment, das noch zwei Tage später zum Lächeln reizt. Und meine daraus entstehenden Lach - und Lächelfältchen, die mag ich nun mal richtig gerne!
 
G

Gast

  • #6
Meistens handelt es sich ja dabei um Frauen, die aufgrund ihrer äußeren Erscheinung nicht mehr viel tun müssen, um dem männlichen Geschlecht zu gefallen.


Was ich sagen will.
Das beschrieben Verhalten ist nicht der Grund, dass Männer die Frau gut finden, sondern es ist meistens eine Folge davon, dass man sich dieses Verhalten aufgrund anderer Eigenschaften leisten kann.
 
  • #7
was ist denn daran nun wieder "feministisch" ?

das ist ganz normales "Spass haben", Ziellos treiben lassen und sich dosiert gehen lassen.. eigentlich ist es genau die Gegenrichtung von "zielgerichteten Flirten" und passt nun so gar nicht in die Begriffswelt "Feminismus". Ich liebe solche Frauen, auch wenn diese meistens von ihren Neiderinnen gerne mal als "Schlampen" betitelt werden. meine Partnerin ist so eine und ich habe ebenfalls vor etlichen Jahren aufgehört mir meinen Kopf darum zu machen ob ich nun für andere Attraktiv bin oder nicht .. sie werden mich es schon wissen lassen..
 
G

Gast

  • #8
Für mich klingt das eher: flirten ohne Rücksicht auf die Gefühle anderer - genau die Frau die Männern Hoffnung macht und dann sitzen läßt.... was ist an ihrer Beschreibung feministisch?
 
G

Gast

  • #9
Muss meinem Vorredner #5 beipflichten... Entscheidend ist das Äussere... Danach kommt ganz lange gar nichts...
Ich behaupte sogar, dass das Aussehen der Frauen ihren Charakter prägt. Frauen bekommen frühzeitig mit, wie sie aussehen, auf Männer wirken... Sie entwickeln ein anderes Selbstbewußtsein - aus gutem Grunde...

Die Angst, nicht zu gefallen, ist alles andere als dumm...
Sie ist in vielen Fällen leider berechtigt. Gerade Männer neigen doch nun schon bei fülligeren Frauen zu Beleidigungen... Welche Frau ruft einem dicken Mann schon auf der Straße nach, er sei fett???

Man sollte so bleiben, wie man ist und auf einen Mann hoffen, der einen genauso mag, wie man ist...
Das nennt man LIEBE...
 
G

Gast

  • #10
Ich stelle immer weniger Vermutungen darüber an was andere wollen, gut finden usw. Wenn ich tanzen gehe, dann gehe ich auch genau deshalb: um zu tanzen. Wenn man mit dem Vorsatz loszieht sich jemanden zu angeln, klappt es sowieso nicht. Ich weiß nicht ob ich damit eine andere Wirkung auf Männer habe, aber ich weiß, dass es mir damit besser geht- und das ist die Hauptsache.

w, 28
 
  • #11
Flirten ist wie Rhetorik, wellenreiten, tanzen, etc. - einfach machen, ohne groß darüber nachzudenken.
Wer zuwenig Können hat, sollte mehr üben, bis er es besser kann - statt sich zu blamieren.

Dieses "emanzipiert" erscheinende flirten - wird meistens kein Flirt, sondern nur ein Gespräch.
Für einen Flirt muß mehr "Biss" - Wirkung - Ausstrahlung und Anziehungskraft rein.

Was hier #4 saepe_inscia beschreibt, sind auch gute Flirt-Gelegenheiten. Aber man muß den Moment gut nutzen, daß es ein einwirkender Flirt ist, und nicht nur eine schöne Begebenheit.

Und das man korrekte Kontaktdaten erhält, um den Kontakt fortsetzen zu können.
z.B. Beide zücken ihre Handies und wählen kurz den Anderen an = Rufnummer-Übertragung.
Und Austausch Visitenkarten.
 
G

Gast

  • #12
Sollen sie doch ruhig "feministisch" flirten. Mir ist das egal, denn ich stehe eher auf die feminine Art. Und ich stehe damit ganz ganz sicher nicht allein.
 
G

Gast

  • #13
Ich glaube, dass Frau Warnecke uns damit etwas ganz Bestimmtes sagen möchte: Wenn wir einer Aktivität nachgehen - ganz egal ob es sich dabei um Tanzen in einer Diskothek, einen Sprachkurs bei der VHS, eine Ausstellung in einem Museum oder etwas ganz anderes handelt - dann sollten wir das tun, weil es uns interessiert und wir Lust darauf haben und nicht, weil wir dort interessante Menschen treffen oder ihnen gefallen möchten. Darum geht es.
 
G

Gast

  • #14
Aus meiner Warte als Mann habe ich bisher sehr sehr wenige Frauen/Mädchen kennengelernt die so unbeschwert den Abend verbringen und ja genau die sind es, denen man(n) nicht widerstehen kann.
Naja, ich gehe regelmässig tanzen, weil ich gerne tanze und nicht weil ich mir einen Mann angeln will. Ich scheine authentisch anzukommen, weil viele Männer viel glotzen, aber authentisch sein, kann die Männer auch verschrecken bzw. Angst machen, weil sie genau wissen, das authentische Frauen auch ihre Ansprüche haben.

Ich beobachte dann, dass die Männer lieber verunsicherte und verschreckte Frauen, teilweise Rubenskräftig mit quergestreiften T-Shirt ansprechen...

w
 
  • #15
Ups, ich bin keine Feministin, aber ich "flirte" immer so - ich flirte eigentlich überhaupt nicht, sondern bin einfach nur ich selbst, wenn ich mal ausgehe. Ich habe nicht einmal Interesse an einer Bindung, sondern plaudere gern über dies und das, freue mich meines Lebens und an der guten Musik. Ich werf mich nicht mal besonders in Schale: ich dachte, das wäre eigentlich normal :) Wenn ich tanze, dann wirklich ausgelassen und voller Freude - was andere davon denken oder halten, ist mir egal. Ich merke aber schon, dass genau dieses ansteckend ist und andere Menschen anzieht - was ich aber eigentlich gar nicht will... Freundschaft - ja gerne. Mehr? Auf keinen Fall...