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Gast

  • #1

Gab es bei Euch auch schon Sexpausen?

Mein Mann und ich sind seit drei Jahren glücklich verheiratet. Das Sexleben war eigentlich immer recht ausgefüllt. Kein Grund zur Beschwerde. Aber seit einiger Zeit haben wir nur noch sehr selten Sex. Ich kann ihm gar keinen Vorwurf machen, da von mir aus auch keine Initiative kommt. Ist das normal und wird es wieder anders?
 
G

Gast

  • #2
Ach, also deswegen brauchst du dir nun wirklich keine Gedanken zu machen. Das gibt es in JEDER langen Beziehung. Es wird erst dann zum Problem, wenn einer von beiden mehr bzw. weniger will als der andere. Bei dir hört es sich aber so an, als hättet ihr momentan beide nicht so lust auf sex. Dann ist doch alles in Ordnung...
 
  • #3
Erstens: Ja, das ist leider normal. So geht es vielen, ganz egal ob man nun verheiratet ist oder nur eine lange Beziehung führt. Der Pepp der Verliebtheit und des Neuen verfliegt halt.

Zweitens finde ich aber nicht, dass man damit leben sollte. Über kurz oder lang wird einer unzufrieden sein und außerdem schleift sich eben auch die Nachlässigkeit in solchen Liebesdingen ein. Ich finde es ganz wichtig, dass man sich immer wieder Mühe gibt, die Leidenschaft zu erhalten. Das ist so, wie man auch dann zum Sport geht, wenn man einmal gerade weniger Lust hat. Und hinterher sagt man sich: War gut, dass ich hingegangen bin. Also einfach mal wieder anfangen, Spaß bringt Euch das dann bestimmt letztlich bestimmt wieder, gerade wenn es länger her ist! Ich finde Sex für eine Beziehung sehr wichtig. Zumindest intensiv kuscheln und küssen und streicheln sollte man sich -- meistens wird dann ja auch mehr draus.
 
A

Anina

  • #4
Es kann bestimmt nur "eine Phase" sein, es gibt aber auch Beziehungen, in denen das ein Zeichen dafür ist, dass man nicht mehr so sehr den (körperlichen) Kontakt zum Partner sucht. Allerdings schreibst du, dass ihr glücklich verheiratet seid, also ist es vermutlich wirklich nur eine Phase.
Ich möchte dir keine angst machen, aber überleg auf jeden fall mal, ob deine Gefühle noch genauso stark für ihn sind, wie am Anfang eurer Beziehung.
 
G

Gast

  • #5
Hatte auch eine Freundin, der war das wohl nicht so wichtig (sie hat nie wirklich darüber gesprochen).
Da gab es auch mal 4 oder 6 Wochen keinen Sex.
Wenn ich es 2 oder drei Mal versucht hatte nach dem Zärtlichsein auch mehr zu wollen, und wieder Mal abgewiesen wurde, dann habe ich es bleibben lassen. HAtte echt keine LKust auf das immerwährende NEIN.
Dann hat es halt mal wieder über einen Monat gedauert, bis Sie mal Ihre Bedürfnisse angemeldet hat.

Das Ende vom Lied, vor einem Jahr lief es bei uns einfach nicht mehr. Sie wollte dann eine Entscheidung wegen Heirat.

Aber nicht richtig Laufen (verstehensmäßig), kaum Sex, ....
da hat mich kaum etwas animiert, sie davon abzuhalten die Koffer zu packen.

Hätte eines von beiden gestimmt (egal welches) wäre das andere auch wieder geworden.
Stimmt dann aber beides nicht, was soll Mann da noch an Frau finden ??
 
G

Gast

  • #6
@#4: Guter Beitrag, sehe ich genau so. Alleine die Vorstellung "wegen Heirat eine Entscheidung zu verlangen" und dass ausgerechnet, wo man oft Nein im Bett gesagt hat, ist aber bizarr. Die hat wohl nicht viel vom Leben begriffen. Sei froh, dass Ihr Euch getrennt habt, wäre auf Dauer nicht angenehm geworden.

Ich kann als Frau nur sagen, dass ich es völlig würdelos finde, einen Mann vor die Wahl zu stellen, Heirat oder Trennung. Da zeigt man ja deutlich, wie sehr man ihn liebt und um was es eigentlich geht. ;)
 
G

Gast

  • #7
Eine gute Entscheidung. Hätte ich auch so gemacht. Dennoch ist das Problem jenseits meines Denkens. Wie kann man überhaupt zusammenleben, ohne Bedürfnisse, Empfindungen und Berührungen? Wie erträgt man das Abgewiesen werden überhaupt? So etwas habe ich aber auch schon einmal von einem Mann gehört. Scheint wohl mehr verbreitet zu sein, als man glaubt. Da gibt es doch keine Liebe. Wie kann man unter solcher Voraussetzung nur an heiraten denken? Absurd.
 
G

Gast

  • #8
Ich kenne viele Paare, die über einen langen Zeitraum keinen Sex miteinander haben. Das Wichtige dabei ist, dass beide damit klar kommen und für keinen ein Problem darstellt, sonst wird es schwierig!
 
G

Gast

  • #9
Auf jeden Fall ist es beneidenswert, wenn beide keine Lust haben.

In unserer Beziehung bin ich Diejenige, die zur Zeit auf der Stecke bleibt- ich habe Lust auf IHN, er aber nicht auf mich. Wir sind sehr lieb miteinander, aber aktuell ist er aus meinem Bett verbannt, weil ich zu sehr darunter leide, daß es nicht mehr wird als kleine Zärtlichkeiten. Meine Freundinnen kennen so etwas gar nicht. Im Laufe von 5 Jahre wurde es immer weniger, seit 3 Monaten ist der Sex vorbei. Er sei beruflich gestreßt, meinte, daß sei in vorherigen Beziehungen ähnlich gewesen, gäbe sich aber nach einiger Zeit.

Gern würde ich Hoffnung machen, egal in welche Richtung gehend, bin aber selber in ähnlicher Lage, wenn auch ohne Zusammenwohnen und ohne Kinder...

Ich melde mich ggf. aber gern, wenn sich gedanklich, tatsächlich oder spirituell etwas ergibt ;-)