• #1

Gastkinder in den Ferien - wie handhaben mit dem Bezahlen?

Ich habe mal eine Frage, wie Ihr das seht? Ich wohne an der Nordsee, bin vor Kurzem mit meinem Kind aus beruflichen Gründen hierhin gezogen. In den Sommerferien kamen nacheinander ehemalige Klassenkameradinnen meiner Lütten (11) zu Besuch (nicht eingeladen, sondern die Kinder haben sich eben verabredet) und blieben eine Woche, das habe ich erlaubt.

"Besuch ist wie Käse, nach drei Tagen fängt er an zu stinken..." (Zitat meine Omi)

Es sah nun so aus, dass die Mütter den Kindern kein Taschengeld mitgegeben haben, sämtlichen Eintritt und alles musste ich allein bezahlen. Okay, das macht man halt eben - da ich aber eben kein hohes Einkommen habe, hat das ganz schön reingehauen, zumal die Kinder auch bei Tisch mehr als ordentlich zulangten und ein rappelvoll gestopfter Kühlschrank innerhalb von 2 Tagen komplett leergegessen war. Man ging an den Kühlschrank und holte sich gleich 3 Joghurts pro Person, ohne zu fragen - man ging an die Schränke, ohne zu fragen, man bediente sich meiner Sachen, ohne zu fragen - wenn ich sagte, dass ich das nicht möchte, hieß es "Der Gast ist König!!" Weil ich kein Geld für Essengehen übrig habe, koche ich prinzipiell immer selber, meine Kochkünste sind wirklich gut - trotzdem wurde gemault, wenn ich gesagt habe: "Nein, wir sind bald zuhause und kochen selbst), denn die Gastkinder wollten prinzipiell immer essen gehen.

Von den Müttern ist keine mal auf die Idee gekommen, mich anzurufen und zu fragen, ob sie was mitgeben soll - im Gegenteil - die Kinder wurden in den Zug gesetzt und das war es dann. Der Schlafsack des einen Mädchens war verschimmelt - es wurde vorher nichts kontrolliert, und ich habe zusätzliches Bettzeug gekauft. Wenn ich um Mithilfe bat beim Tischdecken bat, wurde gemault und Gesicht verzogen, wenn wir am Strand waren, wurde gemeckert, denn ich kaufe für den Strand grundsätzlich Backwaren beim Stadtbäcker, statt teure Burger oder Pommes an der Bude. Bei Tisch wurde Rabatz gemacht, wenn meine Tochter mich höflich um etwas bat, brüllte es gleich aus der anderen Ecke "ICH AUCH!!!" - am Tisch herrschte eine Geräuschkulisse und ein ständiges Drängen in den Mittelpunkt der Gastkinder - es wurde nichts aufgeräumt, meine ´Tochter wurde in ihrem eigenen Zimmer angeschnauzt und als H..e beschimpft, und zum Schluß blieb einfach alles liegen, nicht einmal die Toilettenbürste wurde mehr benutzt nach... (Ihr wißt schon)...

Ich erhole mich nun seit zwei Tagen von diesem Besuch und möchte einmal in die Runde fragen: Ist das normal so, daß der "Gast König" ist? Das war nämlich beinahe in jedem dritten Satz zu hören - "der Gast ist König" - ja, solange er bezahlt, habe ich irgendwann gesagt. Es kann doch nicht angehen, dass Kinder heute überhaupt nicht mehr wissen, was sich auch nur ein bisschen gehört? "Ich will, ich will" - "ICH AUCH!!!" - und die Eltern es für selbstverständlich halten, daß man alles zahlt?
 
  • #2
Auf jeden Fall kommt nun erst einmal niemand mehr aus der alten Schule hierher in meine Wohnung, das habe ich nach den Erfahrungen ehrlich gesagt vorerst komplett gestrichen.

Messer wurden abgeleckt und wieder in die Butter gesteckt, Tischmanieren ohne Worte, die getragene Schmutzwäsche der Gäste lag im ganzen Flur verstreut. Rausgehen wollten die Gäste nicht, nur in der Bude hocken und mit ihrem Gameboy zocken (war mir am Schluß auch egal), am Ende habe ich die Kinder noch 300 km weit nach Hause gefahren, weil sie kein Geld für Rückfahrkarten dabei gehabt haben, und der Mutter das Benzingeld zu teuer war und sie keine Zeit hatte, überdies...

Meine Frage: Wie handhabt Ihr es mit Besuch Eurer Kinder, der länger bleibt? Wie regelt Ihr das mit Fahrt und Bezahlen? Müßt Ihr das überhaupt regeln, oder kommen die Eltern von selbst auf die Idee? Ich meine, das Leben kostet nun einmal Geld, Eis habe ich nicht teuer am Strand geholt, sondern im Viererpack im Supermarkt - da bekommt man 4 Eis für das Geld, was sonst ein halbes Eis am Strand kostet - auch da wurde gemault - von Seiten der Gäste... Habt Ihr einen Tip für mich, wie ich dies das nächste Mal (falls es ein nächstes Mal gibt) handhaben kann? Danke :)
 
  • #3
Das war sicher auch ein Extrembeispiel. Grundsätzlich würde ich aber auch sagen, dass man die Kinder genauer kennen sollte, die man sich ins Haus holt bzw. rein lässt.

Inwieweit sie wirklich schlecht erzogen sind/waren oder sich einfach von zu Hause weg nur schlecht benommen haben, kann ja auch niemand so genau wissen. Das ist auch eine Frage des Zulassens von deiner Seite. Was ich nicht will, das werden auch Kinder ungefragt nicht in meiner Gegenwart und in meiner Wochnung tun. Sie müssen ja nicht bei mir ihre Ferien verbringen, könnten auch nach Hause fahren...

Allerdings ist eine Woche auch kein Besuch zum gemeinsamen Spiel oder Essen. Da klärt man das vorher ab. Wer sein Kind in eine Ferienaktion schickt, muss auch zahlen. Niemand kann einfach voraussetzen, dass der Andere nicht rechnen muss. - Wie gesagt, das klärt man vorher!

Ich erinnere mich, dass ich als Kind (von 9 bis 14 J.) regelmäig zu einer Brieffreundin in die Nähe von Trier gefahren bin (mit dem Zug). Zwischen meinen Eltern und denen der Freundin fand da vorher ein Brief-Austausch statt (Telefon hatte noch nicht jeder...). Soweit ich informiert bin, haben meine Eltern da nichts bezahlt (es war auf dem Lande, ihre Eltern hatten eine Gastätte im Ort und ein paar Weinberge). Damals (vor über 50 J.) war es aber auch noch nicht üblich, dass Kinder ständig Extrawürste bekamen oder man ständig auswärts Essen ging oder sich ständig etwas ausenken musste, um sie zu unterhalten/zu bespaßen. Wir haben uns noch selbst Unterhaltung gesucht. Da kämpften die meisten Menschen noch um ihre Existenz und mit den Folgen des Krieges.

Bei meinen Kindern habe ich es immer so gehalten, dass ich nie mehr als 1 Gastkind z. Zt. geduldet habe (mehr als ein fremdes bringt einfach zuviel Unruhe, da wird sich gegenseitig angestachelt). Ich habe auch kein Geld verlangt, aber Gehorsam und Anpassung an unser Familienleben, sonst hätten sie wieder nach Hause gehen können. Umgekehrt waren meine Kinder auch so erzogen, dass sie sich bei ihren Freunden anpassten, egal, ob für 1 Stunde oder mit Übernachtungen.

Das ist eine Frage, der verschiedenen Ansprüche und der Organisation. Es sollte dir eine Lehre sein für die Zukunft. Was willst du sonst tun? Im Nachhinein kommt das erst recht nicht gut, Ansprüche geltend zu machen. - Du kannst nur zu deiner Tocher sagen: Diese Freundinnen nie wieder!
 
  • #4
Wer bei mir zu Gast ist und noch Ansprüche stellt, wird sofort rausgeworfen.
 
G

Gast

Gast
  • #5
Sorry, aber du bist selbst schuld, wenn du dir dieses Benehmen bieten lässt und es duldest. Ich hätte ganz klare Regeln aufgestellt, diese kommuniziert und fertig. Wer sich nicht daran hält, kann nach Hause fahren. Sicherlich hätte ich kein Geld von den Eltern der Freunde verlangt, insbesondere deshalb, weil mein Kind dann im Gegenzug eine Woche dort verbracht hätte - damit hätte sich alles wieder ausgeglichen. Aber, ich hätte die Kinder auch eingeladen, und nicht die Kinder bzw. deren Eltern hätten die Kinder einfach bei dir eingeladen. Man muss wissen, wen man sich ins Haus holt.
Ich hatte ein Ferienkind für einen Tag - Eintritt habe ich bezahlt, Essen habe ich mitgenommen, Extras wie Eis oder Sonstiges mussten die Kids vom eigenen Taschengeld bezahlen. Da gab es kein Maulen und Meckern. Hätte es welches gegeben, wäre es das erste und letzte Mal gewesen. Konsequent Grenzen ziehen und durchhalten. Alles andere kostet DICH Nerven - siehe dein Posting. w/42
 
G

Gast

Gast
  • #6
Mein Jüngster ist 10 und bekommt auch öfter Besuch oder wir nehmen Freunde zu Veranstaltungen mit.
Klar ist, wenn ein Kind bei uns ist, bezahle ich auch den Eintritt und wenn ich ein Eis ausgebe selbstverständlich für alle Kinder, die dann in meiner Obhut sind.
Meine Erfahrung ist, dass sich so etwas in der Regel unter den Eltern auch wieder ausgleicht.

Davon ist aber abzugrenzen, wenn ich nur den Fahrdienst zu einer Veranstaltung mache, dann bezahlt natürlich jedes Kind selber bzw. die Eltern haben die Eintrittskarten vorher besorgt.

Übernachtungsbesuch gibt es bei uns nur nach vorheriger Abstimmung und maximal für eine Übernachtung in diesem Alter. Schließlich möchte ich ja nicht in der Klappsmühle landen.

m51
 
  • #7
Na der Gast wäre das letzte Mal bei mir. Ich hatte solche Maden auch mit im Urlaub, die hatten zwar Taschengeld mit aber nach den Grundkosten wie Campingplatz oder Essen wurde nicht gefragt oder Geld angeboten. Ich nehme allerdings auch nur jemanden mit, wenn es für mein Kind wichtig ist und ich auch ein Vorteil habe ein Kind dazu dabei zu haben. Den einen von Beiden würde ich jederzeit auch ohne Geld mitnehmen den Anderen nicht. Mir ist es aber ein Rätzel warum du das nicht vorher klärst, wenn du nicht bereit bist oder die Möglichkeit hast für ein weiteres Kind finanziell aufzukommen. Das bespricht man doch bevor das Kind in Zug steigt. Selber schuld kann ich nur sagen
 
  • #8
Das waren ja richtige Horror- "Gäste"!

Du hättest dich da aber wirklich trauen können, mal ordentlich auf den Tisch zu hauen. So ein Verhalten geht gar nicht!

Warum, in aller Welt, lässt du dich so schlecht behandeln? Elfjährige verstehen sehr wohl, was du meinst, wenn du z. Bsp.konterst: "Hast du so viel Geld dabei, um auswärts essen zu gehen?" - Und das Maulen hätte ich mir bereits beim ersten Mal verbeten.
 
  • #9
Habt Ihr einen Tip für mich, wie ich dies das nächste Mal (falls es ein nächstes Mal gibt) handhaben kann?
Ja hab einen Tip: sprich dich mit den Eltern des Kindes genau ab! Du bist nicht in der Lage ein Kind für eine Woche mit durchzufüttern?
Liebe FS, Du musst dich nicht schämen das auch zu sagen. Ich fände es ziemlich unverschämt zu ERWARTEN das jemand Fremdes fürs eigene Kind aufkommt.
Zudem ist es leicht naiv davon auszugehen, dass Eltern von alleine auf die Idee kommen sollten ihrem Kind genug mitzugeben nur weil Du es so tun würdest.

Ich gehe davon aus viele Eltern denken einfach nicht daran wie das Kind verpflegt wird,, sondern erstmal vordergründig an die kinderfreie Zeit und daran dass das Kind, heil hin und wieder zurück kommt. Allein schon die Tatsache das angeblich niemand angerufen hat um sich nach seinem Kind zu erkundigen, find ich kurios, würde mir aber bestätigen dass sie sich wirklich keine weiteren Gedanken machen, ausser der Reiseplanung.(-;

Somit liegt es auch ein Stück weit an dir dafür zu sorgen das die anderen Punkte ebenso geklärt werden.
Und ich bin der Meinung wer nicht in der Lage ist, klare Absprachen bezüglich des Aufenthaltes eines Gastkindes zu führen, brauch sich hinterher auch nicht beschweren. Aber gut, jetzt hast Du deine Erfahrung gemacht und kannst es das nächste mal anders handhaben.

Was das benehmen der Kinder angeht, so muss ich mich schon sehr wundern und stimme einer meiner Vorposterinnen zu. War das wirklich so der Fall, handelt es sich wohl tatsächlich um ein Extrembeispiel!
Was ich aber nicht so ganz nachvollziehen kann, hab viel mit Kindern zu tun. Was meinst mit: "dann hieß es immer, Gast ist König", wer hat das gesagt? Die Gastkinder? (hab ich noch nie von einem Kind gehört)
Kenne auch nur "Kunde ist König", hat aber nichts mit dem zu tun und "Gast ist König" ist eine Einstellung die an jedem selbst liegt und ändert nichts daran von einem "König" benehmen zu erwarten zu dürfen im eigenen "Schloss"! :)
So oder so, haben Gäste sich auch zu benehmen und an die Regeln des Hauses zu halten, sofern es welche gibt. Und an dem Punkt zweifel ich an der Erziehung der von dir benannten Kinder.

Ich bin so frei und frage dich ganz ehrlich: kann es nicht eher sein, das dein Unmut über die finanzielle Belastung sich auf den Umgang mit den Kindern übertragen hat?
 
G

Gast

Gast
  • #10
Als meine Kinder noch im Haus waren, hatten wir auch öfter mal Besuch, aber solche Gäste gab es bei uns nie. Wir haben mal 3 Jahre in den USA gewohnt, da hatten wir in den Ferien regelmäßig Besuch von Kindern (14-16J.). Sie hatten Taschengeld dabei und die Eltern haben die anfallenden Kosten natürlich vorher mit uns geklärt.
Ich kann das fast nicht glauben, dass es solche Familien gibt. Da frag ich mich echt, was ihr für Freunde habt.
 
G

Gast

Gast
  • #11
Irgend ein Teil fehlt doch an der Geschichte ...
Kanntest du die Ferienkinder denn gar nicht? Normalerweise kennt man doch die Freunde der eigenen Kinder!
Ich kann nicht nachvollziehen, dass Eltern ihre Kinder 1 Woche lang von anderen Eltern durchfüttern lassen, ohne mal zu fragen, ob das auch klar geht oder ihrem Kind Geld mitzugeben! Warst du oder deine Tochter diesen Kindern oder Eltern etwas schuldig? Ist ein Gegenbesuch deiner Tochter dort geplant?

Das Gemotze und die Ansprüchigkeit der Kinder hättest du dir nicht gefallen lassen müssen! Da darf man auch mit fremden Kindern schimpfen oder streng zu ihnen sein, wenn sie sich wie Sau benehmen!
Deine Tochter selbst hat sich anständig benommen - hat sie es denn nötig, solche asozialen Freunde zu haben? Das ist die größte Sorge, die ich mir nach dieser Erfahrung machen würde: Pass auf, dass deine Tochter nicht ein Mensch wird, der sich ausnutzen lässt und sich anderen unterwirft, nur aus Angst, sonst keine Freunde zu haben!
Im eigenen Haus ist das Kind, das dort wohnt, der "Bestimmer", die Gastkinder haben sich nach ihm zu richten. So läuft das normalerweise und so kenne ich es auch - eben wie unter Erwachsenen auch! Die Kinder müssen doch lernen, sich als Gast und als Gastgeber entsprechend zu benehmen!

w43
 
  • #12
Wir haben auch oft die Freunde meiner Tochter zu Besuch oder nehmen die mit. Ich bezahle dann immer alles, aber das ist für mich ok, weil die alle höflich und nett sind. Es ist eher so, daß ich ihnen was aufdrängen muß, weil die sich kaum trauen, um etwas zu bitten. Z.B will ich immer essen gehen, während den Kindern ( inzwischen Jugendlichen ) das eher peinlich ist ( 'ist doch nicht nötig, viel zu teuer' )

Eine Zeit lang ( Grundschule ) war meine Tochter mit einem Mädchen befreundet, das sehr penetrant gefordert hat. Da wurde ich dann auch deutlich, ruhig und sachlich natürlich. Das hat aber geklappt, sie war auch nicht beleidigt und ist trotzdem gern zu uns gekommen.

Bei mir geht's aber immer nur um einen Tag und ein Kind, außer, wenn meine Nichte kommt, die bleibt mehrere Tage, aber meine Tochter fährt da auch oft hin, das gleicht sich aus.

Deine Gäste haben aber offenbar richtig Geld gekostet ( mehrere Kinder, viel gegessen und mehrere Tage ) und du hast nicht soviel Geld, das es egal wäre. Schwierig. Wahrscheinlich müßtest Du leider die Eltern um einen angemessenen Beitrag bitten. Unangenehm...Blöd, daß die das nicht von allein anbieten.
 
G

Gast

Gast
  • #13
Ich denke, du solltest nicht völlig resignieren, sondern für die Zukunft lernen. Am besten ist es natürlich, wenn du die Eltern schon länger kennst. Auf jeden Fall aber solltest du mit ihnen die Rahmenbedingungen abstecken. Und scheu dich bloß nicht, eine kleine Liste zu schicken, was sie alles mitzubringen haben. Da kann dann ruhig auch Eintrittsgeld, Rückfahrkarte usw. stehen, genauso wie das in der Schule gehandhabt wird, wenn die Klasse in die Jugendherberge fährt. Vielleicht solltest du das aber in Zukunft einfach begrenzen, am besten auf nur jeweils 1 Kind für maximal 1 Woche. Schließlich ist es doch nicht das Ziel, den fremden Kindern einen tollen Urlaub zu ermöglichen, sondern deiner Tochter schöne Ferien, oder? Und stell vorher klar, dass zwar der "Kunde König ist", der Gast aber sich den Gepflogenheiten des Gastgebers anzupassen hat.

Ich war vor einigen Jahren mit meinem Sohn und zwei seiner Freunde (alle 12) mal eine Woche an der Ostsee in einem Bungalow. Wir schwärmen alle heute noch von diesem tollen Urlaub, obwohl das Wetter eher gemischt war. Allerdings kannte ich sowohl die Jungs als auch deren Eltern schon lange. Wir haben uns immer gemeinsam überlegt, was wir an den folgenden Tagen abends essen wollen und sind dann sogar zusammen Einkaufen gefahren - allein das war schon lustig. Die brauchten mich auch nie als Animateur, ich musste nur immer bisschen aufpassen, dass sie nicht übertreiben. Ansonsten hab ich mich in diesem Urlaub sogar richtig erholt.
Wir Eltern hatten vorher abgesprochen, was alles ungefähr kosten würde, das Geld haben sie mir mitgegeben.
 
G

Gast

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  • #14
1. Die Regeln im Haus (Whg) stellt Du auf ! Punkt ! Was willst Du denn machen wenn die 16 sind?
2. Wenn Kinder (bei 1 Woche Urlaub) kein Geld mit haben , nimmt man mal das Telefon in die Hand und spricht mit den Eltern.
 
  • #15
Vielen herzlichen Dank für die vielen guten Tipps und Antworten - ich hatte heute morgen ein langes und ausführliches Post geschrieben, das leider im Nirvana gelandet ist, und ich leider nicht copy gemacht habe... hmpf! Ich lese mir gerade alles noch einmal durch und nehme mir die vielen guten Tips zu Herzen. Und ja - ständig hieß es "GAST IST KÖNIG!!!" - und dann jedesmal in so einem Trompetenton, daß ich Zuckungen bekommen habe und mein Kind vor Wut kochte...
 
  • #16
Du bist vergnügungssüchtig? gutmütig? hast einen Sprachfehler (nicht NEIN sagen zu können)?
Ansonten kann ich mir so eine Story nicht im entferntesten vorstellen!
Selbst wenn mein Kind zur Oma fährt, bekommt es Geld mit. Es würde mir nicht im Traum einfallen, meiner Mutter die Gesamtkosten überzubraten.
Ansonsten gilt, in meinem Haus bin ich Chef! Klar, Ferien und so werden anders gehandelt, als Alltag, jedoch dulde ich kein rüpelhaftes Benehmen, forderndes Verhalten oder Frechheiten in meinem Haus und bringe das auch sehr deutlich zum Ausdruck und dabei ist es mir völlig egal, ob sich so ein ach so zartbesaitetes Kinderseelchen einen Knicks holt oder nicht! Schließlich hab ich für das Ferienkind auch eine Menge Verantwortung
 
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  • #17
ständig hieß es "GAST IST KÖNIG!!!" - und dann jedesmal in so einem Trompetenton, daß ich Zuckungen bekommen habe und mein Kind vor Wut kochte...

Ich verstehe nicht, warum du dir das bieten lassen konntest. Du bist die Erwachsene und die Ersatzerziehungsberechtigte. Du setzt die Grenzen und strukturierst das Ganze!
Kinder spielen gern König. Ich habe als Kind immer sehr schnell getestet, wie ich mich bei netten fremden Leuten verwöhnen lassen konnte, ob es hier den Urgroßtanten-Service gibt, bei dem mir die Wünsche von den Augen abgelesen wurden und auf jede meiner noch so absurden Forderungen eingegangen wurde. Wenn mir das abgelehnt wurde, dann war es auch gut und kein Problem.
Ich habe, als meine Tochter klein war, öfter eine Freundin mit in Urlaub genommen. Ich keine Kostenbeteiligung dafür verlangt, das Kind "rutschte" immer so mit. Ob nun eine Kinderportion oder zwei gegessen, ob nun ein Bett oder zwei bezogen werden, ist egal. Außerdem hatte ich auch etwas davon, meine Tochter hatte Gesellschaft und ich mehr Ruhe.
Die Kinder hatten immer etwas Taschengeld mit, haben es aber nicht gebraucht, hatten aber auch wenig Ansprüche. Es mußte sich aber an unsere Lebensweise anpassen. Was hieß, daß wir z.B. in einet Zeit, als ich nch kein Auto hatte, eine Stunde zu Fuß zum See gelaufen wurde und das Gastkind das (maulend) mitmachen mußte.
Umgekehrt habe ich auch nie einen Anteil bezahlt, wenn meine Tochter irgendwo mit war. Ich habe den Eltern einen Korb mit Käse und Wein mitgegeben oder sie hinterher zum Essen eingeladen, wenn es ein Urlaub war, den ich mir hätte nicht leisten können.

Da erinnere ich mich grade dran, daß wir, als wir als Kinder im Urlaub bei meiner Groß-Cousine waren, am Abend vor dem Abendbrot 5 Wagenladungen Pflastersteine von einer Deponie sammeln mußten, sonst gab es nichts zu essen. Da lachen wir noch heute bei Familienfeiern drüber und ziehen die Großtante mit dem "Kinderarbeitslager" auf.
 
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Gast

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  • #18
Nein, ganz klar = Grenzüberschreitung.
ich habe meinem Sohn immer Geld mitgegeben, wenn er mit den Eltern von Freunden unterwegs war oder zu Besuch, und ihn ermutert zu sagen, er wolle selber bezahlen.
Wenn sie das dann übernommen haben, und er das Geld grösstenteils wieder nach Hause gebracht hat = Dankesschreiben von meinem Sohn und Telefonanruf von mir !

Ganz klar für mich Erziehungssache !
Erwarte ich auch von den Kindern, die bei uns sind !
Und sage bei einer Gelegenheit, dass mich dies bisschen irritiert hat, wenn es anders gelaufen ist.

Beim Schlafsack hätte ich gleich angerufen, und gefragt, was du machen sollst: neuen auf ihre Rechnung kaufen ? Nicht du sondern die Mutter des Kindes hätte sich in Grund und Boden geschämt...glaube mir !
 
G

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  • #19
liebe fs, ich kann viele deiner beobachtungen bestätigen, aus dem alltag mit einer kindergruppe arbeitenden pädagogin.
viele eltern denken schlichtweg nicht mehr mit, aber zum glück sind noch nicht alle so.

mir wurde in meiner kindheit immer vermittelt:
iss bei fremden nicht soviel, sei brav und anständig, gehe mit fremden eigentum sorgfältiger um , als mit eigenem..etc..

die zeiten sind allerdings schon lange vorbei.

ich sehe auch im verhalten der kinder selbst veränderungen.
wo es umsonst etwas gibt, wird kräftig zugelangt. (lieber spart man sich das eigene auf..)

und jetzt zu dir.
hast du deine eigenen kinder beobachtet?
wie haben sie das denn gesehen, wenn muttis kühlschrank leergeräumt wird, wenn mutti belastet wird?
wie haben sich deine kinder da gefühlt?
habt ihr darüber gesprochen?

falls ähnliches für das kommende jahr geplant wird, dann musst du dich wappnen ;)
formuliere eine art elterneinladung, in dem du alle wichtigen details ansprichst..dir 50 euro geben lässt für eintrittsgelder und lebensmittel..nur keine falschen hemmungen!

oder die gasteltern revanchieren sich mit einer kostenlosen einwöchigen gegeneinladung deiner kinder. das fände ich fair, entlastend für dich und erweitert auch den blickwinkel deiner kinder.
 
  • #20
#18! Im Grunde genommen bin ich einverstanden mit den Lösungsvorschlägen und auch mit deinen Feststellungen!
Schlimm ist es jedoch, daß wir das alles heutzutage tolerieren müssen. Wir haben viele Dinge als Kinder anders er- und gelebt.
Vor allem deshalb bringe ich Kindern bzw. Jugendlichen meine Wertvorstellungen sehr deutlich rüber und staune dann, in welcher Windeseile plötzlich die Freunde meines Sohnes auf der Matte stehen, wenn ich mal Hilfe brauche (Umzüge etc.)....ohne auch nur an eine Gegenleistung zu denken!
Hören wir auf, die verlotterte Moral von heutzutage einfach so hinzunehmen und zu tolerieren. Dies kostet wohl ein wenig Mut, aber, wenn wir den nicht aufbringen, brauchen wir uns nicht wundern, wenn es immer mehr solcher Entgleisungen gibt!
 
G

Gast

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  • #21
Auf den Satz "Der Gast ist König" hätte ich geantwortet "Wer wie ein König behandelt werden möchte muß erstmal lernen sich wie ein solcher zu benehmen!".

Und diese "Ferien" wären bei mir nach spätestens zwei Tagen beendet gewesen.
Niemand muß sich in seinen eigenen vier Wändeln beschimpfen und unverschämt behandeln lassen.
Auch nicht von schlecht erzogenen Kindern!
 
G

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  • #22
Ich habe nur dein Posting gelesen und keiner der Antworten - möglicherweise wiederhole ich also etwas.
Ganz klar ist das eine Unverschämtheit der ELTERN dieser Gastkinder. Ich habe noch nie erlebt, dass ich nicht gefragt werde, selbst wenn ein Kind nur für eine Nacht bei uns übernachten möchte und aus dem gleichen Ort kommt. Oder habe ich das falsch verstanden und du wolltest, nachdem die Kinder sich verabredet hatten, nur nicht mehr nein sagen?
Dass Kinder, die zu Besuch sind, sich so schlecht benehmen, habe ich allerdings auch noch nicht erlebt. Eher ist das Gegenteil der Fall, dass ich völlig hin und weg bin und mein Sohn mich dann erst überzeugen muss, dass seine Freunde bei sich zuhause auch nicht besser sind als er.
Aber ganz im Ernst. Wenn sich Kinder so aufführen, dann hilft leider nur eine klare Ansage oder der nächste Zug nach Hause. Das musst du dir keinesfalls gefallen lassen.
Auch wenn es unangenehm sein mag - vor den nächsten Ferien solltest du dich selbst darum kümmern, wer kommen darf und mit den Eltern die Höhe des notwendigen Taschengeldes absprechen. Es wäre doch möglich, dass die Kinder Geld dabei hatten, es aber lieber für sich selbst aufheben wollten, wenn du sowieso alles übernommen hast. Wenn die sich wirklich so schlecht benommen haben, wie du es beschreibst, dann wäre ihnen das auch noch zuzutrauen.
Für das nächste Mal viel Glück!
 
G

Gast

Gast
  • #23
Liebe FS,
Deine Tochter ist 11 Jahre alt. Somit sind ihre Freunde vermutlich ebenfalls 11 Jahre alt.
DU bist die Mutter, die Erziehungsberechtigte bzw. die Erziehungspflichtige und die Chefin im Haus.

Wer sich von 11-Jährigen enteignen und auf der Nase herumtanzen lässt, hat ganz grundsätzlich etwas falsch gemacht. Die Kinder respektieren nur jemanden, der ihnen sagt, wo die Grenzen sind. Du musst nicht laut werden, aber Du kannst die Regeln in Deinem Haushalt freundlich erklären.

Wieso hast Du nicht mit den Eltern der Besucherinnen telefoniert? Vor und während dem Besuch?

Wieso haben die Eltern den Kindern keine Rückfahrkarte gekauft?

Wieso tust Du alles für fremde Kinder und nimmst Unkosten auf Dich, die die Kinder und ihre Eltern nicht verdient haben?

Bitte arbeite unbedingt an Deinem Selbstbewusstsein.
Schicke doch Deine Tochter in den Herbstferien ohne Rückfahrkarte zu diesen Leuten, um sich zum Essen ausführen zu lassen.
Sag ihr, dass sie sich ebenso wie eine schmarotzende Zecke aufführen soll.
Wenn Ihr auf dieses Niveau hinunter wollt und könnt.

Will Deine Tochter denn nun noch etwas mit diesen Menschen zu tun haben?

Auch ich habe schlechte Erfahrungen gemacht, nun habe ich gelernt:
Wenn ein Kind oder eine Mutter sich in meinem Haushalt daneben benimmt, gibt es noch eine zweite Chance, dann Kontaktabbruch.
Wer nur seine beiden Kinder kostenlos betreuen und verpflegen lassen will, ohne dass mein Kind einen Gegenbesuch machen kann, wird im Adressbuch gestrichen.
So trennt sich ganz schnell Spreu von Weizen und alle haben den Freundeskreis, den sie verdienen.
Mein Kind lernt von mir, dass Freunde auch unpassend sein können und dass man sich Freunde suchen muss, auf die man sich verlassen kann.
Bitte lerne Du das auch.
Euch alles Gute
 
G

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  • #24
Von deiner kostenlosen Ferienpension habe ich gehört, alle geschiedenen Väter waren davon sehr begeistert, denn da konnten sie ihre Kinder in den Ferien wieder abgeben, ohne Unterhalt zahlen zu müssen, wie sie es auch sonst mit ihren Kinder tun. Alle Frauen die an der See wohnen sind ja soo reich.
 
G

Gast

Gast
  • #25
Das war ja kostenloser Urlaub bei Vollpension. Auch wenn ich lese das abgeleckte Messer in der Butter verschwinden bin ich entsetzt. Unhygienisch, eklig und abstossend.
 
G

Gast

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  • #26
Genauso hat sich die Tochter meines Ex benommen die bei uns wohnte. Ich hätte ihr auch ein Taxi rufen sollen und ab zur Mutter schicken. Bloß da wollte sie nicht hin weil es da auch Regeln gegeben hätte, die sie beim Papa besser aushebeln konnte.
 
  • #27
Hallo an alle - und noch einmal vielen Dank für die guten Ideen und Ratschläge, ich werde auf JEDEN FALL künftig alles beherzigen - die Idee mit der Liste und dem Absprechen der Eintrittspreise finde ich bestens, und auf der Nase herumtanzen lassen werde ich mir bestimmt nicht wieder. Ich bin so geschockt gewesen, dass mir nichts mehr eingefallen ist, leider bin ich von Natur aus nicht gerade schlagfertig und kenne so ein Benehmen nicht. Wieder was dazugelernt!

Die Freundschaft ist keine mehr, mein Kind möchte keinen Besuch mehr haben von ihren ehemaligen Freundinnen. Damit ist das dann gegessen, und wenn man sich doch noch mal treffen möchte, dann gibt es die Möglichkeit, mit seinen Müttern auch mit dem Wochenendticket ans Meer zu fahren und in der hiesigen Jugendherberge zu nächtigen, welche sehr schön, sauber und preiswert ist. Frühstück inklusive!

Der schimmelige, mit den dicken Stockflecken versehene Schlafsack wurde bei mir vergessen, ich soll ihn per Post schicken (wurde mir per sms mitgeteilt, ans Telefon selber geht man nicht) ich bestehe aber darauf, dass mir zuvor ein freigemachter Paketschein geschickt wird oder bei Hermes bezahlt wird, mal schauen, ob das gemacht wird - solange steht das Ding auf dem Dachboden...

An Euch alle vielen vielen Dank für die wirklich wertvollen Tips - ich habe mir alles zu Herzen genommen und sorgfältig gelesen.

Liebe Grüße und eine schöne Woche, danke noch einmal für die Zeit, die Ihr Euch genommen habt :-D

- Mona -
 
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